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3 SAT
05:45
Jürgen Leber unternimmt eine humorvolle Reise auf den Spuren großer hessischer Denker wie Goethe, Habermas und Andy Möller und geht den drängendsten philosophischen Fragen des Alltags nach. In dieser Schulstunde dreht sich alles um Ebbelwoi und Philosophie. Zwei Dinge, die beim Hessen ja ganz eng beieinander liegen und sich oftmals auch proportional zueinander verhalten: Je mehr Ebbelwoi im Kopp, desto philosophischer wird der Hesse erfahrungsgemäß. Selbstverständlich nimmt Jürgen Leber sich auch aktueller Themen an und beleuchtet den Zeitgeist durchaus kritisch. Oder, wie der größte Hesse Johannes W. wohl heutzutage sagen würde: Ich lebte einst in diesem Land der Denker und der Dichter. Schau ich mich um, dann merk ich wohl: Das Denken wird grad schlichter..
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
R: Raphaëlle Aellig... Der Herbst ist die Jahreszeit der Kastanien. Auf der Alpensüdseite der Schweiz wachsen die majestätischen Bäume in den Himmel. Ihre Früchte sind heute wieder gefragt. Mit dem Siegeszug der Industrialisierung wurde den Menschen die Arbeit in den Baumhainen zu aufwendig. Mitte des 20. Jahrhunderts entvölkerten sich die Dörfer, und die Bäume verwilderten. Ohne Pflege sind die Bäume anfällig für Krankheiten und Pilzbefall. Viele sind so in den letzten Jahrzehnten einen langsamen Tod gestorben. Heute besinnt sich die Bevölkerung wieder auf die Vorzüge der Edelkastanie. Ein Projekt nimmt sich der Riesenkastanien an. Das sind Bäume mit einem Umfang von mehr als sieben Metern, die teilweise mehrere Hundert Jahre alt sind. Sie werden inventarisiert und gepflegt.
09:30
Erstausstrahlung.
09:55
R: Sabine Holzer, Karl Königsberger... Wenige Kilometer von Wien entfernt versammelt sich jedes Frühjahr eine Kolonie baumbrütender Weißstörche. Es ist mit rund 60 Paaren die größte Kolonie Mitteleuropas. Den Sommer über ziehen die Vögel dort ihre Jungen groß. Die Dokumentation beobachtet die Vögel in ihren Winterquartieren in Afrika und begleitet sie zurück nach Europa. Der Einsatz spezieller Kameratechniken ermöglicht seltene Einblicke in das Leben der Weißstörche.
10:40
I: Ruth Drexel, Hans Peter Korff, Max Krückl, Barbara Bauer, Martin Walch, Marco Bretscher-Coschignano, Hans Schoedel, Max Volkert Martens, Helmut Berger, Barbara Wussow, Michael Roll; S: Ralf Kinder, Christiane Bubner; R: Helmut Metzger... TV-Krimi mit der bayrischen Miss Marple., Bei einem Rundflug erspäht Agathe Heiland (Ruth Drexel) aus luftiger Höhe einen Mord auf dem Golfplatz. Nur ist später keine Leiche zu finden… Die Hauptfigur nimmt nicht nur mit ihrem Namen Anleihen bei Agatha Christie: Der Film variiert die „16 Uhr 50 ab Paddington“-Geschichte – leider sehr geist- und witzlos.
12:10
R: Elizabeth T. Spira
13:00
ZIB
13:10
Notizen aus dem Ausland
13:15
R: Christian Springer, Christoph Süß... In dieser Folge geht es um Zinsen. Sie führt ins Babylon 1796 vor Christus. Der Numismatiker Frank Berger erklärt die Erfindung des Kredits in babylonischen Tempeln. Wie konnte sich dieses System trotz des christlichen Zinsverbotes bis heute halten, fragen sich die beiden Kabarettisten Christian Springer und Christoph Süß beim Ritt auf dem Dromedar. Die Antwort weiß Professor Dr. Jochen Hörisch im fernen Mannheim. Der Zins und der Glaube an unendliches Wachstum: ein Trugschluss? Ja, findet der Erfinder des Chiemgauer Regionalgeldes, Christian Gelleri. Anders als Professor Dr. Kai Carstensen, Makroökonom und Konjunkturforscher, der erklärt, warum regionale Finanzsysteme immer auch abhängig vom großen Finanzsystem bleiben werden. Was ist der Unterschied von Real- und Finanzwirtschaft? Sind die Menschen einfach nur von Gier getrieben? Diese Frage kann Professor Dr. Christian E. Elger, Hirnforscher der Universität Bonn, beantworten. Christian Springer und Christoph Süß wollen jetzt endlich auch das Bundesgold in Frankfurt am Main sehen. Dürfen sie aber nicht, sie müssen einfach glauben, dass es da ist. Dann begeben sie sich eben auf die Suche nach einem Goldesel, aber der hat eine eigene Weltsicht.
14:00
Kunst & Krempel
14:30
Erstausstrahlung.
15:00
R: Florian Gebauer... Lojze Wieser, Verleger und leidenschaftlicher Kulinariker, streift durch europäische Länder und deren Küchen und geht dem Geschmack Europas nach. Diesmal geht es nach Flandern. Die flämische Region ist bekannt für leckere Waffeln, Pommes Frites, Bier und Schokolade. Doch der Norden Belgiens birgt noch viele weitere kulinarische und kulturelle Schätze. Lojze Wieser geht in Brügge der Geschichte der Praline auf den Grund, erlernt die Grundlagen des Bierbrauens und entdeckt an den Brüsseler Hausfassaden überlebensgroße Comics. Und in Oostduinkerke trifft er die letzten Pferdefischer, die nach jahrhundertealter Tradition bei Niedrigwasser zu Pferde Krabben fangen.
15:30
Die Küste von Göteborg bis zur Grenze Norwegens ist eine der beeindruckendsten Landschaften Schwedens. Die Inseln vor Schwedens Westküste sehen aus, als seien sie wahllos ins Meer geworfen. Segler schätzen das Revier wegen der kleinen Buchten und Fjorde, in denen man sicher Anker werfen kann. Naturbegeisterte lieben die eigenartigen Felsformationen, die den Schären im Westen eine ganz besondere Atmosphäre geben. Die Küste ist karg und fast baumlos. Johanna Granat schaut am liebsten aus der Vogelperspektive auf ihr Zuhause. Sie will unbedingt Pilotin werden. Ihre Lieblingsstrecke für die Flugstunden führt sie von Göteborg nach Norden. In einem Flugzeug über die Inseln zu fliegen, das bedeutet für sie absolute Freiheit. Pia Hansson und ihr Mann Mikael leben ihren Traum dagegen nicht in der Luft, sondern auf einer kleinen Insel, auf Väderöarna. Früher war Väderöarna eine Lotsenstation. Hier lebten fünf Familien in absoluter Abgeschiedenheit. Vor zehn Jahren haben Pia und Mikael eines der Häuser gekauft und zu einem kleinen Hotel umgebaut. Seitdem es sogar Duschen und Toiletten gibt, kommen ihre Gäste das ganze Jahr über. Aber bitte bloß nicht zu viele. Denn vor allem Pia liebt die Ruhe auf ihrer Insel. Dass es auf Väderöarna kaum Vegetation gibt, macht Pia und Mikael nichts aus. Das ist das Flair der Westküste, sagt Mikael. Etwas weiter nördlich im Örtchen Grebbestad hat Ola Dahlman sein berufliches Auskommen mit dem gefunden, was im Meer wächst und gedeiht: dem Seetang. Davon gibt es reichlich, und Ola backt damit Tang-Knäckebrot. Vor neun Jahren hat er seine Geschäftsidee in die Tat umgesetzt, inzwischen wird sein würziges Knäckebrot bis in die Hauptstadt Stockholm verkauft. Tang-Knäcke enthält besonders viele Vitamine, ist reich an Mineralien und Spurenelementen. Ola taucht einmal in der Woche vor der Küste und holt bis zu 100 Kilogramm Tang ins Boot. Dann muss das Seegras einen Tag lang trocknen, bevor es gemahlen wird und verbacken werden kann. Auch rund um die Insel Ursholmen wächst der Seetang. Hier ist es allerdings verboten, die Pflanzen abzuschneiden, denn Ursholmen liegt im Nationalpark Kosterhavet nahe der norwegischen Grenze. Tero Härkönen ist hier im Einsatz. Der Meeresbiologe ist eine Kapazität unter den Seehundforschern. 1000 Tiere leben im Nationalpark, Tero beobachtet sie den ganzen Sommer. Er will wissen, warum vor zehn Jahren mehr als 10 000 Seehunde in der Ostsee an einem Virus starben. Bis heute hat sich der Bestand nicht vollständig erholt. Rund um Ursholmen finden sich inzwischen aber wieder reichlich Seehunde. Vor allem die vielen Jungtiere machen Tero zuversichtlich. Ansonsten hält es der 62-Jährige wie viele an der schwedischen Westküste: Er genießt die Ruhe auf seiner Insel, wenn er abends am Lagerfeuer kocht. Strom gibt es nicht im Basislager des Seehund-Forschers. Aber darauf verzichtet er gern angesichts der großartigen Natur.
16:00
R: Vera Meyer-Mathies... Entlang der Südküste Norwegens ziehen sich die weißen Städte am Meer. Risor, Grimstad und Kragero gehören zu diesen Städten mit den charakteristischen weißen Holzhäusern. Vor der Küste erstreckt sich eine ausgedehnte Schärenlandschaft, in der früher die Häuschen der Fischer standen. Nun stehen hier die Ferienhäuser der Städter. Ursprünglich lebten die weißen Städte vor allem von Holz und Fisch, mit denen Handel getrieben wurde. Werften entstanden, denn aus naheliegenden Gründen machten die Norweger vor allem im 19. Jahrhundert mit der Schifffahrt gute Geschäfte. Im Schiffsbau folgen sie alten Traditionen: Vom 8. Jahrhundert an für gut 200 Jahre wurden die norwegischen Wikinger zum Schrecken der christlichen Welt. Vom Meer und von den Flüssen her griffen sie an, mordeten und plünderten, wo immer sie Schätze vermuteten. Als Funde aus der Wikingerzeit auftauchten, verstand die staunende Nachwelt, worin ihre Überlegenheit bestanden hatte: ihre Schiffe. Sie waren schmal und lang, dadurch sehr schnell. Mit ihrer Bauweise trotzten sie der stürmischen See. Die Erfahrung im Schiffsbau war die Voraussetzung für eine andere ureigene Kulturleistung der Norweger: die Stabkirchen – Holzkirchen, die in ihrer Konstruktion den alten Königshallen entlehnt sein sollen. Die norwegische Südküste hat auch berühmte Künstler Norwegens angezogen. Henrik Ibsen kam aus Telemark nach Grimstad, wo er seine Lehrjahre als Apotheker verbrachte. Edvard Munch malte in Kragero, wo er die Motive für einige seiner bekanntesten Bilder fand. Die Spuren des Holzes führen ins Landesinnere, nach Telemark. Der längste Kanal Norwegens wurde im 19. Jahrhundert erbaut, um den Holzreichtum, den die ausgedehnten Wälder in den Bergen boten, besser zu nutzen.
16:45
Estland, das nördlichste Land im Mare Baltikum, präsentiert seine Schönheit in unterschiedlichen Facetten: eine raue und wilde Landschaft, bezaubernde Architektur, lebensfrohe Traditionen. Enge Gassen, Kopfsteinpflaster und Marktleute in Mittelalter-Tracht prägen das Straßenbild der liebevoll restaurierten Altstadt von Tallinn. Sie erinnern an Tallinns Zeit im späten Mittelalter, als bedeutende Hansestadt Reval, als Teil des russischen Zarenreichs. In Estlands dichten Wäldern sind rund 200 Herrenhäuser erhalten geblieben. Ihre Lage – nahe zum Meer und zur Eisenbahn nach St. Petersburg, wohin die Wodka- und Holzlieferungen gingen -, hat den Bewohnern aus der baltendeutschen Oberschicht einst Wohlstand und Einfluss beschert. Inzwischen wurden viele dieser Herrenhäuser sorgfältig restauriert und dienen heute teils als Museum, teils als Hotelanlage. Einen ganz besonderen Reiz besitzt die winzige Insel Kihnu im Golf von Pärnu. Sie steht unter dem Schutz des UNESCO-Welterbes, weil hier viele Traditionen des Nordens lebendig geblieben sind. So verrät die Kleidung bis heute die Lebenslage ihrer Trägerinnen, sind die Aufgaben in der Familie streng verteilt und ist etliches noch genau wie vor vielen Hundert Jahren – abgesehen von den klapprigen Mopeds mit Beiwagen, die aus der Zeit als Sowjetrepublik geblieben sind. Wann immer sie über die Insel knattern, sorgen sie für große Augen und lösen Heiterkeit bei den Festlandbesuchern aus.
17:30
I: Anja Kruse, Heio von Stetten, Wolf Roth, Nina Hoger, Alexander Strobele, Klaus Schindler, Bojana Golenac, Michaela Rosen, Karl Michael Vogler, Pierre Brice; S: Gabriele Kreis; R: Dietmar Klein... Der charmante Zoowärter Max (Heio von Stetten) kommt Journalistin Eva (Anja Kruse) schwer ins Gehege. Humorige TV-Romanze von 2003, Eva (Anja Kruse), Chefin des Frauenblatts „Beauty Today“, stürzt im Zoo über einen Eimer. Schuld ist Tierpfleger Max (Heio von Stetten) – der sich sofort in Eva verliebt. Doch die hat andre Sorgen. Als Max mal bei ihr klingelt, kommt er dennoch wie gerufen: Eva gibt gerade ein Dinner, wo ihr heimlicher Lover Karl (Wolf Roth) auf Freunde seiner Frau trifft. Eva bittet Max, ihren Freund zu spielen – was der natürlich nur zu gern macht…! Regisseur Dietmar Klein findet den richtigen Mix, um uns gedankenlos heiter in den Schlaf zu wiegen.
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
R: Anke Becker-Wenzel, Anna Bernard, Maren Beuscher, Gerald Giesecke, Stefanie Heidbrink, Monika Unkelbach, Philipp Rimmele... Deutschlands Metropolen wachsen immer weiter. Die Preise für Wohnen, Bauen, Mieten schnellen in die Höhe, die Verdrängung ärmerer Bewohner nimmt immer mehr zu. Stadtplaner, Politik und Architekten sind gefragt, wenn es um die Gestaltung der urbanen Zukunft geht, wenn die Städte noch lebenswert bleiben sollen. Und was passiert dann mit den kleinen Orten auf dem Land? Hilft die Stärkung der Provinz bei der Rettung der Städte? Investoren aus aller Welt kaufen Wohnungen in Berlin, Hamburg oder Frankfurt und treiben Hauspreise und Mieten in die Höhe. Von Gentrifizierung und der Verdrängung aus den Städten ist längst auch die Mittelschicht betroffen, die ärmeren Schichten der Gesellschaft sind es schon viel länger. Wie konnte es so weit kommen, was sind die Ursachen – wo liegen Lösungsansätze? Stadtforscher, Aktivisten und Architekten suchen nach Auswegen. Wie viel Schuld trägt die Politik in Deutschland, die es mit dem sogenannten Share Deal möglich macht, in Deutschland die Grunderwerbssteuer ganz legal zu vermeiden? Der renommierte Architekt David Chipperfield kritisiert die Praxis, von der er selbst profitiert. In Österreich gilt Wien als Vorbild für gelungene Baupolitik, bei der sich auch in der Stadt noch günstige Mieten finden. In Deutschland haben sich Vereine privat geholfen: Das Mietshäuser Syndikat aus Freiburg unterstützt Bewohner dabei, ihre Häuser dem Immobilienmarkt zu entziehen – ganz ohne Eigenkapital. Einer ganz anderen Antwort auf sich verdichtende Städte widmen sich immer mehr Architekten: Sie erfinden Tiny Houses, maximal 50 Quadratmeter groß und mit allem ausgestattet, was es zum Wohnen braucht. Doch ist die Zukunft des Wohnens ohne die Provinz, das Land denkbar? Sie muss wieder attraktiver werden, um die wachsenden Städte zu entlasten. Wie sich auch der ländliche Raum entwickeln muss, vor allem in Sachen Infrastruktur, macht ein Modellprojekt in Hessen deutlich.
20:00
Tagesschau
20:15
Das 1998 gegründete israelisch-palästinensische Orchester ist ein Politikum, aber auch ein erstklassiges Ensemble. Auf dem Programm bei den Salzburger Festspielen stehen Tschaikowsky, Debussy und Skrjabin. Violinistin ist Lisa Batiashvili.
21:45
R: Thomas Macho... Schauspielerin Katharina Straßer besucht prominente Kollegen auf Sommerfrische in Österreich, um mit ihnen zu einer gemeinsamen Unternehmung zu starten und dabei zu plaudern. Mit Angelika Niedetzky unternimmt sie eine Radtour im Weinviertel, mit Miguel Herz-Kestranek eine Wanderung auf der Rax, mit Martina Ebm eine Bootsfahrt über den Mondsee. Und für alle Gäste gilt: Es wird auch gemeinsam gesungen! Katies Temperament und ihre Schlagfertigkeit versprechen launige Gespräche mit ihren Gästen, denen sie Antworten auf Fragen entlockt, die sich andere nicht einmal zu stellen wagen.
22:30
Sie sind viel beachtete Jazzmusikerinnen, Band-Leaderinnen und Komponistinnen: Maria Baptist , Eva Klesse und Hendrika Entzian . Sie leben und arbeiten in verschiedenen Städten (Berlin, Leipzig, Köln) und machen ihre je eigene Musik. Was sie gemeinsam haben? Alle drei sind auf der Suche nach dem besonderen Moment im Spiel, wo sie ganz in die Musik abtauchen und sich und die Welt vergessen. Wie fliegen sei das, bringt es Drummerin Eva Klesse auf den Punkt. Nicht nur für die Musikerinnen, auch für ein immer jüngeres Jazzpublikum, das derzeit erleben darf, wie herausragende Instrumentalistinnen die Männerdomäne Jazz aufmischen. Musikerinnen wie Baptist, Entzian und Klesse sind die Vorbilder einer ganz neuen Jazz-Generation.
23:10
R: Katja Duregger... Fitzgerald (†?1996), die im April 2017 den 100. Geburtstag gefeiert hätte, war eine der größten Jazzsängerinnen und galt als Stimmwunder. Freunde, Kollegen, Fans, aber auch Musikpsychologen und Neurologen würdigen die Legende.
00:05
Herbert Brandl hat alles erreicht, was man als zeitgenössischer Künstler erreichen kann. Der Film blickt dem Künstler über die Schulter und ringt ihm ein paar Wahrheiten ab. Ein zwei mal vier Meter großes Bild Brandls entsteht gern mal in einer Stunde obsessiver Arbeit. Trotz explosiver Ausdruckskraft sitzt jeder Strich. Greenpeace-Aktivist und Samurai, besessen und kontemplativ? Intellektueller und Leinwand-Berserker? Seine Gemälde hängen in anerkannten Sammlungen, er wird von den besten Galerien vertreten. Er unterrichtet auf einer der angesehensten Kunst-Universitäten, nimmt an Biennalen und an der documenta teil und kann schon lange von seiner Kunst leben, gut sogar. Sein Credo: Er arbeitet schnell – oder gar nicht.
00:50
das aktuelle sportstudio
01:50
R: Kurt Mündl... Die Donau ist nicht nur der bei Weitem größte Strom Mitteleuropas, sie weist auch jede Menge Besonderheiten auf. Der Film stellt die Vielfalt an Tierarten der Donau-Region in Österreich vor. So gibt es an und auf den Inseln im Strom Zonen mit geradezu mediterranem Klima. Dort trifft man etwa auf riesige Äskulapnattern oder Ehrfurcht gebietenden Gottesanbeterinnen. Auch die Östliche Smaragdeidechse, die gewaltige Ausmaße annehmen kann, ist dort zu Hause.
02:40
R: Hans Giffhorn... Nur wenige Sonnenstrahlen durchdringen die moosverhangenen Nebelwälder an den Abhängen der Anden. Kolibris sammeln Nektar von Orchideen und Brillenbären durchforsten das Unterholz. Die Dokumentation zeigt das Heranwachsen von drei jungen Bären, beschreibt die Flora und Fauna der Anden-Wälder und stellt die Tsáchila vor, einer der wenigen kleinen Indianerstämme, die dem Wüten der spanischen Konquistadoren entkommen konnten.
03:10
R: Jürgen Hansen, Simone Stripp... Knapp 40 000 Kilometer zieht sich die geologisch aktivste Zone der Erde rund um den Pazifischen Ozean, von Alaska bis Südamerika und von Neuseeland bis zur russischen Halbinsel Kamtschatka. Die Filmemacher begleiten Wissenschaftler, die die Welt der Vulkane mit modernster Technik erforschen, und besuchen Menschen, die entlang des Pazifischen Feuerrings im Schatten gefährlicher Vulkane leben. Die Reise beginnt in Neuseeland. Dort treffen die Pazifische und die Australische Erdplatte aufeinander. Daher kommt es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Auf der landschaftlich einzigartigen Vulkaninsel White Island nehmen Vulkanwissenschaftler Proben. Von beißenden Schwefelwolken umhüllt, stellen sie fest, dass der Vulkan in den letzten Monaten seine Aktivität erheblich verstärkt hat. Auf dem Südseearchipel Vanuatu beginnen die Dreharbeiten nur drei Tage nach einem schweren Erdbeben. Begleitet von diversen Nachbeben reist das Team auf die Inseln Ambrym und Tanna. Dort befinden sich einige der aktivsten und gefährlichsten Vulkane der Region. Es gelingen spektakuläre Aufnahmen des Lavasees des Vulkans Marum und des Leuchtturms des Pazifiks, wie der Entdecker James Cook vor fast 250 Jahren den Vulkan Yasur auf der Insel Tanna nannte. Außerdem treffen die Filmemacher einen Maori-Führer, der Legenden über die tiefe Beziehung der Maori zu den Vulkanen Neuseelands erzählt. In Indonesien begeben sie sich auf den gefährlichen Merapi, ein Vulkan, dessen Ausbruch im Oktober 2010 mehr als 300 Menschen das Leben kostete. Am Bromo-Vulkan auf der Insel Java findet einmal im Jahr das Kasada-Fest statt. Gläubige Hindus gedenken dabei einer Prinzessin, die der Legende nach ihr jüngstes Kind dem Vulkan opfern musste. Heute findet dort ein faszinierendes Ritual statt.
03:55
R: Jürgen Hansen, Paul Webster... Ein Teil des Pazifischen Feuerrings, der geologisch aktivsten Zone der Erde, führt von der Halbinsel Kamtschatka, auf der sich 29 aktive Vulkane befinden, über Hawaii bis nach Alaska. 1912 fand dort die stärkste Eruption des 20. Jahrhunderts statt. Kamtschatka liegt im äußersten Osten Russlands. Zu Sowjetzeiten militärisches Sperrgebiet, ist die Insel auch heute kaum besiedelt. Die Pazifische Erdplatte schiebt sich dort unter die Eurasische Platte. Die Filmemacher begleiten eine russisch-amerikanische Expedition an den Bezymianny-Vulkan, der 1956 explodierte und binnen weniger Tage Aschewolken rund um den Globus sandte. Die Vulkane der Halbinsel sind gefährlich, vor allem für die Luftfahrt: Kamtschatka liegt auf der Hauptflugroute von Asien nach Nordamerika. Im Schatten der Vulkane leben Korjaken, Itelmenen und Ewenen, die Ureinwohner Kamtschatkas. Nur noch wenige erinnern sich an die Vulkan-Legenden ihrer Vorfahren. Hawaii liegt zwar nicht am Pazifischen Feuerring, aber im Zentrum der Pazifischen Erdplatte, die unter Kamtschatka und den Aleuten versinkt und die Vulkane dort entstehen lässt. Don Swanson ist Vulkanwissenschaftler am Hawaiian Volcano Observatory. Ihm gelang es durch die Untersuchung traditioneller Lieder und Gedichte der Ureinwohner Hawaiis, vergangene Ereignisse am Kilauea-Vulkan nachzuweisen, die bisher von der Wissenschaft nicht erkannt worden waren. Wenige Tage vor Beginn der Dreharbeiten gab es erneut eine heftige Eruption. So gelangen faszinierende Aufnahmen von bedrohlichen Lavamassen. In Alaska begleiten die Filmemacher ein Team amerikanischer Vulkanologen an den Augustine-Vulkan, einen der aktivsten Vulkane des US-Bundesstaats. Entlang der Aleuten, einer Inselkette zwischen Alaska und Asien, befindet sich eine gigantische Vulkankette. 1912 explodierte dort der Vulkan Novarupta und verwüstete ein riesiges Gebiet. Zehntausende Menschen mussten damals evakuiert werden.
04:35
R: Jürgen Hansen, Paul Webster... Mexiko und Guatemala gehören mit ihren zahlreichen Vulkanen zum Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der bekannte Popocatépetl wurde von den Maya verehrt. Er liegt nahe Mexico City, ist der zweithöchste Vulkan Nordamerikas und war dem Volk der Maya ein göttliches Wesen. Kein anderer Vulkan am Pazifischen Feuerring bedroht mehr Menschen, denn über 25 Millionen leben in der Hauptstadtregion. Zahlreiche historische Gebäude von Mexiko-Stadt sind aus Vulkanstein gebaut, die Hügel an den Rändern der Metropole sind erloschene Vulkane. Seit Jahren umgibt eine zwölf Kilometer umfassende Sperrzone den Popocatépetl. Die Menschen, die in kleinen Dörfern in unmittelbarer Nähe von Don Goyo, wie sie den Vulkan nennen, leben, fürchten ihn allerdings nicht. Ihre Regenmacher besänftigen den Vulkan mit Ritualen und Opfergaben. 500 Kilometer westlich liegt der Colima, der aktivste Vulkan Nordamerikas. Seit vier Jahren wächst der sogenannte Lavadom des Vulkans, die Asche-Eruptionen nehmen zu. Die Bewohner in dem kleinen Dorf La Yerbabuena, das an den Flanken des Vulkans liegt, wurden in den letzten zehn Jahren so häufig evakuiert, dass einige von ihnen sich mittlerweile weigern, ihr Dorf erneut zu verlassen. In Guatemala findet eine Begegnung mit dem Maya-Priester Carlos Escalanta statt. Erst seit 1996, dem offiziellen Ende des Bürgerkriegs, können die Maya ihre Rituale wieder abhalten. Vulkane spielen in der Spiritualität des Volkes eine wichtige Rolle: Sie sind heilige Orte, ja sogar heilige Wesen. Guatemala ist auch das Ziel zahlreicher Vulkantouristen. Besonders beliebt ist der Pacaya, denn kaum ein anderer Vulkan ist so leicht zu besteigen. Wenige Monate vor den Dreharbeiten wurde er von einer gewaltigen Explosion regelrecht auseinandergerissen. Seitdem ist der Zugang teilweise gesperrt. Trotzdem nähert sich das Kamerateam mit dem Führer Rodolfo und einigen wagemutigen Touristen dem dampfenden Krater.
05:20
R: Claus Hanischdörfer, Jochen Schmoll... Die südamerikanischen Anden gehören zum Pazifischen Feuerring. Der Cotopaxi in Ecuador ist der höchste aktive Vulkan, in Chile sind – neben Indonesien – die meisten Vulkane. Der Cotopaxi ist 5897 Meter hoch. Wissenschaftler wie der Vulkanologe Jorge Bustillos überwachen den gigantischen Feuerberg permanent, denn seine letzten Ausbrüche waren verheerend. Der Gipfelgletscher schmolz, Asche- und Schlammlawinen überfluteten das Land. Auch der Tungurahua, ein weiterer ecuadorianischer Vulkan, kommt nicht zur Ruhe und versetzt die Menschen seit über zehn Jahren in Angst und Schrecken. In Chile geht der deutsche Geologe Jan Behrmann dem Megabeben von Februar 2010 auf den Grund. Das Land liegt am Rand der südamerikanischen Kontinentalplatte, unter die sich mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von sieben Zentimetern pro Jahr die ozeanische Platte schiebt. Auslöser des verheerenden Erdbebens war eine Plattenverschiebung von bis zu zehn Metern in wenigen Sekunden. Mithilfe von Ozeanboden-Seismometern wollen Wissenschaftler im Pazifik vor Chiles Küste Bewegungen der Erdbebenbruchfläche erfassen und die Frage klären, wann die Erde wieder zur Ruhe kommt. Der Villarrica ist seit über 50 Jahren aktiv. Für die Mapuche, die Ureinwohner Chiles, ist der Villarrica ein heiliger Berg. In ihrer Sprache ist er das Haus der Geister, der Ort, an den die Seelen der Verstorbenen gehen. Noch nie hat ein Mapuche den Vulkan bestiegen, doch Margot Martínez wagt zusammen mit dem deutschen Bergführer Hans Saler den Aufstieg. Für die Mapuche wird der Aufstieg auf den heiligen Vulkan zum spirituellen Erlebnis.
06:05
3satTextVision
06:25
S: Stephan Düfel; R: Stephan Düfel... Ob Theater im Park, Fitness unter Brücken oder Klettertouren über die Dächer der Stadt: Im sommerlichen Stockholm gibt es viel zu entdecken. Weitere Highlights sind die große Mitsommerfeier im Open-Air-Museum Skansen, moderne Kunst in der U-Bahn und romantische Bootsfahrten – schließlich wurde Stockholm dicht am Wasser gebaut. Der Film stellt die schwedische Metropole und ihre Bewohner vor. Denn es sind vor allem die Menschen, die den Charme der Stadt ausmachen. Da wäre zum Beispiel die Schauspielerin Inger Nilsson, die man noch als Pippi Langstrumpf in Erinnerung hat, oder der Musiker Benny Andersson, der mit ABBA zum Weltstar wurde und heute in Stockholm ein Boutique-Hotel betreibt.
07:10
R: Ute Werner... Rastplätze und Aussichtspunkte in zeitgenössischer Architektur, moderne Kunst am Straßenrand. Das norwegische Straßenbauamt baut Touristenstraßen. Der Film stellt fünf davon vor. In Norwegen führen Straßen fast immer durch eine spektakuläre Natur, was in jedem Sommer viele Autotouristen anlockt. Naturliebhaber hinterm Lenkrad – eigentlich ein Widerspruch, den das norwegische Straßenbauamt aufzulösen versucht. Es schreibt Wettbewerbe aus, engagiert Architekten, Künstler und Ingenieure, und so entstehen Haltepunkte, die selbst zu Attraktionen werden. Sie ziehen Gäste an und öffnen in mehrfacher Hinsicht den Blick auf und für die großartige Natur. Außerdem können die Touristenströme so besser gelenkt werden, was ökologisch sinnvoll ist. Die fünf Straßen, die die Filmemacherin Ute Werner bereist, führen durch Südnorwegen und eignen sich ideal für eine Reise von Oslo nach Bergen. Beide Städte sind mit der Autofähre erreichbar.
07:55
S: Goggo Gensch; R: Goggo Gensch... Max Moor stellt UNESCO-Welterbestätten in Europas Norden vor. Er reist von Sylt über Irland, Schottland und Norwegen nach Island. Die Reise endet in Grönland, dem Geburtsland der Eisberge. Fast das gesamte deutsche und niederländische Wattenmeer steht unter Naturschutz und ist seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbe. Es ist ein Lebensraum für fast 5000 verschiedene Lebewesen. Dazu gehören unzählige Algenarten, Würmer, Krebse, Plankton, Vögel und Fische. Die irische Insel Skellig Michael ist nach dem Erzengel Michael benannt und heute unbewohnt. Das Kloster der Insel, das von den irischen Mönchen erbaut wurde, zählt ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es gibt wenig Überliefertes, nur ein paar Schriften und viele Fragen zu Skellig Michael. Eijar, heutzutage bekannt unter dem Namen Orkney, nannten die Wikinger ein Inselarchipel zehn Meilen nördlich vom heutigen Schottland. Seit dem 15. Jahrhundert gehören die Orkney-Inseln zu Schottland. Mit dem Schiff kam einst das Christentum nach Norwegen. Es wurde zur nützlichen Ideologie bei der Staatsbildung. Viele Dörfer wurden gezwungen, Kirchen zu bauen. Die älteste von ihnen ist die Stabkirche von Urnes. Island wurde von Norwegen aus besiedelt. In Reykjavik leben heute zwei Drittel der rund 300 000 Isländer. Dort ließ sich um 870 nach Christus als Erster der Wikinger Ingólfur Arnarson nieder. Als Entdecker Grönlands gilt Erik der Rote. Er gab dem Land auch seinen Namen: grönne Land,grünes Land.
08:35
R: Wolfgang Würker... Kaum eine Erscheinung am Nachthimmel elektrisiert den Menschen so wie das Nordlicht. Wie aus dem Nichts taucht das Himmelsfeuer plötzlich auf und erstrahlt in leuchtenden Farben. Die naturwissenschaftliche Erklärung lieferte vor gut 100 Jahren der norwegische Forscher Kristian Birkeland. Abenteuerliche Expeditionen führten ihn an den Rand der Arktis, wo er das Phänomen in einem abgelegenen Observatorium studierte. Birkeland kam zu dem Schluss, dass ein Strom aus elektrisch geladenen Teilchen von der Sonne zur Erde kommt und in den Polarregionen den Himmel zum Leuchten bringt. Doch keiner wollte dem Gelehrten glauben. Birkelands Botschafter der Sonne widersprachen der damaligen Vorstellung, das Universum sei ein leerer Raum. Heute wollen internationale Forscherteams die letzten Geheimnisse des rätselhaften Schauspiels aufdecken: Zu diesem Zweck eröffneten Spezialisten ein Hightech-Observatorium auf dem norwegischen Archipel Svalbard.
09:20
S: Susanne Sterzenbach; R: Susanne Sterzenbach... Island wird jeden Tag ein Stück neu erschaffen durch Vulkane, Geysire, Wasserfälle, heiße Quellen, durch Gletscher und das Meer. Hier befinden sich Naturgewalten der Superlative: der größte Gletscher Europas außerhalb der Polarregion, die mächtigsten Wasserfälle und die aktivsten Vulkane. Alles ist in Bewegung, alles ist im Werden. Island ist 20 Millionen Jahre jung, der Rest der alten Erde etwa vier Milliarden Jahre alt. Die Natur des Landes ist menschenfeindlich: Im Sommer steigen die Temperaturen nicht über 15 Grad Celsius, und der Wind weht kalt und heftig. Der Winter ist dunkel und feuchtkalt. Was soll ich hier?, haben sich viele Isländer immer wieder gefragt und sind doch geblieben oder wieder zurückgekehrt. Und sie machen mehr aus der außergewöhnlichen Natur als je zuvor. Die Opernsängerin Arndis Halla steht im Bauch eines Vulkans und ist tief beeindruckt. Sie sammelt Inspirationen für ihre Musik. Björn Jónsson gründete als Student eine Firma, die Meersalz gewinnt. Das verkauft er heute an Gourmet-Küchen. Und seinem Vater hat er damit einen neuen Job verschafft. Bryndis Ívarsdóttir backt Brot in der heißen Erde, und Helena Hermundárdottir nutzt heiße Quellen, um ihre Gewächshäuser zu heizen – die einzige Möglichkeit, in Island Gemüse anzubauen. Ingi Thorbjörnsson ist mit einem Super-Jeep im Hochland unterwegs. Er ist ein Vulkan-Philosoph, der die typisch isländische Vierrad-Kultur genau so vertritt wie den Naturschutz.
10:05
Die 18 Färöer Inseln verteilen sich zwischen Island, Schottland und Norwegen. Seit dem 14. Jahrhundert sind sie Teil des dänischen Königreichs. Die gut 50 000 Inselbewohner sehen sich bis heute nicht als Dänen, sondern als stolze Nachfahren der Wikinger, die ab dem neunten Jahrhundert hier siedelten. Mehr als die Hälfte aller Färinger wünscht sich eine vollständige Unabhängigkeit von Dänemark. Der 64-jährige Birgir Enni ist überzeugt: Man hat immer eine bessere Zukunft, wenn man selbst bestimmt. Hier gibt es genug zum Überleben. Wir haben ein sehr gutes Leben. Die Färinger leben fast ausschließlich von dem, was der Nordatlantik ihnen an Nahrung bietet. Jens Martin Knudsen, der ehemalige Torwart der Fußball-Nationalmannschaft, sieht in der Unabhängigkeit keine Zukunft. Er möchte der EU beitreten. Dann haben wir eine Stimme und können Entscheidungen mit beeinflussen. Auf den Färöer Inseln leben mehr als 80 000 Schafe. Übersetzt heißen die Inseln deshalb auch Schafsinseln. Die Designerinnen Gudrun & Gudrun designen Kleidung aus Schafswolle. Der Film begleitet Gudrun Rogvadottir zu einer traditionellen Schafschur und zu einer von 30 Strickerinnen, die in Handarbeit die färöische Schafwolle zu Pullovern, Kleidern und Jacken verarbeiten. Auf der kleinen Insel Stora Dimun lebt eine Familie und mit ihnen knapp 500 Schafe. Vor zwölf Jahren sind Eva und ihr Mann Jogvan-Jon hierher gezogen. Das Leben mit und in der Natur war der größte Traum für die beiden Lehrer. Die Liebe zu ihrem Land eint die Färinger, wie es sonst kaum auf der Welt vorkommt. Es geht hier um das Überleben an einem sehr schwierigen Ort, das hält uns zusammen, schwärmt Seemann Birgir Enni. Dann schippert er auf seinem alten Schoner zu einem besonders ausgefallenen Spektakel: ein klassisches Konzert in einer gewaltigen meerumtosten Höhle.
10:50
R: Claudia Buckenmaier... Der Hardangerfjord ist einer der längsten und tiefsten Fjorde an der norwegischen Küste. Auf den Bergen liegt noch Schnee, während unten an den Ufern die Obstblüte beginnt. Der Fjord ist berühmt für seine Apfel- und Birnenplantagen, die sich vor allem im Landesinneren an Hängen hochziehen. Auch die Passagierschifffahrt hat die Schönheiten des Fjords für sich entdeckt. Die Hurtigruten ist eine alte, berühmte und beliebte Postschifftour. Autorin Claudia Buckenmaier und ihr Team haben Menschen am Fjord getroffen, die sich bewusst für ein Leben in dieser Region entschieden haben. Arne Lutro zum Beispiel ist einer der vielen Obstbauern dort. Seit mehreren Generationen lebt seine Familie vom Obstanbau. Für ihn als ältesten Sohn stand immer fest, dass er einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten würde. In den letzten Jahren hat sich allerdings viel verändert. In seinem Heimatdorf, das wie er ebenfalls Lutro heißt, wird an Mittsommer immer eine ganz besondere Tradition gepflegt: die Kinderhochzeit. In traditionellen Trachten zieht dann ein Hochzeitszug mit Kindern durchs Dorf, der mit dem alljährlichen Höhepunkt beendet wird, dem Hochzeitswalzer der Kinder. Nach dem Fest werden dort, wie überall im Land, die Mittsommerfeuer entzündet. Die Kinder tauschen ihre Trachten gegen Badekleidung aus. Das gehört an Sankt Hans dazu, denn es ist Anbaden im Fjord, egal wie kalt das Wasser noch ist. Per Ragnar Kjepso lebt mit seiner schottischen Frau Anne auf einem Hof auf halber Höhe in den Bergen über dem Fjord. Früher arbeitete er unter der Woche als Ingenieur in der Hafenstadt Bergen. Seine Frau blieb mit den fünf Kindern auf dem Hof. Heute kommen sie an Mittsommer alle, inzwischen mit eigener Familie, zurück nach Hause und feiern Sankt Hans mit einem herrlichen Blick über den Fjord. Per Ragnar weiß, dass herkömmliche Landwirtschaft oben am Berg nicht mehr betrieben werden kann. Er hofft aber, dass der Hof als ein Ort erhalten bleibt, an den man gern zurückkehrt. Oberhalb eines Seitenarms des Hardangerfjords, dem Fyksesund, lebt Jon Skaar. Nach einer Bootsfahrt und zwei Stunden anstrengenden Berganstiegs erreicht man das Haus des 85-Jährigen, der allein auf seinem Einödhof lebt. Eine Frau, die mit ihm dieses abgeschiedene Leben teilen wollte, hat er nie gefunden. Die Natur stellt die Menschen am Hardangerfjord vor große Herausforderungen. Dennoch übt die Landschaft aber auch einen so großen Reiz aus, dass die, die dem Fjord einmal verfallen sind, nicht mehr weg wollen.
11:35
R: Meike Materne... Vor 125 Jahren stach das erste Postschiff der norwegischen Reederei Hurtigruten in See. Heute gleichen die Dampfer eher Kreuzfahrtschiffen. Luxus haben sie zwar nicht zu bieten, doch wer braucht so etwas, wenn jenseits der Reling atemberaubende Fjordlandschaften vorüberziehen.
12:05
R: Meike Materne... Die Autoren sind mit der MS Nordkapp unterwegs auf den Hurtigruten – von Bergen im Süden Norwegens bis in den hohen Norden nach Kirkenes. Die Linie der alten Postschiffe wurde 1893 zum ersten Mal befahren. Sie war die einzige Verbindungsstrecke zwischen den Handelszentren im Süden und den abgelegenen Fischerdörfern im Norden Norwegens. Heute ist aus dem Transportmittel längst auch ein touristisches Unternehmen geworden, das jährlich viele Tausende Touristen anzieht. Sie wollen die Urgewalten der zerklüfteten Fjord-Landschaften erleben, meterhohe Eiswände bestaunen und sich von den bizarren Polarlichtern verzaubern lassen. Eine Reise im Winter kann zudem sehr abenteuerlich werden. Schnee, Kälte und Sturm sind vor allem für die Besatzung eine Herausforderung. Das Wohlfühlprogramm an Bord, Wandertouren und Schlittenfahrten an den verschiedenen Orten werden für die Passagiere zu einem einzigartigen, unvergesslichen Erlebnis. Mittlerweile ist die MS Nordkapp nördlich des Polarkreises und steuert die Hauptstadt der Arktis, Tromso, an. Während das Schiff im Hafen liegt, ist Zeit für einen Stadtbesuch. Sehenswürdigkeiten gibt es viele, hier steht beispielsweise die am nördlichsten gelegene Kathedrale der Welt. Nach kürzeren Stopps im hohen Norden erreicht das Schiff das Tor zum spektakulären Nordkap. Per Bus geht es dann an der schroffen Felsenküste entlang zum Plateau des Globus-Denkmals, dem Symbol für das Nordkap. Nur 2000 Kilometer entfernt befindet sich der geografische Nordpol. Mit dem Gefühl, am Ende der Welt zu sein, geht die Schiffsreise weiter ins Kernland der Samen. Im Fischerdorf Kjollefjord gehen viele Passagiere von Bord, um eine aufregende Fahrt mit dem Schneemobil durch die entlegensten Landschaften in Lappland zu erleben. Schneebedeckte Täler und – mit etwas Glück – das hypnotisierende Nordlicht am klaren Sternenhimmel sind die Highlights. Der Ausflug endet in Mehamn in der Nähe des nördlichsten Punkts des europäischen Festlands an der stürmischen und wilden Küste der Finnmark. Endstation der Schiffsreise ist Kirkenes im äußersten Nordosten Norwegens. Viele Touristen gönnen sich hier eine Hundeschlittenfahrt mit heimischen Huskys, um noch einmal den Zauber des verschneiten Nordens zu erleben. Die MS Nordkapp wird hier umdrehen und nach geschäftigem Ein- und Ausladen von Gütern, wie Lebensmitteln oder Medikamenten, die Rückreise antreten.
12:35
S: Ines Trams; R: Ines Trams... Auslandskorrespondentin Ines Trams reiste von der südwestlichen Spitze Finnlands, dem finnischen Schärengebiet, bis nach Nordnorwegen, zum Nordkap. Im ersten Teil der zweiteiligen Reportage geht es bis nach Lappland, zum Polarkreis. Das Land der tausend Seen ist fast genauso groß wie Deutschland, aber dort leben nur rund fünf Millionen Menschen. Im finnischen Schärengebiet harrt eine Familie auf einer der eingefrorenen Inseln auch im Winter aus – aufs Festland kommt sie bei unsicherer Eis-Lage nur mit einem Küstenschutzboot oder ihrem Mini-Hovercraft. Ähnlich schwer zu erreichen sind der ehemalige Rallye-Weltmeister Risto Mannisenmäki und seine Jungs. Sie trainieren auf Waldwegen und zugefrorenen Seen. Im nördlichsten Zipfel der Ostsee, dem Bottnischen Meerbusen, ist Sisu, einer der stärksten Eisbrecher der Welt, unterwegs.
13:20
S: Ines Trams; R: Ines Trams... Teil zwei führt von Nordfinnland bis ans Ende Europas zum Nordkap. Dort treiben die Sami, das letzte Urvolk Europas, ihre Tiere zusammen zum Rentier-Scheid. Jeder Züchter entscheidet bei dieser jährlichen Inventur auf einen Blick, welches Tier er behalten wird. Jenseits der Grenze, im norwegischen Karasjok, feiert ein junges Sami-Paar eine traditionelle Hochzeit. Allein das Einkleiden in die bunte Tracht dauert Stunden, doch die modernen, jungen Sami wollen bewusst ihre Kultur entdecken und erleben. Was Nordfinnen und Nordnorweger vereint, ist die gemeinsame Ablehnung ihrer Hauptstädte: Von den Menschen in Oslo und Helsinki fühlen sie sich im wilden Norden nicht verstanden.
14:05
R: Bernd Reufels... In Islands jungem Vatnajökull-Nationalpark begleitet ein Kamerateam ein Jahr lang Ranger, Forscher und Abenteurer hinter den Kulissen. Islands größter Nationalpark lockt mit Feuer und Eis. Die Dokumentation von Bernd Reufels macht in großen Bildern die Faszination des Nationalparks spürbar und nimmt die Zuschauer mit an Orte, die Besuchern sonst verborgen bleiben. Zudem fragt sie in Island nach der Zukunft der großen Schutzgebiete der Erde. Es ist ein junger Park der Superlative: Mit dem Dettifoss befindet sich hier auch einer der größten Wasserfälle des Kontinents. Über 900 Meter türmt sich das Gletschereis über äußerst aktiven Vulkanen. Heiße Lava und dicke Eispanzer treffen direkt aufeinander. Die Landschaft am Vatnajökull wandelt sich stetig. 2008 gegründet, ist es einer der jüngsten Nationalparks unserer Erde und einer der faszinierendsten. Der Geologe Freysteinn Sigmundsson nimmt das Team mit zu seiner Expedition in das schwer zugängliche Hochland des Nationalparks. Es sind Orte abseits der offiziellen Routen: dort, wo die heiße Lava noch dampft und wo die Erde in metertiefen Spalten immer weiter aufreißt. Mit der Rangerin Gudrun Jonsdottir geht es an den Rand des gewaltigen Wasserfalls Dettifoss und mit dem Forscher Skarphédinn Thórisson zu riesigen Rentier-Herden, die durch den Nationalpark streifen. Mit der Deutschen Sarah Arndt werden Blau- und Pottwale beobachtet und deren ungewöhnliche Art der Kommunikation abgehört. Das Team begleitet den deutschen Biker Harald Philipp auf seinen tagelangen Touren durch die Lava-Wüsten und den Gletscherforscher Thorsteinn Thorsteinsson auf die Eiskappe des Vatnajökulls. Im Vatnajökull lässt sich viel Neues entdecken, über die Entstehung unserer Erde, den Einfluss unserer Lebensweise auf die Natur – und den schonenden Umgang mit Ressourcen. Die filmische Expedition in einen der jüngsten Parks der Erde ist so auch ein Blick in unsere Zukunft.
15:05
Die Sonne zeigt sich Anfang Februar nach über drei Monaten zum ersten Mal. Etwas für uns so selbstverständliches wie ein Sonnenaufgang wird in Grönland zu einem gefeierten Naturwunder. Die Kinder basteln Papiersonnen, um das Erscheinen der Sonne nach der langen Dunkelheit zu begrüßen, die Erwachsenen veranstalten Schlittenrennen: Zwei der vielen Traditionen, die Alain und Nathalie Antognelli während ihres Aufenthalts in Savissivik kennenlernen. Die beiden Fotografen verbringen neun Monate bei einer Inuit-Familie, gehen mit ihr auf Eisbärjagd und Robbenfang, lernen das Fahren von Schlittenhundegespannen und das Herstellen von Kleidung. Sie erkennen, dass das Leben auf dem Eis seinem eigenen Rhythmus folgt und dass das Leben des Naturvolkes bedroht ist. Ihre Welt schrumpft, und ihre traditionelle Lebensweise gerät in Gefahr. Durch die Erderwärmung wird das Packeis immer dünner, ist nicht mehr tragfähig genug, das offene Meer rückt immer näher, und die Inuit können ihre Jagdgebiete nicht mehr mit dem Schlitten erreichen. Die jungen Inuit haben eine ungewisse Zukunft.
15:50
I: Michael Fitz, Birge Schade, Horst Sachtleben, Franziska Schlattner, Vanessa Krüger, Barbara-Magdalena Ahren, Oliver Törner, Holger Daemgen, Matthias Klimsa; S: Henriette Piper; R: Sigi Rothemund... TV-Romanze.Eine erkaltete Liebe wird in der Arktis wieder ganz heiß., Der Meeresbiologe Martin (Michael Fitz) ist überzeugter Junggeselle. Sehr zum Kummer seiner Freundin und Assistentin Doreen (Franziska Schlattner). Ein Forschungsauftrag führt die beiden zur Polarexpedition in die Arktis. Mit in See sticht Martins Ex, die Journalistin Nina (Birge Schade). Fünfzehn Jahre hat sie Martin nicht gesehen. Und dass sie eine Tochter hat, ahnt Martin auch nicht….
17:15
Island ist voller Naturgewalten. Doch wie lebt es sich damit? Spätestens seit der Fußball-EM 2016 ist klar: fröhlich! Die Isländer stehen in vielen Rankings ganz oben, sogar im Glücklichsein. Majestätische Vulkane, brodelnde Geysire, reißende Wasserfälle, lange Fjorde, schier endlose Lavalandschaften: Der Film verbindet faszinierende Bilder von den Naturschönheiten Islands mit dem optimistischen Lebensgefühl ihrer Bewohner.
18:00
R: Jan Haft... Schnee im Sommer: In Norwegens Tundren und Hochebenen hat sich ein Stück Eiszeit bewahrt. Gewaltige Gletscher schufen vor langer Zeit das Land, hobelten Gebirge ab und meißelten tiefe Fjorde. In langen Winternächten sieht man die Polarlichter am Himmel, die die Landschaft in geheimnisvolles, grünliches Licht tauchen. In dieser Zeit des Jahres, wenn die Sonne zwei Monate Pause macht, müssen die nordischen Sagen über Trolle und Fabelwesen entstanden sein. Die Dokumentation folgt einer Herde Moschusochsen. Sie begleitet die Tiere bei ihren Wanderungen, bei der Paarung und der Jungenaufzucht – und bei ihren eindrucksvollen Brunftkämpfen im Herbst. Durch Superzeitlupenaufnahmen werden die gewaltigen Kräfte sichtbar, wenn zwei 400-Kilo-Kolosse mit voller Wucht und Kopf voran aufeinanderprallen. Friedlicher und weitaus graziler geht es bei der Paarung der Ohrentaucher zu: Beim Balztanz ist Anmut gefragt, wenn die Vögel mit Synchronschwimmen und Algengeschenken die Bindung zum Partner festigen wollen. Im Gegensatz zu den Hochebenen sind die Küsten Norwegens bis weit in den Norden von mildem Klima verwöhnt. Wegen des warmen Golfstroms frieren die Fjorde auch bei starker Kälte nicht zu. An ihren Ufern gedeihen, sogar unweit des Polarkreises, noch Apfelbäume. Majestätische Seeadler gehen dort das ganze Jahr über auf die Jagd, und in küstennahen Wäldern pirscht der Luchs durchs Unterholz. Immer wieder geht es für den Film hinauf in die Berge Norwegens, in eine Landschaft, die mit ihrer unendlichen Weite in Europa ihresgleichen sucht. Der Winter zieht sich hier bis weit in die Frühlingsmonate hinein, im Sommer wird das Hochland durch die Farben unzähliger Blumen geschmückt. Doch die schönste Zeit des Jahres ist der kurze Herbst. Dann erglüht die Natur in roten und gelben Farbtönen. Wenn die Brunft der Rentiere und Moschusochsen vorüber ist, kehrt erneut Stille ein. Es dauert nicht mehr lange, bis sich der Schnee über die Bergtundra, Fjorde und die Wälder der Küsten legt.
18:45
R: Jan Haft... Mit überwältigenden Bildern präsentiert die Naturfilm-Reihe Wildes Skandinavien die raue, ungezähmte Natur des hohen Nordens. Diese Folge führt nach Dänemark. Weite Strände, mildes Klima und natürlich Die kleine Meerjungfrau im Hafen von Kopenhagen – so kennt man Dänemark. Aber das kleine Land hat deutlich mehr zu bieten. Der Filmemacher Jan Haft gibt Einblicke in die Vielfalt Dänemarks und zeigt auch seltene Tiere. Es gibt Urwälder, in denen Rothirsche, Wildschweine und Kraniche leben, Kegelrobben, die sich auf Sandbänken tummeln, Raabjerg Mile – eine der größten Wanderdünen Europas – und schließlich die schneeweißen Kreidefelsen der Insel Mön. Die Wälder von Lille Vildmose im nördlichen Jütland gehören zu den artenreichsten Nordeuropas. Mehr als 4700 Tier- und Pflanzenarten gibt es dort. Während Dänemark überwiegend kultiviert ist, herrscht in diesem Schutzgebiet noch der ursprüngliche Mischwald mit kleinen Lichtungen und verrottenden Baumstämmen. Das Land wurde früh besiedelt. Die Wikinger holzten viele Wälder ab, um ihre Drachenboote zu bauen. Viehweiden entstanden. Wo Rinder und Schafe die küstennahen Feuchtwiesen kurz halten, leben Wat- und Wiesenvögel wie der auffallende Kampfläufer mit seinen sehenswerten Balzkämpfen. Im Frühjahr und Herbst sind die Flächen Rastplatz für Tausende Zugvögel.
19:30
R: Oliver Goetzl... Schweden, das Land der Elche, erstreckt sich zwischen Norwegen und Finnland. Im Norden des Landes, in den Hochlagen des Sarek-Nationalparks, liegt oft sechs Monate im Jahr Schnee. Schwedens Seen sind im Frühjahr noch vereist, wenn die Singschwäne ihre Brutreviere besetzen. Vogelarten wie der Bartkauz haben sich der Umgebung angepasst. Er hört sogar unter der Schneedecke eine Wühlmaus. Zeitlupen-Bilder zeigen, wie die große Eule jagt. Kommen sich zwei Pärchen ins Gehege, kann das zu ernsthaften Auseinandersetzungen führen: Konkurrierende Männchen gehen aufeinander los und beißen sich, angefeuert von ihren Weibchen. Auch bei den Birkhühnern geht es zur Balz im Frühjahr um alles. Nur hochauflösende Zeitlupenaufnahmen zeigen, was genau beim Kampf der Hähne passiert: Immer wieder attackieren die kämpfenden Birkhähne die Rosen, die roten Wülste über den Augen des Gegners: so lange, bis sich einer von beiden geschlagen gibt. Wenn Schnee und Eis weichen, kommen im Mai die Elchkälber zur Welt. Jetzt beginnen üppige Zeiten in Schwedens Wäldern und Sümpfen. Nicht nur an den Bäumen, auch im Wasser finden die Elche reichlich zu fressen. Seerosen sind eine Delikatesse. Zu Mittsommer geht die Sonne in Schweden gar nicht mehr unter. Dieser Luxus währt nicht lange, denn schon bald darauf kündigen die Brunftschreie der Elche wieder den Herbst an. Mit ihrem mächtigen Geweih gehen die Elchbullen auf Brautschau. Doch letztlich entscheidet das Weibchen, mit wem es sich paaren will.
20:15
I: Michael Nyqvist, Frida Hallgren, Helen Sjöholm, Lennart Jähkel, Niklas Falk, Ingela Olsson, Per Morberg, Axelle Axell, Lasse Pettersson, Barbro Kollberg, Ylva Loof, Ulla-Britt Norrman-Olsson, Mikael Rahm, Andre Sjoberg; S: Kay Pollak, Anders Nyberg, Ola Olsson, Carin Pollak, Margaretha Pollak; R: Kay Pollak... Musikmelodram aus Schweden. Ein Chorleiter weckt in seinen Sängern ungeahnte Kräfte., Herzinfarkt! Stardirigent Daniel (Michael Nyqvist) muss kürzertreten und zieht sich in sein abgelegenes Heimatdorf zurück. Hier bittet man den großen Musiker, den Kirchenchor zu leiten. Nun gelingt Daniel, wovon er immer träumte: Die Herzen öffnen sich! Für manche Ehen hat das allerdings dramatische Folgen… Echter Herzwärmer mit der Kraft der Musik., Thementag: Raue Welt Nordnordwest.
22:20
I: Kenneth Branagh, Sarah Smart, Sadie Shimmin, Tom Beard, Tom Hiddleston, Richard McCabe, Jeany Spark, Flora Spencer Longhurst, Steven Pacey; S: Richard Cottan; R: Philip Martin... TV-Krimi nach Mankell – mit Kenneth Branagh., Mit einem Ritual wollten Teenager die Mittsommernacht feiern – Monate später findet man ihre Leichen im Wald. Dann wird der Ermittler Svedberg ermordet, ein Kollege von Kommissar Kurt Wallander (Branagh). In Svedbergs Wohnung entdeckt Wallander, dass der in dem Fall auf eigene Faust ermittelte….
23:50
Widerstandsdrama über einen Partisanen., Der Norweger Max Manus (Aksel Hennie) kämpft gegen die Nazis – bis er gefasst wird. Nach seiner Flucht und der Ausbildung durch die Briten kehrt er mit Kamerad Gram zurück – als Untergrundkämpfer hinter den feindlichen Linien… „Kon-Tiki“ und dieser norwegische Kinohit qualifizierten das Regieduo Joachim Ronning / Espen Sandberg für Hollywood, wo sie „Pirates of the Caribbean: Salazars Rache“ drehten., Thementag: Raue Welt Nordnordwest.
01:40
Die Sonne zeigt sich Anfang Februar nach über drei Monaten zum ersten Mal. Etwas für uns so selbstverständliches wie ein Sonnenaufgang wird in Grönland zu einem gefeierten Naturwunder. Die Kinder basteln Papiersonnen, um das Erscheinen der Sonne nach der langen Dunkelheit zu begrüßen, die Erwachsenen veranstalten Schlittenrennen: Zwei der vielen Traditionen, die Alain und Nathalie Antognelli während ihres Aufenthalts in Savissivik kennenlernen. Die beiden Fotografen verbringen neun Monate bei einer Inuit-Familie, gehen mit ihr auf Eisbärjagd und Robbenfang, lernen das Fahren von Schlittenhundegespannen und das Herstellen von Kleidung. Sie erkennen, dass das Leben auf dem Eis seinem eigenen Rhythmus folgt und dass das Leben des Naturvolkes bedroht ist. Ihre Welt schrumpft, und ihre traditionelle Lebensweise gerät in Gefahr. Durch die Erderwärmung wird das Packeis immer dünner, ist nicht mehr tragfähig genug, das offene Meer rückt immer näher, und die Inuit können ihre Jagdgebiete nicht mehr mit dem Schlitten erreichen. Die jungen Inuit haben eine ungewisse Zukunft.
02:25
S: Susanne Sterzenbach; R: Susanne Sterzenbach... Island wird jeden Tag ein Stück neu erschaffen durch Vulkane, Geysire, Wasserfälle, heiße Quellen, durch Gletscher und das Meer. Hier befinden sich Naturgewalten der Superlative: der größte Gletscher Europas außerhalb der Polarregion, die mächtigsten Wasserfälle und die aktivsten Vulkane. Alles ist in Bewegung, alles ist im Werden. Island ist 20 Millionen Jahre jung, der Rest der alten Erde etwa vier Milliarden Jahre alt. Die Natur des Landes ist menschenfeindlich: Im Sommer steigen die Temperaturen nicht über 15 Grad Celsius, und der Wind weht kalt und heftig. Der Winter ist dunkel und feuchtkalt. Was soll ich hier?, haben sich viele Isländer immer wieder gefragt und sind doch geblieben oder wieder zurückgekehrt. Und sie machen mehr aus der außergewöhnlichen Natur als je zuvor. Die Opernsängerin Arndis Halla steht im Bauch eines Vulkans und ist tief beeindruckt. Sie sammelt Inspirationen für ihre Musik. Björn Jónsson gründete als Student eine Firma, die Meersalz gewinnt. Das verkauft er heute an Gourmet-Küchen. Und seinem Vater hat er damit einen neuen Job verschafft. Bryndis Ívarsdóttir backt Brot in der heißen Erde, und Helena Hermundárdottir nutzt heiße Quellen, um ihre Gewächshäuser zu heizen – die einzige Möglichkeit, in Island Gemüse anzubauen. Ingi Thorbjörnsson ist mit einem Super-Jeep im Hochland unterwegs. Er ist ein Vulkan-Philosoph, der die typisch isländische Vierrad-Kultur genau so vertritt wie den Naturschutz.
03:10
Die 18 Färöer Inseln verteilen sich zwischen Island, Schottland und Norwegen. Seit dem 14. Jahrhundert sind sie Teil des dänischen Königreichs. Die gut 50 000 Inselbewohner sehen sich bis heute nicht als Dänen, sondern als stolze Nachfahren der Wikinger, die ab dem neunten Jahrhundert hier siedelten. Mehr als die Hälfte aller Färinger wünscht sich eine vollständige Unabhängigkeit von Dänemark. Der 64-jährige Birgir Enni ist überzeugt: Man hat immer eine bessere Zukunft, wenn man selbst bestimmt. Hier gibt es genug zum Überleben. Wir haben ein sehr gutes Leben. Die Färinger leben fast ausschließlich von dem, was der Nordatlantik ihnen an Nahrung bietet. Jens Martin Knudsen, der ehemalige Torwart der Fußball-Nationalmannschaft, sieht in der Unabhängigkeit keine Zukunft. Er möchte der EU beitreten. Dann haben wir eine Stimme und können Entscheidungen mit beeinflussen. Auf den Färöer Inseln leben mehr als 80 000 Schafe. Übersetzt heißen die Inseln deshalb auch Schafsinseln. Die Designerinnen Gudrun & Gudrun designen Kleidung aus Schafswolle. Der Film begleitet Gudrun Rogvadottir zu einer traditionellen Schafschur und zu einer von 30 Strickerinnen, die in Handarbeit die färöische Schafwolle zu Pullovern, Kleidern und Jacken verarbeiten. Auf der kleinen Insel Stora Dimun lebt eine Familie und mit ihnen knapp 500 Schafe. Vor zwölf Jahren sind Eva und ihr Mann Jogvan-Jon hierher gezogen. Das Leben mit und in der Natur war der größte Traum für die beiden Lehrer. Die Liebe zu ihrem Land eint die Färinger, wie es sonst kaum auf der Welt vorkommt. Es geht hier um das Überleben an einem sehr schwierigen Ort, das hält uns zusammen, schwärmt Seemann Birgir Enni. Dann schippert er auf seinem alten Schoner zu einem besonders ausgefallenen Spektakel: ein klassisches Konzert in einer gewaltigen meerumtosten Höhle.
03:55
S: Goggo Gensch; R: Goggo Gensch... Max Moor stellt UNESCO-Welterbestätten in Europas Norden vor. Er reist von Sylt über Irland, Schottland und Norwegen nach Island. Die Reise endet in Grönland, dem Geburtsland der Eisberge. Fast das gesamte deutsche und niederländische Wattenmeer steht unter Naturschutz und ist seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbe. Es ist ein Lebensraum für fast 5000 verschiedene Lebewesen. Dazu gehören unzählige Algenarten, Würmer, Krebse, Plankton, Vögel und Fische. Die irische Insel Skellig Michael ist nach dem Erzengel Michael benannt und heute unbewohnt. Das Kloster der Insel, das von den irischen Mönchen erbaut wurde, zählt ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es gibt wenig Überliefertes, nur ein paar Schriften und viele Fragen zu Skellig Michael. Eijar, heutzutage bekannt unter dem Namen Orkney, nannten die Wikinger ein Inselarchipel zehn Meilen nördlich vom heutigen Schottland. Seit dem 15. Jahrhundert gehören die Orkney-Inseln zu Schottland. Mit dem Schiff kam einst das Christentum nach Norwegen. Es wurde zur nützlichen Ideologie bei der Staatsbildung. Viele Dörfer wurden gezwungen, Kirchen zu bauen. Die älteste von ihnen ist die Stabkirche von Urnes. Island wurde von Norwegen aus besiedelt. In Reykjavik leben heute zwei Drittel der rund 300 000 Isländer. Dort ließ sich um 870 nach Christus als Erster der Wikinger Ingólfur Arnarson nieder. Als Entdecker Grönlands gilt Erik der Rote. Er gab dem Land auch seinen Namen: grönne Land,grünes Land.
04:40
R: Claudia Buckenmaier... Der Hardangerfjord ist einer der längsten und tiefsten Fjorde an der norwegischen Küste. Auf den Bergen liegt noch Schnee, während unten an den Ufern die Obstblüte beginnt. Der Fjord ist berühmt für seine Apfel- und Birnenplantagen, die sich vor allem im Landesinneren an Hängen hochziehen. Auch die Passagierschifffahrt hat die Schönheiten des Fjords für sich entdeckt. Die Hurtigruten ist eine alte, berühmte und beliebte Postschifftour. Autorin Claudia Buckenmaier und ihr Team haben Menschen am Fjord getroffen, die sich bewusst für ein Leben in dieser Region entschieden haben. Arne Lutro zum Beispiel ist einer der vielen Obstbauern dort. Seit mehreren Generationen lebt seine Familie vom Obstanbau. Für ihn als ältesten Sohn stand immer fest, dass er einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten würde. In den letzten Jahren hat sich allerdings viel verändert. In seinem Heimatdorf, das wie er ebenfalls Lutro heißt, wird an Mittsommer immer eine ganz besondere Tradition gepflegt: die Kinderhochzeit. In traditionellen Trachten zieht dann ein Hochzeitszug mit Kindern durchs Dorf, der mit dem alljährlichen Höhepunkt beendet wird, dem Hochzeitswalzer der Kinder. Nach dem Fest werden dort, wie überall im Land, die Mittsommerfeuer entzündet. Die Kinder tauschen ihre Trachten gegen Badekleidung aus. Das gehört an Sankt Hans dazu, denn es ist Anbaden im Fjord, egal wie kalt das Wasser noch ist. Per Ragnar Kjepso lebt mit seiner schottischen Frau Anne auf einem Hof auf halber Höhe in den Bergen über dem Fjord. Früher arbeitete er unter der Woche als Ingenieur in der Hafenstadt Bergen. Seine Frau blieb mit den fünf Kindern auf dem Hof. Heute kommen sie an Mittsommer alle, inzwischen mit eigener Familie, zurück nach Hause und feiern Sankt Hans mit einem herrlichen Blick über den Fjord. Per Ragnar weiß, dass herkömmliche Landwirtschaft oben am Berg nicht mehr betrieben werden kann. Er hofft aber, dass der Hof als ein Ort erhalten bleibt, an den man gern zurückkehrt. Oberhalb eines Seitenarms des Hardangerfjords, dem Fyksesund, lebt Jon Skaar. Nach einer Bootsfahrt und zwei Stunden anstrengenden Berganstiegs erreicht man das Haus des 85-Jährigen, der allein auf seinem Einödhof lebt. Eine Frau, die mit ihm dieses abgeschiedene Leben teilen wollte, hat er nie gefunden. Die Natur stellt die Menschen am Hardangerfjord vor große Herausforderungen. Dennoch übt die Landschaft aber auch einen so großen Reiz aus, dass die, die dem Fjord einmal verfallen sind, nicht mehr weg wollen.
05:25
R: Wolfgang Würker... Kaum eine Erscheinung am Nachthimmel elektrisiert den Menschen so wie das Nordlicht. Wie aus dem Nichts taucht das Himmelsfeuer plötzlich auf und erstrahlt in leuchtenden Farben. Die naturwissenschaftliche Erklärung lieferte vor gut 100 Jahren der norwegische Forscher Kristian Birkeland. Abenteuerliche Expeditionen führten ihn an den Rand der Arktis, wo er das Phänomen in einem abgelegenen Observatorium studierte. Birkeland kam zu dem Schluss, dass ein Strom aus elektrisch geladenen Teilchen von der Sonne zur Erde kommt und in den Polarregionen den Himmel zum Leuchten bringt. Doch keiner wollte dem Gelehrten glauben. Birkelands Botschafter der Sonne widersprachen der damaligen Vorstellung, das Universum sei ein leerer Raum. Heute wollen internationale Forscherteams die letzten Geheimnisse des rätselhaften Schauspiels aufdecken: Zu diesem Zweck eröffneten Spezialisten ein Hightech-Observatorium auf dem norwegischen Archipel Svalbard.
06:10
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
Nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
Nano
10:15
NDR Talk Show
12:15
Wenn etwas besonders schön ist, können wir uns daran nicht sattsehen: Die Schaulust hat uns gepackt. Was aber, wenn die Neugierde uns zu rücksichtslosen Schaulustigen macht? Gaffer beherrschen neuerdings die Schlagzeilen. Personen, die bei Unfällen fotografieren statt zu helfen. sonntags trifft Menschen, die von schönen Bildern begeistert sind, aber auch solche, die mit den Schattenseiten unserer Sensationslust umgehen müssen.
12:45
R: Andreas Christoph Schmidt... Auf einer Landzunge, die tief in den Lusterfjord reicht, steht die älteste Holzkirche Norwegens: die Stabkirche von Urnes. Der Film zeigt die Schönheit dieser einzigartigen Kirche. Sie wurde vor über 850 Jahren auf einem besonderen Platz gebaut. Man nimmt an, dass dort bereits früher ein heidnisches Heiligtum gestanden hat. Die Kirche ist nicht unbedingt typisch – es gibt keine Drachenköpfe, keine rätselhaften vorchristlichen Masken. Ihre Bögen und Kapitelle erinnern eher an eine romanische Basilika. Die Vorbilder stehen in Rom, Ravenna und Avignon, nicht in Skandinavien. Was die kleine Kirche einzigartig macht, sind ein Portal und einige Wandplanken. Sie stammen von der Vorgängerkirche, die gerade 100 Jahre alt war, als man sie aus unbekanntem Grund abriss. Ihr Schnitzwerk ist einmalig. Der Name Urnes-Stil bezieht sich heute auf alle Arbeiten des Mittelalters, in der man diese Art von ineinander verschlungenem Getier und Gewächs wiederfindet. Das Holzrelief stellt den Kampf der Hirsche und Schlangen dar, die in der Weltenesche Yggdrasil wohnen: ein Bild, das den Untergang der germanisch-heidnischen Welt symbolisiert, so wie die alten Mythen ihn prophezeiten.
13:00
ZIB
13:15
Als Greenhorn aufs Pferd steigen, als Cowboy wieder runter – das ist der Traum von Marco, Besitzer eines Barbecue-Restaurants in einem Berliner Szeneviertel. Seine Küche und Einrichtung sind ganz klar von Amerika inspiriert – es fehlt nur noch die Saloon-Tür. Nun möchte Marco dem Mythos des amerikanischen Cowboys auf die Spur kommen. Ist dessen Alltag wirklich so romantisch, wie er ihn sich vorstellt? Deshalb macht er sich auf den Weg zu der abgelegenen Ellison Ranch in Montana, USA – eine ganz neue Welt, in der er von Ranch-Besitzer Kent Hanawalt lernen will, was es heißt, ein echter Cowboy zu sein. Statt Lagerfeuerromantik wartet ungewohnte Arbeit auf ihn – mit Pferden und Rindern. Er muss sich ständig auf neue Situationen einlassen, die für den Anfänger unberechenbar sind, bei seinen Helden aus Film und Fernsehen aber immer so einfach aussehen: das Pferd satteln und aufsitzen, Kühe einsammeln, Lasso werfen, Ohrmarken oder Brandzeichen setzen.
13:45
Das Deutsch-Schweizer Pärchen Anna und Thomas fliegt mit einem Motorgleitschirm vom Zürichsee 1000 Kilometer zum Standesamt in Annas Heimatort Gelting an der Ostsee. So ein Motorgleitschirm mit Zweisitzer ist ein empfindliches Ding. Es darf nicht regnen, nicht windig sein, und Thermik darf es auch nicht geben, damit man überhaupt fliegen kann. Ein sehr spezielles Hobby also, das Anna Löwenstrom und Thomas Huwiller ausüben. Aber vielleicht sind es gerade diese Unwägbarkeiten, die die Sache für die beiden Abenteurer so spannend machen, dass das Pärchen dieses Vehikel für seine Hochzeitsreise gewählt hat. Während sich andere nach der Hochzeit auf den Malediven oder am Mittelmeer an einen Strand legen, müssen Anna und Thomas jeden Tag um sechs Uhr aufstehen, um die Wetterlage zu prüfen. Lohnt es sich, oder legt man sich nochmal hin? Statt an der Strandbar verbringen sie die Zeit in kleinen Kantinen an den Flughäfen, und der mitreisende Wohnwagen steht nicht idyllisch unter Pinien, sondern auf der Wiese hinter den Hangars. Warum tut man das? Seitdem ich das erste Mal mit Thomas geflogen bin, bin ich infiziert, sagt Anna. Ich habe selten etwas erlebt, was so spannend war und gleichzeitig so ein Hochgefühl vermittelt. Für mich ist es die Begegnung mit der Natur, erklärt Thomas. Der Wind und das Wetter, nirgendwo ist man so nah dran und ist einerseits so ausgeliefert und andererseits aber auch so gefordert, sich den Bedingungen anzupassen. Das Ganze ist ja nicht ungefährlich. Man muss schon die richtigen Entscheidungen treffen, um die Naturgewalten für sich zu nutzen und sicher anzukommen. Kein Wunder also, dass bei all diesen Widrigkeiten so eine Tour noch niemand geschafft hat und entsprechend, so ganz nebenbei, auch noch ein Rekord abfallen würde. Bleibt also nur die Frage, ob beide rechtzeitig ankommen, um bei ihrer Hochzeit anwesend zu sein, denn die Nonkonformisten machen ihre Hochzeitsreise vor der Trauung.
14:15
Eine Frau, ein Rucksack, ein Traum – die 44-jährige Claudia aus Berlin macht sich auf den Weg fast ans Ende der Welt: zum Nationalpark Torres del Paine im chilenischen Patagonien. Ihr Ziel: die Umrundung des Bergmassivs Cordillera del Paine auf dem großen O, einem Trail von rund 130 Kilometern, der zu weiten Teilen schwer begehbar ist. Diesen Weg möchte die unerfahrene Claudia in acht bis zehn Tagen allein gehen. Einmal raus aus der Hektik der Großstadt und rein in die wilde und wenigstens streckenweise noch einsame Natur. Lediglich der vordere Teil des Rundwegs, der mit seinen zwei Einschnitten in Täler ein W bildet und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Nationalparks miteinander verbindet, ist stark bevölkert. Dort begegnet man Tagesausflüglern in Kolonnen – man muss sich in Acht nehmen, nicht von den zahlreichen Selfie-Sticks erschlagen zu werden. Vogelgezwitscher wird bisweilen übertönt vom Kameraklicken der an die 2000 Touristen, die in den Sommermonaten täglich in den Park strömen. Im Osten, Norden und Teilen des Westens jedoch muss sich Claudia die Natur nur mit einer Handvoll anderer Abenteuerlustiger teilen. Dort lockt das pure Abenteuer – Schlafen im Zelt, Kämpfen mit dem unberechenbaren und windreichen patagonischen Wetter, Waten durch tiefen Morast und das Überqueren eines Passes. Dafür lernt Claudia Südamerikas abwechslungsreichsten Nationalpark von allen Seiten kennen und ist mittendrin in der Vielfalt des Naturwunders Torres del Paine: bizarre Felsformationen, mächtige Berge, riesige Gletscher, Urwald und glasklare Seen in verschiedenen Blautönen. Claudia hat sich in den Kopf gesetzt, diese Tour allein zu machen – im Gepäck ein paar Brocken Spanisch und zwei Kameras. Als Kamerafrau kann sie diesen Weg und ihre Erfahrungen nicht undokumentiert lassen. Auf welches Abenteuer sie sich wirklich eingelassen hat, wird ihr bereits am ersten Tag klar – und der Traum vom großen O hängt schnell am seidenen Faden. Ob und unter welchen Anstrengungen sie es trotzdem schafft, lässt Claudia die Zuschauer hautnah miterleben und nimmt sie mit auf ihre ganz persönliche Traumreise.
14:45
R: Christian Stiefenhofer... In den abgelegenen Regionen Südamerikas ist ein Leben ohne Kräuter auch heute nicht denkbar. Sie sind oft die einzige Medizin. Der Film folgt der Spur der Kräuter quer durch den Kontinent. Die Kenntnisse über die Heilkräfte der Natur werden seit über 2000 Jahren von Generation zu Generation weitergegeben. In Bolivien begleitet der Film den Ethnobiologen Rainer Bussmann, der dokumentiert, welche Kräuter die Menschen gegen welche Krankheiten einsetzen. Der deutsche Forscher hat die letzten 15 Jahre in der Region verbracht und widmet seine ganze Arbeit dem Erhalt dieses unschätzbaren Wissens. Durch den globalen Trend zur Naturmedizin gibt es einen wachsenden Markt für Heilpflanzen. Mehr als 70 000 Pflanzenarten werden weltweit gehandelt. In Peru ist dadurch ein neuer Erwerbszweig entstanden. José Ingamani und seine Familie sammeln für eine Schweizer Kosmetikfirma die Wurzeln der hochempfindlichen Ratanhia und garantieren den Auftraggebern aus Europa ein nachhaltiges Ernteverfahren. Dafür campieren sie wochenlang in der Steppe. Aus ihrer Ernte wird später ein antibakterieller Wirkstoff gewonnen und zu Zahnpasta verarbeitet. In Patagonien entlockt die Pharmakologin Silvia Gonzalez einem winterharten Kraut betörende Düfte, während der Spitzenkoch Martín Molteni in Buenos Aires in alten botanischen Büchern Kräuter entdeckt, die seine preisgekrönten Menüs einzigartig machen. Die Argentinier scheinen süchtig zu sein nach dem Kräutertee Mate. In der Region Misiones haben Kleinbauern sich zusammengeschlossen, um ihn so herzustellen, wie die Guaraní-Indianer vor 2000 Jahren: geräuchert über offenem Feuer. Dank der Delikatesse haben die Mate-Farmer und ihre Familien wieder eine Zukunft. Hoch über dem Titicacasee halten die Kallawaya, legendäre Anden-Heiler, eine Zeremonie ab. Seit der Zeit der Inka-Hochkultur stimmen diese Medizinmänner die Götter mit Opfergaben milde und verschreiben ihren Patienten Kräuter wie Muna muna. Was Muna muna so wirksam macht, haben Forscher bis heute nicht genau entschlüsseln können. Das unscheinbare Kraut enthält mehr als 10 000 Inhaltsstoffe.
15:30
R: Bärbel Jacks... Regionale Naturschätze rücken derzeit wieder ins Bewusstsein. Auch die Kräuter der Alpen erleben eine Renaissance. Doch das Potenzial der Alpenkräuter ist noch lange nicht ausgeschöpft. Filmemacherin Bärbel Jacks besucht Menschen, die sich dafür einsetzen, dass das alte Kräuterwissen nicht verloren geht und eine moderne Anwendung in unserer heutigen Zeit findet. Gezeigt werden die Kräuter in eindrücklichen Makro-Aufnahmen. Für die älteste Enzianbrennerei Deutschlands gräbt Hubsi Ilsanker im Berchtesgadener Nationalpark nach den geschützten Enzianwurzeln – genehmigt durch ein historisches Sonderrecht. In Graubünden baut die Drogistin Astrid Thurner ein ganzes Edelweißfeld an. Sie möchte die antioxidativen Wirkstoffe dieser hochalpinen Pflanze für ihre eigene Kosmetiklinie nutzen. Im Innsbrucker Centrum für Biomedizin feiern die Forscher einen Sensationsfund. Sie haben eine neue Edelweiß-Substanz entdeckt: Leoligin, ein Stoff, der die Behandlung von Gefäßkrankheiten revolutionieren könnte. Die Naturheilpraktikerin Astrid Süßmuth weiht in die Geheimnisse ihrer Outdoor-Apotheke der Ötztaler Alpen ein. Dabei erfährt der Zuschauer auch etwas über das giftigste Kraut Europas, den Blauen Eisenhut – auch das Arsen des Mittelalters genannt. Im Benediktinerstift Admont taucht der Film in die größte Klosterbibliothek der Welt ein, und in Heiligenblut am Großglockner zeigt er, wie die Trachtenfrauen die Kräuterweihe feiern, einen lange Zeit vergessenen Brauch aus vorchristlichen Zeiten. In den Dolomiten in Südtirol bringt Gourmet-Koch Franz Mulser den Geschmack der Alm auf die Teller. Im Tauferer Ahrntal sammelt Anneres Ebenkofler Kräuter für die geheimen Rezepte und Heilmethoden der Einheimischen. Ihr Hotel führt sie nach dem Prinzip der alpenländischen Lehre, ihr Lieblingskraut spielt dabei eine wichtige Rolle: das Johanniskraut. Aufnahmen aus der Luft führen in vier Länder der Alpenregion: nach Deutschland, Österreich, Italien und in die Schweiz.
16:15
R: Ilka Franzmann... Heimische Duftblüten und Würzkräuter machen die Provence weltweit zur Marke. Der opulente Pflanzenreichtum dort stellt alle anderen französischen Regionen in den Schatten. Der Film setzt die provenzalischen Kräuter mit Super-Slow-Motion-Technik majestätisch in Szene. Brillante Luftaufnahmen erkunden die abwechslungsreiche Landschaft mit ihren sanften Hügeln und weiten Ebenen, schroffen Gebirgszügen und dichten Wäldern. Bei Sault nahe dem Mont Ventoux leuchten die Täler und Hochebenen violett: In der Hitze Südfrankreichs blüht und duftet der Lavendel. Sein heilsames Duftöl nutzte die Klostermedizin bereits im Mittelalter. Heute gründet sich eine ganze Industrie auf dem Geschäft mit der aromatischen Blüte. Doch die Existenz der provenzalischen Lavendelbauern ist bedroht. Im größten Lavendelanbaugebiet Frankreichs, dem Plateau de Valensole, lebt Gérard Blanc, den es besonders hart getroffen hat. Der Lavendelbauer verlor 60 Prozent seiner Ernte an ein winziges Insekt: die Glasflügelzikade. Bereits die Hälfte der Anbaufläche hat die Zikade zerstört und Frankreich von Platz 1 der Weltmarktproduktion für Lavendelöl gefegt. Der Film besucht einen kämpferischen Bauern, der nicht ans Aufgeben denkt und Mittel gegen das gefräßige Insekt erprobt. Auch die milliardenschwere Parfumindustrie verdankt ihren Erfolg dem Klima, die duftenden Rohstoffe wachsen direkt vor der Haustür. Parfumeurin Delphine Thierry entführt in die würzig riechenden Hügel um Nizza. Der Film zeigt sie bei der Kreation eines exquisiten Parfums, das das Aroma der Côte d'Azur in sich trägt. In einem Garten im Luberon hat die erfinderische Provenzalin Catherine Pisani ihre Sammelleidenschaft zum Geschäftsmodell gemacht: Sie züchtet ganze 60 Sorten Basilikum. Exotisch wird es in einer Restaurantküche in Aix-en-Provence: Dort transformiert Molekularkoch Pierre Reboul erdige Küchenkräuter in ein knallbuntes Produkt der Haute Cuisine und würzt zum Beispiel seine Aniskreation mit Oregano. Würzige Almkräuter locken im Sommer Tausende Schafe in die Alpen. In atemberaubenden Luftbildern begleitet der Film die Transhumanz, den Almauftrieb, eine jahrhundertealte Tradition. Die Schafe wandern dem Pflanzenwachstum hinterher. Auf den Almwiesen bei Sisteron wachsen protein- und mineralstoffreiche Kräuter, die das Fleisch der Schafe besonders köstlich würzen. Aus den Alpen kommt auch ein Hoffnungsträger der Provence. In 1000 Meter Höhe beginnt das Reich des Wilden Lavendels, auch der wahre Lavendel genannt. an steilen Berghängen erntet die Bäuerin Claire Chastan die duftenden Kräuterbüschel mühsam von Hand. Die junge Bäuerin weiß, was ihre Kunden mit der wild wachsenden Pflanze verbinden: Es ist ein Weg zurück zur Natur. Man kauft einen kleinen Traum..
17:00
R: Rolf Lambert... In kaum einem anderen Land der Welt bestimmen Kräuter den Alltag so wie in Indien. Sie lassen Räucherstäbchen duften, aromatisieren Seifen, würzen die Küche. Vor allem aber heilen sie. 6000 Pflanzenarten werden in Indien genutzt. Die meisten wachsen wild – und werden knapp. Der Film zeigt eine Welt der Kräuter im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne und porträtiert Heiler, Händler, Patienten und Ärzte, die mit und von Wildkräutern leben. Brahmi, der indische Wassernabel, regt den Geist an und beugt Depressionen vor. Tulsi, Heiliges Basilikum, hilft bei so vielen Krankheiten, dass es das Unvergleichliche genannt wird. Und der indische Baldrian, der nur im Hochgebirge wächst, bringt innere Ruhe. Auf dem Subkontinent mit seinen 1,3 Milliarden Bewohnern steigt der Bedarf an Pflanzenmedizin stetig an, und die wachsende Mittelschicht verlangt zudem nach Kosmetika auf Kräuterbasis. Als Folge sind manche Kräuter schon selten, einige bereits ganz verschwunden. Die meisten der Kräuter Indiens werden wild gesammelt. Erst langsam beginnt man mit dem Anbau. Hoch oben im Himalaja zeigt der Film einen Dorfheiler bei der Arbeit. 5000 Jahre alt ist die Wissenschaft der ayurvedischen Medizin. Heute erfährt die alte Heilkunst einen Boom. In der Altstadt Delhis lebt ein Großhändler, der den weltweit rasant wachsenden Kräutermarkt bedient. Der Film gibt Einblicke in die Labore des weltweit größten Herstellers ayurvedischer Medikamente, stellt die Ärztin einer kleinen Ayurvedaklinik in Kerala vor und begleitet eine Studentin der tibetischen Medizin in die nordindischen Berge, wo sie sich auf einen Test in Kräuterkunde vorbereitet.
17:45
R: Susanne Mayer-Hagmann
18:30
Nano
19:00
anschließend: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
Die 4-tlg. Reihe zeigt verblüffende Überlebensstrategien tierischer Bewohner des größten und tiefsten Ozeans der Welt., Entdecker Magellan nannte ihn den Stillen Ozean. Er irrte. Im Pazifik können Tsunamis, Vulkanausbrüche und Zyklone für mächtig Wirbel sorgen. Und während der Mensch sogar schon auf dem Mond war, hat er längst nicht alle Geheimnisse des Gewässers gelüftet, das mit 166 Mio. km2 größer ist als alle Landflächen unseres Planeten zusammen. Von tropischen Korallenriffen über die Wasserwüsten des offenen Meeres bis hin zu dichten Tangwäldern haben tierische Bewohner unterschiedlichste Lebensräume erobert. Kamerateams filmten Spektakel wie das Treffen der Haie vor der kolumbianischen Küste, den Aufstieg zahlloser Leuchtkalmare in Japan, das große Rennen der Schildkröten zur Eiablage an Costa Ricas Stränden. Aber auch beeindruckende Winzlinge wie den Einsiedlerkrebs, der sich in Zivilisationsmüll wohnlich eingerichtet hat. Fortsetzung am 27.8.
20:55
Der Mensch hat alle Landregionen der Erde, die Meeresoberfläche und einen guten Teil des Sonnensystems erforscht. Aber über die Tiefen des Pazifischen Ozeans weiß er sehr wenig. Trotz aller Bemühungen gibt dieses Meer seine Geheimnisse nur widerwillig preis. Zu ihnen zählt die alljährliche Arribada, die jeden September in Costa Rica stattfindet: Hunderttausende Schildkröten kehren zu ihrem Geburtsstrand zurück, um ihre Eier abzulegen. Dass sie es dabei schaffen, aus teils mehreren Tausend Kilometern Entfernung jedes Jahr den gleichen Küstenstreifen wiederzufinden, scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Für die Reptilien bietet das Meer jedoch zahlreiche Anhaltspunkte, deren Bedeutung der Mensch erst langsam begreift. Einer dieser Wegweiser ist möglicherweise die vor der kolumbianischen Küste gelegene Insel Malpelo, die Spitze eines über 3000 Meter in die Tiefe reichenden vulkanischen Meeresrückens. Obwohl die Insel nur ein kleiner Punkt in den Weiten des Ozeans ist, kommen dort immer wieder Hunderte Haie aus dem gesamten Pazifik zusammen.
21:40
R: Susanne Becker
22:00
ZIB 2
22:25
S: Carsten Rau, Hauke Wendler; R: Carsten Rau, Hauke Wendler... Doku über Deutschlands Abschiebepraxis., „Wir dürfen, können und werden keine Emotionen zeigen“, sagt ein Beamter den Filmemachern Rau und Wendler („Willkommen auf Deutsch“), die hier gnadenlos nüchtern und erstmals überhaupt den Vorgang einer Sammelabschiebung zeigen. Die eindrückliche Chronik begleitet nicht nur kalte Technokraten bei der Arbeit, sie gibt Betroffenen auch ein Gesicht – und ihre Würde zurück. Stark.
23:50
R: Sibylle Smolka... „Das Leben ohne Frau ist sinnlos“, sagt Uwe aus Leuna. Doch eine Partnerin zu finden ist schwierig – für ihn und viele andere ostdeutsche Männer. In manchen ländlichen Regionen der Ex-DDR liegt der Männerüberschuss bei zwanzig Prozent… Eine Reportage über die Liebeskrise der Ost-Singles.
00:20
10 vor 10
00:45
Das Liedermacher-Festival Songs an einem Sommerabend vor dem Kloster Banz ist eine der wenigen Veranstaltungen dieser Art im deutschsprachigen Raum. Auch 2015 waren bekannte Namen dabei. Liedermacher wie Konstantin Wecker, Hannes Wader und Reinhard Mey haben das Festival mit geprägt und es zu einem festen Bestandteil der Kulturszene in Franken gemacht. 2015 trat Konstantin Wecker sogar mit einem kompletten Kammerorchester auf – eine Neuheit.
02:45
Beim Liedermacher-Festival Songs an einem Sommerabend 2014 waren unter anderen Konstantin Wecker, Hannes Wader, Reinhard Mey, Klaus Hoffmann, Bodo Wartke und Anna Depenbusch dabei. Das Festival vor dem Kloster Banz ist eine der wenigen Veranstaltungen dieser Art im deutschsprachigen Raum. Alle Großen der europäischen Liedermacherszene sind dort auf der Bühne vertreten.
04:45
Mathias Kellner berührt seine Fans immer mit seiner Bühnenpräsenz und einer großartigen Stimme. Im Oktober 2015 gab er ein Konzert mit den Songs seines Albums Zeitmaschin'. Einige seiner musikalischen Weggefährten hat er für diesen besonderen Abend eingeladen: Martina Schwarzmann, künstlerischer Buddy der ersten Stunde, hat nicht nur den Text, sondern auch den Impuls zum Song Da seidne Faden geliefert. Bananafishbones-Sänger und Heimatsound-Moderator Sebastian Horn begleitet Mathias Kellner musikalisch und als Freund ebenfalls schon seit vielen Jahren. Er teilt immer wieder die Bühne mit ihm und singt auf seiner ersten Solo-CD Häddidadiwari in Du drahst di mit. Und dann wäre da noch San2, der neue Stern am Münchner Blues-Himmel, den Matthias Kellner – einmal gehört – unbedingt mit auf seiner Bühne haben wollte. Allein mit seinen Gitarren, seinen Liedern und seiner sprudelnden Fantasie sorgt Mathias Kellner für eine super Stimmung. Er singt und erzählt abwechselnd aus seiner Jugend auf dem Land oder von den ersten Erfahrungen in Sachen Liebe und Freundschaft.