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ARTE
05:50
R: Spike Lee... Musikdoku.Jacksons Weg vom Kinderstar…, …zum innovativen Solokünstler: Beim Sundance Festival erhielt Spike Lees Heldenverehrung gemischte Reaktionen. Viele Kritiker fanden sie zu altmodisch und unkritisch (laut Lee vom Auftraggeber so gewünscht) und die Zeitzeugeninterviews zu zahm. Es ist dennoch faszinierend, wenn die Mitmusiker von damals zu Wort kommen.
07:20
Unser Kosmos: Die Reise geht weiter
08:05
R: Artem Funk, Thorolf Lipp
08:50
R: Therese Engels... Islam und Selbstbestimmung sind für sie kein Widerspruch. Die Bikerinnen des Motorradclubs Desmodonna Malaysia sorgen mit schnittigen Ducatis für Aufsehen. Auch Profirennfahrerin Kiki findet, dass Beten und Biken, Karriere und Familie sich nicht ausschließen. „360°“ über Frauen im Aufbruch.
09:45
R: Bettina Pohlmann
10:35
Verschmutzung, Überfischung, Erwärmung, Versauerung der Meere: Die Ozeane sind bedroht. Zu ihrer Rettung richten einzelne Staaten oder Ländergruppen sogenannte Meeresschutzgebiete ein, in denen menschliche Aktivitäten eingeschränkt sind – eine wirksame Maßnahme.
10:50
Erstausstrahlung.
11:20
R: Tanja Dammertz, Kevin McMahon
12:50
R: Florian Breier
15:10
R: Lianne Steenkamp, Will Steenkamp... Wie fünf junge Löwen in unbarmherziger Landschaft erwachsen werden., Die Namib im Südwesten Afrikas gilt als älteste Wüste der Welt. Und als eine der unwirtlichsten. Etwa 150 Löwen trotzen den extremen Bedingungen mit Temperaturen bis 50 Grad. Den Überlebenskampf von fünf Jungen und ihre Abkapselung vom Rudel haben die Filmemacher Will und Lianne Steenkamp über zwei Jahre begleitet. Entstanden sind dabei atemberaubende, beinahe hypnotische Bilder, die den pathetischen Erzählton des Films gar nicht gebraucht hätten.
15:55
Die Wüstenlöwen der Namib
16:40
Erstausstrahlung.
17:30
R: Serge Viallet, Pierre Catalan... Die französische Justiz deportierte innerhalb eines Jahrhunderts rund 70.000 Männer nach Französisch-Guayana, wo sie Zwangsarbeit verrichten mussten. Manche waren Mörder und Schwerverbrecher, andere kleine Wiederholungstäter. Die Gefangenen, die im Straflager der französischen Kolonie starben, hatten kein Recht auf eine Beerdigung, sie wurden einfach in ein Massengrab geworfen. Diejenigen, die ihre Strafe abgedient hatten, mussten selbst sehen, wie sie wieder nach Hause kamen. Viele konnten sich die Rückreise nach Frankreich nicht leisten. Nur sehr selten bekamen Journalisten die Genehmigung, die zur Zwangsarbeit Verurteilten zu filmen. 1939 verbrachten die Reporter Raymond Méjat und Pierre André Martineau fast zwei Monate in Französisch-Guayana, wo sie mehrere Straflager besuchten. In der französischen Kolonie, die doppelt so groß war wie die Schweiz, gab es keine Straßen, dafür aber zwei Guillotinen. Wer waren die beiden Reporter? Warum erteilten die französischen Behörden ihnen die Erlaubnis, mit der Kamera Bilder vom Alltag in den Lagern zu drehen? Und wie kommt es, dass trotz heftiger Kampagnen gegen das grausame Vollzugssystem das Straflager Bagne de Cayenne im Jahr 1939 immer noch genutzt wurde?
18:00
R: Pierre Catalan, Serge Viallet... Im Juni 1944 wird der Kameramann Félix Forestier im besetzten Frankreich heimlich in den Vercors entsandt, um den Alltag der französischen Widerstandskämpfer zu filmen. Er trifft wenige Tage nach der Landung der Alliierten in der Normandie ein. Im Hochland des Vercors weht bereits der Wind der Freiheit. Am 3. Juli bieten Dorfbewohner und Widerstandskämpfer dem deutschen Feind die Stirn. Sie errichten eine eigene Zivilverwaltung und rufen ihre Republik aus. Doch der Triumph ist von kurzer Dauer: Schon am 21. Juli stürmen deutsche Fallschirm – und Gebirgsjäger die Felspässe und töten Hunderte Kämpfer und Dorfbewohner. Der Kameramann und einige Partisanen können fliehen und verstecken sich im Maquis, dem undurchdringlichen Buschwald, der den Untergrundkämpfern einen guten Schutz bietet. Forestier vergräbt das bereits gedrehte Filmmaterial und hält die nachfolgenden Ereignisse mit seiner kleinen aufziehbaren Kamera fest. Die einzigartigen Zeugnisse des Kameramanns Félix Forestier verschwanden viele Jahre in der Versenkung. Erst im Jahr 2013 gelangten sie wieder ans Licht. Warum blieben die Aufnahmen so lange verschwunden? Warum ist der Vercors zu einem Sinnbild des französischen Widerstands geworden? Und warum haben ihn viele als ein Fiasko in Erinnerung?
18:30
R: Mirjana Momirovic... Die Republik Mazedonien liegt im Süden der Balkanhalbinsel, zwischen Serbien, Bulgarien, Griechenland und Albanien. Mazedonien ist eines der ärmsten Länder Europas, doch reich an beeindruckenden Naturschätzen und bedeutenden Zeugnissen einer langen, bewegten Geschichte. Die Wege vieler verschiedener Kulturen und Zivilisationen durchkreuzten dieses Territorium und jede von ihnen hat bleibende Spuren hinterlassen. Das kleine Land wird als Knotenpunkt zwischen Orient und Okzident gesehen und ist eines der attraktivsten Ziele in der archäologischen Welt. Es verfügt über 5.000 archäologische Stätten. Mazedonien ist auch landschaftlich sehr vielseitig. Berge dominieren das Land, aber auch Wasser, viele Flüsse, große Seen, Canyons und Höhlen. Die meisten Bewohner Mazedoniens leben von der Landwirtschaft und der Viehzucht. In der fruchtbaren Pelagonischen Ebene, die sich im Süden zwischen den Städten Prilep und Bitola erstreckt, wird seit Jahrhunderten Tabak angebaut. Die Sorten zählen zu den besten des Balkans. Die Region ist wegen ihres besonderen Klimas auch das wichtigste Paprikaanbaugebiet des Landes. Ilinka Glavevska baut noch die alte Paprikasorte Bukovo an, benannt nach dem Dorf in dem sie lebt. Es ist eine magere Sorte, ideal für Verarbeitung zu Paprikaflocken oder – pulver. Ilinka ist eine der letzten Frauen im Dorf, die noch das Gewürz Bukovec nach der alten Tradition herstellt. Dafür werden die Schoten im Freien getrocknet und mit einem eisernen Stab zu Flocken zerstoßen. Eine Tradition, die zu verschwinden droht. Ilinkas Enkelin Anita engagiert sich, dies zu verhindern. , Online verfügbar von 21/04 bis 21/05.
18:55
Erstausstrahlung.
19:10
ARTE Journal
19:30
R: Sebastian Kentner... Wer einmal an einer traditionellen turkmenischen Hochzeit teilgenommen hat, für den wird dieses Erlebnis unvergesslich bleiben. Bei den Turkmenen gilt eine Hochzeit als das Fest der Feste, nur selten erlauben sie Außenstehenden Einblick in ihre faszinierenden Bräuche und Traditionen. Turkmenen heiraten und feiern am liebsten unter sich. Der Film begleitet Mahym Mirzaali und Karim Gorganlidavaji auf ihrem Weg in die Ehe, einem mehrtägigen Spektakel mit Tausenden von Gästen. Eine traditionelle Hochzeit ist bis heute eines der wichtigsten Ereignisse im Leben der Turkmenen. Für die Vermählung ihres einzigen Sohns hat die Familie Gorganlidavaji keine Kosten und Mühen gescheut. Doch die tagelangen Zeremonien, die Ringkämpfe, die Trachten, der Schmuck und die Musik sind kein reines Privatvergnügen, sondern auch Kulturpolitik. Wir hüten das Vieh, trinken Tee und verheiraten unsere Kinder – besagt ein altes Sprichwort. Auch wenn die Turkmenen seit Beginn des 20. Jahrhunderts sesshaft geworden sind, versuchen sie ihre Identität zu wahren. Schauplatz der Hochzeitsfeierlichkeiten ist die turkmenische Steppe im Nordosten des Vielvölkerstaats Iran. Vom 10. Jahrhundert an breiteten sich turkmenische Stämme in ganz Zentralasien aus, bis heute sind sie in allen Ländern zwischen Kaspischem Meer im Westen und den Ausläufern des Himalaya im Osten zu Hause. Rund die Hälfte der insgesamt zwölf Millionen Turkmenen lebt in der jungen Republik Turkmenistan, zwei Millionen im Iran. Eine gemeinsame Geschichte, Sprache und Traditionen halten das über viele Grenzen hinweg verstreute Volk zusammen. , Online verfügbar von 21/04 bis 20/07; Erstausstrahlung.
20:15
R: Christian Twente, Susanne Utzt, Cristina Trebbi... Wie der Homo sapiens die Welt eroberte – und warum jeder mit jedem irgendwie verwandt ist., Nach der „Out of Africa“-Theorie brach der moderne Mensch vor 60?000 Jahren Richtung Norden auf, eroberte alle Kontinente. Völker und Kulturen entstanden, mischten sich, vergingen. Paläogenetiker können heute unsere Herkunft per DNA-Analyse ermitteln und machen überraschende Entdeckungen – etwa dass Ureuropäer dunkelhäutig waren. Dirk Steffens, der den Streifzug durch die Menschheitsgeschichte moderiert, lässt checken, wer seine Vorfahren waren. Der erste Teil der Reihe schlägt dem Bogen bis zur Entstehung des Römischen Reichs. Teil 2 beleuchtet die Folgen der Eroberung Amerikas, Teil 3 die Massenmigration im Industriezeitalter. Die Debatte, wer reindarf und wer nicht, entbrennt… Drei Folgen am Stück., Online verfügbar von 21/04 bis 21/05; Erstausstrahlung.
21:05
R: Christian Twente, Susanne Utzt, Cristina Trebbi... Mit der Eroberung Amerikas durch die Europäer begann eine Migrationsbewegung ohnegleichen. Mit dramatischen Folgen: 90 Prozent der Ureinwohner wurden ausgerottet, über zwölf Millionen Afrikaner als Sklaven in die „Neue Welt“ verschleppt. Dirk Steffens ging auf Spurensuche., Online verfügbar von 21/04 bis 21/05; Erstausstrahlung.
21:55
R: Christian Twente, Susanne Utzt, Cristina Trebbi... Technische Innovationen und die daraus resultierende Industrielle Revolution katapultieren die Welt im 19. Jahrhundert in ein neues Zeitalter der Migration – die Massenmigration. Die Industrie wächst rasch. Das bewegt Menschen erst in Europa, dann in Nordamerika und schließlich auf der ganzen Welt. Die Eisenbahn beschleunigt das Reisen auf den Kontinenten. Das Dampfschiff ermöglicht die Reise zu einem fernen Kontinent selbst für weniger Vermögende. Es ist die Verlockung der Freiheit, die Suche nach einem besseren Leben, für manche auch die Gier nach Reichtum, die Deutsche aus den beengten Verhältnissen ihrer Heimat ausbrechen lässt. Gold und später Öl beflügeln die Fantasie, wie es heute die im Netz verbreiteten Bilder westlichen Wohlstands tun. Hunger und schlechte Lebensverhältnisse treiben die Wirtschaftsflüchtlinge des 19. Jahrhunderts zu Millionen nach Übersee. 50 Millionen hungernde und arbeitsuchende Europäer lässt die Kartoffelfäule migrieren. Die Debatte beginnt, wer rein darf und wer draußen bleiben muss. Gesetze, Grenzen und Behörden, die Immigration regeln sollen, werden immer bedeutender, sogar in den Vereinigten Staaten, dem früheren Einwanderungsland per se. Der Nationalismus prägt das 19. Jahrhundert: Grob umrissene Interessensgebiete oder Vielvölkerreiche weichen Nationalstaaten, die sich über klare Grenzen definieren. Es sind Begriffe wie Nation und Volk, die populär werden und darüber entscheiden, wer dazu gehört und wer nicht. Auch heute sind Millionen Menschen wieder auf der Suche nach einem besseren Leben. Migration hat es immer gegeben und wird es immer geben. , Online verfügbar von 21/04 bis 21/05; Erstausstrahlung.
22:45
R: Mila Aung-Thwin... Unbegrenzter Brennstoff, kaum radioaktiver Abfall: Könnte Kernfusion das globale Energieproblem lösen? Über Chancen und Risiken der „grünen“ Atomkraft und den Stand der Forschung., Online verfügbar von 21/04 bis 28/04; Erstausstrahlung.
23:40
Pragmatismus und Träumereien sind dieses Mal die Themen bei Streetphilosophy. Pragmatismus ist Zeitgeist: keine Zeit verlieren, durchstudieren, die Karriere planen und zwischendurch noch mal schnell um die Welt reisen. Die Welt so nehmen, wie sie ist, statt sie verändern zu wollen. Jonas fragt sich, ob Träume nicht unnütz sind und nur dazu führen, dass man eine Menge Zeit verplempert, ohne etwas zu erreichen. Muss Jonas sich einfach mehr an den Tatsachen orientieren und weniger an seinen schrägen Ideen? Nachts in der Eissporthalle: Jonas begegnet dort der Eiskunstläuferin Miriam Ziegler. Miriam, 22, bereitet sich auf Olympia vor. Dafür trainiert sie jeden Tag viele Stunden. Jonas will wissen, wo es einen hinführt, wenn man alles im Leben einem Traum unterordnet. Danach trifft sich Jonas mit Philosoph Christian Uhle auf einen nächtlichen Tee. Christian erklärt Jonas, wie eine Philosophie aussieht, in der sich alles darum dreht, ob etwas in der Realität funktioniert oder nicht – und welche Konsequenzen damit verbunden sind. Als Nächstes verbringt Jonas einen Nachmittag mit Matt Nimmo. Matt kommt vom anderen Ende der Welt, aus Australien. In Berlin ist er der Sprudelboy, verkauft selbst gemachte Limo auf Märkten. Auf den ersten Blick klingt das nicht nach einer pragmatischen Lebensweise – im Kern geht es Matt aber schlicht um Business. Am Ende seiner Reise besucht Jonas Walter Rothschild. Der ist Rabbi und Kabarettist – und um einiges älter als Jonas. Mit Walter spricht Jonas darüber, ob er nun eher seine Träume oder doch die harte Realität ernst nehmen soll. Welche Triebe muss man unterdrücken, um sinnvoll und effizient zu leben? , Online verfügbar von 21/04 bis 20/07.
00:10
Im vergangenen Winter drehte der französische Schriftsteller und Drehbuchautor Pierre Lemaître mit den Teams von Square für Künstler das Porträt eines ehrenamtlichen Mitarbeiters des Secours Populaire. Eine Woche lang begleitete das Team den in Reims lebenden Jacques Bresson. Der pensionierte Lehrer engagiert sich ehrenamtlich beim Secours Populaire zur Unterstützung Hilfsbedürftiger. Der mit dem Prix Goncourt ausgezeichnete Autor erklärt, was ihn zu diesem Film bewegte: In der fünftgrößten Weltmacht leben acht Millionen Menschen in Armut. Ich musste sofort an sie denken, als ARTE mir vorschlug, ein zeitgenössisches Porträt für Square für Künstler zu schaffen. Ich bin zum französischen Wohlfahrtsverband Secours Populaire Français gegangen. Am meisten hat mich dort überrascht, dass sowohl die Hilfsbedürftigen als auch die Helfer gezeigt haben, dass materielle Zufriedenheit und politische Wut sich nicht gegenseitig ausschließen. Eigentlich bin ich derjenige, der wütend ist. Der Hauptprotagonist des Films ist nicht wütend. Er ist einfach zutiefst solidarisch mit den anderen und ihren Schwierigkeiten. Ich fand ihn intelligent und anrührend. Er ist eine echte Romanfigur. , Online verfügbar von 21/04 bis 28/04.
00:35
Die 68er, das klingt erst einmal nach einer westdeutschen Bewegung: nach Kommunen in Westberlin, nach Rudi Dutschke, nach einer hochexperimentellen Musik-, Literatur – und vor allem auch Filmszene. Doch der Zeitgeist der 68er schwappte über die Mauer und wurde auch im Osten aufgegriffen. Der Berliner Filmexperte und Kinobetreiber Claus Löser und der DDR-Schriftsteller Lutz Rathenow organisieren zusammen das Sonderprogramm auf dem diesjährigen Filmfest Dresden und erklären im Film ihre Sicht auf die 68er in der DDR, den Einfluss des Prager Frühlings auf die ostdeutsche Kulturszene und die politische Weiterentwicklung und Öffnung des Films in dieser Zeit.
01:25
R: Albert Knechtel... Plastik boomt, auch als Umweltproblem. Was muss passieren, damit in den Meeren bald nicht mehr Kunststoff als Fisch schwimmt?, Leicht, vielseitig, billig – die Kunststoffindustrie preist Plastik als Material des 21. Jahrhunderts. 380 Millionen Tonnen wurden 2015 weltweit produziert, Tendenz stark steigend. „Wir sind dabei, unseren ganzen Planeten zu plastifizieren“, sagt die Toxikologin Heather Leslie. Doch eine globale Strategie, was mit dem Wertstoff passieren muss, wenn er zum Abfall wird, die fehlt. Die Folgen sind längst unübersehbar. Bilder von gewaltigen ozeanischen Müllstrudeln schockieren die Öffentlichkeit. Manche Experten prognostizieren, dass in dreißig Jahren mehr Plastik als Fisch in den Meeren schwimmt – wenn sich nicht Grundlegendes ändert. Die Doku von Albert Knechtel und Nanje Teuscher begleitet Umweltaktivisten wie den niederländischen „Müllbrettsurfer“ Merijn Tinga. Und sie hakt nach bei Wissenschaftlern und Politikern, welche Gründe es gibt, dass man das verhängnisvolle Problem noch nicht in den Griff bekommen hat.
03:00
R: Mechthild Reinders
03:50
R: Julien Naar
04:20
R: Nicolas Deveaux... Originalvertonung.
04:25
R: Franck Gombert... Einen Hamburger zu essen – ist eine Kunst! Ihn zu malen auch – vor allem, wenn man Andy Warhol heißt. Der Hamburger ist eine Institution und untrennbar mit New York verbunden. Er vermag es, schnell das leibliche Bedürfnis nach Sättigung zu befriedigen, die Geschmackspapillen mit etwas Weichem, Süßem und zugleich Salzigem zu kitzeln. Beim Hamburgeressen kommt die gesamte Kaumuskulatur zum Einsatz, und obendrein kann man ihn im Gehen verzehren. Das trifft sich gut, denn die New Yorker sind ständig in Bewegung. Diese Einschätzung des französischen Küchenchefs Alain Ducasse ist der Ausgangspunkt dieser dem Meister der Pop-Art gewidmeten Sendung, denn sie fasst kurz und knapp zusammen, warum es diesmal um Andy Warhols Gemälde aus den 80er Jahren geht, das er rund ein Jahr vor seinem Tod in Acryl auf Leinwand fasste. Zu essen gibt es einen einfachen Hamburger. Schlicht wie ein Bild von Andy Warhol. Aber jeder Kunstliebhaber und jeder Gourmet weiß, dass nichts schwieriger ist als die Schlichtheit. Der New Yorker Drei-Sterne-Koch Daniel Humm, der in den USA als Großmeister der Kochkunst gilt, inszeniert eine furiose Hommage an dieses Gericht, das ein fester Bestandteil der US-amerikanischen Geschichte ist. Pop-Art und Streetfood stehen also bei dieser New Yorker Folge auf dem Programm. New York ist übrigens die einzige Stadt, in der Andy Warhol sich wohlgefühlt hat. In Warhols früherem Stammlokal trifft das Augenschmaus-Team den Fotografen Billy Name, Weggefährte des Künstlers und ehemaliger Mitwirkender in der berühmten Factory.
05:05
R: Jacques Goldstein
05:55
Abgedreht!
06:35
R: Franck Gombert
07:00
Karambolage
07:15
Mare TV
08:00
R: Cathy Baker... (1): Das Ambigramm Ein Ambigramm ist ein Schriftzug oder ein symmetrisches Symbol, das um einen bestimmten Winkel gedreht entweder wieder den gleichen Schriftzug oder das gleiche Symbol ergibt oder aber einen völlig neuen Sinn offenbart. (2): Das Großvaterparadoxon Dieses Paradox wir oft als Beispiel verwendet, um logische Widersprüche bei Zeitreisen zu illustrieren: Jemand reist in die Vergangenheit, um seinen Großvater zu töten. Passiert der Mord vor dessen Zusammentreffen mit der Großmutter, hat der Zeitreisende folglich eine unabdingbare Ursache seiner eigenen Existenz beseitigt. (3): Die Shepard-Tonleiter Die Skala wurde 1964 vom amerikanischen Psychologen Roger Shepard vorgestellt. Dabei wird die Illusion einer unendlich ansteigenden oder abfallenden Tonleiter erzeugt, die niemals die Grenze des eigenen Hörens übersteigt. (4): Flüssigkeiten stapeln Jede Flüssigkeit hat eine bestimmte Dichte. Eine weniger dichte Flüssigkeit sammelt sich über einer dichteren Flüssigkeit, ohne sich mit ihr zu mischen. Durch dieses Phänomen lassen sich interessante Farbeffekte kreieren. (5): Der Denker Peter Newell Peter Newell war ein amerikanischer Künstler, Illustrator und Schriftsteller. Er schuf humorvolle Illustrationen und gestaltete Bilderbücher, Kinderbücher und Comics. 1908 publizierte er ein Buch, durch das von der ersten bis zur letzten Seite ein Loch führt – dieses korrespondiert mit dem Lauf der Geschichte des Buches. , Erstausstrahlung.
08:25
R: David Mathy... Vom Schreiben des Drehbuchs bis zur Vorführung eines Films – jede der kurzen Vorstellungen der verschiedenen Filmberufe behandelt eine Phase im Entstehungsprozess eines Films. Sie beleuchten, welche Etappen Filme bei ihrer Herstellung generell durchlaufen müssen. Dabei stehen nach und nach der Drehbuchautor, der Produzent, der Produktionsassistent, der Caster, der Schauspieler, der Kameramann, der Tontechniker und der Maskenbildner im Scheinwerferlicht. Auch erfahren wir, wie der Berufsalltag eines Regisseurs, eines Cutters, eines Tonmischers, eines Trickspezialisten, eines Coloristen sowie eines Komponisten und schließlich auch eines Kinobetreibers aussieht. Der Kinder-Kurzfilm Der Neue wird in der ersten Folge von Kinoköpfe in voller Länge gezeigt: In den darauffolgenden Sendungen der Reihe werden die verschiedenen Berufsgruppen aus dem Filmbereich vorgestellt, die an der Entstehung dieses Kurzfilms beteiligt waren. Der Neue erzählt von der Ankunft eines neuen Schülers in einer Klasse. Er zeigt, wie der Neuankömmling Gaston die bereits bestehenden Beziehungen in der Schulklasse verändert und wie neue Freundschaften entstehen.
08:30
R: David Mathy... Vom Schreiben des Drehbuchs bis zur Vorführung eines Films – jede der kurzen Vorstellungen der verschiedenen Filmberufe behandelt eine Phase im Entstehungsprozess eines Films. Sie beleuchten, welche Etappen Filme bei ihrer Herstellung generell durchlaufen müssen. Dabei stehen nach und nach der Drehbuchautor, der Produzent, der Produktionsassistent, der Caster, der Schauspieler, der Kameramann, der Tontechniker und der Maskenbildner im Scheinwerferlicht. Auch erfahren wir, wie der Berufsalltag eines Regisseurs, eines Cutters, eines Tonmischers, eines Trickspezialisten, eines Coloristen sowie eines Komponisten und schließlich auch eines Kinobetreibers aussieht. Der Kinder-Kurzfilm Der Neue wird in der ersten Folge von Kinoköpfe in voller Länge gezeigt: In den darauffolgenden Sendungen der Reihe werden die verschiedenen Berufsgruppen aus dem Filmbereich vorgestellt, die an der Entstehung dieses Kurzfilms beteiligt waren. Der Neue erzählt von der Ankunft eines neuen Schülers in einer Klasse. Er zeigt, wie der Neuankömmling Gaston die bereits bestehenden Beziehungen in der Schulklasse verändert und wie neue Freundschaften entstehen.
08:35
R: Philipp Lutz... Der 47-jährige Sitha lebt mit seiner 40-jährigen Frau Sreymom in einem Randbezirk von Siem Reap – Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Kambodscha und drei Kilometer entfernt von der berühmten Tempelanlage Angkor Wat. Die beiden ziehen gemeinsam 37 Kinder im Alter von 5 bis 20 Jahren groß: vier eigene Kinder und 33 Straßenkinder, die sie bei sich aufgenommen haben und um die sie sich liebevoll kümmern. Ob beim Spülen oder beim Wäschewaschen – nur gemeinsam kann die Großfamilie die Aufgaben des Alltags meistern. , Online verfügbar von 22/04 bis 22/05.
08:45
R: Mischa Kamp... Tom ist zwölf Jahre alt und erzählt, wie er nach dem Sport zum ersten Mal Schweiß auf dem T-Shirt entdeckt. Kein Grund zur Sorge, denn Toms Körper hat einfach nur angefangen zu schwitzen. In manchen Situationen, wie beim Tanzen, kann das sehr unangenehm sein. Aber Tom ist sich sicher, dass er eines Tages ein Mädchen finden wird, das ihn liebt, wie er ist ...
08:55
S: Hauke Kleinschmidt, Bastian Epple; R: Hauke Kleinschmidt, Bastian Epple... Marla und ihre beste Freundin Hannah sind 13 Jahre alt. Sie verbringen fast ihre komplette Freizeit zusammen, in der sie nicht nur gemeinsam im Orchester und Theater spielen, sondern auch leidenschaftlich für eine gesunde Umwelt kämpfen. Sie leben im Südschwarzwald in einer beeindruckenden Landschaft und im größten Naturschutzgebiet Baden-Württembergs. Die Natur ist für die Mädchen ein Stück Heimat und Quell für Kraft und Lebensfreude. Um diese zu erhalten, haben Marla und Hannah die Umweltschutzgruppe Greenfield gegründet, zu der nun schon elf Mitglieder gehören. Marla und Hannah lieben die Zeit mit der Gruppe: Es macht uns Spaß, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen. Und zusammen erreichen wir einfach mehr. Zusammen mit dem Ökomobil untersucht die Gruppe die Wasserqualität in einem nahegelegenen Fluss, indem sie Wasserproben unter die Lupe nimmt. Ein weiteres Projekt ist das gemeinsame Bauen von Fischunterständen, die dem Schutz von Fischen bei Hochwasser dienen. Damit die Erwachsenen sie ernst nehmen, berichten die Kinder in einer selbst gemachten, handgeschriebenen Zeitschrift von ihrer Gruppenarbeit. Die Zeitschrift wird gegen kleine Spenden auf dem Stadtfest verteilt, um möglichst viele Leute auf das Projekt aufmerksam zu machen. , Online verfügbar von 22/04 bis 29/04.
09:20
Erstausstrahlung.
09:30
I: Julia Jendroßek, Daniel Sträßer, Ramona Kunze-Libnow, Uwe Preuss, Jani Volanen, Kyra Sophia Kahre, Yung Ngo, Judith Engel, Horst-Günter Marx, Sanne Schnapp, Gro Swantje Kohlhof; S: Sylke Enders; R: Sylke Enders... Drama um Zukunft, Kilos und Selbstachtung., Widerspruchslos erträgt die mollige Cindy (Julia Jendroßek), die am Rand des Berliner Flughafens Schönefeld lebt, die Demütigungen ihrer „Freundinnen“. Als die Abiturientin den finnischen Ingenieur Leif kennenlernt, wird sie selbstbewusster… Milieusicher, unaufgeregt und melancholisch erzählt Regisseurin Sylke Enders („Kroko“) diese Adoleszenzgeschichte mit einem rundum überzeugenden Ensemble.
11:10
R: Chantal Alles... Rembrandts Gemälde Der geschlachtete Ochse gilt als eines der Meisterwerke des holländischen Malers. Dieses Öl-auf-Holz-Gemälde aus dem Jahr 1655 hängt heute im Louvre. Es misst gerade mal einen Meter, doch wenn man davor steht, wirkt es so groß wie eine Kathedrale. Das Bild hebt sich vom sonstigen Lebenswerk des Künstlers ab und beeinflusste zahlreiche spätere Maler wie Chagall, Soutine und Bacon. Küchenchef Alexandre Gauthier, der das Restaurant La Grenouille in La Madelaine-sous-Montreuil betreibt, inspirierte die leere Hülle des ausgeweideten Schlachttiers zu einer überraschenden Mahlzeit, die allein schon von den Farbtönen her eine rembrandtsche Atmosphäre schafft. Doch welche Geschichte verbirgt sich hinter dem von Rembrandt dargestellten Tier? Metzger Yves-Marie Le Bourdonnec, Ernährungshistoriker Patrick Rambourg und Museumskonservatorin Sophie Bernard versuchen sich an einer Rekonstruktion. Auch Blaise Ducos, Konservator für flämische und holländische Gemälde im Louvre, und Landwirt Samuel Fouilliard unterstützen den Meisterkoch bei seiner Mission. Beim Tischgespräch geht es natürlich um das Gemälde und seine Geschichte, aber auch um die zahlreichen Künstler, die das Meisterwerk bis zur Obsession faszinierte und nachhaltig beeinflusste. , Erstausstrahlung.
11:35
R: Caroline Haertel
13:00
R: Frédéric Febvre, Augustin Viatte
15:15
R: Pascal Cuissot, Gary Glassman
16:45
Erstausstrahlung.
17:30
R: Stéphane Ghez... „Baltische Kunst im Spiegel der Zeit“. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden Estland, Lettland und Litauen 1918 zu unabhängigen Staaten. Anhand ausgewählter Werke zeigt der Film, wie Künstler zur Entstehung des Nationalgefühls beitrugen., Erstausstrahlung.
18:25
R: François-René Martin... Endlich verfügt auch Paris – ebenso wie andere Hauptstädte weltweit – über eine eigene Philharmonie. Die Einweihung des von Jean Nouvel entworfenen Baus wurde in der europäischen Kultur – und Musikszene 2015 gebührend gefeiert. Auf dem Programm dieses ersten Konzertabends, der am Mittwoch, dem 14. Januar 2015 mitgeschnitten wurde, standen zwei Werke von Maurice Ravel: das Klavierkonzert in G-Dur und Daphnis et Chloé, Suite Nr. 2. , Erstausstrahlung.
19:10
ARTE Journal
19:30
R: Carmen Butta... So viele Kathoey, Männer, die sich als Frauen fühlen und auch so leben, gibt es in keinem anderen Land wie in Thailand. Sao Praphaet Song nennen sie sich traditionell: eine zweite Art von Frau. Als Ladyboys sind sie weltweit bekannt. Um sie selbst zu werden, musste Mimi Tao mit 17 ihr altes Ich abstreifen: Phajaranat Nobantao, den buddhistischen Mönch und Landjungen. Nach sechs Jahren im Kloster legte sie das Gewand ab, zog nach Bangkok und begann ihr zweites Leben als Frau. Heute, mit 24, ist Mimi Tao ein Model, das es auf die Titelseiten von Modemagazinen geschafft hat. Doch sie muss hart kämpfen. Viele thailändische Firmen wollen ihre Marke nicht mit dem Image von Kathoey verbinden, weil es, trotz aller Offenheit, auch von Vorurteilen belastet ist. Besonders in der städtischen Mittelschicht gelten Kathoey als vulgär, frech, überdreht, sexhungrig und sogar kriminell. Auf dem Land dagegen fühlt sich Mimi Tao uneingeschränkt geschätzt – etwa von den alten Weberinnen, mit denen sie ihren Traum eines eigenen Mode-Labels verwirklichen will. Die Offenheit der Thailänder für das dritte Geschlecht entspringt dem thailändischen von Toleranz geprägten Buddhismus. Ein drittes Geschlecht kommt schon in alten animistischen Schöpfungsmythen der Region vor. Danach ist jeder Mensch in der Folge seiner Wiedergeburten einmal ein Kathoey gewesen. Für den Staat bleiben Kathoey Männer. Sie müssen zum Militärdienst, und im Krankenhaus oder Gefängnis werden sie in die männliche Abteilung eingewiesen. Auch beruflich sind sie eingeschränkt. Kathoey sind nur selten Beamtin, Ärztin oder Bankangestellte. Einzig im Show-, Mode – und Schönheitsgeschäft gibt es für sie keine Einschränkungen. Dort können sie Topmodel, Schönheitskönigin, Tänzerin, Sportlerin, Sängerin, Fernsehmoderatorin oder Soap-Opera-Star werden. Um ihren Kampf für mehr Gleichberechtigung voranzutreiben, fährt Mimi Tao zu einer politischen Aktion nach Südthailand. Ihr Appell: Raus aus dem Glitzerkäfig, mehr Normalität für Kathoey! , Online verfügbar von 22/04 bis 22/05.
20:15
I: Robert Mitchum, Julie London, Gary Merrill, Jack Oakie, Pedro Armendariz, Charles McGraw, Tom Lea, Leroy 'Satchel' Paige, Albert Dekker, Victor Mendoza; S: Robert Ardrey; R: Robert Parrish... Pistolero Robert Mitchum vermasselt ein Waffengeschäft., Im Auftrag des mexikanischen Politikers Castro (Pedro Armendariz, „James Bond 007 – Liebesgrüße aus Moskau“) soll Revolverheld Martin Brady (Mitchum) Waffen aus Texas über die Grenze nach Süden schaffen. Er bricht sich jedoch ein Bein und sinkt zur Genesung in die Arme der verführerischen Offiziersgattin Ellen (1950er-Gesangsstar Julie London, „Cry Me a River“). Als er darüber seinen Job verpatzt, hetzt ihm Castro einen Killer auf den Hals… Mitchum (der auch produzierte) ist hier ganz in seinem Element, gibt den Grenzgänger, den Mann zwischen den Welten mit stoischer Gelassenheit. Regisseur Robert Parrish, der mit Mitchum auch „Spiel mit dem Feuer“ (1957) drehte, macht einen guten Job. Und Floyd Crosbys Kamera liefert dazu schöne, wildromantische Technicolor-Bilder., Ein Abend mit Robert Mitchum.
21:50
R: Stéphane Benhamou... Mitchum (1917–1997) zählte zu Hollywoods größten Film-noir-Helden, wurde mit Werken wie „Die Nacht des Jägers“ zum Star. Privat unangepasst, verweigerte er sich den Regeln der Filmindustrie., Ein Abend mit Robert Mitchum; Erstausstrahlung.
22:45
R: Lena Kupatz... In dieser Folge der Sendereihe Move! erforscht Sylvia Camarda tänzerisch das Spannungsfeld zwischen dem Offensichtlichen und dem Verborgenen, zwischen der Nacktheit und der Verhüllung. Anziehen, ausziehen, umziehen – wir alle tun es jeden Tag. Wir verhüllen uns, um uns zu wärmen und zu schützen. Vor allem aber aus Scham. Nacktheit ist in vielen Gesellschaften ein Tabu, was das Spiel von Ver – und Enthüllung umso reizvoller macht. Vor dem Berliner Reichstag, den der Künstler Christo 1995 mit 100.000 Quadratmetern Stoff verhüllte, trifft Sylvia Camarda die Theaterregisseurin und Choreographin Helena Waldmann, die es als erste europäische Choreographin schaffte, dass iranische Frauen ungestraft in der Öffentlichkeit tanzen können, indem sie die Tänzerinnen in Zelte steckte. Gemeinsam machen sie das Reichstagsgelände zur Performancebühne. Für Move! öffnet der Modedesigner Sasa Kovacevic sein Studio und erkundet mit Sylvia Camarda, wie Kleidung uns Identität verleiht und unsere Bewegung formt. In seinen Kollektionen hat er auch den Herren der Schöpfung einen Schleier vor die Augen gehängt. Doch warum ist die Verhüllung oft stärker und reizvoller als nackte Tatsachen? Marlene von Steenvag, die Queen des deutschen Burlesque, führt Sylvia Camarda in die Bewegungskunst des lustvollen Spiels zwischen Ver – und Enthüllung ein. Dabei erfährt sie, welche Moves dabei besonders reizvoll sind und wie das Ausziehen von Handschuhen zu einer erotischen Attraktion werden kann. , Lasst uns tanzen!; Online verfügbar von 22/04 bis 22/05; Erstausstrahlung.
23:10
R: Lena Kupatz... In dieser Folge von Move! begegnet Sylvia Camarda der Körperlichkeit von Macht. Im Alltag, in der Kunst, der Politik und auch im Tanz findet die Luxemburgerin die heimlichen Bewegungen der Macht und dechiffriert sie für uns. Denn ohne unsere Körpersprache gäbe es keine Macht. Sie existiert über unsere Handlungen, bedarf eines Körpers und einer Bewegung, die sie zu dem macht, was sie ist. Gemeinsam mit Dr. Klaus Krebs, einem Experten für Rhetorik und Körpersprache, geht Move! den Gesten und Bewegungen der Macht auf den Grund. Was sind die geheimen Codes der Körpersprache? Welche Bewegungen verraten uns Schwäche, welche Überlegenheit? Der traditionelle Haka-Tanz der neuseeländischen Maori ist eine unverwechselbare Machtdemonstration von innerer und äußerer Stärke. Doch was macht ihn eigentlich zu einem Tanz der Macht? Sylvia Camarda fordert die drei Rugby-Spieler Joe, Mau und Storm in Amsterdam zum Tanz heraus, um zu erfahren, was sie von der Bewegung des Haka über ihre eigene Macht lernen kann. In kaum einem anderen Tanz wird Führung und Macht so sinnlich verhandelt wie im Tango. Und wo könnte man einen Tanz schöner auf das politische Parkett legen als in Brüssel? Die argentinische Schauspielerin und Tänzerin Eugenia Ramírez Miori gibt Sylvia gemeinsam mit Freunden ein paar sinnliche Lehrstunden in Sachen Führung. , Lasst uns tanzen!; Online verfügbar von 22/04 bis 22/05; Erstausstrahlung.
23:40
R: Lena Kupatz... Diese Folge von Move! widmet sich dem Fließen und der Bedeutung der Flüssigkeiten, die unser Leben bestimmen. Alles fließt – mit der Inspiration von zwei großen belgischen Choreographen taucht Sylvia Camarda gemeinsam mit den Zuschauern ab in die Welt der Flüssigkeiten unseres Lebens. Mit luxemburgischen Tänzerinnen flutet sie die Tanzbühne und begibt sich mit Haut und Haar, Wasser und Blut auf Bewegungserkundung. In Belgien bestaunt Move! die opulenten Shows des italienisch-belgischen Choreographen und Show-Papstes Franco Dragone. Er schuf bereits für Céline Dion und den Cirque du Soleil Showwelten, auf deren Bühnen Artisten, Taucher und Tänzer mit dem Element Wasser spielen. Inspiriert durch Pina Bauschs Choreographie Vollmond erforschen Sylvia und ihre Tänzer den Klang, der entsteht, wenn Körper auf Wasser treffen und sich dem Element anpassen oder widersetzen. Dieses Kräftemessen sucht und findet Sylvia Camarda auch im Wasserballett. Hier entstehen scheinbar mühelose Körperskulpturen, die das wilde, ungestüme Element Wasser als leichten Tanzboden erscheinen lassen. Dragones künstlerischer Antagonist ist der belgische Künstler, Performer und Choreograph Jan Fabre. Seine Arbeiten sprengen Tabus: Mutig und dreckig, wild und ehrlich spielt er mit den menschlichen Körperflüssigkeiten – Tränen, Sperma, Blut – als choreographischem Mittel. , Lasst uns tanzen!; Online verfügbar von 22/04 bis 22/05; Erstausstrahlung.
00:05
R: François-René Martin... Nach L'Anoure (1995), Blanche Neige (2008) und Siddharta (2010) setzt der französisch-albanische Choreograph Angelin Preljocaj seine künstlerische Auseinandersetzung mit Märchen und Erzählungen weiter fort. Diesmal erschließt er ein bislang in seiner Arbeit unerforschtes Genre: traditionelle asiatische Erzählungen. Sein Stück Das Fresko nach dem chinesischen Märchen Die Wandmalerei veranschaulicht die poetische Kraft der Bildkunst. Um sich vor einem heraufziehenden Sturm in Sicherheit zu bringen, suchten einst in China zwei Reisende Zuflucht in einem Tempel. Dort entdeckten sie ein wunderschönes Fresko, das eine Gruppe junger Mädchen darstellte. Chu, einer der beiden Reisenden, verliebte sich unsterblich in eines der Mädchen. Um zu ihr zu gelangen, stieg er in das Bild. Diese alte asiatische Legende inspirierte Angelin Preljocaj zu einer bunten Träumerei, die den Zuschauer in eine andere Welt entführt. Das Zusammenspiel des Electro-Fusion-Sounds von Nicolas Godin – dem Mitbegründer des Duos Air -, der Kostüme von Azzedine Alaia, des Bühnenbilds und der Videos der Designerin Constance Guisset sowie der Beleuchtung von Eric Soyer lässt die Grenzen zwischen Illusion und Realität verschwimmen. Obwohl der Choreograph die Handlung des chinesischen Märchens und dessen Symbolik beibehält, ist diese Adaption von seiner eigenen Vorstellungskraft geprägt: Er überträgt das Geschehen in einen multikulturellen Raum. Das Fresko fasziniert aufgrund seiner suggestiven Bilder, ist aber auch eine Auseinandersetzung mit der Rolle der Kunst in der modernen Gesellschaft. , Online verfügbar von 22/04 bis 20/08; Erstausstrahlung.
01:20
R: Oliver Hardt... Von Millionen bereits besucht: „Ein Monument für die Geschichte und Kultur der Afroamerikaner“., Es wurde vor über hundert Jah-ren schon eingefordert, lange geplant und oft verschoben: das afroamerikanische Museum in Washington, D.C. Erst 2016, während Obamas letzter Amtszeit, wurde es eröffnet und lockte im ersten Jahr drei Millionen Besucher an. Acht Ebenen präsentieren die afroamerikanische Geschichte von der Sklaverei bis in die Gegenwart. Einblicke in den preisgekrönten Bau und seine gesellschaftlichen Auswirkungen.
02:10
R: Fredrik von Krusenstjerna... Dokumentarfilm im Arte-Themenabend „Gestorben wird immer“, Polen 2002, Leichenskandal in Lodz: Sanitäter und Ärzte kassierten beim Tod von Patienten Prämien von Bestattungsunternehmen. Und zwar nicht nur, wenn sie den Hinterbliebenen ein bestimmtes Institut aufdrängten: Offenbar wurden Notfallpatienten im Rettungswagen mit Gift getötet, um die Kasse klingeln zu lassen. Erst nach dem Mord an einem Bestatter kam das unfassbare Treiben ans Licht.
03:50
R: Laure Isenmann, Stéphane Martinez, Béatrice Meier, Oliver Schwehm... Hand aufs Herz – wann haben Sie Ihren letzten Klassiker in die Hand genommen? Klar, jeder kennt ungefähr die Titel, hat den Namen der Autoren schon einmal gehört und weiß grob, worum es geht. Aber was ist der eigentliche Inhalt? Wer sind die Protagonisten? Was steht auf dem Spiel? Wer ist der Autor? Welchen Stil hat er geprägt? In welchem Kontext hat er geschrieben? Was macht ihn heute noch lesenwert? Ein Fall für Dr. Book! In dieser Folge untersucht Dr. Book unter Assistenz der Literaturkritikerin Felicitas von Lovenberg den Weltklassiker Sense & Sensibility der britischen Schriftstellerin Jane Austen aus dem Jahr 1811. Dieser Roman ist eines der ersten Werke der Literatur, das ganz den weiblichen Blickwinkel einnimmt. Stilistisch auf der Schwelle zwischen Klassik und Romantik erarbeitete Austen mit dem ungleichen Schwesternpaar Elinor und Marianne Dashwood Lebensentwürfe, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Während die eine Schwester rational und von Illusionen befreit ihr Leben in die Hand zu nehmen versucht und sich gegen die patriarchalische Gesellschaft auflehnt, hofft die andere romantisch-schwärmend bis zur Selbstaufgabe auf die Erlösung durch die Liebe. Wobei das Buch nicht eindeutig Stellung für eine der beiden Haltungen bezieht. Deshalb ist unter Feministinnen bis heute umstritten, ob Austen tatsächlich als eine der ersten feministischen Autorinnen gewertet werden kann.
04:05
R: Julien Naar
04:35
R: Nicolas Deveaux... Originalvertonung.
05:00
R: Ute Feudel... Der Auftritt des Ensembles beim Luzerner Festival hat schon Tradition. 2016 gaben die Berliner Philharmoniker unter Leitung von Sir Simon Rattle u. a. die Slawischen Tänze Opus 46 und 72 des Komponisten Antonín Dvorák zum Besten.
06:00
Xenius
06:25
Unser Kosmos: Die Reise geht weiter
07:10
ARTE Journal Junior
07:15
R: Maja Dielhenn... Ein Labyrinth von Wasserarmen durchzieht den Spreewald südöstlich von Berlin. Der grüne Dschungel ist Bioshpärenreservat und Heimat der Volksminderheiten Sorben und Wenden. – Magische Bilder aus einer verwunschenen Welt, in der die Uhr langsamer tickt und alte Bräuche gepflegt werden.
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
R: Nallamuthu Subbiah, Job Rustenhoven
09:45
R: Bernhard Rübe... 50.000 US-Dollar pro Tier – diese abenteuerlichen Preise erzielen Angonoka-Babys mittlerweile auf dem Schwarzmarkt. Ihre lange Lebensdauer und ihre Seltenheit machen die Tiere unter skrupellosen Sammlern zur begehrten Geldanlage. Dazu haben immer mehr Asiaten Interesse an den goldfarbenen Panzern der Tiere, der bei ihnen als Aphrodisiakum gilt. Trotz internationaler Kampagnen, Hilfsgeldern und Schutzprogrammen werden fortwährend Schildkröten außer Landes geschmuggelt. Madagaskar liegt rund 500 Kilometer östlich von Mosambik im Indischen Ozean. Es ist der Ort mit der größten Vielfalt an endemischen Arten weltweit. Doch der Lebensraum für die einzigartige Tier – und Pflanzenwelt ist immer stärker bedroht. Inzwischen ist der madagassische Nationalpark Baly Bay die letzte natürliche Zuflucht der Goldenen Schnabelbrustschildkröte. Aber ist der Tierbestand in dieser abgelegenen Region wirklich stabil oder droht der Art das Ende? Von den rund 22 Millionen Menschen auf Madagaskar leben über 80 Prozent in ländlichen Regionen, Armut ist gerade hier weit verbreitet. Die Versuchung ist groß, mit den wertvollen Schildkröten illegalen Handel zu treiben. , Online verfügbar von 23/04 bis 30/04.
10:40
R: Ludovic Petho... Es ist November in den Atherton Tablelands im Norden des australischen Bundesstaates Queensland. Jenny Maclean ist in der Gegend als Retterin der Flughunde bekannt, eine nicht sehr schmeichelhafte Bezeichnung in einer Region, die hauptsächlich vom Obstanbau lebt und in der Flughunde von vielen als Schädlinge betrachtet werden. Jenny sucht nach Tieren, die gelähmt am Boden liegen, infiziert von einem Erreger, der die Tiere zu Hunderten von den Bäumen stürzen lässt. Wissenschaftler konnten bisher weder die Herkunft noch die Wirkungsweise dieses Parasiten klären. Klar ist nur, dass er die Tiere vorrangig zur Zeit der Jungenaufzucht befällt. Mütter stürzen gleichzeitig mit ihren Jungen zu Boden und verenden. Diese Entwicklung ist umso dramatischer, als sich die Population erst in den letzten Jahren erholt hat. Bis die Regierung die Jagd auf Flughunde unter Strafe stellte, schossen Obstfarmer die Tiere zu Tausenden ab. Neue Schutzmethoden, zum Beispiel Sicherheitsnetze, haben das Verhältnis zwischen Mensch und Tier heute verbessert. Durch den Parasitenbefall sinkt die Flughundpopulation jedoch weiter. Jenny Maclean stemmt sich dieser Entwicklung entgegen. Die gelernte Physiotherapeutin begleitete früher Rettungsaktionen als ehrenamtliche Helferin, bis sie es 2005 zu ihrer Lebensaufgabe machte, die ihrer Meinung nach am meisten unterschätzten Tiere Australiens zu retten. Bis zu 300 Flughunde pflegt Jenny Maclean in jeder Saison gesund. Jenny Maclean arbeitet nicht nur gegen die mysteriöse Krankheit der Tiere und das Missfallen der Obstfarmer an – auch gegen Naturgewalten wie einen heraufziehenden Tornado muss sie sich behaupten. , Online verfügbar von 23/04 bis 30/04.
12:15
Re:
12:50
ARTE Journal
13:00
Erstausstrahlung.
14:00
I: Martina Gedeck, Manuel Rubey, Katharina Schüttler, Allegra Tinnefeld, Robert Palfrader, Paul Matic, Veronika Polly; S: Michael Hofmann; R: Michael Hofmann... TV-Liebesfilm. Martina Gedeck bringt Künstlerherz zum Schmelzen., Als der erfolglose Maler Jarek (Manuel Rubey) die kleine Tochter seiner Exfreundin Alina (Katharina Schüttler) zur Musikstunde bringt, verguckt er sich in Geigenlehrerin Clara (Gedeck), die Frau des eitlen Kunstmäzens Bruno (Robert Palfrader). Der versteht es zunächst als Kompliment, dass sich ein Jüngerer für seine Gattin interessiert. Doch bald ändert sich der Tonfall… Nicht alle Figuren sind glaubhaft, aber Regisseur Michael Hofmann („Der Strand von Trouville“) verleiht der Liebesgeschichte eine Leichtigkeit und sanfte Eleganz, die man so fast nur aus dem französischen Kino kennt.
15:30
R: Simon Vatel
16:00
R: John Jackson, Jérome Julienne... Als Christoph Kolumbus die Naturwunder Kubas entdeckte, erklärte er, etwas Schöneres habe er in seinem Leben noch nicht gesehen. Fünf Jahrhunderte später ist Kuba nach knapp 60 Jahren US-Embargo, politischer Isolation und der daraus resultierenden Wirtschaftsschwäche ein Land ohne Schwerindustrie und intensiver Landwirtschaft. Aus dieser geopolitischen Situation geht ein eindeutiger Gewinner hervor: die Natur. Die Wälder, Flüsse und Mangroven der Karibik-Insel sind heute weltweit einzigartige Naturparadiese. Neben Hunderten endemischer Arten leben hier Dutzende andernorts längst ausgestorbene Tiere, und die kubanische Mangrove ist eine der artenreichsten der Welt. 2015 kamen die Dinge auf politischer Ebene mit dem berühmten Todos somos Americanos von Barack Obama erstmals wieder in Bewegung: Das Embargo wurde aufgehoben und inzwischen besagen Prognosen, dass der Tourismus in den nächsten fünf Jahren von drei auf sieben Millionen Besucher pro Jahr ansteigen wird. Darauf sind weder die 11 Millionen Kubaner noch die Ökosysteme der Karibik-Insel vorbereitet. Im kubanischen Umweltamt sehen sich knapp 30 Forscher mit dieser riesigen Herausforderung konfrontiert. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn ihnen bleiben nur zwei oder drei Jahre, um in den Wäldern und Mangroven bedrohte Tierarten zu erfassen, überlebenswichtige Fortpflanzungsgebiete abzugrenzen und die, das empfindliche Ökosystem gefährdende, Tiere zu identifizieren. Eine kaum zu bewältigende, aber unverzichtbare Aufgabe: Nur so kann vermieden werden, dass die unweigerliche anrollende Tourismuslawine die Artenvielfalt Kubas und damit eine genuine Reserve Mittelamerikas zerstört. , Erstausstrahlung.
16:50
Korallen bilden seit Jahrmillionen einen der artenreichsten Lebensräume unserer Erde. Doch nie waren so viele Korallen so gefährdet wie heute. Beispielsweise sind im australischen Great Barrier Reef fast zwei Drittel der Korallen tot. Vor allem sind steigende Wassertemperaturen für die Korallenbleiche verantwortlich. Korallen sind Nesseltiere und fühlen sich in einer Wohngemeinschaft mit Algen, die sie mit Nahrung versorgen, am wohlsten. Wenn aber das Wasser zu warm ist, beginnen die Algen, giftige Moleküle zu produzieren. Um sich zu schützen, stoßen die Korallen ihre Mitbewohner ab. Da es ihnen dann jedoch an Nahrung fehlt, produzieren sie keinen Kalk mehr, verlieren ihre Farbe und sterben. Weltweit versuchen Wissenschaftler die sogenannten Blumentiere zu retten, zum Beispiel indem sie hitzeresistente Superkorallen züchten. Frank Müller, Korallenexperte im Münchner Tierpark, bringt die Xenius-Moderatoren auf den neuesten Stand der Forschung und erklärt, wie die Riffe noch zu retten sind. , Online verfügbar von 23/04 bis 22/07, Mehr zu den einzelnen Themen unter: www.arte.tv/xenius; Erstausstrahlung.
17:20
R: Emmanuel Descombes... Der in Tivoli in der Nähe der italienischen Hauptstadt Rom gelegene Garten der Villa d'Este diente als Vorbild für alle Renaissancegärten. Anlegen ließ ihn im 16. Jahrhundert Kardinal Ippolito d'Este. Der Sprössling einer reichen Familie aus Ferrara wollte damit seine Macht und Bildung demonstrieren. Der Garten wurde auf einem Hügel angelegt, auf dem die Villa thront. Die im Jahr 1550 begonnenen Arbeiten zogen sich über mehr als 20 Jahre hin. Im Laufe der Jahrhunderte verwilderte der Garten und fiel allmählich dem Vergessen anheim. Das änderte sich im 18. Jahrhundert, als Künstler den Garten wiederentdeckten: Sie begeisterten sich gerade für sein vernachlässigtes Aussehen und seine üppige Vegetation, die ihm einen romantischen Charakter verliehen. Der französische Maler Jean-Honoré Fragonard ließ sich 1760 von dem Garten inspirieren, und Franz Liszt komponierte dort 1877 seine Wasserspiele in der Villa d'Este. 1920 erwarb der italienische Staat den Garten und ließ ihn aufwendig restaurieren.
17:45
Mare TV
18:35
R: Quinn Berentson, Mark Strickson, Penny Aschbrook... Der geografisch isolierte Inselstaat im Pazifik beherbergt ein einzigartiges Ökosystem mit Pflanzen und Tieren, die nur hier vorkommen. Darunter „lebende Fossilien“ wie die Brückenechse und schräge Vögel wie der flugunfähige Kiwi – beide bedroht von eingeschleppten Säugern. 5 Folgen, mo.–fr., Online verfügbar von 23/04 bis 23/05; Erstausstrahlung.
19:20
ARTE Journal
19:40
2017 fällte das EU-Schiedsgericht eine Entscheidung: Auf dem Meer bekam Slowenien weitgehend Recht und Anspruch auf die Bucht und damit einen Zugang zum offenen Meer. Bei der Ziehung der Landesgrenze dagegen kam Kroatien besser weg. Beide Seiten weigern sich aber den Schiedsspruch zu akzeptieren. Slowenien hindert seit Anfang des Jahres kroatische Fischer daran, slowenisches Hoheitsgewässer zu durchfahren. Gleichzeitig bietet Ljubljana einigen Dutzend Bürgern an, auf Staatskosten umzuziehen, weil ihre Häuser und Äcker nach dem Schiedsspruch Kroatien zugesprochen wurden. Die kroatische Regierung hingegen beansprucht weiter die Hälfte der Bucht für sich. Nach einem ersten Zwischenfall Ende Dezember fahren die kroatischen Fischer momentan unter Blaulicht und mit eigenem Polizeischutz in die von Slowenien beanspruchte Seezone, wo sie wiederum von slowenischen Polizeikräften empfangen werden. Eine längerfristige Lösung des Konfliktes ist nicht in Sicht. Die slowenische Regierung hat bereits angekündigt, den kroatischen Beitritt zum Schengenraum und zur Eurozone zu blockieren. Re: besucht Menschen auf beiden Seiten der Grenze. Gibt es einen Ausweg aus dem ewigen Kampf um die Bucht von Piran?
20:15
I: Montgomery Clift, Elizabeth Taylor, Shelley Winters, Anne Revere, Keefe Brasselle, Raymond Burr; S: Harry Brown, Michael Wilson; R: George Stevens... Drama um einen Aufsteiger (Montgomery Clift) zwischen zwei Frauen., George Eastman (Clift) ist arm, aber ehrgeizig. Sein reicher Onkel, Besitzer eines Bademodenkonzerns, bietet ihm die Chance, sich in seiner Firma hochzuarbeiten. Hier bandelt George mit Fabrikarbeiterin Alice (Shelley Winters) an, viel lieber würde er aber in der feinen Gesellschaft seiner Verwandten verkehren. Die schöne Angela (Elizabeth Taylor), die er im Haus seines Onkels kennenlernt und in die er sich verliebt, könnte ihm den Platz an der Sonne verschaffen. Da wird Alice schwanger und drängt ihn zur Heirat… Das Remake von „Eine amerikanische Tragödie“ (1931) erhielt sechs Oscars, darunter für Regisseur Stevens („Giganten“). Die Darsteller gingen leer aus, dabei spielt das Trio großartig. Charlie Chaplin hielt den Film für den besten, der je in Hollywood gedreht wurde.
22:15
I: Art Garfunkel, Theresa Russell, Harvey Keitel, Denholm Elliott, Dana Gillespie; S: Yale Udoff; R: Nicolas Roeg... Theresa Russell („Die Hure“) und Art Garfunkel (vom Folkrockduo Simon & Garfunkel) lieben und leiden in einer Amour fou., Wien: Milena (Russell) wird mit einer Medikamentenüberdosis ins Krankenhaus eingeliefert. Während die Ärzte um ihr Leben kämpfen und der hartnäckige Kommissar Netusil (Harvey Keitel) die Umstände ihres Selbstmords ermittelt, erinnert sich ihr Liebhaber Dr. Alex Linden (Garfunkel) an ihre Beziehung. Der kühle Psychoanalytiker lernt die schöne, lebenshungrige Frau auf einer Party kennen. Sie pendelt durch den Eisernen Vorhang aus der Slowakei nach Österreich, aber bald bleibt sie bei ihm. Irritiert und eifersüchtig beobachtet Alex, wie die freiheitsliebende Milena mit anderen Männern flirtet. Bald entdeckt er, dass sie verheiratet ist – mit dem Tschechen Stefan Vognic (Denholm Elliott)! Als Alex sie für sich allein haben will, steuert die Affäre auf eine Katastrophe zu… Das Drama von Nicolas Roeg („Wenn die Gondeln Trauer tragen“) splittert die Lovestory genial in kleine Erzählpuzzles auf und wechselt clever zwischen den Zeitebenen und Perspektiven. Die britische Produktionsfirma Rank sah „einen kranken Film von kranken Menschen für kranke Menschen“ und zog ihren Namen zurück. Das Werk verschwand schnell aus den Kinos und erschien erst 2005 in Großbritannien auf DVD. Heute gilt „Bad Timing“ (Originaltitel) als Meilenstein des Autorenkinos. Russell, die hier in einem ihrer ersten Filme zu sehen ist, und Roeg heirateten 1982.
00:10
R: Paz Encina... Poetisches Essay über das (Kinder-)Leben in einem Polizeistaat., 1976 verschwindet der Regimekritiker Augustín Goiburú. Vier Jahrzehnte später erinnern sich seine Kinder an die Zeit im unterdrückten Paraguay und die Flucht nach Argentinien. Filmemacherin Paz Encina illustriert die bewegenden O-Töne kon-trastierend mit zerbrechlich-poetischen Bildern., Online verfügbar von 23/04 bis 30/04; Erstausstrahlung.
01:20
R: Philipp Enders... Wo ist mein Geld? – die Frage, die sich jeder schon einmal gestellt hat, ist Ausgangspunkt für die Reise von Filmemacher Philipp Enders durch die Finanzwelt. Geleitet von einer mobilen App landet er auf der Suche nach seinem verlorenen Geld nicht nur bei der EZB und an der Börse, sondern auch in einer spanischen Bauruine oder im Evolution Store mitten in New York City. Auf seiner Reise begegnet er unterschiedlichsten Geldexperten wie der Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun, dem Daytrader Philipp Schröder, mit EZB-Direktor Benoît Coeuré, Börsenmakler Dirk Müller alias Mister Dax, dem Wirtschaftsphilosophen Tomas Sedlacek oder dem Ökonomen Robert H. Frank. Seine App hilft ihm, komplexe Phänomene wie Derivatehandel, Inflation, Goldstandard oder Leitzins – hübsch animiert und in verdaulichen Häppchen aufbereitet – zu verstehen. Nach und nach legt Philipp Enders auf seiner Reise ein System von Abhängigkeiten frei, die ihn auch zu alternativen Formen wie der Sozialwährung oder dem Aktienmarktsozialismus führt. Denn am Ende scheint die Krise des Finanzsystems auch eine Chance auf Veränderung zu bieten. Mammon erzählt mit einem Augenzwinkern von den Mechanismen, die hinter dem schnöden Mammon stecken.
03:35
Erstausstrahlung.
04:20
R: Nicolas Deveaux... Ein Elefant räumt eine leere Turnhalle auf. Sein heimlicher Traum: selbst Basketball-Champion zu sein.
04:25
R: Chantal Alles
05:00
R: Silke Stubenvoll... Originalvertonung.