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ARTE
06:50
R: Clément Cogitore... Um 1450 ging der Hundertjährige Krieg seinem Ende entgegen, aber das Königreich Frankreich war noch gespalten. Die Kämpfe, die Pest und die Hungersnot hatten die Bevölkerung fast um die Hälfte dezimiert. König Karl VII. und sein Hof ließen sich in Tours nieder. Im Stadtzentrum hatte der hoch angesehene Maler Jean Fouquet sein Atelier. Von dort stammt seine Miniatur im Format 16 x 12 Zentimeter, die den Titel Das Martyrium der Heiligen Apollonia trägt. Bei dem religiösen Werk handelt es sich um eine der 47 noch erhaltenen Bilderhandschriften, die Fouquet für das Stundenbuch Etienne Chevaliers, eines reichen Auftraggebers, ausführte. Wie alle Buchmaler schuf Fouquet das sehr behutsam gemalte Werk mit Hilfe einer Lupe. Er ließ sich von einer der Geschichten der Legenda aurea anregen, die um 1260 von dem Dominikaner Jacobus de Voragine verfasst wurde. Diese goldene Legende beschreibt die Folterungen der ersten Christen im Römischen Reich. Der Maler zeigt, wie die Henker der auf einem Folterbett gefesselten heiligen Apollonia die Zähne ausreißen, damit sie ihrem Glauben abschwört. Eine undisziplinierte Menge drängt sich indes auf den Zuschauerrängen, um dem Schauspiel zuzusehen, als handle es sich um ein Mysterienspiel, eine theatralische Darstellung des Martyriums der Heiligen. Fouquets Werk fordert den Betrachter auf, dieser Entfaltung von Schmerz und Gewalt beizuwohnen, die in der mittelalterlichen Vorstellungswelt kein Einzelfall ist. Durch die Einbettung in eine Theaterszenerie verharmlost der Künstler jedoch das Dargestellte. Er setzt das Theatralische als eine Art Filter ein und erzwingt damit eine Distanzierung, die bereits die Anfänge der Renaissance ankündigt.
07:15
R: Cécile Taillandier... In einer Reportage über Dinosaurier und die ersten Urmenschen entdeckt Lucie eine alte Freundin: Lucy, die wohl bekannteste Urahnin des Menschen. Nachdem sie gemeinsam mit Schülern den langen Zeitraum der Vorgeschichte auf der Zeitachse ausgemacht hat, begibt sie sich auf die Suche nach den ersten urzeitlichen Werkzeugen. Als sie ihre Fantasie ein wenig spielen lässt, findet sie sich plötzlich in einer Höhle wieder, wo sie von furchterregenden wilden Tieren angegriffen wird. Dann begibt sie sich im spanischen Burgos auf die Spuren des ersten Europäers. Lucie lernt zu jagen, Feuer zu machen und zu malen wie die Urzeitmenschen. Gemeinsam mit ihrer Freundin, die als Journalistin für ein Geschichtsmagazin für Kinder schreibt, versucht sie sich auch als angehende Archäologin und lernt, die urzeitliche Entwicklung der Menschheit nachzuvollziehen.
08:25
R: Anke Kossira... Louis ist leidenschaftlicher Radrennfahrer, Sarah eine flinke Judoka. Für einige Wochen tauschen die beiden Elfjährigen ihr Hobby. Doch beim ersten Mal auf der steilen Radrennbahn hat Sarah vor allem eins: Angst! Wird sie die von Louis gestellte Herausforderung schaffen? Und kann sich Louis die ganzen Übungen für die erste Gürtelprüfung im Judo merken?
08:50
I: Bebiane Ivalo Kreutzmann, Hannibal Harbo Rasmussen, Rolf Hansen, Patricia Schumann, Karen-Lise Mynster, Lars Knutzon; R: Kaspar Munk... Dass Dixie ohne sie auf Zeitreise gegangen ist, wird Sofie ihm nie verzeihen. Enttäuscht kehrt sie in ihr Haus zurück. Langsam verlässt sie der Mut und sie glaubt, dass sie ihren kleinen Bruder nie wieder sehen wird. Natürlich ist Dixie froh, den Geheimagenten entkommen zu sein, aber dann treibt ihn sein schlechtes Gewissen zum Silberfuchs. Er hofft, dass der Freund ihm sagen kann, ob er zurückreisen soll, um sein Versprechen einzulösen. Immerhin wollte er Sofie helfen, ihren Bruder wiederzubekommen. Aber der Silberfuchs rät ihm ab. Goldzahn allerdings hat einen ganz anderen Rat ...
09:10
I: Bebiane Ivalo Kreutzmann, Hannibal Harbo Rasmussen, Rolf Hansen, Patricia Schumann, Karen-Lise Mynster, Lars Knutzon; R: Kaspar Munk... Dixie ist gegen den Rat des Silberfuchses ins Jahr 2014 zurückgereist. Er muss sein Versprechen einlösen. Er weiß, wie viel Sofie an ihrem Bruder liegt. Nachdem der Lehrer Sofies Eltern einen Besuch abgestattet hat, um ihnen nahezulegen, das Mädchen in ein Internat zu geben, damit sie Disziplin lernt, hat Sofie Hausarrest. Der Vater bringt an sämtlichen Fenstern im Haus eine Einbruchsicherung mit Alarmanlage an. Eine Flucht scheint unmöglich. Doch Opa hilft dabei, dass sie mit Dixie verschwinden kann, und bringt den Gyro wieder zum Laufen. Einer neuen Zeitreise steht nichts mehr im Weg.
09:35
Erstausstrahlung.
09:50
I: Jean Rochefort, Nicole Garcia, Catherine Alric, Catherine Leprince, Annie Girardot, Lila Kedrova, Danielle Darrieux; R: Philippe de Broca... Jean Rochefort als liebenswerter Kavalier, der sich in seinen Amouren verzettelt. Komödie von Philippe de Broca („Abenteuer in Rio“), Wo steckt nur Edouard? Seine aktuelle Ehefrau Marie-France (Nicole Garcia) hat keine Idee, Ex-Gattin Lucienne (Annie Girardot) ebenso wenig. Da gibt es zwar noch Edouards agile Sekretärin Olga (Lila Kedrova), die zu-mindest die beruflichen Verpflichtungen des Starpianisten fest im Blick hat – aber dass Edouard sein Date mit dem Skihäschen Murielle (Catherine Alric) vergaß, die nun mit ihrem ganzen Gepäck am Gare de Lyon auf ihn wartet, da kann auch Olga nichts dafür. Es ist ein typischer Chaostag im Leben eines Mannes, der die Frauen ebenso sehr liebt wie die Musik, der sich zwischen Liebschaften, Kindern, Konzerten, Aufnahmen und dem Konservatorium aufreibt – und dabei immer schmerzhafter erkennen muss, wie ihn das Leben allmählich auffrisst. Da sich Lucienne noch gut mit Edouard versteht – gemeinsam haben sie eine erwachsene Tochter –, gibt sie ihm nun eine Warnung mit auf den Weg, die ihn innehalten lässt: Sie befürchtet, Marie-France werde ihn verlassen. Also willigt Edouard in den längst versprochenen Familienausflug ein und düst mit Marie-France und den Kindern ans Meer. Doch halt: Am ersten Abend muss er noch rasch zu einem Auftritt düsen, trifft dort eine alte Liebschaft (Danielle Darrieux) – und deren zauberhafte Enkelin Valentine, die ihm ganz gehörig den Kopf verdreht… „Le cavaleur“ (dt.: der Kavalier) gehört nicht zu den stärksten Filmen des Franzosen Philippe de Broca (1933–2004), zudem wirkt der Film heute auch etwas aus der Zeit gefallen. Doch ist seine Geschichte um die Läuterung eines umtriebigen Filous mit wunderbar warmherziger Leichtigkeit und anrührender Melancholie inszeniert – und mit Hauptdarsteller Rochefort ideal besetzt. Ein leichtgewichtiges, sommerliches Vergnügen ohne Nachwirkung.
11:30
R: Hector Obalk... In seinem Jugendwerk dokumentierte Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio, vor allem den Genuss irdischer Freuden (Knabe mit Früchtekorb), urwüchsige Alltagsszenen voll listiger Buben und verzehrender Blicke (Die Falschspieler, Die Wahrsagerin), die Zeitvertreibe der hohen Gesellschaft (Das Konzert) und das Leben im Einklang mit der Natur (Ruhe auf der Flucht nach Ägypten). Das Thema des Bildes Knabe mit Früchtekorb, eines der ersten bekannten Werke des Meisters, ist typisch für die Bilder, auf die die Sammler Caravaggios damals versessen waren, um damit ihre römischen Palazzi oder Villen zu dekorieren: Es handelt sich gewissermaßen um eine Gabe von Früchten, die der Auftraggeber symbolisch seinen Gästen als Willkommensgeste anbietet. Vermutlich entstand das Bildnis eines jungen Mannes mit blassem Teint, das den Titel Kleiner kranker Bacchus trägt, während einer längeren Krankheit. Bei diesem nur mit einem locker drapierten Tuch bekleideten Jüngling mit Efeu im Haar und Weintrauben in den Händen handelt es sich offensichtlich um ein Selbstporträt Caravaggios als melancholisch leidender Dandy. Hector Obalk beleuchtet die Themen und die Bildkomposition der unterschiedlichen Gemälde aus der Frühphase von Caravaggios Schaffen – von der Lichtführung, den theatralischen Gesten und Posen der dargestellten Figuren bis hin zu Details, die oft mit einer symbolischen Bedeutung aufgeladen sind. Dabei verzichtet Hector Obalk immer wieder auf einen Kommentar und lässt die Bilder für sich sprechen. , Erstausstrahlung.
11:55
R: Lorenz Findeisen
12:35
R: Emmanuel Descombes
13:55
R: Ian Bremner, Richard Max... Chinas Große Mauer war nach neuen Messungen einst über 21 000 km lang. Hightechdrohnen liefern auch Aufschluss über die Bauweise des Bollwerks. Forscher graben u. a. 2000 Jahre alte Militärstrategien aus.
14:50
R: Alexander Ziegler, Jens Afflerbach... Das Team von „Terra X“ folgt Forschern auf ihrem Weg in die Tunnelanlage von Teotihuacán., Die mexikanische Tempelstadt ist eins der großen Mysterien der Geschichte. In ihrer Hochphase war die antike Metropole eine der größten und einflussreichsten der Welt. Aber schon die Azteken fanden bei ihrer Einwanderung ins Hochland nur noch Ruinen vor. Mit der Entdeckung eines Tunnels hoffen Archäologen jetzt, die Geheimnisse der vergessenen Hochkultur zu entschlüsseln. Mit Laserscannern haben sie Mauern durchleuchtet, mit Spaten und Pinsel Werkzeuge und Schmuck ausgegraben. Kommen sie den bizarren Ritualen und Jenseitsfantasien der Stadtgründer auf die Spur?
15:40
R: José María Morales
16:35
R: Alexander Abaturov... Das Riesenreich betrachtet durch Objektive zeitgenössischer Fotografen., Modern und weltoffen präsentierte sich Russland während der Fußball-WM. Wie facettenreich und widersprüchlich das flächenmäßig größte Land der Erde in Wirklichkeit ist, spiegelt sich in den Arbeiten der Fotografen, die Arte in diesem Vierteiler vorstellt. Überraschende Motive aus den Zentren des ungezügelten Kapitalismus und scheinbar vergessenen Randzonen, Szenen städtischen Lebens und ländlicher Abgeschiedenheit, Gewalt, Idylle, Elend… Arte zeigt alle Folgen am Stück., Erstausstrahlung.
17:00
R: Alexander Abaturov... Die Russische Föderation erstreckt sich über rund 9.000 Kilometer von Ost nach West und mehr als 3.000 Kilometer von Nord nach Süd; sie umfasst 22 Republiken und 11 Zeitzonen. In der Bevölkerung finden sich nicht nur ethnische und kulturelle Kontraste, sondern auch eklatante soziale Ungleichheiten, vom Reichtum Moskaus bis zum Elend vieler ländlicher Gegenden. Fotografen haben als hervorragende Beobachter die tiefen Umwälzungen seit dem Ende der 80er Jahre ebenso dokumentiert wie deren Einfluss auf die Gesellschaft. Sie erkunden die komplexe Realität des postsowjetischen Russlands: die Suche nach einer neuen nationalen Identität, den Zwiespalt zwischen den Resten der kommunistischen Vergangenheit und den Auswüchsen eines radikalen Kapitalismus. Tschernobyl 1991: Die Fotografin Victoria Ivleva erlangt Zutritt zum explodierten Reaktor 4 des Kernkraftwerkes. Als einzige Fotografin, der diese gefährliche Arbeit genehmigt wurde, dokumentiert sie all die verbogenen und geschmolzenen Überreste. Victoria Ivleva schwieg nie: Ihre Fotos zeugen vom Chaos in der Welt, gegen das sie täglich ankämpft. Von Uganda bis nach Afghanistan. Misha Domozhilov verfolgt über die Dokumentar – und Sportfotografie einen politischen Ansatz. Seine kontrastreichen Schwarzweißbilder zeugen von der positiven Sicht der russischen Gesellschaft auf Kraft und Gewalt. Aggressionen, Menschenmassen, Fanatismus. Oksana Yushko und ihr Lebensgefährte sind Fotografen und leben in Moskau. Er ist Ukrainer, sie Russin. Der blutige Konflikt in der Ostukraine zwischen Ukrainern und prorussischen Separatisten berührt sie persönlich. Ihr Fotoprojekt, gestartet 2014, porträtiert russisch-ukrainische Familien. , Erstausstrahlung.
17:25
R: Alexander Abaturov... Die Russische Föderation ist der flächenmäßig größte Staat der Erde, und viele Regionen sind bis heute nur schwer zugänglich. In diesen Gegenden führt die räumliche Abgeschiedenheit zu kultureller und gesellschaftlicher Marginalisierung. Die Fotografin Elena Anosova stammt aus einem einsamen Dorf an der Grenze zur Mongolei und befasst sich in ihrer Arbeit mit dem Thema Isolation. Zur geografischen Abgeschiedenheit in Teilen Russlands kommt eine gesellschaftliche und kulturelle Einsamkeit hinzu. Anschließend führt Oleg Klimov auf die Insel Sachalin im äußersten Osten Russlands. Fast zwölf Jahre lang war Klimov Kriegsfotograf, inzwischen widmet er sich den Meeren und Flüssen, an denen die russischen Städten liegen. 1890 verbrachte Anton Tschechow hier drei Monate und schrieb Die Insel Sachalin, eine literarische Reportage über die entsetzlichen Lebensbedingungen der auf die Insel verbannten Sträflinge. Dmitry Markov zeigt Menschen, die heute in armen Vorstädten und abgelegenen Provinzen wie im Exil leben. Seine Fotos, die er ausschließlich mit dem Handy aufnimmt, veröffentlicht er direkt in den sozialen Netzwerken. Er selbst würde sich nicht als professionellen Fotografen bezeichnen. Durch seine Arbeit in einem Heim für Menschen mit geistigen Behinderungen entwickelte er ein neues Projekt: Er möchte diesen Menschen eine Zukunftsperspektive und ein selbstständiges Leben bieten, durch seine Fotos Aufmerksamkeit erregen. Zum Abschluss führt Igor Mukhin in ein Atelier, das zeitgenössische Künstler in einer ehemaligen Fabrik eingerichtet haben. Nach der anfänglichen Aufbruchsstimmung nach dem Zerfall der Sowjetunion ist heute ein Wiedererstarken von Zensur, Repression und Selbstzensur feststellbar. Kann die junge Künstlergeneration diesen unsichtbaren Eisernen Vorhang überwinden?
17:55
R: Alexander Abaturov... Die wahren Reichtümer Russlands verbergen sich oft an abgelegenen Orten, wo ihnen zeitgenössische Fotografen nachspüren. Andere Bilderjäger nehmen das Alltagsleben in den Städten als Ausgangspunkt für ihre Schatzsuche. Allen gemeinsam ist das Bestreben, die russische Seele festzuhalten. In Russland leben 93 Prozent der Bevölkerung auf rund einem Drittel der Fläche. Der Wunsch nach modernem Komfort zieht viele Menschen in die Großstädte, während in manchen ländlichen Gebieten die Einwohnerdichte bei einer Person pro Quadratkilometer liegt. Doch gerade an den abgelegensten Orten verbergen sich oft die wahren Reichtümer des Landes, denn die russische Seele und Geschichte sind in diesen einsamen Gefilden besonders präsent. Die Dokumentation folgt Valeri Nistratov auf seiner Reise durch die Provinz Tula, wo er Frauen porträtiert. Sein neues Projekt trägt den Titel Nein und behandelt das Thema Weiblichkeit in Russland, nicht ohne auf einen ironischen Blickwinkel zu verzichten. Ein anderer Fotograf, Aleksey Myakishev, arbeitet seit fünf Jahren regelmäßig in Kolodozero, einem Dorf im Nordwesten Russlands am Ufer eines Sees. Hier schlägt das Herz des ewigen Winters und viel zu kurzen Sommers. Er dokumentiert das ganze Jahr über den Alltag der Bevölkerung, die noch wie vor 300 Jahren im Rhythmus der Jahreszeiten lebt – wie in einem Märchen. Sergey Maximishin möchte als Fotograf kein Rädchen im Getriebe von Massenmedien sein. Der zweimalige Preisträger des World Press Photo Awards entscheidet sich daher für die wenig beachteten Nebenschauplätze der Geschichte – daraus entspringen witzige und absurde Bilder. Er zeigt Sankt Petersburg aus seiner Sicht: Menschlich, humorvoll und mit viel Liebe zum Detail offenbart er in Bildern von Machthabern und einfachen Bürgern Teile des russischen Wesens. , Erstausstrahlung.
18:25
R: Jean-Pierre Loisil... Technisch und virtuos beeindruckend wie außergewöhnlich ist das Geigenspiel von Nemanja Radulovic. Der französisch-serbische Violinist verbindet die Tradition der sogenannten Zigeunergeiger mit der französischen Violinschule und wirbelt mit seinen wilden Locken, Rockerklamotten und Temperament über die Bühnen der Welt. Nemanja Radulovic wurde 2005 zum ersten Mal bei der französischen Klassik-Musikpreisverleihung Victoires de la Musique Classique ausgezeichnet und hat sich seitdem zu einem der gefragtesten Musiker der Branche entwickelt. Er fühlt sich im virtuosen Repertoire Paganinis ebenso zu Hause wie bei den großen Romantikern Beethoven oder Mendelssohn sowie in der Kammermusik. Auf dem Programm seines Konzertes im November 2016 im Pariser Théâtre des Champs-Elysées steht Johann Sebastian Bach. Radulovic beschäftigt sich schon lange mit dem Werk des Leipziger Thomaskantors. Präzise und scheinbar mühelos wechselt er zwischen vibrierenden Adagios und lebhaften Allegros. In Harmonie mit seiner Musikpartnerin Tijana Milosevic gelingt ihm bei Bachs Doppelkonzert für zwei Violinen eine packende, ausdrucksstarke Interpretation. Mit seinem Ensemble Double Sens gestaltet Nemanja Radulovic einen mitreißenden und fantasievollen Abend. Zu den Höhepunkten gehören eine Transkription der berühmten, ursprünglich für Orgel komponierten Toccata und Fuge und als Zugabe ein Stück aus der musikalischen Tradition des Balkans. , Originalvertonung, Online verfügbar von 22/07 bis 07/08.
19:10
ARTE Journal
19:30
R: Maja Dielhenn... Das Aubrac ist ein einsames Hochplateau vulkanischen Ursprungs, das sich über drei Départements erstreckt: Cantal, Lozere und Aveyron. Im Winter ist es eine trostlose, gottverlassene Region, im Sommer ein sattgrünes Auenland, übersät von Kräutern und Blumen, deren Vielfalt in Europa ihresgleichen sucht. Sie schmecken nicht nur den Tausenden von stolzen Aubrac-Rindern, die von Ende Mai bis Mitte Oktober das Landschaftsbild des Hochplateaus prägen und deren Glockengeläut weit ins Land hinein zu hören ist. Die Flora des Aubrac liefert auch zwei weltberühmten Sterneköchen täglich neue Inspiration: Michel und Sébastien Bras. Sie locken Feinschmecker aus aller Welt ins malerische Örtchen Laguiole, in eine Gegend, die aufgrund ihres launischen Wetters lange Zeit als eine der gefürchtetsten Stationen auf dem Jakobsweg galt. 360° Geo Reportage war einen Sommer lang auf den Hochweiden des Aubrac unterwegs. In diesem Jahr ist der Frühling spät in das Aubrac gezogen – höchste Zeit für die Transhumanz, den alljährlichen Auftrieb zu den Sommerweiden. Sechs Monate lang standen die Tiere überwiegend im Stall. Jetzt rückt die Freiheit näher, und man spürt: Die stolzen Aubrac-Rinder können es kaum erwarten, in die Berge und auf die Weiden zu kommen. Doch das ist nicht allein der Grund für das lautstarke Muhen. Die Aubrac-Rinder rufen ihre Kälber. Aubrac-Züchter Phillippe Boubal treibt 70 seiner Rinder in alter Tradition zu Fuß ins Hochland. Durch enge Gassen und mit ohrenbetäubendem Glockengeläut zieht die festlich geschmückte Herde durch die Dörfer und über die Landstraßen des Aubrac. Über zehn Stunden wird sie bis zu den Sommerweiden auf über 1.400 Metern unterwegs sein. Die Ursprünge dieser französischen Hirtenkultur reichen zurück bis ins Mittelalter, als Mönche sich hier ansiedelten, die dichten Wälder rodeten und zur Speisung von Jakobspilgern eine sogenannte Transhumanz etablierten – die sommerliche Fernweidewirtschaft. Über 200 Burons waren früher in der Region aktiv. Heute sind Jean-Claude Ramon und seine Mannschaft die Einzigen, die noch nach alter Tradition den ganzen Sommer über auf der Alm bleiben. , Online verfügbar von 22/07 bis 29/07.
20:15
I: Ryan Gosling, Rachel McAdams, James Garner, Gena Rowlands, James Marsden, Sam Shepard, David Thornton, Joan Allen, Kevin Connolly, Starletta DuPois, Ed Grady, Jennifer Echols; S: Jeremy Leven, Jan Sardi; R: Nick Cassavetes... Romanze nach Nicholas Sparks Roman., Im Pflegeheim liest ein alter Mann (James Garner) einer Alzheimerkranken (Gena Rowlands) aus Liebeserinnerungen vor: Die handeln von Tischler Noah (Ryan Gosling) und der höheren Tochter Allie (Rachel McAdams). Deren spießige Eltern und der Zweite Weltkrieg werden das Paar auseinanderreißen… Gosling und McAdams („Midnight in Paris“) verliebten sich am Set, verlobten sich – und trennten sich später.
22:15
R: Jana Buchholz... Porträt über den „La La Land“-Star, der in jede Rolle zu passen scheint., In seinem Debüt spielte er einen Skinhead, in „Drive“ war er ein Lonesome Rider und in „La La Land“ Posterboy: Der Kanadier Ryan Gosling pflegt eine Fassade, die jede Projektion möglich macht. Private Fotos gibt es von ihm kaum. Wer ist der Mann, der als Schüler so gemobbt wurde, dass er zu Hause unterrichtet werden musste? Und der einen Film über Albino-Kinder in Afrika produzierte?, Online verfügbar von 22/07 bis 21/08.
23:10
R: Oliver Schwabe... Sie waren das vielleicht irrste Pop-Phänomen der Nullerjahre: eine Teenieband aus Magdeburg, die in 68 Ländern Platin holte. Die vier reflektieren über Liebe, Heimat, Musik., Online verfügbar von 22/07 bis 29/07; Erstausstrahlung.
00:20
R: Natascha Pflaumbaum... Ganze Generationen sind in Deutschland mit der Blockflöte aufgewachsen. Die Blockflöte ist das Schulmusikinstrument schlechthin, denn sie ist einfach zu erlernen. Doch seltsam ist, dass sehr viele junge Menschen das Instrument erlernen, aber fast niemand dabei bleibt. Dabei ist die Blockflöte viel besser als ihr Ruf. Seit mindestens zwei Jahrzehnten kann man sie immer öfter in Konzertsälen hören. Auch weil einer der besten Flötisten der Welt, der Schweizer Blockflötist Maurice Steger, maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Blockflöte heute ihr großes Comeback erlebt. Er hat die Blockflöte konzertsaalfähig gemacht, längst vergessene Werke wiederentdeckt und so das Repertoire maßgeblich erweitert, und er hat das Blockflötenspiel technisch revolutioniert, indem er einen besonderen Klang mit riesigem Volumen entwickelte. Der Film folgt dem Virtuosen Maurice Steger für eine Zeit lang durch seine Welt – begleitet ihn zu Konzerten nach London, zu Meisterkursen an die Gstaad Baroque Academy, zu einer CD-Aufnahme ins elsässische Guebwiller, zu seinen Blockflötenbauern, zu den Meyer-Brüdern, tief in die Schweizer Berge, und nach Taiwan, das sich gerade zur Blockflötennation entwickelt. Darüber hinaus erzählt der Film einige bizarre, wenig bekannte Geschichten über das Instrument: Denn wer glaubt, dass die Blockflöte allein der Barockmusik und dem klassischen Konzertsaal vorbehalten ist, der irrt gewaltig. Die Blockflöte – Ein Comeback. Der neue Sound von Maurice Steger ist ein Film über die Renaissance der Blockflöte, die auf dem besten Wege ist, Kultstatus zu erreichen. , Online verfügbar von 22/07 bis 29/07; Erstausstrahlung.
01:15
R: Jean-Pierre Loisil... Im Lukas-Evangelium heißt es, nach der Verkündigung habe Maria ihre Cousine Elisabeth besucht. Diese rief aus: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen. Auf den Lobpreis der Elisabeth antwortete die Jungfrau Maria mit ihrem Magnificat. Zu Johann Sebastian Bachs Zeiten existierte der Text dieses Gesangs in der lutherischen Liturgie als deutsche Adaption und in lateinischer Fassung. 1723 vertonte Bach den lateinischen Text und überarbeitete seine Komposition im Jahre 1733 zum heute bekannten Magnificat. Beinahe hundert Jahre später, im Jahr 1831, vertonte Felix Mendelssohn Bartholdy mit Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser die Worte des Psalms 42. Als Schlussfuge fügte er den Vers Preis sei dem Herrn, dem Gott Israels, von nun an bis in Ewigkeit hinzu. Die Einführung neuer Chorsätze verlieh dem Werk eine Erhabenheit und einen Glanz, die mit der Intimität und Besinnlichkeit der ursprünglichen Fassung im Widerspruch standen. Mendelssohn erwies sich damit als würdiger Fortführer von Bachs Erbe. Die Weihnachtskantate Vom Himmel hoch, eine Choralkantate aus dem Jahr 1831 über das gleichnamige Weihnachtslied von Martin Luther, ist ebenfalls auf die Beschäftigung mit Bachs Werk zurückzuführen. Die Eleganz und Leichtigkeit, mit der Thomas Hengelbrock durch vielfältigste Klanglandschaften führt, wird von Publikum und Kritik immer wieder gelobt. Jedes Konzert des Dirigenten eröffnet neue musikhistorische Horizonte. In Hamburg beendete er unlängst eine Zusammenschau aus Beethoven-Symphonien und dem Werk Jörg Widmanns. Seine Magnificat-Interpretation in der Pariser Philharmonie erinnert daran, dass die Wiederentdeckung dieses Werks von Bach letztendlich Mendelssohn Bartholdy zu verdanken ist, der sich intensiv mit dem Werk Bachs auseinandersetzte. , Originalvertonung, Online verfügbar von 22/07 bis 29/07.
02:45
R: Loic Prigent... Wie kleiden sich Kerle von heute? Und gibt es überhaupt noch Männer mit Stil? Eine humorvolle Annäherung von Loic Prigent., Von Königen in Stöckelschuhen über edle Dreiteiler bis zu den Kapuzenpullis der Antifa, die längst Mainstream geworden sind: Loic Prigent zeigt, wie sich die Männermode in den letzten 300 Jahren verändert hat. Und er schaut sich auf der Modewoche in Paris um und checkt, was den Mann mit „Stil“ ausmacht. Was ist zu viel, was ist einfach nur langweilig? Wann ist sexy, wann elegant, wann sportlich angesagt? Und wie viel verrät man durch die Wahl des Outfits und der Accessoires von sich selbst? Prigent taucht ein in eine Welt der Exzentrik, und er fragt sich, warum ausgerechnet Fußballstars wie David Beckham ihre Klamotte so ernst nehmen und zu wahren Stilikonen geworden sind.
03:40
R: Jean-François Barthod
04:20
ARTE Journal
04:40
R: Fabrice Maruca
05:00
R: Victor Cohen Hadria... Originalvertonung.
05:45
Xenius
06:15
R: Thierry de Lestrade, Sylvie Gilman... (F 13). Yannick ist vierzehn Jahre alt und und nur 87 cm groß. In einem Tal in Ecuador leben ungewöhnlich viele Kleinwüchsige. Erstaunlicherweise erkranken sie weder an Diabetes noch an Krebs. Was schützt sie davor? Eine internationale Forschergruppe ergründet das Phänomen.
07:10
ARTE Journal Junior
07:15
R: Holger Riedel
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
R: Stéphane Bergouhnioux, Sébastien Fallourd... Der schwergewichtige Franzose ist auf Gourmet-Tour durch Europa., Er ist Schauspieler, Winzer, Restaurantbesitzer und macht gern mit Eskapaden von sich reden. Hier feiert sich Gérard Depardieu als Bonvivant und zieht mit Koch Laurent Audiot durch die Lande, genießt lukullische Besonderheiten. Auftakt: Wurst und Brezel in Bayern. – Feiste Selbstinszenierung eines eitlen Gerne-Essers; bildstark, aber mit teils anstrengendem Gehabe.
09:25
I: Patrick Macnee, Gareth Hunt, Joanna Lumley, Pierre Vernier, Maurice Marsac; S: Brian Clemens; R: Yvon Marie Coulais... Diesmal stehen die New Avengers vor einem Rätsel: Im Jahr 1965 erschoss ein junger russischer Soldat Mitglieder der Heilsarmee und starb auf der Flucht. Dabei verwandelte sich sein Gesicht in das eines alten Mannes. Als seine frühere Partnerin Emma Peel vom Schicksal dreier französischer Arbeiter erzählt, die von einem russischen Offizier niedergeschossen wurden, erinnert sich Steed an den Fall. Das Agententrio Steed, Purdey und Gambit reist nach Frankreich und erlebt, wie ein benachbartes Schloss angegriffen wird – wieder ist es ein junger Russe und wieder altert sein Gesicht, als er erschossen wird ...
10:15
I: Patrick Macnee, Gareth Hunt, Joanna Lumley, Pierre Vernier, Maurice Marsac, Charles Millot; S: Brian Clemens; R: Yvon Marie Coulais... Ein Satellit ist außer Kontrolle geraten und sendet über Frankreich seltsame Signale. Steed vermutet, dass diese Signale K-Agenten wecken, die vor Jahren nach Frankreich eingeschleust und in künstlichen Schlaf versetzt wurden. Er ordnet die Eliminierung der 200 verbleibenden Agenten an. Geheimagent Stanislaw verrät Steed jedoch, dass noch zwei Superagenten leben, deren Auftrag bei Gelingen den Dritten Weltkrieg auslösen könnte ...
11:25
R: Stefan Richts... Seit 14 Jahren gehört der Willys zu Johana Londonos Familie. Der Jeep, Baujahr 1963, wurde vom Vater an die Tochter weitergegeben. Die 25-Jährige ist die einzige hauptberufliche Willys-Fahrerin in Kolumbien. Sie verdient sich ihr Geld mit dem Jeep als Taxifahrerin rund um die Provinzstadt Calarcá. Am Anfang reagierten die Menschen skeptisch auf die junge Frau hinter dem Steuer. Viele Fahrgäste hatten Angst, von ihr chauffiert zu werden. Nach und nach aber hat sich Johana Londono ihren Platz in der Männerwelt der Willys-Fahrer erkämpft. Kaum jemand fährt sicherer als sie. Schließlich hat Johana das Jeepfahren schon als Mädchen auf Kolumbiens abenteuerlichen Bergpisten an den Hängen der zentralen Andenkordilleren erlernt. Wie viele Familien sind auch die Londonos wirtschaftlich von dem Geländewagen abhängig. Neben dem Taxifahren transportiert Johana regelmäßig die Kaffee – und Bananenernte von der 20 Hektar großen Finca zu den Händlern im Umland. Das Vehikel ist dafür ideal. Viele sagen, Willys seien mulas con motor – motorisierte Esel. Die Geschichte der Willys begann 1940, als die US-Armee ein kleines geländegängiges Fahrzeug für den Einsatz im Zweiten Weltkrieg entwickeln ließ. Die Firma Willys-Overland bekam den Zuschlag. Über ein Entwicklungshilfeprojekt gelangten in den 50er Jahren über 600.000 ausrangierte Exemplare nach Kolumbien. Die für das steile und steinige Gelände idealen – weil widerstandsfähigen – Fahrzeuge erlangten auch hier Kultstatus. Sie werden auf Jeep-Fiestas und in Wettkämpfen gefeiert. In diesem Jahr will Johana Londono mit an den Start gehen. , Online verfügbar von 23/07 bis 30/07.
12:15
Re:
12:50
ARTE Journal
13:00
Stadt Land Kunst
13:50
I: Ryan Gosling, Rachel McAdams, James Garner, Gena Rowlands, James Marsden, Sam Shepard, David Thornton, Joan Allen, Kevin Connolly, Starletta DuPois, Ed Grady, Jennifer Echols; S: Jeremy Leven, Jan Sardi; R: Nick Cassavetes... Romanze nach Nicholas Sparks Roman., Im Pflegeheim liest ein alter Mann (James Garner) einer Alzheimerkranken (Gena Rowlands) aus Liebeserinnerungen vor: Die handeln von Tischler Noah (Ryan Gosling) und der höheren Tochter Allie (Rachel McAdams). Deren spießige Eltern und der Zweite Weltkrieg werden das Paar auseinanderreißen… Gosling und McAdams („Midnight in Paris“) verliebten sich am Set, verlobten sich – und trennten sich später.
15:50
R: Jana Buchholz... Porträt über den „La La Land“-Star, der in jede Rolle zu passen scheint., In seinem Debüt spielte er einen Skinhead, in „Drive“ war er ein Lonesome Rider und in „La La Land“ Posterboy: Der Kanadier Ryan Gosling pflegt eine Fassade, die jede Projektion möglich macht. Private Fotos gibt es von ihm kaum. Wer ist der Mann, der als Schüler so gemobbt wurde, dass er zu Hause unterrichtet werden musste? Und der einen Film über Albino-Kinder in Afrika produzierte?
16:45
Teenager sind launische, pickelige Monster. Aber nicht nur: Sie sind vor allem neugierige, empfindsame Wesen, die eine faszinierende biologische Metamorphose durchmachen. Zwischen 10 und 18 Jahren verändert sich nicht nur der Körper, auch das Gehirn ist während der Pubertät eine Großbaustelle. In dieser Phase sind Jugendliche reizbar und empfindlich, aber auch überaus neugierig und kreativ. Wie wichtig ist Pubertät für die menschliche Entwicklung? Hormone sind dafür verantwortlich, dass sich das Gehirn der Jugendlichen neu strukturiert. Es kappt Verbindungen, die es nicht länger braucht. Stattdessen lässt es neue Bahnen wachsen, die das Handeln fördern und ein gesundes Funktionieren ermöglichen: eine Art Neustart. Allerdings entwickeln sich nicht alle Teile des Gehirns in der Pubertät gleich schnell. So werden die Gefühle der Anderen oft nicht mehr richtig erkannt und die eigenen nicht kontrolliert, die Folge sind blitzartige Wechsel von Wutausbrüchen zu Weinkrämpfen. Die Sexualhormone Östrogen und Testosteron bewirken auch eine Veränderung des Schlaf-wach-Rhythmus. Der Chronobiologe Christoph Randler unterscheidet in seiner Pubertätsstudie zwischen zwei Typen: den Eulen und den Lerchen. Eulen sind spät wach und fit, aber auch spät müde. Bei den Lerchen ist es genau umgekehrt. Die Xenius-Moderatoren und Emilie Langlade diskutieren mit einer Gruppe Jugendlicher über deren veränderten Rhythmus und dessen Konsequenzen für den schulischen Alltag. Denn im Abitur schneiden Eulen im Schnitt eine halbe Note schlechter ab als Lerchen. , Online verfügbar von 23/07 bis 21/10, Mehr zu den einzelnen Themen unter: www.arte.tv/xenius.
17:10
R: Jean-Michel Vennemani... Raphaël Hitier durchstreift heute die Ribeira Sacra: Das spanische Weinanbaugebiet liegt in der nordwestlichen Region Galicien nahe der portugiesischen Grenze. Das heilige Uferland, wie Ribeira Sacra übersetzt heißt, verläuft entlang des Flusses Sil, der sich seinen Weg durch einen imposanten Canyon gebahnt hat. Jahrhundertelang haben sich Menschen auf der Suche nach spiritueller Erfüllung in dieser abgeschiedenen Region niedergelassen. Im Mittelalter erhielten die religiösen Glaubensgemeinschaften vom König fruchtbares Ackerland, wodurch sie an wirtschaftlicher Macht gewannen. In der ganzen Region entstanden romanische Kirchen, Kapellen und Klöster, die zu bedeutenden Orten für die Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela wurden. Das Flusstal des Sil hat seinen Zauber bis heute nicht verloren, und nach wie vor wird hier an den steilen Felshängen Wein angebaut. Die entsprechenden Kenntnisse brachten die Römer im ersten Jahrhundert nach Christus in die Region; später wurden sie von den Mönchen an nachfolgende Generationen weitergegeben.
17:40
R: Gil Kebaili, Evrard Wendenbaum... Schifffahrt, Tauchen, Bergsteigen, Höhlenforschung – die unterschiedlichen Besatzungsmitglieder der Scoresby-Mission geben alles, um die unermessliche Weite des Packeises zu erforschen und in die Geheimnisse der grönländischen Tundra vorzudringen. Sie wollen die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die majestätischen Landschaften genauer verstehen.Ein interdisziplinäres Team aus Wissenschaftlern, Sportlern und engagierten Freiwilligen unter Leitung des französischen Wissenschaftlers Evrard Wendenbaum bricht zur Erkundung einer arktischen Region auf, die als letzter unerforschter Landstrich Grönlands gilt, und sich bis zur wilden Tundra von Jameson Land erstreckt: Renland. Diese vollkommen unberührte Region liegt im Herzen des Scoresby Sunds, des größten Fjordsystems der Welt.Das Gebiet birgt imposante Landschaften und lässt die abenteuerlustigen Teilnehmer der Scoresby-Mission schier Unglaubliches zwischen Erde, Eis und Wasser entdecken. Dem Team der Scoresby-Mission bietet sich ein grandioser Anblick nach dem anderen. Gemeinsam erkunden sie das Terrain, nehmen wissenschaftliche Messungen vor und verbringen die wenige frei Zeit zusammen im Zeltlager. Die gesammelten Daten dienen vor allem dazu, den Einfluss des Schmelzwassers auf das Abrutschen der Gletscher besser zu verstehen – um damit die Auswirkung der Klimaerwärmung auf die Beschleunigung von Grönlands Enteisung genauer zu bestimmen.Ein wichtiges Phänomen, das zu zehn Prozent zum Pegelanstieg der Ozeane beitragen wird. Die Dokumentation begleitet die Wissenschaftler Schritt für Schritt, macht das starke Verbundenheitsgefühl der Besatzungsmitglieder deutlich und gibt dem Zuschauer Einblick in spektakuläre Entdeckungen zwischen Gletschern und Tundra. Dabei bringt die Sendung dem Zuschauer die ganze Schönheit des durch den Klimawandel gefährdeten Ökosystems nahe. , Erstausstrahlung.
18:35
R: Kim Rigauer... Ein Geheimtipp in der neuen Wanderszene ist der E4 auf Kreta. Der Fernwanderweg durchquert die größte Insel Griechenlands von West nach Ost. Im Südwesten ragt das Bergmassiv Lefka Ori etwa 2.500 Meter hoch auf und stürzt dann steil ins Meer. Der E4 bietet spektakuläre Blicke und kretische Gastfreundschaft. Bradley Mayhew ist mit der kretischen Wanderführerin Penelope unterwegs. Denn der Europäische Fernwanderweg Nr. 4 ist nicht überall gut markiert. Wandertourismus entsteht auf Kreta gerade erst. Der Pfad beginnt auf den Höhen der Westküste. Weit reicht der Blick über das tiefblaue Meer, bevor Bradley und Penelope absteigen und im Kloster Chrisoskalitissa vorbeischauen. Zwei Stunden später sieht es aus wie in der Karibik. Türkis leuchtet das Meer in der Lagune Elafonisi. Die beiden Wanderfreunde hängen die Bergschuhe über den Rucksack und wandern knietief durchs Wasser. An der Südküste fallen die Bergflanken steil ins Meer, so dass für Straßen kein Platz bleibt. Nur per Schiff oder wandernd kommt man voran. Der E4 folgt nun alten Dorfverbindungswegen. Das Meer ist stets im Blick. Charakteristisch für Kreta sind die tief eingeschnittenen Schluchten, die Berge und Küste verbinden. Penelope führt Bradley die Samaria-Schlucht hoch, 1.200 Meter Anstieg auf fast 18 Kilometer Länge, das ist anstrengend. Abends in den Bergen werden die Wanderer zu Lamm und Rotwein eingeladen und lauschen den Gesängen der Männer, die Rizitika, Freiheitslieder, anstimmen. Bradley muss nun allein weiter. Er steigt auf zur Kallergi-Berghütte und quert in zwei Tagen das karstige Gebirgsmassiv Lefka Ori, die Weißen Berge. An manchen Stellen sieht es aus wie auf dem Mond. Beim Dorf Aradena, das wegen einer Blutfehde verlassen ist, trifft er Marianna, die ihn durch den nahe gelegenen Canyon begleitet. Die Schlucht wurde von Rebellen als Versteck genutzt, erfährt Bradley und begreift, dass Kreter ebenso gastfreundlich wie freigeistig sind. Sfakia heißt die Region. Die vielen Eroberer Kretas, Byzantiner, Sarazenen, Osmanen haben sie nie völlig kontrolliert. Das Schöne an Kretas Schluchten: Sie führen direkt zum Meer. So endet der Tag für Bradley an der winzigen Marmara-Bucht mit bestem Essen und einem Sprung ins Wasser. , Online verfügbar von 23/07 bis 30/07.
19:20
ARTE Journal
19:40
R: Dennis Wells... Die vom gleißenden Sonnenlicht überfluteten Kykladen mit ihren leuchtend weißen Häusern, über die sich typisch blaue Kuppeldächer wölben, und mit den sich in ihren Häfen sanft schaukelnden Fischerbooten sind der Inbegriff des Inselparadieses. Doch die Inselwelt im Herzen der Ägäis hat mehr zu bieten als Postkartenmotive: Sie ist die Wiege der Bildhauerei, beherbergt einige der heiligsten Stätten Europas und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Der Zuschauer begegnet auf seiner Reise über die Kykladen Mönchen, einer Weinbäuerin, Steinbrucharbeitern, einer Bildhauerschülerin und dem Kapitän einer ganz besonderen Fähre.
20:15
I: Michael Caine, Nigel Green, Guy Doleman, Sue Lloyd, Gordon Jackson, Aubrey Richards, Frank Gatliff; S: Bill Canaway, James Doran; R: Sidney J. Furie... Agententhriller aus den Sixties: Michael Caine als Agent Harry Palmer., Was ist denn hier los? Britische Top-Wissenschaftler verschwinden spurlos, werden entführt und gehirn-gewaschen. Auftritt Harry Palmer (Caine): Der laut Personalakte arrogante, anmaßende und undurchsichtige Agent soll Licht in die Sache bringen. Sein Chef Ross (Guy Doleman) schickt ihn in die Spionageabwehr-Einheit von Major Dalby (Nigel Green), als Ersatz für einen toten Kollegen. Palmers erste Aktion geht schief, immerhin findet er aber ein Stück Tonband mit mysteriösen Geräuschen und dem Aufdruck „Ipcress“… Perspektivisch verwegene Bildkompositionen von „Augen der Angst“-Kameramann Otto Heller, der lässige John-Barry-Sound und ein lakonischer „Held“ mit Brille machten diesen Anti-Bond-Thriller zum Sixties-Kult – und Michael Caine zum Kinostar.
22:00
I: Jacques Tati, Jean-Pierre Zola, Adrienne Servantine, Alain Bécourt, Lucien Frégis, Betty Schneider; S: Jacques Tati, Jacques Lagrange, Jean LHôte; R: Jacques Tati... Geniestreich von Jacques Tati., Manager Arpel lebt mit seiner Familie in der noblen Pariser Vorstadt in einer Villa voller Designermöbel und Hightechzeug. Söhnchen Gérard kaspert viel lieber bei Onkel Hulot (Tati) herum. Der wohnt in einem Viertel, so schräg wie er selbst. Die Arpels beschließen, Monsieur Hulot zu erziehen… Tatis satirischer Kinohit über Fortschritts(irr)glaube gewann den Oscar als Bester Auslandsfilm.
23:50
R: Simon Wallon, Emmanuel Leconte... Der Dokumentarfilm Jacques Tati – Meister des Lachens lässt Ausschnitte aus Tatis Filmen vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zu den Ölkrisen der 70er Jahre im Eiltempo Revue passieren. Tatis filmischer Blick auf eine aus den Fugen geratene Welt wird mit Archivaufnahmen untermauert. Sie vertiefen das Verständnis für die Geschwindigkeit und Intensität, mit der sich damals die sozialen und kulturellen Umwälzungen in Frankreich und im übrigen Europa vollzogen. Jacques Tati – Meister des Lachens zeigt nun die visionärsten Szenen eines Filmemachers, der zu Unrecht ins burleske Schubfach gesteckt wurde. Muss man modern sein? – die große Frage, die Tatis Werk durchzieht, scheint in den seither vergangenen 70 Jahren kaum an Gültigkeit verloren zu haben. Und schließlich lädt der Dokumentarfilm auch dazu ein, über sich selbst zu lachen – wie beim Durchblättern eines alten Fotoalbums. Von Tatis Schützenfest über Mein Onkel und Tatis herrliche Zeiten bis zu Parade lässt der Film das Werk des Künstlers auf originelle Weise Revue passieren. Der visionäre Filmemacher zeichnete in den sechs Kultfilmen, die er von Ende der 40er bis Anfang der 70er Jahre drehte, das Porträt einer sich rasant verändernden Welt. Die zwerchfellerschütternde Komik beruht auf Tatis subversiver Sicht der modernen Gesellschaft in ihrem Fortschrittswahn.
00:50
S: Tamar Tal; R: Tamar Tal... Die langen Monate im Wald, mit wenig Nahrung und Wasser. Die Flucht vor den Nazis: beschäftigt mit dem bloßen Überleben. Dies hat die drei Brüder völlig unterschiedlich geprägt: Emmanuel (85) hat sein Trauma verdrängt und noch nie darüber gesprochen. Andrea (83) verklärt seine Erinnerungen und behauptet, die Zeit in der Höhle genossen zu haben. Und weil Ruben (74) damals zu klein war, um sich überhaupt an etwas zu erinnern, muss er sich auf die Geschichten seiner Brüder verlassen. 70 Jahre nach dem Auszug aus der Höhle in den toskanischen Wäldern haben die drei Brüder völlig unterschiedliche Geschichten über die Ereignisse zu erzählen, die sich dort zutrugen. Jeder Bruder geht mit seiner Geschichte anders um. Jeder kompensiert schmerzhafte Erlebnisse auf seine eigene Weise, jeder findet sich anders zurecht. Doch nun, auf ihrer Suche, müssen sich die drei betagten Männer mit alten Ängsten auseinandersetzen, ihre Erinnerungen hinterfragen und eine Wahrheit ans Licht bringen, mit der sie alle drei leben können. Wir alle haben unsere Geschichten über die Vergangenheit. Wir ordnen die Fakten irgendwie an, wir löschen einzelne Details aus, wir erfinden manches. Und all das tun wir, um unser geheimnisvolles Leben mit Sinn auszustatten. Ohne unsere Geschichten würden wir verschwinden. Was aber, wenn unsere eigene Version mit der Geschichte anderer Mitbeteiligter nicht übereinstimmt? Wenn wir jemandem widersprechen, der selbst auch dabei war? Gibt es Wahrheit in der Erinnerung? Ein Film über drei mutige Männer und unser schwieriges Verhältnis zu Wahrheit, Erinnerung und Geschichte. , Online verfügbar von 23/07 bis 30/07; Erstausstrahlung.
02:00
R: Jean-Baptiste Mathieu... La belle bleue, die schöne Blaue wird Marseille auch genannt. Das Mittelmeer bestimmt das Leben der Stadt. Das gilt besonders für Klippenspringer wie Lionel Franc.
02:45
R: Bruce Mohun... Der ausufernde Einsatz von Antibiotika ist schuld an den widerstandsfähigen Erregern, die jährlich mehrere Tausend Leben kosten. Der Film zeigt, wie weit die Forschung mit der Entwicklung neuer Mittel ist.
03:30
ARTE Journal
03:50
Erstausstrahlung.
04:35
R: Fabrice Maruca
05:05
R: Jean-Pierre Loisil
06:15
Xenius
06:40
Wie das Land, so der Mensch
07:05
ARTE Journal Junior
07:15
R: Vincent Froehly
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
R: Stéphane Bergouhnioux, Sébastien Fallourd
09:25
I: Patrick Macnee, Gareth Hunt, Joanna Lumley, Cec Linder, Harvey Atkin, Vlasta Vrana, Rudy Lipp, Jan Rubes; S: Dennis Spooner; R: Richard Gilbert... Steed erwartet Informationen über X41, einen feindlichen Agenten, aber der Mann, der sie überbringen soll, wird ermordet. Der Tote trägt das Foto eines ultramodernen Gebäudes bei sich. Steed und seine Freunde machen sich nach Kanada auf, wo sie einen gewissen Karawitsch treffen sollen, der ihnen Informationen über X41 verspricht.
10:15
I: Patrick Macnee, Gareth Hunt, Joanna Lumley, Louis Zorich, Neil Vipond, Bill Starr, Peter Boretski, Yanci Bukovec... Steed, Purdey und Gambit ermitteln nach wie vor in Kanada. Die drei Agenten versuchen, einen KGB-Agenten namens Karl Sminsky ausfindig zu machen, der vor seinem Kanada-Einsatz geheime Trainingscamps in Sibirien absolviert hat und von zwei Helfern begleitet wird. Doch die Angelegenheit erweist sich als gefährlich: Zwei Agenten, die Sminsky auf den Fersen waren, sind bereits verschollen ...
11:45
R: Winfried Oelsner... Macht Milch gar nicht munter, sondern in Wirklichkeit krank? Kritiker behaupten, sie sei mitschuldig an Allergien, Diabetes, sogar Krebs. Die Doku hört Ärzte, Forscher und Branchenvertreter.
12:50
ARTE Journal
13:00
Stadt Land Kunst
13:45
I: Catherine Deneuve, Vincent Perez, Linh Dan Pham, Jean Yanne, Dominique Blanc, Andrzej Seweryn; S: Erik Orsenna, Régis Wargnier, Louis Gardel, Catherine Cohen; R: Régis Wargnier... Catherine Deneuve gerät in ein Kolonialdrama., Das heutige Vietnam zu Beginn der 1930er-Jahre: Im Lande regt sich der erste Widerstand gegen die französische Kolonialmacht. Unbehelligt von alledem führt die Plantagenbesitzerin Eliane (Catherine Deneuve) ein zurückgezogenes Leben mit ihrer einheimischen Adoptivtochter Camille (Linh Dan Pham). Das Drama nimmt seinen Lauf, als der junge Offizier Jean Baptiste (Vincent Perez) in das Leben und die Herzen beider Frauen tritt. Gleichzeitig bricht der Volksaufstand mit voller Wucht los, und alle Beteiligten werden in den Strudel der gewalttätigen Ereignisse gerissen… Régis Wargniers Epos zeichnet ein überzeugendes Porträt einer Epoche mit exaktem Zeit- und Lokalkolorit, grandiosen Bildern und ausgezeichneten Darstellern. Dafür erhielt das Drama 1993 den Oscar als Bester ausländischer Film.
16:45
Tomaten: Beim Einkaufen können sie noch so gut aussehen und sogar duften – beim Reinbeißen schmecken sie oft nur nach Wasser. Warum passiert das so oft und was können wir tun, damit Tomaten wieder nach Tomaten schmecken? Die Xenius-Moderatoren Emilie Langlade und sind dem guten Tomatengeschmack auf der Spur, in einem Tomatenparadies in der Nähe von Tours: den Gärten des Château de la Bourdaisiere. Hier wachsen über 650 verschiedene Tomatensorten. Außerdem: Den Tomatengeschmack zu entschlüsseln, ist eine Herausforderung für die Forschung. Eine Tomate enthält 400 bis 500 verschiedene chemische Substanzen, von denen nur etwa 20 zu ihrem Geschmack beitragen. Wie sie dann schmeckt, entscheidet letztlich die Kombination von Zucker, Säuren und Duftstoffen aus dem Inneren der Tomate. Xenius besucht einen Forscher an der University of Florida, der seine Karriere der Rettung des Tomatengeschmacks verschrieben hat. , Online verfügbar von 24/07 bis 22/10, Mehr zu den einzelnen Themen unter: www.arte.tv/xenius.
17:10
R: Jean-Michel Vennemani... Wo sich Europa, Afrika und der Nahe Osten begegnen, liegt Zypern, mit seinen Kirchen und Klöstern eine Hochburg der byzantinischen Kunst. Seit 1974 ist die Insel geteilt: Im Norden liegt die von den Vereinten Nationen nicht anerkannte Türkische Republik Nordzypern mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung und im Süden die Republik Zypern, wo vor allem orthodoxe Christen leben. Die byzantinische Kunst hat viele Jahrhunderte überdauert, und bis heute werden orthodoxe Kirchenneubauten in diesem unverwechselbaren Stil errichtet und ausgeschmückt. Selbst die Mosaiken, deren Ausführung im Mittelalter zu kostspielig wurde, treffen wieder den zeitgenössischen Geschmack. Inmitten des Troodos-Gebirges liegt das wohl prächtigste und meistbesichtigte Bauwerk der Insel, dass Kykkos-Kloster, das im 19. Jahrhundert wiederaufgebaut wurde und Mosaiken aus alter und neuer Zeit beherbergt.
17:40
R: Vincent Perazio... Auf der Nordwestpassage, jener legendären, lange als unüberwindbar geltenden Polarroute, spielten sich bereits einige legendäre Tragödien und Forschungsabenteuer ab. Doch im Gefolge der Klimaerwärmung wird die Route jetzt nach und nach passierbar. Ghislain und Emmanuelle Bardout wollen die Nordwestpassage mit ihrer Besatzung überqueren – und damit in die Fußstapfen der bedeutendsten Polarforscher treten.Seit rund zehn Jahren erkunden die beiden Franzosen – sie zählen zu den weltbesten Polartauchern – die arktischen Gewässer: Sie haben den Nordpol aus der Unterwasserperspektive gefilmt und das vielfältige Leben nahe der grönländischen Küsten genauestens untersucht.Auf der Nordwestpassage suchen sie erstmals auch nach fluoreszierenden Polarorganismen. Die Fluoreszenz hat die Biowissenschaften revolutioniert, wurde aber noch nie in der Arktis beobachtet. Mit diesem Mix aus Geschichte und Wissenschaft, einzigartigen Tauchgängen und auf den Spuren legendärer Expeditionen bringt die Dokumentation das Leben unter dem Eis zum Leuchten. , Erstausstrahlung.
18:35
R: Rolf Lambert... Der Olavsweg, der im Jahr 2010 zum Europäischen Kulturweg erklärt wurde, führt von der Hauptstadt Oslo durch die wilden Landschaften Norwegens nach Trondheim. Dort liegt seit dem Jahr 1030 der heilige Olav begraben. Über seinem Grab wurde der Nidarosdom errichtet. Als König einte Olav einst das Land und bekehrte die Wikinger zum Christentum. Nach seinem Tod wurde er heiliggesprochen. Im Mittelalter war der Olavsweg fast ebenso wichtig wie der Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Für lange Zeit geriet die Pilgerroute in Vergessenheit. Im Jahr 1997 wurde sie offiziell wiedereröffnet.
19:20
ARTE Journal
19:40
R: Johannes Backes... Der Dodekanes ist eine windgepeitschte Inselgruppe mit der Hauptinsel Rhodos, unmittelbar vor der türkischen Küste gelegen. Diese große Nähe zur Türkei und die Jahrhunderte währende Fehde zwischen der griechischen und der türkischen Kultur haben den Archipel geprägt. Erst seit 1947 gehört der Dodekanes nach einer wechselhaften Geschichte politisch zu Griechenland. Inzwischen ist auf den Inseln ein friedliches Zusammenleben längst wieder die Regel. Die extreme Lage am Rande Europas, das bisweilen sehr raue Klima und die Kargheit der Natur stellen die Menschen auf dem Dodekanes vor besondere Herausforderungen. Die Dokumentation stellt den Zuschauern unter anderem einen Stiefelmacher vor, einige Nachfahren von Schwammtauchern, Delfinschützer, eine Mühlenbesitzerin und den Wächter einer islamischen Bibliothek auf der Hauptinsel Rhodos.
20:15
R: Achim Scheunert, Andreas Wimmer... Der Käfer als Verkaufsschlager, der Bulli als Sehnsuchtsobjekt, der Golf als Symbol einer ganzen Generation: Die Marke Volkswagen beeinflusste das (Selbst-)Bild der Deutschen wie kaum eine andere. Der Film erzählt die Geschichte des Erfolgsunternehmens, bis zum Skandal um die Abgasmanipulation im Jahr 2015., Online verfügbar von 24/07 bis 23/08.
21:45
R: Peter Bardehle... Im Zweiten Weltkrieg flog sie alliierte Fallschirmspringer hinter die deutschen Linien, ein paar Jahre später versorgte sie als „Rosinenbomber“ das eingeschlossene Berlin mit Nahrungsmitteln. Und noch heute lässt die legendäre Douglas DC-3 das unverwechselbare Dröhnen ihrer Motoren erklingen. Dafür sorgt u. a. der Unternehmer Hugo Mathys, der eine ausgediente Maschine der Swiss Air kaufte und aufwendig restaurieren ließ. Ein TV-Team begleitet den fliegenden Oldtimer beim Flug über die Alpen., Online verfügbar von 24/07 bis 23/08; Erstausstrahlung.
22:40
R: Christian Schulz... Zehn Milliarden Euro würde die geplante Pipeline Nord Stream 2 kosten. Sie soll nicht nur die Versorgung Westeuropas mit russischem Gas sichern, sondern ist auch mit knallhartem geostrategischem Kalkül verbunden. So ist es in Putins Interesse, die Ukraine als Transitland für Gaslieferungen aus dem Spiel zu drängen., Online verfügbar von 24/07 bis 31/07; Erstausstrahlung.
23:35
R: Paschoal Samora... Doku über die Menschen eines syrischen Flüchtlingscamps in der jordanischen Wüste., (Jord./D 18). 80?000 Vertriebene hausen in einem riesigen Provisorium, sie trauern um die Toten und kämpfen um Hoffnung… Feinfühlig und sacht poetisch illustriert der Brasilianer Paschoal Samora, wie syrischer Überlebenswille Blumen im Sand blühen lässt: würdevolle Porträts, die helfen, Berührungsängste abzubauen., Online verfügbar von 24/07 bis 31/07; Erstausstrahlung.
01:05
I: Anna Fischer, Hanns Schuschnig, August Zirner, Itay Tiran, Daniela Sea, Winfried Glatzeder, Almut Zilcher, Wanja Mues, Emily Cox, Yohanna Schwertfeger, Kristina Bangert, Michael Gwisdek; S: Barbara Albert; R: Barbara Albert... Drama. Studentin stolpert über die NS-Geschichte ihrer Familie., Zu Opas 95. Geburtstag reist Germanistikstudentin Sita (Anna Fischer) heim nach Wien. Als sie in der Wohnung ihres Vaters (August Zirner) zufällig ein Foto des Großvaters in SS-Uniform findet, hat sie Fragen – sehr zum Unwillen der Familie… Das autobiografisch gespeiste Drama von „Nordrand“-Regisseurin Barbara Albert verzettelt sich in zu vielen, oberflächlich angerissenen Themen.
02:50
R: François Chayé
03:20
ARTE Journal
03:40
Erstausstrahlung.
05:00
R: Simon Staffurth