Slovenske TV

Podnaslovljene TV

Lokalne TV

EX YU TV

Angleške TV

Nemške TV

Italijanske TV

Ostale TV

ARTE
06:15
ARTE Reportage
07:10
ARTE Journal Junior
07:15
R: Jörg Daniel Hissen
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
R: Astrid Miller
09:25
R: Jutta Pinzler... Die Welt rüstet auf. Gleichzeitig leiden Armeen wie die Bundeswehr an chronischer Unterfinanzierung. Eine Gegenstrategie: Militärische Aufgaben werden privatisiert. Folgen beleuchtet eine Investigativdoku über „Armeen im Griff der Konzerne“. Ab 21.45 geht es um EU-Migrationspolitik in Afrika: „Türsteher Europas“.
10:55
R: Jan M. Schäfer
11:50
R: Agnes Molia, Matthieu Buirette
12:15
Re:
12:50
ARTE Journal
13:00
Erstausstrahlung.
14:00
I: Charlotte Gainsbourg, Yvan Attal, Terence Stamp, Noémie Lvovsky, Laurent Bateau, Ludivine Sagnier, Keith Allen, Lionel Abelanski, Jo McInnes; S: Yvan Attal; R: Yvan Attal... Ehekomödie von und mit Yvan Attal und mit Charlotte Gainsbourg., Liebesszenen im Kino sind nur gespielt. Das weiß der Sportreporter Yvan (Yvan Attal) ganz genau, schließlich ist er mit Filmstar Charlotte verheiratet. Doch angesichts ihres neusten Projekts beschleichen ihn Zweifel: Charlotte (Charlotte Gainsbourg) dreht in England mit Kinolegende John (Terence Stamp). Der ist trotz reiferen Alters immer noch ein notorischer Womanizer. Yvan muss da unbedingt hin! Mit seiner aufkeimenden Eifersucht aber beschwört er eine Beziehungskrise herauf… Attal und Gainsbourg sind tatsächlich ein Paar. Ihr Ehealltag inspirierte einige Anekdoten, die Story ist bloß Fiktion. Behaupten sie. Als Kurzfilm geplant, geriet Attals Regiedebüt zur heiter-verspielten Liebeserklärung an Charlotte – „eine, die mehrere Millionen Francs gekostet hat“.
15:30
R: Agnes Molia, Thibaud Marchand
16:00
R: Raphaëlle Aellig Régnier... Am äußersten Ende des bretonischen Départements Finistere, rund 20 Kilometer vor der Küste von Brest, liegt die Insel Ouessant, das Ende der Welt, die letzte Anlegestelle vor Amerika. Ein altes Seefahrersprichwort warnt: Wer Ouessant sieht, sieht sein Blut. Das Leben in Ouessant ist ein Leben auf hoher See. Die Insel im Meer wird ständig von Wind und Stürmen umtost, nur selten legt sich der Wind. Ihr magisches Licht wechselt – je nachdem ob Ebbe oder Flut, Sommer oder Winter ist – und verleiht diesen wenigen Morgen Land eine Atmosphäre, als wäre man völlig der Zeit entrückt. Das Gesicht von Ouessant hat sich mit den Jahren kaum verändert. Es gibt keine hohen Bauwerke, nur einfache Häuser. Aufgrund der isolierten Lage und ihrer Bewohner ist es gelungen, die Authentizität der Insel fernab unserer heutigen Konsumgesellschaft zu bewahren. Auf der acht mal vier Kilometer großen Insel mit ihren knapp 900 Einwohnern ist der Wind allgegenwärtig. Als wäre er ihr Atem. Er ist der rote Faden, der durch diese gewaltige Naturlandschaft führt. Die Menschen auf Ouessant haben wie ihre Insel einen starken Charakter. Hinter ihrer rauen Schale verbergen sich eine direkte und unkomplizierte Wesensart und eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und dem Meer. Der Wind ist in der Dokumentation als physische Kraft präsent, aber auch als frische Brise, will heißen als Lebensenergie.
16:55
Sie sind unser körpereigenes Klärwerk und rund um die Uhr im Einsatz: die Nieren. Wir haben ihnen einiges zu verdanken und trotzdem wissen viele nicht genau, wo sie sich im Körper befinden. Dabei hätte dieses Organ durchaus unsere Aufmerksamkeit verdient: Die Nieren filtern Giftstoffe aus dem Blut, kontrollieren den Flüssigkeitshaushalt und regulieren den Blutdruck. Doch wenn sie einmal ausfallen, ändert sich das Leben des Betroffenen radikal. Wer keine Aussicht auf eine Spenderniere hat, muss regelmäßig zur Dialyse – mehrmals die Woche für viele Stunden. Ein großer Einschnitt in das tägliche Leben, aber für viele auch die einzige Rettung. Xenius will wissen: Was geht uns an die Nieren und wie können wir sie schützen? Vorsorge ist das A und O. In der Berliner Charité zeigt Dr. Jonas Busch Xenius-Moderatorin Dörthe Eickelberg, wie sie mit dem Ultraschall testen kann, ob es den Nieren ihres Kollegen Pierre gut geht. Anschließend lernen die Xenius-Moderatoren Dr. Buschs neuesten Mitarbeiter kennen: DaVinci – einen Roboter, mit dem sich komplizierte Eingriffe, wie zum Beispiel die Entfernung eines Nierentumors, noch präziser durchführen lassen. , Erstausstrahlung.
17:20
R: Hannes Rossacher... In Kalifornien an der Westküste der USA beschließt Wolfgang Niedecken seine Reise durch Bob Dylans Amerika. Der Sunshine State gilt als der Geburtsort der Hippie – und Protestkultur. Aber nicht nur die Beatpoeten in San Francisco zogen in den 1960er Jahren den jungen Bob Dylan in ihren Bann. Jahre später bewegten ihn die dort herrschenden Lebensbedingungen und die Atmosphäre zu einem Umzug an die Westküste. Heute trifft Wolfgang Niedecken dort Autoren, Aktivisten und Musiker und lässt sich von ihnen den Way of Life Kaliforniens näher bringen. Einer von ihnen ist der Musiker und Produzent Dave Stewart, der viele Jahre mit Annie Lennox als Eurythmics Welterfolge feierte und in seiner Karriere mehrmals den wahren Bob Dylan kennenlernen durfte. Aber auch Michael Simmons kennt Dylan so gut wie kaum ein anderer. Seit den 1980er Jahren schreibt der Journalist über amerikanische Musik – und Popkultur. Vom ihm lässt sich Wolfgang Niedecken in Los Angeles erklären, wo die weltweite Faszination für den Musiker, Songwriter und Geschichtenerzähler Bob Dylan herkommt und warum sie bis heute anhält. , Online verfügbar von 22/06 bis 22/07; Erstausstrahlung.
17:50
R: Hajo Bergmann
18:35
R: Ina Kessebohm... Eine Spurensuche: „Barcelona und Picasso“., In der Hauptstadt Kataloniens lebte der Maler in seiner Jugend. Das Museu Picasso besitzt viele Bilder aus dieser Zeit. Kunsthistorikerin Claustre Rafart forscht mithilfe alter Fotos nach Motiven. Die Kathedrale ist unübersehbar, aber die Stadt hat sich seit 1917, als das letzte Barcelona-Gemälde entstand, sehr verändert., Online verfügbar von 22/06 bis 22/07; Erstausstrahlung.
19:20
ARTE Journal
19:40
Die Berlinerin Steffi Gedenk ist von Geburt an fast blind. Dafür sind all ihre anderen Sinne extrem gut ausgeprägt, besonders ihr Tastsinn. Dem verdankt sie sogar ihren Beruf. Die 38-Jährige arbeitet als medizinisch-taktile Untersucherin in der Brustkrebsfrüherkennung und kann so helfen, Leben zu retten. Mittlerweile bildet sie andere blinde Frauen in dieser speziellen Untersuchungstechnik aus. Auch die Firma Auticon stellt Mitarbeiter wegen ihrer besonderen Fähigkeiten ein. Bei dem IT-Beratungsunternehmen arbeiten Asperger-Autisten. Sie erkennen Details und Muster, wo andere nur Wirrwarr sehen, etwa in Programmiercodes. Ist in den langen Datenkolonnen nur ein Zeichen falsch gesetzt, sticht der Fehler für Auticon-Mitarbeiter Martin Neumann heraus wie ein roter Fleck auf einer weißen Wand. Seine Fähigkeit kann Wirtschafts- und Finanzunternehmen teure Programmierfehler ersparen. Da Autisten oft Defizite im zwischenmenschlichen Umgang haben, helfen bei Auticon Jobcoaches, ein akzeptables Arbeitsumfeld für alle zu schaffen. Wie behinderte und nichtbehinderte Menschen gemeinsam wirtschaftlich erfolgreich arbeiten, zeigt der spanische Joghurtproduzent LaFageda in Katalonien. Von 310 Mitarbeitern sind 180 körperlich eingeschränkt, psychisch krank oder geistig behindert. Gründer und Psychologe Cristóbal Colón wollte so erreichen, dass auch psychisch kranke Mitarbeiter sich beweisen können. Der Erfolg gibt ihm recht: LaFageda erwirtschaftet einen Umsatz von über 20 Millionen Euro im Jahr. Die Mitarbeiter leben mit ihrem Lohn ein selbstbestimmtes Leben – außerhalb von Anstaltsmauern.
20:15
I: Miriam Leone, Matteo Martari, Thomas Trabacchi, Riccardo Lombardo, Luca Terracciano, Gigio Alberti, Davide Iacopini, Viola Sartoretto, Martina de Santis, Crystal Deglaudi; S: Claudio Corbucci, Peppe Fiore, Stefano Grasso, Vittorino Testa; R: Giuseppe Gagliardi... Große Oper in Turin. Das Fest endet unter frenetischem Applaus – und mit einer Toten. Violinistin Irene liegt erschlagen in der Garderobe. Während sich Oberinspektorin Valeria auf ihre Versetzung vorbereitet, leitet Russo die Ermittlungen. Doch ohne Valerias Spürsinn kommt er nicht weiter… Ruhig getaktete Doppelfolge.
21:05
I: Miriam Leone, Matteo Martari, Thomas Trabacchi, Riccardo Lombardo, Luca Terracciano, Gigio Alberti, Davide Iacopini, Viola Sartoretto, Martina de Santis, Crystal Deglaudi; S: Claudio Corbucci, Peppe Fiore, Stefano Grasso, Vittorino Testa; R: Giuseppe Gagliardi... Oberinspektorin Valeria Ferro ist entschlossen, ihre Versetzung durchzuziehen und die Turiner Polizei zu verlassen. Ohne ihre Familie zu informieren, bereitet sie ihren Umzug nach Rom vor. Somit sind Andrea und seine Kollegen bei der Lösung des Mords an der jungen Ausnahmeviolinistin Irene auf sich allein gestellt. Giorgio überträgt Andrea die Leitung der Ermittlungen und stellt ihm bei Erfolg in Aussicht, Valerias Platz einnehmen zu können. Doch der neue Fall hat es in sich. Die talentierte Violinistin war direkt nach einem erfolgreichen Konzertauftritt erschlagen in ihrer Garderobe aufgefunden worden. Hat ihr Freund Alberto sie im Affekt umgebracht? Er hatte die junge Frau kurz vorher aus Eifersucht angegriffen, als er herausfand, dass sie ihn betrügt. Die junge Musikerin hatte eine Affäre mit dem Dirigenten ihres Orchesters, der gleichzeitig ihr Stiefvater in spe war. Vielleicht hatte aber auch der Maestro gefürchtet, seine Freundin, die Mutter des Opfers, könne von seiner Affäre erfahren? Noch dazu verband den Dirigenten mit dem Opfer ein Geheimnis, das unter keinen Umständen ans Licht kommen sollte. Doch auch die Schwester des Opfers, Federica, hatte ein Motiv. Sie war auf den großen Erfolg ihrer Schwester neidisch. Aber wäre sie fähig gewesen, sie zu ermorden? Die Polizei tappt ohne Valerias Spürsinn im Dunkeln. Während der Ermittlungen versuchen Andrea und seine Kollegen alles, um Valeria zum Bleiben zu bewegen. Doch als Giorgio von dem mehr als freundschaftlichen Verhältnis zwischen ihr und Andrea erfährt, sieht er rot. Schließlich springt er aber doch über seinen Schatten und macht Valeria ein Angebot. Kann er die Oberinspektorin überzeugen, ihre Umzugskartons wieder auszupacken?
21:50
R: Nicole Kraack, Sonja Collison
22:45
Online verfügbar von 22/06 bis 20/09; Erstausstrahlung.
23:35
R: Adrien Soland... Frankreichs Wacken heißt Clisson, liegt in der Bretagne und richtet seit 12 Jahren das Heavy-Metal-Festival aus. 2017 machten dort Deep Purple auf ihrer Abschiedstournee halt. Außerdem sorgten Apocalyptica, Sabaton, Steel Panther u. a. für die volle Dröhnung. – Am 23.6. ab 23.30 zeigt Arte die Highlights vom Hellfest 2018.
00:45
Online verfügbar von 22/06 bis 22/07; Erstausstrahlung.
01:25
Streetphilosophy
01:55
R: Clément Cogitore... Antwerpen im 16. Jahrhundert ähnelt dem New York der 1950er Jahre: Das ehemalige Handwerker – und Fischerdorf an der Nordsee ist zum erstrangigen Finanzplatz geworden. Antwerpen ist eine kosmopolitische Stadt und Drehscheibe für Devisen, Rohstoffe und exotische Erzeugnisse. Flandern strahlt, Antwerpen wird zum neuen kreativen Zentrum Europas; ein internationaler Kunstmarkt entwickelt sich. Das Mittelalter geht seinem Ende zu und lässt bereits den Glanz der Renaissance durchscheinen. Das Atelier des Malers Quentin Massys liegt im Herzen der Stadt. Im Jahr 1514 arbeitet er an einem Gemälde, das heute als eines der Meisterwerke der flämischen Renaissance gilt: Der Geldwechsler und seine Frau. Auf den ersten Blick sieht der Betrachter eine einfache Genreszene: einen Geldwechsler bei der Arbeit in einer minuziös dargestellten Wechselstube, ihm zur Seite seine Frau. Das Motiv des Juweliers oder des Geldwechslers wird damals in der Kunst immer wieder aufgegriffen und neu interpretiert. Es dient den Malern dazu, die Geldgier und den Geiz anzuprangern, die in diesem neu entstehenden Gewerbe herrschen. Nichts davon bei Massys, so scheint es. Aber zahlreiche Details, die der Betrachter im Bild entdecken kann, deuten auf einen versteckten Sinn hin. Welche Geschichte will Massys erzählen? Und was berichtet die realistisch gemalte Alltagsszene über das Land und die Zeit, in der das Werk entstand? Bei genauerer Betrachtung des Bildes kommen die großen Künstler – und Gelehrtenpersönlichkeiten der Zeit zum Vorschein, beispielsweise der Maler Jan van Eyck und der Schriftsteller Erasmus von Rotterdam. Vieles scheint auch auf eine religiöse Allegorie und auf eine metaphorische Bedeutung des Bildes hinzuweisen. Dadurch wird Quentin Massys zum aufmerksamen Kritiker und feinfühligen Beobachter der Veränderungen in jener Welt, in der er lebte.
02:20
R: Brian Armstrong
03:05
ARTE Journal
03:30
Online verfügbar von 23/06 bis 22/08; Erstausstrahlung.
04:20
S: Nicolas Rendu, Vincent Brunner; R: Nicolas Rendu... Ende 2012 wird sein Vorname als Synonym für stark dominieren in die schwedischen Wörterbücher aufgenommen. Zlatanera (zu Deutsch: zlatanieren) zeichnet die Einsätze von Zlatan Ibrahimovic nicht nur auf dem Spielfeld beim Fußball, sondern auch darüber hinaus aus. In Malmö geboren, spielt der Profi heute international.
05:00
Best of ARTE Journal
05:20
R: Hector Obalk... Hector Obalk befasst sich heute mit mythologischen Gestalten, die der italienische Künstler Antonio da Correggio (1489-1534) zum Anlass nimmt, auf seinen Gemälden die Reize der weiblichen Nacktheit zu feiern. Leda wird von einem Schwan verführt, Io von einer Wolke, Venus von einem Satyr und Danae von einem Goldregen. Correggio malte in seinen letzten Gemälden Figuren der griechischen Mythologie, um vom Liebesleben der Götter zu erzählen. Obalk entdeckt jene Kunstschätze in der Galleria Borghese in Rom, in der Berliner Gemäldegalerie sowie im Kunsthistorischen Museum Wien. Danaes Geschichte ist bekannt, da sie bereits mehrfach von Tizian dargestellt wurde. Die Prinzessin wird von ihrem Vater eingesperrt, um sie vor Jupiters Avancen zu schützen. Dieser dringt nun in Form eines Regens aus Goldstücken in sie ein und schafft es, sie zu schwängern. Anschließend nimmt Obalk den lasziven Körper der Venus, der sich ein animalischer Satyr nähert, genauer unter die Lupe. Correggio bringt in der anmutigen Frauenfigur geballte Erotik zum Ausdruck. Auf diesem Gemälde der Venus, die ein Satyr entdeckt, kreuzt der manieristische Maler aufs Subtilste die Blickachsen von oben und von unten. Dann filmt Obalk mit seiner Kamera die Figur der Leda bis ins kleinste Detail. Ein großer Schwan – Jupiter höchstpersönlich – versucht diese zu verführen. Da Leda hier keine von halbnackten Nymphen umgebene Göttin ist, sondern eine Königin im Kreis angezogener Dienerinnen, ist anzunehmen, dass die beiden anderen weiblichen Akte des Gemäldes ebenfalls Leda darstellen – wie sie aus dem Bad steigt, sich in ein Handtuch hüllt und sich schließlich in der Bildmitte niederlässt. Auf dem letzten Gemälde, das Obalk bei seinem Ausflug ins Reich der Lust genauer untersucht, wird die Nymphe Io von einem als Wolke getarnten Jupiter verführt. Und sie gibt sich ganz der gewaltigen Weite des Himmels hin, der sie bei der Taille fasst.
05:50
R: Hector Obalk... In der Basilika Santissima Annunziata in Florenz filmt Obalk eine der ersten Werke, das von Rosso Fiorentino (1494-1540) bekannt ist: ein Fresko, auf dem die Himmelfahrt Marias (1517) zu sehen ist, der auch die zwölf Apostel beiwohnen. Über Rosso Fiorentino ist wenig bekannt, außer dass er rothaarig – rosso auf Italienisch – und gebürtiger Florentiner – fiorentino – war und viele seiner Bildfiguren rothaarig malte. Am Anfang seiner Karriere arbeitete er im Atelier von Andrea del Sarto, wo er seinen unverwechselbaren manieristischen Stil entwickelte. Es sind von Fiorentino nur rund 25 Gemälde erhalten und etwa 15 Fresken. Der italienische Maler des Manierismus mischte souverän und unkonventionell Stilrichtungen und Stimmungen. Unnachahmlich sind seine Darstellungen blässlich-diaphaner oder auch porzellanzarter Haut. Der Wechsel zwischen grellen Farben und sanften Beige-Tönen, zwischen Sorgfalt und Nachlässigkeit, zwischen Kitsch und Diabolik – all das wohnt Rosso Fiorentinos vielgestaltigem, zutiefst grenzüberschreitendem Werk inne und lässt Correggios Bilder daneben akademisch wirken. Obalk untersucht die Madonnen-Darstellungen – gemalt auf einem Thron sitzend – ebenso wie die Gemälde zum Tod Christi, die Kreuzabnahmen Christi, die für das dramatische Thema sehr intim wirken. Im Schloss Fontainebleau entdeckt er die mythologischen Bilder Fiorentinos. In der Sendung stellt Obalk das Gesamtwerk Fiorentinos vor, wobei ihn die Reise auf den Spuren der eindrucksvollen Meisterwerke nach Florenz, Volterra, Berlin, Dresden, Paris und Boston führt.
06:15
S: Esther Hoffenberg, Cécile Vargaftig; R: Esther Hoffenberg... Doku über den Star der Nouvelle Vague., Rebellisch, lebensfroh und furchtlos – so beschrieben Freunde wie Catherine Deneuve und Bulle Ogier die Schauspielerin (1938–2013), die mit Filmen wie Chabrols „Die Enttäuschten“ oder Eustaches „Die Mama und die Hure“ für Skandale sorgte – und mit ihrem letzten Film „Paulette“ für einen Hit.
07:25
R: Nick Clarke Powell
08:20
R: Frank Nischk... Im 3. Teil der Reihe um Eilande, denen es ernst ist mit grüner Energie, dreht sich alles um den Kampf Madeiras um Wasser und Strom.
09:10
R: Heiko de Groot
09:55
R: Jean Babtiste
10:40
Wer hätte gedacht, dass die Franzosen in den Ausläufern des Himalayas einen chinesischen Cabernet Sauvignon anbauen? Dass südaustralischer Shiraz in der ganzen Welt getrunken wird? Oder dass der ungarische Tokajer italienischen, spanischen und amerikanische Investoren gehört? In Europa wird Wein immer noch stark mit seinem jeweiligen Ursprungsgebiet verbunden. Dabei ist daraus längst ein Weltmarkt entstanden.
10:55
Erstausstrahlung.
11:25
R: Brian Armstrong
12:05
R: Brian Armstrong
12:50
R: Brian Armstrong
14:20
R: Christine Tournadre... Das abgeschottete Lengguru-Massiv ist für Wissenschaftler ein wertvolles Freiluft-Labor. Ein 50-köpfiges Expertenteam erhofft sich Aufschluss über die Evolution und trifft auf unbekannte Meeresbewohner.
15:05
R: Luc Marescot... In der Südsee erforschen Biologen das Sozialverhalten von Riffhaien., Es ist ein Gewimmel aus Flossen, Leibern und Zähnen: Dutzende Riffhaie, hydraartig ineinander verschlungen im Kampf um einen Fetzen Beute. Doch was aussieht wie eine von Gier getriebene Fressorgie, ist in Wirklichkeit komplexes Sozialverhalten. Welchen Regeln folgt es? Seit der französische Naturfotograf Laurent Ballesta 2014 zum ersten Mal den weltweit größten Schwarm Grauer Riffhaie vor der Küste des Fakarava-Atolls abgelichtet hat, versucht er ihre kollektiven Jagdstrategien zu ergründen. 2017 startete er ein aufwendiges Experiment: 40 Tiere wurden mit Chips ausgestattet, um nachzuvollziehen, welche Wege sie nachts zurücklegen. Dabei gelangen tolle Filmaufnahmen. Im Anschluss: „Atolle – Kleinodien der Ozeane“.
16:40
Erstausstrahlung.
17:35
R: Manuel Lefevre, Gil Kebaili
18:25
R: Emanuela Casentini... Die violette Artischocke ist eine Spezialität der Lagune von Venedig, einer einzigartigen Landschaft zwischen Festland und Meer. Vor allem die allerersten Knospen der Artischocke, die zarten Castraure, reißen die Venezianer den Händlern aus der Hand. Auf die überregionalen Märkte schafft es diese Delikatesse fast nie. Angebaut wird die Pflanze auf der Laguneninsel Sant'Erasmo. Autorin Emanuela Casentini hat hier die Brüder Finotello besucht. Als sie vor 20 Jahren den Hof ihrer Eltern übernahmen, schien Landwirtschaft kaum noch profitabel zu sein. Aber seit die Brüder gemeinsam mit den anderen Bauern der Insel eine Genossenschaft gründeten, Sortenschutz beantragten und die professionelle Vermarktung vorantrieben, geht es mit der lokalen Spezialität bergauf. Die Brüder Finotello betreiben erfolgreiche Direktvermarktung – mit dem Boot. Und falls jemand nicht weiß, was man mit Artischocken alles machen kann – Carlo Finotellos Ehefrau Cosetta hat die besten Rezepte der Insel in einem Buch gesammelt. , Online verfügbar von 23/06 bis 23/07.
18:55
Erstausstrahlung.
19:10
ARTE Journal
19:30
R: Vera Olsson... Beeindruckende Landschaften, überraschende Begegnungen: Auf seiner launig-abenteuerlichen Reise durch das Gebirge in Südsibirien besucht der finnische Schauspieler Ville Haapasalo diesmal marsähnliche Täler, Angehörige des Telengit-Stamms und die Aktru-Gletscher., Erstausstrahlung.
20:15
R: Sylvie Faiveley, Gil Kebaili... Wieder instand gesetzt: das Hameau de la Reine, Refugium der Königin., Bauernhof, Mühle, Molkerei, ein See: Ende des 18. Jh.s schuf die als verschwendungssüchtig geltende letzte Monarchin Frankreichs im Schlosspark von Versailles eine künstliche Idylle für private Rückzüge. Der Film verbindet die Restaurierung mit einem Porträt., Online verfügbar von 23/06 bis 23/07; Erstausstrahlung.
21:45
R: Fabrice Hourlier... Der Schreibtisch Ludwigs XV., eine astronomische Uhr und Möbel: Sechs für Monarchen gefertigte Meisterwerke aus dem 17. und 18. Jh. werden vorgestellt.
22:40
R: Britta Kunft... Doku. „Die unheimliche Großmacht“ wird in vielen Meeresregionen zur Plage., Ob globale Erwärmung, Überfischung oder Versauerung der Ozeane: Quallen erweisen sich als unerwartete Profiteure der menschengemachten ökologischen Krise in den Meeren. Ihr massenhaftes Auftreten an Stränden und Fangplätzen der Fischerei wird zunehmend zum Problem. Die Doku untersucht Ursachen, zeigt aber auch faszinierende Seiten der fremdartig-schönen Kreaturen.
23:35
R: Adrien Soland, Thierry Villeneuve, Adeline Chahin, Samuel Petit... Fahrt zur Hölle! Drei Tage volle Metal-Dröhnung auf einer Kuhweide im verschlafenen Clisson., Erst 13 Jahre alt und mit über 100?000 Besuchern schon eine kleine Legende: Das Line-up (ca. 150 Gigs) des französischen Open-Air-Festivals kann sich sehen lassen. Neben den Metal-Institutionen Iron Maiden und Judas Priest, den vom „Rolling Stone“ als „neue Heavy-Metal-Götter“ gefeierten Avenged Sevenfold, den Nu-Metal-Pionieren Limp Bizkit und Punkrockern Bad Religion gibt es auch viele Newcomer zu entdecken. Darunter die gehypte Hardcoreband Turnstile (Foto) aus Baltimore – von ihren Fans liebevoll „Dancy Hardcore Boys“ genannt –, die für ihr zweites Album beim Branchenriesen Roadrunner Records unterzeichneten. Durch Schlamm, Staub und Chaos führt Radiomoderator Francis Zégut.
01:15
Praktisch! In der surrealen französisch-portugiesischen Co-Produktion„Entre Sombras“ hinterlegt man sein Herz bei der Bank, um sich nicht zu verlieben… Vier Shorties im Spezial „Film Noir“., Online verfügbar von 23/06 bis 18/06, Mehr Infos unter: arte.tv/kurzschluss; Erstausstrahlung.
02:10
I: Adila Bendimerad, Aziz Boukerouni, Nabil Asli; S: Adila Bendimerad, Damien Ounouri; R: Damien Ounouri... Nfissa, eine junge Frau, macht mit ihrer Mutter und ihren beiden kleinen Kindern einen Ausflug zum Strand, während ihr Mann arbeiten muss. Als sie sich beim Schwimmen aus der Sichtweite des Strandes entfernt, wird sie plötzlich von einer Gruppe Männer umringt, die sie zuerst mit Sprüchen und dann auch körperlich bedrängen. Als Nfissa nach ihnen schlägt, um sich aus ihrem Kreis zu befreien, werden sie gewalttätig und tauchen sie schließlich so lange unter, bis sie ertrinkt. Doch Nfissa ist nicht tot. Als Untote lebt sie fortan im Wasser und hat Rache an ihren Peinigern geschworen. Kurze Zeit später kommt es an dem Strand, an dem sie zum letzten Mal gesehen wurde, zu einem mysteriösen tödlichen Vorfall ...
02:50
S: Judith Keil, Antje Kruska; R: Judith Keil, Antje Kruska... Doku über das Leben von zwei Asylbewerbern in einer brandenburgischen Kleinstadt., „Wir dachten im Iran: Hitler ist noch am Leben, das Land ist voller Nazis. Keine gute Situation für Ausländer. Aber als ich schließlich hier war, fand ich es schön“, so Farid, der eigentlich in die Schweiz fliehen wollte, aber in Deutschland landete. Der Iraner versucht sich nun in Bad Belzig als Fitnesstrainer. Brian aus Kamerun heuert bei einer Versicherungsgesellschaft an. Kurz darauf erfährt er, dass sein Asylantrag abgelehnt wurde. Seine einzige Hoffnung wäre jetzt ein Kind mit einer Deutschen… Bewegende Einblicke, hier leider in der 38 Minuten (!) kürzeren TV-Fassung., Online verfügbar von 23/06 bis 30/06.
03:45
R: Philippe Allante... Der Mittdreißiger Pier Giorgio Parini kommt aus einer angestammten Bauernfamilie und fühlt sich seiner Heimat, der Emilia-Romagna, eng verbunden. Die Vielfalt und die Schönheit dieser Region verarbeitet der Koch auch in seinen Rezepten. Der auch Kräuterkönig genannte Parini hat bei seinem typisch italienischen Gasthaus Povero Diavolo eine erstaunlich große Vielfalt an Gewürzkräutern gepflanzt. Diese verwendet er sogar in seinem Sempre Verde – das ist eine äußerst originelle und erfrischende Nachspeise, die als Parinis kulinarisches Markenzeichen gilt.
04:10
ARTE Journal
04:30
R: Nicolas Rendu
05:05
R: Guillaume Tunzini... Es war einmal ... Lost in Translation von Guillaume Tunzini ist der 39. Dokumentarfilm in der Reihe Ein Film und seine Zeit. Er schildert die Entstehungsgeschichte und den überraschenden Erfolg des zweiten Films von Sofia Coppola, der 2003 in die Kinos kam. Der Low-Budget-Autorenfilm Lost in Translation – Zwischen den Welten wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: Er erhielt den Oscar für das beste Originaldrehbuch, den César für den besten ausländischen Film und den Golden Globe für Bill Murray als besten Hauptdarsteller. Bob, ein alternder Filmstar aus den USA, dreht einen Werbespot in Japan. Die junge Charlotte, ebenfalls US-Amerikanerin, begleitet ihren Ehemann auf einer Dienstreise. Beide Protagonisten fühlen sich einsam und fremd in dieser Umgebung und langweilen sich. Doch sie sind in ihrem Leben nicht weniger verloren als in Tokio: Bob steckt in der Midlife-Crisis, Charlotte weiß nicht, was sie mit ihrem Erwachsenenleben anfangen soll. Ihre kurze Begegnung, romantisch und flüchtig, wird beider Leben verändern. Seit ihrer Kindheit war Sofia Coppola regelmäßig in Japan. Westlichen Besuchern ist dieses Land zwischen Tradition und Hypermodernität fremd, es kommt immer wieder zu Kulturschocks. Die Dokumentation beleuchtet dieses kulturelle Spannungsfeld, auf das sich auch der Filmtitel bezieht. Außerdem berichtet Coppola von den Schwierigkeiten, den schwer fassbaren Bill Murray dazu zu bewegen, die Hauptrolle anzunehmen. Ein Making-of zeigt zudem die abenteuerlichen und skurrilen Ereignisse während des Drehs in Tokio, der ebenso lost in translation war wie die Figuren im Film.
06:00
Abgedreht!
06:35
R: Sabine Pollmeier
07:00
Karambolage
08:00
R: Cathy Baker... Erstausstrahlung.
08:25
I: Bebiane Ivalo Kreutzmann, Hannibal Harbo Rasmussen, Rolf Hansen, Patricia Schumann, Karen-Lise Mynster, Lars Knutzon; R: Kaspar Munk... Sofie und Dixie reisen mit der Zeitmaschine ins Jahr 1984 und sitzen dort fest, nachdem der Zeitmaschine der Treibstoff ausgeht. Als Dixie sich verletzt, will Sofie seine Wunde nur unter der Bedingung versorgen, dass er ihr endlich erzählt, welches Geheimnis er hütet. So erfährt sie, dass Dixie aus dem Jahr 2044 kommt. Außerdem berichtet ihr Dixie, dass Silverfox ihm das Quad überlassen hat, mit dem man durch die Zeit reisen kann. Dixie war ursprünglich gekommen, um die Originalzeitmaschine in Besitz zu nehmen. Denn mit dem Quad kann man nur wenige Male durch die Zeit reisen, und nun ist dieses auch noch kaputt. Sofie willigt schließlich ein, es zu reparieren.
08:50
I: Bebiane Ivalo Kreutzmann, Hannibal Harbo Rasmussen, Rolf Hansen, Patricia Schumann, Karen-Lise Mynster, Lars Knutzon; R: Kaspar Munk... Sofie und Dixie sind noch immer im Jahr 1984 und versuchen ins Jahr 2014 zurückzukehren, doch ihre Zeitmaschine ist kaputt. Da es Sofie nicht gelingt, die Zeitmaschine zu reparieren, macht sie sich gemeinsam mit Dixie auf die Suche nach ihrem Großvater, um ihn um Hilfe zu bitten. Da sie sich im Jahr 1984 befinden, ist Sofies Großvater zu diesem Zeitpunkt noch ein junger Mann und ahnt nichts von Sofies Existenz. Unter einem Vorwand gelingt es Dixie und Sofie, in die Werkstatt von Sofies Großvater zu gelangen. Dieser erklärt sich bereit, einen Blick auf die Zeitmaschine zu werfen. Dann gibt Sofie sich zu erkennen ...
09:10
Online verfügbar von 24/06 bis 01/07; Erstausstrahlung.
09:25
I: Bernadette Lafont, Claude Brasseur, André Dussollier, Charles Denner, Guy Marchand, Philippe Léotard; S: Jean-Loup Dabadie, François Truffaut; R: François Truffaut... Schwarze Komödie von François Truffaut. Eine junge Kriminelle schert sich nicht um bürgerliche Moral – und fegt durch eine Machowelt., Für seine Doktorarbeit über kriminelle Frauen sucht der biedere Soziologe Stanislas (André Dussollier) die junge Camille Bliss (Bernadette Lafont) im Gefängnis auf. Die kesse Brünette soll einen Verehrer umgebracht haben. In Tonbandinterviews erzählt die schöne Frau ihre Lebensgeschichte. Wie sie es als Neunjährige anstellte, dass ihr Stiefvater zu Tode kam – und sie ins Erziehungsheim. Wie sie noch minderjährig flüchtete und Männer dazu brachte, ihr erst zu helfen und dann das Zeitliche zu segnen. Bald hat sie auch dem braven Stanislas den Kopf verdreht. Gemeinsam mit seiner scheuen Sekretärin Hélene (Anne Kreis) kann er Camilles Unschuld beweisen. Die Folgen aber sind fatal… Eine lebenslustige Femme fatale schickt mit unbekümmerter Sexualität und Gespür für Gelegenheiten reihenweise Männer ins Verderben. Ungewohnt boulevardesk und vulgär malt Truffaut („Die letzte Metro“) ein turbulentes Sittenbild mit Stars (u.?a. Claude Brasseur, Philippe Léotard), Anspielungen auf Hitchcocks „Vertigo“ und gehörigem Augenzwinkern – etwa wenn Guy Marchand für seine Schäferstündchen statt säuselndem Jazz eine LP mit dem Dröhnen von Indianapolis-Boliden auflegt. Oder wenn sich ein zehnjähriger Knirps aus „künstlerischen Gründen“ weigert, seine Super-8-Aufnahmen zu zeigen. Eine Doku über Lafont, die 1957 ihr Debüt in Truffauts frühem „Die Unverschämten“ gab, folgt im Anschluss.
11:00
R: Hector Obalk... Nach einer langen Periode der florentinischen Malerei, die die Schönheit und Sinnlichkeit des menschlichen Körpers feierte, mit prächtigen Farben spielte und die Zentralperspektive einführte, wurde im späten 16. Jahrhundert die Venezianische Schule zur Vorreiterin eines monumentalen Manierismus. Ihr unumstrittener Meister ist Tintoretto, dessen Fresken im Dogenpalast, in der Scuola Grande und in zahlreichen Kirchen Venedigs zu bewundern sind. Seine Vorliebe für gigantische Formate und seine Virtuosität machten ihn zu einem der produktivsten Künstler seiner Zeit und kündeten bereits vom Können eines Rubens oder Fragonard. Bei der Darstellung von Gesichtern und Körpern arbeitete Tintoretto bewusst mit Hell-Dunkel-Effekten, einer revolutionären Technik, die später die lichtdurchfluteten Gemälde Veroneses und Rembrandts inspirierte und selbst in Renoirs Porträts – etwa den von einer Hutkrempe überschatteten Gesichtern – fortwirkte. Effektvolle Schatten werfen in Tintorettos Gemälden Blattwerk, Laubengänge, Masten, Wolken oder auch schwebende Engel. Neu war ebenfalls die vertikale, den üblichen Bildraum sprengende Komposition. Ihren Höhepunkt erreichte Tintorettos Experimentierfreude mit dem Kolossalgemälde Das Paradies für den Saal des Großen Rates im Dogenpalast: Die um Christus und Maria versammelten Auserwählten schweben auf einer Wolkenspirale, die sich zum ewigen Licht hin verjüngt. , Erstausstrahlung.
11:30
R: Caroline Haertel
12:20
R: Agnes Molia, Anne Richard
12:50
R: Frédéric Wilner, Saléha Gherdane
13:45
R: Frédéric Wilner... Der französische Archäologe Eric Bourdonneau lüftete das Geheimnis der Heiligtümer im kambodschanischen Angkor. Anhand der gründlichen Untersuchung des Königstempels von Koh Ker lieferte der Wissenschaftler Nachweise dafür, dass diese großen Tempel Bestattungsfunktion hatten: Sie dienten König und Untertanen als Pforte ins Jenseits. Eric Bourdonneau rekonstruierte außerdem das Innere der verschiedenen Kapellen des Tempels, deren sämtliche Statuen schon vor langer Zeit Kunsträubern zum Opfer gefallen sind. Der Archäologe rekonstruierte sie virtuell an ihren ursprünglichen Standorten – ein wahres Wunder der Technologie und der Kunstgeschichte. Pierre Baptiste, Chefkurator des Guimet-Museums in Paris, entdeckte wertvolles Beweismaterial, das ihm erlaubte, seine Ermittlungen über die Khmer-Tempel voranzutreiben. In einer Höhle des Klosters Saint Riquier in Nordfrankreich fand er Hunderte von Gipsabgüssen, die Ende des 19. Jahrhunderts von Monumenten aus Angkor Wat gemacht worden waren. Diese Gipsabgüsse zeigen Reliefs, deren Originale inzwischen weitgehend zerstört sind und bilden eine unersetzliche Informationsquelle für Wissenschaftler, die Forschungen über die verschwundene Stadt anstellen, die Anfang des 15. Jahrhunderts von ihren Bewohnern verlassen wurde. Der Archäologe Jacques Gaucher wiederum fand heraus, wo sich das Epizentrum des Ballungsgebiets Angkor befand. Diese Entdeckung ist insofern bahnbrechend, als man jetzt besser nachvollziehen kann, wie sich dieser Großraum organisierte; und sie liefert Schlüssel für die Deutung der beeindruckenden Ruinen. Dass die Forschungsarbeiten an der Stadt Angkor überhaupt so weit gedeihen konnten, ist jedoch einem der ersten Forschungsreisenden zu verdanken, dem Franzosen Louis Delaporte. Im 19. Jahrhundert brachte Delaporte mehrere Khmer-Statuen nach Paris und erstellte eine umfassende Dokumentation über die Tempel von Angkor. Außerdem fertigte er Hunderte Gipsabgüsse von Reliefs der Khmer-Bauten an. 150 Jahre sind seither vergangen, und erst jetzt gelingt es der Wissenschaft, das wahre Gesicht der verschwundenen Stadt nachzubilden.
15:10
R: Sylvie Faiveley, Gil Kebaili... Wieder instand gesetzt: das Hameau de la Reine, Refugium der Königin., Bauernhof, Mühle, Molkerei, ein See: Ende des 18. Jh.s schuf die als verschwendungssüchtig geltende letzte Monarchin Frankreichs im Schlosspark von Versailles eine künstliche Idylle für private Rückzüge. Der Film verbindet die Restaurierung mit einem Porträt.
16:45
Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind zerrüttet. St. Petersburg ist ein Austragungsort der Fußball-WM und gilt als liberalste Stadt des großen Reichs. Wie steht man hier zu Putins nationalistischem Kurs?, Online verfügbar von 24/06 bis 22/09; Erstausstrahlung.
17:30
R: Elke Werry... Sie sind Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten mit bewegter Geschichte. Die vierteilige Dokureihe über Shoppingtempel startet mit der Galeries Lafayette in Paris. 19.2.: KaDeWe, Berlin. Es folgen GUM und Macys., Online verfügbar von 24/06 bis 24/07.
18:25
R: Corentin Leconte... Komponisten wie Isaac Albéniz und Claude Debussy ließen sich von Granadas maurischer Stadtburg inspirieren. Im Myrtenhof der Alhambra spielt Pianist Javier Perianes ausgewählte Werke., Erstausstrahlung.
19:10
ARTE Journal
19:30
R: Jean Froment... Tausende Hektar Vegetation werden auf der Insel Korsika jeden Sommer durch Waldbrände zerstört. Seit 1960 haben die Brände ein immer größer werdendes Ausmaß angenommen. Mutige, neue Strategien hat die Forstfeuerwehr gegen die Brandkatastrophen entwickelt. Mit präventiven Bränden nehmen sie dem Feuer die Nahrung. Sie entbuschen gezielt Wälder, Sträucherzonen und Heiden der Insel. Ein gefährlicher Kampf um die geliebte Insel ...Alain Valentini und Stéphane Sayag gehören zur Truppe der Forestier-sapeurs, der Forstfeuerwehr. Ihr Einsatzgebiet sind die Departements Haute-Corse und Corse-du-Sud, die waldreichen Bergregionen ihrer Heimatinsel, die sie liebevoll auch Insel der Schönheit nennen. Brandprävention ist ihr Alltag, sie durchkämmen riesige Waldgebiete und den dichten Buschwald um den Nährstoff für mögliche Brände zu vernichten. Durch kontrolliert gelegte Brände werden Brandschneisen gelegt – kommt es dann im Sommer zu einem Brand, wird er an den Brandschneisen enden und sie nicht überwinden. So soll verhindert werden, dass die Feuerwellen, die von oben aus den Bergen kommen, durch den warmen Sommerwind aus Südwest auf das Tal überspringen. Zunehmend landwirtschaftlich brachliegende Landschaft und trockene Monokultur im Forst sind gefährliche Angriffsflächen für Feuer. Oft bleibt im Ernstfall nur die Brandbekämpfung mit Wasser aus der Luft, doch der Einsatz der berühmten Canadair-Löschflieger in den letzten Jahren hat gezeigt, dass sich damit die Waldbrände nur schwer in den Griff bekommen lassen – zu schnell breiten sich die Feuerwände aus. Die neue Brandschneisen-Methode wird von manchem Bauern kritisiert, das Risiko muss gut kalkuliert werden. Ein Kampf für die Natur, der die Männer der Forstfeuerwehr immer wieder an die Grenze ihre Kräfte bringt. , Online verfügbar von 24/06 bis 24/07.
20:15
I: Yves Montand, Isabelle Adjani, Lauren Hutton, Alain Souchon, Pinkas Braun, Jean-Luc Bideau; R: Jean-Paul Rappeneau... Krimikomödie von Jean-Paul Rappeneau („Cyrano von Bergerac“)., „Wenn ich hiergeblieben wäre, wäre nie etwas aus dir geworden…“ Mit diesen Worten wirbt der Welten-bummler Victor Valance (Yves Montand) nach 15- jähriger Abwesenheit bei Tochter Pauline (Isabelle Adjani) um Verständnis. Aber im Gegensatz zu Victors Mutter und Paulines Schwestern lässt sich die kühle Karrieristin von dem Filou nicht einseifen. Zu Recht, denn hinter ihrem Rücken verkauft Papa das Mietshaus seiner Mama, um ein Casino am Genfer See zu eröffnen. Aufgebracht reist Pauline ihm hinterher – und findet sich in einem Krimi wieder, denn Victor hat wahrlich nicht nur sie im Nacken…Sie als kalte Mademoiselle und er, ganz Charmeur der alten Schule: Adjani und Montand sind ein wunderbares Duo! Mit dabei: Liedermacher Alain Souchon („Ultra Moderne Solitude“).
22:00
R: Sam Pollard... Porträt über den Entertainer, der sich im weißen Showbiz behauptete und immer wieder mit Rassismus zu kämpfen hatte., Bereits mit drei Jahren stand Sammy Davis Jr. (1925–90) mit seinem Vater als Stepptänzer auf der Bühne, er wurde Filmstar und Teil des legendären Rat Pack an der Seite von Frank Sinatra. Regisseur Sam Pollard zeigt auch den lebenslangen Kampf des „Schwarzen, Juden und Puerto Ricaners“, wie er sich selbst bezeichnete, gegen Rassismus, der ihm geballt in der US Army während des Zweiten Weltkriegs begegnete und als er 1960 eine weiße Frau heiratete., Erstausstrahlung.
22:50
R: Christophe Abric, Guillaume Delaperriere... Seit über 50 Jahren treffen sich in der idyllischen Stadt Montreux am Genfer See jeden Sommer internationale Musikstars auf der Bühne eines weltweit einzigartigen Festivals. Ella Fitzgerald, Nina Simone, Miles Davis, Herbie Hancock, Gilberto Gil, Aretha Franklin, B. B. King, Elis Regina, Dizzy Gillespie, Leonard Cohen, Michael Beck, Carlos Santana, Rickie Lee Jones, D'Angelo und Pharrell Williams – sie alle kamen zum Montreux Jazz Festival, die meisten sogar mehrmals. Festivalgründer Claude Nobs verschrieb sein Leben dem Ziel, Musik weiterzugeben und zum Kulturerbe zu erheben. Aus seinen rund 5.000 Stunden umfassenden Audio – und Videomitschnitten des Festivals entstand die erste audiovisuelle Bibliothek, die von der UNESCO in das Weltdokumentenerbe aufgenommen wurde und die zurzeit digitalisiert wird. Mit diesem einzigartigen Ton – und Bildmaterial hebt der Dokumentarfilm die Zeit auf und verschmilzt Begegnungen zwischen Epochen und Künstlern zum Konzert der Konzerte. In einem lebendigen Zusammenschnitt wird das Live-Material ergänzt durch Interviews mit früheren Festivalorganisatoren, die die historischen Aufnahmen kommentieren. Mit den Aufnahmen aus dem unvergleichlichen Fundus des Montreux-Jazz-Archivs verdeutlicht der Dokumentarfilm den Beitrag dieses Festivals zu einem halben Jahrhundert moderner Musik. Das Programm wartet mit vielen Stars der Szene auf wie Herbie Hancock, Quincy Jones, Monty Alexander und Charles Bradley. Zudem kommen Mathieu Jaton, Direktor des Montreux Jazz Festivals, und Thierry Amsallem, Präsident der Claude Nobs Foundation, zu Wort. Außerdem mit Archivaufnahmen von Nina Simone, Miles Davis, Herbie Hancock, Gilberto Gil, Etta James, Pharrell Williams, Al Jarreau, Les McCann & Eddie Harris, Ray Charles, Alabama Shakes und vielen anderen. , Originalvertonung, Online verfügbar von 24/06 bis 24/07.
23:50
R: Axel Ludewig... Mitbegründer des Reggae: Die legendäre Band Toots & The Maytals hält in ihrer jamaikanischen Heimat den Rekord – mit 31 Nummer-eins-Singles. Sie ist von Beginn an dabei, seit über 40 Jahren im Musikgeschäft. Noch immer touren Leadsänger Frederick Toots Hibbert und seine beiden Bandmitglieder um die Welt. Mit ihrer Single Do The Reggay im Jahr 1968 verwendeten sie als erste bekannte Band das Wort Reggae und verliehen damit dem sich entwickelnden Genre seinen Namen. Mit ihren Texten und Inhalten, die auch religiöse oder sozialkritische Themen behandeln, hoben sie sich seit jeher von den durchschnittlichen Reggae-Inhalten ab. Als rau und dynamisch lässt sich ihre Musik beschreiben. Hibberts Gesang erinnert an Soul und Rhythm & Blues, die Vokalsätze wecken Assoziationen an die Anfänge des Ska und Rocksteady. Frontmann Toots ist gefragt unter seinen Musikkollegen: Gemeinsame Bühnenauftritte mit Keith Richards, Eric Clapton und Willie Nelson bieten nur eine kleinen Einblick. Dennoch hatte er seine Live-Karriere vor zwei Jahren als beendet erklärt, aber für ihn ist das Spiel auf der Bühne nun mal wie die Luft zum Atmen: Auf einigen ausgewählten Konzerten spielt er deshalb wieder. Beim größten deutschen Folk-Roots-Weltmusik-Festival 2017 im thüringischen Rudolstadt boten Toots & The Maytals ein spektakuläres Finale: ein buntes Meisterwerk, das von der Spielfreude des über 70 Jahre alten Leadsängers nur so strotzte. Die Mischung aus Reggae, Ska, Soul und Rhythm & Blues begeisterte die rund 7.000 Zuschauer. Auch 2017 konnte das Festival in Rudolstadt einen Besucherrekord verzeichnen. , Online verfügbar von 24/06 bis 01/07; Erstausstrahlung.
01:10
R: Joe Berlinger... 1986 nahm Paul Simon in Südafrika das Album „Graceland“ auf und ignorierte damit einen Kulturboykott aufgrund des Apartheid-Regimes. 25 Jahre später stellte er sich vor Ort Kritikern.
02:35
R: Wilfried Hauke... Deutschland, 1890: Seit Jahrzehnten schon bestimmt er Deutschlands Kurs. In wenigen Tagen wird Reichskanzler Otto von Bismarck seinen 75. Geburtstag feiern. Nach den stürmischen Siegen, mit denen er Deutschland einst zur Einheit führte, gilt seine Politik in Volk und Parlament inzwischen als rückständig und zaghaft. Es wäre endlich an der Zeit für ihn, sich auszuruhen. Doch Bismarck fürchtet um den Frieden in Europa und klammert sich weiter an die Macht. Nach heftigem Streit um die Kabinettsorder wird er im März 1890 vom neuen Kaiser Wilhelm II. zum Rücktritt genötigt und als Reichkanzler gestürzt. Der Lotse geht von Bord. Schon einen Tag nach seiner Abdankung beschließt er, seine Memoiren zu schreiben. Er will nicht nur der Nachwelt ein glorreiches Bild seiner Leistung als Reichsgründer überliefern.Er will auch mit seinen politischen Widersachern abrechnen, vor allem mit dem in seinen Augen unreifen und aufgeblasenen Kaiser Wilhelm II. Bismarck schlägt nun die letzte große Schlacht und will – wie er es gewohnt war – auch aus diesem Kampf als Sieger hervorgehen. Die Dokumentation erzählt mit dem Schauspieler Peter Striebeck in der Hauptrolle von den letzten Lebensjahren des wohl größten europäischen Staatsmannes des 19. Jahrhunderts und erinnert an Bismarcks politische Triumphe und den hohen Preis, den er wie seine Feinde dafür zahlen mussten. Vor allem wird der Mensch Otto von Bismarck sichtbar, schon als Kind widerspenstig, später ein zwischen Machthunger, Genialität und Empfindsamkeit zutiefst zerrissener Mann. , Online verfügbar von 24/06 bis 01/07.
03:30
R: Agnes Molia, Mickaël Lefrançois
04:00
R: Philippe Allante... Der katalanische Chefkoch Oriol Rovira ist um die 40 und stammt aus einer ungewöhnlichen Familie. Die Schweine und das Gemüse, die in seinem Restaurant Els Casals auf den Teller kommen, züchtet er gemeinsam mit seinen Brüdern auf dem familieneigenen Bauernhof. Für die Zusammenstellung seiner Gerichte lässt sich Rovira, der sich bewusst für ein Leben in seiner katalanischen Heimat entschieden hat, gerne von der Natur inspirieren. Jenseits der Molekularküche, die in Spanien nach wie vor sehr populär ist, nutzt er für seine traditionellen Kreationen fast ausschließlich saisonale Produkte.
04:25
ARTE Journal
04:45
R: Nicolas Rendu