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3 SAT
05:45
Newton
06:10
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
Markus Lanz
11:30
Vera Russwurm spricht mit Menschen, die ein Problem bewältigt haben. Sei es beruflich, privat, gesundheitlich. Über einen Ausstieg ins Leben und über Polyamorie berichten die Gäste diesmal. Der 40-jährige Konja Simon Rohde wuchs in einem streng religiösen Umfeld auf, das er mit 33 Jahren verließ. Dann machte er seinen persönlichen Ausstieg ins Leben. Elisa Meyer erzählt über ihr Leben mit mehr als einem Mann an ihrer Seite. Wie ihr Umfeld auf diese ungewöhnliche Beziehungsform reagiert, berichtet die 31-Jährige, die auch professionelle Kuschelstunden anbietet, gemeinsam mit einem ihrer Freunde, Sebastian Drobny.
12:30
mit Untertiteln und Gebärdensprache.
13:00
ZIB
13:20
R: Kurt Mündl... Der Film von Kurt Mündl zeigt die Wälder, Hügel, Hochmoore und Täler des nördlichen Waldviertels, eine der ältesten Kultur- und Naturlandschaften Österreichs, im Lauf der Jahreszeiten. Das Waldviertel besteht aus endlos scheinenden Wäldern, wilden Flüssen, sumpfigen Teichen und romantischen Hochmooren. Sonne, Regen, Wind und Schnee haben Natur und Mensch stark geprägt und dem niederösterreichischen Landesteil seinen Zauber verliehen. Ein geologisches Phänomen ist das uralte Riesengebirge. Es ist älter als die Alpen und weist tonnenschwere Gneis- oder Granitblöcke in skurrilen Formen auf. Eines der weltweit bekanntesten archäologischen Fundstücke stammt aus dem Waldviertel – die 1908 gefundene, elf Zentimeter hohe Statuette einer Frau, die Venus von Willendorf.
14:00
R: Roland Buzzi... Es ist die Weite, die den Besucher des Weinviertels in seinen Bann schlägt. Das Viertel unter dem Manhartsberg, so genannt seit 1254, vermittelt ein Gefühl der Endlosigkeit. Seinen Namen trägt das Weinviertel nicht von ungefähr – der Weinbau bestimmt das Landschaftsbild in all seinen Kulturformen und ist seit jeher prägend für die Bewohner dieser Region. Ein sanftes, wärmebegünstigtes Hügelland, das von Menschen genutzt wird, aber noch viele ursprüngliche Eigenarten bewahrt hat, ein stilles Land mit viel Vergangenheit und verborgenen Schätzen.
14:45
R: Waltraud Paschinger... Mächtige Bergketten prägen den Naturpark Steirische Eisenwurzen. Die archaische Gebirgslandschaft wirkt, als hätte sie sich nie verändert. Ein Film über die Region einst und heute. Vor einigen Millionen Jahren wohnten dort faustgroße Schnecken in küstennahen Sandbänken warmer tropischer Meere. Wo sich heute Wiesen und urtümliche Wälder erstrecken, bedeckten noch vor 20 000 Jahren gigantische Gletscher das Land. In jüngerer Vergangenheit war die Eisenwurzen Zentrum der Eisenverarbeitung. Mit den qualitativ hochwertigen Waffen, Sensen und Werkzeugen, die dort geschmiedet wurden, betrieb man regen Handel bis in den arabischen Raum. Hand in Hand mit der Erzgewinnung nahm auch die Holzindustrie ihren Aufschwung.
15:30
R: Alfred Ninaus... Ein reißender Fluss, bunte Streuwiesen oder ein atemberaubender Blick vom 2700 Meter hoch gelegenen Dachstein – das Ennstal ist sehr facettenreich. Doch die Landschaft war lang gefährdet durch Flussbegradigungen im 19. und 20. Jahrhundert. Ein EU-Projekt schuf wieder naturnahe Auen- und Flusslandschaften sowie neue Lebensräume. Der Film erzählt die Geschichte des Tals und zeigt das Leben seiner Bewohner. Ursprünglich schlängelte sich die Enns kurvenreich durch ein lang gezogenes Tal. Dann wurde immer mehr Anbaufläche gewonnen, wurden Nebenarme gekappt, Moore trocken gelegt. Die Flora und Fauna verarmte. Immer öfter gab es verheerende Hochwasser. Vor 20 Jahren startete das EU-Projekt Life. Naturnahe Flusslebensräume und Auwälder entstanden, aber auch ausgedehnte Moorlandschaften. Die für diese Landschaft typischen Torfmoose wurden angebaut, bald siedelten sich seltene Vogelarten wieder an wie der Wachtelkönig, Wanderfalke oder Eisvogel. Aber auch der Braunbär kehrte zurück. Heute ist die einmalige Flusslandschaft das ganze Jahr über ein Gebiet für sanften, naturnahen Tourismus: Im Mai und Juni locken ganze Wiesen voller blauer Schwertlilien Wanderer und Naturbegeisterte an, aber vor allem die Ski-Gebiete im Ennstal sind ein Publikumsmagnet. Darüber hinaus ist das Ennstal seit Jahrhunderten durch Handel und Verkehr geprägt. Das Eisen vom Erzberg oder Lebensmittel wurden auf der Eisenstraße und auf der Enns befördert. Waren es früher Fuhrwerke, Flöße und Enns-Schiffe, übernahmen später Bahn und Lkw den Transport der Güter.
16:10
R: Franz Hafner... Der Gipfel des Ötscher am östlichen Rand der Alpen ist keine 2000 Meter hoch, dennoch dominiert er das umliegende Land. Es ist eine Landschaft der Superlative. Hier gibt es nicht nur Österreichs kältesten Ort und den dunkelsten Nachthimmel des Landes: Hier sind auch Österreichs Grand Canyon zu finden, die Ötschergräben, und der letzte größere Urwald Mitteleuropas, das Wildnisgebiet Dürrenstein. Die Dokumentation erzählt vom ehemals langsamen Vordringen in den Urwald, von Brandrodungen, vom schwierigen Holztransport und von Rückschlägen, die extreme Bergwinter mit sich brachten.
16:55
R: Barbara Fally-Puskás... Die Landschaft im Süden Niederösterreichs ist geprägt von den letzten Ausläufern der Alpen. In der Region zwischen Rax und Buckliger Welt finden sich auch die Hausberge der Wiener. Für Erholungsuchende und Extremsportler, Naturliebhaber und Kulturfreunde liegt dieses Paradies praktisch vor der Haustür.
17:35
R: Kurt Mündl... Die Donau ist nicht nur der bei Weitem größte Strom Mitteleuropas, sie weist auch jede Menge Besonderheiten auf. Der Film stellt die Vielfalt an Tierarten der Donau-Region in Österreich vor. So gibt es an und auf den Inseln im Strom Zonen mit geradezu mediterranem Klima. Dort trifft man etwa auf riesige Äskulapnattern oder Ehrfurcht gebietenden Gottesanbeterinnen. Auch die östliche Smaragdeidechse, die gewaltige Ausmaße annehmen kann, ist dort zuhause.
18:30
nano
19:00
anschließend: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
R: Nadja Kölling... Doku. Wie Opfer und Angehörige die Tragödie vor 20 Jahren verkraftet haben., „Meine Tochter hätte nicht sterben müssen.“ Bis heute empfindet die Mutter von Silke Bischoff, die während des SEK-Zugriffs auf der A3 starb, Wut und Verbitterung. Die Familie De Giorgi ging nach dem Tod des damals fünfzehnjährigen Emanuele zurück nach Italien. Im Anschluss an den TV-Film „Gladbeck“ stellt die Doku die Opfer von einst in den Fokus.
21:00
Europa sieht besorgt Richtung Rom. Die Staatsschulden sind hoch, Reformen stocken – und die neue Rechts-Links-Regierung verspricht teure Programme und niedrige Steuern. Sollte die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone noch tiefer in die Krise geraten, könnte es die Währungsunion härter treffen als bei Griechenland, befürchten einige. Im Vergleich zu den Krisenjahren 2010 bis 2013 steht heute allerdings der Euro-Rettungsschirm ESM mit vielen Milliarden Euro bereit.
21:30
Erstausstrahlung.
22:00
ZIB 2
22:25
I: Robert De Niro, John Cazale, John Savage, Christopher Walken, Meryl Streep, George Dzundza, Chuck Aspegren, Rutanya Alda; S: Michael Cimino, Louis Garfinkle, Quinn K. Redeker, Deric Washburn; R: Michael Cimino... Antikriegsepos von Michael Cimino (1939–2016, „Heavens Gate“), geehrt mit fünf Oscars., Drei Stahlarbeiter erhalten 1967 ihre Einberufung. Steven (John Savage) feiert noch schnell Hochzeit, bevor er mit Mike (Robert De Niro) und Nick (Christopher Walken) ein letztes Mal zur Jagd geht… Fast eine Stunde nimmt sich Regisseur Cimino Zeit, um das zivile Leben seiner Helden auszuleuchten, bevor er sie mit einem brutalen Schnitt in die Hölle schickt: In Vietnam geraten die Freunde in die Gefangenschaft des Vietcong. eine grausame Erfahrung, die jeden von ihnen für immer verändern wird… Cimino bezeichnete seine verstörende Studie vom Krieg zerstörter Seelen als „unpolitisch“. Als der Film 1979 auf der Berlinale lief, reisten indes die Delegationen mehrerer sozialistischer Länder ab, weil sie ihn als „Beleidigung für das Volk von Vietnam“ sahen., [Ton: Mono.
01:20
Zapp
01:50
10 vor 10
02:15
extra 3
02:45
Mirja Regensburg macht in ihrem Programm Mädelsabend vor keinem Thema halt: Ganz egal, ob es um Punkte in Flensburg, beim Essen oder beim Fußball geht. Mirja teilt ihre Erlebnisse und Einsichten mit dem Publikum und ist dabei zum Schreien komisch. Einen roten Faden braucht Mirja Regensburg übrigens nur zum Stricken, denn in ihrem Soloprogramm lässt sie ihrer Leidenschaft für das Improvisieren freien Lauf. So wird jeder Abend garantiert zu einem einzigartigen und unvergesslichen Erlebnis. Ja, es gibt sie wirklich da draußen: lustige Menschen aus dem nördlichen Teil des Bundeslandes Hessen. Mirja Regensburg ist das beste Beispiel dafür, dass auch die Nordhessen einen wunderbaren Humor haben können. Ihre gute Laune hat sie sich nie nehmen lassen – und das seit ihrer Geburt im eher unscheinbaren nordhessischen Hümme. Denn von dort startete sie ihren humoristischen Feldzug durch die Republik.
03:30
Die „rheinhessische Antwort auf Conchita Wurst“ singt nur mit seiner Band „Se Bummtschacks“. Ansonsten macht der gut gekämmte Rocker: Erzählquatsch. Mit Storys aus dem Alltag, vorgetragen in „Meenzer“ Mundart, war er Stammgast in „Nightwash“. Hier gibts Hieronymus solo.
04:15
Ausgehen oder zuhause bleiben? Bier oder Wein? Mieten oder kaufen? Heiraten oder trennen? Geschüttelt oder gerührt? Jeden Tag treffen wir 100 000 Entscheidungen. Da muss man ja verrückt werden. Florian Schroeder, bekannt als Parodist und Speerspitze der jungen Kabarett-Generation, beweist sich auch in seinem neuen Programm Entscheidet euch als Meister seines Fachs: Virtuos bewegt er sich zwischen Kabarett und Comedy, zwischen Politik und Philosophie. Er beantwortet die ersten und die letzten Fragen der Menschheit, er redet nicht über Probleme, sondern über Lösungen. Schroeder weiß, wo es langgeht – trotz ausgeprägter Rechts-Links-Schwäche. Er ist der Sebastian Vettel unter den Führerscheinlosen, seine Show ist ein politisch-philosophisch-psychologisches Gutachten für Intellektuelle und die, die sich einmal so fühlen möchten. Wenn Spaßbremsen Vollgas geben, ist es Zeit, einen Gang runter zu schalten: zuschauen, entspannen, nachdenken.
05:00
Dietrich Faber meets Manni Kreutzer oder: Schöngeist trifft Provinz-Cowboy. Jetzt gibt es die besten Faber-Nummern und die größten Hits von Manni Kreutzer in einer Show! Manni The Cruzer schmuggelte sich als Fabers Alter-Ego und Hessens Antwort auf Johnny Cash mit seiner Band The Overhesse in Fabers Bühnenshows und begeisterte auf Anhieb das Publikum mit knackig-wilden Country-Folk-Songs und Texten aus der Vogelsberg-Perspektive. Inzwischen ist Manni ein fester Bestandteil der Auftritte von Dietrich Faber. Und das ist auch gut so: Denn wenn die beiden auf der Bühne stehen, präsentieren sie Crime-Country-Comedy vom Feinsten – natürlich original und echt aus dem Vogelsberg.
05:45
Jürgen Leber unternimmt eine humorvolle Reise auf den Spuren großer hessischer Denker wie Goethe, Habermas und Andy Möller und geht den drängendsten philosophischen Fragen des Alltags nach. In dieser Schulstunde dreht sich alles um Ebbelwoi und Philosophie. Zwei Dinge, die beim Hessen ja ganz eng beieinander liegen und sich oftmals auch proportional zueinander verhalten: Je mehr Ebbelwoi im Kopp, desto philosophischer wird der Hesse erfahrungsgemäß. Selbstverständlich nimmt Jürgen Leber sich auch aktueller Themen an und beleuchtet den Zeitgeist durchaus kritisch. Oder, wie der größte Hesse Johannes W. wohl heutzutage sagen würde: Ich lebte einst in diesem Land der Denker und der Dichter. Schau ich mich um, dann merk ich wohl: Das Denken wird grad schlichter..
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
R: Raphaëlle Aellig... Der Herbst ist die Jahreszeit der Kastanien. Auf der Alpensüdseite der Schweiz wachsen die majestätischen Bäume in den Himmel. Ihre Früchte sind heute wieder gefragt. Mit dem Siegeszug der Industrialisierung wurde den Menschen die Arbeit in den Baumhainen zu aufwendig. Mitte des 20. Jahrhunderts entvölkerten sich die Dörfer, und die Bäume verwilderten. Ohne Pflege sind die Bäume anfällig für Krankheiten und Pilzbefall. Viele sind so in den letzten Jahrzehnten einen langsamen Tod gestorben. Heute besinnt sich die Bevölkerung wieder auf die Vorzüge der Edelkastanie. Ein Projekt nimmt sich der Riesenkastanien an. Das sind Bäume mit einem Umfang von mehr als sieben Metern, die teilweise mehrere Hundert Jahre alt sind. Sie werden inventarisiert und gepflegt.
09:30
Erstausstrahlung.
09:55
R: Sabine Holzer, Karl Königsberger... Wenige Kilometer von Wien entfernt versammelt sich jedes Frühjahr eine Kolonie baumbrütender Weißstörche. Es ist mit rund 60 Paaren die größte Kolonie Mitteleuropas. Den Sommer über ziehen die Vögel dort ihre Jungen groß. Die Dokumentation beobachtet die Vögel in ihren Winterquartieren in Afrika und begleitet sie zurück nach Europa. Der Einsatz spezieller Kameratechniken ermöglicht seltene Einblicke in das Leben der Weißstörche.
10:40
I: Ruth Drexel, Hans Peter Korff, Max Krückl, Barbara Bauer, Martin Walch, Marco Bretscher-Coschignano, Hans Schoedel, Max Volkert Martens, Helmut Berger, Barbara Wussow, Michael Roll; S: Ralf Kinder, Christiane Bubner; R: Helmut Metzger... TV-Krimi mit der bayrischen Miss Marple., Bei einem Rundflug erspäht Agathe Heiland (Ruth Drexel) aus luftiger Höhe einen Mord auf dem Golfplatz. Nur ist später keine Leiche zu finden… Die Hauptfigur nimmt nicht nur mit ihrem Namen Anleihen bei Agatha Christie: Der Film variiert die „16 Uhr 50 ab Paddington“-Geschichte – leider sehr geist- und witzlos.
12:10
R: Elizabeth T. Spira
13:00
ZIB
13:10
Notizen aus dem Ausland
13:15
R: Christian Springer, Christoph Süß... In dieser Folge geht es um Zinsen. Sie führt ins Babylon 1796 vor Christus. Der Numismatiker Frank Berger erklärt die Erfindung des Kredits in babylonischen Tempeln. Wie konnte sich dieses System trotz des christlichen Zinsverbotes bis heute halten, fragen sich die beiden Kabarettisten Christian Springer und Christoph Süß beim Ritt auf dem Dromedar. Die Antwort weiß Professor Dr. Jochen Hörisch im fernen Mannheim. Der Zins und der Glaube an unendliches Wachstum: ein Trugschluss? Ja, findet der Erfinder des Chiemgauer Regionalgeldes, Christian Gelleri. Anders als Professor Dr. Kai Carstensen, Makroökonom und Konjunkturforscher, der erklärt, warum regionale Finanzsysteme immer auch abhängig vom großen Finanzsystem bleiben werden. Was ist der Unterschied von Real- und Finanzwirtschaft? Sind die Menschen einfach nur von Gier getrieben? Diese Frage kann Professor Dr. Christian E. Elger, Hirnforscher der Universität Bonn, beantworten. Christian Springer und Christoph Süß wollen jetzt endlich auch das Bundesgold in Frankfurt am Main sehen. Dürfen sie aber nicht, sie müssen einfach glauben, dass es da ist. Dann begeben sie sich eben auf die Suche nach einem Goldesel, aber der hat eine eigene Weltsicht.
14:00
Kunst & Krempel
14:30
Erstausstrahlung.
15:00
R: Florian Gebauer... Lojze Wieser, Verleger und leidenschaftlicher Kulinariker, streift durch europäische Länder und deren Küchen und geht dem Geschmack Europas nach. Diesmal geht es nach Flandern. Die flämische Region ist bekannt für leckere Waffeln, Pommes Frites, Bier und Schokolade. Doch der Norden Belgiens birgt noch viele weitere kulinarische und kulturelle Schätze. Lojze Wieser geht in Brügge der Geschichte der Praline auf den Grund, erlernt die Grundlagen des Bierbrauens und entdeckt an den Brüsseler Hausfassaden überlebensgroße Comics. Und in Oostduinkerke trifft er die letzten Pferdefischer, die nach jahrhundertealter Tradition bei Niedrigwasser zu Pferde Krabben fangen.
15:30
Die Küste von Göteborg bis zur Grenze Norwegens ist eine der beeindruckendsten Landschaften Schwedens. Die Inseln vor Schwedens Westküste sehen aus, als seien sie wahllos ins Meer geworfen. Segler schätzen das Revier wegen der kleinen Buchten und Fjorde, in denen man sicher Anker werfen kann. Naturbegeisterte lieben die eigenartigen Felsformationen, die den Schären im Westen eine ganz besondere Atmosphäre geben. Die Küste ist karg und fast baumlos. Johanna Granat schaut am liebsten aus der Vogelperspektive auf ihr Zuhause. Sie will unbedingt Pilotin werden. Ihre Lieblingsstrecke für die Flugstunden führt sie von Göteborg nach Norden. In einem Flugzeug über die Inseln zu fliegen, das bedeutet für sie absolute Freiheit. Pia Hansson und ihr Mann Mikael leben ihren Traum dagegen nicht in der Luft, sondern auf einer kleinen Insel, auf Väderöarna. Früher war Väderöarna eine Lotsenstation. Hier lebten fünf Familien in absoluter Abgeschiedenheit. Vor zehn Jahren haben Pia und Mikael eines der Häuser gekauft und zu einem kleinen Hotel umgebaut. Seitdem es sogar Duschen und Toiletten gibt, kommen ihre Gäste das ganze Jahr über. Aber bitte bloß nicht zu viele. Denn vor allem Pia liebt die Ruhe auf ihrer Insel. Dass es auf Väderöarna kaum Vegetation gibt, macht Pia und Mikael nichts aus. Das ist das Flair der Westküste, sagt Mikael. Etwas weiter nördlich im Örtchen Grebbestad hat Ola Dahlman sein berufliches Auskommen mit dem gefunden, was im Meer wächst und gedeiht: dem Seetang. Davon gibt es reichlich, und Ola backt damit Tang-Knäckebrot. Vor neun Jahren hat er seine Geschäftsidee in die Tat umgesetzt, inzwischen wird sein würziges Knäckebrot bis in die Hauptstadt Stockholm verkauft. Tang-Knäcke enthält besonders viele Vitamine, ist reich an Mineralien und Spurenelementen. Ola taucht einmal in der Woche vor der Küste und holt bis zu 100 Kilogramm Tang ins Boot. Dann muss das Seegras einen Tag lang trocknen, bevor es gemahlen wird und verbacken werden kann. Auch rund um die Insel Ursholmen wächst der Seetang. Hier ist es allerdings verboten, die Pflanzen abzuschneiden, denn Ursholmen liegt im Nationalpark Kosterhavet nahe der norwegischen Grenze. Tero Härkönen ist hier im Einsatz. Der Meeresbiologe ist eine Kapazität unter den Seehundforschern. 1000 Tiere leben im Nationalpark, Tero beobachtet sie den ganzen Sommer. Er will wissen, warum vor zehn Jahren mehr als 10 000 Seehunde in der Ostsee an einem Virus starben. Bis heute hat sich der Bestand nicht vollständig erholt. Rund um Ursholmen finden sich inzwischen aber wieder reichlich Seehunde. Vor allem die vielen Jungtiere machen Tero zuversichtlich. Ansonsten hält es der 62-Jährige wie viele an der schwedischen Westküste: Er genießt die Ruhe auf seiner Insel, wenn er abends am Lagerfeuer kocht. Strom gibt es nicht im Basislager des Seehund-Forschers. Aber darauf verzichtet er gern angesichts der großartigen Natur.
16:00
R: Vera Meyer-Mathies... Entlang der Südküste Norwegens ziehen sich die weißen Städte am Meer. Risor, Grimstad und Kragero gehören zu diesen Städten mit den charakteristischen weißen Holzhäusern. Vor der Küste erstreckt sich eine ausgedehnte Schärenlandschaft, in der früher die Häuschen der Fischer standen. Nun stehen hier die Ferienhäuser der Städter. Ursprünglich lebten die weißen Städte vor allem von Holz und Fisch, mit denen Handel getrieben wurde. Werften entstanden, denn aus naheliegenden Gründen machten die Norweger vor allem im 19. Jahrhundert mit der Schifffahrt gute Geschäfte. Im Schiffsbau folgen sie alten Traditionen: Vom 8. Jahrhundert an für gut 200 Jahre wurden die norwegischen Wikinger zum Schrecken der christlichen Welt. Vom Meer und von den Flüssen her griffen sie an, mordeten und plünderten, wo immer sie Schätze vermuteten. Als Funde aus der Wikingerzeit auftauchten, verstand die staunende Nachwelt, worin ihre Überlegenheit bestanden hatte: ihre Schiffe. Sie waren schmal und lang, dadurch sehr schnell. Mit ihrer Bauweise trotzten sie der stürmischen See. Die Erfahrung im Schiffsbau war die Voraussetzung für eine andere ureigene Kulturleistung der Norweger: die Stabkirchen – Holzkirchen, die in ihrer Konstruktion den alten Königshallen entlehnt sein sollen. Die norwegische Südküste hat auch berühmte Künstler Norwegens angezogen. Henrik Ibsen kam aus Telemark nach Grimstad, wo er seine Lehrjahre als Apotheker verbrachte. Edvard Munch malte in Kragero, wo er die Motive für einige seiner bekanntesten Bilder fand. Die Spuren des Holzes führen ins Landesinnere, nach Telemark. Der längste Kanal Norwegens wurde im 19. Jahrhundert erbaut, um den Holzreichtum, den die ausgedehnten Wälder in den Bergen boten, besser zu nutzen.
16:45
Estland, das nördlichste Land im Mare Baltikum, präsentiert seine Schönheit in unterschiedlichen Facetten: eine raue und wilde Landschaft, bezaubernde Architektur, lebensfrohe Traditionen. Enge Gassen, Kopfsteinpflaster und Marktleute in Mittelalter-Tracht prägen das Straßenbild der liebevoll restaurierten Altstadt von Tallinn. Sie erinnern an Tallinns Zeit im späten Mittelalter, als bedeutende Hansestadt Reval, als Teil des russischen Zarenreichs. In Estlands dichten Wäldern sind rund 200 Herrenhäuser erhalten geblieben. Ihre Lage – nahe zum Meer und zur Eisenbahn nach St. Petersburg, wohin die Wodka- und Holzlieferungen gingen -, hat den Bewohnern aus der baltendeutschen Oberschicht einst Wohlstand und Einfluss beschert. Inzwischen wurden viele dieser Herrenhäuser sorgfältig restauriert und dienen heute teils als Museum, teils als Hotelanlage. Einen ganz besonderen Reiz besitzt die winzige Insel Kihnu im Golf von Pärnu. Sie steht unter dem Schutz des UNESCO-Welterbes, weil hier viele Traditionen des Nordens lebendig geblieben sind. So verrät die Kleidung bis heute die Lebenslage ihrer Trägerinnen, sind die Aufgaben in der Familie streng verteilt und ist etliches noch genau wie vor vielen Hundert Jahren – abgesehen von den klapprigen Mopeds mit Beiwagen, die aus der Zeit als Sowjetrepublik geblieben sind. Wann immer sie über die Insel knattern, sorgen sie für große Augen und lösen Heiterkeit bei den Festlandbesuchern aus.
17:30
I: Anja Kruse, Heio von Stetten, Wolf Roth, Nina Hoger, Alexander Strobele, Klaus Schindler, Bojana Golenac, Michaela Rosen, Karl Michael Vogler, Pierre Brice; S: Gabriele Kreis; R: Dietmar Klein... Der charmante Zoowärter Max (Heio von Stetten) kommt Journalistin Eva (Anja Kruse) schwer ins Gehege. Humorige TV-Romanze von 2003, Eva (Anja Kruse), Chefin des Frauenblatts „Beauty Today“, stürzt im Zoo über einen Eimer. Schuld ist Tierpfleger Max (Heio von Stetten) – der sich sofort in Eva verliebt. Doch die hat andre Sorgen. Als Max mal bei ihr klingelt, kommt er dennoch wie gerufen: Eva gibt gerade ein Dinner, wo ihr heimlicher Lover Karl (Wolf Roth) auf Freunde seiner Frau trifft. Eva bittet Max, ihren Freund zu spielen – was der natürlich nur zu gern macht…! Regisseur Dietmar Klein findet den richtigen Mix, um uns gedankenlos heiter in den Schlaf zu wiegen.
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
R: Anke Becker-Wenzel, Anna Bernard, Maren Beuscher, Gerald Giesecke, Stefanie Heidbrink, Monika Unkelbach, Philipp Rimmele... Deutschlands Metropolen wachsen immer weiter. Die Preise für Wohnen, Bauen, Mieten schnellen in die Höhe, die Verdrängung ärmerer Bewohner nimmt immer mehr zu. Stadtplaner, Politik und Architekten sind gefragt, wenn es um die Gestaltung der urbanen Zukunft geht, wenn die Städte noch lebenswert bleiben sollen. Und was passiert dann mit den kleinen Orten auf dem Land? Hilft die Stärkung der Provinz bei der Rettung der Städte? Investoren aus aller Welt kaufen Wohnungen in Berlin, Hamburg oder Frankfurt und treiben Hauspreise und Mieten in die Höhe. Von Gentrifizierung und der Verdrängung aus den Städten ist längst auch die Mittelschicht betroffen, die ärmeren Schichten der Gesellschaft sind es schon viel länger. Wie konnte es so weit kommen, was sind die Ursachen – wo liegen Lösungsansätze? Stadtforscher, Aktivisten und Architekten suchen nach Auswegen. Wie viel Schuld trägt die Politik in Deutschland, die es mit dem sogenannten Share Deal möglich macht, in Deutschland die Grunderwerbssteuer ganz legal zu vermeiden? Der renommierte Architekt David Chipperfield kritisiert die Praxis, von der er selbst profitiert. In Österreich gilt Wien als Vorbild für gelungene Baupolitik, bei der sich auch in der Stadt noch günstige Mieten finden. In Deutschland haben sich Vereine privat geholfen: Das Mietshäuser Syndikat aus Freiburg unterstützt Bewohner dabei, ihre Häuser dem Immobilienmarkt zu entziehen – ganz ohne Eigenkapital. Einer ganz anderen Antwort auf sich verdichtende Städte widmen sich immer mehr Architekten: Sie erfinden Tiny Houses, maximal 50 Quadratmeter groß und mit allem ausgestattet, was es zum Wohnen braucht. Doch ist die Zukunft des Wohnens ohne die Provinz, das Land denkbar? Sie muss wieder attraktiver werden, um die wachsenden Städte zu entlasten. Wie sich auch der ländliche Raum entwickeln muss, vor allem in Sachen Infrastruktur, macht ein Modellprojekt in Hessen deutlich.
20:00
Tagesschau
20:15
Das 1998 gegründete israelisch-palästinensische Orchester ist ein Politikum, aber auch ein erstklassiges Ensemble. Auf dem Programm bei den Salzburger Festspielen stehen Tschaikowsky, Debussy und Skrjabin. Violinistin ist Lisa Batiashvili.
21:45
R: Thomas Macho... Schauspielerin Katharina Straßer besucht prominente Kollegen auf Sommerfrische in Österreich, um mit ihnen zu einer gemeinsamen Unternehmung zu starten und dabei zu plaudern. Mit Angelika Niedetzky unternimmt sie eine Radtour im Weinviertel, mit Miguel Herz-Kestranek eine Wanderung auf der Rax, mit Martina Ebm eine Bootsfahrt über den Mondsee. Und für alle Gäste gilt: Es wird auch gemeinsam gesungen! Katies Temperament und ihre Schlagfertigkeit versprechen launige Gespräche mit ihren Gästen, denen sie Antworten auf Fragen entlockt, die sich andere nicht einmal zu stellen wagen.
22:30
Sie sind viel beachtete Jazzmusikerinnen, Band-Leaderinnen und Komponistinnen: Maria Baptist , Eva Klesse und Hendrika Entzian . Sie leben und arbeiten in verschiedenen Städten (Berlin, Leipzig, Köln) und machen ihre je eigene Musik. Was sie gemeinsam haben? Alle drei sind auf der Suche nach dem besonderen Moment im Spiel, wo sie ganz in die Musik abtauchen und sich und die Welt vergessen. Wie fliegen sei das, bringt es Drummerin Eva Klesse auf den Punkt. Nicht nur für die Musikerinnen, auch für ein immer jüngeres Jazzpublikum, das derzeit erleben darf, wie herausragende Instrumentalistinnen die Männerdomäne Jazz aufmischen. Musikerinnen wie Baptist, Entzian und Klesse sind die Vorbilder einer ganz neuen Jazz-Generation.
23:10
R: Katja Duregger... Fitzgerald (†?1996), die im April 2017 den 100. Geburtstag gefeiert hätte, war eine der größten Jazzsängerinnen und galt als Stimmwunder. Freunde, Kollegen, Fans, aber auch Musikpsychologen und Neurologen würdigen die Legende.
00:05
Herbert Brandl hat alles erreicht, was man als zeitgenössischer Künstler erreichen kann. Der Film blickt dem Künstler über die Schulter und ringt ihm ein paar Wahrheiten ab. Ein zwei mal vier Meter großes Bild Brandls entsteht gern mal in einer Stunde obsessiver Arbeit. Trotz explosiver Ausdruckskraft sitzt jeder Strich. Greenpeace-Aktivist und Samurai, besessen und kontemplativ? Intellektueller und Leinwand-Berserker? Seine Gemälde hängen in anerkannten Sammlungen, er wird von den besten Galerien vertreten. Er unterrichtet auf einer der angesehensten Kunst-Universitäten, nimmt an Biennalen und an der documenta teil und kann schon lange von seiner Kunst leben, gut sogar. Sein Credo: Er arbeitet schnell – oder gar nicht.
00:50
das aktuelle sportstudio
01:50
R: Kurt Mündl... Die Donau ist nicht nur der bei Weitem größte Strom Mitteleuropas, sie weist auch jede Menge Besonderheiten auf. Der Film stellt die Vielfalt an Tierarten der Donau-Region in Österreich vor. So gibt es an und auf den Inseln im Strom Zonen mit geradezu mediterranem Klima. Dort trifft man etwa auf riesige Äskulapnattern oder Ehrfurcht gebietenden Gottesanbeterinnen. Auch die Östliche Smaragdeidechse, die gewaltige Ausmaße annehmen kann, ist dort zu Hause.
02:40
R: Hans Giffhorn... Nur wenige Sonnenstrahlen durchdringen die moosverhangenen Nebelwälder an den Abhängen der Anden. Kolibris sammeln Nektar von Orchideen und Brillenbären durchforsten das Unterholz. Die Dokumentation zeigt das Heranwachsen von drei jungen Bären, beschreibt die Flora und Fauna der Anden-Wälder und stellt die Tsáchila vor, einer der wenigen kleinen Indianerstämme, die dem Wüten der spanischen Konquistadoren entkommen konnten.
03:10
R: Jürgen Hansen, Simone Stripp... Knapp 40 000 Kilometer zieht sich die geologisch aktivste Zone der Erde rund um den Pazifischen Ozean, von Alaska bis Südamerika und von Neuseeland bis zur russischen Halbinsel Kamtschatka. Die Filmemacher begleiten Wissenschaftler, die die Welt der Vulkane mit modernster Technik erforschen, und besuchen Menschen, die entlang des Pazifischen Feuerrings im Schatten gefährlicher Vulkane leben. Die Reise beginnt in Neuseeland. Dort treffen die Pazifische und die Australische Erdplatte aufeinander. Daher kommt es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Auf der landschaftlich einzigartigen Vulkaninsel White Island nehmen Vulkanwissenschaftler Proben. Von beißenden Schwefelwolken umhüllt, stellen sie fest, dass der Vulkan in den letzten Monaten seine Aktivität erheblich verstärkt hat. Auf dem Südseearchipel Vanuatu beginnen die Dreharbeiten nur drei Tage nach einem schweren Erdbeben. Begleitet von diversen Nachbeben reist das Team auf die Inseln Ambrym und Tanna. Dort befinden sich einige der aktivsten und gefährlichsten Vulkane der Region. Es gelingen spektakuläre Aufnahmen des Lavasees des Vulkans Marum und des Leuchtturms des Pazifiks, wie der Entdecker James Cook vor fast 250 Jahren den Vulkan Yasur auf der Insel Tanna nannte. Außerdem treffen die Filmemacher einen Maori-Führer, der Legenden über die tiefe Beziehung der Maori zu den Vulkanen Neuseelands erzählt. In Indonesien begeben sie sich auf den gefährlichen Merapi, ein Vulkan, dessen Ausbruch im Oktober 2010 mehr als 300 Menschen das Leben kostete. Am Bromo-Vulkan auf der Insel Java findet einmal im Jahr das Kasada-Fest statt. Gläubige Hindus gedenken dabei einer Prinzessin, die der Legende nach ihr jüngstes Kind dem Vulkan opfern musste. Heute findet dort ein faszinierendes Ritual statt.
03:55
R: Jürgen Hansen, Paul Webster... Ein Teil des Pazifischen Feuerrings, der geologisch aktivsten Zone der Erde, führt von der Halbinsel Kamtschatka, auf der sich 29 aktive Vulkane befinden, über Hawaii bis nach Alaska. 1912 fand dort die stärkste Eruption des 20. Jahrhunderts statt. Kamtschatka liegt im äußersten Osten Russlands. Zu Sowjetzeiten militärisches Sperrgebiet, ist die Insel auch heute kaum besiedelt. Die Pazifische Erdplatte schiebt sich dort unter die Eurasische Platte. Die Filmemacher begleiten eine russisch-amerikanische Expedition an den Bezymianny-Vulkan, der 1956 explodierte und binnen weniger Tage Aschewolken rund um den Globus sandte. Die Vulkane der Halbinsel sind gefährlich, vor allem für die Luftfahrt: Kamtschatka liegt auf der Hauptflugroute von Asien nach Nordamerika. Im Schatten der Vulkane leben Korjaken, Itelmenen und Ewenen, die Ureinwohner Kamtschatkas. Nur noch wenige erinnern sich an die Vulkan-Legenden ihrer Vorfahren. Hawaii liegt zwar nicht am Pazifischen Feuerring, aber im Zentrum der Pazifischen Erdplatte, die unter Kamtschatka und den Aleuten versinkt und die Vulkane dort entstehen lässt. Don Swanson ist Vulkanwissenschaftler am Hawaiian Volcano Observatory. Ihm gelang es durch die Untersuchung traditioneller Lieder und Gedichte der Ureinwohner Hawaiis, vergangene Ereignisse am Kilauea-Vulkan nachzuweisen, die bisher von der Wissenschaft nicht erkannt worden waren. Wenige Tage vor Beginn der Dreharbeiten gab es erneut eine heftige Eruption. So gelangen faszinierende Aufnahmen von bedrohlichen Lavamassen. In Alaska begleiten die Filmemacher ein Team amerikanischer Vulkanologen an den Augustine-Vulkan, einen der aktivsten Vulkane des US-Bundesstaats. Entlang der Aleuten, einer Inselkette zwischen Alaska und Asien, befindet sich eine gigantische Vulkankette. 1912 explodierte dort der Vulkan Novarupta und verwüstete ein riesiges Gebiet. Zehntausende Menschen mussten damals evakuiert werden.
04:35
R: Jürgen Hansen, Paul Webster... Mexiko und Guatemala gehören mit ihren zahlreichen Vulkanen zum Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der bekannte Popocatépetl wurde von den Maya verehrt. Er liegt nahe Mexico City, ist der zweithöchste Vulkan Nordamerikas und war dem Volk der Maya ein göttliches Wesen. Kein anderer Vulkan am Pazifischen Feuerring bedroht mehr Menschen, denn über 25 Millionen leben in der Hauptstadtregion. Zahlreiche historische Gebäude von Mexiko-Stadt sind aus Vulkanstein gebaut, die Hügel an den Rändern der Metropole sind erloschene Vulkane. Seit Jahren umgibt eine zwölf Kilometer umfassende Sperrzone den Popocatépetl. Die Menschen, die in kleinen Dörfern in unmittelbarer Nähe von Don Goyo, wie sie den Vulkan nennen, leben, fürchten ihn allerdings nicht. Ihre Regenmacher besänftigen den Vulkan mit Ritualen und Opfergaben. 500 Kilometer westlich liegt der Colima, der aktivste Vulkan Nordamerikas. Seit vier Jahren wächst der sogenannte Lavadom des Vulkans, die Asche-Eruptionen nehmen zu. Die Bewohner in dem kleinen Dorf La Yerbabuena, das an den Flanken des Vulkans liegt, wurden in den letzten zehn Jahren so häufig evakuiert, dass einige von ihnen sich mittlerweile weigern, ihr Dorf erneut zu verlassen. In Guatemala findet eine Begegnung mit dem Maya-Priester Carlos Escalanta statt. Erst seit 1996, dem offiziellen Ende des Bürgerkriegs, können die Maya ihre Rituale wieder abhalten. Vulkane spielen in der Spiritualität des Volkes eine wichtige Rolle: Sie sind heilige Orte, ja sogar heilige Wesen. Guatemala ist auch das Ziel zahlreicher Vulkantouristen. Besonders beliebt ist der Pacaya, denn kaum ein anderer Vulkan ist so leicht zu besteigen. Wenige Monate vor den Dreharbeiten wurde er von einer gewaltigen Explosion regelrecht auseinandergerissen. Seitdem ist der Zugang teilweise gesperrt. Trotzdem nähert sich das Kamerateam mit dem Führer Rodolfo und einigen wagemutigen Touristen dem dampfenden Krater.
05:20
R: Claus Hanischdörfer, Jochen Schmoll... Die südamerikanischen Anden gehören zum Pazifischen Feuerring. Der Cotopaxi in Ecuador ist der höchste aktive Vulkan, in Chile sind – neben Indonesien – die meisten Vulkane. Der Cotopaxi ist 5897 Meter hoch. Wissenschaftler wie der Vulkanologe Jorge Bustillos überwachen den gigantischen Feuerberg permanent, denn seine letzten Ausbrüche waren verheerend. Der Gipfelgletscher schmolz, Asche- und Schlammlawinen überfluteten das Land. Auch der Tungurahua, ein weiterer ecuadorianischer Vulkan, kommt nicht zur Ruhe und versetzt die Menschen seit über zehn Jahren in Angst und Schrecken. In Chile geht der deutsche Geologe Jan Behrmann dem Megabeben von Februar 2010 auf den Grund. Das Land liegt am Rand der südamerikanischen Kontinentalplatte, unter die sich mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von sieben Zentimetern pro Jahr die ozeanische Platte schiebt. Auslöser des verheerenden Erdbebens war eine Plattenverschiebung von bis zu zehn Metern in wenigen Sekunden. Mithilfe von Ozeanboden-Seismometern wollen Wissenschaftler im Pazifik vor Chiles Küste Bewegungen der Erdbebenbruchfläche erfassen und die Frage klären, wann die Erde wieder zur Ruhe kommt. Der Villarrica ist seit über 50 Jahren aktiv. Für die Mapuche, die Ureinwohner Chiles, ist der Villarrica ein heiliger Berg. In ihrer Sprache ist er das Haus der Geister, der Ort, an den die Seelen der Verstorbenen gehen. Noch nie hat ein Mapuche den Vulkan bestiegen, doch Margot Martínez wagt zusammen mit dem deutschen Bergführer Hans Saler den Aufstieg. Für die Mapuche wird der Aufstieg auf den heiligen Vulkan zum spirituellen Erlebnis.
06:05
3satTextVision
06:25
S: Stephan Düfel; R: Stephan Düfel... Ob Theater im Park, Fitness unter Brücken oder Klettertouren über die Dächer der Stadt: Im sommerlichen Stockholm gibt es viel zu entdecken. Weitere Highlights sind die große Mitsommerfeier im Open-Air-Museum Skansen, moderne Kunst in der U-Bahn und romantische Bootsfahrten – schließlich wurde Stockholm dicht am Wasser gebaut. Der Film stellt die schwedische Metropole und ihre Bewohner vor. Denn es sind vor allem die Menschen, die den Charme der Stadt ausmachen. Da wäre zum Beispiel die Schauspielerin Inger Nilsson, die man noch als Pippi Langstrumpf in Erinnerung hat, oder der Musiker Benny Andersson, der mit ABBA zum Weltstar wurde und heute in Stockholm ein Boutique-Hotel betreibt.
07:10
R: Ute Werner... Rastplätze und Aussichtspunkte in zeitgenössischer Architektur, moderne Kunst am Straßenrand. Das norwegische Straßenbauamt baut Touristenstraßen. Der Film stellt fünf davon vor. In Norwegen führen Straßen fast immer durch eine spektakuläre Natur, was in jedem Sommer viele Autotouristen anlockt. Naturliebhaber hinterm Lenkrad – eigentlich ein Widerspruch, den das norwegische Straßenbauamt aufzulösen versucht. Es schreibt Wettbewerbe aus, engagiert Architekten, Künstler und Ingenieure, und so entstehen Haltepunkte, die selbst zu Attraktionen werden. Sie ziehen Gäste an und öffnen in mehrfacher Hinsicht den Blick auf und für die großartige Natur. Außerdem können die Touristenströme so besser gelenkt werden, was ökologisch sinnvoll ist. Die fünf Straßen, die die Filmemacherin Ute Werner bereist, führen durch Südnorwegen und eignen sich ideal für eine Reise von Oslo nach Bergen. Beide Städte sind mit der Autofähre erreichbar.
07:55
S: Goggo Gensch; R: Goggo Gensch... Max Moor stellt UNESCO-Welterbestätten in Europas Norden vor. Er reist von Sylt über Irland, Schottland und Norwegen nach Island. Die Reise endet in Grönland, dem Geburtsland der Eisberge. Fast das gesamte deutsche und niederländische Wattenmeer steht unter Naturschutz und ist seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbe. Es ist ein Lebensraum für fast 5000 verschiedene Lebewesen. Dazu gehören unzählige Algenarten, Würmer, Krebse, Plankton, Vögel und Fische. Die irische Insel Skellig Michael ist nach dem Erzengel Michael benannt und heute unbewohnt. Das Kloster der Insel, das von den irischen Mönchen erbaut wurde, zählt ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es gibt wenig Überliefertes, nur ein paar Schriften und viele Fragen zu Skellig Michael. Eijar, heutzutage bekannt unter dem Namen Orkney, nannten die Wikinger ein Inselarchipel zehn Meilen nördlich vom heutigen Schottland. Seit dem 15. Jahrhundert gehören die Orkney-Inseln zu Schottland. Mit dem Schiff kam einst das Christentum nach Norwegen. Es wurde zur nützlichen Ideologie bei der Staatsbildung. Viele Dörfer wurden gezwungen, Kirchen zu bauen. Die älteste von ihnen ist die Stabkirche von Urnes. Island wurde von Norwegen aus besiedelt. In Reykjavik leben heute zwei Drittel der rund 300 000 Isländer. Dort ließ sich um 870 nach Christus als Erster der Wikinger Ingólfur Arnarson nieder. Als Entdecker Grönlands gilt Erik der Rote. Er gab dem Land auch seinen Namen: grönne Land,grünes Land.
08:35
R: Wolfgang Würker... Kaum eine Erscheinung am Nachthimmel elektrisiert den Menschen so wie das Nordlicht. Wie aus dem Nichts taucht das Himmelsfeuer plötzlich auf und erstrahlt in leuchtenden Farben. Die naturwissenschaftliche Erklärung lieferte vor gut 100 Jahren der norwegische Forscher Kristian Birkeland. Abenteuerliche Expeditionen führten ihn an den Rand der Arktis, wo er das Phänomen in einem abgelegenen Observatorium studierte. Birkeland kam zu dem Schluss, dass ein Strom aus elektrisch geladenen Teilchen von der Sonne zur Erde kommt und in den Polarregionen den Himmel zum Leuchten bringt. Doch keiner wollte dem Gelehrten glauben. Birkelands Botschafter der Sonne widersprachen der damaligen Vorstellung, das Universum sei ein leerer Raum. Heute wollen internationale Forscherteams die letzten Geheimnisse des rätselhaften Schauspiels aufdecken: Zu diesem Zweck eröffneten Spezialisten ein Hightech-Observatorium auf dem norwegischen Archipel Svalbard.
09:20
S: Susanne Sterzenbach; R: Susanne Sterzenbach... Island wird jeden Tag ein Stück neu erschaffen durch Vulkane, Geysire, Wasserfälle, heiße Quellen, durch Gletscher und das Meer. Hier befinden sich Naturgewalten der Superlative: der größte Gletscher Europas außerhalb der Polarregion, die mächtigsten Wasserfälle und die aktivsten Vulkane. Alles ist in Bewegung, alles ist im Werden. Island ist 20 Millionen Jahre jung, der Rest der alten Erde etwa vier Milliarden Jahre alt. Die Natur des Landes ist menschenfeindlich: Im Sommer steigen die Temperaturen nicht über 15 Grad Celsius, und der Wind weht kalt und heftig. Der Winter ist dunkel und feuchtkalt. Was soll ich hier?, haben sich viele Isländer immer wieder gefragt und sind doch geblieben oder wieder zurückgekehrt. Und sie machen mehr aus der außergewöhnlichen Natur als je zuvor. Die Opernsängerin Arndis Halla steht im Bauch eines Vulkans und ist tief beeindruckt. Sie sammelt Inspirationen für ihre Musik. Björn Jónsson gründete als Student eine Firma, die Meersalz gewinnt. Das verkauft er heute an Gourmet-Küchen. Und seinem Vater hat er damit einen neuen Job verschafft. Bryndis Ívarsdóttir backt Brot in der heißen Erde, und Helena Hermundárdottir nutzt heiße Quellen, um ihre Gewächshäuser zu heizen – die einzige Möglichkeit, in Island Gemüse anzubauen. Ingi Thorbjörnsson ist mit einem Super-Jeep im Hochland unterwegs. Er ist ein Vulkan-Philosoph, der die typisch isländische Vierrad-Kultur genau so vertritt wie den Naturschutz.
10:05
Die 18 Färöer Inseln verteilen sich zwischen Island, Schottland und Norwegen. Seit dem 14. Jahrhundert sind sie Teil des dänischen Königreichs. Die gut 50 000 Inselbewohner sehen sich bis heute nicht als Dänen, sondern als stolze Nachfahren der Wikinger, die ab dem neunten Jahrhundert hier siedelten. Mehr als die Hälfte aller Färinger wünscht sich eine vollständige Unabhängigkeit von Dänemark. Der 64-jährige Birgir Enni ist überzeugt: Man hat immer eine bessere Zukunft, wenn man selbst bestimmt. Hier gibt es genug zum Überleben. Wir haben ein sehr gutes Leben. Die Färinger leben fast ausschließlich von dem, was der Nordatlantik ihnen an Nahrung bietet. Jens Martin Knudsen, der ehemalige Torwart der Fußball-Nationalmannschaft, sieht in der Unabhängigkeit keine Zukunft. Er möchte der EU beitreten. Dann haben wir eine Stimme und können Entscheidungen mit beeinflussen. Auf den Färöer Inseln leben mehr als 80 000 Schafe. Übersetzt heißen die Inseln deshalb auch Schafsinseln. Die Designerinnen Gudrun & Gudrun designen Kleidung aus Schafswolle. Der Film begleitet Gudrun Rogvadottir zu einer traditionellen Schafschur und zu einer von 30 Strickerinnen, die in Handarbeit die färöische Schafwolle zu Pullovern, Kleidern und Jacken verarbeiten. Auf der kleinen Insel Stora Dimun lebt eine Familie und mit ihnen knapp 500 Schafe. Vor zwölf Jahren sind Eva und ihr Mann Jogvan-Jon hierher gezogen. Das Leben mit und in der Natur war der größte Traum für die beiden Lehrer. Die Liebe zu ihrem Land eint die Färinger, wie es sonst kaum auf der Welt vorkommt. Es geht hier um das Überleben an einem sehr schwierigen Ort, das hält uns zusammen, schwärmt Seemann Birgir Enni. Dann schippert er auf seinem alten Schoner zu einem besonders ausgefallenen Spektakel: ein klassisches Konzert in einer gewaltigen meerumtosten Höhle.
10:50
R: Claudia Buckenmaier... Der Hardangerfjord ist einer der längsten und tiefsten Fjorde an der norwegischen Küste. Auf den Bergen liegt noch Schnee, während unten an den Ufern die Obstblüte beginnt. Der Fjord ist berühmt für seine Apfel- und Birnenplantagen, die sich vor allem im Landesinneren an Hängen hochziehen. Auch die Passagierschifffahrt hat die Schönheiten des Fjords für sich entdeckt. Die Hurtigruten ist eine alte, berühmte und beliebte Postschifftour. Autorin Claudia Buckenmaier und ihr Team haben Menschen am Fjord getroffen, die sich bewusst für ein Leben in dieser Region entschieden haben. Arne Lutro zum Beispiel ist einer der vielen Obstbauern dort. Seit mehreren Generationen lebt seine Familie vom Obstanbau. Für ihn als ältesten Sohn stand immer fest, dass er einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten würde. In den letzten Jahren hat sich allerdings viel verändert. In seinem Heimatdorf, das wie er ebenfalls Lutro heißt, wird an Mittsommer immer eine ganz besondere Tradition gepflegt: die Kinderhochzeit. In traditionellen Trachten zieht dann ein Hochzeitszug mit Kindern durchs Dorf, der mit dem alljährlichen Höhepunkt beendet wird, dem Hochzeitswalzer der Kinder. Nach dem Fest werden dort, wie überall im Land, die Mittsommerfeuer entzündet. Die Kinder tauschen ihre Trachten gegen Badekleidung aus. Das gehört an Sankt Hans dazu, denn es ist Anbaden im Fjord, egal wie kalt das Wasser noch ist. Per Ragnar Kjepso lebt mit seiner schottischen Frau Anne auf einem Hof auf halber Höhe in den Bergen über dem Fjord. Früher arbeitete er unter der Woche als Ingenieur in der Hafenstadt Bergen. Seine Frau blieb mit den fünf Kindern auf dem Hof. Heute kommen sie an Mittsommer alle, inzwischen mit eigener Familie, zurück nach Hause und feiern Sankt Hans mit einem herrlichen Blick über den Fjord. Per Ragnar weiß, dass herkömmliche Landwirtschaft oben am Berg nicht mehr betrieben werden kann. Er hofft aber, dass der Hof als ein Ort erhalten bleibt, an den man gern zurückkehrt. Oberhalb eines Seitenarms des Hardangerfjords, dem Fyksesund, lebt Jon Skaar. Nach einer Bootsfahrt und zwei Stunden anstrengenden Berganstiegs erreicht man das Haus des 85-Jährigen, der allein auf seinem Einödhof lebt. Eine Frau, die mit ihm dieses abgeschiedene Leben teilen wollte, hat er nie gefunden. Die Natur stellt die Menschen am Hardangerfjord vor große Herausforderungen. Dennoch übt die Landschaft aber auch einen so großen Reiz aus, dass die, die dem Fjord einmal verfallen sind, nicht mehr weg wollen.
11:35
R: Meike Materne... Vor 125 Jahren stach das erste Postschiff der norwegischen Reederei Hurtigruten in See. Heute gleichen die Dampfer eher Kreuzfahrtschiffen. Luxus haben sie zwar nicht zu bieten, doch wer braucht so etwas, wenn jenseits der Reling atemberaubende Fjordlandschaften vorüberziehen.
12:05
R: Meike Materne... Die Autoren sind mit der MS Nordkapp unterwegs auf den Hurtigruten – von Bergen im Süden Norwegens bis in den hohen Norden nach Kirkenes. Die Linie der alten Postschiffe wurde 1893 zum ersten Mal befahren. Sie war die einzige Verbindungsstrecke zwischen den Handelszentren im Süden und den abgelegenen Fischerdörfern im Norden Norwegens. Heute ist aus dem Transportmittel längst auch ein touristisches Unternehmen geworden, das jährlich viele Tausende Touristen anzieht. Sie wollen die Urgewalten der zerklüfteten Fjord-Landschaften erleben, meterhohe Eiswände bestaunen und sich von den bizarren Polarlichtern verzaubern lassen. Eine Reise im Winter kann zudem sehr abenteuerlich werden. Schnee, Kälte und Sturm sind vor allem für die Besatzung eine Herausforderung. Das Wohlfühlprogramm an Bord, Wandertouren und Schlittenfahrten an den verschiedenen Orten werden für die Passagiere zu einem einzigartigen, unvergesslichen Erlebnis. Mittlerweile ist die MS Nordkapp nördlich des Polarkreises und steuert die Hauptstadt der Arktis, Tromso, an. Während das Schiff im Hafen liegt, ist Zeit für einen Stadtbesuch. Sehenswürdigkeiten gibt es viele, hier steht beispielsweise die am nördlichsten gelegene Kathedrale der Welt. Nach kürzeren Stopps im hohen Norden erreicht das Schiff das Tor zum spektakulären Nordkap. Per Bus geht es dann an der schroffen Felsenküste entlang zum Plateau des Globus-Denkmals, dem Symbol für das Nordkap. Nur 2000 Kilometer entfernt befindet sich der geografische Nordpol. Mit dem Gefühl, am Ende der Welt zu sein, geht die Schiffsreise weiter ins Kernland der Samen. Im Fischerdorf Kjollefjord gehen viele Passagiere von Bord, um eine aufregende Fahrt mit dem Schneemobil durch die entlegensten Landschaften in Lappland zu erleben. Schneebedeckte Täler und – mit etwas Glück – das hypnotisierende Nordlicht am klaren Sternenhimmel sind die Highlights. Der Ausflug endet in Mehamn in der Nähe des nördlichsten Punkts des europäischen Festlands an der stürmischen und wilden Küste der Finnmark. Endstation der Schiffsreise ist Kirkenes im äußersten Nordosten Norwegens. Viele Touristen gönnen sich hier eine Hundeschlittenfahrt mit heimischen Huskys, um noch einmal den Zauber des verschneiten Nordens zu erleben. Die MS Nordkapp wird hier umdrehen und nach geschäftigem Ein- und Ausladen von Gütern, wie Lebensmitteln oder Medikamenten, die Rückreise antreten.
12:35
S: Ines Trams; R: Ines Trams... Auslandskorrespondentin Ines Trams reiste von der südwestlichen Spitze Finnlands, dem finnischen Schärengebiet, bis nach Nordnorwegen, zum Nordkap. Im ersten Teil der zweiteiligen Reportage geht es bis nach Lappland, zum Polarkreis. Das Land der tausend Seen ist fast genauso groß wie Deutschland, aber dort leben nur rund fünf Millionen Menschen. Im finnischen Schärengebiet harrt eine Familie auf einer der eingefrorenen Inseln auch im Winter aus – aufs Festland kommt sie bei unsicherer Eis-Lage nur mit einem Küstenschutzboot oder ihrem Mini-Hovercraft. Ähnlich schwer zu erreichen sind der ehemalige Rallye-Weltmeister Risto Mannisenmäki und seine Jungs. Sie trainieren auf Waldwegen und zugefrorenen Seen. Im nördlichsten Zipfel der Ostsee, dem Bottnischen Meerbusen, ist Sisu, einer der stärksten Eisbrecher der Welt, unterwegs.
13:20
S: Ines Trams; R: Ines Trams... Teil zwei führt von Nordfinnland bis ans Ende Europas zum Nordkap. Dort treiben die Sami, das letzte Urvolk Europas, ihre Tiere zusammen zum Rentier-Scheid. Jeder Züchter entscheidet bei dieser jährlichen Inventur auf einen Blick, welches Tier er behalten wird. Jenseits der Grenze, im norwegischen Karasjok, feiert ein junges Sami-Paar eine traditionelle Hochzeit. Allein das Einkleiden in die bunte Tracht dauert Stunden, doch die modernen, jungen Sami wollen bewusst ihre Kultur entdecken und erleben. Was Nordfinnen und Nordnorweger vereint, ist die gemeinsame Ablehnung ihrer Hauptstädte: Von den Menschen in Oslo und Helsinki fühlen sie sich im wilden Norden nicht verstanden.
14:05
R: Bernd Reufels... In Islands jungem Vatnajökull-Nationalpark begleitet ein Kamerateam ein Jahr lang Ranger, Forscher und Abenteurer hinter den Kulissen. Islands größter Nationalpark lockt mit Feuer und Eis. Die Dokumentation von Bernd Reufels macht in großen Bildern die Faszination des Nationalparks spürbar und nimmt die Zuschauer mit an Orte, die Besuchern sonst verborgen bleiben. Zudem fragt sie in Island nach der Zukunft der großen Schutzgebiete der Erde. Es ist ein junger Park der Superlative: Mit dem Dettifoss befindet sich hier auch einer der größten Wasserfälle des Kontinents. Über 900 Meter türmt sich das Gletschereis über äußerst aktiven Vulkanen. Heiße Lava und dicke Eispanzer treffen direkt aufeinander. Die Landschaft am Vatnajökull wandelt sich stetig. 2008 gegründet, ist es einer der jüngsten Nationalparks unserer Erde und einer der faszinierendsten. Der Geologe Freysteinn Sigmundsson nimmt das Team mit zu seiner Expedition in das schwer zugängliche Hochland des Nationalparks. Es sind Orte abseits der offiziellen Routen: dort, wo die heiße Lava noch dampft und wo die Erde in metertiefen Spalten immer weiter aufreißt. Mit der Rangerin Gudrun Jonsdottir geht es an den Rand des gewaltigen Wasserfalls Dettifoss und mit dem Forscher Skarphédinn Thórisson zu riesigen Rentier-Herden, die durch den Nationalpark streifen. Mit der Deutschen Sarah Arndt werden Blau- und Pottwale beobachtet und deren ungewöhnliche Art der Kommunikation abgehört. Das Team begleitet den deutschen Biker Harald Philipp auf seinen tagelangen Touren durch die Lava-Wüsten und den Gletscherforscher Thorsteinn Thorsteinsson auf die Eiskappe des Vatnajökulls. Im Vatnajökull lässt sich viel Neues entdecken, über die Entstehung unserer Erde, den Einfluss unserer Lebensweise auf die Natur – und den schonenden Umgang mit Ressourcen. Die filmische Expedition in einen der jüngsten Parks der Erde ist so auch ein Blick in unsere Zukunft.
15:05
Die Sonne zeigt sich Anfang Februar nach über drei Monaten zum ersten Mal. Etwas für uns so selbstverständliches wie ein Sonnenaufgang wird in Grönland zu einem gefeierten Naturwunder. Die Kinder basteln Papiersonnen, um das Erscheinen der Sonne nach der langen Dunkelheit zu begrüßen, die Erwachsenen veranstalten Schlittenrennen: Zwei der vielen Traditionen, die Alain und Nathalie Antognelli während ihres Aufenthalts in Savissivik kennenlernen. Die beiden Fotografen verbringen neun Monate bei einer Inuit-Familie, gehen mit ihr auf Eisbärjagd und Robbenfang, lernen das Fahren von Schlittenhundegespannen und das Herstellen von Kleidung. Sie erkennen, dass das Leben auf dem Eis seinem eigenen Rhythmus folgt und dass das Leben des Naturvolkes bedroht ist. Ihre Welt schrumpft, und ihre traditionelle Lebensweise gerät in Gefahr. Durch die Erderwärmung wird das Packeis immer dünner, ist nicht mehr tragfähig genug, das offene Meer rückt immer näher, und die Inuit können ihre Jagdgebiete nicht mehr mit dem Schlitten erreichen. Die jungen Inuit haben eine ungewisse Zukunft.
15:50
I: Michael Fitz, Birge Schade, Horst Sachtleben, Franziska Schlattner, Vanessa Krüger, Barbara-Magdalena Ahren, Oliver Törner, Holger Daemgen, Matthias Klimsa; S: Henriette Piper; R: Sigi Rothemund... TV-Romanze.Eine erkaltete Liebe wird in der Arktis wieder ganz heiß., Der Meeresbiologe Martin (Michael Fitz) ist überzeugter Junggeselle. Sehr zum Kummer seiner Freundin und Assistentin Doreen (Franziska Schlattner). Ein Forschungsauftrag führt die beiden zur Polarexpedition in die Arktis. Mit in See sticht Martins Ex, die Journalistin Nina (Birge Schade). Fünfzehn Jahre hat sie Martin nicht gesehen. Und dass sie eine Tochter hat, ahnt Martin auch nicht….
17:15
Island ist voller Naturgewalten. Doch wie lebt es sich damit? Spätestens seit der Fußball-EM 2016 ist klar: fröhlich! Die Isländer stehen in vielen Rankings ganz oben, sogar im Glücklichsein. Majestätische Vulkane, brodelnde Geysire, reißende Wasserfälle, lange Fjorde, schier endlose Lavalandschaften: Der Film verbindet faszinierende Bilder von den Naturschönheiten Islands mit dem optimistischen Lebensgefühl ihrer Bewohner.
18:00
R: Jan Haft... Schnee im Sommer: In Norwegens Tundren und Hochebenen hat sich ein Stück Eiszeit bewahrt. Gewaltige Gletscher schufen vor langer Zeit das Land, hobelten Gebirge ab und meißelten tiefe Fjorde. In langen Winternächten sieht man die Polarlichter am Himmel, die die Landschaft in geheimnisvolles, grünliches Licht tauchen. In dieser Zeit des Jahres, wenn die Sonne zwei Monate Pause macht, müssen die nordischen Sagen über Trolle und Fabelwesen entstanden sein. Die Dokumentation folgt einer Herde Moschusochsen. Sie begleitet die Tiere bei ihren Wanderungen, bei der Paarung und der Jungenaufzucht – und bei ihren eindrucksvollen Brunftkämpfen im Herbst. Durch Superzeitlupenaufnahmen werden die gewaltigen Kräfte sichtbar, wenn zwei 400-Kilo-Kolosse mit voller Wucht und Kopf voran aufeinanderprallen. Friedlicher und weitaus graziler geht es bei der Paarung der Ohrentaucher zu: Beim Balztanz ist Anmut gefragt, wenn die Vögel mit Synchronschwimmen und Algengeschenken die Bindung zum Partner festigen wollen. Im Gegensatz zu den Hochebenen sind die Küsten Norwegens bis weit in den Norden von mildem Klima verwöhnt. Wegen des warmen Golfstroms frieren die Fjorde auch bei starker Kälte nicht zu. An ihren Ufern gedeihen, sogar unweit des Polarkreises, noch Apfelbäume. Majestätische Seeadler gehen dort das ganze Jahr über auf die Jagd, und in küstennahen Wäldern pirscht der Luchs durchs Unterholz. Immer wieder geht es für den Film hinauf in die Berge Norwegens, in eine Landschaft, die mit ihrer unendlichen Weite in Europa ihresgleichen sucht. Der Winter zieht sich hier bis weit in die Frühlingsmonate hinein, im Sommer wird das Hochland durch die Farben unzähliger Blumen geschmückt. Doch die schönste Zeit des Jahres ist der kurze Herbst. Dann erglüht die Natur in roten und gelben Farbtönen. Wenn die Brunft der Rentiere und Moschusochsen vorüber ist, kehrt erneut Stille ein. Es dauert nicht mehr lange, bis sich der Schnee über die Bergtundra, Fjorde und die Wälder der Küsten legt.
18:45
R: Jan Haft... Mit überwältigenden Bildern präsentiert die Naturfilm-Reihe Wildes Skandinavien die raue, ungezähmte Natur des hohen Nordens. Diese Folge führt nach Dänemark. Weite Strände, mildes Klima und natürlich Die kleine Meerjungfrau im Hafen von Kopenhagen – so kennt man Dänemark. Aber das kleine Land hat deutlich mehr zu bieten. Der Filmemacher Jan Haft gibt Einblicke in die Vielfalt Dänemarks und zeigt auch seltene Tiere. Es gibt Urwälder, in denen Rothirsche, Wildschweine und Kraniche leben, Kegelrobben, die sich auf Sandbänken tummeln, Raabjerg Mile – eine der größten Wanderdünen Europas – und schließlich die schneeweißen Kreidefelsen der Insel Mön. Die Wälder von Lille Vildmose im nördlichen Jütland gehören zu den artenreichsten Nordeuropas. Mehr als 4700 Tier- und Pflanzenarten gibt es dort. Während Dänemark überwiegend kultiviert ist, herrscht in diesem Schutzgebiet noch der ursprüngliche Mischwald mit kleinen Lichtungen und verrottenden Baumstämmen. Das Land wurde früh besiedelt. Die Wikinger holzten viele Wälder ab, um ihre Drachenboote zu bauen. Viehweiden entstanden. Wo Rinder und Schafe die küstennahen Feuchtwiesen kurz halten, leben Wat- und Wiesenvögel wie der auffallende Kampfläufer mit seinen sehenswerten Balzkämpfen. Im Frühjahr und Herbst sind die Flächen Rastplatz für Tausende Zugvögel.
19:30
R: Oliver Goetzl... Schweden, das Land der Elche, erstreckt sich zwischen Norwegen und Finnland. Im Norden des Landes, in den Hochlagen des Sarek-Nationalparks, liegt oft sechs Monate im Jahr Schnee. Schwedens Seen sind im Frühjahr noch vereist, wenn die Singschwäne ihre Brutreviere besetzen. Vogelarten wie der Bartkauz haben sich der Umgebung angepasst. Er hört sogar unter der Schneedecke eine Wühlmaus. Zeitlupen-Bilder zeigen, wie die große Eule jagt. Kommen sich zwei Pärchen ins Gehege, kann das zu ernsthaften Auseinandersetzungen führen: Konkurrierende Männchen gehen aufeinander los und beißen sich, angefeuert von ihren Weibchen. Auch bei den Birkhühnern geht es zur Balz im Frühjahr um alles. Nur hochauflösende Zeitlupenaufnahmen zeigen, was genau beim Kampf der Hähne passiert: Immer wieder attackieren die kämpfenden Birkhähne die Rosen, die roten Wülste über den Augen des Gegners: so lange, bis sich einer von beiden geschlagen gibt. Wenn Schnee und Eis weichen, kommen im Mai die Elchkälber zur Welt. Jetzt beginnen üppige Zeiten in Schwedens Wäldern und Sümpfen. Nicht nur an den Bäumen, auch im Wasser finden die Elche reichlich zu fressen. Seerosen sind eine Delikatesse. Zu Mittsommer geht die Sonne in Schweden gar nicht mehr unter. Dieser Luxus währt nicht lange, denn schon bald darauf kündigen die Brunftschreie der Elche wieder den Herbst an. Mit ihrem mächtigen Geweih gehen die Elchbullen auf Brautschau. Doch letztlich entscheidet das Weibchen, mit wem es sich paaren will.
20:15
I: Michael Nyqvist, Frida Hallgren, Helen Sjöholm, Lennart Jähkel, Niklas Falk, Ingela Olsson, Per Morberg, Axelle Axell, Lasse Pettersson, Barbro Kollberg, Ylva Loof, Ulla-Britt Norrman-Olsson, Mikael Rahm, Andre Sjoberg; S: Kay Pollak, Anders Nyberg, Ola Olsson, Carin Pollak, Margaretha Pollak; R: Kay Pollak... Musikmelodram aus Schweden. Ein Chorleiter weckt in seinen Sängern ungeahnte Kräfte., Herzinfarkt! Stardirigent Daniel (Michael Nyqvist) muss kürzertreten und zieht sich in sein abgelegenes Heimatdorf zurück. Hier bittet man den großen Musiker, den Kirchenchor zu leiten. Nun gelingt Daniel, wovon er immer träumte: Die Herzen öffnen sich! Für manche Ehen hat das allerdings dramatische Folgen… Echter Herzwärmer mit der Kraft der Musik., Thementag: Raue Welt Nordnordwest.
22:20
I: Kenneth Branagh, Sarah Smart, Sadie Shimmin, Tom Beard, Tom Hiddleston, Richard McCabe, Jeany Spark, Flora Spencer Longhurst, Steven Pacey; S: Richard Cottan; R: Philip Martin... TV-Krimi nach Mankell – mit Kenneth Branagh., Mit einem Ritual wollten Teenager die Mittsommernacht feiern – Monate später findet man ihre Leichen im Wald. Dann wird der Ermittler Svedberg ermordet, ein Kollege von Kommissar Kurt Wallander (Branagh). In Svedbergs Wohnung entdeckt Wallander, dass der in dem Fall auf eigene Faust ermittelte….
23:50
Widerstandsdrama über einen Partisanen., Der Norweger Max Manus (Aksel Hennie) kämpft gegen die Nazis – bis er gefasst wird. Nach seiner Flucht und der Ausbildung durch die Briten kehrt er mit Kamerad Gram zurück – als Untergrundkämpfer hinter den feindlichen Linien… „Kon-Tiki“ und dieser norwegische Kinohit qualifizierten das Regieduo Joachim Ronning / Espen Sandberg für Hollywood, wo sie „Pirates of the Caribbean: Salazars Rache“ drehten., Thementag: Raue Welt Nordnordwest.
01:40
Die Sonne zeigt sich Anfang Februar nach über drei Monaten zum ersten Mal. Etwas für uns so selbstverständliches wie ein Sonnenaufgang wird in Grönland zu einem gefeierten Naturwunder. Die Kinder basteln Papiersonnen, um das Erscheinen der Sonne nach der langen Dunkelheit zu begrüßen, die Erwachsenen veranstalten Schlittenrennen: Zwei der vielen Traditionen, die Alain und Nathalie Antognelli während ihres Aufenthalts in Savissivik kennenlernen. Die beiden Fotografen verbringen neun Monate bei einer Inuit-Familie, gehen mit ihr auf Eisbärjagd und Robbenfang, lernen das Fahren von Schlittenhundegespannen und das Herstellen von Kleidung. Sie erkennen, dass das Leben auf dem Eis seinem eigenen Rhythmus folgt und dass das Leben des Naturvolkes bedroht ist. Ihre Welt schrumpft, und ihre traditionelle Lebensweise gerät in Gefahr. Durch die Erderwärmung wird das Packeis immer dünner, ist nicht mehr tragfähig genug, das offene Meer rückt immer näher, und die Inuit können ihre Jagdgebiete nicht mehr mit dem Schlitten erreichen. Die jungen Inuit haben eine ungewisse Zukunft.
02:25
S: Susanne Sterzenbach; R: Susanne Sterzenbach... Island wird jeden Tag ein Stück neu erschaffen durch Vulkane, Geysire, Wasserfälle, heiße Quellen, durch Gletscher und das Meer. Hier befinden sich Naturgewalten der Superlative: der größte Gletscher Europas außerhalb der Polarregion, die mächtigsten Wasserfälle und die aktivsten Vulkane. Alles ist in Bewegung, alles ist im Werden. Island ist 20 Millionen Jahre jung, der Rest der alten Erde etwa vier Milliarden Jahre alt. Die Natur des Landes ist menschenfeindlich: Im Sommer steigen die Temperaturen nicht über 15 Grad Celsius, und der Wind weht kalt und heftig. Der Winter ist dunkel und feuchtkalt. Was soll ich hier?, haben sich viele Isländer immer wieder gefragt und sind doch geblieben oder wieder zurückgekehrt. Und sie machen mehr aus der außergewöhnlichen Natur als je zuvor. Die Opernsängerin Arndis Halla steht im Bauch eines Vulkans und ist tief beeindruckt. Sie sammelt Inspirationen für ihre Musik. Björn Jónsson gründete als Student eine Firma, die Meersalz gewinnt. Das verkauft er heute an Gourmet-Küchen. Und seinem Vater hat er damit einen neuen Job verschafft. Bryndis Ívarsdóttir backt Brot in der heißen Erde, und Helena Hermundárdottir nutzt heiße Quellen, um ihre Gewächshäuser zu heizen – die einzige Möglichkeit, in Island Gemüse anzubauen. Ingi Thorbjörnsson ist mit einem Super-Jeep im Hochland unterwegs. Er ist ein Vulkan-Philosoph, der die typisch isländische Vierrad-Kultur genau so vertritt wie den Naturschutz.
03:10
Die 18 Färöer Inseln verteilen sich zwischen Island, Schottland und Norwegen. Seit dem 14. Jahrhundert sind sie Teil des dänischen Königreichs. Die gut 50 000 Inselbewohner sehen sich bis heute nicht als Dänen, sondern als stolze Nachfahren der Wikinger, die ab dem neunten Jahrhundert hier siedelten. Mehr als die Hälfte aller Färinger wünscht sich eine vollständige Unabhängigkeit von Dänemark. Der 64-jährige Birgir Enni ist überzeugt: Man hat immer eine bessere Zukunft, wenn man selbst bestimmt. Hier gibt es genug zum Überleben. Wir haben ein sehr gutes Leben. Die Färinger leben fast ausschließlich von dem, was der Nordatlantik ihnen an Nahrung bietet. Jens Martin Knudsen, der ehemalige Torwart der Fußball-Nationalmannschaft, sieht in der Unabhängigkeit keine Zukunft. Er möchte der EU beitreten. Dann haben wir eine Stimme und können Entscheidungen mit beeinflussen. Auf den Färöer Inseln leben mehr als 80 000 Schafe. Übersetzt heißen die Inseln deshalb auch Schafsinseln. Die Designerinnen Gudrun & Gudrun designen Kleidung aus Schafswolle. Der Film begleitet Gudrun Rogvadottir zu einer traditionellen Schafschur und zu einer von 30 Strickerinnen, die in Handarbeit die färöische Schafwolle zu Pullovern, Kleidern und Jacken verarbeiten. Auf der kleinen Insel Stora Dimun lebt eine Familie und mit ihnen knapp 500 Schafe. Vor zwölf Jahren sind Eva und ihr Mann Jogvan-Jon hierher gezogen. Das Leben mit und in der Natur war der größte Traum für die beiden Lehrer. Die Liebe zu ihrem Land eint die Färinger, wie es sonst kaum auf der Welt vorkommt. Es geht hier um das Überleben an einem sehr schwierigen Ort, das hält uns zusammen, schwärmt Seemann Birgir Enni. Dann schippert er auf seinem alten Schoner zu einem besonders ausgefallenen Spektakel: ein klassisches Konzert in einer gewaltigen meerumtosten Höhle.
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S: Goggo Gensch; R: Goggo Gensch... Max Moor stellt UNESCO-Welterbestätten in Europas Norden vor. Er reist von Sylt über Irland, Schottland und Norwegen nach Island. Die Reise endet in Grönland, dem Geburtsland der Eisberge. Fast das gesamte deutsche und niederländische Wattenmeer steht unter Naturschutz und ist seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbe. Es ist ein Lebensraum für fast 5000 verschiedene Lebewesen. Dazu gehören unzählige Algenarten, Würmer, Krebse, Plankton, Vögel und Fische. Die irische Insel Skellig Michael ist nach dem Erzengel Michael benannt und heute unbewohnt. Das Kloster der Insel, das von den irischen Mönchen erbaut wurde, zählt ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es gibt wenig Überliefertes, nur ein paar Schriften und viele Fragen zu Skellig Michael. Eijar, heutzutage bekannt unter dem Namen Orkney, nannten die Wikinger ein Inselarchipel zehn Meilen nördlich vom heutigen Schottland. Seit dem 15. Jahrhundert gehören die Orkney-Inseln zu Schottland. Mit dem Schiff kam einst das Christentum nach Norwegen. Es wurde zur nützlichen Ideologie bei der Staatsbildung. Viele Dörfer wurden gezwungen, Kirchen zu bauen. Die älteste von ihnen ist die Stabkirche von Urnes. Island wurde von Norwegen aus besiedelt. In Reykjavik leben heute zwei Drittel der rund 300 000 Isländer. Dort ließ sich um 870 nach Christus als Erster der Wikinger Ingólfur Arnarson nieder. Als Entdecker Grönlands gilt Erik der Rote. Er gab dem Land auch seinen Namen: grönne Land,grünes Land.
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R: Claudia Buckenmaier... Der Hardangerfjord ist einer der längsten und tiefsten Fjorde an der norwegischen Küste. Auf den Bergen liegt noch Schnee, während unten an den Ufern die Obstblüte beginnt. Der Fjord ist berühmt für seine Apfel- und Birnenplantagen, die sich vor allem im Landesinneren an Hängen hochziehen. Auch die Passagierschifffahrt hat die Schönheiten des Fjords für sich entdeckt. Die Hurtigruten ist eine alte, berühmte und beliebte Postschifftour. Autorin Claudia Buckenmaier und ihr Team haben Menschen am Fjord getroffen, die sich bewusst für ein Leben in dieser Region entschieden haben. Arne Lutro zum Beispiel ist einer der vielen Obstbauern dort. Seit mehreren Generationen lebt seine Familie vom Obstanbau. Für ihn als ältesten Sohn stand immer fest, dass er einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten würde. In den letzten Jahren hat sich allerdings viel verändert. In seinem Heimatdorf, das wie er ebenfalls Lutro heißt, wird an Mittsommer immer eine ganz besondere Tradition gepflegt: die Kinderhochzeit. In traditionellen Trachten zieht dann ein Hochzeitszug mit Kindern durchs Dorf, der mit dem alljährlichen Höhepunkt beendet wird, dem Hochzeitswalzer der Kinder. Nach dem Fest werden dort, wie überall im Land, die Mittsommerfeuer entzündet. Die Kinder tauschen ihre Trachten gegen Badekleidung aus. Das gehört an Sankt Hans dazu, denn es ist Anbaden im Fjord, egal wie kalt das Wasser noch ist. Per Ragnar Kjepso lebt mit seiner schottischen Frau Anne auf einem Hof auf halber Höhe in den Bergen über dem Fjord. Früher arbeitete er unter der Woche als Ingenieur in der Hafenstadt Bergen. Seine Frau blieb mit den fünf Kindern auf dem Hof. Heute kommen sie an Mittsommer alle, inzwischen mit eigener Familie, zurück nach Hause und feiern Sankt Hans mit einem herrlichen Blick über den Fjord. Per Ragnar weiß, dass herkömmliche Landwirtschaft oben am Berg nicht mehr betrieben werden kann. Er hofft aber, dass der Hof als ein Ort erhalten bleibt, an den man gern zurückkehrt. Oberhalb eines Seitenarms des Hardangerfjords, dem Fyksesund, lebt Jon Skaar. Nach einer Bootsfahrt und zwei Stunden anstrengenden Berganstiegs erreicht man das Haus des 85-Jährigen, der allein auf seinem Einödhof lebt. Eine Frau, die mit ihm dieses abgeschiedene Leben teilen wollte, hat er nie gefunden. Die Natur stellt die Menschen am Hardangerfjord vor große Herausforderungen. Dennoch übt die Landschaft aber auch einen so großen Reiz aus, dass die, die dem Fjord einmal verfallen sind, nicht mehr weg wollen.