Slovenske TV

Podnaslovljene TV

Lokalne TV

EX YU TV

Angleške TV

Nemške TV

Italijanske TV

Ostale TV

ARTE
06:05
R: Hector Obalk
06:35
R: Hector Obalk
07:15
R: Cécile Taillandier... Lucie hat ihr Zeitgefühl verloren. Sie muss zurück in die Schule, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Sie unternimmt Nachforschungen, um das Leben zu Zeiten der Großeltern mit dem Leben von heute zu vergleichen. Ihre überbordende Fantasie sorgt dafür, dass sie sich am Ende in der Ecke einer Schulklasse wiederfindet – mit Eselsmütze auf dem Kopf ... Sie deutet das Ganze allerdings zu ihrem Vorteil um und behauptet, eine besondere Auszeichnung erhalten zu haben. Weiter geht es ins Schulmuseum im Chalonnais, Burgund, wo sie den Schulalltag wie in alten Zeiten erlebt: Schreiben mit dem Federkiel, Rechnen auf der Schiefertafel, Moralerziehung, Sachkunde. In Geschichte erhält sie ein besonderes Lob. Anschließend trifft Lucie wieder ihre Journalistenfreundin, die für ein Geschichtsmagazin für Kinder schreibt. Während die zwei Schnitzeljagd spielen, erklärt sie dem Glühwürmchen, dass die Arbeit der Historiker darin besteht, Hinweise auf die Vergangenheit zu sammeln.
08:25
Justus Schaal (12) kommt aus einer Taucherfamilie. Seine Eltern lernten sich durch diese außergewöhnliche Sportart kennen. Alles kann er sich als neues Hobby vorstellen, nur nicht Ballett. Doch es kommt, wie es kommen muss: Er landet in der Tanzklasse. Als er die Mädchen in ihren Leggings und Gymnastikanzügen zum ersten Mal sieht, wird ihm ganz anders zumute. Diese seltsamen Bewegungen soll er mitmachen? Die begeisterte Tänzerin Lucie Leanna Wolff (11) dagegen ist Feuer und Flamme für ihr neues Hobby Tauchen. Lucie kommt aus Berlin und findet sich ohne Probleme in der deutschen Hauptstadt zurecht. Sie tanzt, seit sie drei Jahre alt ist. Durch das Tanzen kann sie alles um sich herum vergessen. Ballett bietet laut ihr für alle Tanzrichtungen die Grundlage. Doch als der Arzt, der ihre Taucheignung feststellen muss, ihr mitteilt, dass Tauchen ernste Risiken berge, im schlimmsten Fall sogar Lebensgefahr, wird auch ihr mulmig. HobbyMania begleitet Lucie und Justus auf den Abenteuern ihrer neuen Hobbys und zeigt, wie sie sich gegenseitig unterstützen und Mut machen. , Online verfügbar von 15/07 bis 22/07.
08:50
I: Bebiane Ivalo Kreutzmann, Hannibal Harbo Rasmussen, Rolf Hansen, Patricia Schumann, Karen-Lise Mynster, Lars Knutzon; R: Kaspar Munk... Die Eltern überraschen Sofie mit einer gemeinsamen Urlaubsreise nach Gran Canaria. Es soll noch am selben Tag losgehen. Sofie ist entsetzt. Das durchkreuzt ihre Pläne. Sie muss sich was einfallen lassen und hat eine Idee: Mit einer gefälschten Radiomeldung schafft sie es, dass das Flugzeug ohne die Familie startet. Natürlich kommt das raus. Aber Dixie nimmt die Schuld auf sich. Inzwischen hat er auch den Original-Gyro von Opa bekommen. Und Sofie fällt Dixies leistungsstarke Batterie wieder ein. Nun haben die beiden die Hoffnung, doch erneut auf Zeitreise gehen zu können.
09:15
I: Bebiane Ivalo Kreutzmann, Hannibal Harbo Rasmussen, Rolf Hansen, Patricia Schumann, Karen-Lise Mynster, Lars Knutzon; R: Kaspar Munk... Die Geheimagenten sind Dixie und Sofie ganz dicht auf den Fersen. Den beiden gelingt es in letzter Sekunde zu entkommen. Sie finden in einem Bootsschuppen Zuflucht, der im Winter nicht genutzt wird. Die beiden wollen sich so lange dort verstecken, bis der Gyro betriebsbereit ist. Sofie leidet sehr darunter, dass sie ihren kleinen Bruder Birk verloren hat. Sie macht sich große Vorwürfe, in den Lauf der Geschichte eingegriffen zu haben. Dixie verspricht ihr, dass alles wieder gut wird.
09:40
Online verfügbar von 15/07 bis 22/07; Erstausstrahlung.
09:55
I: Jean Gabin, Michel Auclair, Valentine Tessier, Robert Hirsch, Paul Frankeur; R: Jean Delannoy... Krimi nach Georges Simenon, Der Pfeifenkommissar (Jean Gabin) besucht das Schloss der Saint-Fiacres in der Auvergne, wo er als Sohn des Verwalters aufwuchs. Hier fürchtet die Gräfin um ihr Leben – ein Schreiben kündigt ihr baldiges Ableben an… Regisseur Jean Delannoy rückt den kauzigen Ermittler in düster-poetisches Licht.
11:35
R: Hector Obalk... Nach Correggio, Sarto, Rosso Fiorentino und Primaticcio geht es nun um Pontormo, den wahrscheinlich bedeutendsten Vertreter des Manierismus im 16. Jahrhundert. Pontormo ist als Maler weniger bekannt, da der Großteil seiner Werke unglücklicherweise durch Witterungseinflüsse zerstört wurde. Gut erhalten ist aber die berühmte Grablegung Christi in der Florentiner Kirche Santa Felicita: eine Trauerszene, komponiert wie ein Strauß aus Tulpen und Gladiolen. Außerdem schuf Pontormo ein in zehn Meter Höhe angebrachtes Fresko. Dieses befindet sich in einem toskanischen Palast in Poggio a Caiano, es erzählt den Mythos von Vertumnus und Pomona während der Erntesaison. Noch nie zuvor wurde dieses Kunstwerk aus der Nähe gefilmt. Pontormos Handschrift, die Mischung aus Anmut und Fremdartigkeit, die er wie kein Zweiter beherrscht, zieht sich auch durch dieses Fresko. Die Gesichter wirken meist gequält, das trübt die elegante Anatomie der Figuren jedoch keineswegs. Pontormo scheut sich nicht, knorrige Muskeln und verhornte Füße darzustellen – Details, die man bei Michelangelo vergeblich suchen würde. Die Folge schließt mit dem Jahr 1528 ab, etwa zur Halbzeit Pontormos einsamer Karriere. Die Fortsetzung folgt in der nächsten Folge. , Erstausstrahlung.
12:00
R: Emanuela Casentini
12:40
R: Peter Moers, Leighton De Barros... Keine Sorge, dies ist kein Haireißer. Die Doku beobachtet Australiens größte Delfindynastie bei Rangkämpfen und beim Jagen mit Schnauzenschonern, bei Schwangerschaft und Geburt. Und kleine Tümmler, die mal zu großen werden wollen. Die sollten dann die vielen Haie wirklich besser meiden.
14:10
R: Marianne Chaud
15:05
R: Marianne Chaud
16:00
R: Wilfried Hauke... Die Geschichte der schwedischen Königin Christina Wasa beginnt mit ihrer Geburt: Die Hebammen glauben zunächst irrtümlicherweise, den langersehnten männlichen Thronfolger zur Welt gebracht zu haben. Als Christinas Vater Gustav II. Adolf bei der Schlacht von Lützen 1632 fällt, wird sie bereits als Kind Königin von Schweden. Unter der Obhut des Reichskanzlers wird sie wie ein Mann erzogen. Dennoch entwickelt sich Christina zu einer wilden und unberechenbaren Frau. Die junge Königin macht gegen den Willen ihres Vormundes ihre eigene Politik und beendet für Schweden den Dreißigjährigen Krieg. Christina wird als Friedensfürstin gefeiert, sie soll ihren Cousin Karl Gustav heiraten und einen Thronfolger gebären, damit die Wasa-Dynastie weiterbesteht. Doch Christina will sich niemals einem Mann unterwerfen, befreit sich von allen Pflichten, verlässt den Thron und wechselt heimlich zum katholischen Glauben. In Rom lebt die Verräterin auf Kosten des Vatikans und feiert rauschende Feste. Papst Alexander VII. stellt ihr seinen Sekretär, einen jungen Kardinal, als Aufpasser an die Seite. Der Beginn einer komplizierten und dramatischen Liebesbeziehung. Das Leben der Christina Wasa ist von Mythen und Legenden umrankt. In dem Doku-Drama wird an historischen Originalschauplätzen in Stockholm und Rom ihre wahre Geschichte erzählt. In Schweden gilt Christina heute noch für viele als Landesverräterin. Für die jüngere feministische Generation ist sie aber längst zu einer Queer Queen geworden, die bereits vor 350 Jahren die Geschlechtergrenzen überschritt.
17:30
R: Jean-Michel Carré... Als China 2012 zur Nummer eins auf dem globalen Kunstmarkt wurde, löste das in den USA ein regelrechtes Psychodrama aus. Wie konnten die Chinesen seit der Mao-Ära derartiges erreichen? Im Zuge der Kulturrevolution wollte Mao Zedong mit dem alten Plunder der vergangenen Jahrtausende aufräumen und die Kunst dem Volk zugänglich machen. Unter seiner Herrschaft veränderte sich der chinesische Kunstbetrieb grundlegend. Angesagt waren fortan Ölgemälde, knallbunte Farben und allegorische Darstellungen der Arbeiterklasse in einer Ästhetik, die dem Sozialistischen Realismus nahestand. Sehr schnell wurde Kunst von links zur Kunst der Partei, weit entfernt von jeglicher menschlichen Komplexität oder künstlerischen Einzigartigkeit. Mit der Reform – und Öffnungspolitik unter Deng Xiaoping bekamen die chinesischen Künstler Lust auf Veränderung. Einige interpretierten westliche Kunstwerke neu, die sie in den Museen rund um die Welt entdeckten. Andere verfremdeten die heimische Propaganda und übten gleichzeitig Kritik am Konsumismus, der über ihr Land schwappte. Nach und nach wurden die zeitgenössischen chinesischen Künstler zu unabhängigen Beobachtern der neuen Gesellschaft und ihrer Auswüchse, fanden Bilder und Symbole für offene Wunden, die Schwierigkeiten des Lebens und die Gewalt des Staates. Sie ließen die alten Dämonen wiederauferstehen: von der Hegemonie versunkener Dynastien über die Kulturrevolution bis hin zu den Toten auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Diese allen Chinesen gemeinsame Geschichte wird seit mehreren Künstlergenerationen wiederaufgearbeitet. Sie suchen nach einer neuen Identität und werden mit der Vermarktung der Kunst konfrontiert, die dem globalen Trend entspricht, alles als Ware zu betrachten. , Erstausstrahlung.
18:25
R: Victor Cohen Hadria... 1736 verfasste Giovanni Battista Pergolesi seine Version des Stabat Mater, des Gedichts über den Schmerz der Mutter Jesu um ihren gekreuzigten Sohn. Das für Sopran – und Altstimmen komponierte geistliche Musikwerk besteht aus zwölf Teilen. In diesem Konzert, das im Juni 2016 in Paris stattfand, übernimmt den Gesangspart die Maîtrise des Hauts-de-Seine, der offizielle Kinderchor der Pariser Oper. Es spielt das Orchestre Paris-Classik unter Leitung von Gaël Darchen. Aufführungsort ist die Pariser Sainte-Chapelle. Die Sainte-Chapelle liegt im historischen Zentrum von Paris, nur einen Steinwurf entfernt von der Kathedrale Notre-Dame. Sie ist ein Meisterwerk der Hochgotik und wurde auf Wunsch Ludwigs des Heiligen erbaut, um die Dornenkrone Christi aufzunehmen. Die Sainte-Chapelle ist vor allem berühmt für ihre prächtigen Fenster, die auf einer Gesamtoberfläche von 600 Quadratmetern und auf mehr als tausend Tafeln Szenen aus der Bibel abbilden. Diese Bibel aus Glas taucht das Innere der Kapelle in ein ganz spezielles buntes Licht. Eine perfekte Kulisse für Pergolesis Musik, die – losgelöst von jedem religiösen Kontext – den tiefen Schmerz einer trauernden Mutter beschreibt. , Originalvertonung, Online verfügbar von 15/07 bis 23/07; Erstausstrahlung.
19:10
ARTE Journal
19:30
R: Jean-Baptiste Mathieu... La belle bleue, die schöne Blaue wird Marseille auch genannt. Das Mittelmeer bestimmt das Leben der Stadt. Das gilt besonders für Klippenspringer wie Lionel Franc., Online verfügbar von 15/07 bis 14/08.
20:15
I: Meryl Streep, Clint Eastwood, Annie Corley, Victor Slezak, Jim Haynie, Debra Monk, Sarah Kathryn Schmitt, Christopher Kroon, Phyllis Lyons; S: Richard LaGravenese; R: Clint Eastwood... Clint Eastwoods Verfilmung von R. J. Wallers Roman., Carolyn und Michael ordnen den Nachlass ihrer Mutter – und erfahren: Mama Francesca hatte 1965 eine Affäre! Erst sind die Geschwister empört, dann lesen sie Mutters Tagebücher. Rückblende: Francesca (Meryl Streep) lebt mit Mann und Kindern auf einer abgelegenen Farm in Iowa. Während ihre Familie für vier Tage verreist ist, lernt sie den Fotografen Robert Kincaid (Eastwood) kennen, der fürs „National Geographic“-Magazin die überdachten Brücken von Madison County ablichtet. Die beiden verlieben sich. Am Ende der vier Tage steht Francesca vor der Entscheidung ihres Lebens… „Dirty Harry“ als Romantiker – damit überraschte der damals 65-Jährige alle. Wunderbar einfühlsam lenkt Eastwood die sommerliche Lovestory am Kitsch vorbei. Ein moderner Klassiker.
22:25
R: Pierre-Henry Salfati... Lauren Bacalls Memoiren, die sie By Myself nannte, wirken wie ein Making-of ihres intimsten Gefühlslebens. Auch in der Dokumentation kehrt sie offen ihr Inneres nach außen: Ich habe einen Großteil meines Lebens damit verbracht, herauszufinden, wer ich wirklich bin. Und das war nicht leicht. Das ist es nie, gesteht sie. Lauren Bacall hat immer wieder auf diese tiefe Verletzung hingewiesen, einen Bruch, der ihre Persönlichkeit prägte und den der Film begreiflich machen will. Wer war diese Frau, die mit ihrem unverwechselbaren Blick die ganze Welt verzauberte? Lauren Bacalls Geschichte ist die eines armen jüdischen Mädchens aus Brooklyn, dessen Familie aus Rumänien und Polen in die USA eingewandert war und dessen Leben sich in den von vielen Exilanten geträumten American Dream verwandelte. Mit 19 Jahren erregte das junge Mannequin auf der Titelseite des Magazins Harper's Bazaar die Aufmerksamkeit von Howard Hawks, der sie für seine Hemingway-Verfilmung Haben und Nichthaben (1944) mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle engagierte. Der damals 44-jährige Bogart wurde ihre große Liebe, der Mann ihres Lebens. In Erinnerung an ihre erfüllte Ehe, die durch Bogarts frühen Krebstod ein tragisches Ende fand, wird sie später sagen: Ich war elf Jahre glücklich. Das reicht für ein ganzes Leben. Mit Bogart ist Lauren Bacall in drei weiteren gemeinsamen Filmen verewigt, den Krimis Tote schlafen fest (1946) ebenfalls unter Hawks Regie, Das unbekannte Gesicht (1947) im Jahr darauf und dem John-Huston-Klassiker Gangster in Key Largo (1948). Noch heute gelten Bacall und Bogart als das glamouröseste Liebespaar der Filmgeschichte und das Traumpaar Hollywoods. Als Bogart starb, war Bacall gerade einmal 32 Jahre alt und hatte zwei kleine Kinder. Als sich die Hollywoodstudios allmählich von ihr abwandten, ging sie nach New York zurück, wo ihr schon bald der Broadway zu Füßen lag. Unvergesslich ist ihre Rolle in Applause, der Bühnenversion eines Betty-Davis-Films. Insgesamt spielte sie in fast 50 Filmen mit, später sind es eher kurze Auftritte als richtige Rollen. Erst 2009 verleiht ihr Hollywood – reichlich spät und wohl aus schlechtem Gewissen – einen Ehren-Oscar.
23:20
R: Blandine Armand... Joël Pommerat schreibt, um denken zu können. Aus seiner Feder stammen mehr als zwanzig Theaterstücke, die international Anklang finden und die renommiertesten Theaterpreise gewinnen. Ob Kindermärchen oder monumentale sowie minimalistische Stücke oder Opern: Pommerat ergründet in seinem Werk die menschliche Natur in ihrer ganzen Komplexität und findet dabei stets neue Erzählformen und Strukturen. Pommerat wird gefeiert, weit über Frankreich hinaus. Grundlage seiner Stücke – wie beispielsweise in La Révolution #1 – Wir schaffen das schon – ist oft die Improvisationsarbeit der Schauspieler, gespeist aus Archivmaterial und vorangegangenen Anweisungen des Theaterregisseurs. Pommerat hinterfragt die Grundfesten der Gesellschaft sowie unser Verhältnis zu politischem Handeln. Der Film von Blandine Armand stellt Joël Pommerat und die 1990 von ihm gegründete Compagnie Louis Brouillard vor, deren Mitglieder ihn seit mehr als 20 Jahren begleiten. Anlässlich der Neuaufführung von Ça ira (1) Fin de Louis und der Uraufführung der Oper Pinocchio beim Festival in Aix-en-Provence konnte die Regisseurin Joël Pommerat mehrere Monate lang mit der Kamera begleiten. Erstmals nähert sich dieses filmische Porträt somit einem Künstler, der das Rampenlicht scheut und jeden Moment seines Lebens der Arbeit widmet. Proben, Auszüge aus Pommerats Stücken, Interviews mit seinen Schauspielern, Radiointerviews mit Pommerat selbst, Theaterworkshops mit Insassen der Haftanstalt in Arles: ein Bühnenkünstler bei der Arbeit, der sich und die Welt ständig hinterfragt. Ein beeindruckendes Porträt eines der wichtigsten europäischen Theatermacher. , Erstausstrahlung.
00:25
Das Schloss Chambord ist das größte und wohl auch schönste der Loire-Schlösser. Erbaut wurde es im 16. Jahrhundert von König Franz I. Über 4.000 Besucher picknicken zum Konzert im Schlossgarten vor der weltberühmten Schlossfassade. Hervé Niquet und das Ensemble Concert Spirituel bieten ein königliches Programm. Das berühmte Te Deum von Marc-Antoine Charpentier, dessen Präludium als Eurovisionsmelodie verwendet wird. Anschließend werden die Suiten der Wasser – und der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel gegeben. Als Bouquet final gibt es zu Händels Feuerwerksmusik ein echtes, knapp 17 Minuten dauerndes Feuerwerk, fein zur Musik abgestimmt. , Online verfügbar von 15/07 bis 22/07; Erstausstrahlung.
01:45
S: Jérémie Cuvillier; R: Jérémie Cuvillier... Thomas Ostermeier ist ein rastloser Künstler. An der Bühnenarbeit interessiert ihn die wahre Begegnung zwischen den Schauspielern. Dafür hat er diesmal Tschechows Möwe gewählt: Eine Komödie, drei Frauenrollen, sechs Männerrollen, vier Akte, eine Landschaft , wenig Handlung, ein Pud Liebe. So beschrieb Tschechow damals sein Drama. Ostermeier bedient sich des Stoffs, um seine Schauspieler miteinander interagieren zu lassen und ihre intimsten Empfindungen freizulegen. Dabei setzt er eine von ihm selbst entwickelte Schauspielmethode ein, die er Storytelling nennt. Sie basiert auf den Schauspieltheorien von Stanislawski und Meyerhold und bringt die Darsteller dazu, eigene Erinnerungen in die Probenarbeit einzubringen. Im Probenraum nähern sich die Schauspieler unter Ostermeiers Leitung auf sehr persönliche und authentische Art ihren Figuren an. Der Zuschauer ist hautnah dabei und erlebt, wie Theater entsteht. Die Dokumentation erzählt von Theaterleidenschaft, indem sie zwischen den Proben und der Handlung des Stücks hin – und herschwenkt, inszeniert von einem der prägendsten Regisseure unserer Zeit. Nach und nach wird Ostermeiers Vision von Theater lebendig, durch die Art, wie die Schauspieler ihre Rollen im Widerhall mit der Realität verkörpern. Der Regisseur, der sonst keine Zuschauer bei seinen Proben zulässt, gibt sehr persönliche Einblicke in sein Theaterschaffen. Inmitten der Darsteller nimmt die Kamera am Entstehungsprozess des Stücks Teil. Selten war Theater so greifbar, so nah am Leben.
02:45
R: Götz Schauder... Mit seiner Romanreihe A Song of Ice and Fire liefert der Autor George R.R. Martin die Vorlage für die weltweit erfolgreichste Fernsehserie Game of Thrones. Für Durch die Nacht mit ... hat er nun die deutsche Schauspielerin Sibel Kekilli in seine Wahlheimat Santa Fe eingeladen. Es ist ein freudiges Wiedersehen, denn Kekilli spielt in Game of Thrones seine Romanfigur Shae. Ihr gewährt der Schriftsteller seltene Einblicke in sein Privatleben und beeindruckt dabei nicht nur mit einer gigantischen Privatsammlung an Fantasy – und Science-Fiction-Figuren. Auch geht es um die Geschichte der kleinen Stadt und die besondere Welt der Comicläden und Fantasy-Galerien. Das leibliche Wohl ist für George R.R. Martin eine Herzensangelegenheit. Es gibt Margaritas, Chili con Queso und Quesadillas in rauen Mengen – etwas zum Leidwesen der zierlichen Schauspielerin. Am späteren Abend hat der Autor in sein Kino eingeladen, das Jean Cocteau-Filmtheater. Gezeigt wird in dieser Woche Fatih Akins Film Gegen die Wand, in dem Sibel Kekilli die Hauptrolle spielte. In der daran anschließenden Diskussionsrunde beantwortet die Schauspielerin bereitwillig die Fragen des Publikums. Die Gespräche der beiden drehen sich um Schreiben, Schauspiel, Fans und die Verantwortung als Künstler. Auch tauschen sie sich über Sibel Kekillis türkische Wurzeln und ihr politisches Engagement aus. Vor allem zeigt dieser Abend eine tiefe Verbundenheit zwischen den beiden Künstlern. Herzlich und leicht beschwipst lassen die beiden den Abend bei Margaritas und Live-Musik ausklingen. Nur Tanzen will Martin nicht ... , Online verfügbar von 15/07 bis 22/07.
03:40
R: Thomas Unger, Kerstin Holl
04:05
ARTE Journal
04:25
R: Fabrice Maruca
05:50
Xenius
06:15
R: Sally Ingleton
07:10
ARTE Journal Junior
07:15
R: Vincent Froehly
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
R: Franziska Boeing
09:25
I: Patrick Macnee, Joanna Lumley, Gareth Hunt, David Wood, Michael Petrovitch, Stephen Greif, Tony Vogel, Gary Raymond; S: Brian Clemens; R: Ray Austin... John Steed hat eine Methode gefunden, um Geheimdokumente sicher zu speichern und zu übermitteln: Drei Agenten, von denen jeder ein fotografisches Gedächtnis hat, prägen sich je ein Drittel eines Dokuments ein. Ein von den beiden Bösewichten Juventor und Ivan entwickelter Apparat ist raffiniert und gefährlich, denn er kann Gedanken und Fähigkeiten von einem Menschen auf einen anderen übertragen. Der einzige Haken an der Sache: Der unfreiwillige Spender stirbt dabei ...
10:10
I: Patrick Macnee, Joanna Lumley, Gareth Hunt, John Castle, Shaun Curry, Stephen Moore, Alun Armstrong, Ballard Berkeley; S: Brian Clemens; R: Sidney Hayers... Das Verschwinden eines Generals der britischen Armee ruft die New Avengers auf den Plan. Gambit erhält von einem befreundeten Reporter zwei Filmrollen. Kurz darauf wird der Reporter tot aufgefunden. Als Steed, Purdey und Gambit sich die Filme ansehen, stellen sie fest, dass bei Einsätzen in Krisengebieten britische Soldaten ohne Wissen des Oberkommandos beteiligt waren. Außerdem erkennen sie auf den Filmen den Verschwundenen.
10:55
R: Jean-Michel Vennemani
11:20
R: Maria-Christina Degen... Die Fischverkäuferin und Restaurantbesitzerin Rosa Amélia ist in der Küstenregion um Figueira da Foz eine lebende Legende. Von Kindesbeinen an ist die Portugiesin am Meer bei den Fischern – und kämpft heute für deren Rechte. Trotz der Krise laufen die Geschäfte in Rosas Restaurant oder an ihrem Marktstand nicht schlecht – die Fischverkäuferin hat dafür ihre eigenen Strategien entwickelt. 360° Geo Reportage hat durch Rosa einen tiefen Einblick in das Lebensgefühl eines sehr charismatischen Fischweibes erhalten. Knapp zwölf Kilometer südlich von Figueira da Foz liegt die Costa de Lavos. Hier gibt es noch die traditionelle portugiesische Küstenfischerei – die Arte Xávega. Hinter der vorgeschriebenen Viertel-Seemeile werfen die Fischer bei voller Fahrt im Halbkreis ihr Netz aus und holen es mithilfe von Traktoren nach kurzer Zeit wieder an Land. Es ist eine schwere und nicht ungefährliche Fangmethode – und vor dem Hintergrund der Bemühungen um Nachhaltigkeit auch keine unumstrittene. Immer mehr geht es darum, den Bestand der Jungfische im Meer zu sichern, die durch die engen Netze, die auf dem Boden schleifen, mitgefangen werden. Das gilt auch für die Trawler-Fischerei, bei der der Beifang unbrauchbarer oder zu kleiner Fische im Fokus steht. Die Menschen dieser Küstenregion leben seit Jahrhunderten vom Fischfang, und in der ohnehin angespannten wirtschaftlichen Lage des Landes brauchen sie ihre Einkünfte mehr denn je. Da kommen die EU-Reformen ungelegen. Rosa Amélia bekommt diesen Konflikt täglich zu spüren, wenn sie vor der Prachtauslage ihres Fischstandes steht. Doch davon lässt sich die quirlige Frau nicht unterkriegen. Und so tanzt und singt sie nicht nur mitten in der Markthalle zu ihren Fado-Liedern, sondern nutzt ihre ungeheuer große Popularität auch bei den Behörden und Politikern, wenn es um die Klärung der Rechte der Fischer geht. Mein Motto für die Zukunft lautet: Nach vorne schauen, immer weitersegeln, so, wie es die großen Seefahrer getan haben. , Online verfügbar von 16/07 bis 23/07.
12:15
Re:
12:50
ARTE Journal
13:00
Stadt Land Kunst
14:00
I: James Dean, Rock Hudson, Elizabeth Taylor, Mercedes McCambridge, Carroll Baker, Dennis Hopper; S: Fred Guiol, Ivan Moffat; R: George Stevens... Familiensaga aus Texas – und ein legendärer Schlüsselfilm der 50er-Jahre über den „Amerikanischen Traum“., Die Heirat mit dem texanischen Rinderbaron Bick Benedict (Rock Hudson) macht die Ostküstenschönheit Leslie (Elizabeth Taylor) nicht glücklich. Vor allem mit Bicks Schwester Luz (Mercedes McCambridge) gerät sie immer wieder aneinander. Verständnis findet Leslie in der neuen Umgebung erst beim jungen Ranchgehilfen Jett Rink (James Dean). Als der von der verunglückten Luz ein Stück Land erbt und durch einen Ölfund zum Millionär wird, ändert sich allerdings sein Charakter… Die texanische Familiensaga nach Edna Ferbers Roman schob die Karriere von Rock Hudson und Liz Taylor kräftig an. James Deans tödlicher Autounfall am 30.9.1955 ereignete sich noch während der Dreharbeiten, seine Szenen waren aber bereits alle abgedreht. „Giganten“ wurde ein großer Kassenerfolg mit zehn Oscar-Nominierungen. Als einziger gewann jedoch Regisseur George Stevens die Trophäe.
17:10
Viele Menschen reagieren ängstlich auf Wespen und versuchen sie zu vertreiben. Dabei sind sie eigentlich nützliche Tiere. Doch was leisten Wespen für unser Ökosystem? Und was machen sie sonst noch – außer uns tierisch auf die Nerven zu gehen oder uns gar zu stechen? Das will Xenius heute herausfinden. Mit dem Kescher in der Hand machen sich die Xenius-Moderatoren Carolin Matzko und auf den Weg nach Bonn. Zusammen mit Wissenschaftlern des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig versuchen sie, auf einem Kümmelfeld Blattwespen zu fangen – eine der wenigen Arten, die sich vegetarisch ernähren. Anschließend helfen die beiden, die DNA des kleinen Insekts zu bestimmen und die Blütenpollen zu identifizieren, die an ihren zierlichen Beinen haften. Grundlegende Forschungsarbeit, die zeigen soll, wie groß die Rolle der Wespen als Bestäuber von Pflanzen tatsächlich ist. Diese Erkenntnisse könnten helfen, die Tiere in Zukunft besser zu schützen. Außerdem: Wie sah die Wespe der Steinzeit aus? Wieso stehen viele Wespenarten auf Fleisch und Süßes? Warum sollte man Wespen nicht anpusten? Wie kann man sich vor Wespenstichen schützen? Und was hilft wirklich, wenn man gestochen wurde? Xenius findet es heraus. , Online verfügbar von 16/07 bis 14/10, Mehr zu den einzelnen Themen unter: www.arte.tv/xenius.
17:35
R: François Chayé... Seit dem 15. Jahrhundert ist das Stadtbild von Florenz geprägt von der Handschrift berühmter Bildhauer und Architekten. Vom Vorplatz bis zur Fassade der Kathedrale, von den Kirchen und Kapellen bis hin zu den Statuen auf dem Platz der Galerie der Uffizien: Die Stadt verdankt ihre Schönheit vor allem dem Marmor. Der sehr weiße, manchmal auch grau marmorierte Stein stammt aus dem Gebirgsmassiv, das die italienische Stadt Carrara umgibt, und ziert berühmte Sehenswürdigkeiten auf der ganzen Welt. Auch in anderen italienischen Städten wie Pisa oder Rom kann man ihn überall entdecken. Bildhauer wie Michelangelo und Gian Lorenzo Bernini suchten sich vor Ort den qualitativ hochwertigen Stein für ihre Werke aus. Michelangelos vatikanische Pieta im Petersdom in Rom ist so entstanden. In den Steinbrüchen wird der besondere Marmor bis heute abgebaut. Derzeit werden im sogenannten Michelangelo-Steinbruch 40.000 Tonnen Marmor pro Jahr produziert und von hier aus in die ganze Welt verschifft. Dies hat die Landschaft, aber auch das politische Bewusstsein ihrer Bewohner entscheidend verändert. Mit der aufkommenden Arbeiterbewegung wurde Carrara Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Kristallisationspunkt des proletarischen Kampfes für mehr soziale Gerechtigkeit – basierend auf anarchistischem und sozialistischem Gedankengut. Der Syndikalismus ist fest in der Geschichte der Stadt verankert. Heute genießt der Schutz des Gebirgsmassivs oberste Priorität: Seit 1960 ist der Marmorabbau nur noch unterirdisch erlaubt. Raphaël Hitier geht in der Gegend unter anderem mit dem Geologen Antonio Criscuolo, dem Bildhauer Luciano Massari und dem Geschichtsprofessor Daniele Canali auf geografische und historische Spurensuche.
18:05
R: Thomas Unger, Kerstin Holl
18:35
R: Caroline Haertel, Mirjana Momirovic... In Mazedonien kann der Reisende Seen aus der Urzeit entdecken, in denen schon Dinosaurier gebadet haben und an deren Ufern sich die Spuren von vielen Tausend Jahren Menschheitsgeschichte finden lassen. In dem kleinen Land nördlich von Griechenland lassen sich mehr als 5.000 archäologische Fundstätten besuchen. Es ist ein Land, in dem man die Ruhe noch hören kann. Das Leben in den mazedonischen Dörfern verläuft einfach und ohne Hektik. Doch Traditionen und ursprüngliche Lebensweise sind keine Zeichen für Rückständigkeit. In Mazedonien zeigen sie den Weg in die Zukunft, das beweisen Beispiele ökologischer Landwirtschaft, das Bauen mit historischen Materialien und das touristische Potenzial der einzigartigen Naturschätze. Mazedonien ist auch ein Land der Gegensätze. Auf der Entdeckungsreise steht der Besuch bei einem orthodoxen Mönch an, der ganz allein in einer alten Klosteranlage lebt. Daneben wird ein modernes Weingut besichtigt, das mit viel Engagement und Öffentlichkeitsarbeit historische Weine neu vermarktet. Traditionelle Rebsorten, die hier schon zu Zeiten der alten Griechen und Römer getrunken wurden, sollen wieder populär gemacht werden. So liegen Vergangenheit und Zukunft in Mazedonien nah beieinander.
19:20
ARTE Journal
19:40
Re:
20:15
I: Robert Mitchum, Shelley Winters, Lillian Gish, Evelyn Varden, Peter Graves, Billy Chapin, James Gleason, Sally Jane Bruce, Gloria Castilo; S: James Angee; R: Charles Laughton... Thriller (1955) mit einem furchterregend brillanten Robert Mitchum., „Schläft er denn nie wie andere Menschen?“ Voller Angst flüchten der kleine John und seine Schwester vor dem mörderischen Wanderprediger Harry Powell (Robert Mitchum). Der Ex-Häftling macht sich mit Bibel und gottesfürchtiger Fassade an die Witwe (Shelley Winters) und die Kinder seines verstorbenen Zellengenossen heran, um die versteckte Beute eines Bankraubs zu finden… Dem Schauspieler Charles Laughton („Zeugin der Anklage“) gelang mithilfe seines umwerfend diabolischen Hauptdarstellers ein expressionistisch angehauchtes Albtraummärchen, das heute genauso fasziniert wie vor über 60 Jahren. Bei Kritik und Publikum fiel sein Geniestreich allerdings durch, Laughton führte danach nie wieder Regie.
21:45
I: Raúl Arévalo, Javier Gutiérrez, Antonio de la Torre, Nerea Barros, Jesús Castro, Salvador Reina, Manolo Solo, Mercedes León; S: Alberto Rodriguez, Rafael Cobos; R: Alberto Rodriguez... Thriller aus Spanien. Die Jagd nach einem Mädchenmörder eint zwei Ermittler., September 1980, in einem Flussdelta südlich von Sevilla. Zwei junge Schwestern sind spurlos verschwunden. Madrid schickt zwei Ermittler. Es sind Pedro (Raúl Arévalo), ein Typ, der bereits wegen politischer Ansichten angeeckt ist, und Juan (Javier Gutiérrez), der es mit den Buchstaben des Gesetzes wohl nicht immer so genau nimmt. Die Cops beginnen die Spurensuche. Man hat Carmen und Estrella in einen weißen Citroën einsteigen sehen. Sie galten manchen hier als „Flittchen“, ihre Freundinnen sagen, die beiden wollten unbedingt weg von hier. Von der Mutter der Vermissten erhalten die Polizisten einen halb verbrannten Filmstreifen mit pikanten Aufnahmen. Dann werden ihre Leichen in einem Wassergraben gefunden, vergewaltigt, brutal ermordet. Die Ermittler klammern sich an jede noch so kleine Spur – bis sich Abgründe auftun… „La isla mínima“, 2015 in zehn (!) Kategorien mit dem spanischen Filmpreis Goya ausgezeichnet, entpuppt sich als rassiger Copthriller mit ungewöhnlichem Setting und leicht surrealen Anflügen. Die Bildsprache erinnert an amerikanische Vorbilder wie die Miniserie „True Detective“, aber auch an die Südstaaten-Thriller der 70er und 80er. Was den spanischen Genrebeitrag abhebt, ist seine unterschwellige politische Agenda, seine niederdrückende Atmosphäre des Misstrauens und des Verrats, die immer wieder Teufeleien der Franco-Vergangenheit aufblitzen lässt. Es ist das Porträt eines zutiefst gespaltenen Landes. Und es geht unter die Haut.
23:25
R: Marianna Economou... Der steinige Weg nach Europa rekonstruiert Jasims und Alsalehs persönliche Geschichte und zeigt ein Phänomen auf, das alarmierend zugenommen hat: Professionelle Schlepper zwingen minderjährige Flüchtlinge dazu, Mitflüchtlinge über die türkisch-griechische Grenze und von dort weiter zu transportieren. Doch damit werden sie selbst zu Schleppern gemacht. Werden die Jugendlichen erwischt, trifft sie die ganze Härte des Gesetzes, denn nach griechischem Recht stehen auf jede ins Land geschleuste Person zehn Jahre Gefängnis. Jasim, der irakische Junge, kam in einem Boot mit sieben Menschen. Und Alsaleh hat versucht, Griechenland in einem Lkw mit 40 Menschen zu verlassen. Würden die Richter der Anklage folgen, könnten also beide zu lebenslänglicher Haft verurteilt werden. Der Dokumentarfilm hinterfragt die Auswirkungen von Einwanderungsgesetzen sowie ein Rechtssystem, das in der Absicht, Menschenhandel zu bekämpfen, die Opfer anstelle der Täter bestraft – und zwar drakonisch. Hunderte junge illegale Einwanderer wie Jasim und Alsaleh begeben sich voller Enthusiasmus und Hoffnung auf eine Reise, die in einem fremden Land hinter Gitterstäben endet. Wer ist dafür verantwortlich? Wie kann das verhindert werden? Wie können diese Minderjährigen Schutz finden und einen fairen Prozess erhalten? Der Dokumentarfilm beobachtet Jasims und Alsalehs Leben im Gefängnis vor, während und nach dem Gerichtsprozess und zeigt erschütternde Aspekte des Menschenschmuggels auf. , Online verfügbar von 16/07 bis 15/08.
00:40
I: Loic Corbery, Serge Bagdassarian, Suliane Brahim, Julie Sicard, Alain Lenglet, Clément Hervieu-Léger, Gilles David, Gérard Giroudon; S: Vincent Macaigne; R: Vincent Macaigne... TV-Theaterdrama nach Molieres „Dom Juan“., Auf seinem Rücken prangt das Tattoo „I Want To Die“, keine Frau ist vor ihm sicher, und Klamotten trägt der maßlose Freigeist und Grenzüberschreiter Dom Juan (Loic Corbery) erst, als er mit seinem treuen Diener Sganarelle (Serge Bagdassarian) vor den Brüdern der von ihm entehrten Elvira fliehen muss… Zäher Versuch, das Stück von 1665 mit dem Ensemble der Comédie-Française, viel nackter Haut und Leerlauf ins Heute zu verlegen.
02:30
R: Petra Haffter... Steine sind das Fundament der Erde, speichern seit Mio. Jahren Geschichte(n). Zum Start der 5-tlg. Reihe geht es in die Bretagne, deren Landmasse und schroffe Küste aus Granit bestehen. Ein weiteres
03:15
ARTE Journal
03:40
Erstausstrahlung.
04:25
R: Fabrice Maruca... Eine 85-jährige Seniorin kommt ins Altersheim und verliebt sich in einen älteren Herren, der schon seit 15 Jahren dort lebt. Die beiden kommen sich näher und erleben eine zweite Jugend, beide erfreuen sich an der Gesellschaft des anderen. Im Bett läuft es zwar leider nicht mehr wie mit 20, aber das ist für beide okay. Als die alte Dame nach einem Wochenende bei ihrer Familie ins Altersheim zurückkehrt, erwischt sie ihren Liebhaber mit einer anderen. Scheinbar haben manche Gebrechen doch so ihren Vorteil ...
05:00
R: Simon Staffurth
06:10
Xenius
06:25
R: Thomas Unger, Kerstin Holl
07:05
ARTE Journal Junior
07:10
R: Sandrine Mörch
07:55
Stadt Land Kunst
08:35
R: Franziska Boeing
09:20
I: Patrick Macnee, Gareth Hunt, Joanna Lumley, Julian Holloway, Peter Cellier, Jeremy Young, Patrick Malahide, Keith Marsh; S: Dennis Spooner, Brian Clemens; R: Ray Austin... Als Marlowe, ein Sicherheitsbeamter des Landwirtschaftsministeriums, auf mysteriöse Weise ums Leben kommt, schaltet die Behörde John Steed und seine Helfer ein. Während das geschickte Trio ermittelt, werden aus dem Amt geheime Forschungspapiere über den Einfluss radioaktiver Strahlung entwendet. Gleichzeitig berichten Kanalisationsarbeiter von einem Ungeheuer, das im Londoner Abwassersystem sein Unwesen treibe. Steed, Purdey und Gambit gehen der Sache nach. Ihre Recherchen führen die drei zu dem Wissenschaftler Thornton und seinem Assistenten Carter.
10:05
I: Patrick McNee, Gareth Hunt, Joanna Lumley, Clive Revill, Richard Murdoch, Gabrielle Drake, Terry Taplin, Michael Turner; S: Brian Clemens; R: Sidney Hayers... Steed wird zum Opfer offensichtlicher Racheanschläge. Die Spur führt zehn Jahre zurück, als Steed an einer Mission an der Grenze zwischen West – und Osteuropa beteiligt war. Dabei war Doppelagent Mark Crayford ums Leben gekommen. Oder etwa nicht?
10:55
R: Emmanuel Descombes
11:20
R: Raphaëlle Aellig Régnier
12:15
Re:
12:50
ARTE Journal
13:00
Stadt Land Kunst
13:40
I: Meryl Streep, Clint Eastwood, Annie Corley, Victor Slezak, Jim Haynie, Debra Monk, Sarah Kathryn Schmitt, Christopher Kroon, Phyllis Lyons; S: Richard LaGravenese; R: Clint Eastwood... Farmersfrau Meryl Streep muss sich zwischen ihrem eintönigen Familienleben und ihrer großen Liebe entscheiden. Gefühlvolle Romanze von und mit Clint Eastwood, Die Italienerin Francesca (Meryl Streep) führt ein monotones Leben in Madison County, Iowa. Als ihr Mann mit den Kindern für vier Tage in die Stadt fährt, ergibt sich für sie die Gelegenheit, aus der Tristesse auszubrechen. In ihrer ungewohnten Freiheit bietet Francesca dem Fotografen Robert Kincaid (Clint Eastwood) ihre Hilfe an. Nachdem sie ihm die typischen überdachten Brücken der Gegend gezeigt hat, lädt sie ihn zum Essen ein. Die beiden taumeln in eine wunderbare Liebesbeziehung, aber nach vier Tagen steht Francesca vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Soll sie die Brücken hinter sich abbrechen und mit ihrer großen Liebe weiterziehen – oder nicht? Clint Eastwood gelingt es, aus der kitschigen Romanvorlage eine Erwachsenen-Liebesgeschichte zu stricken, die den Darstellern viel Raum lässt, ihre ganze Klasse zu entfalten.
16:45
Immer mehr Menschen sind davon überzeugt, dass Brot krank macht. Ist das nur ein Ernährungshype, mit dem viel Geld verdient wird, oder steckt mehr dahinter? Die Xenius-Moderatoren Carolin Matzko und erfahren an der Universität Hohenheim in Stuttgart, wie unser Getreide entstanden ist und was am Mythos des bösen Weizens tatsächlich dran sein könnte. Eines der ältesten Grundnahrungsmittel der Menschen ist in Verruf geraten: Brot soll krank machen. Und tatsächlich existiert eine neue Diagnose: die Weizensensitivität. Noch wissen Ärzte nur, dass Menschen, die darunter leiden, Brot meiden sollten. Doch jetzt gibt es neue, verblüffende Erkenntnisse: Könnte der moderne, durch Züchtung stark veränderte Weizen, tatsächlich schlechter vertragen werden als die alten Sorten wie Dinkel, Emmer und Einkorn? Einiges scheint darauf hinzuweisen. Die Xenius-Moderatoren Carolin Matzko und gehen verschiedenen Theorien nach, wieso manche Menschen Brot nicht vertragen. Bei einem Getreidezüchter und Agrarbiologen erfahren sie, wie der Weizen von heute entstanden ist, und gleich nebenan bei den Lebensmitteltechnologen nehmen sie die alten Sorten aufs Korn. Und die haben es tatsächlich in sich. , Online verfügbar von 17/07 bis 15/10, Mehr zu den einzelnen Themen unter: www.arte.tv/xenius.
17:10
R: Emmanuel Descombes... Etwa hundert Kilometer südlich von Berlin, inmitten von Wiesen und Wäldern, leben die Menschen seit Jahrhunderten an der Spree. Hauptmerkmal ist die natürliche Flusslaufverzweigung der Spree, die durch angelegte Kanäle deutlich erweitert wurde. Die historische Kulturlandschaft in Brandenburg ist seit 1991 als Biosphärenreservat der UNESCO geschützt. Die Auen – und Moorlandschaft des Spreewalds wurden im 18. Jahrhundert unter Friedrich II. weitgehend durch Kanäle erschlossen. Schon damals lebten in dieser feuchten und wenig einladenden Gegend die Sorben, Angehörige eines slawischen Volkes. Seine Sprache und Traditionen konnten sich dank der abgeschiedenen Lage des Spreewalds bis heute erhalten. Heute ist das Naturschutzgebiet eine Touristenattraktion. Viele erkunden die Gegend auf den rund insgesamt 500 Kilometer langen, befahrbaren Kanälen bei einer romantischen Kahnfahrt.
17:40
R: Stefano Tealdi, Manuela Di Pisa... Spezialitäten aus Innereien, geröstete Früchte, frittiertes Fleisch: Der Ballaro in den engen historischen Gassen der Stadt ist der beliebteste Markt Palermos, auch traditionelle arabische Einflüsse sind zu spüren. – Farbenfrohe, wuselige Impressionen in ?5 neuen Folgen., Online verfügbar von 17/07 bis 16/08.
18:35
R: Caroline Haertel, Mirjana Momirovic... Kroatien ist voll ursprünglicher Natur. Am Rande der Wildnis, mitten im Gebirge des Velebit liegt ein internationales Freiwilligen-Camp. Junge Menschen aus aller Welt setzen sich dort für den Schutz von Bären ein. Multikulturell geht es traditionell auch in der Provinz Slawonien zu. Seit Jahrhunderten lockt die fruchtbare Pannonische Tiefebene Menschen aus ganz Europa an. In manchen Dörfern leben mehr als 20 Nationen friedlich miteinander und pflegen eigene Traditionen, Sprachen und Frisuren. Im Grenzgebiet zu Serbien und Ungarn erstreckt sich das Feuchtbiotop Kopacki Rit, eines der wichtigsten Sumpfgebiete Europas. Ein Paradies für viele Tier – und Pflanzenarten, auch für den seltenen Seeadler. Nirgendwo auf dem Kontinent nisten so viele Paare des großen europäischen Raubvogels auf so engem Raum. In Kroatien leben die Menschen vielerorts noch im Einklang mit der Natur. Einige finden zurück zu alten Traditionen, wie ein Feigenbauer auf der Insel Vis, oder sie helfen aus, wenn es die Natur mal nicht so gut gemeint hat. Und der Storchenvater von der Save nimmt seit 17 Jahren jeden Winter die Storchendame Malena bei sich auf, weil sie wegen einer Verletzung nicht mehr mit dem Partner in den Süden fliegen kann.
19:20
ARTE Journal
19:40
Trifon Murataj lebt am Fluss Vjosa im Süden Albaniens. Er fließt unverbaut und wild über 270 Kilometer quer durchs Land. Doch das soll sich ändern. Gemeinsam mit einem türkischen Investor, plant die albanische Regierung einen Staudamm. Das Dorf von Trifon Murataj wäre direkt betroffen, wenn Häuser, Acker- und Weideland vom Stausee überflutet werden. Auch der Franzose Aurélien Rateau setzt sich zur Wehr. Auf seine Art. Der Kanu-Guide führt eine Gruppe von europäischen Wissenschaftlern die Vjosa hinab. Bei den vielen Stromschnellen keine leichte Aufgabe. Gemeinsam wollen sie die Pflanzen- und Tierwelt entlang des Flusses untersuchen. Vieles ist kaum erforscht. Mit einem Gutachten wollen sie so Argumente liefern, um dem Bau des Staudamms zu stoppen. Lange Zeit galt Energie aus Wasserkraft nicht nur in Albanien als ökologisch sinnvoll. Sauber und effizient sei sie, sagt Lobbyistin Anita Shusku. Im Dorf von Trifon Murataj will man davon nichts hören, denn wenn der Staudamm vor der Haustür gebaut würde, müssten die Bewohner von Kute zwangsumgesiedelt werden. Der letzte noch unverbaute Fluss Europas wäre dann Vergangenheit. Dabei bezieht Albanien bereits heute seinen Strom zu fast hundert Prozent aus Wasserkraft und ist mittlerweile flächendeckend versorgt. Der übrige Strom wird ins Ausland exportiert. Trotzdem sind 400 neue Wasserkraftwerke geplant. Ein Millionengeschäft, von dem ausländische Investoren, aber kaum Albaner profitieren. Mit einer Petition unterstützen deshalb immer mehr Albaner die Anwohner im Kampf gegen den Staudamm.
20:15
R: Andreas Rummel... Seit Mitte der 90er Jahre werden Teile Europas von einem geheimnisvollen Tiersterben heimgesucht. In den Ställen verenden Tausende Rinder. Die Landwirte kämpfen in ihren Beständen mit Fruchtbarkeitsproblemen, Fehlgeburten, missgebildeten Kälbern. Und: Sie erkranken selbst. Wissenschaftler stehen lange vor einem Rätsel, bis man in den Tieren hohe Mengen des Totalherbizids Glyphosat, des weltweit am häufigsten eingesetzten Pestizids, findet. Allein in der europäischen Landwirtschaft werden jährlich Millionen Liter glyphosathaltiger Pestizide eingesetzt. Vom geheimnisvollen Tiersterben ist auch Dänemark betroffen. Ein Schweinezüchter hat über Jahre und an mehreren Zehntausend Tieren das Verhältnis von Glyphosatgehalt im Futter und der Rate an Missbildungen seiner Ferkel dokumentiert. Lässt sich daraus ein Zusammenhang zwischen der Höhe der Glyphosatrückstände und der Missbildungsrate ermitteln? Französische Wissenschaftler stellten in bisher einmaligen Tierversuchen erhebliche Schadwirkungen von Glyphosat fest und sahen sich kurz nach Veröffentlichung ihrer Studie einer intensiven Gegenkampagne seitens der Industrie ausgesetzt. Die Dokumentation geht diesen Zusammenhängen und Vorgängen nach. 80 bis 90 Prozent des Tierfutters, das in Nordeuropa in den Trögen der Nutztiere landet, ist importiert: genverändertes Korn aus Nord – und Südamerika. Die Genveränderung besteht aus einer künstlich geschaffenen Resistenz gegen Glyphosat. Konsequenz: Das Getreide ist vollgesogen mit dem Pestizid. Das Fleisch dieser Tiere landet auf den Tellern der Verbraucher. Die Dokumentation stellt außerdem die Frage: Was ist in den Ländern los, aus denen dieses Korn kommt? Dort, wo es – unter massivem Chemikalieneinsatz – produziert wird? Wie geht es den Tieren dort? Und wie den Menschen? , Online verfügbar von 17/07 bis 24/07.
21:00
R: Jenny Roller-Spoo, Jens Niehuss... Woher kommt unser täglich Fleisch? ARTE zeigt eine spannende Recherchereise rund um eines unserer wichtigsten Lebensmittel. Die Untersuchung beginnt dort, wo der Verbraucher jeden Tag entscheidet, was er kaufen will: im Supermarkt. Was genau steckt hinter klangvollen Namen wie Gut Ponholz, Wilhelm Brandenburg oder Boucherie St. Clément? Jenny Roller-Spoo und Jens Niehuss wollen wissen, was die Rückverfolgungssysteme des Handels über die Herkunft des Fleisches verraten. Beide waren überrascht: Beim gemischten Hackfleisch der Discounter Aldi-Nord und Lidl sind unter Herkunft acht verschiedene Regionen in Deutschland genannt. Wie viele Tiere stecken also in einer Packung? Die Antwort: Es ist Fleisch von 150 Schweinen und 60 Rindern. Bei den Packungen, die nach Frankreich geliefert werden, ist es genauso. Schnell stoßen die Autoren an die Grenzen der exakten Rückverfolgbarkeit des verarbeiteten Fleisches. Denn die Mengen, die konsumiert werden, sind zu gewaltig und die Lieferketten zu unübersichtlich. Diese verzweigten Handelswege machen die gesamte Branche anfällig für Betrug. Den Beweis erbringen immer wieder neue Skandale wie der Pferdefleischskandal von 2013. Betrüger schleusten in großen Mengen Pferdefleisch in die Lebensmittelkette und gaben es als Rindfleisch aus. In Supermärkten unter anderem in Frankreich und Deutschland tauchte in Rindfleischprodukten Pferdefleisch auf. Für Experten zeigt dieser Skandal nur die Spitze eines Eisbergs. Doch wie war er überhaupt möglich? Die Dokumentation folgt den Spuren eines Betrügers und erklärt exklusiv, welche Tricks Kriminelle nutzten, um uns Pferd als Rind zu verkaufen. Kontrollen? Behörden sind oft machtlos, sie können kriminelle Verstöße vielfach nicht nachweisen. Whistleblower aus der Branche dagegen müssen einen hohen Preis zahlen. Das zeigt der Fall von Miroslaw S.: Der Lkw-Fahrer deckte einen der gravierendsten Gammelfleisch-Skandale in Deutschland auf und verlor anschließend seinen Job. , Online verfügbar von 17/07 bis 24/07.
22:05
R: Martin Blanchard... Wir verhätscheln Haustiere, verspeisen aber ungerührt Nutzvieh und lassen zu, dass unsere nächsten Verwandten im Versuchslabor gequält werden. Auch tierische Zirkusnummern sind ein höchst fragwürdiger Spaß. „Brauchen Tiere Rechte“?, fragt die Doku u. a. Verhaltensforscher und Ethiker und erörtert Grundsatzfragen einer hochaktuellen Debatte.
23:35
R: Emiland Guillerme, François Rabaté... An einem Oktobermorgen des Jahres 1941 starb Giancarlo Stucky als letzter Abkömmling einer einst mächtigen Industriellenfamilie in Venedig. In ihren Glanzzeiten besaßen die Stuckys den Palazzo Grassi und eine ständige Loge im Fenice-Theater. Giancarlos Tod nahm kaum jemand zur Kenntnis. Mit ihm erlosch eine Dynastie, deren Aufstieg zu den faszinierendsten europäischen Erfolgsgeschichten des 19. Jahrhunderts zählt. 1841 kam der junge Müller Hans Stucky, der ursprünglich aus der deutschsprachigen Schweiz stammte, nach Venedig, um sein Glück in der Lagunenstadt zu versuchen. Binnen weniger Jahre stieg er zu einem Großunternehmer auf und erwarb mehrere Mühlen. Aus seiner Ehe mit der Venezianerin Domenica ging ein Sohn, Giovanni, hervor, der in das Familienunternehmen einstieg und es zu einem wahren Imperium ausbaute. Giovanni Stucky galt als der mächtigste Mann Venedigs und erwarb 1908 als Krönung seines Erfolgs den Palazzo Grassi. Doch zwei Jahre später wurde Giovanni am Bahnhof von Venedig von einem Mann angegriffen und ermordet. Venedig trauerte um eine seiner großen Figuren. Bei dem Mörder handelte es sich um einen italienischen Anarchisten, einen ehemaligen Angestellten der Mühle. Fortan lagen die Geschicke des Stucky-Unternehmens in den Händen von Giovannis jüngstem Sohn Giancarlo. Doch der hatte nicht die Strebsamkeit und das kaufmännische Geschick seiner Eltern und Großeltern ... Der Erste Weltkrieg verschonte auch Venedig nicht. Die Paläste wurden bombardiert, und mit den Geschäften der Stucky-Familie ging es bergab. Die Stucky-Dynastie verdankte ihren Erfolg dem aufstrebenden 19. Jahrhundert und ging in den Wirren des 20. Jahrhunderts unter. , Erstausstrahlung.
00:35
R: Clémentine Deroudille... Clémentine Deroudilles sehr persönliches Porträt zeigt einen Mann und Künstler, bei dem es keine Trennung zwischen Beruf und Familienleben gab und der der Welt ein einzigartiges OEuvre hinterließ. Robert Doisneau begann 1929 beruflich zu fotografieren, ein Jahr nach Abschluss seines Studiums an der Ecole Estienne in Paris mit einem Diplom für Lithographie und Gravur. Seine erste Fotoreportage wurde 1932 gedruckt. 1934 wurde er Werksfotograf bei den Renault-Werken in Boulogne-Billancourt, gab diese Anstellung aber 1939 auf, um freiberuflich zu arbeiten. Den internationalen Durchbruch bescherte Doisneau seine weltberühmte Fotografie Der Kuss, die ein Liebespaar vor dem Pariser Rathaus zeigt. Entstanden war die Arbeit für das Magazin Life, das ihn 1950 mit dem Thema Liebe in Paris beauftragte. Während des Zweiten Weltkriegs diente er ein Jahr in der Armee und war Fotograf der Résistance, der die Besetzung und Befreiung von Paris dokumentierte. Von 1949 bis 1952 arbeitete er als Modefotograf für Vogue, aber auch für weitere Magazine und Illustrierte wie Life oder Paris Match. Es entstanden Porträts bekannter Persönlichkeiten wie Pablo Picasso, Fernand Léger oder Georges Braque. Doisneaus Fotografien bannen eine versunkene Welt in Schwarz-Weiß auf Zelluloid. Er begeisterte sich aber auch für Farbfotografie. So entstand eine Reihe über neue Architektur in den modernen Pariser Vorstadtsiedlungen. In Paris, New York und Tokio wandelt der Film auf den Spuren eines faszinierenden Künstlers und wahren Humanisten. Bis heute steht Doisneau für das, was humanistische Fotografie genannt wird: eine Fotografie, die sich den Menschen in ihrem Alltag zuwendet, anstatt grundsätzlich das Sensationelle zu suchen.
01:50
S: Rada Bieberstein, Susanne Marschall; R: Rada Bieberstein, Susanne Marschall, Kurt Schneider... Nicht Walt Disney, sondern die Deutsche Lotte Reiniger war es, die 1926 den ersten abendfüllenden Trickfilm schuf. Wie ihre Scherenschnittkunst bis heute die Animationsavantgarde inspiriert, zeigt dieser mit filmhistorischen Impressionen gespickte Blick auf Leben und Werk der 1981 verstorbenen Pionierin.
02:50
R: Petra Haffter... 2. von 5 Teilen: Marmor. Der Taj Mahal ist ein Monument aus dem metamorphen Gestein. Petra Haffter besucht u. a. die Steinmetze in Jaipur und die Makrana-Steinbrüche, wo auch Frauen schuften.
03:35
ARTE Journal
04:00
Erstausstrahlung.
05:00
R: Charles Leeuvenhanp