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ARTE
05:50
Xenius
06:20
R: Doug Hamilton, Alan Ritsko
07:10
ARTE Journal Junior
07:15
R: Dietrich von Richthofen
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
R: Andreas Stirl, Frank Rinnelt... Knapp 31 Stunden braucht der Crescent, um von der „Wiege des Jazz“ zum „Big Apple“ zu gelangen. Jeden Morgen um 7 Uhr startet der Zug, der 1925 seine Jungfernfahrt hatte. Entlang seiner Route werden zwölf US-Bundesstaaten und einzelne Großstädte erkundet.
09:45
R: Heiko de Groot... Die Tierärztin Phulmoni Gogoi hat einen Anruf bekommen: Ein Sambar, auch Pferdehirsch genannt, ist auf den Reisfeldern aufgetaucht; Dorfbewohner haben ihn eingefangen. Gogoi muss nachsehen, wie es dem Tier geht, und es an einen Ort bringen, an dem es sicher ist – vor allem vor den Menschen. Die Tiere geraten immer wieder mit der Zivilisation in Konflikt, denn im dicht besiedelten Indien ist nur wenig Lebensraum für sie geblieben. Überall säumen Hütten die Straßen, wird Reis oder Tee angebaut. Der Kaziranga-Nationalpark ist mit etwa 430 Quadratkilometern eine Insel inmitten der Zivilisation, wenn auch nur halb so groß wie Hamburg. Jedes Wildtier, das sich aus dem Park herauswagt, fällt auf und stört. Elefanten und Nashörner können auf den Äckern große Schäden anrichten, Tiger und Leoparden machen den Menschen Angst. 360° Geo Reportage begleitet Phulmoni Gogoi und ihren Mann Prasanta Boro, die für den Wildlife Trust arbeiten und die Landbevölkerung sowohl aufklären als auch als Unterstützer gewinnen wollen. Mittlerweile ist der Verlust an wilden Tieren so groß, dass jedes einzelne für den Bestand von Bedeutung ist. Die Ärzte wollen jedes Exemplar retten. Es ist ein erster Erfolg, dass Dorfbewohner nun anrufen, um einen Sambar zu melden. Denn viele Landbewohner haben so sehr gegen die Armut zu kämpfen, dass sie sich um das Überleben von Wildtieren kaum kümmern können. Dieses Mal kann die Tierärztin den Hirsch vor der Zivilisation retten. , Online verfügbar von 18/06 bis 25/06.
10:35
R: Stefan Richts... Der 44-jährige Hildebrando Angeles de la Cruz ist einer der erfahrensten und besten Arbeiter auf den Guanoinseln. Für ihn und seine Kollegen ist der Dünger ein wahrer Schatz im armen Andenstaat Peru. Dank des Vogelkots haben sie eine regelmäßige und vergleichsweise gut bezahlte Arbeit. Mit einem durchschnittlichen Monatslohn von etwa 1.200 Soles – etwas mehr als 300 Euro – verdienen die Arbeiter pro Monat fast das Doppelte des gesetzlichen Mindestlohns in Peru. Essen und Unterkunft sind umsonst. Doch glücklich ist auf den Inseln kaum jemand. Neben der harten Arbeit nagt die Isolation an Hildebrando und den anderen Männern. Besonders abends kommt die Sehnsucht nach der Frau und den Kindern auf. Die meisten Guanoarbeiter stammen aus zwei Bergdörfern in den Anden: Caráz und Yungay. So wie Hildebrandos Frau Angélica geht es vielen in der Region. Die Männer arbeiten an der Küste oder in Minen in anderen Teilen Perus – die Frauen kümmern sich währenddessen um Haus, Ernte und Kinder. Zurück in die Berge reist Hildebrando nur alle zwei bis drei Monate, wenn er genug freie Tage angesammelt und Geld für die Reise gespart hat. Diesmal will Hildebrando nach Hause, um seinen 45. Geburtstag im Kreise seiner Familie zu feiern. Der Besuch in der Heimat ist für Guanoarbeiter das Paradies auf Erden, noch dazu, wenn ein Fest ansteht mit Musik und Tanz, gutem Essen und dem einen oder anderen Becher Chicha – dem beliebten Maisbier der Andenbewohner. Es sind wenige, aber wertvolle Tage des Glücks, bevor es wieder zurückgeht – auf die Inseln der Qualen, die Guanoinseln von Peru. , Online verfügbar von 18/06 bis 25/06.
11:30
Wie sich Jungtiere unsichtbar machen, zeigt der vielfach prämierte Tierfilmer Kurt Mündl., Somatolyse lautet der Fachbegriff für eine Finesse der Evolution, die das Verschmelzen eines Lebewesens mit seiner Umgebung durch eine besondere Musterung beschreibt. Die Doku zeigt, welche Tarnstrategien unter anderem Rehkitze, Feldhasenbabys und junge Wildschweine vor natürlichen Feinden schützen sollen.
12:15
Re:
12:50
ARTE Journal
13:00
Erstausstrahlung.
13:40
I: Michel Simon, Alain Cohen, Charles Denner, Luce Fabiole, Roger Carel, Paul Preboist, Jacqueline Rouillard, Aline Bertrand, Sylvine Delannoy, Zorica Lozic, Charles Denner, Luce Fabiole, Michel Simon; S: Michel Rivelin, Claude Berri, Gérard Brach; R: Claude Berri... Die warmherzige Tragikomödie mit dem wunderbaren Michel Simon spielt zu der Zeit, da Frankreich von den Nazis besetzt war, Ende 1943 im deutsch besetzten Paris: Der achtjährige Claude (Alain Cohen) hat nur Dummheiten im Kopf. Weil sein Vater fürchtet, der Sohn könnte „auffallen“ und die jüdische Herkunft der Familie verraten, schickt er ihn lieber aufs Land – zu einem katholischen Ehepaar, das nichts von Claudes Judentum ahnt. Das ist auch besser so, denn der alte Pépé (Michel Simon) ist Anti-semit. Aber er hat das Herz auf dem rechten Fleck, ist bald der innigste Spielkamerad seines neuen „Enkels“ und muss sich nun mit Fragen beschäftigen wie: „Opa, war Jesus Jude?“ – „So sagt man.“ – „Dann muss Gott auch Jude sein!“ Claude Berris anrührender, autobiografisch gefärbter Film lebt vom großartigen Michel Simon („Boudu, aus den Wassern gerettet“).
15:50
R: Sebastian Lindemann
16:45
Mumps, Masern, Röteln - die meisten Kinder in Deutschland und Frankreich werden keine dieser Krankheiten bekommen. Der Grund: Sie sind geimpft. Die Gesundheitsbehörden geben in beiden Ländern eine Liste von Krankheiten heraus, gegen die man impfen soll. Und die wird von Jahr zu Jahr länger: In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission Kinder gegen mindestens 13 Krankheiten impfen zu lassen. In Frankreich sind es nur elf, aber dafür gilt hier sogar eine Impfpflicht. Das heißt: Ungeimpfte Kinder dürfen nicht in die Krippe und Kita. Ein Gesetz, das in Frankreich kritisch gesehen wird. Sollte der Staat Impfungen wirklich verpflichtend verschreiben? Immerhin konnten durch sie schon viele Leben gerettet werden, aber sie bergen auch Risiken, sagen Kritiker. Wie viel Impfung muss wirklich sein?, Erstausstrahlung.
17:10
R: Hannes Rossacher... Auf den Spuren seines Idols bereist Wolfgang Niedecken die USA, zunächst New York., Ist noch etwas übrig geblieben, vom Amerika aus den Dylan-Songs? Antworten auf diese Frage sucht BAP-Frontmann Niedecken auf einer Amerikatour, die im Greenwich Village startet. Das Viertel in Manhattans Downtown gilt als Geburtsstätte der Folk- und Protestbewegung der 60er-Jahre. Wo heute Souvenirshops viele der ehemaligen Clubs und Cafés verdrängt haben, nahm auch die Karriere des Literaturnobelpreisträgers von 2016 ihren Anfang. Damit das nicht in Vergessenheit gerät, werden in der Bleecker und MacDougal Street Führungen a la „Sehen Sie, wo Bob Dylan ‚Blowin In The Wind schrieb“ angeboten. Auch wirkt Niedecken bei der Ortsbesichtigung zuweilen wie ein Fan-Tourist, die Gesprächspartner aber sind ausgewählt, wie Fotograf Daniel Kramer, dessen Dylan-Porträts „A Year and a Day“ von 1964 mittlerweile im Whitney-Museum hängen. Der Kölner Chronist trifft Pop-Art-Künstler Red Grooms im Atelier und klampft mit David Mansfield, der bei Dylans legendärer „Rolling Thunder Revue“ dabei war. In Teil zwei morgen geht es ins Hippiemekka Woodstock. Das will man dann auch sehen. 5 Folgen, tgl., Online verfügbar von 18/06 bis 18/07; Erstausstrahlung.
17:40
R: Sebastian Kentner
18:35
R: Ina Kessebohm... Seine Arbeiten stellen kein Abbild der Natur dar, sondern sind vielmehr als Spiegelbild menschlicher Empfindungen zu sehen. Inspiration für einige seiner größten Meisterwerke fand Caspar David Friedrich (1774–1840) auf der Ostseeinsel Rügen. Entstanden sind seine Gemäldelandschaften dann im häuslichen Atelier. Mit der Doku über Insulaner, die wie der Meister der Romantik einen besonderen Bezug zu Rügener Landschaften haben, startet eine 5-tlg. Reihe über legendäre Orte in der Kunst, Online verfügbar von 18/06 bis 18/07; Erstausstrahlung.
19:20
ARTE Journal
19:40
Die italienischen Fußballfans haben einen schlechten Ruf. Gewalt, Rassismus und faschistische Symbole sind in den Stadien alltäglich. Vereine und Polizei schlagen seit einiger Zeit mit Stadionverboten zurück. Die Ultras, die bedingungslosen Fußballfans, fühlen sich ungerecht behandelt. Sie seien die Sündenböcke der italienischen Politik, die von ihrem Versagen ablenken wolle. Re: begleitet Beppe Franzo, einen der zentralen Köpfe der Ultra-Bewegung von Juventus Turin, in den Tagen vor dem letzten Heimspiel der Saison. Er trifft sich mit den Vertretern der wichtigsten Ultra-Gruppierungen für die Vorbereitungen des Saisonfinales. Dabei wird auch über das Versagen der Politik und die eigenen – oft genug rechtsextremen – Einstellungen gesprochen. Aber linke Ultras halten dagegen: Domenico Mungo, Anarchist und Lehrer, will Turin und die Ultrabewegung nicht kampflos den Rechten überlassen.
20:15
I: Bernadette Lafont, Claude Brasseur, André Dussollier, Charles Denner, Guy Marchand, Philippe Léotard; S: Jean-Loup Dabadie, François Truffaut; R: François Truffaut... Schwarze Komödie von François Truffaut. Eine junge Kriminelle schert sich nicht um bürgerliche Moral – und fegt durch eine Machowelt., Für seine Doktorarbeit über kriminelle Frauen sucht der biedere Soziologe Stanislas (André Dussollier) die junge Camille Bliss (Bernadette Lafont) im Gefängnis auf. Die kesse Brünette soll einen Verehrer umgebracht haben. In Tonbandinterviews erzählt die schöne Frau ihre Lebensgeschichte. Wie sie es als Neunjährige anstellte, dass ihr Stiefvater zu Tode kam – und sie ins Erziehungsheim. Wie sie noch minderjährig flüchtete und Männer dazu brachte, ihr erst zu helfen und dann das Zeitliche zu segnen. Bald hat sie auch dem braven Stanislas den Kopf verdreht. Gemeinsam mit seiner scheuen Sekretärin Hélene (Anne Kreis) kann er Camilles Unschuld beweisen. Die Folgen aber sind fatal… Eine lebenslustige Femme fatale schickt mit unbekümmerter Sexualität und Gespür für Gelegenheiten reihenweise Männer ins Verderben. Ungewohnt boulevardesk und vulgär malt Truffaut („Die letzte Metro“) ein turbulentes Sittenbild mit Stars (u.?a. Claude Brasseur, Philippe Léotard), Anspielungen auf Hitchcocks „Vertigo“ und gehörigem Augenzwinkern – etwa wenn Guy Marchand für seine Schäferstündchen statt säuselndem Jazz eine LP mit dem Dröhnen von Indianapolis-Boliden auflegt. Oder wenn sich ein zehnjähriger Knirps aus „künstlerischen Gründen“ weigert, seine Super-8-Aufnahmen zu zeigen. Eine Doku über Lafont, die 1957 ihr Debüt in Truffauts frühem „Die Unverschämten“ gab, folgt im Anschluss.
21:50
S: Esther Hoffenberg, Cécile Vargaftig; R: Esther Hoffenberg... Doku über den Star der Nouvelle Vague., Rebellisch, lebensfroh und furchtlos – so beschrieben Freunde wie Catherine Deneuve und Bulle Ogier die Schauspielerin (1938–2013), die mit Filmen wie Chabrols „Die Enttäuschten“ oder Eustaches „Die Mama und die Hure“ für Skandale sorgte – und mit ihrem letzten Film „Paulette“ für einen Hit., Erstausstrahlung.
22:55
Musiker-Tragikomödie von Alan Parker („Mississippi Burning“)., Der 16-jährige Deco und seine Freunde leben in einem Arbeitervorort von Dublin. Sie haben nur eins im Kopf: als Band groß rauskommen. Zumindest so groß, dass es für etwas Kohle, ein eigenes Dach überm Kopf und ein paar Guinness in der Eckkneipe reicht. So schlagen sich die Commitments endlose Nächte im Übungsraum um die Ohren und tingeln durch die örtlichen Pubs… Mit Minibudget und Laiendarstellern ist Alan Parker ein quicklebendiger Film voll Lokalkolorit, Spontaneität und heißem Soul gelungen.
00:55
R: Yervant Gianikian, Angela Ricci Lucchi... Das italienische Filmemacher-Team Angela Ricci Lucchi and Yervant Gianikian versteht seine Arbeit als einen steten Kampf gegen Gewalt und Krieg. In diesem Dokumentarfilm behandeln die Autoren den italienischen Faschismus und Kolonialismus in Afrika. In privaten Filmarchiven entdecken sie Aufnahmen aus Abessinien/Äthiopien aus der Zeit der italienischen Kolonialherrschaft. Zum Beispiel das in Äthiopien gedrehte Filmmaterial eines italienischen Arztes, bei dem der koloniale Erotismus deutlich durchscheint: nackte Frauenkörper als Korpus des Films. Außerdem sieht man etliche Luftaufnahmen des Landes. Bomber wurden mit Senfgasbomben bestückt, obwohl deren Verwendung stets geleugnet wurde. Bilder von unbekannten Soldaten, die bei dem brutalen italienischen Eroberungsfeldzug in Äthiopien zwischen 1935 und 1936 eingesetzt wurden. Die Stimme der großen, politisch engagierten italienischen Sängerin Giovanna Marini durchwirkt den Film und schlägt so die Brücke zur volkstümlichen mündlichen Überlieferungstradition Italiens. Sie ist der Widerhall der Stimme der beiden Regisseure. In ihr erklingen die Massaker und die Spuren des äthiopischen Widerstands, von dem man in Militärberichten lesen kann, der jedoch nie an die Öffentlichkeit gelangte. In ihr erklingen Rassismus und Mussolinis Kriegsabenteuer, in das sich der Duce schon lange vor 1939 auf dem afrikanischen Kontinent gestürzt hatte. , Originalvertonung.
02:00
R: Anna Pflüger, Marcel Kolvenbach... ZERO nannte sich eine internationale Gruppe von Künstlern der Nachkriegszeit, die 1958 von Heinz Mack und Otto Piene in Düsseldorf gegründet wurde und bis 1966 existierte. Neben der Kerngruppe um Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker entstand ein weiterer Kreis von internationalen Künstlern aus Frankreich, Italien, den Niederlanden, Belgien und der Schweiz. Die Idee eines absoluten Neubeginns der Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg führte zu einer neu gewonnenen Freiheit in Hinblick auf Materialien, Farben und Formen. Die ZERO-Künstler orientierten sich unter anderem an den monochromen Bildern von Yves Klein, sie arbeiteten mit Feuer und Wasser, Licht und Rauch und schufen Kunstwerke aus Nägeln, Aluplatten, Spiegeln oder Glas. Mit ihrer puristischen Ästhetik revolutionierten sie das moderne Selbstverständnis von Kunst. 1966 wurde das Ende der Bewegung erklärt, doch in den Werken von Künstlern wie Ólafur Elíasson erhält der Geist von ZERO neue Aktualität. Filmisch taucht die Dokumentation in das optische Spiel mit den Elementen Feuer, Luft und Licht ein. Im Sommer 2014 schlug Otto Piene vor, drei große Luftskulpturen über dem Dach der Neuen Berliner Nationalgalerie in den Himmel aufsteigen zu lassen. Die Filmemacher Anna Pflüger und Marcel Kolvenbach konnten Piene bei der Durchführung der Aktion begleiten und mit ihm ein letztes großes Interview über sein Gesamtwerk führen. Kurz darauf verstarb der Künstler im Alter von 86 Jahren.
02:55
R: Agnes Molia, Nathalie Laville
03:25
ARTE Journal
03:45
Online verfügbar von 19/06 bis 18/08; Erstausstrahlung.
04:35
R: Nicolas Rendu... Zu ihrem 90. Geburtstag posierte Queen Elizabeth mit ihren Liebsten: ihren Hunden. Die kleinen niedlichen Wollknäuel heißen Corgis. Einen davon hat sie übrigens mit dem Dackel ihrer Schwester gekreuzt, wobei eine neue Rasse entstand: die Dorgis!
05:00
R: Torben Schmidt-Jacobsen... Originalvertonung.
05:45
Xenius
06:15
R: Emmanuel Descombes
06:40
R: Emmanuel Descombes
07:10
ARTE Journal Junior
07:15
R: Dominique Hennequin, Pascal Lorent
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
R: Susanne Mayer-Hagmann
09:25
R: Luc Marescot... In der Südsee erforschen Biologen das Sozialverhalten von Riffhaien., Es ist ein Gewimmel aus Flossen, Leibern und Zähnen: Dutzende Riffhaie, hydraartig ineinander verschlungen im Kampf um einen Fetzen Beute. Doch was aussieht wie eine von Gier getriebene Fressorgie, ist in Wirklichkeit komplexes Sozialverhalten. Welchen Regeln folgt es? Seit der französische Naturfotograf Laurent Ballesta 2014 zum ersten Mal den weltweit größten Schwarm Grauer Riffhaie vor der Küste des Fakarava-Atolls abgelichtet hat, versucht er ihre kollektiven Jagdstrategien zu ergründen. 2017 startete er ein aufwendiges Experiment: 40 Tiere wurden mit Chips ausgestattet, um nachzuvollziehen, welche Wege sie nachts zurücklegen. Dabei gelangen tolle Filmaufnahmen. Im Anschluss: „Atolle – Kleinodien der Ozeane“.
10:55
R: Manuel Lefevre, Gil Kebaili
11:50
R: Agnes Molia, Thibaud Marchand
12:15
Re:
12:50
ARTE Journal
13:00
Erstausstrahlung.
13:40
R: Alois-Marie Lenoan
14:10
I: Tom Hulce, F. Murray Abraham, Elizabeth Berridge, Simon Callow, Roy Dotrice, Milan Demjanenko, Charles Kay, Jeffrey Jones, Christine Ebersole, Miroslav Sekera, Roderick Cook, Patrick Hines, Nicholas Kepros; S: Paul Schaffer; R: Milos Forman... Milos Formans Musikerdrama präsentiert den Wiener Klassiker als durchgeknallten Popstar., Anno 1781 staunt ganz Wien über einen bizarren jungen Kerl namens Wolfgang Amadeus Mozart (Tom Hulce). Er ist grauenhaft kindisch, liebt das Dolce vita und delektiert sich an infantilen Späßen. Und er komponiert mit verblüffender Leichtigkeit eine Musik, die bald für Furore in der Kaiserstadt sorgt. Der erste, der Mozarts Genie erkennt, ist der Hofkomponist Salieri (Oscar-Preisträger F. Murray Abraham), und die Erkenntnis der eigenen Mittelmäßigkeit bereitet ihm Magenschmerzen. Er beginnt Mozart zu hassen, angestachelt durch die ignorante Selbstgefälligkeit, mit welcher der flegelhafte Göttersohn seine Triumphe feiert. Bald schwärzt Salieri Mozart bei Kaiser und Klerus an und sehnt am Ende sogar Mozarts Tod herbei… Der Exil-Tscheche Milos Forman kehrte für seinen glanzvollen Opernkrimi nach Prag zurück, eine Stadt, deren Kolorit der Film viel verdankt. Formans mit acht Oscars prämierte Biographie des Wiener Klassikers ist dabei alles andere als Heldenverehrung mit Goldrand. Der furiose Tom Hulce als Mozart beweist, dass Genie auch in einem Schafskopf stecken kann. Und der finstere Salieri rührt an ein Problem, das jeder kennt: Es tut weh anzuerkennen, wenn jemand besser ist.
16:45
Tierversuche scheinen zu belegen, dass ein hoher Testosteronspiegel mit aggressivem Verhalten zusammenhängt. Ob das auch für Menschen gilt, ist umstritten. Neuere Studien wollen belegen, dass das Männerhormon sogar sensibler macht und soziales Verhalten fördert., Erstausstrahlung.
17:10
R: Hannes Rossacher... Wolfgang Niedecken spürt dem Geist der Hippie-Ära nach: Auch wenn Dylan nicht beim Festival auftrat, ist er eng mit dem Ort verbunden. Im nahen „Big Pink“, dem rosa Sommerhaus, nahm Dylan mit The Band 1967 die legendären „Basement Tapes“ auf. Da muss Niedecken einfach selbst den Dylan spielen…, Online verfügbar von 19/06 bis 19/07; Erstausstrahlung.
17:40
R: Christian Stiefenhofer
18:35
R: Ina Kessebohm... William Turner war einer der bedeutendsten britischen Maler des 19. Jahrhunderts. Er wurde durch seine Landschafts- und Seebilder weltweit berühmt. Eine Reise durch Turners Landschaftspanoramen – von den Hügeln Yorkshires über die raue Ostküste bis hin zur Seenregion im Westen., Online verfügbar von 19/06 bis 19/07; Erstausstrahlung.
19:20
ARTE Journal
19:40
Die Jesidin Farida Khalaf ist durch die Hölle gegangen: entführt, verkauft, vergewaltigt von den Terroristen des IS. Doch sie hat nie aufgegeben. Die 21-Jährige ist ihren Peinigern entkommen und reiste mit einem deutschen Hilfsprogramm bis nach Baden-Württemberg. Hier hat sie den Mut gefunden, das Schweigen zu brechen: Sie erzählt ihre Geschichte, klagt ihre Peiniger öffentlich an und fordert Gerechtigkeit für sich und Tausende Jesidinnen, denen der IS Gewalt angetan hat. Als ihr Heimatdorf befreit wird, wagt Farida Khalaf eine riskante Reise in den Nordirak, um den Ort ihrer Kindheit noch einmal wiederzusehen – das Dorf, in dem die Terroristen das Glück ihrer Familie für immer zerstörten.
20:15
R: Antje Christ, Dorothe Dörholt... Sowohl in China als auch in Indien werden männliche Nachkommen traditionell bevorzugt, weibliche Föten hingegen oft abgetrieben. Was dazu führt, dass Millionen Männer im heiratsfähigen Alter keine Frau finden. Entführung, Missbrauch und Handel mit Mädchen nehmen zu. Anhand von persönlichen Schicksalen geht die investigative Doku Gründen und Folgen des von Menschen gemachten Ungleichgewichts nach., Erstausstrahlung.
21:45
R: David Evans... Anhand der Leidensgeschichte zweier jesidischer Frauen, die vom IS verschleppt, verkauft und monatelang vergewaltigt wurden, fragt die Doku: Werden Drahtzieher der Gräuel jemals zur Verantwortung gezogen? Viele Regierungen bevorzugen einen außergerichtlichen Weg… Über die „Suche nach Gerechtigkeit“., Erstausstrahlung.
22:45
Gäste: Jan Ilhan Kizilhan, Online verfügbar von 19/06 bis 26/06.
22:55
R: Annalisa Piras... Die westliche Wertegemeinschaft wankt, die strategischen Rahmenbedingungen ändern sich. Wie versucht die EU, die Sicherheitsbelange ihrer Bürger zu wahren? Migration, Konflikte, Terrorismus, Cyberkrieg und Kriegstreiberei vor den Türen Europas bilden eine Gemengelage, die nach einer historischen Trendwende in der europäischen Sicherheits – und Verteidigungspolitik verlangen. Zugleich zeigen das Brexit-Referendum und der Wahlsieg Donald Trumps, dass die Wähler zunehmend für nationalistische und populistische Lösungen empfänglich sind. Anderthalb Jahre lang begleitete die renommierte Filmemacherin Annalisa Piras die hohe Vertreterin der EU für Außen – und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini. Mogherini wurde 2015 mit der Ausarbeitung einer Globalen Strategie für die Außen – und Sicherheitspolitik der EU beauftragt, an deren Umsetzung sie nun mit hohem Tempo arbeitet. Die Globale Strategie ist der breiten Öffentlichkeit kaum vertraut. Noch geringer ist die Zahl derer, die sie wirklich verstehen. Der in zweijähriger europaweiter Zusammenarbeit entstandene Dokumentarfilm führt an unterschiedliche Schauplätzen und zeigt wenig bekannte Initiativen, darunter die Operation Sophia, bei der erstmals eine EU-Flotte im südlichen Mittelmeer zur Zerschlagung von Schleusernetzwerken und Lebensrettung zum Einsatz kommt, und die zivile Aufbaumission EUCAP Sahel in der nigrischen Schleuserhauptstadt Agadez. Er veranschaulicht die komplexen Zusammenhänge zwischen Sicherheit, Migration und Wirtschaftsentwicklung und die Hintergründe, welche die EU zum Umdenken veranlassen. Dazu gehören Gemeinschaftseinsätze im Rahmen der im Lissaboner Vertrag vorgesehenen Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit sowie die engere Zusammenarbeit mit der Nato.
00:00
R: Mylene Sauloy... Frauen! Leben! Freiheit! skandieren Hunderte Frauen in Paris und Kobane, im türkischen Kurdistan und im irakischen Sindschar, an dessen Befreiung von der terroristischen IS-Miliz sie kürzlich beteiligt waren. Mit dem Schnellfeuergewehr in der einen Hand und der kurdischen Fahne in der anderen posieren junge Kämpferinnen lachend vor ihren Jeeps. Sie sind in diesem Teil der Welt die Hoffnung der anderen Frauen, die nicht nur von den Dschihadisten gequält, sondern auch von einer frauenfeindlichen, patriarchalisch geprägten Gesellschaft unterdrückt werden. Diese junge Generation tritt das Erbe der vor rund 40 Jahren in der Türkei gegründeten Partei der freien Frauen an, die heute im Kandil-Gebirge im Norden des Iraks verankert ist. Sakine Cansiz, die Gründerin und Ikone der Bewegung, wurde im Januar 2013 in der Rue La Fayette in Paris ermordet. Heute versammelt die nach wie vor der kurdischen Arbeiterpartei PKK nahestehende radikale Frauenbewegung ihre Anhängerinnen: Hunderte Frauen aus Frankreich, Deutschland und Schweden verstärken die Reihen der syrischen, irakischen und türkischen Kämpferinnen in den Dörfern Kurdistans. Während sich junge Europäerinnen dem sogenannten Islamischen Staat und seinem barbarischen Kalifat anschließen, haben sich diese Frauen das ehrgeizige Ziel gesteckt, der Geschichte des Nahen Ostens eine andere Richtung zu geben und mit der Waffe in der Hand eine demokratische Gesellschaft zu erkämpfen, in der Männer und Frauen die gleichen Rechte haben.
00:55
I: Matthew McConaughey, Jared Leto, Jennifer Garner, Steve Zahn, Dallas Roberts, Griffin Dunne, Kevin Rankin, Deneen D. Tyler, J. D. Evermore; S: Craig Borten, Melisa Wallack; R: Jean-Marc Vallée... Aidsdrama mit Matthew McConaughey („True Detective“) nach Fakten., „Sie müssen meine Blutproben mit denen von so nem Analritter vertauscht haben!“ Ron Woodroof (McConaughey) – Elektriker, Rodeoreiter und Superhetero – fasst es nicht, als die Ärzte Aids diagnostizieren und ihm nur noch 30 Tage geben. Von den Kumpels gemieden, verbündet er sich mit der Transe Rayon (Jared Leto) und schmuggelt neue, 1985 noch nicht zugelassene Medikamente ins Land… Jean-Marc Vallée („Wild – Der große Trip“) drehte keinen Betroffenheitsfilm, sondern ein Buddymovie, in dem es überraschend viel zu lachen gibt. Die spindeldürren Helden ernteten den Oscar als Haupt- bzw. Nebendarsteller. Ein dritter ging ans Make-up.
02:50
R: Franck Cuvelier
03:40
ARTE Journal
04:00
Online verfügbar von 20/06 bis 19/08; Erstausstrahlung.
05:00
Ein großartiges Line-up für einen guten Zweck: Im Juni 2016 versammelt der Sänger und Songwriter Fetsum seine Freunde und musikalischen Weggefährten in der Berliner Waldbühne für ein Konzert für Kinder im Krieg und auf der Flucht. Seeed sind der deutsche Inbegriff für Reggae-Musik. Mit ihrem lockeren und mitreißenden Mix aus Dub, Ska, Hip-Hop, Reggae und Dancehall haben sie schon so manchen Tanzmuffel zum Wackeln gebracht; die Beatsteaks gehören zu den bekanntesten und erfolgreichsten Alternative-Rockbands Deutschlands mit grandiosen Liveshows. Der amerikanische Soulsänger und Rapper Aloe Blacc wurde weltbekannt mit seinen Hits I Need a Dollar und Wake Me Up. Max Herre, Rapper und Singer-Songwriter, lässt extra für das Festival die PxP Allstars in wechselnden Konstellationen miteinander auftreten – da werden einige Songs exklusiv für dieses Konzert interpretiert. Die beteiligten Künstler verzichten für den guten Zweck auf jegliche Gagen. Der in Berlin lebende Sänger und Songwriter Fetsum ist kreativer Kopf und Ideengeber des Festivals. Als Sohn einer aus Eritrea geflüchteten Mutter speist sich sein Engagement auch aus seinen biografischen Wurzeln. Beim Publikum kommt seine Idee jedenfalls hervorragend an: Die Waldbühne war in kurzer Zeit ausverkauft. , Gäste: Künstlerische Leitung: Fetsum, Originalvertonung, Online verfügbar von 20/06 bis 20/07.
06:15
Xenius
06:45
R: Cathy Baker
07:10
ARTE Journal Junior
07:15
R: Matthias Heeder, Monika Hielscher
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
R: Timothée Janssen
09:35
R: Ian Bremner, Richard Max... Chinas Große Mauer war nach neuen Messungen einst über 21 000 km lang. Hightechdrohnen liefern auch Aufschluss über die Bauweise des Bollwerks. Forscher graben u. a. 2000 Jahre alte Militärstrategien aus.
11:25
R: Sebastian Lindemann
12:15
Re:
12:50
ARTE Journal
13:00
Erstausstrahlung.
13:55
I: Bernadette Lafont, Claude Brasseur, André Dussollier, Charles Denner, Guy Marchand, Philippe Léotard; S: Jean-Loup Dabadie, François Truffaut; R: François Truffaut... Schwarze Komödie von François Truffaut. Eine junge Kriminelle schert sich nicht um bürgerliche Moral – und fegt durch eine Machowelt., Für seine Doktorarbeit über kriminelle Frauen sucht der biedere Soziologe Stanislas (André Dussollier) die junge Camille Bliss (Bernadette Lafont) im Gefängnis auf. Die kesse Brünette soll einen Verehrer umgebracht haben. In Tonbandinterviews erzählt die schöne Frau ihre Lebensgeschichte. Wie sie es als Neunjährige anstellte, dass ihr Stiefvater zu Tode kam – und sie ins Erziehungsheim. Wie sie noch minderjährig flüchtete und Männer dazu brachte, ihr erst zu helfen und dann das Zeitliche zu segnen. Bald hat sie auch dem braven Stanislas den Kopf verdreht. Gemeinsam mit seiner scheuen Sekretärin Hélene (Anne Kreis) kann er Camilles Unschuld beweisen. Die Folgen aber sind fatal… Eine lebenslustige Femme fatale schickt mit unbekümmerter Sexualität und Gespür für Gelegenheiten reihenweise Männer ins Verderben. Ungewohnt boulevardesk und vulgär malt Truffaut („Die letzte Metro“) ein turbulentes Sittenbild mit Stars (u.?a. Claude Brasseur, Philippe Léotard), Anspielungen auf Hitchcocks „Vertigo“ und gehörigem Augenzwinkern – etwa wenn Guy Marchand für seine Schäferstündchen statt säuselndem Jazz eine LP mit dem Dröhnen von Indianapolis-Boliden auflegt. Oder wenn sich ein zehnjähriger Knirps aus „künstlerischen Gründen“ weigert, seine Super-8-Aufnahmen zu zeigen. Eine Doku über Lafont, die 1957 ihr Debüt in Truffauts frühem „Die Unverschämten“ gab, folgt im Anschluss.
15:30
R: Agnes Molia, Raphaël Licandro... Das Monument in Südengland ist einer der geheimnisvollsten prähistorischen Bauten. Wie bewegten Menschen die riesigen Steine? Wozu dienten die? Erkenntnisse in Kürze.
16:00
R: Jan Hinrik Drevs... Obwohl Hamburgs Hafen 100 km hinter der Elbmündung liegt, zählt er zu den bedeutendsten der Welt. Die Hansestadt bietet mehr Brücken als Venedig, das UNESCO-Weltkulturerbe Speicherstadt oder berühmte Baustellen wie Elbphilharmonie und HafenCity. Die Doku stellt Menschen zwischen Traditionskiez und hipper Szene vor.
16:55
Neue Erkenntnisse beweisen: Viele Tiere stehen dem Menschen näher als bislang angenommen. Mit den Affen sind wir genetisch jedenfalls zu 98,7 Prozent identisch. Was unterscheidet uns dann eigentlich vom Schimpansen? Gefragt werden die weltbekannte Primatenforscherin Jane Goodall (84) und der Psychologe Daniel Hanus., Online verfügbar von 20/06 bis 20/07, Mehr zu den einzelnen Themen unter: arte.tv/xenius.
17:20
R: Hannes Rossacher... Auf den Spuren Bob Dylans ist Wolfgang Niedecken mittlerweile im hohen Norden der USA angekommen. In Minnesota, an der Grenze zu Kanada, ist Bob Dylan geboren und aufgewachsen, und dort hat er auch seine Liebe und seine Faszination für die Musik entdeckt. Minnesota hat sich seit Bob Dylans Kindheit in den 1940er Jahren stark verändert. Früher lieferten Eisenminen, Stahlfabriken und Häfen den Menschen dort eine solide Lebensgrundlage, doch diese Zeiten sind schon lange vorbei. Doch wie geht man dort mit dem Wandel um, und wie hat diese Region im Norden der USA den jungen Bob Dylan geprägt? In Bob Dylans Geburtsort Duluth trifft Wolfgang Niedecken Menschen, die das vergangene Amerika und auch Bob Dylan nicht vergessen haben. Unter ihnen sind die Folkmusikerin Sarah Krueger und der Produzent Tim Nelson. Sie gehören zu einem Kreis junger Musiker, die Dylan-Songs aus sämtlichen Schaffensphasen neu aufnehmen und als Duluth Does Dylan veröffentlichen. Anschließend geht es für Wolfgang Niedecken in das Bergbaustädtchen Hibbing. Dorthin zog Dylan im Alter von nur sechs Jahren, nachdem sein Vater an Polio erkrankt war und keine Arbeit mehr finden konnte. In Hibbing wird Wolfgang Niedecken eines klar: Ohne das Aufwachsen in Minnesota wäre aus Bob Dylan wohl niemals der Musiker und Nobelpreisträger geworden, der er heute ist. , Online verfügbar von 20/06 bis 20/07; Erstausstrahlung.
17:50
R: Hajo Bergmann
18:35
R: Mirella Pappalardo... Aix-en-Provence ist die lebenslange Heimat des Malers Paul Cézanne. Sie hat seit jeher Künstler und Handwerksbetriebe angezogen. Dort stellt die Familie Fouque in Handarbeit Krippenfiguren aus Ton her und lebt diese Handwerkstradition in vierter Generation. Aix ist auch Studentenstadt und die junge Metropole der Region, in der man häufig auf Spuren des berühmten Stadtsohns Cézanne stößt. Wie die Stadtvilla, in der Paul Cézanne aufgewachsen ist und die er unzählige Male in seinen Bildern aus immer neuen Winkeln inszeniert hat. Wie in seinen Gemälden treffen sich traditionsbewusste Menschen einmal im Jahr zum gemütlichen Picknick am Fuße des Berges Sainte-Victoire. Initiatorin ist Mireille Fouque, eine wahrlich echte Provenzalin. Das Frühstück im Freien erinnert an das Lebensgefühl zu Zeiten Cézannes. Das Umland von Aix-en-Provence zog Cézanne magisch an. Besonders der Berg Sainte-Victoire. Auf der Anhöhe Les Lauves in Aix-en-Provence kümmert sich der Kunsthistoriker Jean-Pierre Cassely um das Atelier Paul Cézannes. In den 1950er Jahren hat ein amerikanischer Cézanne-Liebhaber das Gebäude vor dem Verfall gerettet. Dort scheint die Zeit stillzustehen. Heute ist es als Museum zugänglich und vieles steht noch so da, wie der Künstler es hinterlassen hat. Cézanne liebte die heitere, karge Landschaft der Provence. Er suchte in der Natur das Ewige und wurde nach seinem Tode für Generationen von Malern ein Vorbild. Zahlreiche Touristen erkunden den berühmten Landstrich auf seinen Spuren. , Online verfügbar von 20/06 bis 20/07; Erstausstrahlung.
19:20
ARTE Journal
19:40
Wenn Jeni Karabishlieva von Frankfurt ins bulgarische Varna reist, dann nicht, um sich wie die vielen anderen deutschen Touristen am berühmten Goldstrand zu sonnen. Sie will Hunde retten. Denn allein in Varna leben Schätzungen von Tierschutzorganisationen zufolge an die 7.000 herrenlose Hunde. Viele verwahrlost und krank. Jeni und ihre Mitstreiterin Mariela Tasseva versuchen den Straßenhunden zu helfen. Mit Geldern, die sie über ihren Verein Animal Hope Bulgaria-Varna in Deutschland einsammeln, päppeln sie die Hunde auf, lassen sie impfen, tierärztlich versorgen und versuchen dann, die Tiere an neue Herrchen in Deutschland zu vermitteln. Seit zehn Jahren engagieren sie sich. Immer wieder stoßen sie auf Widerstand. Eine gängige Reaktion: Ein Drittel der Bulgaren ist arm, denen geht's auch nicht besser als den Hunden. Doch nun gibt es offenbar ein weiteres Hindernis. Die Regierung in Sofia hat neue Regeln eingeführt – zusätzlich zu den EU-Verfahren, die ohnehin bei der Ausfuhr von Hunden gelten. Die Tierschützerinnen sind in Aufruhr: Was bedeuten die neuen Bestimmungen für ihre Schützlinge? Werden sie sich überhaupt noch an Tierfreunde in Deutschland vermitteln können? Auch Blogger Ivailo Vassilev fragt sich, was es mit den neuen Bestimmungen auf sich hat. Für seinen Blog über Tierschutz geht er der Frage nach, wozu die zusätzlichen Bestimmungen dienen sollen. Wie argumentieren die Behörden? Und wie wirkt sich das auf das Problem mit den streunenden Hunden am Goldstrand aus?
20:15
I: Juliette Binoche, Romain Duris, Fabrice Luchini, Albert Dupontel, François Cluzet, Karin Viard, Gilles Lellouche, Mélanie Laurent, Zinedine Soualem, Julie Ferrier, Olivia Bonamy; S: Cédric Klapisch; R: Cédric Klapisch... Cédric Klapisch („Barcelona für ein Jahr“) zeigt die vielen Gesichter der Stadt der Liebe. Das Schönste: Juliette Binoche., Mit „So ist Paris“ hat sich Regisseur Cédric Klapisch einen Herzenswunsch erfüllt: eine Hommage an seine Heimatstadt. Hier wird Paris selbst zum Darsteller, zum Bindeglied zwischen all den Menschen, deren Leben sich als buntes Kaleidoskop der Hoffnungen und Verzweiflungen vor uns ausbreitet. Ausgangspunkt ist der junge Tänzer Pierre (Romain Duris), der an einer schweren Herzkrankheit leidet. Als seine alleinerziehende Schwester Élise (Juliette Binoche) von der bevorstehenden Transplantation erfährt, zieht die Sozialarbeiterin kurzerhand zu ihm und bringt ihre drei Kinder gleich mit. Unterdessen hat sich Geschichtsprofessor Roland (Fabrice Luchini) in die Studentin Laetitia (Mélanie Laurent aus „Inglourious Basterds“) verliebt, auf die auch Pierre ein Auge geworfen hat … So unterschiedlich und doch verbunden wie die Personen des Films sind auch die Arrondissements von Paris – diese Verschiedenheit macht für Cédric Klapisch die Identität der Metropole aus. In den Figuren des Stadtgeschichtsexperten Roland und seines Architektenbruders Philippe („Ziemlich beste Freunde“-Star François Cluzet) stellt Klapisch der Liebe zum historischen Paris die Notwendigkeit zur Veränderung gegenüber. Terrorgefahr und erhöhte Polizeipräsenz, seit 2015 auch Teil von Paris, spielen in dem Film von 2008 noch keine Rolle.
22:20
R: Annette Baumeister... Für „SOS Eisberg“ riskieren beide ihr Leben, quälen sich gegenseitig für ihre Visionen. Leni Riefenstahl und der weitgehend vergessene Filmemacher Arnold Fanck arbeiten 1932/33 an einem spektakulären Filmprojekt in Grönland. Während Fanck nach „SOS Eisberg“ abstürzt, macht Riefenstahl Karriere. Nach dem Krieg verdingt sich der einstige Starregisseur als Waldarbeiter., Online verfügbar von 20/06 bis 20/07; Erstausstrahlung.
23:15
R: Hubert Sauper... Doku von Hubert Sauper („Darwins Alptraum“)., Alle meinen es gut mit dem Südsudan: die chinesischen Ölbohrer, die jede Absicht von Kolonialismus weit von sich weisen, aber mit ihrer Arbeit das Wasser vergiften. Die US-Missionare, die Dorfkindern Kleidung aufzwingen, weil ihre Nacktheit Gott stören könnte. Und die vielen anderen neuen Herren des seit 2011 offiziell souveränen Südsudan, die sich trotz eines tobenden Bürgerkriegs gut gelaunt in dem Land tummeln. Hubert Saupers entlarvenden Beobachtungen zur „Hilfe“ für die Dritte Welt wirken mitunter wie Aufnahmen von einem anderen Planeten – leider ist seine bittere Doku keine Science-Fiction., Erstausstrahlung.
01:00
I: Gérard Depardieu, Yolande Moreau, Isabelle Adjani, Benoît Poelvoorde, Miss Ming, Albert Delpy, Gustave Kervern, Bernard Geoffrey; S: Benoît Delépine, Gustave Kervern; R: Benoît Delépine, Gustave Kervern... On the road mit Gérard Depardieu., Mit seinem Einkaufswagen ramponiert er parkende Autos, beim Reparieren der Klotür schließt Serge (Gérard Depardieu) sich versehentlich ein. „Einen Tag in Rente“, schimpft seine Frau (Yolande Moreau), „und schon herrscht Anarchie.“ Das gilt auch für diesen Film (u. a. mit Isabelle Adjani und Benoît Poelvoorde), der skurrile Ideen, absurde Situationen und schräge Typen im Überfluss bietet: Weil ihm Verdienstbescheinigungen früherer Arbeitgeber fehlen, holt der pensionierte Schlachter Serge sein altes Motorrad aus der Garage. Auf der Reise durch die Provinz und in seine Vergangenheit muss er diverse Demütigungen über sich ergehen lassen, bis er am Ende zu sich selbst findet.
02:30
R: Brian Armstrong
03:15
ARTE Journal
03:35
Online verfügbar von 21/06 bis 20/08; Erstausstrahlung.
04:20
R: Nicolas Rendu... Hergé, der Schöpfer von Tim und Struppi, war ein impulsives Kind, das schwer zu beaufsichtigen war. Allein das Zeichnen konnte ihn beruhigen ...