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3 SAT
05:55
R: Roland Strumpf
06:15
Afrika digitalisiert sich mit rasender Geschwindigkeit. Das erregt das Interesse der Investoren. Bis 2020 sollen 60 Prozent des Kontinents ans digitale Breitbandnetz angeschlossen sein.Dann soll sich der Datentransfer verfünfzehnfachen. In Nigeria gehen pro Minute 16 Smartphones über den Ladentisch. In vier Jahren sollen afrikaweit über 700 Millionen Smartphones online sein.Dieser Boom, so urteilt die Weltbank, biete erstmals die Chance, dass sich der Kontinent aus eigener Kraft substanziell weiterentwickelt. In Kenias Silicon Savannah arbeiten junge Nerds im sogenannten iHub an Mobilfunk-Applikationen, die auch auf einfachen, billigen Handys funktionieren und so auch von der armen Landbevölkerung genutzt werden können. Mit Hilfe solcher Apps sollen Kinder besser lernen, Bauern Aussaat-Tipps bekommen und Marktpreise für ihre Ernte bestimmen können, sollen Krankenpfleger auf dem Land ausgebildet und per Ferndiagnose Augenoperationen organisiert werden.Auch schnelles und sicheres Bezahlen mit dem Mobiltelefon, das Abwickeln von Bankgeschäften per SMS, all das ist in Ländern wie Kenia bereits Realität. Afrika-Korrespondent Jörg Brase stellt sie vor, die M-Apps wie M-Pesa , M-Health, M-Farm, M-Kopa und wie sie alle heißen. Und er zeigt, welches Potenzial in dieser digitalen Revolution in Afrika steckt
06:45
Einfühlungsvermögen gegenüber dem kranken oder leidenden Menschen ist für den Patienten von größter Bedeutung. Professor Dr. Walter Möbius spricht über Empathie im medizinischen Alltag.Die moderne Medizin ist heute ohne hoch entwickeltes Hightech und die Fortschritte in der Arzneimittelforschung nicht mehr vorstellbar. Viele Krankheiten wurden und werden erfolgreich behandelt. Doch genügt das?Es ist kein Geheimnis, dass Medizintechnologie für die Diagnostik sehr wichtig ist. Doch das allein macht die Menschen noch nicht gesund. Vieles von den alten Wertevorstellungen ist auf der Strecke geblieben. Das Gespräch zwischen Patient und Arzt muss wieder als Wert erkannt und auch entsprechend honoriert werden. Der Aufbau von Vertrauen ist für den Patienten enorm wichtig, das Mittel hierfür ist das einfühlsame Gespräch.Walter Möbius war bis 2002 Chefarzt der Inneren Abteilung des Johanniter Krankenhauses im Regierungsviertel in Bonn. Danach machte er sich selbstständig als Betreuer, Berater und Mittler zwischen Patienten und Einrichtungen im Gesundheitswesen
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
100(0) Meisterwerke, 1984
10:15
Etwa 100 000 Marillenbäume prägen die Kulturlandschaft des österreichischen Weltkulturerbes Wachau – nicht nur zur Zeit der Marillenblüte im April, die immer zehntausende Besucher anlockt.Die Dokumentation zeichnet ein Porträt dieser frühreifen Früchtchen. Denn Aprikose, wie die Marille außerhalb Österreichs, Bayerns und Südtirols genannt wird, leitet sich vom lateinischen Praecos ab – und das bedeutet so viel wie frühreif.Die Früchte sind ein Markenzeichen für die Region, der Name Wachauer Marille ist eine durch die Europäische Union geschützte Ursprungsbezeichnung. Er darf nur für Marillen verwendet werden, die aus einem exakt definierten Anbaugebiet beiderseits der Donau stammen
10:30
Sie sind ein außergewöhnliches Duett der Klassik: der peruanisch-österreichische Startenor Juan Diego Flórez und der italienisch-amerikanische Pianist Vincenzo Scalera.3sat zeigt den umjubelten Liederabend, den die beiden bei den Salzburger Festspielen 2015 im Großen Festspielhaus gaben. Auf dem Programm standen Stücke von Leoncavallo, Duparc, Donizetti, Gounod und Rossini. Ein Musikgenuss der Extraklasse.Juan Diego Flórez hat es – als derzeit führender Vertreter der ebenso seltenen wie schwierigen Stimmlage Tenore di Grazia – bereits an die bedeutendsten Bühnen der Welt geschafft, und der Klaviervirtuose Vincenzo Scalera begleitete schon so grandiose Stimmen wie José Carreras, Montserrat Caballé, Andrea Bocelli und Raina Kabaivanska
12:00
Die Nibelungen sind ein deutscher Mythos, der das Selbstbild der Deutschen prägt wie kaum ein anderer. Der Film folgt zwei zeitgenössischen Nibelungen-Adaptionen.Thomas Schadt, der Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg, und eine Gruppe von Studierenden der Ludwigsburger Kreativschulen hatten es sich zur Aufgabe gemacht, die Nibelungen für die Wormser Festspiele 2015 ein weiteres Mal in die Gegenwart zu transportieren.Für Thomas Schadt hing die Messlatte hoch: Nach 13 Jahren Festspielleitung unter Dieter Wedel sollte ein frischer Wind in die Wormser Festspieltradition gebracht werden. Mit Intendant Nico Hofmann und dem Erfolgsautor Albert Ostermaier übernahm er in einem Fünfjahresvertrag die künstlerische Leitung der Nibelungenfestspiele. Zur Eröffnung der neuen Ära 2015 führte Schadt selbst Regie bei der großen Inszenierung vor dem Wormser Dom. Gespielt wurde das Stück Gemetzel. Die Dokumentation Die Nibelungen – Zwischen Seminarraum und großer Bühne begleitet Thomas Schadt hinter der Bühne, bei Proben und Presseterminen bis hin zur Premiere und ermöglicht einen Blick in das Innenleben des rheinland-pfälzischen Festspielbetriebs.Parallel dazu begleitet der Film die Studierenden der Ludwigsburger Theater – und Filmakademie Annika Schäfer, Wilke Weermann, Lara Scherpinski und Paula Schwabe, die im Rahmen eines interdisziplinären Adaptionen-Seminars unter der Leitung von Film – und Theaterregisseur Andres Veiel ihre eigenen Nibelungen-Adaptionen entwickelten. Die Studierenden wurden von Thomas Schadt eingeladen, ihr Stück im Rahmenprogramm der Nibelungenfestspiele zu präsentieren. Der Film zeigt die Studierenden beim Tüfteln und Ausprobieren, bei kleinen Krisen und Erfolgen, beim Entwickeln von Visionen auf der heimischen Terrasse bis zu dem großen Tag der Premiere in Worms. Dabei gibt der Film der Dynamik Raum, die der kreative Schaffensprozess mit sich bringt.Während die Studierenden in Ludwigsburg mit ihren Low-Budget-Produktionen von ihrem kreativen Freiraum profitieren, gerät Thomas Schadt in Worms immer stärker unter den Druck der Öffentlichkeit. In offenen situativen Interviews spricht er über seine Visionen und Ängste, die er mit dem Mammut-Projekt vor dem Wormser Dom verbindet. Werden Thomas Schadt und die Studierenden es schaffen, das Publikum bei der Premiere mit ihren Neu-Interpretationen zu erreichen
13:00
ZIB
13:10
Die Schweizer Kinderbuch-Figur Heidi ist auf der ganzen Welt bekannt und auch als Werbeträger beliebt und erfolgreich. Was steckt hinter dem Mythos des Waisenmädchens aus den Alpen?Welche Rolle spielt die Autorin Johanna Spyri, und was erinnert heute in der Region an die Zeit, in der die Geschichte spielt
13:35
R: Monika Birk... Die Mosel – das sind mindestens 25 spektakuläre Schleifen, verteilt auf 545 Kilometer Wasserstraße. Und jede Menge Burgen. Der Film lädt zu einer Entdeckungsreise entlang der Mosel ein.Filmautorin Monika Birk ist unterwegs zwischen Trier und Cochem, entdeckt Winzer und ihre Weine, wandelt auf den Spuren der Römer, testet die leckere Küche der Region und genießt vor allem die sanft-liebliche Landschaft – vom Land und auch mal vom Schiff aus.Wie auch immer man die Region bereist, neben einzigartigen Weinlagen, einer vielfältigen Kultur und bezaubernder Natur trifft man immer auch auf sehr herzliche Gastgeber. Damit gehört die Moselregion längst zu den beliebtesten Urlaubsgebieten Deutschlands
14:20
R: Barbara Fally-Puskás... Vom Gletscher bis zum Steppensee beherbergt Österreich Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein können. Sechs einzigartige Nationalparks behüten dieses Naturerbe.Die Hohen Tauern, die Wälder der Kalkalpen, die Auenlandschaften der Donau, die salzhaltigen Lacken des Neusiedler Sees, die senkrechten Felswände im Gesäuse und die Mäander des Thayatals sind sechs einzigartige Lebensräume, sechs Paradiese der Artenvielfalt.Der Film stellt diese Nationalparks vor. Durch die Sendung führt der Tierarzt und frühere Direktor des Tiergartens Schönbrunn in Wien Helmut Pechlaner, der sich ein Leben lang für den Schutz bedrohter Tierarten und den Erhalt ihrer Lebensräume eingesetzt hat
15:50
R: Jeremy Hogarth, Michael Schlamberger... Die europäischen Alpen sind eines der bekanntesten Gebirge der Welt, doch sie sind nicht die einzigen Alpen. Es gibt drei weitere Gebirgsmassive, die diesen Namen tragen.Diese Alpen liegen auf der japanischen Insel Honshu, in Neuseeland und in Australien.Angesichts der Alpen auf Honshu kann man leicht vergessen, dass man sich im Land der aufgehenden Sonne befindet. Selbst die Tiere – wie etwa der dort heimische Braunbär – sehen ihren europäischen Verwandten zum Verwechseln ähnlich.Die australischen und neuseeländischen Alpen könnten allerdings kaum unterschiedlicher sein. In Australiens Alpen leben seltsame Beuteltiere und Insekten und in den neuseeländischen Alpen kuriose flugunfähige Vögel. Während die Südalpen Neuseelands ebenso zerklüftet und bizarr sind wie ihr europäischer Namensvetter, sind Australiens Alpen nur mehr ein Schatten ihrer einstigen Größe
16:45
R: Gernot Stadler... Der Ankogel im Grenzgebiet zwischen Kärnten und Salzburg gilt als Wiege des Alpinismus. Zum ersten Mal wurde dort 1762 ein vergletscherter Alpengipfel mit über 3000 Metern Höhe bezwungen.Mit dieser alpinistischen Leistung hatte ein neues Zeitalter begonnen. Nach und nach gerieten die mächtigen Gipfel der Ost – und Zentralalpen ins Visier der Pioniere des Alpinismus. Zunächst ging es ihnen aber nicht um sportliche Höchstleistungen und Rekorde.Vielmehr standen die Vermessung der Berge und die Gewinnung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse im Vordergrund. Waren es die Pioniere des Alpenvereins, denen die Erschließung der heimischen Bergwelt zu verdanken ist, so sind es auch heute noch viele freiwillige Helfer dieser alpinen Vereinigung, die das weit verzweigte Wegenetz in den Alpen instand halten und neue, sichere Wege anlegen
17:00
I: Andrea Eckert (Senta Blum), Tobias Moretti (Koch), Karl Merkatz (Inspektor Ludwig), Nicole Marischka (Dagmar Paar), Nino Kratzer (K. J.), Heinrich Schweiger (Vater Blum), Heinz Marecek (Lehner); R: Xaver Schwarzenberger... Nach einer gescheiterten Beziehung sucht Mathelehrerin Senta (Andrea Eckert) die Einsamkeit. Sie mietet ein abgelegenes Winzerhaus in der Steiermark. Die Nachbarn kommen ihr etwas schrullig vor, aber Senta denkt sich nichts Böses dabei. Überraschend besucht der Hausherr Stefan (Tobias Moretti) sein Anwesen. Er ist Koch und von gewinnendem Charme, findet Senta. Doch bald hegt sie einen grausigen Verdacht: Hat Stefan gemordet? Doppelbödiger Blutwurst-Walzer mit starken Schauspielerleistungen
18:30
Das Kunstmuseum Basel zählt zur Weltspitze der Museen und hat nun noch mehr Platz für die Kunst. Im April 2016 wurde der Neubau für Sonderausstellungen eingeweiht.Markus Brock besucht Alt – und Neubau und begrüßt als Gast den Musiker Balthasar Streiff. Der Basler ist nicht nur ausgebildeter Jazztrompeter, er hat auch Bildhauerei studiert.Mit eigens gebauten Instrumenten wie einem verknoteten Alphorn oder dem Wippkordeon schafft er ungewöhnliche Klänge zwischen Avantgarde und Tradition und ist damit international erfolgreich.Auf eine lange Tradition blickt auch das Kunstmuseum Basel zurück. Die herausragende Sammlung reicht vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart, von Hans Holbein dem Jüngeren über Paul Cézanne bis Rosemarie Trockel. Auf drei Häuser verteilt sich heute die Fülle der Meisterwerke: das Haupthaus von 1936, das Museum für Gegenwartskunst am Rheinufer und den neu eröffneten Erweiterungsbau. Die hermetische Architektur, in der Carrara-Marmor, Kratzputz und Stahl aufeinandertreffen, wird kontrovers diskutiert. Die einen bezeichnen den beinahe fensterlosen Bau als kraftvoll, drie anderen als luxuriöse Grabkammer. Aber wie soll ein Kunstmuseum heute überhaupt aussehen? Markus Brock fragt nach.Die Basler Architekten Christoph Gantenbein und Emanuel Christ hatten ganz klare Vorstellungen. Sie wollten bewusst kein gläsernes Museum. Auch auf flexible Wände haben sie verzichtet. Aber taugt die statische Raumfolge für ein zeitgemäßes Museum? Den Praxis-Test macht Markus Brock in der aktuellen Ausstellung Der figurative Pollock. Sie zeigt weltweit zum ersten Mal das figurative Werk von Jackson Pollock. Berühmt ist der Amerikaner vor allem für seine abstrakten Gemälde. Markus Brock spricht mit Kuratorin Nina Zimmer über Pollocks wenig bekannte Seite.Seit Anfang September 2016 hat das Kunstmuseum Basel einen neuen Direktor: Josef Helfenstein. Ein Museum ist ein Organismus, keine Maschine, sagt er. Echte kuratorische Arbeit bedeutet für mich, die Besucher zu verzaubern. Viele Jahre war der Kunsthistoriker und gebürtige Luzerner als Museumsleiter in Houston, Texas tätig. Markus Brock spricht mit ihm über seine Ideen und Zukunftsvisionen
19:00
R: Elisabeth Malzer... Die letzte Komposition des Maestros, aufgeführt vom Orchester MusicAeterna bei den Salzburger Festspielen 2017. Dirigent ist Teodor Currentzis. Der Grieche ist Musikalischer Leiter des Staatsopernhauses in Perm (Russland). Er gilt als unermüdlicher Perfektionist, stets auf der Suche nach neuen Interpretationen gängiger Werke
20:00
Tagesschau
20:15
Alfred Dorfer: bisjetzt
21:30
Klimawandel stoppen, fürs Alter vorsorgen, Mama anrufen: Was man nicht alles tun muss! Luise Kinseher würde ja gern mal durchschnaufen, aber ihre Bühnenfiguren – etwa Mary from Bavary mit ihrer hochprozentigen Achtsamkeitsmeditation – machen ihr einen Strich durch die Rechnung
22:15
R: Richard Loncraine... New York, 1953: Genervt von den Affären des Gatten (Kevin Bacon) lädt Luxuslady Anne (Renée Zellweger) ihre Söhne George (Logan Lerman) und Robbie ins Auto und fährt auf Partnersuche durchs Land. Doch auch in der Zeit der Petticoats liegt das Glück nicht auf der Straße
23:55
I: Jürgen Frohriep (Oberleutnant Hübner), Wolfgang Dehler (Oberleutnant Strahl), Günther Grabbert (Karl-Heinz Schreiner), Annemone Haase (Inge Schreiner), Frauke Poolman (Ilona Bauer), Horst Weinheimer (Willi Bauer), Frank Lienert (Bodo Macher), Wolf-Dieter Lingk (Herr Artloff), Renate Reinecke (Frau Artloff); R: Hans-Werner Honert... Nach einem Brand wird die Leiche von Jürgen Schreiner unter den Trümmern einer ausgebrannten Lagerhalle gefunden. Für den Vater des Toten steht fest, dass sein Sohn ermordet wurde.Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergibt, dass Jürgen Schreiner schon tot war, ehe er in der Lagerhalle verbrannt ist. Nur mühsam und gegen den Willen vieler Dorfbewohner findet Oberleutnant Hübner die Wahrheit heraus
01:10
I: Richard Berry (Vincent Drieu), Pascal Elbé (Jean-Ba), Zabou Breitman (Commissaire Vasseur), Aissa Maiga (Kathia), Bernard Blancan (Pierre Wazemme), Guilaine Londez (Mireille), Moussa Maaski (Manu); R: Claude-Michel Rome... „In drei Monaten wird die Bude hier dichtgemacht“, erklärt Chefin Vasseur (Zabou Breitman) dem alten Polizisten Drieu (charismatisch: Richard Berry), als er nach Ärger in seiner Spezialeinheit in ein Kommissariat im tristesten Zipfel Südfrankreichs versetzt wird. Statt den just aus-gebrochenen Safeknacker Vargas zu jagen oder sich mit dem dealenden Nightclubboss Farge anzulegen, hängen die korrupten und faulen Flics hier nur noch herum. Doch Drieu wird das ändern…Wie Drieu die Gurkentruppe sanft auf Vordermann bringt, das ist stimmig und spannend erzählt. Leider pumpt der TV-Regisseur Claude-Michel Rome sein Kinodebüt mit schlechter Action auf: Der Anfang nervt mit sinnlosen Explosionen, das Finale zitiert unbeholfen John Carpenters „Assault – Anschlag bei Nacht“ (76)
02:45
I: Eric Cantona (Michaël Lombardi), Stéphan Guerin-Tillié (Romain Lombardi), Claire Borotra (Florence Aramian), Daniel Russo (Paul Sax), Eva Darlan (Martha Lombardi), Liane Foly (Anita Hochet), Maëva Pasquali (Christine Lombardi), Noémie Kocher (Laura Berger), Anthony Decadi (Lomas); R: Christian Faure... Als Kinder mussten Polizist Romain (Stéphan Guerin-Tillié) und sein Bruder Mika (Cantona) mit ansehen, wie die Besucher einer Familienfeier dahingemetzelt wurden – inklusive ihrer eigenen Eltern. Nach 25 Jahren werden die Geister der Vergangenheit plötzlich wieder geweckt: Anonyme E-Mails nennen die Namen der nie gefassten Täter, die bald darauf erschossen werden. In Verdacht gerät Mika… Geschickt verbindet der Thriller seine spannende Kriminalgeschichte mit den aufwühlenden Kindheitserinnerungen der beiden Brüder, die erst nach und nach in Rückblenden enthüllt werden
04:20
R: Brian De Palma... US-Soldaten vergewaltigen 2006 im Irak eine 15-Jährige und töten deren Familie. Das Massaker von Mahmudiyya diente De Palma als Vorlage für seine Collage aus fiktiven Überwachungskamerabildern, Videodokumenten und dem Videotagebuch eines GI. So entsteht neben der etwas plakativen Anklage auch eine Reflexion über die Wahrheit der Bilder in einem Krieg, der auch ein Krieg der Bilder ist
05:50
R: Timm Kröger... In Johannesburg prallen harte Gegensätze aufeinander: bittere Not und extremer Reichtum. Vielen gilt die Stadt als das gefährlichste Pflaster der Welt. Doch seit einiger Zeit tut sich etwas.Das Viertel Braamfontein ist typisch für die Metamorphose der Innenstadt: Schicke Galerien, Ateliers, Cafés, Clubs und Restaurants entstehen. Auf dem Neighbourgoods Market trifft sich die Szene am Samstag, am Sonntag auf dem Market on Arts on Main.Straßenpoeten, Künstler, Musiker, Geschäftsleute und Touristen – ein buntes Gemisch aus Menschen, die einem das Gefühl geben, hier habe sich Nelson Mandelas Traum der Regenbogen-Nation Südafrika verwirklicht
06:10
3satTextVision
06:20
Kulturzeit kompakt
06:30
R: Roland Huber... Meisterfälscher Wolgang Beltracchi porträtiert in der fünfteiligen Dokumentationsreihe Prominente im Stil alter und moderner Meister. Im letzten Teil malt er Ina Müller im Stil von Matisse.Ihre TV-Sendung Inas Nacht hat Kult-Status: Ina Müller wirbelt stets laut, lustig und mit losem Mundwerk durch die kleine Hamburger Hafenkneipe auf dem Kiez. Ihre Karriere begann sie als Kabarettistin und Sängerin, inzwischen ist sie auch Autorin und Moderatorin.Beim Porträt-Sitzen bei Wolfgang Beltracchi trifft Kunst auf Kabarett, Pinsel auf Pils
07:00
Ein Stromnetz aus der Balance zu bringen, ist gar nicht so schwierig – manchmal reicht ein Eichhörnchen. Und mit einer so delikaten Ware wie Strom wird rigoros Handel betrieben.Für ein großes Blackout-Szenario ist allerdings klar, dass es eine Verkettung von Fehlern braucht, ein Unwetter – oder eine Cyber-Attacke. Urs Gredig geht diesen Szenarien mit Fachleuten nach und benennt die größten Risiken für ein flächendeckendes Blackout
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit kompakt
09:15
R: Roland Huber... Meisterfälscher Wolgang Beltracchi porträtiert in der fünfteiligen Dokumentationsreihe Prominente im Stil alter und moderner Meister. Im letzten Teil malt er Ina Müller im Stil von Matisse.Ihre TV-Sendung Inas Nacht hat Kult-Status: Ina Müller wirbelt stets laut, lustig und mit losem Mundwerk durch die kleine Hamburger Hafenkneipe auf dem Kiez. Ihre Karriere begann sie als Kabarettistin und Sängerin, inzwischen ist sie auch Autorin und Moderatorin.Beim Porträt-Sitzen bei Wolfgang Beltracchi trifft Kunst auf Kabarett, Pinsel auf Pils
09:45
Ein Stromnetz aus der Balance zu bringen, ist gar nicht so schwierig – manchmal reicht ein Eichhörnchen. Und mit einer so delikaten Ware wie Strom wird rigoros Handel betrieben.Für ein großes Blackout-Szenario ist allerdings klar, dass es eine Verkettung von Fehlern braucht, ein Unwetter – oder eine Cyber-Attacke. Urs Gredig geht diesen Szenarien mit Fachleuten nach und benennt die größten Risiken für ein flächendeckendes Blackout
10:15
Gäste: Mirja Neven du Mont (Model und Schauspielerin), Aurora Lacasa (Sängerin), Clemens Meyer (Schriftsteller), Claudia Wenzel (Schauspielerin), Jürgen Feder (Extrembotaniker), Heidi Hetzer (Weltumfahrerin)
12:20
Ein Sommer auf der Alm ist für viele Menschen ein großer Traum. Doch wie ist das Leben dort wirklich? Wir haben Menschen begleitet, die ihren Sommer auf einer Alm verbringen.Die Sendung porträtiert drei junge Menschen, die die Mitterhaus-Alpe im Retterschwanger Tal im Sommer bewirtschaften: Sie versorgen Kühe und Schweine und machen selbst Käse, der an vorbeikommende Wanderer verkauft wird.Wir zeigen außerdem Menschen, die die Kulturlandschaft Alm retten wollen. Denn sobald eine Alm nicht beweidet wird, holt die Natur sie sich zurück
13:00
ZIB
13:20
R: Helmut Lohner... Samantha hat von ihrer Tante 13 Stühle geerbt. Voreilig versetzt Opa Franz (Otto Schenk) den Plunder. Da findet Samantha einen Brief der Verstorbenen: In einem Stuhl war Geld versteckt! Fieberhaft suchen der Opa und sein Freund (Tobias Moretti) nach den Möbeln…X-tes Remake der russischen Romansatire (1928)
14:50
R: Heike Nikolaus... In atemberaubenden Luftbildern zeigt die Reihe die Städte des vergangenen Zarenreiches. Ein visuelles Fest zu Ehren einer Lebensweise, die noch stark von den Jahreszeiten geprägt ist.Teil eins beleuchtet St. Petersburg im Winter. Nirgendwo sonst lässt sich der Glanz des russischen Zarenreiches besser bestaunen als dort – gerade in den dunklen Monaten, wenn die selbstbewussten St. Petersburger fröhlich der Kälte trotzen.Wer könnte besser darüber berichten als Kapitän Alexey Krilov, der täglich mit seinem Eisbrecher gegen die zugefrorene Newa kämpft. Oder das junge Sportlerpaar Kamilla und Iwan, das auf dem Eis für die Olympische Goldmedaille trainiert. Den Uhrmacher Mihail Gurjev begleitet die Kamera hingegen in die wohlig warmen und pompösen Innenräume der Eremitage, in denen er über 3000 Uhren am Laufen halten muss
15:35
R: Anna-Lena Maul, Peter Moers... Besonders in der Zeit der Weißen Nächte, der langen Tage im Frühsommer, ist das pulsierende Leben überall auf den Straßen, den Kanälen und in den Parks von St. Petersburg zu spüren.In der Millionenmetropole herrscht Ausnahmezustand. Eine feste Institution in den Weißen Nächten ist DJ Shahash, der täglich auf dem berüchtigten Partyboot Purga auflegt. Die Lebenshungrigen lieben seine Musik, die alte russische Lieder mit neuen Klängen mischt.Auch die junge Opernsängerin Alina lässt sich bis in den Morgen von DJ Shahash verzaubern. Tradition und Moderne liegen selbst im jungen St. Petersburg immer ganz dicht beisammen
16:20
R: Peter Moers, Anna-Lena Maul... An den Ufern des Flusses Wolchow entstand die älteste aller russischen Städte: Nowgorod. Die mittelalterliche Handelsmetropole gilt als die Wiege Russlands.Die Wolchow war Hauptverkehrsader zwischen Ostsee und Mittelmeer. An der wichtigen Handelsroute entwickelten sich Wohlstand und Bildung, bürgerliche Freiheit und Kunst in einem deutlich höheren Maße als in anderen Regionen Russlands.Nicht nur Angehörige des Adels und des Klerus', sondern auch das einfache Volk konnte lesen und schreiben. In dieser blühenden Stadt unterhielt auch die deutsche Hanse mehrere Kontore. Doch auch im Hier und Jetzt spielt das große kulturelle Erbe eine Rolle für die Bewohner. Die Nowgoroder pflegen mit Stolz ihre Traditionen, in die beispielsweise der Birkenrindenexperte Vladimir Jarisch und der Messerschmied Sergej Sasonow einführen
17:00
R: Klaus Kastenholz... Kiew, die Mutter aller russischen Städte, war im Mittelalter das Machtzentrum des ersten russischen Reiches – der Kiewer Rus, dem Vorläuferstaat des späteren Russland.Seit 1991 ist Kiew Hauptstadt der nun unabhängigen Ukraine. Ein neuer Anfang für eine alte Metropole, die in fast jedem Winkel ein Kapitel der religiösen, politischen und kulturellen Geschichte Osteuropas erzählt.Der Stolz Kiews und sein prachtvolles Wahrzeichen ist das Höhlenkloster, in dessen verzweigtem Kellergeschoss die Hydrogeologin Irina Tscherewko die faszinierende Welt eines der ältesten russisch-orthodoxen Klöster erkundet.Von der modernen Zeit nach der Unabhängigkeit erzählt der Andreassteig, der auch Montmartre von Kiew genannt wird. Der Galerist Alexander Milovsorov kennt das Viertel wie seine Westentasche, er gilt als Gründervater dieser Künstlerhochburg. Mit Milovsorov und anderen Protagonisten fangen die Filmemacher nicht nur die Geschichte, sondern auch das mediterrane Flair der Stadt am Dnjepr ein
17:45
R: Markus Reher... Der Goldene Ring nordöstlich von Moskau ist vermutlich das Prachtvollste, was das alte Russland der Nachwelt hinterlassen hat. Besonders in der weiten Winterlandschaft.Dann stechen die farbenprächtigen und goldglänzenden Zwiebeltürmchen der unzähligen Kirchen und Klöster besonders hervor. Sie lassen erahnen, welche bedeutende Rolle die orthodoxe Kirche und der Glaube schon immer in Russland spielten.Der junge Sergej Krasnikow macht die Zuschauer mit der bis heute hoch geachteten, mittelalterlichen Ikonenmalerei vertraut, und er nimmt sie auch mit auf eine Reise in die wichtigsten Städte des Goldenen Rings. Sie lernen unter anderem die Glöcknerin Oksana Surina, den Restaurator und Kachelbrenner Jewgenij Tarabin sowie die Prosphoren-Bäckerin Mutter Sergija kennen. Jeder von ihnen eröffnet einen Blick auf das Heilige Russland mit seinen uralten Traditionen und Ritualen
18:30
Dienstag nach Ostern: Die Feiertage sind vorbei, aber das Land ist weit entfernt von Normalität. Die Stromrationierung hält die Gesellschaft in eisernem Griff
19:00
heute
19:20
Kulturzeit kompakt
19:30
Markus Brock besucht die Sonderausstellung 100 Gründe rot zu werden im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, das zu den spannendsten Wissenschaftsmuseen Europas zählt.Außerdem erkundet er in der Dauerausstellung das Abenteuer Mensch in all seinen Facetten von der Geburt bis zum Tod. Begleitet wird er von der vielfach preisgekrönten Sängerin und Kabarettistin Anna Mateur.Welche Rolle spielt Schamgefühl heute? Und haben wir in Zeiten, in denen viele Menschen in sozialen Medien alles über sich preisgeben oder hemmungslos pöbeln und mobben, überhaupt noch Schamgefühl? Dieser Frage geht Markus Brock im Hygiene-Museum nach.Auch die Dresdnerin Anna Mateur befasst sich in ihren Liedern und Bühnenshows mit der Schamlosigkeit der Nabelschau im Netz und nimmt diese ironisch auf die Schippe. Und sie karikiert in ihrem selbstgezeichneten Buch WehWehchen-Atlas (2015) den allgegenwärtigen Schönheits – und Selbstoptimierungswahn.Um Schönheit, Haut und Haar geht es auch in einem der sieben Themenräume in der Dauerausstellung des Museums. Wie hat sich das Schönheitsideal im Laufe der Geschichte verändert, und wie pflegte man sein Äußeres früher? Das zeigen unter anderem kosmetikhistorische Exponate der Firma Schwarzkopf. Sie sind Teil der rund 50 000 Objekte umfassenden Sammlung des Museums, zu der auch ein einzigartiges Wachsfigurenkabinett aus dem 19. Jahrhundert zählt, detailgetreue anatomische Modelle des Menschen – Körperwelten anno dazumal.Im eigens konzipierten Kindermuseum kann auch der Nachwuchs spielerisch auf eine Erlebnisreise zum eigenen Körper gehen. Im Zentrum stehen die fünf Sinne: Hören, Sehen, Fühlen, Riechen und Schmecken.Wie Kinder sprechen lernen, erfährt Markus Brock in einer weiteren Sonderausstellung, die sich der Sprache, den Worten und Gesten widmet. Ob gesprochen, geschrieben oder gebärdet, Sprache ist grundlegend für das menschliche Miteinander. Aber wie stellt man Sprache aus? Welchen Einfluss hat das Thema Migration auf die Sprache? Und wie viele Sprachen kann ein Mensch erlernen? Die interaktive Schau vereint Wissenschaft und Kunst, Texte von Erich Kästner und Stefan Zweig ebenso wie Werke von Kurt Schwitters und Bill Viola. Auch hier ist Anfassen und Mitmachen ausdrücklich erwünscht. So kann der Besucher seine eigene Stimme aufnehmen und selbst Teil der Ausstellung werden.Markus Brock macht den Selbstversuch und zieht sein Fazit zum Deutschen Hygiene-Museum Dresden, dessen antiquiert klingender Name historisch begründet ist: Initiator des Museums war der Odol-Fabrikant Karl August Lingner, ein Pionier in Sachen Gesundheit und Hygiene Anfang des 20. Jahrhunderts
20:00
Tagesschau
20:15
R: Monika Birk... Schroffe Andengipfel, vertrocknete Wüstenstädte und stürmische Küsten: Patagonien, ein Gebiet, das sich über weite Teile Chiles und Argentiniens erstreckt, zählt zu Recht zu den letzten Naturparadiesen der Erde. „Land der Vulkane“ bildet den Auftakt zu einem Dreiteiler über extreme Landschaften und seltene Tiere
21:00
R: Lourdes Picareta... Der gletscherbedeckte Krater des Vulkans Sollipulli in den südchilenischen Anden liegt auf 2300 Metern Höhe. Fünf Reiter mit zehn Pferden wagen sich an die Überquerung.Es ist ein extremes Abenteuer für Mensch und Tier. Der Krater misst vier Kilometer im Durchmesser, 600 Meter dick ist die Eisschicht. Bisher habe es noch keiner geschafft, ihn zu Pferd zu überqueren, sagte Mathias Boss, der früher KFZ-Mechaniker war.Heute führt er Touristen zu Pferde über die Anden und durch Vulkankrater. Der Sollipulli aber ist etwas für Experten, die neue Herausforderungen suchen. Gespannt sitzt Mathias Boss im Sattel, schwindelerregend ist der Blick von dem schmalen Grat in der Nordflanke des Gletschers in die Tiefe. Neben Boss reiten der deutsche Gletscherspezialist Hans Saler, der argentinische Gaucho Hernán Cipriani und der chilenische Huaso Luís Orias. Werden sie die vier Kilometer schaffen über diese trügerische Eisschicht, unter der ein Vulkan schläft?Mathias Boss lebt mit seiner chilenischen Frau und den zwei Kindern in einer der schönsten Landschaften Chiles, im Seengebiet von Nordpatagonien, der sogenannten Schweiz Südamerikas: mit Flüssen vor der Haustür und einem feuerspeienden Vulkan im Hinterhof, mit wunderschönen Seen und den ältesten Bäumen der Welt, den Araukarien.Die Farm der Familie hat für die Nachbarn in der Gegend vieles verändert. Sie beteiligt die Einheimischen aus dem Volk der Mapuche am Tourismus als Lieferanten von Käse, Honig und anderen Lebensmitteln und als Führer durch ihre alte Kultur. So werden die Touren im Sattel von Chile nach Argentinien, durch die Urwälder der zweitausendjährigen Araukarien, auch zu einem Ritt in eine geheimnisvolle uralte Welt voller Überraschungen
21:45
Tasmanien ist Australiens südlichster Zipfel. Staatsoberhaupt ist offiziell Königin Elisabeth II. Das merkt man: Tasmanien ist very british. Aber das hat seinen Preis.Am 27. August 1803 segelte HMS Lady Nelson von Sydney aus nach Van Diemans Land. 49 Siedler, Sträflinge und Soldaten unter dem Kommando eines Leutnant John Bowen sollten eine erste Siedlung gründen, den Anspruch der Krone zementieren.Je größer die Entfernung von der alten Heimat, desto inbrünstiger haben die Kolonisten versucht, sie zu kopieren. Das belegen die Dörfer entlang des Heritage Highway: Ross, Cleveland und Evandale. Überall sind Rosenrabatten und Gewächshäuser, Tante-Emma-Läden und Teestuben. Aber ist Tasmanien deshalb ein Idyll? Ein verpflanztes vielleicht und ganz sicher kein ungetrübtes. Denn die Kolonisatoren haben ihre Heimat fern der Heimat oft genug auf Kosten der Natur erschaffen. Bestes Beispiel ist der Beutelwolf, auch Tasmanischer Wolf oder Tasmanischer Tiger genannt, der in wenigen Jahren komplett ausgerottet wurde
22:00
ZIB 2
22:25
R: Eva Spreitzhofer... „Der Schall eines fallenden Wassertropfens in der Felswand gibt mir ein Bild der Topografie“: Dass er blind ist, hat Andy Holzer noch nie von etwas abgehalten. Beim Dreh dieser Doku über den Extrembergsteiger hat er bereits sechs der sieben höchsten Gipfel der Welt bestiegen, inzwischen ist der Mount Everest dazugekommen
00:00
R: Manuel Fenn... Für Ältere kann das trotz der generell guten Arbeitsmarktlage zur Falle werden. Die Reportage begleitet unter anderem einen IT-Experten, der den Neuanfang als Mediator probt
00:30
10 vor 10
01:00
R: Chris Weisz... Das Glück liegt manchmal auf der Straße – zum Beispiel auf einer Rennstrecke. Dorthin begibt sich Michael Ostrowski diesmal auf seiner Glückssuche.Er unterhält sich mit Inna Shevchenko vom feministisch-aktionistischen Kollektiv Femen über die Situation von Frauen in der Ukraine und die Grenzen zwischen Gewalt und friedlichem Protest.In einem Ausbildungslehrgang der Sondereinheit Cobra geht Michael Ostrowski an seine körperlichen Grenzen: Er hangelt sich an einem 15 Meter langen Seil über einen Teich und springt aus 20 Metern Höhe in die Tiefe – immer im Dienst der Glückssuche
01:30
Hilfsmittel, die den Rausch – und somit das Glück – befeuern, sind gefragt. Michael Ostrowski ist diesmal unterschiedlichen Rauschmitteln und Glückszuständen auf der Spur.In einem Rausch-Parcours im Grazer Forum Stadtpark trifft er auf die Rabtaldirndln, die ihr Bewusstsein Karten spielend durch jede Menge Alkohol erweitern. Ein Bibel-Lektor berauscht sich am Lektorieren und Korrigieren göttlicher Textstellen.Und zwei Schachspieler beglücken sich unter Zuhilfenahme mehr oder weniger legaler Substanzen am strategischen Brettspiel und überprüfen ihr Rausch-Level mit gezielten Pistolenschüssen.Ohne die Einnahme toxischer Substanzen tanzt sich Michael Ostrowski in einem schamanischen Trance-Tanzkurs in Ekstase und singt und trinkt mit der Wienerlied-Combo Kollegium Kalksburg im Weinhaus Sittl, wo sich Rausch und Musik zu einem rauschenden Fest verbinden
01:55
Slowenien Magazin
02:20
Muse gilt als eine der innovativsten Rockbands aller Zeiten. Seit fast 20 Jahren stehen Muse für eine Mischung aus progressivem Rock und Elementen der klassischen Musik.Am 6. Juli 2013 spielen Muse im Rahmen ihrer Unsustainable-Tour im ausverkauften Stadio Olimpici in Rom vor über 60 000 Fans. 3sat präsentiert das Konzert, das durch seine atemberaubende Show für Gänsehaut sorgte.Im Mittelpunkt des Trios steht der Sänger, Gitarrist und Pianist Matthew Bellamy. Bellamys Stimme hielt man in den Etagen der Plattenfirmen zunächst nicht für radiotauglich. Mittlerweile gelten Muse als eine der innovativsten Rockbands aller Zeiten. Sie haben 15 Millionen Alben verkauft, fünf MTV Europe Awards, zwei BRIT Awards, acht NME Awards, fünf Q Awards, vier Kerrang Awards und den Grammy 2011 gewonnen.2012 veröffentlicht die Band ihr sechstes Studioalbum The 2nd Law mit dem Song Survival, der es gleich zum offiziellen Song der Olympischen Sommerspiele schafft. Auch hier pendelt die Gruppe zwischen Oper und Filmmusik, zwischen Grunge und Metal
03:20
Im November 2013 präsentieren Depeche Mode die Songs ihres 13. Studioalbums Delta Machine und natürlich ihre großen Hits an zwei Abenden in der ausverkauften Berliner O2-World-Arena.In eng geschnittenen Glitzerwesten zeigen sich die beiden Kreativköpfe Dave Gahan und Martin Gore als sehnige Fiftysomethings, die sichtlich Spaß daran haben, ihre eingeschworene Fangemeinde zu immer neuen Jubelstürmen zu bewegen.Während Martin Gore gewohnt bescheiden im Hintergrund wirkt, gibt Dave Gahan lust – und kunstvoll den expressiven Entertainer
04:35
Die 1978 in Glasgow gegründete Band Simple Minds leistete mit ihren ersten Alben von 1979 bis 1982 einen entscheidenden Beitrag zum britischen Post-Punk und Wave.Wer sie auf ihre Hits Don't You und Alive and Kicking reduziert, tut ihnen Unrecht. Sie inspirierten unter anderen Bands wie Ultravox und Depeche Mode. 1989 sind Simple Minds mit ihrem Album Street Fighting Years auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.Mit der Verbindung von Popmusik und politischen Texten schaffen sie ihren eigenen Stil. Die Single Belfast Child wird Nummer eins der britischen Hitparade. 24 Jahre später ist die neuerbaute SSE Hydro in Glasgow der Schauplatz ihres Konzertfilms vor 13 000 begeisterten Fans. Sänger Jim Kerr und Gitarrist Charlie Burchill, die beiden Schulfreunde aus der Urbesetzung, präsentieren zusammen mit ihrer Band die größten Hits ihrer 36-jährigen Karriere. Dabei dürfen Songs wie Waterfront, Mandela Day, Don't You und Alive and Kicking nicht fehlen. 3sat präsentiert das Konzert der Simple Minds aus dem Jahr 2013
05:20
R: Heike Nikolaus... In atemberaubenden Luftbildern zeigt die Reihe die Städte des vergangenen Zarenreiches. Ein visuelles Fest zu Ehren einer Lebensweise, die noch stark von den Jahreszeiten geprägt ist.Teil eins beleuchtet St. Petersburg im Winter. Nirgendwo sonst lässt sich der Glanz des russischen Zarenreiches besser bestaunen als dort – gerade in den dunklen Monaten, wenn die selbstbewussten St. Petersburger fröhlich der Kälte trotzen.Wer könnte besser darüber berichten als Kapitän Alexey Krilov, der täglich mit seinem Eisbrecher gegen die zugefrorene Newa kämpft. Oder das junge Sportlerpaar Kamilla und Iwan, das auf dem Eis für die Olympische Goldmedaille trainiert. Den Uhrmacher Mihail Gurjev begleitet die Kamera hingegen in die wohlig warmen und pompösen Innenräume der Eremitage, in denen er über 3000 Uhren am Laufen halten muss
06:05
3satTextVision
06:20
Kulturzeit kompakt
06:30
Markus Brock besucht die Sonderausstellung 100 Gründe rot zu werden im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, das zu den spannendsten Wissenschaftsmuseen Europas zählt.Außerdem erkundet er in der Dauerausstellung das Abenteuer Mensch in all seinen Facetten von der Geburt bis zum Tod. Begleitet wird er von der vielfach preisgekrönten Sängerin und Kabarettistin Anna Mateur.Welche Rolle spielt Schamgefühl heute? Und haben wir in Zeiten, in denen viele Menschen in sozialen Medien alles über sich preisgeben oder hemmungslos pöbeln und mobben, überhaupt noch Schamgefühl? Dieser Frage geht Markus Brock im Hygiene-Museum nach.Auch die Dresdnerin Anna Mateur befasst sich in ihren Liedern und Bühnenshows mit der Schamlosigkeit der Nabelschau im Netz und nimmt diese ironisch auf die Schippe. Und sie karikiert in ihrem selbstgezeichneten Buch WehWehchen-Atlas (2015) den allgegenwärtigen Schönheits – und Selbstoptimierungswahn.Um Schönheit, Haut und Haar geht es auch in einem der sieben Themenräume in der Dauerausstellung des Museums. Wie hat sich das Schönheitsideal im Laufe der Geschichte verändert, und wie pflegte man sein Äußeres früher? Das zeigen unter anderem kosmetikhistorische Exponate der Firma Schwarzkopf. Sie sind Teil der rund 50 000 Objekte umfassenden Sammlung des Museums, zu der auch ein einzigartiges Wachsfigurenkabinett aus dem 19. Jahrhundert zählt, detailgetreue anatomische Modelle des Menschen – Körperwelten anno dazumal.Im eigens konzipierten Kindermuseum kann auch der Nachwuchs spielerisch auf eine Erlebnisreise zum eigenen Körper gehen. Im Zentrum stehen die fünf Sinne: Hören, Sehen, Fühlen, Riechen und Schmecken.Wie Kinder sprechen lernen, erfährt Markus Brock in einer weiteren Sonderausstellung, die sich der Sprache, den Worten und Gesten widmet. Ob gesprochen, geschrieben oder gebärdet, Sprache ist grundlegend für das menschliche Miteinander. Aber wie stellt man Sprache aus? Welchen Einfluss hat das Thema Migration auf die Sprache? Und wie viele Sprachen kann ein Mensch erlernen? Die interaktive Schau vereint Wissenschaft und Kunst, Texte von Erich Kästner und Stefan Zweig ebenso wie Werke von Kurt Schwitters und Bill Viola. Auch hier ist Anfassen und Mitmachen ausdrücklich erwünscht. So kann der Besucher seine eigene Stimme aufnehmen und selbst Teil der Ausstellung werden.Markus Brock macht den Selbstversuch und zieht sein Fazit zum Deutschen Hygiene-Museum Dresden, dessen antiquiert klingender Name historisch begründet ist: Initiator des Museums war der Odol-Fabrikant Karl August Lingner, ein Pionier in Sachen Gesundheit und Hygiene Anfang des 20. Jahrhunderts
07:00
Dienstag nach Ostern: Die Feiertage sind vorbei, aber das Land ist weit entfernt von Normalität. Die Stromrationierung hält die Gesellschaft in eisernem Griff
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit kompakt
09:15
Markus Brock besucht die Sonderausstellung 100 Gründe rot zu werden im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, das zu den spannendsten Wissenschaftsmuseen Europas zählt.Außerdem erkundet er in der Dauerausstellung das Abenteuer Mensch in all seinen Facetten von der Geburt bis zum Tod. Begleitet wird er von der vielfach preisgekrönten Sängerin und Kabarettistin Anna Mateur.Welche Rolle spielt Schamgefühl heute? Und haben wir in Zeiten, in denen viele Menschen in sozialen Medien alles über sich preisgeben oder hemmungslos pöbeln und mobben, überhaupt noch Schamgefühl? Dieser Frage geht Markus Brock im Hygiene-Museum nach.Auch die Dresdnerin Anna Mateur befasst sich in ihren Liedern und Bühnenshows mit der Schamlosigkeit der Nabelschau im Netz und nimmt diese ironisch auf die Schippe. Und sie karikiert in ihrem selbstgezeichneten Buch WehWehchen-Atlas (2015) den allgegenwärtigen Schönheits – und Selbstoptimierungswahn.Um Schönheit, Haut und Haar geht es auch in einem der sieben Themenräume in der Dauerausstellung des Museums. Wie hat sich das Schönheitsideal im Laufe der Geschichte verändert, und wie pflegte man sein Äußeres früher? Das zeigen unter anderem kosmetikhistorische Exponate der Firma Schwarzkopf. Sie sind Teil der rund 50 000 Objekte umfassenden Sammlung des Museums, zu der auch ein einzigartiges Wachsfigurenkabinett aus dem 19. Jahrhundert zählt, detailgetreue anatomische Modelle des Menschen – Körperwelten anno dazumal.Im eigens konzipierten Kindermuseum kann auch der Nachwuchs spielerisch auf eine Erlebnisreise zum eigenen Körper gehen. Im Zentrum stehen die fünf Sinne: Hören, Sehen, Fühlen, Riechen und Schmecken.Wie Kinder sprechen lernen, erfährt Markus Brock in einer weiteren Sonderausstellung, die sich der Sprache, den Worten und Gesten widmet. Ob gesprochen, geschrieben oder gebärdet, Sprache ist grundlegend für das menschliche Miteinander. Aber wie stellt man Sprache aus? Welchen Einfluss hat das Thema Migration auf die Sprache? Und wie viele Sprachen kann ein Mensch erlernen? Die interaktive Schau vereint Wissenschaft und Kunst, Texte von Erich Kästner und Stefan Zweig ebenso wie Werke von Kurt Schwitters und Bill Viola. Auch hier ist Anfassen und Mitmachen ausdrücklich erwünscht. So kann der Besucher seine eigene Stimme aufnehmen und selbst Teil der Ausstellung werden.Markus Brock macht den Selbstversuch und zieht sein Fazit zum Deutschen Hygiene-Museum Dresden, dessen antiquiert klingender Name historisch begründet ist: Initiator des Museums war der Odol-Fabrikant Karl August Lingner, ein Pionier in Sachen Gesundheit und Hygiene Anfang des 20. Jahrhunderts
09:45
Dienstag nach Ostern: Die Feiertage sind vorbei, aber das Land ist weit entfernt von Normalität. Die Stromrationierung hält die Gesellschaft in eisernem Griff
10:15
R: Ulrich Stein... Vier Milliarden User googeln sich täglich weltweit durchs Internet. Längst ist Google zum Navigator durch den Alltag geworden. Damit besitzt Google eine ungeheure Macht.Ist die Suchmaschine tatsächlich so objektiv und verbraucherfreundlich, wie sie scheint? Oder verfolgt das Unternehmen Absichten, die die Interessen der Verbraucher in Wahrheit verletzen? Die Dokumentation von Ulrich Stein geht diesen Fragen nach.Ulrich Stein konnte die Zentrale im kalifornischen Mountain View sowie das Entwicklungszentrum in Zürich besuchen. In einer Art Zukunftslabor geht es darum, die Lebensgewohnheiten von Millionen Menschen zu erfassen und zu beeinflussen. Den eigenen Mitarbeitern macht Google die Arbeit dabei so angenehm wie möglich. Ihre Arbeitsplätze erscheinen wie eine Mischung aus Kinderspielplatz, Yoga-Loft und Studentenbude mit Seilbahngondeln, Kinderrutschen und Dschungelecken.Der Film beobachtet außerdem den zähen Kampf der Internet-Unternehmer Robert M. Maier und Michael Weber gegen den Weltkonzern. Ihr Vorwurf: Google missbrauche seine Dominanz im Suchgeschäft, platziere bei den Suchergebnissen seine eigenen Produkte ganz oben und schade so der Konkurrenz und den Verbrauchern. Die beiden Unternehmer hatten zusammen mit einer Gruppe von Firmen bei der Europäischen Kommission Beschwerde eingereicht.Google entwickelte sich in nur wenigen Jahren von einer kleinen studentischen Start-up-Firma in Kalifornien zu einem globalen Konzern mit über 50 000 Mitarbeitern weltweit. Inzwischen gehört Google mit fast 400 Milliarden US-Dollar Börsenwert zu den drei wertvollsten Unternehmen der Welt. Google ist heute weit mehr als nur eine Suchmaschinenfirma, dringt in immer mehr Lebensbereiche vor, hortet immer mehr Daten auf seinen Servern. Ist Google zu einer unkontrollierbaren Macht geworden, zum gierigsten Datensammler der Welt
11:00
R: Norbert Lübbers... Angst vor Altersarmut und vor dem Pflegeheim – und jetzt auch noch die Flüchtlingskrise: Tausende vorwiegend ältere Männer suchen deshalb ihr Lebensglück im thailändischen Pattaya.In Reiseprospekten wird die Stadt gern als internationaler Badeort angepriesen. Doch kein Ort in Thailand polarisiert so sehr. Für die einen ist Pattaya der größte Puff der Welt. Für andere der Traum von Freiheit: junge Frauen, billiges Bier und jede Menge Sonne.Auch der der 57-jährige Helmut S. kam als Rentner nach Pattaya. Doch innerhalb von zwei Jahren hat er sein ganzes Vermögen verloren. Er verliebte sich gleich am ersten Abend seiner Ankunft. Zwei Jahre lang lief alles gut. Doch als die Ersparnisse weg waren, verließ ihn seine thailändische Partnerin. Heute versucht er, alte Postkarten im Internet zu verkaufen. Es ist ein Leben am Existenzminimum. Trotz aller Schwierigkeiten, für ihn gilt: Als Penner in Pattaya zu leben, das sei immer noch besser, als nach Deutschland zurückzukehren. Wer soll das verstehen?Pastorin Annegret Helmer ist zwischen ihrem Bestreben, den Gestrandeten zu helfen, und der zweifelhaften Motivation der Männer, nach Pattaya zu kommen, oft hin und hergerissen
11:30
R: Manfred Christ, Harald Pokieser... Wien ist die einzige Weltstadt, die über ein riesiges geschlossenes Waldgebiet in unmittelbarer Stadtnähe verfügt: den Wienerwald.Dabei hat der Wienerwald auf den ersten Blick nichts Außergewöhnliches zu bieten: Es handelt sich weder um einen Nationalpark noch um ein Weltnaturerbe der UNESCO. Er ist nicht einmal ein Schutzgebiet. Doch jedes Wochenende stürmen die Wiener ihren Wald.Das Tierleben ist überaus vielfältig, und auch die Flora hat einen bemerkenswerten Artenreichtum zu bieten. Zudem inspirierte der besondere Zauber des Wienerwalds zahlreiche Komponisten, Maler und Schriftsteller, darunter Ludwig van Beethoven, Egon Schiele und Nikolaus Lenau
12:10
Liebesgschichten und Heiratssachen
13:00
ZIB
13:15
R: Annette Scheurich... Eindrucksvolle Berglandschaften, ausgedehnte Wälder, ursprüngliche Täler und stille Moore – die Vogesen bilden ein Naturidyll im Herzen Europas.Gämse, Hirsche, Igel, Vögel, Schmetterlinge, Käfer und andere Tiere haben ihren Lebensraum in den Wäldern und Bergen der Region gefunden. Und zahlreiche Besucher haben den Landstrich für sich als Erholungsparadies entdeckt
14:00
R: Annette Scheurich... Atemberaubende Landschaften, jahrhundertealte Traditionen und eine reiche Tierwelt: Der Schwarzwald, das höchste Mittelgebirge Deutschlands, hat weit mehr zu bieten als Kuckucksuhren.Er ist ein Naturidyll im Herzen Europas. In stimmungsvollen Bildern porträtiert die Dokumentation die reiche Welt des Schwarzwalds, in dem viele Menschen einen Weg gefunden haben, Tradition und Moderne, Natur und Kultur harmonisch zu verbinden
14:45
R: Andreas Sawall... Archäologie-Professor Matthias Wemhoff unternimmt eine Entdeckungsreise zu Supergrabungen in Deutschland und erzählt die Geschichten identitätsstiftender Kulturdenkmäler wie dem Kölner Dom.In Berlin haben Kollegen von Matthias Wemhoff einen vergessenen Schatz entdeckt: Bei Aushubarbeiten zu einer neuen U-Bahnstation stießen Bauarbeiter auf die Mauern des ersten Berliner Rathauses, erbaut vor über 700 Jahren. Ein Fund aus dem Spätmittelalter.Einst mehr ein Ort zum Handeln als zum Regieren, finden sich dort heute Silbermünzen und Artefakte, die den Archäologen wichtige Hinweise auf das spätmittelalterliche Leben geben. Computeranimationen lassen mit Hilfe der Funde die damalige Welt wieder auferstehen.Auch auf der Schwäbischen Alb ist man seit einiger Zeit einer Sensation auf der Spur: der Entstehung der modernen Kunst. Mit 40 000 Jahren sind die gefundenen Skulpturen aus Elfenbein älter als die berühmten Höhlenzeichnungen in Südfrankreich. Eine Frauenfigur mit übergroßen Brüsten, ein Mammut und ein Mischwesen aus Löwe und Mensch – was bedeuten diese Funde für die heutige Zeit? Zusammen mit seinen Kollegen wagt Professor Matthias Wemhoff eine Deutung.Im äußersten Norden begibt sich Matthias Wemhoff auf Spurensuche nach einem alten Mythos der deutschen Geschichte: dem Aufstieg und Fall von Rungholt, der reichen Handelsstadt, die im 14. Jahrhundert Opfer einer Klimakatastrophe wurde. Ein Verhängnis, das sich auch aus den Funden dort herauslesen lässt.Im Osten Deutschlands, im sächsischen Dippoldiswalde, tat sich völlig unerwartet der Boden auf und brachte so eine Geschichte zum Vorschein, von der man nichts ahnte: Ein ganzes Labyrinth verschachtelter unterirdischer Gänge, auf denen vor mehr als 800 Jahren Menschen nach Silber gesucht haben. Unangetastet liegen selbst heute noch einige der damaligen Werkzeuge in 30 Metern Tiefe.In Lübeck führt der Archäologe durch die größte Stadtgrabung Deutschlands, bei der die wichtigsten Funde in stinkenden Kloaken gefunden werden: Das mittelalterliche Kinderspielzeug aus Holz zeigt Ritter in Kampfhaltung.Mit einem Helikopterflug eine Ausgrabung zu begehen, ist auch für Matthias Wemhoff nicht alltäglich. Doch nur so ist es ihm möglich, die längste Grabung der Welt zu besichtigen: Hunderte Kilometer lang orientiert sie sich in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen an der russisch-deutschen Gaspipeline, die hier verläuft. Doch bevor die Rohre verlegt werden, muss der Boden untersucht werden. Ein spektakulärer Fund ist bereits zu vermelden: 1,8 Kilogramm wiegt der Goldschatz aus der Bronzezeit, 117 Objekte aus reinem Gold
15:25
R: Andreas Sawall... Archäologe Matthias Wemhoff erkundet Ausgrabungen, von Keltengräbern bis zu Pfahlbauten, und zeichnet so die Historie Deutschlands nach: von der Steinzeit bis zum Fall der Berliner Mauer.Am Anfang seiner Zeitreise steht ein geheimnisvoller Fund: ein über 2600 Jahre altes Kammergrab einer Keltenfürstin, das Grabräubern noch nicht zum Opfer gefallen war. Um eine Beschädigung des Grabes zu vermeiden, wurde es mit Beton und Stahl ummantelt.Als kompakter 80-Tonnen-Block wurde es mit einem Spezialkran auf einen Schwerlaster verladen. In einem schwäbischen Speziallabor legten Experten in monatelanger Feinarbeit die wertvollen Grabbeigaben frei, darunter goldene Halsperlen, die die Wissenschaftler auf eine spannende Spur setzten, die sie zu den Etruskern, den Vorfahren der Römer, führten.Am Bodensee mit seinen weltweit berühmten Resten von Pfahlbauten ist der Berliner Archäologe auf die Erkenntnisse seiner tauchenden Kollegen angewiesen. Sie suchen im See nach Überresten und hoffen, anhand der Jahresringe der verbauten Stämme die Siedlungen zeitlich näher definieren zu können. Bis heute lässt sich nur sagen, dass ein Haus mit Seeblick für fast 5000 Jahre schwer en vogue war.Am Bodensee stößt Professor Wemhoff auf eine kleine Kuriosität: den Kaugummi der Steinzeit. Eine schwarze Masse aus Birkenpech linderte nicht nur Zahnschmerzen, sondern wurde nach Gebrauch zur Befestigung von Pfeilspitzen verwendet. Das muss man sich mal vergegenwärtigen: Ein steinzeitlicher Jäger fährt in seinem Einbaum über den See, entdeckt ein Leck und stopft es mit seinem Kaugummi zu, meint der Berliner Archäologe lächelnd.Auf seiner Zeitreise durch die verschiedenen historischen Epochen Deutschlands, die alle ihre Spuren in der Erde hinterlassen haben, entdeckt Wemhoff nicht nur Deutschlands einzige achteckige Burg, die als Protzprojekt in der Nähe der Stadt Warburg zwei eitle Raubritter berühmt machte, sondern erzählt auch von der abenteuerlichen Ausgrabung der heute weltberühmten Himmelsscheibe von Nebra.Eines der spannendsten Rätsel für Archäologen ist der Mord an einer Familie vor 4500 Jahren, deren Skelette dicht aneinandergedrängt in einem Grab in Eulau liegen – wie in einer letzten Umarmung. Wemhoff rekapituliert die Details des grausigen Fundes und erklärt, welche Schlüsse Archäologen aus den Artefakten ziehen können.Am Ende seiner Reise zu den Supergrabungen Deutschlands macht Matthias Wemhoff mit einer ganz neuen Technologie bekannt, die in den vergangenen Jahren maßgeblich zum Erfolg der Ausgräber beigetragen hat: die Luftbildarchäologie. Nicht nur entlang der alten Römergrenze mit dem Limes, der Deutschland auf einer Länge von 550 Kilometern durchzieht, konnte man mit der Technologie aus der Luft verborgene Teile des römischen Grenzwalls entdecken. Wemhoff weiß: Deutschland ist noch voll von Dingen, die unter der Erde liegen. Jede noch so kleine Grabung schreibt jeden Tag eine neue Seite im Buch unserer gemeinsamen Geschichte. Das ist einfach fantastisch
16:10
R: Marc Brasse, Kay Siering... Zehn Prozent der Landmasse unseres Planeten sind von Gletschern bedeckt. Die Eisgiganten prägen die Landschaft, sind die größten Süßwasserspeicher der Erde – und Tresore der Geschichte.Durch das rasante Abschmelzen der Gletscher während der letzten Jahrzehnte gibt das Eis immer häufiger Relikte der Vergangenheit frei – und sogar bisher unbekannte Lebensformen. Die Doku begleitet Forscher bei ihren außergewöhnlichen Entdeckungen im ewigen Eis.Die Gletscher der Alpen verlieren seit Jahrzehnten kontinuierlich an Größe. Was Klimaforscher alarmiert, bietet Archäologen und Historikern ungeahnte Möglichkeiten – denn in den Eismassen des Alpenhauptkamms lagern Objekte aus der Vergangenheit, die ihnen helfen, Rätsel der Geschichte zu entschlüsseln. Der berühmteste Fund ist der Ötzi – jene legendäre Eis-Mumie, die im September 1991 von deutschen Wanderern entdeckt wurde. Untersuchungen ergaben, dass der Mann aus dem Eis vor mehr als 5000 Jahren starb. Sein Körper und die Ausrüstungsgegenstände wurden vom Gletschereis perfekt konserviert. Und so liefert Ötzi der Wissenschaft noch heute wertvolle Informationen über das Leben in der Steinzeit.Der Innsbrucker Bergungsunternehmer Wolfgang Faloch hat sich auf Großfunde spezialisiert und bereits die Überreste ganzer Flugzeuge aus den Alpengletschern geborgen. Auf dem Taschachferner im Ötztal stieß er eines Tages auf ein riesiges Fahrwerk. Anhand der Seriennummer fand er heraus, dass es sich um ein Teil eines B17-Bombers der US Air Force handelt. Falchs Nachforschungen waren erfolgreich: Er konnte die Geschichte des Flugzeugs rekonstruieren und sogar noch lebende Besatzungsmitglieder finden.In Sibirien machen Archäologen noch ältere Funde. Im Sommer gibt der auftauende Permafrostboden immer wieder perfekt erhaltene Überreste von Wollhaar-Mammuts preis. Auf der Halbinsel Jamal entdeckten Rentierjäger ein perfekt erhaltenes Baby-Mammut. Sein Alter: 40 000 Jahre. Das Tier starb, als es ungefähr einen Monat alt war. Am Leipziger Max-Planck-Institut gelang es Forschern, die DNA des Tieres zu rekonstruieren. Und so hilft das vom Eis konservierte Mammut der Wissenschaft dabei zu entschlüsseln, mit welchen heutigen Tieren die Mammuts am engsten verwandt sind und weshalb die majestätischen Tiere einst ausstarben.Schätze aus dem Eis fügt diese einzelnen Geschichten zu einem bildgewaltigen Film zusammen
16:55
R: Susanne Rostosky... China, das Reich der Mitte, gilt in seiner Entwicklung als vom Westen völlig unabhängig. Bis in das vierte vorchristliche Jahrtausend hinein reichen die Aufzeichnungen des Landes zurück.Sie untermauern das Bild vom isolierten China, das sich ohne große Berührungspunkte zum Westen entwickelt hat. Der Mythos von der Isoliertheit und Unabhängigkeit Chinas ist bis heute verbreitet. Erst durch einige neue Entdeckungen wird er in Frage gestellt.Bereits vor 100 Jahren begannen europäische Archäologen, die Wüste Taklamakan im Westen Chinas zu erforschen. Einst führte die berühmte Seidenstraße durch die Wüste und sorgte – wie die Wissenschaftler schnell herausfanden – seit dem Mittelalter für einen wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen Ost und West. Doch erst in jüngster Zeit entdecken chinesische Archäologen, dass sich unter den Spuren der mittelalterlichen Seidenstraße Zeugnisse aus noch viel fernerer Vergangenheit finden lassen: Mitten in der Wüste entdecken sie einen riesigen Friedhof mit einzigartig erhaltenen Mumien. Sie gehören einem vergessenen Volk an, das bereits vor 4000 Jahren in der Region siedelte.Neben dem einmaligen Erhaltungszustand der Mumien ist vor allem ihr Aussehen überraschend. Denn die Mumien wirken mit ihren kräftigen Gesichtszügen, Bärten und hellbraunen oder sogar blonden Haaren alles andere als chinesisch. Könnten sie zu einem europäischen Volk gehören, das die Menschen in China schon in der Bronzezeit in Kontakt mit dem Westen brachte? Brachten sie sogar wichtige Kulturtechniken wie den Bronzeguss mit nach China? Der renommierte Mumien-Experte Professor Victor Mair will diesen Fragen nun mit modernsten Methoden auf den Grund gehen. Eine DNA-Untersuchung soll zeigen, ob die Mumien tatsächlich europäische Wurzeln haben.Doch nicht nur die Mumien werfen Fragen auf – auch andere im Westen bisher unbekannte Funde rütteln am bekannten Geschichtsbild. So überrascht ein geheimnisvolles Königsgrab in Ostchina mit deutlich westlich geprägten Fundstücken – zu einer Zeit, zu der es noch gar keinen Kontakt zum Westen gegeben haben soll. Für den deutschen Kunsthistoriker Dr. Lukas Nickel ist die Ausgrabung ein erstes Indiz, das noch viele weitere Entdeckungen nach sich ziehen könnte.Dabei gerät auch die weltberühmte Terrakotta-Armee in sein Blickfeld. Sie gehörte zur Grabausstattung des ersten chinesischen Kaisers und damit zum Gründungsmythos Chinas. Ausgerechnet hier will Lukas Nickel seinen Verdacht überprüfen – und erhält Zugang zu Figuren, die bisher noch nie gezeigt werden durften. Ihr Stil ist für die chinesische Kunst der Zeit so ungewöhnlich, dass die Skulpturen für Lukas Nickel nur einen Schluss zulassen: Sie müssen von den chinesischen Künstlern nach dem Vorbild griechischer Statuen gefertigt sein. Spannende Entdeckungen, die ein neues Licht auf die Geschichte der Beziehung zwischen Ost und West werfen
17:40
R: Stefan Schneider, Florian Breier... Sie schlug Krieger in die Flucht, imponierte Königen und machte die zu Helden, die sie beherrschten: die Pyrotechnik. Welches Geheimnis steckt hinter der Faszination für das Feuerwerk?Der zündende Funke erzählt die Geschichte des Feuerwerks mit Zeichentrickaufnahmen und Reenactments. Ein sprühendes Kapitel Kulturgeschichte, das seit Jahrhunderten fasziniert.Die Geschichte des zündenden Funkens beginnt in China, wo vor 1400 Jahren ein weiser Mönch mit Bambusrohren experimentiert und den ersten Böller der Welt erfindet. Bis heute ist die Entwicklung der Pyrotechnik bedeutend für das Militär. Und so mancher Büchsenmeister machte sich neben dem Kriegsgeschäft mit Feuerwerk einen Namen. Die Brüder Ruggieri – Pyrotechnik-Popstars ihrer Zeit – wurden zu Feuerwerkern der europäischen Königshäuser. Ihr Spektakel diente der höfischen Berichterstattung. 1749 ging ihr Feuerwerk für Georg II. im englischen Regen baden, und sogar die von Händel eigens komponierte Feuerwerksmusik konnte die Aufführung nicht mehr retten. Den Ruggieri-Brüdern hat es nicht geschadet. Ihr Name begleitet die Geschichte des Feuerwerks bis heute.Jedes Jahr wird die Burg von Carcassonne am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, in Funken aus Farbe getaucht. Hunderttausende Besucher kommen zum größten Spektakel des Jahres in die Stadt und verfolgen am Himmel eine minutiös festgelegte Komposition der Ruggieris
18:25
Die 8-tlg. Reihe des Schweizer Fernsehens spielt höchst glaubwürdig Folgen eines Stromausfalls in der vernetzten Hightechgesellschaft nach. Wie kam es zur Katastrophe? Was unternehmen Netzbetreiber und betroffene Bürger? Welche Maßnahmen ergreifen Krisenstäbe? Finale morgen
19:00
heute
19:20
Kulturzeit kompakt
19:30
Markus Brock checkt diesmal den Louvre des Nordens, das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig. Bei seinem Streifzug wird er von Peter Prange begleitet.Nach siebenjährigem Dornröschenschlaf öffnete das Museum im Oktober 2016 wieder seine Pforten. Das Universalmuseum beherbergt Kunst verschiedener Gattungen aus drei Jahrtausenden.Wie der Louvre – wenn auch in geringerer Zahl – kann es mit den ganz großen Meistern aufwarten: Rubens, van Dyck, Tintoretto, Veronese, Picasso. Es beherbergt einmalige Schätze wie Vermeers Mädchen mit dem Weinglas oder Giorgiones Selbstporträt als David.Der Historiker und Bestsellerautor Peter Prange verarbeitet in seinen Romanen bevorzugt historische Stoffe. In Die Principessa (2003), das im barocken Rom spielt, sind die Künstler Bernini und Borromini die Hauptfiguren
20:00
Tagesschau
20:15
I: Silke Bodenbender (Charly), Franziska Weisz (Sonja), Nora Waldstätten (Ingrid), Nicolette Krebitz (Rita), Edita Malovcic (Manu), Christopher Schärf (Max), Raimund Wallisch (Marcs Vater); R: Thomas Roth... Zurück in ihrer Heimatstadt Graz will Charly (Silke Bodenbender) mit ihren Jugendfreundinnen (Nora Waldstätten, Nicolette Krebitz u. a.) ein Wochenende in einer Berghütte feiern. Doch ein düsteres Erlebnis aus Kindertagen hängt ihnen immer noch nach… Nach einer Krimivorlage von Nora Miedler: mit einigen Klischees, aber auch manch unverhofftem Twist
21:45
kinokino, 2016
22:00
ZIB 2
22:25
I: Angela Kovács (Irene Huss), Lars Brandeby (Sven Andersson), Reuben Sallmander (Krister Huss), Dag Malmberg (Jonny Blom), Eric Ericson (Fredrik Stridh), Emma Swenninger (Birgitta Moberg), Anki Lidén (Yvonne Stridner), Alexandra Rapaport (Carina), Margareta Olsson (Nachtschwester), Rebecka Andreasson (Linda), Magnus Roosman (Sverker Löwander); R: Anders Engström... Schwester Marianne liegt erschlagen in der Klinik. Kollegin Siv kennt den Täter: Sie hat den Geist einer Mitarbeiterin gesehen, die sich vor 40 Jahren in der Wäschekammer erhängt hat. Nun ja, denkt Irene Huss (Angela Kovács) – aber die Spur führt tatsächlich weit zurück…Stocksteife Synchro, doofes Finale
23:50
I: Ursula Strauss (Angelika Schnell), Wolf Bachofner (Harald Franitschek), Andreas Lust (Stefan Schnell), Katharina Straßer (Maja Landauer), Ulrich Gebauer (Norbert Steiner), Valentina Sauca (Alina Steiner), Gottfried Breitfuß (Dr. Christian Czermak); R: Michi Riebl... Chefinspektorin Schnell kommt Menschenhändlern auf die Spur, die hinter der sauberen Fassade einer Kinderhilfsorganisation operieren (Staffel 2, Folge 1)
00:35
I: Ursula Strauss (Angelika Schnell), Wolf Bachofner (Harald Franitschek), Andreas Lust (Stefan Schnell), Katharina Straßer (Maja Landauer), Ulrich Gebauer (Norbert Steiner), Valentina Sauca (Alina Steiner), Gottfried Breitfuß (Dr. Christian Czermak), Philipp Moog (Peter Feiler), Gerti Drassl (Nicole Wondrak), Michael Ostrowski (Mario Wondrak); R: Michi Riebl... Dem Tanzlehrer Robert Fabian wird seine Liebe zu Frauen zum Verhängnis. Aber welche der vielen hat ihm seinen letzten Tango beschert?Das schnelle Geständnis einer Tanzlehrerin kann Angelika nicht überzeugen. Zu Franitscheks Leidwesen fühlt sie der vorwiegend weiblichen Kollegenschaft gründlich auf den Zahn. Und Stefan nutzt diesen Fall, um ein altes Hobby wieder aufzunehmen: Line Dance (Staffel 2, Folge 2)
01:20
R: Patrick Schellenberg... Jessica Altenburger verfolgt ein außergewöhnliches Geschäftsmodell. Die 33-jährige Zürcherin vermietet Trockentoiletten an die Slum-Bewohner von Lima.Patrick Schellenberg begleitet die Schweizerin dorthin und erlebt, wie eine einfache Toilette das Leben verändern kann, denn zweieinhalb Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Sanitäranlagen, wie man sie hierzulande kennt.Die Menschen in Slums verrichten ihr Geschäft in Latrinen, die sie in unmittelbarer Nähe zu ihren Wohnhütten graben. Fäkalien versickern unkontrolliert im Boden. Gefährliche Krankheitserreger verbreiten sich. Ein Leben in Würde lässt sich so nicht realisieren.Das will Jessica Altenburger ändern. Die Trockentoiletten, die ihre Firma vermietet, kommen ohne Chemikalien, Wasser und Strom aus. Das ist entscheidend, denn in den Slums gibt es keine funktionierende Infrastruktur. Weil eine Kanalisation fehlt, sammelt Jessica Altenburgers Firma die Exkremente der Kundschaft jede Woche ein und verarbeitet sie zu Kompost.Reporter Patrick Schellenberg begleitet Jessica Altenburger zu einer neuen Kundin. Während der Monteur in der Stube das Abluftrohr an die Trockentoilette anschließt, erzählt Nelly Palomino Gomez, die zwölf Dollar Monatsmiete für die Toilette seien viel Geld für sie. Aber sie habe die stinkende Latrine in ihrem Hinterhof einfach nicht mehr ertragen. Als der Monteur fertig ist mit seiner Arbeit, posiert sie stolz neben dem ersten WC, das sie in ihrem Leben besitzt
01:45
10 vor 10
02:15
I: Silke Bodenbender (Charly), Franziska Weisz (Sonja), Nora Waldstätten (Ingrid), Nicolette Krebitz (Rita), Edita Malovcic (Manu), Christopher Schärf (Max), Raimund Wallisch (Marcs Vater); R: Thomas Roth... Zurück in ihrer Heimatstadt Graz will Charly (Silke Bodenbender) mit ihren Jugendfreundinnen (Nora Waldstätten, Nicolette Krebitz u. a.) ein Wochenende in einer Berghütte feiern. Doch ein düsteres Erlebnis aus Kindertagen hängt ihnen immer noch nach… Nach einer Krimivorlage von Nora Miedler: mit einigen Klischees, aber auch manch unverhofftem Twist
03:40
Die Nibelungen sind ein deutscher Mythos, der das Selbstbild der Deutschen prägt wie kaum ein anderer. Der Film folgt zwei zeitgenössischen Nibelungen-Adaptionen.Thomas Schadt, der Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg, und eine Gruppe von Studierenden der Ludwigsburger Kreativschulen hatten es sich zur Aufgabe gemacht, die Nibelungen für die Wormser Festspiele 2015 ein weiteres Mal in die Gegenwart zu transportieren.Für Thomas Schadt hing die Messlatte hoch: Nach 13 Jahren Festspielleitung unter Dieter Wedel sollte ein frischer Wind in die Wormser Festspieltradition gebracht werden. Mit Intendant Nico Hofmann und dem Erfolgsautor Albert Ostermaier übernahm er in einem Fünfjahresvertrag die künstlerische Leitung der Nibelungenfestspiele. Zur Eröffnung der neuen Ära 2015 führte Schadt selbst Regie bei der großen Inszenierung vor dem Wormser Dom. Gespielt wurde das Stück Gemetzel. Die Dokumentation Die Nibelungen – Zwischen Seminarraum und großer Bühne begleitet Thomas Schadt hinter der Bühne, bei Proben und Presseterminen bis hin zur Premiere und ermöglicht einen Blick in das Innenleben des rheinland-pfälzischen Festspielbetriebs.Parallel dazu begleitet der Film die Studierenden der Ludwigsburger Theater – und Filmakademie Annika Schäfer, Wilke Weermann, Lara Scherpinski und Paula Schwabe, die im Rahmen eines interdisziplinären Adaptionen-Seminars unter der Leitung von Film – und Theaterregisseur Andres Veiel ihre eigenen Nibelungen-Adaptionen entwickelten. Die Studierenden wurden von Thomas Schadt eingeladen, ihr Stück im Rahmenprogramm der Nibelungenfestspiele zu präsentieren. Der Film zeigt die Studierenden beim Tüfteln und Ausprobieren, bei kleinen Krisen und Erfolgen, beim Entwickeln von Visionen auf der heimischen Terrasse bis zu dem großen Tag der Premiere in Worms. Dabei gibt der Film der Dynamik Raum, die der kreative Schaffensprozess mit sich bringt.Während die Studierenden in Ludwigsburg mit ihren Low-Budget-Produktionen von ihrem kreativen Freiraum profitieren, gerät Thomas Schadt in Worms immer stärker unter den Druck der Öffentlichkeit. In offenen situativen Interviews spricht er über seine Visionen und Ängste, die er mit dem Mammut-Projekt vor dem Wormser Dom verbindet. Werden Thomas Schadt und die Studierenden es schaffen, das Publikum bei der Premiere mit ihren Neu-Interpretationen zu erreichen
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R: Lourdes Picareta... Der gletscherbedeckte Krater des Vulkans Sollipulli in den südchilenischen Anden liegt auf 2300 Metern Höhe. Fünf Reiter mit zehn Pferden wagen sich an die Überquerung.Es ist ein extremes Abenteuer für Mensch und Tier. Der Krater misst vier Kilometer im Durchmesser, 600 Meter dick ist die Eisschicht. Bisher habe es noch keiner geschafft, ihn zu Pferd zu überqueren, sagte Mathias Boss, der früher KFZ-Mechaniker war.Heute führt er Touristen zu Pferde über die Anden und durch Vulkankrater. Der Sollipulli aber ist etwas für Experten, die neue Herausforderungen suchen. Gespannt sitzt Mathias Boss im Sattel, schwindelerregend ist der Blick von dem schmalen Grat in der Nordflanke des Gletschers in die Tiefe. Neben Boss reiten der deutsche Gletscherspezialist Hans Saler, der argentinische Gaucho Hernán Cipriani und der chilenische Huaso Luís Orias. Werden sie die vier Kilometer schaffen über diese trügerische Eisschicht, unter der ein Vulkan schläft?Mathias Boss lebt mit seiner chilenischen Frau und den zwei Kindern in einer der schönsten Landschaften Chiles, im Seengebiet von Nordpatagonien, der sogenannten Schweiz Südamerikas: mit Flüssen vor der Haustür und einem feuerspeienden Vulkan im Hinterhof, mit wunderschönen Seen und den ältesten Bäumen der Welt, den Araukarien.Die Farm der Familie hat für die Nachbarn in der Gegend vieles verändert. Sie beteiligt die Einheimischen aus dem Volk der Mapuche am Tourismus als Lieferanten von Käse, Honig und anderen Lebensmitteln und als Führer durch ihre alte Kultur. So werden die Touren im Sattel von Chile nach Argentinien, durch die Urwälder der zweitausendjährigen Araukarien, auch zu einem Ritt in eine geheimnisvolle uralte Welt voller Überraschungen