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3 SAT
05:25
Überflutungen, Schnee, Feuer, Sandstürme und extreme Temperaturen: Die Graslandbewohner von Afrika über Südamerika bis Sibirien müssen zäh sein, um zu überleben.
06:10
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
Riverboat
12:25
sonntags
13:00
ZIB
13:15
R: Gundi Lamprecht... In Nepal herrscht religiöse Toleranz. Buddhismus und Hinduismus haben sich dort stark vermischt. Es entstand eine einzigartige Form der Religionsausübung, die es nur im Kathmandutal gibt. Die Vermischung geht so weit, dass man den Glauben der Einheimischen oft nur daran erkennen kann, ob sie einen hinduistischen oder buddhistischen Hauspriester beschäftigen. Auch eine Heirat zwischen Buddhisten und Hindus der gleichen Kaste ist unproblematisch. Ein schönes Bonmot lautet wie folgt: Die Newar, wie sich die Bewohner Nepals nennen, antworteten auf die Frage, ob sie denn nun Hindu oder Buddhisten seien, stets mit Ja.
13:25
R: Siegfried Giuliani... Im Mai 1978 hat eine österreichische Expedition mit der Premiere Everest ohne Sauerstoffmaske Alpingeschichte geschrieben. Der Film erzählt nach 40 Jahren die Geschichte dieser Sensation. Unter der Leitung des Tirolers Wolfgang Nairz haben der Südtiroler Reinhold Messner und der Tiroler Peter Habeler als erste Menschen den höchsten Berg der Erde, den 8848 Meter hohen Mount Everest, ohne Sauerstoffmaske bestiegen. Diese extreme Leistung in den Bergen Nepals machte damals Schlagzeilen in aller Welt und gilt bis heute als Meilenstein im Höhenbergsteigen. Die österreichische Expedition war aber nicht nur wegen der Premiere Everest ohne Maske ein Erfolg. Fünf Tage zuvor standen Robert Schauer, Expeditionsleiter Wolfgang Nairz und Kameramann Horst Bergmann als erste Österreicher gemeinsam mit dem nepalesischen Sirdar Sherpa Ang Phu auf dem Mount Everest. Dem Tiroler Franz Oppurg gelang wenige Tage später der erste Gipfel-Alleingang. Neben Oswald Oelz erreichte auch der erste Deutsche, Reinhard Karl aus Heidelberg, den Gipfel des Chomolungma, wie die Tibeter den Everest nennen. Im April 2018 sind die acht noch lebenden Expeditionsteilnehmer ins Khumbu-Tal und in die imposante Bergarena rund um den Everest zurückgekehrt. Messner, Habeler, Nairz und die fünf weiteren Team-Mitglieder von damals erzählen noch einmal die Geschichte über den Sensationserfolg am Dritten Pol.
13:55
R: Hans Peter Stauber, Lutz Maurer, Bernd Seidel, Manfred Gabrielli... Gewaltige 6714 Meter ragt der Kailash in Westtibet in die Höhe. Für Pilger eine Stätte übernatürlicher Kräfte, in der das Göttliche irdische Formen annimmt. So wie die Erde die Sonne umrundet, zieht auch ein Großteil der Pilger um den Kailash, dessen Gipfel aus Ehrfurcht vor den Göttern nicht bestiegen werden darf. Der Film begleitet den österreichischen Abenteurer Sepp Eder auf seiner Pilgerreise. Durch Schluchten und über gewaltige Pässe pilgern alljährlich Tausende Gläubige zu diesem heiligen Berg und umrunden ihn, Körperlänge um Körperlänge in tiefer Ehrfurcht. Höhepunkt dieser Reise über 250 Kilometer ist das Saga-Dawa-Fest. Seit über tausend Jahren ist diese 6714 Meter hohe Pyramide aus Fels und Eis Ziel von unzähligen Pilgern. Heute kommen sie oft schon auf Lkw, früher zogen sie monatelang, oft auch Jahre, zu Fuß aus allen Himmelrichtungen zu diesem heiligen Berg. Nicht um ihn zu besteigen, sondern um ihn in der Kora zu umrunden. Der Sage nach soll hier vor vielen Jahrhunderten der entscheidende Kampf zwischen dem Bön-Schamanen Noro Bonchung und dem buddhistischen Heiligen Milarepa stattgefunden haben. Für die Gläubigsten unter ihnen sind die Anstrengungen dieser Pilgerfahrt selbstverständlich. Sich niederwerfend, Körperlänge für Körperlänge die etwa 54 Kilometer rund um den Berg messend, umrunden sie zwischen 4700 und 5700 Metern Höhe ihr Heiligtum, um sich von ihren Sünden freizumachen.
14:40
R: James Honeyborne... Ein Wetterphänomen beherrscht ganz Südostasien von Tibet bis nach Australien: der Monsun. Er bringt Regenzeiten mit den größten Niederschlagsmengen der Erde, aber auch Trockenperioden. In seinem Einflussgebiet hat er der gesamten Natur seinen Stempel aufgedrückt. Aber der Monsun hat auch die Kulturen im Fernen Osten mitgestaltet. Die Dokumentation führt in eine Welt, die dem gewaltigen Wettersystem völlig unterworfen ist. Der Film steht ganz im Zeichen der Zeit vor dem großen Regen, der Jahreszeit, die von den australischen Aborigines Gunumeleng genannt wird: Noch ist es trocken im tropischen Norden des Kontinents, Wasser ist Mangelware. Flughunde versammeln sich am Roper River, der aus unterirdischen Quellen gespeist wird und auch um diese Zeit Wasser führt. Doch wo sie ihren Durst löschen, lauern auch Krokodile auf Beute. Die Hitze in Australien ist einer der Gründe für die Entstehung des Monsuns: Die heiße Luft über der riesigen Landmasse steigt auf, feuchte Luft vom Meer wird angezogen. Immer mehr Wolken türmen sich auf, bis sie sich endlich in heftigen Gewitterschauern ergießen. Doch bevor der erlösende Regen endlich kommt, droht dem ausgedörrten Land zusätzlich Gefahr: Immer wieder werden verheerende Buschfeuer durch Blitzschlag aus Trockengewittern ausgelöst. Weiter nördlich, auf der indonesischen Insel Sumatra, folgt auch das Leben der Orang-Utans dem Rhythmus des Monsuns. Die Muttertiere kennen ihren Lebensraum genau, sie wissen nicht nur, wo in ihrem Wald die Bäume stehen, die in der Trockenzeit essbare Früchte tragen, sie haben auch eine Art Kalender im Kopf, wo genau verzeichnet ist, wann es sich lohnt, die einzelnen Bäume aufzusuchen. Ein junger Orang-Utan bleibt jahrelang bei seiner Mutter und lernt von ihr auch andere nützliche Dinge, zum Beispiel, wie man ein großes Blatt als Regenschirm verwendet, wenn die schweren Niederschläge kommen. Für die Tiger in Zentralindien ist die Zeit vor den Monsunregen günstig, um ihre immer hungrigen Jungen mit genügend Nahrung zu versorgen: Ihre bevorzugte Beute, die Axishirsche, müssen sich in der Nähe der wenigen verbleibenden Wasserstellen aufhalten, um nicht zu verdursten. Doch die Hirsche haben ein Frühwarnsystem entwickelt: Sie äsen gern gemeinsam mit Hanuman-Languren. Die Affen sehen die Tiger oft frühzeitig und warnen die Axishirsche vor dem Angriff der Großkatzen. Mit eindrucksvollen Bildern zeigt die Sendung die Macht dieses großräumigen Wettersystems, seine Auswirkungen auf Asien und Australien, auf Tier und Mensch. So auch Holi, das Fest der Farben, eine der ältesten Feierlichkeiten Indiens. Mit diesem Fest möchten die Menschen den Monsun willkommen heißen, jene Kraft, die in der unmittelbar bevorstehenden Regenzeit die durstige und staubige Landschaft mit Wasser reich beschenken soll.
15:25
R: James Honeyborne... Am Höhepunkt des Sommermonsuns regnet es über dem Subkontinent Indien bis zu 17 Tonnen Wasser pro Minute. In Windeseile überzieht sich die ausgedörrte Landschaft mit frischem Grün. Flüsse wie der Mekong schwellen auf ein Vielfaches ihrer Größe an. Für landgebundene Vierbeiner werden die unablässig steigenden Wasserpegel bald zur tödlichen Bedrohung. Die Dokumentation zeigt die lebensbedrohliche und Leben spendende Macht des Monsunregens. Die ersten Regentropfen bringen Erlösung von der langen Trockenheit: Kleine Rinnsale und Tümpel entstehen. Junge Assam-Makaken können hier zum ersten Mal ausgelassen im Wasser planschen, während die älteren Affen im Schlamm nach schmackhaften Schnecken suchen. Für Frösche und Kröten ist jetzt Paarungszeit, in Scharen versammeln sie sich an den Laichplätzen. Grasfresser wie der Axishirsch finden überall frische Halme, Panzernashorn und Elefant tun sich an der Wasserhyazinthe gütlich, und auch für den Lippenbären – das Vorbild für den gemütlichen Balu im Dschungelbuch – bricht eine Zeit des Überflusses an. Die Zeit der Monsunregen ist auch die Zeit der Fiebermücken und der Malaria. Zwei Wochen nach Beginn der Regenzeit schlüpfen die ersten Mücken. Ihr Larvenleben haben sie unter Wasser zugebracht, als fliegende Insekten sind sie vollkommen wasserabstoßend. Superzeitlupen-Bilder zeigen: Selbst den Zusammenstoß mit – im Verhältnis – riesengroßen Regentropfen überstehen sie unbeschadet. Der Mekong führt jetzt so viel Wasser, dass er seinen Zulauf, den Fluss Tonle Sap in Kambodscha, in die Gegenrichtung zwingt. Die Wassermassen drängen flussaufwärts. Zahlreiche Fischschwärme erobern dabei neue Lebensräume – und der Tonle-Sap-See schwillt zum größten und fischreichsten Binnensee Südostasiens an. Die traditionellen Fischerdörfer Kambodschas sind auf Stelzen gebaut. Während der Trockenheit erreicht man die Hütten über lange Leitern – jetzt reicht das Wasser bis vor die Haustür. Aber der Mekong bringt nicht nur Nahrung für Fischerdörfer und Schlangenhalsvögel, er verteilt auch Schlick über das Land und sorgt damit wieder für frisch gedüngte Reisfelder. Der Kaziranga-Nationalpark im indischen Bundesstaat Assam ist einer der letzten Lebensräume des Panzernashorns. Hier ist es der Brahmaputra, der alljährlich Teile des Nationalparks überschwemmt und nährstoffreichen Schlamm ablagert. Das Elefantengras wird fast fünf Meter hoch, neben den Dickhäutern finden auch Wasserbüffel und Schweinshirsche reichlich Nahrung. Doch am Höhepunkt der Regenzeit, wenn der Pegel des Brahmaputra unbarmherzig steigt, müssen sie nicht selten um ihr Leben schwimmen.
16:05
R: Kathryn Jeffs... Monsun ist nicht gleich Regen. Das Wetterphänomen hat noch ein Gesicht: die langen Phasen der Dürre. Die Dokumentation zeigt, wie der Monsun das Dasein der Tier – und Pflanzenwelt bestimmt. In dieser Zeit sorgt der Monsun etwa in Australien für verheerende Brände, weiter nördlich, in Asien, stellen Tier – und Pflanzenwelt ihren Lebenszyklus gänzlich auf den Monsun ein. Alle Lebewesen müssen in dieser Phase ihre Ausdauer unter Beweis stellen. Sehr gut angepasst an die erschwerten Bedingungen während der Dürreperiode sind die wilden Wellensittiche in Australien. In der Mitte des fünften Kontinents, dem Lebensbereich der kleinen grün-gelben Vögel, herrscht fast durchgängig Trockenheit. Nur sehr selten dringen Regenfälle bis dorthin vor. Nahrung finden die Wellensittiche in nährstoffreichen Samen. Um ihren Durst zu stillen, müssen sie weite Strecken zurücklegen. Zu Tausenden suchen sie dabei nach künstlichen Wasserlöchern. Wellensittiche, aber auch andere Vögel oder etwa Kängurus, werden von den Oasen in der Wüste, die zumeist Nutztieren als Tränke dienen sollen, schier magnetisch angezogen. Die Präsenz der Sittiche lockt aber auch Fressfeinde an: Es sind Falken, die in den Schwärmen nach Beute jagen. Das nasse Vergnügen ist für die Wellensittiche daher nicht ohne Gefahr. Ebenfalls nicht ungefährlich sind Dürre und Hitze für die Hirschziegenantilopen Indiens. Im Gegensatz zu den meisten Tieren weicht diese Antilopenart der stechenden Sonne nicht aus – stattdessen veranstalten die jungen Böcke mit dem teils schwarz gefärbten Fell in der Gluthitze ein besonderes Schauspiel: Nur wenn es ihnen gelingt, einen kleinen Streifen Grasland in der prallen Sonne gegen Konkurrenten zu verteidigen, haben sie auch Aussicht auf Paarung. In der brütenden Hitze, für die ebenfalls der Monsun verantwortlich ist, stehen sich die rivalisierenden Böcke gegenüber. Es geht bei diesen Kämpfen jedoch nicht nur um das Vorrecht auf die Antilopenweibchen – es geht genau genommen um Leben und Tod. Denn zusätzlich zu den Rivalen müssen sich die Böcke vor einer weiteren Gefahr in Acht nehmen: vor indischen Wölfen. Diese observieren gelassen das Wetteifern der Böcke – und halten Ausschau nach verletzten oder erschöpften Tieren.
16:50
R: Kathryn Jeffs... Die Sundainseln nördlich von Australien, die größtenteils zu Indonesien gehören, kommen zweimal im Jahr in den Genuss ausgiebiger Regenfälle. Davon profitiert auch die Tierwelt. Die Schopfmakaken auf Sulawesi etwa finden Nahrung im Überfluss – was ihnen ermöglicht, friedlich zusammenzuleben. Der Film zeigt aber auch, wie der Monsun das Leben der Menschen in seinem Einflussbereich bestimmt. Die Schopfmakaken auf der indonesischen Insel Sulawesi sind im Norden der Insel heimisch. Diese Makaken-Art ist vor allem für ihr Verhalten bekannt: Die Affen pflegen einen liebevollen Umgang miteinander. Sie leben friedlich oft in Gruppen von mehr als 100 Tieren zusammen, werfen einander Kusshändchen zu, umarmen einander und zeigen auch Artgenossen, die nicht zu ihrer Stammfamilie zählen, ihre Zuneigung. Einen Grund für diese ausgeprägte Friedfertigkeit sehen Wissenschaftler im Wirken des Monsuns. Er sorgt dafür, dass die Schopfmakaken auf Sulawesi immer ausreichend nahrhafte Früchte vorfinden. Sie müssen nicht so viel Energie in die Nahrungssuche investieren, vielmehr nutzen sie ihre Zeit, um Freundschaften zu pflegen. Der Lebensraum der Orang-Utans, der Dschungel auf der Nachbarinsel Borneo, profitiert ebenfalls vom Monsun. Auch hier sind die tiefgrünen Regenwälder üppig, sie beherbergen eine reichhaltige Tier – und Pflanzenwelt. Die Orang-Utans sind aber trotzdem in ihrer Existenz bedroht – denn auch hier werden die Regenwälder abgeholzt. Begehrt ist das Land, weil hier riesige Palmölplantagen entstehen. Der Bedarf nach diesem pflanzlichen Öl, das etwa in Lebensmitteln oder in Waschpulver enthalten ist, ist weltweit enorm gestiegen. Auf der Strecke bleiben die Orang-Utans. Ihr Lebensraum sind Baumkronen – und die Ölpalmen haben keine Äste. Doch mittlerweile gibt es Projekte, mit Hilfe derer die gestrandeten Menschenaffen in den Regenwald zurückgebracht werden. So versuchen einige Bewohner der Monsunregion auf Borneo, den Schaden wieder gut zu machen, den das menschliche Streben nach Profit verursacht.
18:30
nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
Auf Safari in Afrika: Für viele ist das ein unvergessliches Erlebnis – oder ein langgehegter Traum. Kein Kontinent ist so umweht vom Nimbus der Wildheit, keiner so bekannt für seine Tierwelt. In diesen ungezähmten Kontinent entführt der spektakuläre Afrika-Fünfteiler. Dem äußerst trockenen Südwesten Afrikas widmet sich der erste Teil. Wasser bedeutet Leben. Und genau das ist das Problem im Südwesten Afrikas, einem der geologisch ältesten Teile des Kontinents. In der Kalahari mit ihren rätselhaften Feenkreisen sind Wasserstellen, wie sie hier nur sporadisch auftreten, zwangsläufig Treffpunkt aller vom Durst Geplagten – also von Jägern und potenziellen Opfern gleichermaßen. Ironischerweise gibt es eigentlich Wasser im Überfluss – nur ist es unerreichbar. 60 Meter in der Tiefe, am Grund des sogenannten Drachenhauchlochs in Namibia, liegt der größte unterirdische See der Erde. Die gerade einen Tag alten Straußen-Küken müssen die Wasserstelle in der Etosha-Pfanne erreichen, um nicht zu verdursten. Die Altvögel bringen ihre Schar zwar sicher ans Ziel, doch dann ist Vorsicht geboten, sonst werden die Winzlinge im Gedränge von all den anderen durstigen Besuchern noch zertrampelt. Ein kleiner Singvogel, der Drongo, lebt in der Kalahari in einer eigenartigen Symbiose mit den Erdmännchen. Von seinem Ausguck aus warnt er sie vor nahenden Gefahren – doch er missbraucht ihr Vertrauen gelegentlich auch, um sich einen nahrhaften Happen zu erschwindeln. Im Schutz der Dunkelheit versammeln sich ungeahnt viele Spitzmaulnashörner zu einem gesellschaftlichen Event am Wasserloch. Dank modernster Kameratechnik werden die Zuschauer Zeugen ihres Soziallebens, ihrer überraschenden Kontaktfreudigkeit und Zärtlichkeit – doch auch ihrer Misserfolge in Liebesangelegenheiten. Wie aus einem Science-Fiction-Film entstiegen wirken hingegen die fleischfressenden Heuschrecken. Langsam, jedoch unaufhaltsam, klettern sie in die Nester der Webervögel, um sich über die noch wehrlosen Küken herzumachen. Eile ist gar nicht nötig, denn auch wenn die Altvögel ihre Brut verteidigen, haben die Insekten eine wirksame Waffe parat: Sie verspritzen ihr eigenes, scharf riechendes Blut. Dramatisch ist auch das Duell zweier Giraffenbullen um das Vorrecht auf die spärliche Vegetation im Hoanib-Tal. Ihre Hörner sind zwar kurz, doch mit den langen Hälsen können sie zu vernichtenden Schlägen ausholen. Und auch wenn der jüngere Bulle mehr Kraft zur Verfügung hat, ist ihm der Alte doch an taktischer Erfahrung zumindest ebenbürtig.
21:00
Endlos weites Grasland unter sengender Sonne, vereinzelt Schatten spendende Bäume, unzählige Herden immerfort wandernder Gnus, geschmeidige Großkatzen und imposante Elefanten: die Savanne. Unerwartete Begegnungen und überraschende Einblicke garantiert der zweite Teil der spektakulären Dokumentationsreihe Afrika – Der ungezähmte Kontinent. Wer hätte gedacht, dass die wandernden Gnu-Herden ausgerechnet von den kleinen Agamen schon sehnlichst erwartet werden? Genau genommen sind es gar nicht die Gnus selbst, auf die die kleinen Eidechsen warten, sondern die Abermillionen Fliegen, von denen die Herden begleitet werden. Denn so viele Fliegen bedeuten aus Agamen-Perspektive Nahrung im Überfluss. Einige Agamen sind einer lohnenden, wenn auch ziemlich riskanten Form der Fliegenjagd verfallen: Sie pirschen sich vorsichtig an Löwen heran, die nach einer ausgiebigen Fleischmahlzeit Siesta halten und ebenfalls von unzähligen lästigen Fliegen umschwirrt werden. Was die Gnus zu ihrer fortwährenden Wanderung veranlasst, ist die Suche nach immer neuen Weidegründen. Das frische Grün wiederum verdankt seine Existenz nicht zuletzt dem Ascheregen, der aus den nach wie vor aktiven Vulkanen am Ostafrikanischen Grabenbruch niedergeht. Der Nyiragongo ist einer dieser Vulkane; in seinem Krater liegt der größte Lavasee der Erde. Mit einem Durchmesser von 200 Metern gewährt er einen eindrucksvollen Blick auf die feurigen Kräfte, die diesen Teil Afrikas auch unter der Oberfläche unaufhörlich umgestalten. Sodaseen sind eine weitere Besonderheit dieser unruhigen Landschaft. In ihrem alkalischen Wasser ist kaum Leben möglich, doch spezielle Algen gedeihen auch hier, und diese Algen verleihen nicht nur den Seen ihre fremdartige Färbung, sondern sind auch die Nahrung für unzählige Flamingos. In Sambia liegt der riesige Bangweulu-Sumpf, sein Name bedeutet wo das Wasser auf den Himmel trifft. In diesem Gebiet brütet der Schuhschnabel, ein seltsam prähistorisch anmutender, großer, grauer Vogel. Der Schnabel der frisch geschlüpften Küken ist so überproportional groß, dass sie mehrere Wochen brauchen, bis sie richtig stehen und den Kopf oben halten können. Wenn die Trockenzeit in Ostafrika ihren Höhepunkt erreicht, brechen oft unvermittelt Feuer aus. Die Brände verwüsten jedes Jahr riesige Flächen, doch auch hier gibt es unvermutete Nutznießer: Bienenfresser, Gabelracken und Drongos stürzen sich waghalsig mitten hinein, um die in Panik fliehenden Insekten zu fangen. Anhaltende Dürre lässt die Wasserlöcher schrumpfen und macht den Flusspferden das Leben schwer. Wenn das Gras verdorrt, müssen sich auch die Elefanten mit vertrockneten Wurzeln und Zweigen begnügen, die sie aus dem trockenen Boden scharren. Doch kommt der ersehnte Regen endlich, verwandelt sich Ostafrika erneut in eine paradiesische Region des Überflusses, in der neue Generationen findiger Überlebenskünstler gedeihen können.
21:45
Kongo – Das starke Herz der Wildnis führt in den tropischen Urwald entlang des Äquators in der Mitte des afrikanischen Kontinents. Dort, wo sich Lebewesen dichter drängen als irgendwo sonst in Afrika, herrscht ein beispielloser Konkurrenzdruck. Jedes Tier – vom Elefanten bis zum Frosch – muss Strategien anwenden, um seinen Platz zu erobern und zu verteidigen. Das Kongobecken umfasst ein Gebiet von der Größe Indiens und erstreckt sich über mehrere Staaten Zentralafrikas. Der Urwald ist hier so dicht, die Vegetation erzeugt so viel Wasserdampf, dass 95 Prozent des Regenwassers aus dem Wald selbst stammen. Der Fluss Kongo, in dem dieses Wasser letztendlich zusammenläuft, ist der wasserreichste Fluss Afrikas und stürzt auf seinem Weg nach Westen in spektakulären Kaskaden durch eines der letzten unerforschten Gebiete auf unserem Planeten. Ausgewaschene Felsüberhänge sind der Lebensraum des Felsenhüpfers. Nur dort baut dieser monogam lebende Vogel mit dem markant gezeichneten Kopf seine regensicheren Lehmnester, und das vermutlich schon seit 44 Millionen Jahren. Raffiniert ist auch die Strategie des Bananenfroschs: Um seine Nachkommen optimal zu versorgen, versiegelt das Männchen nach dem Regen die frisch gelegten Eier seiner Partnerin in einem länglichen Blatt, das er geschickt mit seinen Hinterbeinen zusammenfaltet und verklebt. In Windeseile entwickeln sich die kleinen Kaulquappen in dieser Blatthülse, denn schon der nächste Regen wird den Kleber wieder lösen und sie fortspülen. Große Urwaldbewohner hingegen, wie etwa die Waldelefanten, haben es im Dickicht besonders schwer. Doch auch sie entwickelten Überlebensstrategien: In der Zentralafrikanischen Republik liegt Dzanga Bai, eine riesige Waldlichtung, die die Elefanten selbst abgeholzt haben. Von weit her kommen sie hier zusammen, um ihre sozialen Beziehungen zu pflegen und nach Salz zu schürfen. Die prächtigen Blumen auf dem Waldboden sind nicht minder erfindungsreich: Sie rationieren ihren Nektar und nötigen so die Bienen, mindestens tausend Blüten am Tag anzufliegen und zu bestäuben, um genügend Nektar für ihre Honigproduktion zu sammeln. Diese Bienen haben keinen Stachel, um ihren kostbaren Honigvorrat vor Plünderern zu schützen; sie verbergen ihn deshalb in schwindelerregender Höhe unter der Rinde eines Baumes. Am Strand von Loango in Gabun, wo der Urwald bis an den Atlantischen Ozean reicht, bietet sich in raren Momenten auch für die Dschungelbewohner die Gelegenheit, dem fortwährenden Konkurrenzkampf für kurze Zeit zu entfliehen. Wenn das Flusspferd genüsslich in der Brandung badet und die Rotbüffel und Elefanten sich die salzige Seeluft um die Nasen wehen lassen, kommt nahezu Urlaubsstimmung auf. Doch auch die Tiere wissen, dass diese entspannten Momente die Ausnahme sind. Ihr Leben ist untrennbar mit dem Regenwald verbunden, und eines nach dem anderen kehren sie bald ins Dickicht zurück.
22:30
R: Gunnar Walther... Von 1929 bis 1931 durchquerte der wagemutige Fuhrwerksunternehmer Ludwig Zid mit einem Ford Modell A, Baujahr 1927, Südamerika für eine ungewöhnliche Werbekampagne des Automobilherstellers. Bei seiner spektakulären Tour bewältigte der Österreicher mit seiner Familie und einem Mechaniker die argentinische Pampa, Anden-Pässe, Sümpfe und Regenwälder. Regisseur Gunnar Walther reist die historische Reiseroute anhand von Tagebucheintragungen detailgenau nach. Die angespannte wirtschaftliche Lage in Europa brachte den Wiener Fuhrwerksunternehmer Ludwig Zid dazu, mit seiner Frau Luise und seinem zweijährigen Sohn Kurt nach Südamerika auszuwandern. Zu jener Zeit lief in der Motor City Detroit in den USA die Autoproduktion von Henry Ford auf Hochtouren. Das neue Ford A-Modell kam weltweit auf den Markt und brauchte auch in Südamerika noch eine zugkräftige Werbekampagne. Der abenteuerlustige Ludwig Zid kam genau zur rechten Zeit: Mit seiner Idee einer Südamerikareise mit der ganzen Familie rannte er bei Ford offene Türen ein und bekam einen verlockenden Deal angeboten: Als Werbeträger für das A-Modell sollte er auf eine spektakuläre Expedition gehen. Von Südamerika bis nach Detroit in den USA sollte die Reise gehen, eine halsbrecherische Strecke von nahezu 20 000 Kilometern mit teils unwegsamen Pässen und schmalen Dschungelpfaden. Mit seiner Autotour sollte der neue Wagen als Weltauto präsentiert werden: ein komfortables, modernes Auto, das Familien bisher ungeahnte Sicherheit und Zuverlässigkeit bieten konnte. Mit der Kampagne für das Ford-A-Modell wollte das Imperium des Autoherstellers an die Erfolge des legendären T-Modells Tin Lizzy anknüpfen, das Henry Ford zu Weltruhm verholfen hatte. Reich und berühmt wollte auch Ludwig Zid werden, dies würde ihm jedoch nur gelingen, wenn alle Mitglieder der Familie Zid und ihr Wagen die riskante Tour unbeschadet überstehen würden. Mit seinen 40 PS und einem geschätzten Durchschnittstempo auf Offroad-Pisten von 20 Stundenkilometern war das Gefährt dem Paar und ihrem Kleinkind fahrender Untersatz und Schlafplatz zugleich. Aufgezeichnet wurden die enormen Strapazen der Reise in Luise Zids Tagebuch, das sich bis heute liest wie ein Abenteuerroman. Die reiseunerfahrene Familie gerät in zahlreiche brenzlige Situationen, bei denen sie immer wieder um ihr Leben bangen muss. Der Film folgt der historischen Reiseroute und konfrontiert die Menschen am Weg mit Fotos und Tagebucheindrücken der Familie Zid. Der Einzige, der für mich etwas Vergleichbares gemacht hat, war Christoph Kolumbus, sagt Oscar Ortega aus Peru, mit dem Unterschied, dass Kolumbus Pferde hatte, diese Familie aber war mit einem Auto unterwegs. Verrückt waren sie aber alle beide. Die Reiseroute der Familie Zid führt von Argentinien über Peru, Kolumbien, Costa Rica, Mexiko bis nach Detroit, in den USA, wo die einzigartige Reise nach drei Jahren in Henry Fords Motor City endete. Der Dokumentarfilm zeichnet auch ein Bild vom heutigen Lateinamerika, abseits touristischer Pfade. Dabei trifft der Filmemacher Gunnar Walther auf Menschen, denen die Zids aus Österreich bis heute ein Begriff sind.
23:50
R: Doro Plutte... Leben auf dem Hausboot, im Camper oder im Mini-Haus – das klingt nach Abenteuer und Freiheit. Doch wer lebt dauerhaft in einem so ungewöhnlichen Zuhause? 37° begleitet drei Familien, die mobil wohnen: Eine fünfköpfige Familie, die in einen Camper zieht, ein junges Paar, das ein Haus auf 25 Quadratmetern baut, und eine Familie, die auf dem Wasser lebt.
00:15
10 vor 10
00:45
Willkommen Österreich
01:35
Die Reihe Now & Then – eine lebendige Zeitreise durch den Soundtrack unseres Lebens mit Christina Wolf und Fritz Egner. Die erste Folge führt zurück in Die Achtziger Stars dieses Jahrzehnts wie a-ha und Rick Astley touren wieder durchs Land. Zugleich feiern junge Bands wie Hurts, Chvrches und Drangsal mit dem unverwechselbaren Synthesizer-Sound der Achziger große Erfolge. Doch was ist das Erfolgsrezept dieses Jahrzehnts? Auf der Suche nach den Wurzeln des Achtziger-Revivals besucht Fritz Egner die britische Band Zoot Woman, die als eine der ersten Formationen den Synth-Pop erfolgreich in die heutige Musikszene zurückgebracht und damit viele junge Bands inspiriert hat. Musik-Legende Midge Ure erzählt aus der Zeit, als Synthesizer noch mühsam programmiert werden mussten. Mit seiner Band Ultravox stürmte er Anfang der Achtzigerjahre weltweit die Charts und begründete gemeinsam mit Gruppen wie Depeche Mode und Human League einen komplett neuen Musik-Stil. Es war eine technische Revolution. Unsere Musik klang total anders als die der Beatles oder von Led Zeppelin, erinnert sich Midge Ure. Christina Wolf besucht einen musikalischen Enkel der Achtziger Synth-Pop-Bands: Drangsal. Er hat schon mit 22 Jahren das perfekte Pop-Album geschrieben. Es klingt, als hätten sich Eurythmics mit The Smiths und Depeche Mode musikalisch zusammengetan. Die Folge Die Achtziger unternimmt einen wilden, schneller Ritt durch die Musikgeschichte und beschreibt, wie ein neues Instrument, der Synthesizer, gemeinsam mit einer neuen Art des Fernsehens, MTV, die Musikwelt revolutioniert hat und bis heute beeinflusst.
02:20
Was ist das Erfolgsrezept von Musik Made in Germany? Das wollen Fritz Egner und Christina Wolf wissen – und treffen Lou Bega, die Scorpions und Scooter zum Interview. Besonders in Osteuropa hat die Band Scooter um Frontmann H.P. Baxxter eine riesige Fangemeinde. Fritz Egner besucht die Musiker bei einem Konzert in Budapest Backstage und erfährt, warum Scooter national und international so erfolgreich geblieben sind. Von Deutschland in die USA, von Paraguay bis Südafrika: 2013 war das Jahr von Milky Chance. Ihr Hit Stolen Dance kam aus dem Nichts und hat die junge Band weltweit berühmt gemacht. Christina Wolf kennt Clemens und Philipp schon seit dem Beginn ihrer Karriere und hat sie auf ihrer Tour durch die USA begleitet. Darüber hinaus besuchen Fritz und Christina die legendären Hansa-Studios in Berlin und treffen Lou Bega, den Macher des Megahits Mambo No. 5.
03:05
Was ist das Erfolgsrezept von Musik Made in Germany? Noch einmal tauchen Fritz Egner und Christina Wolf in die deutsche Musikszene ein. Bei der Bear Family, einem der weltweit anerkanntesten Musiklabels, gehen sie der Frage nach, warum Künstler wie Johnny Cash, Marvin Gaye und Diana Ross ihre größten Hits auch auf Deutsch aufgenommen haben. Zusammen mit dem fünften Beatle Klaus Voormann erinnert sich Fritz Egner an die Anfänge der Pilzköpfe, bevor sich die Beatlemania wie ein Lauffeuer ausbreitete. Gemeinsam besuchen Christina Wolf und Fritz Egner die Rocklegenden Klaus Meine und Rudolf Schenker von den Scorpions in ihrem Studio bei Hannover. Oft belächelt und unterschätzt, zählt Frank Farian zu den einflussreichsten und erfolgreichsten Produzenten der Popgeschichte und hat es sogar ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft. Für seinen Freund Fritz Egner hat sich der Starproduzent in seiner Wahlheimat Miami noch einmal Zeit genommen, um auf seine Karriere zurückzublicken. Und er will es noch einmal wissen: Für Now and Then lässt er Fritz Egner exklusiv in sein Abschlusswerk hinein hören.
03:50
Elektronische Musik ist ein Massenphänomen. Millionen von Menschen lassen sich auch live von Künstlern wie Jean Michel Jarre, WestBam, Talla 2XLC und Steve Aoki begeistern. Christina Wolf und Fritz Egner treffen die Künstler und gehen dem Phänomen auf die Spur. Die erfolgreichste Single 2016 stammt von Alan Walker. Faded ist der Soundtrack einer neuen Generation von Musikern, die ihre Songs zu Hause am Laptop produzieren. Wegbereiter der elektronischen Musik, wie wir sie heute kennen, sind deutsche Bands wie Kraftwerk und Can. Die beiden Filmautoren treffen sich mit Holger Czukay, Gründungsmitglied von Can und einer der prägendsten deutschen Musikpioniere. Sieben Jahre nach ihrem letzten Album veröffentlicht das Schweizer Kultduo Yello 2016 ein neues Album. Ihre Musik ist mittlerweile Teil der Popkultur. In den Achtzigern waren ihre Musikvideos ihrer Zeit weit voraus. In Berlin haben sie das Video zu ihrer aktuellen Single Limbo gedreht. Fritz Egner war exklusiv am Set mit dabei.
04:35
Diesmal gehen Christina Wolf und Fritz Egner der Frage nach, welche großen Frauen es im Popbusiness geschafft haben und wie sie die Musik und die Gesellschaft geprägt haben. Bei seinem Treffen mit Madonna erzählt die Queen Of Pop Fritz Egner, warum sie nicht möchte, dass ihre Fans sie kopieren. Derweil trifft Christina Wolf auf Shirley Manson, die sich als Sängerin von Garbage in der von Männern dominierten Rockmusik durchgesetzt hat. Christina Wolf trifft außerdem auf Jasmine Thompson. Mit 15 ist sie schon ein Star und hat mit Ain't Nobody einen Welthit gelandet. Wie man sich über Jahrzehnte in der Popmusik halten kann, hört Fritz Egner von Petula Clark. Sie steht seit über 75 Jahren auf der Bühne und hat sicherlich ein paar Tipps für Jasmine.
05:25
Breitwandiger Soul aus Bremen und Hamburg? Das geht, beweist eine swingende groovige Combo, die mit ihrem Mix aus Retro-Soul und Beat aus der Indie-Rockband Trashmonkeys hervorging: Rhonda. Markenzeichen ist die gefühlvolle und ausdrucksstarke, mit einem tollen Vibrato gekrönte Stimme Milones. Zusammen mit der extrem coolen, pointierten und überaus groovigen Band, die einen warmen und entspannten Sound spielt, wird daraus das Klangrezept für Rhonda. Als sich die Gruppe 2012 auflöste, haben sich die vormalige Bassistin und neue Sängerin Milo Milone und drei Bandmitglieder zu neuen Ufern aufgemacht. Als neuer Bassist kam Jan Fabricius hinzu. Der erste Erfolg in England führte das Quintett ins Vorprogramm von Paul Weller, der sich jederzeit für Rhonda stark macht. Mehr Empfehlung geht nicht.
06:10
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
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nano
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Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
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nano
10:15
Hart aber fair
11:40
Natur im Garten
12:10
Alles für die Katz – Tierschutzvereine in Not
13:00
ZIB
13:20
R: Rolf J. Möltgen... Weit draußen vor der mittelamerikanischen Küste von Costa Rica ragt die Kokosinsel aus dem Pazifischen Ozean. Der Film taucht ein in die bunte Unterwasserwelt dieser Regenwaldinsel. Rund um die Insel wimmelt es von Meerestieren aller Art. Kaum ein Ziel ist weltweit so bekannt für seine zahllosen Großfische – allen voran Hammerhairudel, Riffhaie und nicht selten Hochseehaie. Während dichte Schnapperschwärme ganze Felsformationen verhüllen, werden draußen im freien Wasser Makrelen von großen Raubfischen auf engem Raum zusammengetrieben. Haie und Thunfische gehen in dieser Ansammlung von Köderfischen gern auf Jagd. Mit Einbruch der Dunkelheit begeben sich die wendigen Weißspitzenriffhaie auf Beutezug. Mit der Deepsee, einem modernen Forschungs-U-Boot, tauchte der Filmemacher Rolf J. Möltgen auf 400 Meter Tiefe. Dabei gelangen ihm Aufnahmen von seltenen Tiefseefisch – und Hai-Arten.
14:05
Die Ozeane sind der Lebensraum der größten Säugetiere der Welt – der Wale. Leben und Verhalten der Ozeanriesen zu erforschen ist schwierig, denn viele der etwa 80 Walarten sind extrem scheu. Manche davon hat man sogar noch nie lebend gesehen – man kennt sie höchstens von Strandungen; einzelne Schnabelwal-Arten zum Beispiel. Um Wale in freier Wildbahn zu finden und beobachten zu können, startet der Meeresbiologe Oliver Boisseau eine Expedition. Mit einer kleinen Gruppe internationaler Wissenschaftler will er von einem Segelschiff aus im Atlantik Wale finden und ihr Verhalten untersuchen. Seine Idee: Nur anhand der Geräusche, die die Tiere unter Wasser von sich geben, wollen die Forscher sie orten. Modernste Technik und High-Tech-Unterwassermikrofone sollen ihnen dabei helfen. Zwischen Madeira und den Azoren gehen sie auf die Suche. Eine abenteuerliche Reise auf einem besonderen Forschungsschiff – in die faszinierende Welt der größten Säuger der Erde.
14:50
R: Florian Guthknecht... Die letzten Pilotwale des Mittelmeers kämpfen ums Überleben. Der Schiffsverkehr macht ihnen zu schaffen. Forscher versuchen, ihr Verhalten zu erkunden und Schutzgebiete einzurichten. Mitten in der Alboran See – wo sich Atlantik und Mittelmeer treffen – leben die letzten Pilotwale des Mittelmeers. Ricardo Sagarminaga verfolgt die Tiere mit seinem Forschungsschiff Toftewag, um ihre Wanderwege zu verstehen. Nur mit diesem kann er die Tiere schützen – und saisonale Schutzgebiete einrichten. Täglich braucht ein Pilotwal 50 Kilogramm Nahrung, die sich vor allem aus Tintenfischen und Fischen zusammensetzt. Bei der meist nächtlichen Nahrungssuche tauchen Pilotwale in Tiefen bis zu 600 Meter ab.
15:15
R: Florian Guthknecht... Die deutsche Schauspielerin Wolke Hegenbarth ist von der Schönheit von Haien, ihrer Eleganz und ihren Fähigkeiten fasziniert. Sie will etwas für das Überleben der Tiere tun. Denn der Herrscher der Meere zählt zu den am meisten bedrohten Arten unter Wasser. In Kapstadt in Südafrika will Wolke Hegenbarth gegen das Aussterben der Haie kämpfen. Dafür lernt sie das Tauchen. Wolke Hegenbarth trifft gleich bei ihrem ersten Tauchgang auf einen über vier Meter langen Sandtigerhai, wird von neugierigen Robben umlagert und hilft Biologen, den niedlichen Katzenhai zu retten. Jetzt erst traut sie sich an den Hai der Haie, den Weißen Hai – mit einer Spezialkamera kommt es zu einer einzigartigen Begegnung. In fast zweimonatigen Dreharbeiten entstand ein Film mit atemberaubenden Bildern, einer außergewöhnlichen Geschichte und einer außergewöhnlichen Frau. Weit über 100 Millionen Haie werden aus dem Wasser geholt für eine fragwürdige Spezialität – Haifischflossensuppe. Weltweit sind die Bestände durchschnittlich um bis zu 95 Prozent zurückgegangen – eine Bilanz, vernichtender als der Rückgang der Wale.
15:45
R: Florian Guthknecht... Wolke Hegenbarth hat die Faszination Hai nicht mehr losgelassen. auf ihren Spuren reist sie die gesamte südafrikanische Ostküste entlang, die auch die Küste der Haie genannt wird. Unterwegs trifft sie auf den größten Raubhai der Meere, den Tigerhai – und taucht mit ihm ohne Käfig, um ihn mit einem Sender auszustatten. An der Grenze zu Mozambique schwimmt die Schauspielerin mit den sanften Walhaien, den größten Fischen der Erde. Überall begleitet Wolke Hegenbarth Wissenschaftler, die sich mit unglaublichem Engagement für die Haie einsetzen. Wolkes Angst, ihre Hoffnung, ihre Fragen und ihre Erlebnisse vermitteln einen völlig neuen Zugang zu den angeblichen Monstern. Es ist ein poetisches Aufeinandertreffen zweier Extreme: die Schöne und der Hai.
16:15
R: Ulf Marquardt... Der junge Seekuhbulle Hamilton kam nach dem Tod seiner Mutter mit schweren Verletzungen in die Obhut von Tierschützern. Dadurch konnte das Verhalten von Seekühen genau studiert werden. Seekühe sind mit Sicherheit die friedlichsten Kolosse, die die glasklaren Flüsse und die Meeresküsten Floridas bewohnen. Sie verbringen die meiste Zeit des Tages mit dem Fressen von Wasserpflanzen. Auf den ersten Blick wirken sie wie übergewichtige Langweiler. Auf den zweiten Blick offenbaren sie sich jedoch als verspielte, intelligente und äußerst aktive Tiere. Besonders agil sind Manatis, wie Seekühe auch genannt werden, vor der Paarung, die vor Hamiltons Geschichte noch nie gezeigt wurde. Mehrere Männchen kämpfen über Wochen um die Gunst eines Weibchens. Früher glaubte man, diese Paarungshorden seien brutale Massenvergewaltigungen. Dank Hamilton weiß man: Viele Männchen müssen sich um die Paarung bemühen, damit jede Menge Testosteron ins Wasser gerät. Nur dann werden die Weibchen überhaupt paarungsbereit. Nach einem Jahr Tragzeit sind die Jungen auf der Welt und wenn dann der Winter hereinbricht, verlassen die Manatis die Küstenregionen, um in den Flüssen Floridas Warmwasserquellen aufzusuchen. Seekühe sehen zwar dick aus, aber ihnen fehlt eine wärmende Speckschicht. Deshalb frieren sie schnell. An einer dieser warmen Quellen, beginnt auch Hamiltons dramatische Lebensgeschichte.
17:00
R: Roland Gockel, Rosie Koch... An der Westküste Irlands leben ganz besondere Delfine. Sie leben allein und suchen die Nähe anderer Tierarten und des Menschen. Ute Margreff will ihr Geheimnis ergründen. Seit Jahren schon verbringt sie jeden Tag viele Stunden im eiskalten Irischen Meer. Dabei hat sie Freundschaft mit Mara geschlossen. Das Delfinweibchen nimmt sie mit in eine fremde Welt, animiert sie zum Spielen und bringt sogar immer wieder Freunde mit. Bei ihren stundenlangen gemeinsamen Tauchgängen mit dem Delfin erfährt Ute Margreff viel über die einzigartigen Meeressäuger. Es ist schon seit einiger Zeit bekannt, dass Delfine von Werkzeugen im Wasser Gebrauch machen. Mara aber vollbringt noch eine viel spektakulärere Handlung. Das Delfinweibchen führt seine menschliche Gefährtin zu Blasentang. Das soll das Werkzeug werden. Aber Mara macht das Blasentang-Peeling nicht selbst, sondern fordert Ute Margreff auf, sie mit dem rauen Gewächs abzureiben.
17:45
R: Thomas Behrend... Mondfische sind die größten Knochenfische der Erde. Die bis zu drei Meter großen Giganten kommen in fast allen Weltmeeren vor, dennoch ist so gut wie nichts über sie bekannt. Bis heute rätseln Wissenschaftler, warum Mondfische so merkwürdig geformt sind und wie sie leben. Filmemacher Thomas Behrend begibt sich auf die Suche nach dem seltsamen Meeresbewohner. Bekannt sind einige Superlative: Die Haut des Mondfischs ist mit über zehn Zentimetern die dickste im Tierreich, der Mondfisch ist der größte und nahezu einzige Quallenfresser der Ozeane, und kaum ein anderer Fisch produziert so viele Eier.
18:30
nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
I: Hannes Jaenicke, Karolina Lodyga, Matti Schmidt-Schaller, Bella Bading, Wilfried Hochholdinger, Andreas Guenther, Michael Keseroglu, Alexander Hörbe, Adrian Topol, Stefan Faupel; S: Florian Schumacher, Holger Haase; R: Holger Haase... Hannes Jaenicke als Berliner Bauunternehmer in Not., Karlheinz Kluss (Jaenicke) droht die Pleite, die großen Aufträge schnappt sich die Konkurrenz mit Billigarbeitern aus dem Osten. Daheim muss der gestresste Witwer zwei Kinder versorgen. Da springt die Polin Wanda (Karolina Lodyga) als Kindermädchen ein – entpuppt sich aber rasch als Schwarzarbeiterin… Malocherstory – erst etwas mühsam und zu gewollt, später entspannter.
21:45
Erstausstrahlung.
22:00
ZIB 2
22:25
I: Sara Forestier, James Thiérrée, Louise Szpindel, Mahault Mollaret, Bill Leyshon; R: Jacques Doillon... Erotikdrama von Jacques Doillon („Auguste Rodin“, „Ponette“)., „Der Kampf ist so leise wie ein Tango. Man darf sich nur prügeln, du quatschst zu viel!“, erklärt der wie jeder im Film namenlose Lektor (James Thiérrée) der wüst um sich Schlagenden und Schimpfenden (Sara Forestier)… In „Love Battles – Mein erotischer Ringkampf“ (Alternativtitel) raufen sich die zwei über 100 Min. in einen Sinnesrausch, dazu gibts Küchenpsychologie und Geschwafel satt.
00:05
R: Helen Arnet... Man kennt ihn von seinen Auftritten als Experte für Armuts – und Reichtumsforschung: Ueli Mäder, emeritierter Soziologieprofessor und linkes Urgestein der Schweiz. Noch immer ist Mäder aktiv. 68 – was bleibt?: So heißt Mäders neuestes Buch. Dieselbe Frage stellte der 66-Jährige auch über 100 anderen Exponenten der Bewegung. Reporterin Helen Arnet begleitet Mäder unter anderem zu Verleger Jürg Marquard in dessen Villa Bellavista. Die Musik sei es gewesen, die ihn an der Jugendbewegung fasziniert und 1965 die Musikzeitschrift Pop habe gründen lassen, erzählt Marquard. Weder habe er sich damals vorstellen können, dass man mit einer Musikzeitschrift Geld verdienen könne, noch sei es ihm um Politik gegangen: Ich bin kein politischer Mensch, sagt Marquard im Interview mit Ueli Mäder. Ueli Mäder liebt den Disput mit Andersdenkenden. Seit einer hitzigen Fernsehdebatte trifft er sich beispielsweise regelmäßig mit Markus Somm, dem Chefredakteur und Mitbesitzer der Basler Zeitung. Dieser schätzt die Diskussionen mit Ueli Mäder trotz aller weltanschaulichen und politischen Differenzen. Ueli Mäder ist so etwas wie der Prototyp des Achtundsechzigers. Er war Militärdienstverweigerer, demonstrierte gegen den Vietnamkrieg und für fairen Tourismus in der dritten Welt, war Hausmann, Gründungsmitglied der linken Partei POCH, saß im Basler Großen Rat und lebte über 40 Jahre lang in Wohngemeinschaften. Dort wurden auch seine drei Kinder geboren. Heute wohnt Mäder mit seiner Frau, mit der er seit 1968 liiert ist, in einer Zweizimmermietwohnung im aargauischen Rheinfelden.
00:25
10 vor 10
00:55
R: Rolf J. Möltgen... Weit draußen vor der mittelamerikanischen Küste von Costa Rica ragt die Kokosinsel aus dem Pazifischen Ozean. Der Film taucht ein in die bunte Unterwasserwelt dieser Regenwaldinsel. Rund um die Insel wimmelt es von Meerestieren aller Art. Kaum ein Ziel ist weltweit so bekannt für seine zahllosen Großfische – allen voran Hammerhairudel, Riffhaie und nicht selten Hochseehaie. Während dichte Schnapperschwärme ganze Felsformationen verhüllen, werden draußen im freien Wasser Makrelen von großen Raubfischen auf engem Raum zusammengetrieben. Haie und Thunfische gehen in dieser Ansammlung von Köderfischen gern auf Jagd. Mit Einbruch der Dunkelheit begeben sich die wendigen Weißspitzenriffhaie auf Beutezug. Mit der Deepsee, einem modernen Forschungs-U-Boot, tauchte der Filmemacher Rolf J. Möltgen auf 400 Meter Tiefe. Dabei gelangen ihm Aufnahmen von seltenen Tiefseefisch – und Hai-Arten.
01:40
Die Ozeane sind der Lebensraum der größten Säugetiere der Welt – der Wale. Leben und Verhalten der Ozeanriesen zu erforschen ist schwierig, denn viele der etwa 80 Walarten sind extrem scheu. Manche davon hat man sogar noch nie lebend gesehen – man kennt sie höchstens von Strandungen; einzelne Schnabelwal-Arten zum Beispiel. Um Wale in freier Wildbahn zu finden und beobachten zu können, startet der Meeresbiologe Oliver Boisseau eine Expedition. Mit einer kleinen Gruppe internationaler Wissenschaftler will er von einem Segelschiff aus im Atlantik Wale finden und ihr Verhalten untersuchen. Seine Idee: Nur anhand der Geräusche, die die Tiere unter Wasser von sich geben, wollen die Forscher sie orten. Modernste Technik und High-Tech-Unterwassermikrofone sollen ihnen dabei helfen. Zwischen Madeira und den Azoren gehen sie auf die Suche. Eine abenteuerliche Reise auf einem besonderen Forschungsschiff – in die faszinierende Welt der größten Säuger der Erde.
02:25
R: Florian Guthknecht... Die letzten Pilotwale des Mittelmeers kämpfen ums Überleben. Der Schiffsverkehr macht ihnen zu schaffen. Forscher versuchen, ihr Verhalten zu erkunden und Schutzgebiete einzurichten. Mitten in der Alboran See – wo sich Atlantik und Mittelmeer treffen – leben die letzten Pilotwale des Mittelmeers. Ricardo Sagarminaga verfolgt die Tiere mit seinem Forschungsschiff Toftewag, um ihre Wanderwege zu verstehen. Nur mit diesem kann er die Tiere schützen – und saisonale Schutzgebiete einrichten. Täglich braucht ein Pilotwal 50 Kilogramm Nahrung, die sich vor allem aus Tintenfischen und Fischen zusammensetzt. Bei der meist nächtlichen Nahrungssuche tauchen Pilotwale in Tiefen bis zu 600 Meter ab.
02:55
R: Florian Guthknecht... Die deutsche Schauspielerin Wolke Hegenbarth ist von der Schönheit von Haien, ihrer Eleganz und ihren Fähigkeiten fasziniert. Sie will etwas für das Überleben der Tiere tun. Denn der Herrscher der Meere zählt zu den am meisten bedrohten Arten unter Wasser. In Kapstadt in Südafrika will Wolke Hegenbarth gegen das Aussterben der Haie kämpfen. Dafür lernt sie das Tauchen. Wolke Hegenbarth trifft gleich bei ihrem ersten Tauchgang auf einen über vier Meter langen Sandtigerhai, wird von neugierigen Robben umlagert und hilft Biologen, den niedlichen Katzenhai zu retten. Jetzt erst traut sie sich an den Hai der Haie, den Weißen Hai – mit einer Spezialkamera kommt es zu einer einzigartigen Begegnung. In fast zweimonatigen Dreharbeiten entstand ein Film mit atemberaubenden Bildern, einer außergewöhnlichen Geschichte und einer außergewöhnlichen Frau. Weit über 100 Millionen Haie werden aus dem Wasser geholt für eine fragwürdige Spezialität – Haifischflossensuppe. Weltweit sind die Bestände durchschnittlich um bis zu 95 Prozent zurückgegangen – eine Bilanz, vernichtender als der Rückgang der Wale.
03:20
R: Florian Guthknecht... Wolke Hegenbarth hat die Faszination Hai nicht mehr losgelassen. auf ihren Spuren reist sie die gesamte südafrikanische Ostküste entlang, die auch die Küste der Haie genannt wird. Unterwegs trifft sie auf den größten Raubhai der Meere, den Tigerhai – und taucht mit ihm ohne Käfig, um ihn mit einem Sender auszustatten. An der Grenze zu Mozambique schwimmt die Schauspielerin mit den sanften Walhaien, den größten Fischen der Erde. Überall begleitet Wolke Hegenbarth Wissenschaftler, die sich mit unglaublichem Engagement für die Haie einsetzen. Wolkes Angst, ihre Hoffnung, ihre Fragen und ihre Erlebnisse vermitteln einen völlig neuen Zugang zu den angeblichen Monstern. Es ist ein poetisches Aufeinandertreffen zweier Extreme: die Schöne und der Hai.
03:50
R: Ulf Marquardt... Der junge Seekuhbulle Hamilton kam nach dem Tod seiner Mutter mit schweren Verletzungen in die Obhut von Tierschützern. Dadurch konnte das Verhalten von Seekühen genau studiert werden. Seekühe sind mit Sicherheit die friedlichsten Kolosse, die die glasklaren Flüsse und die Meeresküsten Floridas bewohnen. Sie verbringen die meiste Zeit des Tages mit dem Fressen von Wasserpflanzen. Auf den ersten Blick wirken sie wie übergewichtige Langweiler. Auf den zweiten Blick offenbaren sie sich jedoch als verspielte, intelligente und äußerst aktive Tiere. Besonders agil sind Manatis, wie Seekühe auch genannt werden, vor der Paarung, die vor Hamiltons Geschichte noch nie gezeigt wurde. Mehrere Männchen kämpfen über Wochen um die Gunst eines Weibchens. Früher glaubte man, diese Paarungshorden seien brutale Massenvergewaltigungen. Dank Hamilton weiß man: Viele Männchen müssen sich um die Paarung bemühen, damit jede Menge Testosteron ins Wasser gerät. Nur dann werden die Weibchen überhaupt paarungsbereit. Nach einem Jahr Tragzeit sind die Jungen auf der Welt und wenn dann der Winter hereinbricht, verlassen die Manatis die Küstenregionen, um in den Flüssen Floridas Warmwasserquellen aufzusuchen. Seekühe sehen zwar dick aus, aber ihnen fehlt eine wärmende Speckschicht. Deshalb frieren sie schnell. An einer dieser warmen Quellen, beginnt auch Hamiltons dramatische Lebensgeschichte.
04:35
R: Roland Gockel, Rosie Koch... An der Westküste Irlands leben ganz besondere Delfine. Sie leben allein und suchen die Nähe anderer Tierarten und des Menschen. Ute Margreff will ihr Geheimnis ergründen. Seit Jahren schon verbringt sie jeden Tag viele Stunden im eiskalten Irischen Meer. Dabei hat sie Freundschaft mit Mara geschlossen. Das Delfinweibchen nimmt sie mit in eine fremde Welt, animiert sie zum Spielen und bringt sogar immer wieder Freunde mit. Bei ihren stundenlangen gemeinsamen Tauchgängen mit dem Delfin erfährt Ute Margreff viel über die einzigartigen Meeressäuger. Es ist schon seit einiger Zeit bekannt, dass Delfine von Werkzeugen im Wasser Gebrauch machen. Mara aber vollbringt noch eine viel spektakulärere Handlung. Das Delfinweibchen führt seine menschliche Gefährtin zu Blasentang. Das soll das Werkzeug werden. Aber Mara macht das Blasentang-Peeling nicht selbst, sondern fordert Ute Margreff auf, sie mit dem rauen Gewächs abzureiben.
05:20
R: Thomas Behrend... Mondfische sind die größten Knochenfische der Erde. Die bis zu drei Meter großen Giganten kommen in fast allen Weltmeeren vor, dennoch ist so gut wie nichts über sie bekannt. Bis heute rätseln Wissenschaftler, warum Mondfische so merkwürdig geformt sind und wie sie leben. Filmemacher Thomas Behrend begibt sich auf die Suche nach dem seltsamen Meeresbewohner. Bekannt sind einige Superlative: Die Haut des Mondfischs ist mit über zehn Zentimetern die dickste im Tierreich, der Mondfisch ist der größte und nahezu einzige Quallenfresser der Ozeane, und kaum ein anderer Fisch produziert so viele Eier.
06:10
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
NDR Talk Show Classics
11:15
Der Pilgerboom in ganz Europa ist ungebrochen. Warum ist Pilgern in Zeiten, in denen die Kirchen leer stehen, so in? Philipp Engel und sein Team machen sich auf die Suche nach Antworten. 2016 hat der Jakobsweg einen neuen Besucherrekord erlebt: 280 000 Menschen sind auf dem berühmten Camino gewandert. Auch in Hessen machen sich die Menschen in Scharen auf den Weg. Der neue Luther Pilgerweg wurde anlässlich des Lutherjahrs 2017 eröffnet. Die katholische Kirche hat jede Menge Wallfahrten im Programm, und die Protestanten bieten unter anderem Traktorpilgern in Bad Hersfeld an. Die Frage sei erlaubt: Hat das noch irgendetwas mit Spiritualität zu tun?
11:45
Der Glaube an Wunder lässt uns hoffen. Doch was ist überhaupt ein Wunder? Bleibt ein Wunder immer unerklärlich? Philipp Engel und sein Team machen sich auf die Suche nach Antworten. Dabei treffen sie auf einen Geistheiler, in dessen Praxis schon viele Wunder passiert sein sollen, auf eine Frau, deren Lähmungen wie durch ein Wunder verschwinden, und auf einen Wunderprüfer, der angebliche Wunder ganz genau unter die Lupe nimmt. Plötzlich steht ein lang vermisster Freund vor der Tür, die jahrelang erhoffte Beförderung wird unerwartet wahr, oder eine schwere Krankheit gilt plötzlich als geheilt: Alles Wunder? So oder so: Wir alle nehmen sie dankend an – diese positiven Erlebnisse.
12:15
Als vor rund 2000 Jahren das Vaterunser formuliert wurde, sprachen aus den sieben Fürbitten die Sorgen und Ängste genauso wie auch die Hoffnungen der Menschen ihrer Zeit. Und heute? Fürbitten wie Dein Reich komme oder Dein Wille geschehe sind schnell heruntergebetet. Aber wer denkt noch darüber nach, was mit dem Reich Gottes gemeint ist? Und wo befindet sich dieses Reich: Jenseits der Wolken? In den Herzen der Menschen? Der Film Vaterunser nimmt sich Fragen wie diesen an und bietet Denkanstöße, die zwei ausgewiesene Experten formulieren: Maria Jepsen, bis Juli 2010 Bischöfin von Hamburg-Lübeck, und Kardinal Walter Kasper, ehemaliger Ökumene-Chef der katholischen Kirche. Als Theologen und Seelsorger bauen die beiden seit Jahrzehnten Brücken zwischen gelehrter und gelebter Religion. Das Vaterunser ist weitaus mehr als nur ein Gebet: Es verbindet rund 2,3 Milliarden Christen auf der ganzen Welt – Protestanten wie Katholiken, Orthodoxe wie Anhänger von Freikirchen. Das gesamte Wertesystem des europäischen Abendlandes fußt auf der Lehre Jesu, die kurz und prägnant im Vaterunser zusammengefasst ist. Jesus Christus selbst soll das Vaterunser seinen Jüngern gelehrt haben. Davon zeugt das Neue Testament, das seit Jahrhunderten dessen Wortlaut bewahrt und überliefert hat. Jesus Christus wiederum soll das Gebet direkt von Gott empfangen haben: Auf einem Hügel oberhalb des Sees Genezareth sprach der Herr zu einer Schar Gläubigen. Er wollte ihnen beibringen, sich im Gebet kurz zu fassen und mit wenigen Worten all das zu erbitten, wonach sich Menschen im Leben sehnen.
12:30
R: Helen Arnet... Man kennt ihn von seinen Auftritten als Experte für Armuts – und Reichtumsforschung: Ueli Mäder, emeritierter Soziologieprofessor und linkes Urgestein der Schweiz. Noch immer ist Mäder aktiv. 68 – was bleibt?: So heißt Mäders neuestes Buch. Dieselbe Frage stellte der 66-Jährige auch über 100 anderen Exponenten der Bewegung. Reporterin Helen Arnet begleitet Mäder unter anderem zu Verleger Jürg Marquard in dessen Villa Bellavista. Die Musik sei es gewesen, die ihn an der Jugendbewegung fasziniert und 1965 die Musikzeitschrift Pop habe gründen lassen, erzählt Marquard. Weder habe er sich damals vorstellen können, dass man mit einer Musikzeitschrift Geld verdienen könne, noch sei es ihm um Politik gegangen: Ich bin kein politischer Mensch, sagt Marquard im Interview mit Ueli Mäder. Ueli Mäder liebt den Disput mit Andersdenkenden. Seit einer hitzigen Fernsehdebatte trifft er sich beispielsweise regelmäßig mit Markus Somm, dem Chefredakteur und Mitbesitzer der Basler Zeitung. Dieser schätzt die Diskussionen mit Ueli Mäder trotz aller weltanschaulichen und politischen Differenzen. Ueli Mäder ist so etwas wie der Prototyp des Achtundsechzigers. Er war Militärdienstverweigerer, demonstrierte gegen den Vietnamkrieg und für fairen Tourismus in der dritten Welt, war Hausmann, Gründungsmitglied der linken Partei POCH, saß im Basler Großen Rat und lebte über 40 Jahre lang in Wohngemeinschaften. Dort wurden auch seine drei Kinder geboren. Heute wohnt Mäder mit seiner Frau, mit der er seit 1968 liiert ist, in einer Zweizimmermietwohnung im aargauischen Rheinfelden.
13:00
ZIB
13:20
Auf Safari in Afrika: Für viele ist das ein unvergessliches Erlebnis – oder ein langgehegter Traum. Kein Kontinent ist so umweht vom Nimbus der Wildheit, keiner so bekannt für seine Tierwelt. In diesen ungezähmten Kontinent entführt der spektakuläre Afrika-Fünfteiler. Dem äußerst trockenen Südwesten Afrikas widmet sich der erste Teil. Wasser bedeutet Leben. Und genau das ist das Problem im Südwesten Afrikas, einem der geologisch ältesten Teile des Kontinents. In der Kalahari mit ihren rätselhaften Feenkreisen sind Wasserstellen, wie sie hier nur sporadisch auftreten, zwangsläufig Treffpunkt aller vom Durst Geplagten – also von Jägern und potenziellen Opfern gleichermaßen. Ironischerweise gibt es eigentlich Wasser im Überfluss – nur ist es unerreichbar. 60 Meter in der Tiefe, am Grund des sogenannten Drachenhauchlochs in Namibia, liegt der größte unterirdische See der Erde. Die gerade einen Tag alten Straußen-Küken müssen die Wasserstelle in der Etosha-Pfanne erreichen, um nicht zu verdursten. Die Altvögel bringen ihre Schar zwar sicher ans Ziel, doch dann ist Vorsicht geboten, sonst werden die Winzlinge im Gedränge von all den anderen durstigen Besuchern noch zertrampelt. Ein kleiner Singvogel, der Drongo, lebt in der Kalahari in einer eigenartigen Symbiose mit den Erdmännchen. Von seinem Ausguck aus warnt er sie vor nahenden Gefahren – doch er missbraucht ihr Vertrauen gelegentlich auch, um sich einen nahrhaften Happen zu erschwindeln. Im Schutz der Dunkelheit versammeln sich ungeahnt viele Spitzmaulnashörner zu einem gesellschaftlichen Event am Wasserloch. Dank modernster Kameratechnik werden die Zuschauer Zeugen ihres Soziallebens, ihrer überraschenden Kontaktfreudigkeit und Zärtlichkeit – doch auch ihrer Misserfolge in Liebesangelegenheiten. Wie aus einem Science-Fiction-Film entstiegen wirken hingegen die fleischfressenden Heuschrecken. Langsam, jedoch unaufhaltsam, klettern sie in die Nester der Webervögel, um sich über die noch wehrlosen Küken herzumachen. Eile ist gar nicht nötig, denn auch wenn die Altvögel ihre Brut verteidigen, haben die Insekten eine wirksame Waffe parat: Sie verspritzen ihr eigenes, scharf riechendes Blut. Dramatisch ist auch das Duell zweier Giraffenbullen um das Vorrecht auf die spärliche Vegetation im Hoanib-Tal. Ihre Hörner sind zwar kurz, doch mit den langen Hälsen können sie zu vernichtenden Schlägen ausholen. Und auch wenn der jüngere Bulle mehr Kraft zur Verfügung hat, ist ihm der Alte doch an taktischer Erfahrung zumindest ebenbürtig.
14:05
Endlos weites Grasland unter sengender Sonne, vereinzelt Schatten spendende Bäume, unzählige Herden immerfort wandernder Gnus, geschmeidige Großkatzen und imposante Elefanten: die Savanne. Unerwartete Begegnungen und überraschende Einblicke garantiert der zweite Teil der spektakulären Dokumentationsreihe Afrika – Der ungezähmte Kontinent. Wer hätte gedacht, dass die wandernden Gnu-Herden ausgerechnet von den kleinen Agamen schon sehnlichst erwartet werden? Genau genommen sind es gar nicht die Gnus selbst, auf die die kleinen Eidechsen warten, sondern die Abermillionen Fliegen, von denen die Herden begleitet werden. Denn so viele Fliegen bedeuten aus Agamen-Perspektive Nahrung im Überfluss. Einige Agamen sind einer lohnenden, wenn auch ziemlich riskanten Form der Fliegenjagd verfallen: Sie pirschen sich vorsichtig an Löwen heran, die nach einer ausgiebigen Fleischmahlzeit Siesta halten und ebenfalls von unzähligen lästigen Fliegen umschwirrt werden. Was die Gnus zu ihrer fortwährenden Wanderung veranlasst, ist die Suche nach immer neuen Weidegründen. Das frische Grün wiederum verdankt seine Existenz nicht zuletzt dem Ascheregen, der aus den nach wie vor aktiven Vulkanen am Ostafrikanischen Grabenbruch niedergeht. Der Nyiragongo ist einer dieser Vulkane; in seinem Krater liegt der größte Lavasee der Erde. Mit einem Durchmesser von 200 Metern gewährt er einen eindrucksvollen Blick auf die feurigen Kräfte, die diesen Teil Afrikas auch unter der Oberfläche unaufhörlich umgestalten. Sodaseen sind eine weitere Besonderheit dieser unruhigen Landschaft. In ihrem alkalischen Wasser ist kaum Leben möglich, doch spezielle Algen gedeihen auch hier, und diese Algen verleihen nicht nur den Seen ihre fremdartige Färbung, sondern sind auch die Nahrung für unzählige Flamingos. In Sambia liegt der riesige Bangweulu-Sumpf, sein Name bedeutet wo das Wasser auf den Himmel trifft. In diesem Gebiet brütet der Schuhschnabel, ein seltsam prähistorisch anmutender, großer, grauer Vogel. Der Schnabel der frisch geschlüpften Küken ist so überproportional groß, dass sie mehrere Wochen brauchen, bis sie richtig stehen und den Kopf oben halten können. Wenn die Trockenzeit in Ostafrika ihren Höhepunkt erreicht, brechen oft unvermittelt Feuer aus. Die Brände verwüsten jedes Jahr riesige Flächen, doch auch hier gibt es unvermutete Nutznießer: Bienenfresser, Gabelracken und Drongos stürzen sich waghalsig mitten hinein, um die in Panik fliehenden Insekten zu fangen. Anhaltende Dürre lässt die Wasserlöcher schrumpfen und macht den Flusspferden das Leben schwer. Wenn das Gras verdorrt, müssen sich auch die Elefanten mit vertrockneten Wurzeln und Zweigen begnügen, die sie aus dem trockenen Boden scharren. Doch kommt der ersehnte Regen endlich, verwandelt sich Ostafrika erneut in eine paradiesische Region des Überflusses, in der neue Generationen findiger Überlebenskünstler gedeihen können.
14:50
Kongo – Das starke Herz der Wildnis führt in den tropischen Urwald entlang des Äquators in der Mitte des afrikanischen Kontinents. Dort, wo sich Lebewesen dichter drängen als irgendwo sonst in Afrika, herrscht ein beispielloser Konkurrenzdruck. Jedes Tier – vom Elefanten bis zum Frosch – muss Strategien anwenden, um seinen Platz zu erobern und zu verteidigen. Das Kongobecken umfasst ein Gebiet von der Größe Indiens und erstreckt sich über mehrere Staaten Zentralafrikas. Der Urwald ist hier so dicht, die Vegetation erzeugt so viel Wasserdampf, dass 95 Prozent des Regenwassers aus dem Wald selbst stammen. Der Fluss Kongo, in dem dieses Wasser letztendlich zusammenläuft, ist der wasserreichste Fluss Afrikas und stürzt auf seinem Weg nach Westen in spektakulären Kaskaden durch eines der letzten unerforschten Gebiete auf unserem Planeten. Ausgewaschene Felsüberhänge sind der Lebensraum des Felsenhüpfers. Nur dort baut dieser monogam lebende Vogel mit dem markant gezeichneten Kopf seine regensicheren Lehmnester, und das vermutlich schon seit 44 Millionen Jahren. Raffiniert ist auch die Strategie des Bananenfroschs: Um seine Nachkommen optimal zu versorgen, versiegelt das Männchen nach dem Regen die frisch gelegten Eier seiner Partnerin in einem länglichen Blatt, das er geschickt mit seinen Hinterbeinen zusammenfaltet und verklebt. In Windeseile entwickeln sich die kleinen Kaulquappen in dieser Blatthülse, denn schon der nächste Regen wird den Kleber wieder lösen und sie fortspülen. Große Urwaldbewohner hingegen, wie etwa die Waldelefanten, haben es im Dickicht besonders schwer. Doch auch sie entwickelten Überlebensstrategien: In der Zentralafrikanischen Republik liegt Dzanga Bai, eine riesige Waldlichtung, die die Elefanten selbst abgeholzt haben. Von weit her kommen sie hier zusammen, um ihre sozialen Beziehungen zu pflegen und nach Salz zu schürfen. Die prächtigen Blumen auf dem Waldboden sind nicht minder erfindungsreich: Sie rationieren ihren Nektar und nötigen so die Bienen, mindestens tausend Blüten am Tag anzufliegen und zu bestäuben, um genügend Nektar für ihre Honigproduktion zu sammeln. Diese Bienen haben keinen Stachel, um ihren kostbaren Honigvorrat vor Plünderern zu schützen; sie verbergen ihn deshalb in schwindelerregender Höhe unter der Rinde eines Baumes. Am Strand von Loango in Gabun, wo der Urwald bis an den Atlantischen Ozean reicht, bietet sich in raren Momenten auch für die Dschungelbewohner die Gelegenheit, dem fortwährenden Konkurrenzkampf für kurze Zeit zu entfliehen. Wenn das Flusspferd genüsslich in der Brandung badet und die Rotbüffel und Elefanten sich die salzige Seeluft um die Nasen wehen lassen, kommt nahezu Urlaubsstimmung auf. Doch auch die Tiere wissen, dass diese entspannten Momente die Ausnahme sind. Ihr Leben ist untrennbar mit dem Regenwald verbunden, und eines nach dem anderen kehren sie bald ins Dickicht zurück.
15:35
Eine Reise nach Kapstadt ist in, die südafrikanischen Metropole am Tafelberg ist Sehnsuchtsziel von Millionen Touristen. Die Dokumentation stellt die Sehenswürdigkeiten von Kapstadt vor. Sonnig, dynamisch, lächelnd, sportlich, kosmopolitisch, kreativ – Attribute, mit denen sich die beliebte Metropole am Fuße des Tafelbergs schmückt. Und tatsächlich: Kapstadt ist attraktiv und kann mit einer außergewöhnlichen Natur, Landschaft und Geschichte aufwarten. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Mother City sind die Waterfront, Afrikas größtes Einkaufviertel, die berüchtigte Gefängnisinsel Robben Island, der botanische Garten Kirstenbosch, das Weinanbaugebiet mit seiner kap-holländischen Architektur, das bunte Bo-Kaap-Viertel und natürlich der Tafelberg.
16:15
R: Matt Thompson... Das Luangwa-Tal in Sambia ist Heimat unzähliger Wildtiere. Die Reihe Die Gesichter der Savanne stellt das Leben dieser Tiere im Lauf der Jahreszeiten vor. Seit Monaten hat es nicht mehr geregnet im Luangwa-Tal in Sambia. Die meisten Wasserstellen sind ausgetrocknet. Vögel und Mangusten jagen die letzten Amphibien auf dem trockenen, rissigen Boden. Die Tiere suchen Zuflucht und Nahrung am Luangwa-Fluss. Gewaltige Herden von Huftieren machen sich auf den Weg. An den Flussufern drängen sich Tausende Tiere und sind eine willkommene Nahrungsquelle für Löwen und andere Raubtiere. Für viele Tierarten hat die Trockenzeit auch Vorteile. Die steilen Flussufer, die durch das Niedrigwasser zu Tage kommen, sind ideale Nistplätze für Bienenfresser. Das Luangwa-Tal in Sambia beherbergt eine einzigartige Artenvielfalt – vom kleinsten Insekt bis hin zu beindruckenden Flusspferd-, Krokodil – und Elefantenpopulationen. Das Leben der Tiere wird vom Niederschlag bestimmt. Heiße Trockenzeiten und die mildere Regenzeit sind prägend für die Savannenlandschaft mit Grasland und vereinzeltem Busch – und Baumbewuchs.
17:00
R: Hannah Hoare... Ende November: Die Luft wird drückend schwül, Gewitterstürme fegen über die Savanne, Starkregen überfluten die Flussniederungen. Der Luangwa wird zu einem mächtigen Fluss. Nun sind auch die kleinen Wasserlöcher wieder gut gefüllt. Die Tiere sind nicht mehr länger auf den Fluss angewiesen, sie durchstreifen die Täler, bringen ihre Jungen zu Welt. Am Luangwa gibt es weltweit die größte Nimmersatt-Storch-Kolonie. Die Störche kehren wie jedes Jahr zu ihren angestammten Brutbäumen zurück. Auch für die Webervögel und Blatthühnchen beginnt die Brutsaison. Das Luangwa-Tal in Sambia ist Heimat unzähliger Wildtiere. Es beherbergt eine einzigartige Artenvielfalt – vom kleinsten Insekt bis hin zu beindruckenden Flusspferd-, Krokodil – und Elefantenpopulationen. Das Leben der Tiere wird vom Niederschlag bestimmt. Heiße Trockenzeiten und die mildere Regenzeit sind prägend für die Savannenlandschaft mit Grasland und vereinzeltem Busch – und Baumbewuchs.
17:45
R: Matt Thompson... April: Die Niederschläge lassen nach im Luangwa-Tal in Sambia. Überall blüht es, an den Wildblumen laben sich die Insekten. Die Tiere sind mit der Aufzucht ihrer Jungen beschäftigt. Noch gibt es Nahrung in Hülle und Fülle – eine gute Grundlage für die kommende Trockenzeit. Innerhalb der nächsten Monate wird wieder die Dürre einsetzen, werden die Wasserstellen austrocknen, Pflanzen absterben – der Kreislauf beginnt von vorne. Das Luangwa-Tal in Sambia ist Heimat unzähliger Wildtiere. Es beherbergt eine einzigartige Artenvielfalt – vom kleinsten Insekt bis hin zu beindruckenden Flusspferd-, Krokodil – und Elefantenpopulationen. Das Leben der Tiere wird vom Niederschlag bestimmt. Heiße Trockenzeiten und die mildere Regenzeit sind prägend für die Savannenlandschaft mit Grasland und vereinzeltem Busch – und Baumbewuchs.
18:30
nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
I: Katrin Sass, Petra Kleinert, Jasmin Schwiers, Jan Sosniok, Stephan Schwartz, Thomas Quaas, Jonna Domroese; S: Adrienne Bortoli, Ulrike Zinke; R: Dennis Satin... Betrogene Damen nehmen Rache., Druckereibesitzerin Thea (Katrin Sass) und Buchhändlerin Babette (Petra Kleinert) werden vom Charmebolzen Benedikt (Jan Sosniok) bezirzt und ausgenommen. Nun soll ihnen Taschendiebin Sindy (Jasmin Schwiers) ihr Geld als sexy Lockvogel zurückerobern… Frauenpower? Nö, altbackene Klischeeparade.
21:45
R: Willy Meyer... Prächtige Giebelhäuser, steinerne Brücken, ein raffiniertes System von Wasserstraßen: Amsterdam gilt als das Venedig des Nordens. Der Film stellt die Grachten von Amsterdam vor. In einem weiten Halbkreis umschließt der Grachtengürtel mit seinen drei Hauptkanälen die Altstadt im Süden und Westen. Das Ensemble gilt als städtebauliches und architektonisches Gesamtkunstwerk aus dem 17. Jahrhundert und wurde 2010 zum Unesco-Welterbe ernannt. Der Grachtengürtel erinnert an Glanz und Gloria des Goldenen Zeitalters der Niederlande. 1602 schlossen sich Amsterdamer Kaufleute zur Niederländischen Ostindien-Kompanie zusammen. Mit der später folgenden Westindien-Kompanie begründeten sie ein Wirtschaftsimperium: Das kleine Holland war Ende des 16. Jahrhunderts zur führenden Seehandelsnation der Welt aufgestiegen. Das Geschäft mit Kolonialwaren florierte und brachte Reichtum in die niederländische Seemetropole. Wirtschaftlicher Erfolg, die Freiheit von Religion und Wissenschaft, ein modernes, aufgeklärtes Bürgertum zogen von weither Kaufleute, Gelehrte, Künstler und Handwerker in die Hafenstadt. Amsterdam wurde zur Boom-Town, seine Einwohnerzahl explodierte. Um Platz für Handelskontore und Wohnhäuser zu schaffen, wurden Sumpfgebiete trockengelegt, hunderttausende Holzpfähle als Fundamente in den Sand gerammt. Es entstanden die großen drei Kanäle Herengracht, Prinsengracht und Keizergracht, verbunden durch eine Vielzahl kleiner Nebenkanäle. Wohlhabende Bürger leisteten sich luxuriöse Giebelhäuser mit prachtvollen Salons und barocken Gärten. Und noch immer ist der Grachtengürtel eine der beliebtesten Wohngebiete der reichen Amsterdamer. Exklusivste Adresse war und ist ein Abschnitt in der Herengracht – die Gouden Bocht – die goldene Bucht. Heute residieren dort in den Stadtpalästen Versicherungen, Banken und Anwaltskanzleien.
22:00
ZIB 2
22:25
I: Bojana Novakovic, Josh Lawson, Alan Dukes, Lisa McCune, Damon Herriman, Kate Mulvany, Kate Box, Patrick Brammall, Erin James, T. J. Power, Kim Gyngell, Ben Lawson, Lachy Hulme; S: Josh Lawson; R: Josh Lawson... Fünf Paare, fünf Episoden., Dan und Evie entdecken ihr Faible für erotische Rollenspiele. Maeve schockt Paul mit einer Gewaltfantasie. Rowena erregt es, wenn Gatte Richard weint. Phil kennt nur einen zweifelhaften Weg, mit der nörgelnden Maureen Sex zu haben. Monica dolmetscht Sexchats in Gebärdensprache. Und alle besucht der zwielichtige neue Nachbar… Teils befremdlich, aber wunderbar respektlos.
23:55
R: Julian Amershi, Benjamin Arcioli... Der Film taucht ein in den Mikrokosmos Campingplatz – für die einen das Schönste überhaupt, für andere nur einen Schritt von der Obdachlosigkeit entfernt. Kocki lebt seit drei Jahren mit seiner Frau in einem 15 Quadratmeter großen Wohnwagen auf einem Campingplatz in Schleswig-Holstein. Mitten in der Natur, Terrasse mit Seeblick inklusive, schwärmt der Frührentner mit der grauen Rockermähne. Und fügt hinzu: Wir sind irgendetwas zwischen Dorfgemeinschaft und großer WG. Ihre Wohnung haben sie aufgegeben. Hier zahle ich nur 1000 Euro Pacht pro Jahr, freut sich Kocki. Deswegen zog es ihn auf den Campingplatz in Borgdorf-Seedorf. Weitere 150 Stellplätze gibt es hier, 13 davon sind von Ganzjahrescampern belegt. Seit 2016 ist auch Lou einer vor ihnen: Wenn bei unserem Vorzelt das Dach leckt, packen alle mit an, schwärmt der Ex-Trucker und Bodybuilder über sein neues Zuhause. Die alteingesessenen Wochenendcamper betrachten die neuen Nachbarn und den Trend zum Ganzjahrescamping mit Skepsis: Nur im Wohnwagen zu wohnen, könnte ich mir nicht vorstellen..
00:25
10 vor 10
00:55
ECO
01:25
Erstausstrahlung.
01:50
R: Corinna von Düszeln... Drei Filmteams haben Irland umrundet und ihre Eindrücke von den Landschaften und ihren Bewohnern eingefangen. Der erste Teil der Reihe stellt Dublin und den Osten des Landes vor. In der Bucht von Carlingford werden Austern gezüchtet – sie sind unvergleichlich im Geschmack. Bei Ebbe wenden der Fischer Kian Louet-Feisser und seine Helfer die Austern mit ihren Traktoren. Ein Teil der Reifen Delikatesse wird an Spezialitätenrestaurants in der Nähe verkauft, der Großteil wird jedoch in alle Welt verschickt. In der Hauptstadt Dublin trifft das Filmteam den Literaturprofessor Joseph O'Gorman, der stolz den Long Room des Trinity College präsentiert. Hier lagern unter anderem Werke von Samuel Beckett und Oscar Wilde. Für Joseph O'Gorman ist die irische Literatur ein Schatz. Am Abend öffnen die berühmten Pubs im Temple Bar District. In den gemütlichen Kneipen wird oft zu Livemusik getanzt und gefeiert. So zeigt im Johnnie Fox's Pub der Stepptänzer Joey Comerford sein Können. Folk-Tanz gehört zum kulturellen Selbstverständnis. Jeder Ire, der etwas auf sich hält, kann tanzen. Geruhsamer geht es außerhalb Dublins zu. Der Historiker Pat Power und die Energetikerin Jane Donald untersuchen einen alten Steinkreis. Monumente vorchristlicher Zivilisation finden sich an vielen Orten in Irland. Eines der bekanntesten, die Grabanlage Newgrange, ist sogar älter als Stonehenge im Süden Englands und die ägyptischen Pyramiden. Nahe der Küste findet sich eine der schönsten Gartenanlagen Irlands, die Powerscourt Gardens. Gärtner Michael Byrne kümmert sich dort mit Leidenschaft um die Rosen und um einen Friedhof der besonderen Art, auf dem die ehemaligen Lieblingstiere früherer Herrschaften ruhen. Im House of Storytelling scheint die Zeit stillzustehen. Hier lebt in gemütlicher Atmosphäre die Tradition des Geschichtenerzählens fort, um das kulturelle Erbe Irlands niemals zu vergessen.
02:30
R: Lothar Frenz... Wind und Wellen haben die Grüne Insel geformt. Das Klima ist rau, aber die Menschen sind warmherzig und freundlich. Der Golfstrom sorgt im Süden für eine fast mediterrane Atmosphäre. Exotische Pflanzen aus der ganzen Welt, selbst Palmen, gedeihen dort. So ungewöhnlich wie das Klima sind auch die Bewohner der Irischen Riviera. Phemie Rose zum Beispiel hat einen der charmantesten Landschaftsgärten der irischen Insel geschaffen. Besucher fühlen sich ans Mittelmeer, in den Fernen Osten oder an einen subtropischen Farnwald versetzt. Experimentierfreudigkeit hat Riesenlilien aus dem Himalaja, Hibiskus aus Neuseeland und dem taiwanesischen Reispapierbaum eine neue Heimat geboten. Das Ehepaar Steele hat vor Jahren das hektische Leben in der Stadt gegen eine eigene Käserei auf dem Land eingetauscht. Inzwischen gibt es landesweit zahlreiche Nachahmer. Paul O'Sullivan ist ein besonderer Touristenführer. Er bringt Besuchern die Legende um das mittelalterliche Schloss Blarney Castle nahe. Es heißt, wer den berühmten Blarney-Stein küsse, erhalte die Gabe der Eloquenz. Doch den Stein erreicht man nur, wenn man sich auf den Rücken legt und mit dem Kopf voran über die Brüstung beugt. Westlich von Blarney Castle liegt der Killarney-Nationalpark, in dem sich die wohl letzten Eichenwälder Irlands befinden. Das milde Klima lässt dort aber den Rhododendron so stark wuchern, dass dadurch der Eichenbestand bedroht ist. Paddy Sheehan ist Wärter der einzigen Seilbahn Irlands, die vom Festland nach Dursey Island führt. Sue Redican lebt als einzige Bewohnerin auf Great Blasket Island. Hier verbringt sie den Großteil des Jahres in einem umgebauten Kuhstall und genießt Einsamkeit, Natur und ein einfaches Leben.
03:15
R: Corinna von Düszeln... Im Westen Irlands formten Meer und Wind beeindruckende Steilküsten. Gewaltig erheben sich die Cliffs of Moher. So ursprünglich wie die Küstenlandschaft ist auch das Leben der Menschen. Bei Ebbe sammelt Edward Kilkullen mit seinem Traktor Algen für sein Badehaus, das direkt am Strand steht. Ein Bad in Algen und warmem Meerwasser verspricht besondere Entspannung. Im Hinterland erstreckt sich kilometerweit Karstland. Für Michael Hanrahan ist diese karge, fast unbewachsene Landschaft Inspiration. Für den Maler zählt der Westen Irlands zu den schönsten Landschaften der Welt. Liebevoll hält er die Wucht der Wellen an der Felsküste auf Aquarellen fest. Selbst die englische Königin kennt seine Werke. Der kleine Ort Lisdoonvarna in der Grafschaft Clare zieht jedes Jahr im Spätsommer Tausende Besucher an. Das Matchmaking-Festival ist eine der größten Heiratsbörsen der Welt. Als Matchmaker vermittelt Willy Daly heiratswillige Männer und Frauen. Dank jahrzehntelanger Erfahrung findet er für fast jeden Topf den passenden Deckel. Die Wellen an der Küste des County Mayo sind wie geschaffen für das Surfen. Ciaran Schult ist leidenschaftlicher Wellenreiter. In seinem Gasthaus empfängt er Menschen aus der ganzen Welt und bringt ihnen das Surfen bei. Connemara ist das urtypische Herz von Irlands Westen. In der felsigen Berglandschaft leben die letzten Wildpferde der Insel, die Connemara-Ponys. Der Ranger und Connemara-Experte Willy Leahy weiß so ziemlich alles über die geheimnisumwitterten und scheuen Tiere, die schwer zu finden sind. Wenige Kilometer vor der Küste des County Clare liegt die Insel Inishturk. Viele Bewohner sind in den letzten Jahrzehnten aufs Festland gezogen, doch einige Dutzend Menschen leben immer noch gern hier. Für sie ist Jack Heanley, der Insel-Postbote, die zuverlässige Verbindung zur Welt.
04:00
R: Heiko De Groot... Im nördlichsten Teil der Irischen Republik trifft man auf Zeugen der alten Kultur, auf Burgruinen, aufgegebene Kirchen und Friedhöfe. Die Bewohner pflegen die Traditionen. In Donegal halten Fiddler wie Vincent Campbell eine aussterbende Musikrichtung am Leben: das Geigenspiel mit einer ganz speziellen Technik. Früher zogen sie von Haus zu Haus, heute gibt es kaum noch hauptberufliche Fiddler. Vincent lebt als Schafsfarmer in den Bergen von Donegal. Doch die Musik liegt ihm so am Herzen, dass er regelmäßig Kindern in der Stadt das Fiddle-Spiel lehrt und seinen Beitrag zum Erhalt der Zunft leistet. Auch Laura Spellman pflegt ein typisch irisches Hobby: Sie spielt Rugby. Mit ihrem Team hat sie sogar schon eine Meisterschaft gewonnen. Im Training misst sich die junge Rechtsanwältin auch mit Männern – eine optimale Vorbereitung für ihre Arbeit im Gerichtssaal, denn auch dort wird oft aggressiv gekämpft. Im dünn besiedelten Landstrich um Sligo, Leitrim und Donegal sind die Menschen oft auf sich selbst angewiesen. Das macht erfinderisch. So reparieren George Kelly und Philip Slaroy – Lokführer des Fintown-Train, der letzten Eisenbahn in diesem County – ihre alte Lok selbst, sollte etwas nicht funktionieren. Weiter im Norden liegt der Glenveagh-Nationalpark. Im größten Reservat Irlands betreut Ranger Lorcan O'Toole ein einzigartiges Auswilderungsprojekt: Der Steinadler soll hier eine neue Heimat finden. Ivan Scott aus dem unscheinbaren Örtchen Kilmacrennan hat schon mehrmals einen neuen Weltrekord aufgestellt: Mehr als 730 Schafe in acht Stunden scheren? Kein Problem für ihn. Um seinen Status als Nummer eins zu behaupten, tritt er bei einem Wettbewerb gegen Konkurrenz aus ganz Irland an. Der Koch Brian McDermot will im Zuge der Gleichbehandlung der Geschlechter den Männern des Countys die Liebe für die Zubereitung von Fisch und Fleisch näherbringen. Kein einfaches Unterfangen, denn viele Iren fürchten sich regelrecht vor dem Herd. Doch nachdem sie einen Kochkurs von Brian besucht haben, wissen sie auch den kulinarischen Teil der irischen Kultur zu schätzen.
04:40
R: Heiko De Groot... Das protestantische Nordirland ist von der katholischen Republik getrennt. Der Konflikt zwischen den Anhängern Großbritanniens und der gälisch-stämmigen Bevölkerung prägt die Landesgeschichte. In Nordirland ist er noch immer gegenwärtig. An den Häusern erinnern Wandmalereien an die Troubles, die Auseinandersetzungen und Straßenschlachten, zu denen jeder Bewohner Nordirlands eine persönliche Beziehung hat. Inzwischen verstehen die Menschen, dass sie aus der Vergangenheit lernen müssen, um die Wunden heilen zu lassen. Tom Kelly und Kevin Hasson restaurieren in Derry/Londonderry die Wandmalereien an den Hauswänden. Die beiden Künstler begannen in den 1990er-Jahren, ihre Bilder zu malen – begleitend zum Friedensprozess. Sie möchten die Malereien für die nachfolgenden Generationen erhalten und ihren Beitrag zur Versöhnung leisten. Von Derry/Londonderry im äußersten Norden Irlands geht es die schroffe Küste entlang. Sie bietet einzigartige Felsformationen. Sechseckige Steilsäulen ragen am Giant's Causeway aus dem Wasser. Der Legende nach wurden die bis zu zwölf Meter hohen Basaltsäulen von einem Riesen geformt. Heute weiß man von ihrem vulkanischen Ursprung. Die Küste bietet Lebensraum für unzählige Seevögel. Papageientaucher nisten in riesigen Kolonien auf den Felsen nahe der Brandung. Selbst Alpenkrähen kann man hier beobachten. Die seltenen Vögel waren lange Zeit aus Nordirland verschwunden. Dank der Bemühungen von Vogelwart Liam McFaul brüten sie wieder auf der Insel Rathlin. Zum Schluss der Reise steht Nordirlands Hauptstadt Belfast auf dem Programm. Hier sind große Schiffe kein seltener Anblick. Vor über 100 Jahren wurde hier die Titanic gebaut, das größte Schiff seiner Zeit. In der Werft von Ingenieur James Stevenson gibt es ein ganz besonderes Projekt – die Restauration der SS Nomadic, dem letzten existierenden Schwesterschiff der Titanic.