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3 SAT
05:30
R: Jürgen Vogt... anschließend: 3satTextVision.
06:20
R: Elisabeth zu Eulenburg... Der Zauber der Insel Mainau lockt mit seiner Blütenpracht jedes Jahr mehr als eine Million Besucher an. Der Film blickt hinter die Kulissen der Blumeninsel und ihrer gräflichen Familie. Graf Lennart von Bernadotte schenkte der Insel ihr blühendes Gewand. Er verzichtete auf den schwedischen Thronanspruch und machte die Mainau zu seinem Lebenswerk. 2007 übernimmt Tochter Gräfin Bettina das Ruder und lässt ihr Erbe in neuer Pracht erblühen. Die studierte Betriebswirtschaftlerin sorgt dafür, dass die Insel bis heute ein Touristenmagnet bleibt. Bruder Björn ist zweiter Geschäftsführer und für den Forstbetrieb zuständig. Schwester Diana hat ein Hutatelier und verhilft auch royalen Häuptern zu dem perfekten Etwas. Für Königin Silvia von Schweden hat sie ein ganz besonderes Modell designt. Hochzeitsglocken läuten regelmäßig auf der Bodensee-Insel, nicht nur die der gräflichen Familie. Weit über 100 Paare heiraten jedes Jahr auf der Mainau. In der Schlosskirche oder auch im gräflichen Schloss, dort ist nämlich das Standesamt. Königlicher Besuch kommt nur zu den gräflichen Hochzeiten, wie bei Graf Björn und Gräfin Sandra: Kronprinzessin Victoria. Besondere Geschichten und Protagonisten in wunderschöner Landschaft, erzählt in starken Bildern. Luftaufnahmen mit Kopterflügen machen den Film zu einem farbenprächtigen Erlebnis.
06:35
R: Jörg Daniel Hissen... Im eher unbekannten Bundesstaat Oregon trifft Filmemacher Jörg Daniel Hissen auf Menschen, die für das Lebensgefühl im pazifischen Nordwesten stehen. Sandboarden ist ein neuer Trendsport entlang der Dünen der weiten Strände Oregons. Der Tsunami-Forscher Tom Horning erzählt alles über die Tsunami-Gefahren entlang der Westküste. In Portland besucht das Team den Outdoor-Spezialisten Columbia Sportswear. Mit dem Pilzjäger Kouy Loch geht es in der Nähe des berühmten Crater Lake auf die Suche nach dem teuersten Speisepilz der Welt. Der Designer Allen Christensen zeigt, wie das exklusivste und teuerste Wohnmobil der Welt in Handarbeit gefertigt wird. In den endlosen Nadelwäldern Südoregons besucht das Team den in völliger Abgeschiedenheit lebenden Feuermelder Jim Shotwell auf seinem Wachturm.
07:20
Kulturzeit kompakt
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit kompakt
09:15
R: Leo Spors... Pkw und Motorrad sind nichts Besonderes, doch in der Fahrschule Klippel kann man auch den Sportbootführerschein machen und Wasserflugzeuge steuern lernen. Die „ZDF.reportage“ trifft auf „Prüfungsangst und Stoßgebete“.
09:45
R: Christine Adelhardt... Grasland, Gebirge, endlose Sandwüsten: Die Innere Mongolei gilt als Chinas wilder Norden. Ihre Geschichte reicht Jahrhunderte zurück, ihr berühmtester Sohn ist Dschingis Khan. Noch heute ziehen die Nomaden mit ihren Tieren durch die endlosen Weiten des Graslandes. Im Grasland stößt das Filmteam auf eine Familie, deren Alltag noch heute bestimmt ist durch ihre Schafe, Kühe, Pferde und Kamele. Die Regierung will sie sesshaft machen. Aber Dschingis Khans Kinder wollen ihre Traditionen weiterleben. Dazu gehören auch ihre Feste, die den Zusammenhalt stärken. Besonders farbenprächtig ist Nadam. Bei diesem berühmten Volksfest kämpfen alle – Kinder, alte Männer und kraftstrotzende Muskelpakete in Lederjacken – verbissen um den Sieg in drei Disziplinen: Das sind wie seit Jahrhunderten Pferderennen, Bogenschießen und Ringen. Zum großen Vergnügen der Zuschauer. Doch die Innere Mongolei ist – wie schon zu Dschingis Khans Zeiten – keineswegs im Gestern stehengeblieben. Neben alter Tradition steht ein ultramodernes Projekt: Ordos. Auf den ersten Blick eine Geisterstadt mitten in der Wüste, mit Hochhäusern und Villenvierteln, achtspurigen Straßen, gigantischen Museen ohne Ausstellungsstücke. Hundert internationale Architekten waren am Bau beteiligt, der Masterplan für die künstliche Stadt stammt vom chinesischen Künstler Ai Weiwei. Ein engagiertes Projekt, das auch Künstler und kluge Köpfe in die Innere Mongolei locken sollte. Die Straßen und Häuser sind bisher menschenleer. Aber, dem boomenden Immobilienmarkt sei Dank, sind angeblich alle Häuser verkauft. Im krassen Gegensatz zu den wenigen Menschen in dieser künstlichen Geisterstadt leben die letzten Ewenke. Ihre Heimat sind die endlosen Wälder im Norden der Inneren Mongolei nahe der Grenze zu Russland. Dieser Volksstamm züchtet traditionell Rentiere und lebt mit den halbgezähmten Tieren in Zelten im Wald. Wegen der strengen Ansiedlungspolitik der chinesischen Regierung gibt es aber nur noch eine Handvoll Familien, die das entbehrungsreiche Leben in der Wildnis führen. Es war nicht leicht für das Kamerateam, sie im Dickicht der riesigen Wälder zu finden. Durchs Grasland und die Wälder des Nordens reisen Christine Adelhardt und das Team des Studios Peking in die weiten Wüsten des Westens, die sich mit ihren gigantischen Sanddünen immer weiter ausbreiten. Die Anpflanzung von speziellen Sträuchern soll die Versandung der Landschaft stoppen. Diese große Grüne Mauer gilt als zweite chinesische Mauer. Hunderte von Kilometern lang versuchen die Bewohner, mit Grünpflanzen die Wüste in ihren Grenzen zu halten. Christine Adelhart besucht eine Familie, die mit dem Anbau der Pflanzen für die Grüne Mauer überlebt. Früher zogen die Familienmitglieder als Nomaden durchs Grasland. Von ihrem ersten Leben blieb jedoch nur Sand. Der Sand kann erstickend sein – und ist doch wunderschön.
10:15
NDR Talk Show
12:15
Ein kleines Stück Land, umgeben von tosendem Meer – das ist Hooge. Die Hallig ist ein Sehnsuchtsort. Wer ihr verfällt, der bleibt. Andrea Ballschuh sucht nach dem Zauber der Hallig Hooge. Sie packt mit an, wenn die Hooger ihr bedrohtes Idyll fit machen für den Winter. Wenn der Sturm kommt, ragen nur noch die Häuser aus dem Wasser. Die Hooger haben gelernt, ihr bedrohtes Paradies zu schützen. Wie gehen sie um mit dem Klimawandel?
12:45
R: Eva Witte... Strand, Surfen und Sodade, melancholische Musik, – das sind die gängigen Klischees zu den Kapverdischen Inseln. Es gibt Sonne an 350 Tagen im Jahr bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad. Das klingt nach Paradies – heute. 500 Jahre zuvor klang Cabo Verde nach Sklavenhandel, Hunger, Verbannung und nach Weggehen. Der Film zeigt ein Archipel höchst unterschiedlicher Inseln – Sandhügel, Passatwind-geplagte Flecken oder bizarre Vulkanformationen. Es waren Schiffe unter portugiesischer Flagge, die auf einer Erkundungsreise zur westafrikanischen Küste die Inselgruppe auf der Höhe des heutigen Senegal entdeckten. Auf der südlichen Insel Santiago fanden die Mannschaften in den Ausläufern eines Tals eine ideale Anlegestelle, Wasser – und keine Menschenseele, die einer künftigen Besiedlung widersprach. Das reichte, um mitten im Atlantik die erste europäische Hauptstadt südlich der Sahara entstehen zu lassen. Geopolitisch war das eine geniale Entscheidung, denn das ausgehende 15. Jahrhundert veränderte das Gesicht der Welt. Kap Verde lag im Schnittpunkt der Verbindungslinien zwischen Europa, Afrika und Amerika. Ribeira Grande spielte 150 Jahre lang eine glanzvolle und zugleich schreckliche Rolle im Welthandel. Heute erinnert nur noch eine Säule vor dem beschaulichen Hafen an die Sklaven, die von der westafrikanischen Küste kommend hier weiter verschifft wurden. Manche blieben. Als Arbeiter auf den Plantagen von Ribeira Grande, als Gefährtinnen der hier stationierten portugiesischen Soldaten und Beamten. Und so entstand mitten im Wettlauf der europäischen Mächte um den Handel mit Menschen, mit Gold, Kaffee und Zuckerrohr eine Kultur: Crioulo, die Vermischung der Schwarzafrikaner mit den weißen Portugiesen – die erste Kreolgesellschaft. Ribeira Grande verlor nach diversen Piratenangriffen im 18. Jahrhundert seine Schlüsselstellung, wurde zu Cidade Velha, die alte Stadt. Es blieb nur ein Fort, das die Menschen nicht schützen konnte, eine Kathedrale als Ruine, es blieben Dürre und Hunger. Aber Crioulo lebte weiter, in der Sprache, in der Musik, in den Menschen. Ihr Kampf ums Überleben trieb sie auf andere Inseln, nach Europa, rund um die Welt. Kap Verde, das ist die Melodie einer langen Reise.
13:00
ZIB
13:20
R: Peter Weinert... Karibik, Karneval, coole Musik – Trinidad hat alles, was ein Traumziel ausmacht. Palmen gesäumte Strände bieten Urlaubern luxuriöse Entspannung. Als Geburtsinsel der Steelbands und der Calypso- und Soca-Musik hat Trinidad der Welt einige wichtige Kulturgüter gegeben. Nach Rio de Janeiro zählen die Umzüge in der Hauptstadt von Trinidad Port of Spain zu den prunkvollsten Karneval-Veranstaltungen weltweit. Der Film zeigt die faszinierende Karibikinsel Trinidad mit ihren bekannten Sehenswürdigkeiten, wie dem turbulenten und temperamentvollen Karneval, ihrer kaum berührten Natur sowie den einladenden Sandstränden. Die Herstellung und das Stimmen einer Steeldrum wird ebenso detailliert vorgeführt wie die Anfertigung phantasievoller Karnevalskostüme und die Vorbereitungen für die große Parade. Weit weniger bekannt ist eine – im wahrsten Sinne des Wortes – dunkle Seite der Insel. Nahe der kleinen Ortschaft La Brea befindet sich der Pitch Lake, ein See aus Natur-Asphalt von rund 1500 Metern Durchmesser und rund 100 Metern Tiefe. Dieses Naturphänomen findet man weltweit nur noch zweimal: mit dem Asphaltsee Rancho la Brea bei Los Angeles und dem Guancho See in Venezuela. Dabei ist See eigentlich die falsche Bezeichnung für das, was sich an der Südwestküste Trinidads befindet. Der Pitch Lake erinnert eher an einen riesigen, von Rinnen und Furchen durchzogenen und nicht gerade ebenen Parkplatz. Sein Asphalt ist bis auf wenige Stellen so fest, dass er begehbar ist, ja sogar mit Fahrzeugen befahren werden kann. An mehreren Stellen blubbert heißes, flüssiges Bitumen aus dem Untergrund und sorgt als Muttersee dafür, dass der See sich immer wieder selbst erneuert. Aufgrund der Schwefeldämpfe, die dabei austreten, können nur wenige Pflanzen und Tiere auf seiner rissigen Oberfläche existieren. Die Anwohner jedoch schätzen das Wasser, das sich in den natürlichen Kuhlen ansammelt, für seine Heilwirkung und besuchen den See regelmäßig, um dort Bäder zu nehmen. Schon 1595 entdeckte der englische Seefahrer Sir Walter Raleigh dieses Naturwunder und nutzte das Pech, um damit seine Schiffe abzudichten. Ende des 19. Jahrhunderts erkannte man die wirtschaftliche Bedeutung des Asphalts und begann ihn in industriellem Stile zu fördern und in alle Welt zu verkaufen. Bis heute exportiert die Asphalt Company täglich rund 300 Tonnen der zähflüssigen, schwarzen Masse. Doch die intensive Nutzung des Pitch Lake hat auch zu Problemen geführt. So sinkt das Niveau des Sees beständig ab und längst gibt es Befürchtungen, die natürliche Asphaltquelle könnte eines Tages versiegen. In der nahe gelegenen kleinen Ortschaft La Brea (spanisch für Teer) ist der Untergrund in ständiger Bewegung, der Boden sinkt ab oder es quellen dicke Teerblasen aus Straßen und Vorgärten. Zahlreiche Häuser sind vom Einsturz bedroht und die Bewohner müssen sich eine neue Bleibe suchen. Wie mit dem Naturphänomen künftig umzugehen ist, wird eine Herausforderung nicht nur für den Bürgermeister von La Brea.
14:05
R: Peter M. Kruchten... Das Naturparadies Costa Rica, zwischen Karibischem Meer und Pazifik auf der mittelamerikanischen Landbrücke gelegen, muss ständig gegen kommerzielle Interessen verteidigt werden. Auf einer Fläche kleiner als Bayern vereinigt Costa Rica eine enorme Pflanzen- und Tiervielfalt. Ein Viertel des Landes wurde unter Schutz gestellt, der Ökotourismus boomt. Der Film besucht Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, dieses Paradies zu retten. Denn Raubbau und Monokulturen – Hauptexportgüter sind Früchte wie Ananas und Bananen – haben das Gesicht des Landes längst verändert. Die multinationalen Konzerne und Nachfolger der United Fruit Company wollen und können auf den massiven Einsatz von Chemie nicht verzichten. Dass es auch anders geht, zeigen Projekte, die im Film vorgestellt werden. Auf der Insel Chira haben sich die Frauen dem Erhalt der ökologisch wichtigen Mangrovensümpfe verschrieben. In Monte Alto werden ehemalige Viehweiden wieder aufgeforstet. Durch den Nebelwald von Monte Verde führen Schüler der örtlichen Berufsschule und wecken neues Bewusstsein für den schonenden Umgang mit der Natur. Der Film zeigt außerdem unter Einbezug von Protagonisten landschaftliche Höhepunkte und Besonderheiten des Landes von Vulkanrücken über Nebelwälder, Regenwälder bis hin zu den Stränden und vorgelagerten Inseln.
14:45
R: Julia Leiendecker... Strahlendweiße Strände, tiefblaues Meer und Menschen, die sich den ganzen Tag über zu Reggae-Musik bewegen – das Klischee vom Island in the Sun ist fest in den Köpfen verwurzelt. Doch Jamaika hat noch sehr viel mehr zu bieten: Ein weitgehend unberührtes Inselinneres mit hoch aufragenden Bergen, idyllische Fischerdörfer im Süden und eine Hauptstadt, deren Charme sich erst auf den zweiten Blick erschließt. Die Reise führt einmal quer über die Insel. Von der Touristenmetropole Montego Bay ins entlegene Port Antonio – von den Blue Mountains zum Black River. Dabei treffen die Filmemacher Jamaikaner aus ganz unterschiedlichen Schichten: den Kleinbauern Neigel Johnson, der sie in die Geheimnisse der Nationalfrucht Akee einweiht, oder Norma Shirley, die in ihrem Restaurant in Kingston die ganze kulinarische Vielfalt Jamaikas serviert. Auf der Old Tavern Estate in den Blue Mountains pflücken sie Bohnen für den angeblich besten Kaffee der Welt. Sie feiern im H2O, dem angesagtesten Club von Ocho Rios, und besuchen die Maroons, die Nachfahren der entflohenen Sklaven, im Hinterland.
15:30
Tamina Kallert zeigt, dass die Dominikanische Republik fernab des Massentourismus im Osten viel zu bieten hat: Sie reist vom Norden über die Hauptstadt Santo Domingo bis in den Südwesten. All inclusive heißt in der Dominikanischen Republik: türkisfarbenes Meer mit schneeweißen, von Palmen gesäumten Stränden, faszinierende Berglandschaften, undurchdringliche Regenwälder und Plantagen, dazu einzigartige Kulturschätze und rhythmische Musik. Auf ihrer Reise sieht Tamina Kallert Wale in der Bucht von Samana und riesige Leguane in der Laguna de Oviedo. Sie besucht im Nationalpark Los Haitises die Höhlen mit Zeichnungen der Ureinwohner, taucht zwischen bunten Fischen und Korallen, lernt ein paar Schritte Bachata und lässt sich auf einer Party bei Vollmond vom karibischen Temperament der Einheimischen anstecken.
17:00
R: Peter Sonnenberg... Im Norden Kolumbiens reicht die trockene Wüste über goldene, unendliche Sandstrände direkt bis an die karibische See. Aber auch eisbedeckte Berge sind nicht weit. Vom türkisfarbenen Wasser der Karibik sind die 5000 Meter hohen Gletscher der Sierra Nevada de Santa Marta zu sehen. Von den Tropen ins ewige Eis durchwandert Auslandskorrespondent Peter Sonnenberg alle Klimazonen der Erde. Dabei zeigt er das Leben der indigenen Wayuu, die heute noch sehr ursprünglich und beinahe unabhängig von der restlichen Gesellschaft nah an der Grenze zu Venezuela leben. Mit ihnen reitet er auf dem Pferderücken durch die atemberaubenden Landschaften. Doch die Natur ist durch den geplanten Kohle-Abbau bedroht. Die Indigenen machen sich bereit, für ihr Land zu kämpfen. Die Reise geht weiter hoch ins Gebirge. Auch hier leben noch Indigene, die Kogi. Sie wollen ihre traditionelle Lebensweise, die ursprünglichen Produktionsprozesse und die bedrohte Umwelt der Region schützen. In Dibulla, einem kleinen Fischerort, wo sich Berge und Wüste treffen, endet der Film. Hier kann man in die Klänge und Rhythmen, die von einer tausende Jahre alten Tradition und der Schönheit einer überreichen Natur erzählen, eintauchen.
17:30
R: Susanne Mayer-Hagmann... Um Amerika zu durchqueren, haben die Menschen schon immer die schmalste Stelle des Kontinents in Panama benutzt – zunächst zu Fuß, dann auf Pferden und mit Kutschen. Später mit dem Zug. Ab 1855 wurden mit Zügen größere Waren von Schiff zu Schiff transportiert. Dieser erste Schienenweg des Panama-Canal-Railways liegt heute über weite Strecken unter Wasser. Über ihn fahren die großen Schiffe hinweg: auf dem Kanal und im aufgestauten Gatun-See. Letzterer ist 1,3 Mal so groß wie der Bodensee und versorgt die Kanalschleusen mit Wasser. Die Panama-Canal-Railway wurde entlang des Isthmus während der Jahre 1850 bis 1855 gebaut – also vor dem Bau des Kanals. Ihre Länge beträgt 47 Meilen, das sind 76 Kilometer. Sie verbindet Colón am Atlantischen Ozean mit Ciudad de Panamá am Pazifik. Beim Bau der Strecke starben schätzungsweise zwischen 6000 und 12 000 Arbeiter unter widrigsten Bedingungen, vorwiegend an Cholera und Malaria. Für die Entscheidung zum Bau des Kanals in Panama spielte die Existenz der Eisenbahnstrecke eine entscheidende Rolle. Während des Kanalbaus wurde auf der Bahnlinie das größte Frachtvolumen pro Zug in der Welt befördert. Im 19. Jahrhundert befand sich das Zentrum des Transportes über den Isthmus auf der karibischen Seite Panamas, das damals ein Teil Kolumbiens war. Dort, in Colón, im Gebäude des heutigen Hotels Washington, residierte die Eisenbahngesellschaft und steuerte den interozeanischen Transport auf der Schiene. Der schnellste und bequemste Weg von San Francisco nach New York führte durch Panama. Die Bahn war so gefragt und erfolgreich, dass die Aktien der Panama-Railroad eine Zeitlang die teuersten an der New Yorker Börse waren. 1913, ein Jahr bevor der Panama-Kanal in Betrieb genommen wurde, transportierte die Bahn fast drei Millionen Passagiere und mehr als zwei Millionen Tonnen Waren. Ohne die Bahn und deren Transportkapazitäten hätte der Kanal niemals gebaut werden können. Der Transport von Passagieren – überhaupt erst seit sechs Jahren wieder möglich – ist heute sehr bescheiden: Ein einziger Zug fährt morgens von Panama-Stadt nach Colón und abends wieder zurück. Es ist die schnellste Verbindung zwischen den Ozeanen. 57 Minuten benötigt der Luxuszug der ersten Klasse, um über den Isthmus zu fahren. Auf der stets verstopften Straße benötigen die Reisenden unter Umständen zwei Stunden und mehr. Die Schiffe auf dem Kanal schaffen es – allerdings nach einer tagelangen Wartezeit draußen vor den Zufahrten zum Kanal – in rund acht Stunden. Genutzt wird der Zug von Reisenden und Kreuzfahrtpassagieren, die sich eine Auszeit vom Schiff nehmen, und von Geschäftsleuten. Kaum ist der Zug losgefahren, werden die Laptops aufgeklappt. Für die Händler aus der Freihandelszone in Colón ist der Zug mit seinen herunter gekühlten Waggons ein idealer Treffpunkt, um mit Einkäufern und Partnern noch Feinabstimmungen zu besprechen, Preise zu vergleichen und Angebote vorzulegen. Durch die großen Fenster können sie dabei das Grün des tropischen Waldes genießen. Immer wieder öffnet sich der dichte Vorhang und gibt den Blick frei auf den Gatún-See, über den die großen Dampfer gleiten. An einigen Stellen gleitet auch der Zug, mitten durch den See, auf einem Damm knapp über die Wasseroberfläche dahin. Für Touristen und Fotografen ist der beste Platz im Zug der Panoramawagen mit gläserner Kuppel. Eine ganz andere Art von Eisenbahnsystem ist die sogenannte Treidelbahn, eine Schiffsschleppbahn, die die Schiffe durch die Schleusen ziehen und sie gegen die Strömungen in den Schleusenkammern beim Wasserein- und -auslass stabilisieren. Die Loks, auch Mulis genannt, wiegen rund 45 Tonnen und funktionieren mit einem Zahnstangensystem des berühmten Schweizer Konstrukteurs Riggenbach. So bewältigen die Lokomotiven, die erst seit 2012 im Einsatz sind, die bis zu 45 Grad steilen Rampen zwischen den Schleusenkammern. Eine faszinierende Arbeitswelt.
18:15
Der Chihuahua al Pacifico, genannt Chepe, verbindet die Pazifikküste Mexikos mit der Stadt Chihuahua im Nordwesten Mexikos. Es ist eine der abenteuerlichsten Eisenbahnreisen der Welt. Der Chepe hält sich genau an den Fahrplan. Jeden Morgen um 6.00 Uhr setzt sich die Primera Express, der Erste-Klasse-Zug, in Bewegung. Eine Stunde später folgt die Clase Economica, die Zweite Klasse. Beide Züge werden von riesigen Dieselloks gezogen. Dabei klettert der Zug von der Höhe des Meeresspiegels auf 2400 Meter Höhe hinauf in die Berge der Sierra Madre, fährt über 39 Brücken, durch 86 Tunnel und schraubt sich auf Serpentinen und Schleifen in eine unvergleichliche Landschaft hinein. Die Fahrt entlang der Barranca del Cobre, der Kupferschlucht, ist ein unvergessliches Erlebnis. Vor den Bahnpassagieren öffnet sich das größte Canyon-System der Welt mit Schluchten tiefer als der Grand Canyon in Arizona. Hier sind die Raramuri zuhause, eine indigene Bevölkerungsgruppe, die noch heute so leben wie ihre Vorfahren. Die Entstehungsgeschichte des Chepe war schleppend: 1861 entstand die Idee, mittels Schiene einen Handelsweg zwischen der mexikanischen Pazifikküste und Texas zu eröffnen. 1897 erfolgte der erste Spatenstich. Von beiden Seiten her wurden rund 700 Kilometer der Trasse gelegt. Doch die mexikanische Revolution brachte das ehrgeizige Vorhaben zum Stillstand. Erst 1940 wurde der letzte und schwierigste Streckenabschnitt begonnen, der Steilabstieg aus dem Gebirge hinab auf die Ebene vor der Küste. 20 Jahre dauerte es, bis das Teilstück fertiggestellt war. 1961 fuhr der erste Zug von der Küste im Staat Sinaloa über die Sierra Madre nach Chihuahua im Staat Chihuahua. Der ursprünglich angedachte Warentransport hat längst schnellere Wege gefunden, dafür kommen jetzt die Bewohner der Gebirgsregion und Touristen in den Genuss, diese aufregende Eisenbahnstrecke zu befahren – zwischen 13 und 16 Stunden Fahrt stehen den Passagieren bevor, aber keine Sekunde Langeweile.
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit kompakt
19:30
Für Chrigel Maurer ist der Traum vom Fliegen wahr geworden. Die Dokuserie begleitet den Schweizer Gleitschirmpiloten bei der Suche nach der ultimativen Herausforderung in der Luft. Es geht um die Gleitschirm-Schweizermeisterschaft und um ein Abenteuerrennen in den Pyrenäen, um einen schweren Flugunfall und die langwierige Genesung, sowie um das Flugcoaching in Südafrika bis zur Weltmeisterschaft in Kolumbien. Chrigel Maurer fliegt seinem dritten X-Alps-Sieg entgegen, spricht über seine Gleitschirmanfänge als Neunjähriger und die Risiken seines Sports und nimmt an den Akro-Meisterschaften in Villeneuve teil. Ein rastloses Leben zwischen Training und Hochleistungssport, bei dem ein Sieg immer der Anfang zu einer neuen Höchstleistung ist.
20:00
Tagesschau
20:15
Der Aletsch ist der größte Gletscher der Alpen: ein Eisgigant von magischer Schönheit. Seine einmalige Lage begeistert besonders Forscher und Künstler. Jetzt kämpft man gegen das Abschmelzen. Der Klimawandel macht dem Gletscher gewaltig zu schaffen: Der Eispanzer schrumpft jedes Jahr rund 50 Meter in der Länge und zwölf Meter in der Höhe. Sein Verschwinden bedroht nicht nur Landwirtschaft und Tourismus, sondern die gesamte Flora und Fauna. Der Masseverlust ist so dramatisch, dass als Erklärung eine natürliche Wetterschwankung allein nicht ausreicht. Kurzfristig beschert das im Überfluss vorhandene Schmelzwasser dem Vieh auf den sich ausdehnenden Almen üppiges Futter. Viele Pionierpflanzen nehmen den vom Eis freigegebenen Lebensraum in Besitz. Doch Bergführer Dominik Nellen sieht die Heimat seiner tierischen Lieblinge rapide zusammenschmelzen: Der Gletscherfloh ist die einzige Tierart, die dauerhaft auf dem Gletscher überleben kann. Naturschützer und Wissenschaftler reagieren auf die Herausforderung: Revierförster Peter Aschilier erprobt Methoden zum Schutz des Bergwaldes bei zunehmender Trockenheit. Der Fotograf und Biologe Carsten Brügmann dokumentiert die Anpassung von Orchideen an schwierige Umweltbedingungen. Die Wildbienenspezialistin Sabrina Gurten erforscht die Verschiebung der Lebensräume bestimmter Arten in die Höhe, deutliches Indiz der Klimaveränderung im Alpenraum. Pro-Natura-Aktivist Laudo Albrecht sieht auch das Überleben der Murmeltiere am Aletsch massiv gefährdet. Förster Christian Theler errichtet regelrechte Totholzburgen, um Hirschkäfern die Fortpflanzung zu erleichtern. Ihr Engagement hilft den außerordentlich vielfältigen Tier- und Pflanzenarten, den Klimawandel am Aletschgletscher zu überleben.
21:05
Das Verzascatal mit seinen pittoresken Dörfern und dem smaragdgrünen Fluss, der sich durch eine einzigartige Felslandschaft schlängelt, gilt als eines der schönsten Täler südlich der Alpen. Es ist ein raues, wildes Tal mit mächtigen Wasserfällen und seltenen Tieren. Durch seine Abgeschiedenheit konnte es bis heute viel von seiner Ursprünglichkeit bewahren. Obwohl der Tourismus immer wichtiger wird, pflegen die Bewohner weiterhin die alten Traditionen.
22:00
ZIB 2
22:25
S: Timon Koulmasis; R: Timon Koulmasis... Eine Liebe zur Zeit der deutschen Besatzung in Griechenland., Auf Grundlage der Liebesbriefe, die sein Vater zu Beginn der 1940er-Jahre an die Kunststudentin Nelly schrieb, findet Regisseur Timon Koulmasis einen Weg, vom Alltag unter deutscher Besatzung zu erzählen. Der Vater arbeitete damals am Deutschen Wissenschaftlichen Institut in Athen, einem heimlichen Ort des Widerstands. Gründer: Rudolf Fahrner, enger Vertrauter von Hitler-Attentäter Stauffenberg., Erstausstrahlung.
23:50
R: Broka Herrmann... Jeder achte Deutsche ist irgendwann in seinem Leben von einer Phobie betroffen. Manche verlassen ihre Wohnung nicht mehr. Von seinem „Leben mit Angststörungen“ berichtet u. a. Ex-Jupiter-Jones-Sänger Nicholas Müller.
00:20
10 vor 10
00:50
Nicholas Ofczarek und Robert Palfrader führen auf eine Tour de Force durch die Schattenseiten des Landes. Diesmal geht es zu einem Tiroler Urlaubsort, wo es mehr Gäste als Einheimische gibt. Deshalb veranstaltet man ein Einheimischen-Casting. Die Touristen werden in der Gastwirtschaft mit Köstlichkeiten aus der Region verwöhnt. Gelegentlich funkt eine reinkarnierte Inka-Prinzessin dazwischen. Und im Kühlhaus warten zwei Skilehrer auf die Wintersaison.
01:20
Nicholas Ofczarek und Robert Palfrader führen auf eine Tour de Force durch die Schattenseiten des Landes. Diesmal geht es um Nackte und Minister. Der Herr Minister braucht einen Popularitätsschub. So mischt er sich unters einfache Volk und besucht eine Therme. Aber auch ohne Kleider lässt er die Standesunterschiede klar heraushängen – besonders, als ein ihm untergebener Beamter in der Sauna angetroffen wird. Außerdem lernt man einen durchdrehenden Zen-buddhistischen Masseur, ein Paar mit seltsamen Vorlieben und das Thermen-Maskottchen kennen.
01:45
Die Reihe Heimatsound Concerts stellt junge bayerische und alpenländische Musiker vor – von Newcomern bis hin zu Legenden. Diesmal mit dabei: das Herbert Pixner Projekt. Der Multi-Instrumentalist Herbert Pixner begeisterte mit anspruchsvollen Arrangements. Finest Handcraftet Music From The Alps ist Herbert Pixners Slogan. Volksmusik, Jazz und Blues verschmelzen zu einer neuartigen, überraschenden Verbindung. Aufgewachsen ist Pixner mit fünf Geschwistern auf einem Bergbauernhof im Südtiroler Passeiertal. Ab 1986 lernte er Klarinette an der Musikschule. Später eignete er sich autodidaktisch das Spielen der Diatonischen Harmonika an und entwickelte es zu großer Meisterschaft. Im Laufe der Zeit folgten noch weitere Instrumente. Pixner gründete diverse Bands, darunter auch das Herbert Pixner Projekt. Er war als Fernseh- und Rundfunkmoderator tätig. Seit 2013 betreibt er sein eigenes Label Three Saints Records. 2011 wurde Pixner mit dem Stern der Münchner Abendzeitung ausgezeichnet für seine Verdienste um die Weiterentwicklung der traditionellen alpenländischen Volksmusik. Beim Heimatsound-Festival in Oberammergau sprang der Funke sofort auf das Festival-Publikum über, als Pixner und seine Band aufspielten. Passionierter Groove im Passionstheater!
02:45
Diesmal bei den Heimatsound Concerts: die multikulturelle Blasmusik-Formation Banda Internationale aus Dresden. Sie sorgte für Superstimmung und so manche Überraschung. Schon seit ihrem Gründungsjahr 2001 engagierte sich die Brass-Combo Banda Comunale gegen rechts, marschierte bei Demos mit, spielte bei Stadtfesten, Partys, Festivals und auch in Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge. So entstanden Freundschaften. Frei nach dem Motto: Wir spielen jetzt nicht mehr für, sondern mit den Flüchtlingen gründeten sie schließlich ihr neues Projekt Banda Internationale. Die neuen Bandmitglieder, die kurdisch, arabisch und auch englisch singen, bringen Lieder aus ihrer Heimat ein und lernen das bestehende Repertoire der Band kennen. Die Band ist bekannt für extreme Töne in der Blasmusik, knallhart und höllenschnell. In ihrer Musik verarbeitet sie das Thema Heimat auf mannigfaltige Weise. Lateinamerikanische Cumbrias, Funk, afghanische Popsongs, rumänische Cuzeks, orientalische Klänge und zünftige Volksmusik werden hier zu einem abwechslungsreichen, multikulturellen Musikgenuss.
03:45
Diesmal bei den Heimatsound Concerts: Gamskampler und Black Patti. Als Gewinner-Band des Heimatsound-Wettbewerbs 2016 durften die Gamskampler das Festival eröffnen. Sie kommen aus Wurmannsau bei Oberammergau und bezeichnen ihre Musikrichtung als Volksmusik mit Gwoit inklusive bairischer Satiretexte. Die schrägen Klänge und die Bühnenshow der drei Bandmitglieder Hans, Hans und Hans kamen beim Publikum großartig an. Als eines der wenigen akustischen Duos kreieren die Musiker von Black Patti ihren eigenen Sound aus der großen Stilvielfalt des Blues. Seit ihrer Gründung 2011 sind die Münchener auf internationalen Musikevents unterwegs und stellen dort ihre Klasse als Roots-, und Bluesmusiker unter Beweis. Gitarrist und Mundharmonika-Spieler Peter Crow C. hat in Mr. Jelly Roll seinen kongenialen musikalischen Partner gefunden. Neben Gitarre und Gesang spielt er das fast vergessene Bluesinstrument Mandoline. Mit zweistimmigem Gesang, beeindruckender Instrumentenbeherrschung und enormer Spielfreude begeisterten Back Patti das Publikum.
04:40
Diesmal bei den Heimatsound Concerts: Erwin und Edwin. Sie gelten als der aktuell brandheißeste LIVE-Act Österreichs und sie sorgen für ein ganz spezielles LIVE-Erlebnis. Electronic Sound meets Blasmusik: Die Band, die sich selbst eine Brass-Electro-Band nennt, brachte ihre erste EP im Frühjahr 2013 heraus. Ein Jahr später erschien ihr Dance-Hit Nudlsuppn, der die Spitze der österreichischen iTunes-Charts erreichte. Zu ihrem Elektro-Projekt holten sich die Electro-Freaks Erwin und Edwin noch den Drum-&-Bass-Mann Ewald und den Funk-Gitarristen Eberhart dazu. Die nunmehr vier E machen mit Leidenschaft und Hingabe die Musik, die ihnen Spaß macht – und die geht richtig in die Beine.
05:40
R: Peter Weinert... Karibik, Karneval, coole Musik – Trinidad hat alles, was ein Traumziel ausmacht. Palmen gesäumte Strände bieten Urlaubern luxuriöse Entspannung. Als Geburtsinsel der Steelbands und der Calypso- und Soca-Musik hat Trinidad der Welt einige wichtige Kulturgüter gegeben. Nach Rio de Janeiro zählen die Umzüge in der Hauptstadt von Trinidad Port of Spain zu den prunkvollsten Karneval-Veranstaltungen weltweit. Der Film zeigt die faszinierende Karibikinsel Trinidad mit ihren bekannten Sehenswürdigkeiten, wie dem turbulenten und temperamentvollen Karneval, ihrer kaum berührten Natur sowie den einladenden Sandstränden. Die Herstellung und das Stimmen einer Steeldrum wird ebenso detailliert vorgeführt wie die Anfertigung phantasievoller Karnevalskostüme und die Vorbereitungen für die große Parade. Weit weniger bekannt ist eine – im wahrsten Sinne des Wortes – dunkle Seite der Insel. Nahe der kleinen Ortschaft La Brea befindet sich der Pitch Lake, ein See aus Natur-Asphalt von rund 1500 Metern Durchmesser und rund 100 Metern Tiefe. Dieses Naturphänomen findet man weltweit nur noch zweimal: mit dem Asphaltsee Rancho la Brea bei Los Angeles und dem Guancho See in Venezuela. Dabei ist See eigentlich die falsche Bezeichnung für das, was sich an der Südwestküste Trinidads befindet. Der Pitch Lake erinnert eher an einen riesigen, von Rinnen und Furchen durchzogenen und nicht gerade ebenen Parkplatz. Sein Asphalt ist bis auf wenige Stellen so fest, dass er begehbar ist, ja sogar mit Fahrzeugen befahren werden kann. An mehreren Stellen blubbert heißes, flüssiges Bitumen aus dem Untergrund und sorgt als Muttersee dafür, dass der See sich immer wieder selbst erneuert. Aufgrund der Schwefeldämpfe, die dabei austreten, können nur wenige Pflanzen und Tiere auf seiner rissigen Oberfläche existieren. Die Anwohner jedoch schätzen das Wasser, das sich in den natürlichen Kuhlen ansammelt, für seine Heilwirkung und besuchen den See regelmäßig, um dort Bäder zu nehmen. Schon 1595 entdeckte der englische Seefahrer Sir Walter Raleigh dieses Naturwunder und nutzte das Pech, um damit seine Schiffe abzudichten. Ende des 19. Jahrhunderts erkannte man die wirtschaftliche Bedeutung des Asphalts und begann ihn in industriellem Stile zu fördern und in alle Welt zu verkaufen. Bis heute exportiert die Asphalt Company täglich rund 300 Tonnen der zähflüssigen, schwarzen Masse. Doch die intensive Nutzung des Pitch Lake hat auch zu Problemen geführt. So sinkt das Niveau des Sees beständig ab und längst gibt es Befürchtungen, die natürliche Asphaltquelle könnte eines Tages versiegen. In der nahe gelegenen kleinen Ortschaft La Brea (spanisch für Teer) ist der Untergrund in ständiger Bewegung, der Boden sinkt ab oder es quellen dicke Teerblasen aus Straßen und Vorgärten. Zahlreiche Häuser sind vom Einsturz bedroht und die Bewohner müssen sich eine neue Bleibe suchen. Wie mit dem Naturphänomen künftig umzugehen ist, wird eine Herausforderung nicht nur für den Bürgermeister von La Brea.
06:30
3satTextVision
06:35
R: Jörg Daniel Hissen... Im Gegensatz zum Süden des US-Bundesstaates ist der Norden Kaliforniens eher unbekannt. Filmemacher Jörg Daniel Hissen reist entlang der Pazifikküste Nordkaliforniens. Er trifft auf Menschen, die für das Lebensgefühl Kaliforniens stehen. So begleitet er unter anderem den Wasserflugzeugpiloten Aaron Singer auf sein Hausboot in Sausalito. Mit der Biologin Emily Benito durchstreift er die berühmten Redwood-Wälder mit ihren Mammutbäumen, die über 100 Meter hoch werden können. Der mexikanische Einwanderer und Winzer Ulises Valdez erzählt, wie für ihn der amerikanische Traum wahr wurde. Junge Ökobauern zeigen stolz ihre Farm, und der Fotokünstler Chris McCaw stellt an den Stränden Nordkaliforniens seine Bilder vor. Höhepunkt der Reise durch Nordkalifornien ist eine Zeppelinfahrt mit dem Piloten Ben Travis hoch über der quirligen Metropole San Francisco. Sie eröffnet eine ganz neue Sichtweise auf The Golden State an der Westküste der USA.
07:20
Kulturzeit kompakt
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit kompakt
09:15
R: Axel Gomille... Madeira gilt als Insel des ewigen Frühlings. Zahlreiche Deutsche haben hier ein neues Leben begonnen. Was fasziniert sie an dem Eiland so sehr? Deutsche und österreichische Auswanderer nutzen die vielfältigen Möglichkeiten dieser portugiesischen Insel. Sie betreiben Tauchschulen, richten Wanderungen durch die Bergwelt aus oder lassen sich von den Winden per Gleitschirm in die Höhe treiben. Christoph Kolumbus, die österreichische Kaiserin Sisi oder Winston Churchill – Madeira hatte viele prominente Besucher. Das bekannteste Kind der Insel ist jedoch Cristiano Ronaldo, weltberühmter Fußballspieler und portugiesischer Nationalheld. Er wurde auf Madeira geboren und startete dort seine Karriere. Während der Fußballgott längst auf dem Festland weilt, zieht es noch immer viele Europäer – darunter auch zahlreiche Deutsche – in die andere Richtung: Sie suchen auf Madeira nach Erholung, Glück oder Abenteuer. Madeira ist eine wilde Hochseeinsel, eine Schöpfung des Feuers. Sie ist vulkanischen Ursprungs, die Spitze eines unterseeischen Gebirges, das aus dem Meer ragt. Die Landschaft ist schroff und spektakulär. Ursprüngliche Lorbeerwälder gedeihen im hochgelegenen Zentrum der Insel, während die Küsten von einer üppigen Blumenpracht gesäumt sind. Besonders viele Naturschätze finden sich in den Gewässern der abgelegenen Insel. Ein artenreiches Riff säumt die Küsten. Delfine, Wale und seltene Robben bevölkern das Meer. Schon lange setzen sich Biologen erfolgreich für den Erhalt der Meeresfauna ein, ein großes Meeresschutzgebiet bietet den Tieren sichere Rückzugsmöglichkeiten. Daher sind die Gewässer um Madeira ein Mekka für Schnorchler und Taucher. Die Schönheit der Insel bietet auch an Land viele Möglichkeiten. Besonders beliebt sind Wanderungen entlang der Levadas. Diese künstlichen Wasserläufe wurden schon ab dem 15. Jahrhundert angelegt, um trockene Anbaugebiete im Süden der Insel zu bewässern. Gleitschirmflieger schätzen die Aufwinde, die hier aufgrund großer Temperaturunterschiede und steiler Berge zuverlässig wehen. Viele Wanderer und Sportler genießen nach einem ereignisreichen Tag gern Espada, eine weitere Besonderheit Madeiras: den Schwarzen Degenfisch, der nachts in der Tiefsee gefangen wird. Die Dokumentation wirft einen unterhaltsamen und informativen Blick auf eine der schönsten Inseln Europas.
09:30
R: Jörg Daniel Hissen... Im Gegensatz zum Süden des US-Bundesstaates ist der Norden Kaliforniens eher unbekannt. Filmemacher Jörg Daniel Hissen reist entlang der Pazifikküste Nordkaliforniens. Er trifft auf Menschen, die für das Lebensgefühl Kaliforniens stehen. So begleitet er unter anderem den Wasserflugzeugpiloten Aaron Singer auf sein Hausboot in Sausalito. Mit der Biologin Emily Benito durchstreift er die berühmten Redwood-Wälder mit ihren Mammutbäumen, die über 100 Meter hoch werden können. Der mexikanische Einwanderer und Winzer Ulises Valdez erzählt, wie für ihn der amerikanische Traum wahr wurde. Junge Ökobauern zeigen stolz ihre Farm, und der Fotokünstler Chris McCaw stellt an den Stränden Nordkaliforniens seine Bilder vor. Höhepunkt der Reise durch Nordkalifornien ist eine Zeppelinfahrt mit dem Piloten Ben Travis hoch über der quirligen Metropole San Francisco. Sie eröffnet eine ganz neue Sichtweise auf The Golden State an der Westküste der USA.
10:15
Ein Paar Sneaker steht wohl in jedem Schuhregal. Doch auch große Markenhersteller lassen ihre Latschen in asiatischen Billiglohnländern produzieren. Ausbeutung und Umweltverschmutzung bilden die hässliche Kehrseite vermeintlich hippen Lifestyles.
11:00
R: Marika Liebsch... Manijeh Sabzevar ist eine der wenigen Frauen in diesem Beruf: Sie ist Müllwerkerin in Bergisch Gladbach. Angst vor Neuem hat sie nicht. Deshalb reist sie beruflich nach Bhuthan. Im Land des Glücks trifft sie in der Hauptstadt Thimphu einen 24-jährigen Müllwerker. Manijeh Sabzevar nimmt die Einladung an, bei ihrem neuen Kollegen zu wohnen. Allerdings weiß sie nicht, dass er direkt auf der Müllkippe lebt – eben dort, wo er auch arbeitet. Noch nie hatte er Besuch, der bei ihm übernachtet hat. Die Unterschiede zwischen den beiden Müllwerkern könnten nicht größer sein. Als einziges Land der Welt, erklärt Bhutan Glück als Staatsziel in der Verfassung. Politische Entscheidungen richten sich nach dem sogenannten Bruttonationalglück. Seit rund zehn Jahren ermittelt der Himalaya-Staat das Glücksempfinden seiner Einwohner: 91 Prozent der Bhutaner bezeichnen sich selbst als glücklich, 50 Prozent gar als zutiefst glücklich. Doch auf den ersten Blick scheint es, als würden die Bhutaner ihr Paradies vermüllen. So wirkt es erstmal auf die deutsche Müllwerkerin. Während sie zuhause den Abfall in fünf Eimern trennt, scheinen die Bhutaner ihren Müll gedankenlos zu entsorgen. Die Deutsche ist entsetzt. Doch das ändert sich, als sie den Chef des bhutanischen Müllunternehmens trifft. Der ist ein international gefragter Experte für Müll und hat ganz überraschende Ansichten zur deutschen Mülltrennung.
11:40
Natur im Garten
13:00
ZIB
13:20
R: Meike Materne... Vor 125 Jahren stach das erste Postschiff der norwegischen Reederei Hurtigruten in See. Heute gleichen die Dampfer eher Kreuzfahrtschiffen. Luxus haben sie zwar nicht zu bieten, doch wer braucht so etwas, wenn jenseits der Reling atemberaubende Fjordlandschaften vorüberziehen.
13:50
R: Alvaro Mendoza... Eine der bemerkenswertesten Erscheinungen in der Tierwelt ist der extreme Tiefschlaf. Unter außergewöhnlichen Bedingungen können sich manche Tiere in todesähnliche Zustände versetzen. Andere verbringen die kalte Jahreszeit mit einem monatelangen Winterschlaf. Es gibt sogar Lebewesen, die sich nahezu selbst einfrieren können, sie benutzen dazu ein körpereigenes Frostschutzmittel, das ihre Zellen intakt hält. Der Film zeigt jedoch auch, dass bei aller Anpassungsfähigkeit an außergewöhnliche Umweltbedingungen diese Überlebenstechniken nicht ohne Risiken sind.
14:35
R: Alvaro Mendoza... Der Schlaf bei Tieren ist bislang noch weitgehend unerforscht. Die Bandbreite ist riesig: Zwar schlafen alle Lebewesen, aber manche nur für ein paar Sekunden am Stück. Andere wiederum schlafen fast 90 Prozent ihres Lebens. Einige Spinnenarten können über Monate stillstehen, Schlangen schließen nie ihre Augen, bestimmte Vögel schlafen im Flug, Delfine können sogar im Schlaf kommunizieren. Ein Film über ungewöhnliche Arten des Schlafs.
15:20
R: Marion Pöllmann... Der Essequibo ist mit rund 1000 Kilometern Länge einer der größten Flüsse Südamerikas. Die fünfteilige Reihe begleitet ein Expeditionsteam auf der Suche nach den Quellen des Essequibo. Der erste Teil stellt das Delta des Flusses in den Mittelpunkt. Hier befindet sich das historische Herz der Republik Guyana. Guyana besitzt noch ausgedehnte Mangrovengebiete, die meisten an dem unverbauten Küstenstreifen im Norden des Essequibo-Deltas. Das Delta und die angrenzende Küstenregion liegen knapp unter der Meereslinie und werden durch einen kilometerlangen Deich, die Seawall, geschützt. In Zeiten von Klimaerwärmung und steigender Meeresspiegel aber besinnt man sich auch auf den natürlichen Hochwasserschutz: die Mangroven.
16:05
R: Marion Pöllmann... Der Kaieteur-Wasserfall im Potaro, einem Nebenfluss des Essequibo, ist einer der größten Wasserfälle der Erde. Er ist dreimal höher als die Niagarafälle. In einer einzigen Stufe fällt er 226 Meter in die Tiefe, bevor er in mehreren Kaskaden weitere 30 Meter überwindet. Die Kombination aus Höhe und Wassermenge macht die Kaieteur-Wasserfälle so einzigartig. Jede Sekunde fließen mehr als 135 000 Liter Wasser über den Felsabbruch, zerstäuben Tausende Liter Wasser zu Nebel und Dunst, in dem sich das Sonnenlicht in allen Farben des Regenbogens bricht. Der feuchte Nebel schafft einen einmaligen Lebensraum mit baumhohen Bromelien, fleischfressenden Pflanzen und zahlreichen endemischen Tierarten, die nur dort vorkommen.
16:45
R: Marion Pöllmann... Das Expeditionsteam versucht, über den Nebenfluss Rupununi in die unbewohnte Region am Oberlauf des Essequibo vorzudringen. Guyana ist nur sehr spärlich besiedelt. Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung leben an der Küste. So wird die Reise durchs Hinterland zum Oberlauf des Essequibo zu einer Reise zwischen den Kulturen, durch unberührte Landschaften und paradiesische Natur. Bei der Durchquerung der ebenfalls Rupununi genannten Sumpfsavanne machen die Expeditionsteilnehmer in einem Indianerdorf Halt.
17:30
R: Marion Pöllmann... In dieser Folge erkundet das Filmteam – nicht ganz freiwillig – den wilden Süden Guyanas und das Niemandsland der Acaraiberge an der Grenze zu Brasilien. Die Stromschnellen zwingen das Expeditionsteam, einen Umweg weiter im Süden zu machen. Dabei erlebt die Truppe den wilden Süden Guyanas, wo Vaqueros traditionell Rinder hüten. Auf der größten Ranch des Landes findet das legendäre Oster-Rodeo statt. Hier trifft die Mannschaft auf den erfahrenen Waldläufer Duane de Freitas, der sie bei der weiteren Expedition unterstützt. Wissenschaftliche Verstärkung kommt durch Professor Dr. rer. nat. Martin Oczipka, einen Spezialisten für Geoinformation und Vermessungswesen aus Dresden. So bricht das Team auf in die Acaraiberge – in der Regenzeit eine große Herausforderung für Mensch und Material. Auf der Route treffen sie unter anderem auf majestätische Storchenvögel, sogenannte Jabirus, Gürteltiere, Jaguare und Königsgeier.
18:15
R: Marion Pöllmann... Im letzten Teil gestaltet sich die Suche nach der Quelle des Essequibo schwieriger als erwartet. Die Filmemacher müssen sich durch eine undurchdringliche grüne Hölle kämpfen. Das Expeditionsteam ist auf dem Quellfluss des Essequibo, dem Sipu, unterwegs. Obwohl nur noch etwa 20 Kilometer bis zur Quelle zu überwinden sind, stellt sich die Natur quer, und die Expedition dauert viel länger als ursprünglich geplant. Verstärkt um den erfahrenen Waldläufer Duane de Freitas, einen Trupp kräftiger Waiwai Indianer und Professor Dr. rer. nat. Martin Oczipka, ein Spezialist für Geoinformation, bereist das Expeditionsteam Gebiete, in denen noch nie jemand vor ihnen unterwegs war. Sie entdecken neue Lebensräume und finden unbekannte Tier- und Pflanzenarten.
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit kompakt
19:30
Für Chrigel Maurer ist der Traum vom Fliegen wahr geworden. Die Dokuserie begleitet den Schweizer Gleitschirmpiloten bei der Suche nach der ultimativen Herausforderung in der Luft. In dieser Folge ist Chrigel Maurer unterwegs mit dem Fotografen Röbi Bösch: Fotosession vor dem Matterhorn. Bei der Gleitschirm-Schweizermeisterschaft in Engelberg möchte er seinen Titel verteidigen.
20:00
Tagesschau
20:15
I: Heino Ferch, Nadja Uhl, Anna Schudt, Elisabeth Schwarz, Joachim Bißmeier, Heidy Forster, Petra Kleinert, Dirk Borchardt, Michael Lott, Anna Schudt, Traugott Buhre; S: Thorsten Näter; R: Thorsten Näter... Spuk und ein Fluch vernebeln Heino Ferchs Spürsinn., Auf der Fahrt in ein entlegenes Schwarzwaldkaff verschwindet Katharina spurlos. Mitfahrerin Inka (Nadja Uhl, „In einem wilden Land“) und Katharinas Exmann, der LKA-Forensiker Matthias Auerbach (Ferch), machen sich auf die Suche und treffen auf feindselige Dörfler… Nach geheimnisvollem Auftakt gerät die verzwickte Handlung etwas ins Stocken, spannend bleibts allemal.
21:45
Erstausstrahlung.
22:00
ZIB 2
22:25
I: Trond Espen Seim, Bjorn Floberg, George Mendel, Lene Nystrom, Jonathan Espolin Johnson, Randolf Walderhaug, Jon Oigarden, Anne Dahl Torp, Stein Gronli; S: Gunnar Staalesen, Trygve Allister Diesen; R: Alexander Eik... TV-Thriller, zehnter Film der Norwegenreihe., Ein Attentat auf den Vorstand des Rüstungskonzerns Armakon ruft Varg Veum (Trond Espen Seim) auf den Plan: Even, ein alter Freund des Detektivs aus Bergen, soll angeblich der Täter sein. Doch Veums Nachforschungen führen nach Budapest… Nichts für Zartbesaitete: Regisseur Alexander Eik lässt keine Härte aus.
23:50
I: Wolfgang Böck, Monica Weinzettl, Simon Schwarz, Wolfram Berger, Erwin Steinhauer, Beatrice Frey, Heinz Petters, Ernst Konarek, Johannes Silberscheider, Margarethe Tiesel, Karl Ferdinand Kratzl; S: Thomas Roth, Ernst Hinterberger; R: Thomas Roth... Die österreichische TV-Krimi-Serie war ursprünglich als Co-Produktion für den „Tatort“ geplant – als zweite Reihe neben der mit Harald Krassnitzer, Abgeordneter Grünsteidl soll sich in der Karibik das Leben genommen haben. Warum wird seine Leiche dann aber in Wien gefunden? Kommissar Trautmann (Wolfgang Böck) geht der Sache auf den Grund und recherchiert die letzten 71 Tage des Toten… Die ARD verschmähte die „Trautmann“-Krimis: Den Wiener Dialekt würden die deutschen Zuschauer nicht verstehen. Okay, man muss sich reinhörn. Aber Spaß macht der knarzige Ermittler auf jeden Fall. Hübsch, wie er am Ende den Mordfall nach Hercule-Poirot-Manier rekapituliert.
01:25
R: Ruedi Leuthold... Die Stadt Lucas do Rio Verde im Bundesstaat Mato Grosso ist durch den Anbau von Soja zu einer der reichsten Städte Brasiliens geworden. Gegründet wurde die Stadt von Schweizer Auswanderern, die in der Savanne ihre Heimat kopieren wollten: gute Schulen, Mischkulturen und Gemeinschaftssinn. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs bewirtschaftete Anton Huber einen kleinen Hof in der Luzerner Gemeinde Kottwil. Er wollte seinen neun Kindern eine gute Ausbildung ermöglichen. Das schien ihm zu Hause unmöglich. Deshalb schloss sich die Familie Huber 1951 einer Gruppe von Auswanderern an, die in Brasilien eine bessere Zukunft suchte. Die Familien von Anton und Klaus Huber lebten in Zelten, sie wuschen sich im Fluss, wurden von Mücken fast aufgefressen. Aber ein großer Idealismus gab den Siedlern Kraft: Sie wollten in der Savanne eine Kolonie aufbauen, in der Kleinbauern eine umweltverträgliche Landwirtschaft betreiben und ihre Produkte gemeinsam vermarkten. 30 Jahre später leben in Lucas do Rio Verde 60 000 Einwohner, die Stadt zählt bereits zwei Universitäten. In der Umgebung regieren Großgrundbesitz und Monokultur. Anton Huber ist vor Kurzem gestorben, sein Sohn Luis pflanzt Bäume auf seinem Land. Klaus Huber führt am Rande der Stadt ein Institut für Umwelterziehung und Alternativmedizin. Er beobachtet, dass immer mehr Bauern die Wälder an den Flussufern, die sie für den Sojaanbau abgeholzt hatten, wieder aufforsten. Gebildete Menschen und ein vernünftiger Umgang mit der Natur, das war es, was die Hubers anstrebten. Ihre Saat geht doch noch auf, wenn auch später als erhofft.
01:45
10 vor 10
02:15
R: Alfred Ninaus... Ein reißender Fluss, bunte Streuwiesen oder ein atemberaubender Blick vom 2700 Meter hoch gelegenen Dachstein – das Ennstal ist sehr facettenreich. Doch die Landschaft war lang gefährdet durch Flussbegradigungen im 19. und 20. Jahrhundert. Ein EU-Projekt schuf wieder naturnahe Auen- und Flusslandschaften sowie neue Lebensräume. Der Film erzählt die Geschichte des Tals und zeigt das Leben seiner Bewohner. Ursprünglich schlängelte sich die Enns kurvenreich durch ein lang gezogenes Tal. Dann wurde immer mehr Anbaufläche gewonnen, wurden Nebenarme gekappt, Moore trocken gelegt. Die Flora und Fauna verarmte. Immer öfter gab es verheerende Hochwasser. Vor 20 Jahren startete das EU-Projekt Life. Naturnahe Flusslebensräume und Auwälder entstanden, aber auch ausgedehnte Moorlandschaften. Die für diese Landschaft typischen Torfmoose wurden angebaut, bald siedelten sich seltene Vogelarten wieder an wie der Wachtelkönig, Wanderfalke oder Eisvogel. Aber auch der Braunbär kehrte zurück. Heute ist die einmalige Flusslandschaft das ganze Jahr über ein Gebiet für sanften, naturnahen Tourismus: Im Mai und Juni locken ganze Wiesen voller blauer Schwertlilien Wanderer und Naturbegeisterte an, aber vor allem die Ski-Gebiete im Ennstal sind ein Publikumsmagnet. Darüber hinaus ist das Ennstal seit Jahrhunderten durch Handel und Verkehr geprägt. Das Eisen vom Erzberg oder Lebensmittel wurden auf der Eisenstraße und auf der Enns befördert. Waren es früher Fuhrwerke, Flöße und Enns-Schiffe, übernahmen später Bahn und Lkw den Transport der Güter.
03:00
R: Alfred Komarek... Genau im geografischen Mittelpunkt Österreichs liegt eine der malerischsten und eigenwilligsten Regionen Europas: das Ausseerland im Steirischen Salzkammergut. Der Salzabbau und die Abgeschlossenheit der Region haben auch die Menschen dort geprägt – sie sind so eigenwillig wie ihre Heimat. Wie keine andere Region Österreichs zieht das Ausseerland Künstler und Touristen in seinen Bann. An den westlichen Ausläufern des sogenannten Toten Gebirges entfaltet sich eine fantastische Landschaft, die mit ihren zahlreichen Seen, Mooren und Wäldern, den massiven Bergen der nördlichen Kalkalpen und den darin verborgenen Höhlensystemen Raum für Geheimnisse bietet.
03:45
R: Michael Schlamberger... Tief in die Ennstaler Alpen eingeschnitten, an der Grenze zu Oberösterreich, erstrecken sich ein Naturparadies und die größte Felsschlucht Europas: das Gesäuse. Es ist der mit mehr als 11 000 Hektar drittgrößte Nationalpark Österreichs, eine Welt wilden Wassers zwischen senkrecht aufragenden Steilwänden, furchterregenden Kalkmauern und bizarren Felsgestalten. Nirgendwo in den Alpen liegen Wasser, Wald und Fels so steil übereinander. Am Eingang des Gesäuses steht ein ehemals bedeutendes Zentrum der Wissenschaft, das weltberühmte Benediktinerstift Admont. Die Mönche des Stifts begannen bereits Anfang des 19. Jahrhunderts, die Tier- und Pflanzenwelt dieser Berge zu erforschen.
04:30
S: Kurt Mayer, Judith Doppler; R: Judith Doppler, Kurt Mayer... Die bekannteste Region der Südalpen ist Weltnaturerbe. Ein Blick auf Touristenattraktionen und verborgenere Orte.
05:15
R: Christiane Sprachmann... Gletscher faszinieren Touristen, sind identitätsstiftend für Regionen und reagieren direkt auf Klimaveränderungen. Dass sie rasant schmelzen, macht sie zu einer Goldgrube für Archäologen. Genau vermessen werden die eisigen Welten seit 1891. Diese Daten belegen den Rückgang der Gletscher. Mit ihrem Film taucht Christiane Sprachmann in die Welt der Gletscher ein, spricht mit Forschern und trifft Menschen, die mit und von den Gletschern leben. In früheren Zeiten noch furchteinflößend, gewannen die Gletscher in den letzten beiden Jahrhunderten an Anziehungskraft: Sie wurden gemalt, erobert, bestiegen und zur Touristenattraktion. Die Pasterze, Österreichs größter Gletscher am Fuße des Großglockners, wurde 1856 vom jagdbegeisterten Kaiser Franz Joseph I. besucht. Viele Mythen und Sagen, in denen beispielsweise Riesen die Naturgewalt verkörpern, umranken die Gletscherwelten. In Hintertux in Tirol, heißt es etwa, man könne heute noch die Fußabdrücke des Tuxer Riesen in der Felslandschaft erkennen. Gletscher sind wie Lebewesen: Sie wachsen, ziehen sich zurück, sie können zur Gänze verschwinden und wiederkommen. Derzeit schmelzen oder stagnieren die meisten Gletscher, nur einige wenige weiten sich aus. Belegt wird dies mit den Gletschermessungen der Innsbrucker Glaziologen und des Alpenvereines, die seit schon beinahe 130 Jahren, seit 1891, von 20 sogenannten Gletscherknechten gesammelt werden. Je älter ich werde, desto weiter muss ich mit dem Gletscher nach oben wandern, um ihn vermessen zu können, berichtet der pensionierte Geograf und Gletscherknecht Günther Groß. Der Rückgang der Gletscher bereitet insbesondere Wintersportzentren Sorge. In Sölden in Tirol, am Rettenbachgletscher, startet die Skisaison im September, im Oktober der alpine Skiweltcup. Um der Natur, der Schmelze der Gletscher, zu trotzen, wird zusätzlich zu den Schneedepots mancherorts sogar ein Fließ als Sonnenschutz über das Gletschereis gelegt. Des einen Leid ist des anderen Freud – so geht es den Archäologen. Die Gletscherarchäologie erlebt seit dem Fund des Ötzi 1991 einen enormen Boom. Zahlreiche Universitätsprojekte beschäftigen sich mit den Geheimnissen, die die Gletscher bei ihrem Rückgang freigeben.
06:00
3satTextVision
06:05
R: Uli Weidenbach... Sie gelten als die Besten der Besten – die Eurofighter-Piloten der Bundeswehr. Das Auswahlverfahren ist höchst selektiv und die Anforderungen sind gewaltig – psychisch wie physisch. Nur ganz wenige schaffen überhaupt die Aufnahme in die Ausbildungseinheit. Und dann wartet eine gut 18-monatige Tortur auf sie. Ob im Hörsaal, beim Sport oder im Flugsimulator: Bevor die Jungpiloten ins Cockpit dürfen, müssen sie schon Höchstleistungen zeigen. Das ZDF hatte die seltene Möglichkeit, in der fast hermetisch abgeriegelten Welt der Eurofighter zu drehen und einen Blick aus nächster Nähe auf die Ausbildung der angehenden Kampfpiloten zu werfen. Die ZDF.reportage begleitet zwei Jungpiloten auf ihrem Weg. Wir sind dabei, wenn sie zum ersten Mal allein fliegen dürfen, zum ersten Mal allein am Steuer des Eurofighters sitzen. Wir erleben, wie sie sich auf Luftkampf und Notlandungen vorbereiten. Erfahren, wie sie mit Angst und Gefahr umgehen und was Eltern und Partnerin von ihrem Job halten. Eine bildstarke Reportage vor einem äußerst ernsten Hintergrund – denn nach der Ausbildung warten auf die Männer reale militärische Einsätze.
06:35
R: Jörg Daniel Hissen... Diese Folge führt ins eher unbekannte Zentralkalifornien. Der Film begleitet den Biologen David Chapman bei seiner Arbeit mit den Kondoren entlang der spektakulären Küste von Big Sur. Im Yosemite National Park geht es auf Klettertour, und im Silicon Valley spricht Mike McCue über sein erfolgreiches Start-up-Unternehmen Flipboard. Wyatt Patry führt das Filmteam im Aquarium von Monterey in die faszinierende Welt der Quallen. Und mit dem Helikopter-Piloten Robin Petgrave erleben die Zuschauer die Millionen-Metropole Los Angeles von oben.
07:20
Kulturzeit kompakt
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit kompakt
09:15
R: Bernhard von Dadelsen... Venedig im Frühjahr: Riesige Kreuzfahrtschiffe schieben sich am Markusplatz vorbei, 100 000 Tagesgäste fluten die Inselstadt. Die Einwohner macht das wütend. No grandi navi!, Keine Kreuzfahrtriesen!, rufen sie und organisieren sich in Bürgerinitiativen. Denn die Bugwellen der Schiffe erschüttern Venedigs Fundamente mehr als jedes Hochwasser. Schon droht der Entzug des Titels UNESCO-Weltkulturerbe. Tommaso Cacciari, ein junger Unternehmer auf der kleinen Insel Giudecca, ist sich sicher: Die Schiffe kriegen wir hier weg. Denn wir wollen hier leben! Dann zeigt er Beispiele für die katastrophalen Folgen: Durch den Ponte della Paglia vor dem Dogenpalast läuft ein tiefer Riss: Die Fundamente rutschen weg. Die Selfie-Sticks recken sich in die Höhe, die Besucher fragen: Wo sind wir – in Verona, Padua oder Florenz? Die Fremdenbetreuerin Gaia Vianelli erzählt schmunzelnd, wie kürzlich Amerikaner auf dem Markusplatz spontan ein Football-Turnier abgehalten haben: Für manche ist Venedig wie ein Spielplatz, der morgens öffnet und abends zumacht. Doch schon ein paar Meter abseits der Rennbahn zwischen Accademia-Brücke und Dogenpalast beginnt das Venedig für die Entdecker. Der Film spürt dem Inselgeheimnis nach, geht mit Venezianern frühmorgens auf Bootstour. Dann strahlt Venedig golden wie seit 1000 Jahren. Und wenn der Abend anbricht und die Gäste wie auf einen Schlag verschwinden, verlockt das Venedig der alten Familien, der Handwerker, Künstler und Liebhaber. Sie alle streiten heftig über die Frage: Wie retten wir unsere Stadt?.
09:30
R: Jörg Daniel Hissen... Diese Folge führt ins eher unbekannte Zentralkalifornien. Der Film begleitet den Biologen David Chapman bei seiner Arbeit mit den Kondoren entlang der spektakulären Küste von Big Sur. Im Yosemite National Park geht es auf Klettertour, und im Silicon Valley spricht Mike McCue über sein erfolgreiches Start-up-Unternehmen Flipboard. Wyatt Patry führt das Filmteam im Aquarium von Monterey in die faszinierende Welt der Quallen. Und mit dem Helikopter-Piloten Robin Petgrave erleben die Zuschauer die Millionen-Metropole Los Angeles von oben.
10:15
NDR Talk Show Classics
11:15
R: Max Kronawitter... Mit 19 Kamelen ziehen sie durch die Wüste, schlafen auf Sand und ernähren sich von der einfachen Kost der Berber: Seit 25 Jahren begleitet Agnes von Helmolt Sinnsucher durch die Wüste. Sie erlebt stets neu, wie sehr die Sahara Menschen öffnet und ihnen die eigenen, oft verborgenen Gefühle und Gedanken, offenbart. Für die Karawanenführerin ist die Wüste ein idealer Ort für spirituelle Erfahrungen: Die Wüste ist ein Tor zum Raum der Ewigkeit. 14 Frauen und Männer setzen sich den Strapazen einer Karawane aus, um mehr über sich selbst herauszufinden. Dafür haben sie sogar ihr Handys, Uhren und Kosmetika abgegeben. Für die 78-jährige Margarete ist der Weg durch die Wüste eine Begegnung mit der Endlichkeit des Seins. Nirgendwo sonst, erzählt die ehemalige Hebamme, habe sie sich mit Leben und Tod und dem Sinn des Ganzen intensiver auseinandergesetzt, als in der stets sich ändernden Formation der Dünen. Martine erlebt die Wüste als einen Ort der Geborgenheit. Sie liebt es, den Sand am ganzen Körper zu spüren. 14 Tage lang hat Filmemacher Max Kronawitter die Wüstenkarawane begleitet und dabei mit der Kamera faszinierende Wüstenlandschaften eingefangen. Und nicht nur das: Erstaunlich offen schildern die Teilnehmer, was die Wüste mit ihnen macht.
11:45
Susanne Mai kam als 20-Jährige aus Siebenbürgen nach Regensburg. Heute arbeitet sie in der Diakonie Regensburg als Wegbegleiterin für Menschen in schweren Lebenssituationen. – Ein Porträt. Der Film begleitet Susanne Mai durch Regensburg und nach Rumänien. Vor diesem Hintergrund erzählt der Film auch von der Reformationsgeschichte der Stadt, in der die Sozialpädagogin heute lebt, und von der Gegend, aus der sie kommt. Susanne Mai, 58, ist eine Frau mit Migrationshintergrund – auch im konfessionellen Sinn. 20 Jahre ist sie alt, als sie ihr kleines Dorf in Siebenbürgen nahe Hermannstadt verlässt und nach Regensburg zieht, zu ihrem Mann. Evangelisch geprägt, kommt sie nun in eine katholische Großfamilie. So beginnt ihre Auseinandersetzung mit anderen Religionen, die heute zu ihrem Leben gehört. Susanne Mai ist von Ost nach West gewandert. Die Reformation wanderte von West nach Ost. Am 15. Oktober 1542 führte der Rat der Stadt Regensburg die Reformation ein. Im gleichen Jahr geschah dasselbe auch in Kronstadt in Siebenbürgen und kurz darauf in Hermannstadt. Johannes Honterus, der sich Ende der 1930er-Jahre in Regensburg aufgehalten hatte und intensive Kontakte nach Wittenberg zu Melanchthon und Luther pflegte, gilt bis heute als Kopf der Reformation in Siebenbürgen. Regensburg spielte dabei eine zentrale Rolle: die Verbreitung der Reformation im Südosten Europas, vor allem in Österreich, aber auch in Slowenien, Kroatien und Ungarn, begann hier. Zahlreiche Pfarrer aus diesen Gebieten erhielten hier ihre Ausbildung und wurden in der Neupfarrkirche ordiniert. Sie trugen zu einer vielfältigen Glaubensgeschichte bei, von der in Siebenbürgen nicht zuletzt die Kirchenburgen Zeugnis ablegen.
12:15
Als vor rund 2000 Jahren das Vaterunser formuliert wurde, sprachen aus den sieben Fürbitten die Sorgen und Ängste genauso wie auch die Hoffnungen der Menschen ihrer Zeit. Und heute? Fürbitten wie Dein Reich komme oder Dein Wille geschehe sind schnell heruntergebetet. Aber wer denkt noch darüber nach, was mit dem Reich Gottes gemeint ist? Wo befindet sich dieses Reich: Jenseits der Wolken? In den Herzen der Menschen? Der Film Vaterunser nimmt sich Fragen wie diesen an und bietet Denkanstöße, die zwei ausgewiesene Experten formulieren: Maria Jepsen, bis Juli 2010 Bischöfin von Hamburg-Lübeck, und Kardinal Walter Kasper, ehemaliger Ökumene-Chef der katholischen Kirche. Als Theologen und Seelsorger bauen die beiden seit Jahrzehnten Brücken zwischen gelehrter und gelebter Religion. Das Vaterunser ist weitaus mehr als nur ein Gebet: Es verbindet rund 2,3 Milliarden Christen auf der ganzen Welt – Protestanten wie Katholiken, Orthodoxe wie Anhänger von Freikirchen. Das gesamte Wertesystem des europäischen Abendlandes fußt auf der Lehre Jesu, die kurz und prägnant im Vaterunser zusammengefasst ist. Jesus Christus selbst soll das Vaterunser seinen Jüngern gelehrt haben. Davon zeugt das Neue Testament, das seit Jahrhunderten dessen Wortlaut bewahrt und überliefert hat. Jesus Christus wiederum soll das Gebet direkt von Gott empfangen haben: Auf einem Hügel oberhalb des Sees Genezareth sprach der Herr zu einer Schar Gläubigen. Er wollte ihnen beibringen, sich im Gebet kurz zu fassen und mit wenigen Worten all das zu erbitten, wonach sich Menschen im Leben sehnen.
12:30
In den Waadtländer Alpen befindet sich der älteste Botanische Garten der Welt, in dem ausschließlich Pflanzen aus Bergregionen beheimatet sind: La Thomasia. Der Berggarten wurde 1891 von der Familie Thomas gegründet. Geordnet nach ihrer geografischen Herkunft, kann der heutige Besucher während des Sommerhalbjahres rund 3000 Bergpflanzen bestaunen. Blumen und Kräuter aus der Alpenregion wachsen neben denen des Himalajas oder der Rocky Mountains. Die Flora des Kaukasus entfaltet sich neben derjenigen der Anden, Neuseelands, des marokkanischen Atlasgebirges oder arktischer Zonen. Fast noch mehr als der Garten selbst, fasziniert sein Gärtner François Bonnet. Fragt man ihn nach einem typischen Tagesverlauf, antwortet er: Den gibt es so nicht. Der Garten raunt mir jeden Morgen zu, was ich für ihn tun muss..
13:00
ZIB
13:20
R: Meike Materne... Wir sind mit der MS Nordkapp unterwegs auf den Hurtigruten von Bergen im Süden Norwegens bis in den hohen Norden nach Kirkenes. Die Linie der alten Postschiffe wurde 1893 zum ersten Mal befahren. Sie war die einzige Verbindungsstrecke zwischen den Handelszentren im Süden und den abgelegenen Fischerdörfern im Norden Norwegens. Heute ist aus dem Transportmittel längst auch ein touristisches Unternehmen geworden, das jährlich viele Tausende Touristen anzieht. Sie wollen die Urgewalten der zerklüfteten Fjord-Landschaften erleben, meterhohe Eiswände bestaunen und sich von den bizarren Polarlichtern verzaubern lassen. Eine Reise im Winter kann zudem sehr abenteuerlich werden. Schnee, Kälte und Sturm sind vor allem für die Besatzung eine Herausforderung. Das Wohlfühlprogramm an Bord, Wandertouren und Schlittenfahrten an den verschiedenen Orten werden für die Passagiere zu einem einzigartigen, unvergesslichen Erlebnis. Mittlerweile sind wir nördlich des Polarkreises und steuern die Hauptstadt der Arktis, Tromso, an. Während das Schiff im Hafen liegt, ist Zeit für einen Stadtbesuch. Sehenswürdigkeiten gibt es viele, hier steht beispielsweise die am nördlichsten gelegene Kathedrale der Welt. Nach kürzeren Stopps im hohen Norden erreichen wir mit der MS Nordkapp das Tor zum spektakulären Nordkap. Per Bus geht es dann an der schroffen Felsenküste entlang zum Plateau des Globus-Denkmals, dem Symbol für das Nordkap. Nur 2000 Kilometer entfernt befindet sich der geografische Nordpol. Mit dem Gefühl, am Ende der Welt zu sein, geht die Schiffsreise weiter ins Kernland der Samen. Im Fischerdorf Kjollefjord gehen viele Passagiere von Bord, um eine aufregende Fahrt mit dem Schneemobil durch die entlegensten Landschaften in Lappland zu erleben. Schneebedeckte Täler und – mit etwas Glück – das hypnotisierende Nordlicht am klaren Sternenhimmel sind die Highlights. Der Ausflug endet in Mehamn in der Nähe des nördlichsten Punkts des europäischen Festlands an der stürmischen und wilden Küste der Finnmark. Endstation unserer Schiffsreise ist Kirkenes im äußersten Nordosten Norwegens. Viele Touristen gönnen sich hier eine Hundeschlittenfahrt mit heimischen Huskys, um noch einmal den Zauber des verschneiten Nordens zu erleben. Die MS Nordkapp wird hier umdrehen und nach geschäftigem Ein- und Ausladen von Gütern, wie Lebensmitteln oder Medikamenten, die Rückreise antreten.
13:50
R: Alvaro Mendoza... Obwohl noch viele Geheimnisse entschlüsselt werden müssen, entwickelt sich die Wissenschaft der Übernahme ausgeklügelter Muster der Natur rasant weiter. So werden etwa die gefährlichsten Schlangengifte erfolgreich für medizinische Zwecke eingesetzt, und der Speichel von Fledermäusen enthält natürliche Blutverdünner. Auch von Bienen kann man lernen: Die von ihnen gebauten Honigwaben enthalten Antibiotika.
14:35
R: Alvaro Mendoza... Die Vielzahl an Designs bei Pflanzen und Tieren ist unüberschaubar. Wer jedoch glaubt, die genaue Gestalt entspringe meist einer Laune der Natur, sieht sich getäuscht. Die Anzahl von Blütenblättern folgt beispielsweise ebenso mathematischen Gesetzmäßigkeiten wie die Gestalt von Lebewesen, so wie es schon Leonardo da Vinci in seinen berühmten Zeichnungen vom Mann in Kreis und Quadrat veranschaulichte.
15:20
In Kambodscha lässt der Monsun großartige Tier- und Pflanzenwelten entstehen, die gleichzeitig durch die Wassermassen gefährdet sind: überleben zwischen Trockenheit und Überschwemmung. Wenn Trockenheit herrscht, bestimmt die Suche nach Wasserstellen das Dasein der Tiere. Es entsteht ein zäher Überlebenskampf, und das Gedränge um das wenige verbliebene Wasser wird gefährlich. Die schwächeren Tiere setzen für einige Tropfen ihr Leben aufs Spiel. Wenn der langersehnte Regen dann endlich fällt, überrollen Flutwellen das Land. Sie füllen die zahlreichen Wasserwege, die das Land wie Arterien versorgen. Dann schafft der Regen ein buntes Gemisch von Lebensräumen in einem Gebiet von 30 000 Quadratkilometern. Selten gewordene Raubtiere wie der Nebelparder schleichen durch den Dschungel. Es wachsen Pflanzen, die besondere Strategien entwickelt haben, um jeden Tropfen Wasser zu nutzen. Die Kamera beobachtet aus nächster Nähe, wie ein Kragenbär mit seiner höchst sensiblen Nase Nahrung findet und wie Kahlkopfgeier den natürlichen Kreislauf in Gang halten. Sie zeigt in faszinierenden Bildern Haubenlanguren, die sich elegant durch das oberste Stockwerk des Regenwaldes schwingen und sich auf ganz spezielle Art ernähren.
16:05
R: James Hemming... Die Natur Malaysias beeindruckt mit imposanten Bergketten, atemberaubenden Wäldern und unermesslichem Artenreichtum. In jedem Winkel behauptet sich das Leben in wunderbaren, bizarren Formen. Der Blick hinter das Geheimnis dieser Vielfalt zeigt unter anderem, wie sich in dem feuchtheißen Klima extrem unterschiedliche Lebensräume entfalten, und bietet gleichzeitig großartige Bilder von den seltenen Tieren, die dort leben und ums Überleben ringen. Die Dokumentation thematisiert den täglichen Kampf ums Dasein genauso wie die Schönheit der tropischen Fauna. Sie erzählt außerdem von Malaysias höchstem Berg, der jedes Jahr noch weiter wächst. Sie berichtet von Insekten, die es mit unglaublichen Tricks schaffen, ihre Beute in die Irre zu führen. Sie zeigt, was es für die Natur bedeutet, wenn pro Quadratmeter bis zu drei Meter Regen jedes Jahr fallen und an 365 Tagen im Jahr die Sonne zwölf Stunden lang scheint. Die Kamera hält seltene Momente wie den erbitterten Kampf zweier Nashornkäfer und Badeszenen von Zwergelefanten fest, die es nur noch auf Borneo gibt. Malaysias Regenwald erscheint in seiner ganzen Pracht, und jedes Bild ist der Beweis für die Existenz eines einmaligen Naturparadieses.
16:45
R: James Hemming... In Thailands Flora und Fauna treffen Extreme aufeinander. Dort sind Tiere und Pflanzen Bedingungen ausgesetzt, die das Überleben zum täglichen Kampf machen. In dem Hotspot der Artenvielfalt kommen zahlreiche Heilpflanzen vor, die sowohl die Menschen als auch die Tiere zu nutzen wissen. Gleichzeitig besticht das Land durch seine grandiosen Millionen Jahre alten Landschaften und seine uralte Kultur. Die Dokumentation zeigt Mangrovenwälder, in denen Krabbenkämpfe auf Leben und Tod stattfinden, und Korallenriffe, die 4000 Arten beherbergen. Und sie stellt eine Insel vor, auf der Makaken nur überleben, weil sie gelernt haben, Steine als Werkzeug zu benutzen.
17:30
R: James Hemming, Allison Bean... Vietnams Natur hat einen schwierigen Weg hinter sich gebracht: Der Vietnamkrieg hinterließ viel Zerstörung. Doch die Natur ist wie ein Phoenix aus der Asche neu entstanden. Tiere, die in Höhlen Schutz gesucht hatten, tummeln sich heute wieder in den Wäldern. Unter den Pflanzen ist der Bambus der größte Überlebenskünstler. Vor nicht einmal 50 Jahren sah es in diesem geschundenen Land noch ganz anders aus. Über ein Jahrzehnt lang, als der Kampf zwischen den Menschen zu einem Krieg gegen die Natur wurde, verschwanden große Waldflächen Vietnams unter anderem durch den Einsatz des Entlaubungsmittels Agent Orange. Die Verwüstung war so massiv, dass die Begriffe Naturkrieg und Umweltzerstörung die Region prägten. Eine wichtige Rolle in dieser Zeit spielte Hang Toi, eine der größten Höhlen der Welt. Sie wäre groß genug, um ein Hochhaus darin zu bauen. Damals rettete sie als Schutzraum Menschen und Tieren das Leben. Noch heute nutzen seltene Primaten die Höhle, von denen man angenommen hatte, sie seien ausgestorben. Erst 30 Jahre später tauchte eine kleine Gruppe der Hatinh-Languren wieder auf.
18:15
R: James Hemming, Allison Bean... Im Südwesten Chinas befindet sich einer der schönsten und geheimnisvollsten Naturräume der Erde: Die Provinz Yunnan beherbergt so viele verschiedene Pflanzenarten wie die ganze Nordhalbkugel. Die Dokumentation macht deutlich, warum der Südwesten Chinas immer noch eines der größten Rätsel der Natur ist. Die Reise führt von den Ausläufern des Himalajas bis zu den bewaldeten Tälern. China verbraucht zweimal so viele Ressourcen wie nachhaltig wären. Die Natur ist nur noch in wenigen Teilen der Volksrepublik so unberührt wie im Himalaja. Überall sonst zahlen Tiere und Pflanzen einen hohen Preis für die wachsende Zersiedlung und den industriellen Aufschwung. In der Provinz Yunnan sind einige Gebiete von den Veränderungen verschont geblieben. Hoch oben in den Bergen wird das Kamera-Team davon Zeuge, wie sich tibetische Makaken an ihre lebensfeindliche Umgebung angepasst haben. Undurchdringliche Wälder bieten Schutzräume für eine unberührte Natur. Weberameisen bauen mit einer ganz speziellen Technik ihre Nester. Außerdem gibt es 70 verschiedene Höhlenfische, so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt.
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit kompakt
19:30
Für Chrigel Maurer ist der Traum vom Fliegen wahr geworden. Die Dokuserie begleitet den Schweizer Gleitschirmpiloten bei der Suche nach der ultimativen Herausforderung in der Luft. Chrigel Maurer bereitet sich in dieser Folge auf die X-PYR vor – ein Abenteuerrennen durch die Pyrenäen, vom Atlantik zum Mittelmeer. Mit dabei ist Thomas Theurriat, Psychologe und Bergführer.
20:00
Tagesschau
20:15
R: Constanze Grießler, Franziska Mayr-Keber... „Typisch Mann, typisch Frau, typisch Was?“ – lösen sich Rollenbilder auf?, Bei standesamtlichen Einträgen muss es künftig neben männlich und weiblich eine dritte Option geben, entschied das Bundesverfassungsgericht im November 2017. Die Zwei-Geschlechter-Gesellschaft ist formal also am Ende. Doch während tradierte Rollenmodelle bröckeln und die Ehe für alle gängiges Recht ist, nimmt eine Gegenbewegung Fahrt auf. Ferrero produziert plötzlich pinke Ü-Eier „nur für Mädchen“, und „Genderwahn“ wird zum Schimpfwort. Wie tief die Gräben zwischen beiden Seiten sind, zeigt ein verbaler Schlagabtausch in diesem Beitrag. Zwischen dem Kolumnisten Harald Martenstein („Zeit“) und Eva Blimlinger, Rektorin der Akademie der bildenden Künste Wien, gibt es über etliche Genderthemen kaum Verständigung.
21:05
R: Florian Gebauer, Edith Stohl... Wo sind die Männer in jenen Berufen, die als traditionell weiblich gelten, wie zum Beispiel Krankenschwester oder Erzieherin? Dieser Frage geht die Dokumentation nach. In den Führungsetagen heimischer Konzerne und Betriebe gibt es keine Not am Mann, eher einen Überschuss an Männern. Auf der anderen Seite sind Frauen in den vergangenen Jahrzehnten in Berufe vorgedrungen, die als Männerdomänen galten. So steuern sie heute Militär- und Passagierjets, Hubschrauber und Züge. Doch wie sieht es umgekehrt aus? Frauen haben historisch gewachsene Erfahrung mit Pflege und Fürsorge. Es gibt Krankenschwestern, aber wenige Krankenbrüder, die nennt man dann Pfleger. Auch Kindergärten sind mehrheitlich Männer-frei. Eine Frau bekommt Anerkennung, wenn sie Ingenieurin, Polizistin oder Lokomotivführerin wird, ein Mann, der Kindergärtner oder Pfleger wird, weniger. Psychologisch schwingt auch immer wieder die Frage mit: Was eigentlich ist ein typischer Mann oder eine typische Frau?
22:00
ZIB 2
22:25
I: Trond Espen Seim, Bjorn Floberg, Lene Nystrom, Freddy Steimler, Fumi Desalu-Vold, Eindride Eidsvoll, Sigmund Söverud, Sarah Bintu Sakor, Jorgen Langhelle, Örjan Handal Dimmestö; S: Lya Guerra, Erik Richter Strand; R: Erik Richter Strand... Krimi mit Trond Espen Seim als Privatdetektiv., Im Hafen von Bergen treibt die Leiche einer Migrantin. Weil seine Freundin Karin (Lene Nystrom) das Mädchen betreute, nimmt Varg Veum (Seim) sich ihres Falles an. Ungereimtheiten auf dem Totenschein machen den Privatermittler stutzig… Gute Darsteller, ein verheißungsvolles Intro, packende Szenen – aber leider dominieren überflüssige Nebenstränge und öde Konversation das Drama um Menschenschmuggel.
23:50
I: Wolfgang Böck, Monica Weinzettl, Simon Schwarz, Wolfram Berger, Heinz Petters, Ernst Konarek, Johannes Silberscheider, Karl Markovics, Sophie Rois, Heribert Sasse; S: Thomas Roth, Ernst Hinterberger; R: Thomas Roth... Atmosphärischer TV-Krimi aus einem Wien, in dem Gangster und Kieberer noch schnapserln und schmöken wie in den tiefsten 70er-Jahren, Sein neuer Fall konfrontiert den Wiener Inspektor Trautmann (Wolfgang Böck) mit einem Verbrechen von 1979. Damals wurde ein Fabrikant entführt und nach der Lösegeldübergabe ermordet. Vickerl Stedronsky (Karl Markovics, „Die Fälscher“) saß als einziger im Knast und hat seine Mittäter nie verraten. Nun ist er raus, und um ihn herum sterben die Leute, die irgendwas mit der Sache zu tun hatten – vom pensionierten Polizisten bis zu Vickerls damaliger Flamme (Sophie Rois). Trautmann und Kollege Burschi (Simon Schwarz) ahnen, dass die Sache komplex ist… Man muss sich reinhören in den Dialekt. Aber dann machts Spaß: Viel Wiener Schmäh und altmodisches Flair, dazu jede Menge höchst skurriler Typen.
01:20
Paris – Stadt der Liebe, Stadt der Boulevards, Stadt der Träume. Doch zum Straßenbild gehören auch Menschen, die unter den Brücken der Seine oder in Eingängen der Geschäfte schlafen. Für ein EU-Land beispiellos: Ein Viertel der Obdachlosen in Frankreich ist berufstätig, kann sich aber kein Zuhause leisten. Vor allem in der Gastronomie, im Bausektor und in Pflegeberufen sind die Löhne zu niedrig, um davon die hohen Pariser Mieten zu zahlen. 143 000 Menschen in Frankreich sind obdachlos, insgesamt 900 000 Menschen haben keinen festen Wohnsitz. Wirtschaftskrise und Wohnungsnot treiben immer mehr Menschen in die Obdachlosigkeit. Dem Klischee des Obdachlosen, der vor der Metro-Station bettelt, entspricht Majid Benhari überhaupt nicht: Der 37-Jährige ist groß, gepflegt und sportlich. Doch Majid Benhari ist seit eineinhalb Jahren obdachlos. Dass es ausgerechnet ihn treffen würde, dass er selbst bis vor Kurzem in Parks und Hauseingängen schlafen musste, ist für ihn bis heute ein Schock. Denn eigentlich war sein Leben in Ordnung. Zehn Jahre lang lebte er mit seiner Partnerin zusammen. Die beiden haben zwei Söhne, sieben und neun Jahre alt. Doch dann scheiterte die Beziehung. Majid musste die gemeinsame Wohnung verlassen und landete auf der Straße. Seine beiden Söhne hat er seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Der Film zeigt den Kampf von Majid Benhari und anderen Obdachlosen, die eigentlich nur eins wollen: nicht ausgegrenzt zu werden, sondern wieder Teil der französischen Gesellschaft sein.
01:50
10 vor 10
02:20
Eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit: Panorama zeigt, wie Themen, die uns heute beschäftigen, einst im Fernsehen behandelt worden sind. Diesmal geht es um Wunschkonzerte. So alt wie Radio und Fernsehen selbst sind die Sendungen mit Hörer- und Zuschauerwünschen. Panorama bringt Ausschnitte aus dem Wunschkonzert von Radio NÖ namens Eiskristalle, moderiert 1982 von Eissport-Legende Ingrid Wendl. Außerdem werden Ausschnitte aus der Ö3-Sendung Treffpunkt Studio 4 aus dem Jahr 1972 gezeigt. Sie wünschen – wir spielen lief 1979/80 auch im Fernsehen. Programm-Ansagerin Christa Stampfer holte die Publikumswünsche ein, Meinrad Nell und Peter Machac präsentierten im Studio, und die Versuchssendung dazu moderierte Peter Rapp. Er hob auch 1987 den Wurlitzer im Fernsehen aus der Taufe. In der letzten Folge am 3. März 1995 blickte die Redaktion auf jede Menge prominenter Studiogäste und tausende Wünsche zurück. Franz Posch erfüllt seit 1988 in Mei liabste Weis live volksmusikalische Wünsche. Zum 25-Jahr-Jubiläum erzählte er von Hoppalas und davon, wie seine Fans die Einstellung der Sendung erfolgreich verhindert haben.
02:45
In Kambodscha lässt der Monsun großartige Tier- und Pflanzenwelten entstehen, die gleichzeitig durch die Wassermassen gefährdet sind: überleben zwischen Trockenheit und Überschwemmung. Wenn Trockenheit herrscht, bestimmt die Suche nach Wasserstellen das Dasein der Tiere. Es entsteht ein zäher Überlebenskampf, und das Gedränge um das wenige verbliebene Wasser wird gefährlich. Die schwächeren Tiere setzen für einige Tropfen ihr Leben aufs Spiel. Wenn der langersehnte Regen dann endlich fällt, überrollen Flutwellen das Land. Sie füllen die zahlreichen Wasserwege, die das Land wie Arterien versorgen. Dann schafft der Regen ein buntes Gemisch von Lebensräumen in einem Gebiet von 30 000 Quadratkilometern. Selten gewordene Raubtiere wie der Nebelparder schleichen durch den Dschungel. Es wachsen Pflanzen, die besondere Strategien entwickelt haben, um jeden Tropfen Wasser zu nutzen. Die Kamera beobachtet aus nächster Nähe, wie ein Kragenbär mit seiner höchst sensiblen Nase Nahrung findet und wie Kahlkopfgeier den natürlichen Kreislauf in Gang halten. Sie zeigt in faszinierenden Bildern Haubenlanguren, die sich elegant durch das oberste Stockwerk des Regenwaldes schwingen und sich auf ganz spezielle Art ernähren.
03:30
R: James Hemming... Die Natur Malaysias beeindruckt mit imposanten Bergketten, atemberaubenden Wäldern und unermesslichem Artenreichtum. In jedem Winkel behauptet sich das Leben in wunderbaren, bizarren Formen. Der Blick hinter das Geheimnis dieser Vielfalt zeigt unter anderem, wie sich in dem feuchtheißen Klima extrem unterschiedliche Lebensräume entfalten, und bietet gleichzeitig großartige Bilder von den seltenen Tieren, die dort leben und ums Überleben ringen. Die Dokumentation thematisiert den täglichen Kampf ums Dasein genauso wie die Schönheit der tropischen Fauna. Sie erzählt außerdem von Malaysias höchstem Berg, der jedes Jahr noch weiter wächst. Sie berichtet von Insekten, die es mit unglaublichen Tricks schaffen, ihre Beute in die Irre zu führen. Sie zeigt, was es für die Natur bedeutet, wenn pro Quadratmeter bis zu drei Meter Regen jedes Jahr fallen und an 365 Tagen im Jahr die Sonne zwölf Stunden lang scheint. Die Kamera hält seltene Momente wie den erbitterten Kampf zweier Nashornkäfer und Badeszenen von Zwergelefanten fest, die es nur noch auf Borneo gibt. Malaysias Regenwald erscheint in seiner ganzen Pracht, und jedes Bild ist der Beweis für die Existenz eines einmaligen Naturparadieses.
04:15
R: James Hemming... In Thailands Flora und Fauna treffen Extreme aufeinander. Dort sind Tiere und Pflanzen Bedingungen ausgesetzt, die das Überleben zum täglichen Kampf machen. In dem Hotspot der Artenvielfalt kommen zahlreiche Heilpflanzen vor, die sowohl die Menschen als auch die Tiere zu nutzen wissen. Gleichzeitig besticht das Land durch seine grandiosen Millionen Jahre alten Landschaften und seine uralte Kultur. Die Dokumentation zeigt Mangrovenwälder, in denen Krabbenkämpfe auf Leben und Tod stattfinden, und Korallenriffe, die 4000 Arten beherbergen. Und sie stellt eine Insel vor, auf der Makaken nur überleben, weil sie gelernt haben, Steine als Werkzeug zu benutzen.
04:55
R: James Hemming, Allison Bean... Vietnams Natur hat einen schwierigen Weg hinter sich gebracht: Der Vietnamkrieg hinterließ viel Zerstörung. Doch die Natur ist wie ein Phoenix aus der Asche neu entstanden. Tiere, die in Höhlen Schutz gesucht hatten, tummeln sich heute wieder in den Wäldern. Unter den Pflanzen ist der Bambus der größte Überlebenskünstler. Vor nicht einmal 50 Jahren sah es in diesem geschundenen Land noch ganz anders aus. Über ein Jahrzehnt lang, als der Kampf zwischen den Menschen zu einem Krieg gegen die Natur wurde, verschwanden große Waldflächen Vietnams unter anderem durch den Einsatz des Entlaubungsmittels Agent Orange. Die Verwüstung war so massiv, dass die Begriffe Naturkrieg und Umweltzerstörung die Region prägten. Eine wichtige Rolle in dieser Zeit spielte Hang Toi, eine der größten Höhlen der Welt. Sie wäre groß genug, um ein Hochhaus darin zu bauen. Damals rettete sie als Schutzraum Menschen und Tieren das Leben. Noch heute nutzen seltene Primaten die Höhle, von denen man angenommen hatte, sie seien ausgestorben. Erst 30 Jahre später tauchte eine kleine Gruppe der Hatinh-Languren wieder auf.