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3 SAT
05:25
S: Angela Zumpe; R: Angela Zumpe... Die zwei Kriegsfotografen Chris und Samuel stecken im Transitbereich eines internationalen Flughafens fest. Ihre langjährige Freundschaft wird bald auf eine harte Probe gestellt. Sie sind schon lange ein Team – als Fotografen, die ihr Leben für den Journalismus riskieren, und als enge Freunde, die auch in schwierigen Zeiten füreinander da sind. Doch dann gesteht Samuel seinem Freund, dass er nicht mehr in die Kriegsgebiete zurückkehren wird.
05:35
I: Stella Denis, Lila Bagdadi, Simon Hatzl, Lucia Schlör, Sebastian Schwab, Liam Bansbach; S: Jan Galli, Vasko Scholz; R: Britta Schöning... Um ihr Studium und das Leben mit ihrer zehnjährigen Tochter Lilli zu finanzieren, arbeitet Julia heimlich als Escort-Girl unter dem Namen Zoé. Doch ihr Doppelleben droht aufzufliegen. Auf einem Kindergeburtstag trifft Julia Wolfgang, einen Freund der Eltern des Geburtstagskindes. Er ist einer von Julias Freiern. Wolfgang erkennt, dass sie ein Doppelleben führt – und erpresst sie. Juli sieht sich gezwungen, auf seine Forderungen einzugehen.
05:40
Newton
06:05
3satTextVision
06:15
R: Alexander von Sobeck... Die Inseln Jersey, Guernsey, Sark und Alderney wirken wie aus Zeit und Raum gefallen. Ein Film über Vergangenheit und Gegenwart der Inseln im Strom. Zwischen England und Frankreich gelegen, fühlt sich keiner richtig für die Inseln zuständig. Die beiden Größeren genießen den zweifelhaften Ruf, Steueroasen zu sein, Sark ist eine unabhängige Baronie, und Alderney nur noch die Heimat einiger Hummerfischer.
06:35
R: Alvaro Mendoza... Die Vielzahl an Designs bei Pflanzen und Tieren ist unüberschaubar. Wer jedoch glaubt, die genaue Gestalt entspringe meist einer Laune der Natur, sieht sich getäuscht. Die Anzahl von Blütenblättern folgt beispielsweise ebenso mathematischen Gesetzmäßigkeiten wie die Gestalt von Lebewesen, so wie es schon Leonardo da Vinci in seinen berühmten Zeichnungen vom Mann in Kreis und Quadrat veranschaulichte.
07:20
Kulturzeit kompakt
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit kompakt
09:15
R: Werner Raeune... Der Maler El Greco zählt zu den bedeutendsten und teuersten Alten Meistern der Kunstgeschichte. 1541 in Griechenland geboren, machte er in Spanien als Hofmaler bei Philipp II. Karriere. Doch aufgrund seiner eigenwilligen Interpretation religiöser Themen und seines außergewöhnlichen Mal-Stils hatte der Künstler immer wieder Schwierigkeiten mit seinen Auftraggebern und Zeitgenossen. Seine dünnen, in die Länge gezogenen, verzerrten Darstellungen der Menschen, seine ungewöhnlich grelle Farbgebung – heute sein Markenzeichen – sorgten damals für Skandale, ließen ihn in Ungnade fallen. Als der Künstler 1614 starb, wurde seinem Werk wenig Wertschätzung zuteil. Viele seiner Kirchenbilder wurden ins Ausland verkauft, über die ganze Welt verstreut. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde El Greco von Kunsthistorikern wiederentdeckt, nahmen Avantgarde-Künstler wie Pablo Picasso sowie die Expressionisten August Macke, Franz Marc und Max Beckmann seine moderne Auffassung von Malerei zum Vorbild für ihre Kunst.
09:45
R: Ariane Reimers... „Chinas weiter Westen“. Zwischen den Siebentausendern des Karakorum-Gebirges, sattem Grasland und der Taklamakan-Sandwüste trifft Korrespondentin Ariane Reimers in der Provinz Xinjiang traditionell lebende Völker. In „Länder – Menschen – Abenteuer“ folgt eine weitere Himalaja-Doku.
10:15
Markus Lanz
11:30
Zu Gast bei Vera Russwurm sind die verwitwete Drillingsmama Nina Fuchs, Tanja Bräutigam, zweifache Mutter mit Burnout, sowie Ulrike Wolf, die als Witwe mit 46 Jahren vor dem Ruin stand. Vera Russwurm spricht mit Menschen, die ein Problem bewältigt haben. Sei es beruflich, privat, gesundheitlich. Die Gäste erzählen, wie sie es geschafft haben, die Herausforderung ihres Lebens zu bewältigen. Nina Fuchs stand mit ihren Drillingen im Kleinkindalter plötzlich allein da, nachdem ihr Mann Michael mit 38 Jahren unerwartet starb. Aus der Krise geholfen hat ihr die Psychologin Dr. Monika Wogrolly, die ebenfalls einen harten privaten Schicksalsschlag zu meistern hatte. Die zweifache Mutter Tanja Bräutigam hatte sich bis zur totalen Erschöpfung um ihre Kinder gekümmert. Trotz aller Bedenken nimmt sie sich eine fünfwöchige Auszeit. Hin – und hergerissen zwischen dem Wunsch nach Ruhe und dem Gefühl, eine Rabenmutter zu sein, beginnt für Tanja eine spannende Reise zu sich selbst. Frau Bräutigam kommt mit Nina Petz, einem erfahrenen Eltern-Kind-Coach. Ulrike Wolf wurde mit 46 Jahren Witwe und stand kurz darauf mit ihrem Gasthof vor dem finanziellen Ruin. Da begegnete ihr zufällig der Wirt Rupert Gangl, der sich als der Retter ihres gesamten Lebens entpuppte. Die beiden erzählen ihre schier unglaubliche Geschichte.
12:30
mit Untertiteln und Gebärdensprache.
13:00
ZIB
13:15
In sieben Etappen bereist der Schweizer Reto Brennwald den amerikanischen Kontinent von Nord nach Süd, von Alaska nach Feuerland. Die erste Etappe führt von Alaska bis nach Atlin in Kanada. Zwei Kontinente, zehn Länder, 20 000 Kilometer. Die Reihe Panamericana ist eine Annäherung an Nord – und Südamerika, gekennzeichnet durch Begegnungen mit Menschen und Landschaften. Zunächst begleitet Reto Brennwald die Ureinwohner Alaskas, die Inupiat, auf der Jagd. Dabei vermittelt er Einblicke des Lebens am äußersten Rand des amerikanischen Kontinents. Mit dem Truck reist Reto Brennwald weiter auf einem der einsamsten Highways der USA durch die Tundra nach Süden. Die Stadt Cordova im Prinz-William-Sund lebt vom Lachsfang und ist umgeben von einer faszinierenden Gletscherlandschaft. Schließlich reist der Filmemacher mit dem Zug über die Grenze nach Kanada. Am White-Pass verfolgt er die Spuren des Goldrauschs und trifft auf die moderne Variante dieser Glücksritter.
14:00
Die zweite Etappe führt von Atlin in Kanada nach San Francisco. In der Goldmine im Goldsuchernest Atlin spielt Ron Smallwood Golf und ist auf der Jagd nach dem raren Edelmetall. Der Banff Nationalpark ist berühmt für seine Wölfe und Bären. Der Schweizer Peter Dettling fotografiert sie in freier Natur und nimmt Reto Brennwald mit auf eine Foto-Jagd. Weiter östlich spricht man Deutsch, bei den Hutterern, einer Täufergemeinde aus Südtirol. Ihr strenges aber heiteres Leben in Gütergemeinschaft beeindruckt Reto Brennwald. Südlich der Grenze zu den USA folgt ein landschaftlicher Höhepunkt: der Yellowstone, ein brodelnder Vulkankessel unter dem gleichnamigen Nationalpark.
14:40
Mit den unbekannten Seiten der Traumstadt San Francisco beginnt der dritte Teil der Reise. Reto Brennwald unterhält sich auf einem Stadtrundgang über das Leben der Schwarzen in den USA. Auf dem legendären Highway 1 macht er spontane Begegnungen mit Asphalt-Abenteurern und gelangt nach Santa Cruz, der Hauptstadt der kalifornischen Surfer. Eine völlig andere amerikanische Realität ist das konservative Utah. Im Staat der Mormonen trifft Reto Brennwald Waffenliebhaber und erhält Einblicke, die überraschend, aber auch schockierend sind. Mit einer Gruppe bärtiger Harley-Fahrer gelangt der Reporter zum Naturwunder Arches-Nationalpark und schließlich in die Pueblo-Stadt Taos in New Mexiko.
15:20
Die vierte Etappe führt Reto Brennwald von Taos über Mexiko nach El Salvador. Am Rande von Taos erkundet er die Earthships von Architekt und Abfallprophet Mike Reynolds. Bärbeißig und beharrlich verfolgt dieser seine Vision vom einfachen Leben. Seine Ökobehausungen sind aus Abfall gebaute und mit Erdwärme und Solarenergie versorgte, bewohnbare Treibhäuser, die auch einen Teil der Ernährung der Bewohner liefern. Einladende Plazas und prunkvolle Paläste prägen das Bild der mexikanischen Kolonialstadt Guanajuato auf fast 2100 Metern Höhe. Die barocken und neoklassischen Gebäude und Kirchen aus der Blütezeit der Silberminen im 18. Jahrhundert sind wahre Meisterwerke und gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. In San Salvador zeigt das vom Bürgerkrieg geprägte El Salvador sein furchterregendes Gesicht: Die berüchtigten Mara-Salvatrucha-Banden erpressen, vergewaltigen und morden.
16:00
Für Reto Brennwald geht es weiter von Panama bis nach Peru. Im Dschungel von Panama trifft er die Embera-Indianer. Sie leben größtenteils noch nach ihren überlieferten Traditionen. Die Indianer empfangen Reto Brennwald freundlich und geben ihm einen Einblick in ihre Lebensweise. Weiter südlich ist die Panamericana durch den Darien-Gap, einen wilden Dschungel, unterbrochen, den man nicht mit Fahrzeugen durchqueren kann. Die Reise auf dem Luft – und Wasserweg nach Kolumbien führt entlang der Route der Drogenschmuggler. Die Fahrt mit einem Schnellboot über den Golf von Turbo ist besonders abenteuerlich. Medellín im Norden Kolumbiens hat noch immer den Ruf einer Drogenhölle. Doch Reto Brennwald erfährt, dass die zweitgrößte Metropole des Landes eine annähernd sichere Stadt geworden ist. Die Etappe endet mit der Ankunft in Cusco, der ehemaligen Hauptstadt des Inkakönigreichs.
16:45
Die sagenumwobene Ruinenstadt Machu Picchu wirkt erst mystisch im Nebel, entfaltet aber im Sonnenlicht ihren vollen Zauber. Von dort aus reist Reto Brennwald weiter nach Bolivien. Die Grenze von Peru nach Bolivien überquert er per Schilfboot auf dem Titicacasee und gelangt später nach La Paz, dem mit fast 4000 Metern über dem Meer höchstgelegenen Regierungssitz der Erde. Magische Momente erlebt Reto Brennwald auf dem Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Erde auf 3600 Metern Höhe: Die Fahrt durch das zentimetertiefe Wasser, die Begegnung mit Salzarbeitern und die Spiegelungen von Salzkegeln, Landschaft und Wolken begeistern ihn. Nach einer Passfahrt auf 5000 Metern erreicht er gut durchgeschüttelt die farbenprächtige Laguna Colorado mit ihren seltenen Flamingo-Arten.
17:25
Reto Brennwalds letzte Etappe führt von Argentinien bis ans Ende der Welt. Buenos Aires nennt man auch das Paris Lateinamerikas. Die Bewohner lieben den eleganten Auftritt. Sie gelten aber auch als selbstverliebt und neurotisch. Kaum etwas illustriert das besser als der Tango. Viel bodenständiger präsentiert sich das Leben der Gauchos auf den großen Estancias im Norden des Landes. Auf dem Rücken schneller Pferde kontrollieren sie Herden von bis zu 4000 Rindern. Schließlich gelangt Brennwald an die Südspitze des amerikanischen Kontinents, in die letzte Stadt Feuerlands, Ushuaia. 20 000 Kilometer nach dem Start in Wainwright, Alaska, gelangt Brennwald schlussendlich ans fin del mundo, ans Ende der Welt am Beagle-Kanal.
18:05
R: Romain Guélat... Die Route 66 verbindet auf der 4000 Kilometer langen Strecke Chicago und Los Angeles. Atemberaubende Landschaften und ein Amerika voller Kontraste stehen für den American Way of Life. In den 1920er-Jahren erbaut, hat die Route 66 Millionen von Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben bis nach Kalifornien begleitet. Die Straße war wie ein Versprechen, der Weg ins Eldorado. Dann drängten neue Autobahnen die legendäre Route ins Abseits. Sie waren schneller und sicherer. Eine Katastrophe für die kleinen Gemeinden entlang der Route 66. Motels und Tankstellen mussten schließen. Die einst stark frequentierten Dörfer und Städte wurden links liegengelassen. Das pralle Leben fand woanders statt. Die Reisereportage begegnet auf der Strecke Männern und Frauen, die aus Leidenschaft mit der Route 66 verbunden sind. Die Route 66 ist für sie nach wie vor Symbol des amerikanischen Traums. Mehr und mehr finden Reisende der Nostalgie wegen wieder auf diese Strecke.
19:00
anschließend: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit kompakt
19:30
R: Christine Adelhardt... Grasland, Gebirge, endlose Sandwüsten: Die Innere Mongolei gilt als Chinas wilder Norden. Ihre Geschichte reicht Jahrhunderte zurück, ihr berühmtester Sohn ist Dschingis Khan. Noch heute ziehen die Nomaden mit ihren Tieren durch die endlosen Weiten des Graslandes. Im Grasland stößt das Filmteam auf eine Familie, deren Alltag noch heute bestimmt ist durch ihre Schafe, Kühe, Pferde und Kamele. Die Regierung will sie sesshaft machen. Aber Dschingis Khans Kinder wollen ihre Traditionen weiterleben. Dazu gehören auch ihre Feste, die den Zusammenhalt stärken. Besonders farbenprächtig ist Nadam. Bei diesem berühmten Volksfest kämpfen alle – Kinder, alte Männer und kraftstrotzende Muskelpakete in Lederjacken – verbissen um den Sieg in drei Disziplinen: Das sind wie seit Jahrhunderten Pferderennen, Bogenschießen und Ringen. Zum großen Vergnügen der Zuschauer. Doch die Innere Mongolei ist – wie schon zu Dschingis Khans Zeiten – keineswegs im Gestern stehengeblieben. Neben alter Tradition steht ein ultramodernes Projekt: Ordos. Auf den ersten Blick eine Geisterstadt mitten in der Wüste, mit Hochhäusern und Villenvierteln, achtspurigen Straßen, gigantischen Museen ohne Ausstellungsstücke. Hundert internationale Architekten waren am Bau beteiligt, der Masterplan für die künstliche Stadt stammt vom chinesischen Künstler Ai Weiwei. Ein engagiertes Projekt, das auch Künstler und kluge Köpfe in die Innere Mongolei locken sollte. Die Straßen und Häuser sind bisher menschenleer. Aber, dem boomenden Immobilienmarkt sei Dank, sind angeblich alle Häuser verkauft. Im krassen Gegensatz zu den wenigen Menschen in dieser künstlichen Geisterstadt leben die letzten Ewenke. Ihre Heimat sind die endlosen Wälder im Norden der Inneren Mongolei nahe der Grenze zu Russland. Dieser Volksstamm züchtet traditionell Rentiere und lebt mit den halbgezähmten Tieren in Zelten im Wald. Wegen der strengen Ansiedlungspolitik der chinesischen Regierung gibt es aber nur noch eine Handvoll Familien, die das entbehrungsreiche Leben in der Wildnis führen. Es war nicht leicht für das Kamerateam, sie im Dickicht der riesigen Wälder zu finden. Durchs Grasland und die Wälder des Nordens reisen Christine Adelhardt und das Team des Studios Peking in die weiten Wüsten des Westens, die sich mit ihren gigantischen Sanddünen immer weiter ausbreiten. Die Anpflanzung von speziellen Sträuchern soll die Versandung der Landschaft stoppen. Diese große Grüne Mauer gilt als zweite chinesische Mauer. Hunderte von Kilometern lang versuchen die Bewohner, mit Grünpflanzen die Wüste in ihren Grenzen halten. Christine Adelhart besucht eine Familie, die mit dem Anbau der Pflanzen für die Grüne Mauer überlebt. Früher zogen die Familienmitglieder als Nomaden durchs Grasland. Von ihrem ersten Leben blieb jedoch nur Sand. Der Sand kann erstickend sein – und ist doch wunderschön.
20:00
Tagesschau
20:15
In deutschen Operationssälen werden pro Jahr über vier Millionen Bluttransfusionen gegeben. Seit Jahren verdichtet sich ein Verdacht: Transfusionen können auch gefährliche Nebenwirkungen haben. Recherchen haben dies 2014 an die Öffentlichkeit gebracht und Alternativen aufgezeigt: Mit dem Patient Blood Management lässt sich ein großer Teil der Transfusionen einsparen. Zwei Jahre später geht diese Dokumentation der Frage nach, was sich seither getan hat. Zwar haben sich mehr und mehr Kliniken der Blutsparinitiative angeschlossen, im weitaus größten Teil der Krankenhäuser werden die neuen Erkenntnisse allerdings nach wie vor nicht umgesetzt. Keine Frage: Nach Unfällen und großen Operationen mit unvorhersehbarem Blutverlust helfen die Konserven, Leben zu retten. Einen routinemäßigen und gedankenlosen Einsatz von Blutbeuteln bei planbaren Operationen dürfte es heute eigentlich nicht mehr geben. Der Film von Ulrike Gehring begleitet eine Gruppe von Ärzten, die nicht hinnehmen wollen, dass es nach wie vor zu unnötigen Komplikationen oder sogar Todesfällen kommt, die durch konsequente Anwendung des Patient Blood Management vermieden werden könnten. Die Mediziner haben neue und umfangreiche Studien durchgeführt, die das von Bluttransfusionen ausgehende Risiko untermauern. Und sie fordern, dass auch die Gesundheitspolitik reagieren muss, damit sich die neuen Erkenntnisse auch in allgemeinen Behandlungsrichtlinien niederschlagen und damit überall Standard werden.
21:00
Entwicklungshilfe war gestern: Auf dem EU-Afrika-Gipfel Ende November 2017 sollen die Weichen für mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit gestellt werden. In Zukunft sollen Unternehmen Ländern wie Niger auf die Beine helfen. Mit ihrem Marshallplan für Afrika macht die deutsche Regierung ihren Paradigmenwechsel klar: Private Investitionen statt staatlicher Almosen sollen für Jobs und Perspektiven sorgen. Auf der Liste der Länder, die dabei besonders gefördert werden, steht mit Niger einer der ärmsten Staaten Afrikas. Das zentralafrikanische Land ist eine der großen Flüchtlingsdrehscheiben für Menschen aus ganz Afrika. Mit ein paar tausend US-Dollar erkaufen sie sich hier die Passage übers Mittelmeer nach Europa. Manche kehren erfolglos zurück, wenige können von Flüchtlingsorganisationen von der Weiterreise abgehalten werden. Die Gestrandeten bilden eine zusätzliche Herausforderung für den Wüstenstaat. Die EU unterstützt Niger in den kommenden Jahren mit 700 Millionen Euro. Aus Entwicklungshilfe soll Fluchtursachenbekämpfung werden. Denn um mehr deutsche Privatinvestoren zu motivieren, sich in Afrika zu engagieren, benötigt es vor allem unternehmerische Sicherheit. Bislang sind von 400 000 deutschen Unternehmen nur 800 auf dem gesamten afrikanischen Kontinent aktiv, kritisiert Ex-Entwicklungshilfeminister Müller. Kann der Marschallplan für Afrika daran tatsächlich etwas ändern?
21:30
Erstausstrahlung.
22:00
ZIB 2
22:25
I: Samuel L. Jackson, Ed Harris, Eva Mendes, Luis Guzman, Keke Palmer, Maggie Lawson, Jose Pablo Cantillo, Robert Forster, Edrick Browne, Marc Macaulay, Rosalind Rubin; S: Matthew Aldrich; R: Renny Harlin... Samuel L. Jackson gerät als Tatortreiniger in eine schmutzige Geschichte., Ex-Cop Tom Cutler (Jackson) reinigt Wohnungen von den Überresten verstorbener Menschen. Bis er unwissentlich die Beweise eines Mordes beseitigt. Das Opfer war der Mann der schönen Ann (Eva Mendes) und sollte vor Gericht gegen Polizisten aussagen… Die Krimihandlung ist eher konventionell erzählt. Dafür liefert Jackson ein nuanciertes Psychogramm.
23:45
I: Jean Reno, Kad Merad, Marina Fois, Venantino Venantini, Moussa Maaskri, Lucie Phan, Gabriella Wright, Richard Berry, Jean-Pierre Darroussin; S: Richard Berry, Eric Assous; R: Richard Berry... Jean Reno und Kad Merad („Willkommen bei den Schtis“) treffen aufeinander., Ex-Mafiapate Charly (Reno) wird in Marseille von einem Mordkommando über den Haufen geschossen. Die Ärzte entfernen 22 Kugeln aus seinem Körper. Charly überlebt den Anschlag wie durch ein Wunder und übt an seinen Feinden (u. a. Kad Merad) blutige Vergeltung… Mitunter zäh, und auch mäßig originelle Gangsterfilmklischees mindern das Vergnügen.
01:40
10 vor 10
02:05
Zwei Veteranen trotzen dem Alter: Die verhinderten Schlagerstars Oliver Welke und Dietmar Wischmeyer lesen Texte aus einem Buch, das niemals erscheinen wird. Es geht um die Zukunft, um Milchaufschäumer – und es geht uns alle an. Klingt komisch, ist es auch! Versprochen wird ein unvergesslicher Abend, bei dem einem das Denken im Halse stecken bleibt. Seit über 20 Jahren kreuzen sich die Wege von Oliver Welke und Dietmar Wischmeyer immer wieder. Vom Frühstyxradio beim niedersächsischen radio ffn bis zur heute-show des ZDF prägen sie die deutsche Satirelandschaft. Logisch, dass dabei auch großartige gemeinsame Projekte entstanden: Etwa die Textsammlung Frank Bsirske macht Urlaub auf Krk mit ebenso absurden wie fiktiven Einblicken in das Privatleben deutscher Prominenter. Im Januar 2016 nutzten sie wieder die Winterpause der heute-show für eine kurze Tournee, die es in sich hatte: Im Herzen jung hieß das Programm, das angeblich der Inspiration durch die Schlagerbarden Die Amigos zu verdanken ist. Entsprechend gingen die Künstler in roten Show-Anzügen auf die Bühne.
03:05
Rainald Grebe – Musiker, Kabarettist, Berufswahnsinniger – rockt die Arena im Berliner Osten mit Artisten, Kamel, Männerballett und Bio-Feuerwerk, alles begleitet vom Wuhlorchester. Die Zuschauer erwartet ein einmaliges Spektakel, ein Riesenzirkus: Rainald Grebe plant seine eigene Version der Weltfestspiele, in deren Verlauf er über 10 000 Fans mit Volksliedern, griechischen Tänzen und Rhythmischer Sportgymnastik beglückt. Und damit nicht genug: Es darf mit überraschend eintreffenden Gaststars von lokalem wie internationalem Format gerechnet werden. Thematisch angelehnt ist der Abend an die Geschichte des Veranstaltungsorts: 1973 kamen während der Weltfestspiele der Jugend insgesamt acht Millionen Menschen in der Wuhlheide zu Ostberlin zusammen. In Zeiten von Lampedusa und Pegida möchte Grebe ebendiesen Gedanken von Frieden und Einheit aufleben lassen und nebenbei den Begriff Volksmusik neu definieren. Nie lagen Ironie und Pathos enger beieinander. Unterstützt wird Grebe von seinem Wuhlorchester, das seine Fans als Orchester der Versöhnung kennen. Außerdem dabei sind Pullunderträger Olaf Schubert mit einem Grußwort aus Dresden und der Bassbariton Thomas Quasthoff mit einer Endzeitversion von Helene Fischers Atemlos durch die Nacht. Wichtigster Teil des Konzerts ist aber sein Publikum, das Grebe in den Rang eines Volkschors emporhebt. Zur Krönung des Abends, der ganz im Zeichen des Guten steht, spendiert der Künstler ein ebenso überwältigendes wie politisch korrektes Bio-Feuerwerk. Und am Ende singen alle Brandenburg und jubeln Halleluja, Berlin!.
04:35
Endlich wieder Happy Hour! Die Satireshow aus der Berliner Kulturbrauerei geht in die nächste Runde. Kabarettist und Moderator Sebastian Pufpaff präsentiert Stars und Nachwuchskünstler aus Kabarett und Comedy, Poetry-Slam und Musik. Für feine Satire und gehobenen Unfug sorgen diesmal: Tobias Mann, der mit kabarettistisch gewagten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet ist. Abdelkarim, zwar gefangen in multiplen Identitäten, aber nach eigenen Angaben auf jeden Fall Deutschlands Staatsfreund Nr. 1. Lisa Eckhart, Österreichs Grande Dame Terrible und die satirische Antwort auf alle Fragen, die sich bislang niemand zu stellen wagte. Andreas Rebers, der ewig junge Altmeister des gepflegten Wahnsinns. Gerade hat er 60. Geburtstag gefeiert, auf der Bühne bildet Amen den furiosen Abschluss seiner Trilogie des Glaubens. Suchtpotenzial, das Liedermacherinnen-Duo, das mit dem Alko-Pop ein eigenes Genre kreiert hat. Lieder klingt aber auch viel zu harmlos für das, was die beiden auf der Bühne raushauen.
05:20
Kabarett kann auch Spaß machen! Unter diesem Motto lädt Sebastian Pufpaff wieder zur Happy Hour in die Berliner Kulturbrauerei. Zusammen mit seinen Gästen präsentiert der Anarchist im Anzug eine rasante Mischung aus Kabarett und Comedy, Musik und Poetry-Slam. Für feine Satire und gehobenen Unfug sorgen diesmal: Christoph Sieber, der hoffnungslose Optimist, auf der Suche nach dem linken Mainstream. Hazel Brugger, Shootingstar des Kabaretts und die vermutlich coolste Form gedanklicher Eskalation. Rainald Grebe, Liedermacher, Kabarettist, Schauspieler, Autor, Regisseur. Multitalent wäre maßlos untertrieben. Michael Mittermeier, der inoffizielle Erfinder deutscher Stand-up-Comedy, neuerdings auch Experte für erotische Literaturverfilmungen. Fiva x JRBB, die Münchner Moderatorin und Rapperin ist aktuell mit satter Big Band unterwegs. Mit klugen Texten statt Gangsta-Attitüde nimmt sie einen besonderen Platz im deutschen Hip-Hop-Kosmos ein.
06:05
3satTextVision
06:20
Vor einem Jahr mussten Menschen hier Schutz vor glühenden Lavabrocken suchen. Für den deutschen Forscher Boris Behncke ein Zeichen dafür, dass der 3323 Meter hohe Vulkan, den die Sizilianer „Mama Ätna“ nennen, immer explosiver wird. Winzer hingegen schätzen den fruchtbaren Boden.
06:35
R: Jörg Daniel Hissen... Die Westküste Amerikas ist für Einwanderer und Reisende gleichermaßen ein Traumziel. Sie steht für die Verbindung von atemberaubender Natur und menschlicher Kreativität. Filmemacher Jörg Daniel Hissen trifft auf der Reise entlang der Westküste außergewöhnliche Menschen, erzählt ihre Geschichten und fängt das Lebensgefühls der Westcoast ein. Die Reise beginnt an der Grenze zu Kanada im US-Bundesstaat Washington. Entlang der Westküste im Nordwesten der USA trifft er auf Menschen, die für das Lebensgefühl im pazifischen Nordwesten stehen. Unter anderem begleitet er den Walforscher Ken Balcomb auf seinen Touren im Wasserflugzeug und mit dem Boot zu den Killerwalen im Pazifik. In Seattle erfährt er alles über das erfolgreiche Kaffeeunternehmen Starbucks. Mit dem Ranger Jon Preston geht es anschließend in einen der schönsten Nationalparks der USA, den Olympic National Park. Das Film-Team begleitet den professionellen Angler Jack Glass auf den Columbia River auf Fischfang und fliegt mit dem Geologen Jon Major in den Krater des Vulkanes Mount St. Helens. Der Film lädt zu einer Entdeckungsreise von der Grenze Kanadas durch den Bundesstaat Washington ein. Zahlreiche spektakuläre Luftaufnahmen eröffnen neue Sichtweisen auf den pazifischen Nordwesten der USA.
07:20
Kulturzeit kompakt
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
R: Pascal Magnin... Im malerischen Dorf Malleray-Bévilard im bernischen Jura lebt die Familie Gertsch. Seit Generationen bewirtschaftet sie den Wald. Seit einiger Zeit wieder auf traditionelle Art und Weise. Im Wald rund um Malleray-Bévillard ist es ruhig. Auch wenn Holz geschlagen wird, dröhnen keine Motorsägen durch das Unterholz. Nach alter Väter Sitte hallen Axtschläge durch den Wald. Die Familie Gertsch schlägt die Bäume mit handgefertigten Äxten, die der Dorfschmid Serge Turberg nach alter Handwerkskunst herstellt. Das war nicht immer so. Früher verarbeiteten sie die Bäume im Akkord mit Maschinen und Motorsägen. Heute zieht die Familie gemeinsam mit ihren handgefertigten Äxten und Sägen in den Wald, um Bäume in aller Ruhe von Hand zu schlagen. Der Gewinn, so meinen sie, liege in der neu gewonnenen Lebensqualität. Mehr Ruhe, weniger Lärm.
09:30
Erstausstrahlung.
09:55
R: Georg Riha... Die Wälder von Wien prägen das Erscheinungsbild der Stadt, sind Lebensader und Zuflucht zugleich. Kaum eine andere europäische Hauptstadt besitzt pro Einwohner so viel Wald wie Wien. Im Westen und im Norden der Donaumetropole erstreckt sich der Wienerwald, im Osten liegt der Nationalpark Donau-Auen. Unzählige Wäldchen und Grünanlagen finden sich direkt im Stadtgebiet. Die Kernzone des Waldbesitzes liegt jedoch 150 Kilometer von der Stadt entfernt. Die Kalkalpen rund um die Rax, den Schneeberg und das Hochschwab-Massiv stehen in Wiener Gemeindebesitz, zumindest jene 32 000 Hektar, die im Einzugsgebiet der beiden berühmten Hochquellwasserleitungen liegen. All diese grünen Juwele stehen unter der Obhut einer beachtlichen Garde von Förstern, Landwirten, Winzern, Berufsjägern und Holzarbeitern, die vor allem im Dienst der Lebensqualität tätig sind.
10:40
R: Lukas Beck... Der Tiergarten Schönbrunn ist weit mehr als der älteste Zoo der Welt. Der Film wirft einen Blick hinter die Kulissen und zeigt einen Zoo-Alltag, der den Besuchern verborgen bleibt. Der Zoo vereint Natur aus allen Kontinenten auf 17 Hektar. Er ist Drehscheibe der Arterhaltung, historisch gewachsenes UNESCO-Weltkulturerbe und eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Wiens. Kurz: Er ist Lebens- und Erlebensraum für Mensch und Tier zugleich.
11:25
R: Robert Neumüller... Elizabeth T. Spira gilt als die Dokumentaristin der österreichischen Seele. Sie ist die Fragende im Hintergrund und stellt Menschen in den Vordergrund, die ansonsten nicht oft zu sehen sind. Nun ändert sich für die legendäre Dokumentaristin die Perspektive: ein Porträt über Elizabeth T. Spira, in dem sie selbst vor der Kamera steht und aus ihrem Leben erzählt.
12:10
R: Elizabeth T. Spira... In jeder Folge besucht Elizabeth T. Spira Alleinstehende zu Hause, die über die Partnervermittlung im Fernsehen einen Lebenspartner suchen. Durch den Sendungsstil soll für den Zuseher ein möglichst umfassendes Persönlichkeitsbild des Kandidaten gezeichnet werden.
13:00
ZIB
13:10
Notizen aus dem Ausland
13:15
quer
14:00
Kunst & Krempel
14:30
Erstausstrahlung.
15:00
Natur im Garten
15:30
R: Jörg Rheinländer... Der Stierkampf und Spanien sind untrennbar, allen Protesten der Tierschützer zum Trotz. Aber was genau lässt die Spanier an ihrer Corrida bis heute so ungebrochen festhalten? Warum können sich selbst die Menschen ihrer Faszination nicht entziehen, die das blutige Ende des Kampfes eigentlich nicht gutheißen? Korrespondent Jörg Rheinländer geht dem Phänomen in einer Art Selbstversuch auf den Grund. Seine Reportage begleitet den Torero David Mora bei seinen Vorbereitungen auf den Kampf und in die Arena. Und sie blickt hinter die Kulissen von Las Ventas, der größten Arena Spaniens – vom Pferdestall bis zur Notfallklinik für verletzte Toreros. Juan Pedro Domecq zeigt auf seinem Gut in Andalusien, wie das Leben der Stiere vor der Corrida aussieht. An der Schule für Toreros von Madrid trifft Jörg Rheinländer Jugendliche, die davon träumen, irgendwann einmal selbst in der schimmernden Traje de Luces in einer berühmten Plaza de Toros aufzutreten. Und der Schneider Justo Algaba erklärt, wie man diesen Lichteranzug, das Gewand der Stierkämpfer, näht – und was es mit dem berühmten roten Tuch auf sich hat.
16:00
R: Ute Casper... Wild ist sie, die Ariege auf ihrem Weg durch die französischen Pyrenäen. Manches Geheimnis an ihren Ufern hat sie bis heute nicht preisgegeben. Schon in der Steinzeit lebten dort Menschen. Berühmt gewordene prähistorische Bilderhöhlen wie Niaux zeugen davon und locken Besucher von weither. Immer noch warten spektakuläre unterirdische Höhlenwelten auf Entdeckung. Eine Reise auf dem unterirdischen Fluss von Labouiche ist ebenfalls ein Abenteuer. Mittelalterliche Städte und Thermalbäder im Land der Ariege erzählen von einstigem Wohlstand. Heute liegt die Kraft der Region in einer grandiosen Natur. Auch die Bären kehren wieder zurück, und der legendäre Pyrenäenhund, der Patou, ist an der Seite der Hirten zum Schutze der Herden im Einsatz. Hoch oben in Andorra, an der Grenze zu Frankreich, entspringt die Ariege. Einem ganzen Département hat sie ihren Namen gegeben, der sich von einem alten Wort für Gold herleiten soll. Gold ist in der Ariege und den ihr zufließenden Bächen auch wirklich schon gefunden worden. Und aus Foix, der Hauptstadt des Département Ariege, kamen einst mächtige Könige. Katharerburgen wie Montségur thronen weithin sichtbar über dem Land. In den einsamen Hochtälern der Region hat noch ein weiterer Schatz überlebt: der 'schwarze Prinz der Pyrenäen', eine seltene und wertvolle Pferderasse, die nach Merens, einem kleinen Ort an der Ariege benannt ist. Schon Julius Cäsar und Napoleon sind auf Merens-Pferden in die Schlacht geritten, und die Urahnen dieser kleinen Kraftpakete lebten wohl schon zu den Zeiten, als die Steinzeitmenschen Pferde an die Höhlenwände malten.
16:45
R: Christine Seemann... Die Kitzbüheler Alpen in Tirol zählen zu den schönsten Urlaubsregionen Österreichs. Inmitten sanfter Grasberge und am Fuß des berühmten Hahnenkamms liegt die renommierte Sportstadt Kitzbühel. Kitzbühel ist Austragungsort des Weltcup-Skirennens und Heimat von Ski-Legende und Schlagersänger Hansi Hinterseer. Westlich der Sportstadt liegt die Ferienregion Alpbachtal-Seenland, die ihren Namen dem Örtchen Alpbach verdankt, dem schönsten Dorf Österreichs. Das Alpbachtal ist auch bekannt für sein Brauchtum. Ein Speckbauer zeigt seine schwarze Küche. Außerdem geht der Film der Frage nach, was eine Prügeltorte ist, besucht einen Friedhof, auf dem gelacht werden darf, und taucht ein in die eiskalten Fluten der Kaiserklamm. Im Europäischen Forum Alpbach treffen sich alljährlich Denker, Politiker und Wissenschaftler aus der ganzen Welt, um aktuelle Fragen zu erörtern.
17:30
I: Jutta Speidel, Heiner Lauterbach, Michael Fitz, Michael von Au, Katharina Müller-Elmau, Katja Amberger, Thomas Limpinsel; S: Nikolai Müllerschön; R: Nikolai Müllerschön... TV-Komödie. Jutta Speidel trifft ihr Ebenbild., Nein, es sind keine Zwillinge, die bei der Geburt vertauscht wurden – Glasereiinhaberin Emma und Unternehmerin Hedwig (beide Speidel) sehen sich nur verdammt ähnlich. Wie der Zufall und das laue Drehbuch es wollen, muss Emma die heile Welt ihres Viertels vor der skrupellosen Doppelgängerin retten, die dort Luxuswohnungen plant, und verliebt sich prompt in deren Gatten (Heiner Lauterbach)… Eine Folge „Lindenstraße“ bietet mehr Humor, Spannung und Dramatik als dieser Weichkäse von Nikolai Müllerschön („Der rote Baron“). Das Potenzial des Themas wird nicht annähernd ausgeschöpft.
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
R: N. Feiler-Thull, K. Edinger... Mit tabubrechenden, auch schmerzhaften Aktionen polarisiert die Performance-Künstlerin seit über 50 Jahren. 2010 machte Marina Abramovic mit ihrer dreimonatigen Schweige- und Sitz-Performance „The Artist Is Present“ von sich reden. Bis zum 12. August zeigt die Bundeskunsthalle Bonn eine Retrospektive der 71-Jährigen.
20:00
Tagesschau
20:15
Im imposanten Wolkenturm des Schlossareals Grafenegg spielt das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Werke u. a. von Wagner, Verdi, Mozart und Dvorák. Solisten sind Stars der Klassikszene: SopranistinKarita Mattila, Bassbariton Luca Pisaroni und Schlagzeugvirtuose Martin Grubinger.
21:45
R: Stefan Sagmeister, Ben Nabors, Hillman Curtis... Doku von und mit Grafikdesigner Stefan Sagmeister – auf der Suche nach dem Glück und dem besseren Ich., Ich habe keine Ahnung, wie ich diesen Film anfangen soll, aber ich weiß ganz genau, wie er enden wird“, sagt Stefan Sagmeister im Off. Kurz darauf fliegt er getragen von gelben Luftballons mit der Aufschrift „The End“ davon. Oder zumindest fast. Im Sabbatical kam dem in New York lebenden österreichischen Stargrafiker die Idee, einen Film über das Glück zu drehen – sein eigenes, schließlich ist er da Experte. Mit Meditation, Therapie und Psychopharmaka versucht er ein Jahr ein glücklicherer Mensch zu werden. Was nebenbei entsteht, ist eine Doku über Beziehungen, Liebe und Trauer, über das moderne Menschsein, kreative Arbeit, psychologische Defekte und die Freuden grundlosen Herumfahrens. „The Happy Film“ ist einerseits der spielerische Egotrip eines Grafikers, wirkt zugleich aber auch wie ein berührendes, oft komisches, sehr direktes und besonders ideenreich gestaltetes Erklärstück aus der „Sendung mit der Maus“. Und die Visualisierungen sind einfach spitze. „Dieser Film wird Sie nicht glücklich machen“, steht ganz zu Beginn auf einer Schrifttafel, stimmt aber nicht so ganz.
23:15
R: Jörg Sonntag... Folge 3. „Teenage Rampage – Von Glam-Rock und Glitzer“: In den frühen 70ern grenzen sich Glamrocker von den Hippies ab, zu Wort kommen u. a. Mötley-Crüe-Gründer Nikki Sixx, Kiss-Bassist Gene Simmons und Blondie-Frontfrau Debbie Harry. Im Anschluss Folge 4: „Anarchy in the UK – Punk und Rebellion“.
00:00
R: Jörg Sonntag... Der Punk war die letzte weltumspannende Jugendbewegung. Sie wurde schnell von großen Firmen, der Mode und der Szene vereinnahmt und kommerzialisiert. Geblieben sind politische Statements der Punker und Bands sowie Songs für die Rock-Geschichte. Viele Musiker schöpften ihre kreative Kraft aus dem Punk und entwickelten ihn weiter. Live-Auftritte aus dem Beat-Club und dem Musikladen dokumentieren die musikalische Vielfalt, die sich in den 1970er-Jahren entwickelte. Der Punk war maßgeblicher Impulsgeber des weltweiten Erfolges des Heavy Metal. Der Film enthält Interviews mit Scott Ian Mina Caputo , Charlie Harper , Dee Snider , Debbie Harry , Doro Pesch (DORO, Warlock), James Hetfield , der Regisseur Alan Parker, Rob Halford , Bruce Dickinson sowie Happy Tom und Euro Boy .
00:45
lebensArt
01:45
das aktuelle sportstudio
02:45
R: Albert Knechtel... Es ist der äußerste Rand der EU, mitten im südamerikanischen Regenwald: Französisch-Guayana, ein Überseegebiet der Grande Nation, 7000 Kilometer von Paris entfernt. Die zweiteilige Dokumentation stellt das Gebiet um den Fluss Oyapock vor, der die Grenze zwischen Frankreich und Brasilien bildet. Hier wurde eine Brücke gebaut, die heute keiner haben will. 20 Kilometer entfernt befindet sich ein abgelegenes Indianerdorf im Schachfieber. Weiter landeinwärts sieht es anders aus: Perspektivlosigkeit, Alkoholmissbrauch – das vermeintliche Paradies ist längst keine heile Welt mehr.
03:30
R: Albert Knechtel... Im zweiten Teil der Dokumentation geht es um Perspektiven am Oyapock. In Trois Palétuviers hat ein Lehrer aus Lothringen sein Hobby in den Unterrichtsalltag integriert: Schach. Fast das halbe Dorf spielt das königliche Spiel, mitten im Busch. Der Erfolg gibt ihm recht. Die Noten der Schulkinder sind gut. Um ihnen neue Eindrücke zu vermitteln, hat Daniel Baur seine Schützlinge auf eigene Kosten mit nach Brüssel zur EU genommen. Ganz anders sieht es in Camopi aus, das der Spiegel einmal Europas exotischsten Außenposten genannt hat. Etwa 120 Kilometer landeinwärts von Trois Palétuviers gelegen, sind hier Alkoholexzesse und Selbstmorde keine Seltenheit. Das Filmteam besuchte den Musiker Teko Makan, dessen Lied über den Selbstmord zum Hit am Oyapock wurde. Es sei auch die Isolation, die die Jugendlichen in den Freitod treibe, meint er: Camopi liegt in der Trockenzeit etwa zehn Stunden von der Hauptstadt Cayenne entfernt.
04:10
R: Alvaro Mendoza... Viele Tiere sind als Baumeister nicht weniger geschickt als der Mensch. Dass sie imstande sind, Erstaunliches zu leisten, zeigen die Turmbauten der Termiten ebenso wie die Waben von Wespen. Tierbauten sind meistens einfach, aber immer genial durchdacht. Sie geben interessante Einblicke in die Lebensweise und das Verhalten der Baumeister. So spinnen Fallensteller Netze oder bauen Gruben und fangen auf diese Weise ihre Beute. Nicht nur Vogelnester sind Kinderstuben, in denen die Jungen aufgezogen werden, auch Insekten, Frösche und Fische bauen für ihre Brut. Das Faszinierende bei allen Tierbauten ist, dass sie grundsätzlich aus Naturmaterialen gebaut werden. Und während der Menschen sein Revier gern für sich allein hat, ist es im Tierreich völlig normal, dass – oftmals viele verschiedene – andere Tiere einen Bau nutzen oder als Nachnutzer einziehen.
04:55
R: Alvaro Mendoza... Tiere waschen sich nie die Hände, putzen sich die Zähne oder springen unter die Dusche. Trotzdem sind sie sauber und verwenden im Lauf ihres Lebens ungeheuer viel Zeit auf ihr Äußeres. Sie kratzen, lecken und pudern sich, sie kämmen ihre Federn, nehmen Schlammbäder oder halten sich eine Putzhilfe. Dabei beugt die gründliche Pflege nicht nur Krankheiten und Parasiten vor – sie hilft auch, sich zu verteidigen, oder kann für die Beziehung nützlich sein.
05:40
Der Potager du Roi, der Gemüsegarten Ludwigs XIV., und das schwarze Périgord mit seiner Märchenlandschaft aus Buchsbäumen sind die Stationen einer Tour zu französischen Gärten und Parks. Bei dieser Entdeckungsreise kann man nicht nur die Liebe der Franzosen für die Gestaltung der Natur erleben, sondern kann auch einen Spaziergang durch die Jahrhunderte machen. Von den Rokokogärten im Schloss Villandry an der Loire bis zu dem Park von Jean-Jacques Rousseau wird deutlich, wie sich der Gartenbau von der strengen Symmetrie absolutistischer Herrscher zu den spielerischen Freiheiten moderner Parklandschaften entwickelt hat.
06:00
3satTextVision
06:15
Entwicklungshilfe war gestern: Auf dem EU-Afrika-Gipfel Ende November 2017 sollen die Weichen für mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit gestellt werden. In Zukunft sollen Unternehmen Ländern wie Niger auf die Beine helfen. Mit ihrem Marshallplan für Afrika macht die deutsche Regierung ihren Paradigmenwechsel klar: Private Investitionen statt staatlicher Almosen sollen für Jobs und Perspektiven sorgen. Auf der Liste der Länder, die dabei besonders gefördert werden, steht mit Niger einer der ärmsten Staaten Afrikas. Das zentralafrikanische Land ist eine der großen Flüchtlingsdrehscheiben für Menschen aus ganz Afrika. Mit ein paar tausend US-Dollar erkaufen sie sich hier die Passage übers Mittelmeer nach Europa. Manche kehren erfolglos zurück, wenige können von Flüchtlingsorganisationen von der Weiterreise abgehalten werden. Die Gestrandeten bilden eine zusätzliche Herausforderung für den Wüstenstaat. Die EU unterstützt Niger in den kommenden Jahren mit 700 Millionen Euro. Aus Entwicklungshilfe soll Fluchtursachenbekämpfung werden. Denn um mehr deutsche Privatinvestoren zu motivieren, sich in Afrika zu engagieren, benötigt es vor allem unternehmerische Sicherheit. Bislang sind von 400 000 deutschen Unternehmen nur 800 auf dem gesamten afrikanischen Kontinent aktiv, kritisiert Ex-Entwicklungshilfeminister Müller. Kann der Marschallplan für Afrika daran tatsächlich etwas ändern?
06:45
Die homerischen Epen Ilias und Odyssee markieren den Beginn der europäischen Literatur: So Professor Dr. Martin Zimmermann in seinem Vortrag der Reihe Tele-Akademie. Ilias und Odyssee bildeten für Jahrhunderte den Referenzpunkt für die antiken Gesellschaften. In den Dichtungen hatte Homer den Griechen und den Römern eine verbindende Frühgeschichte geschaffen. Die Stadt Troja war daher spätestens seit der klassischen Zeit ein besonderer Ort der Imagination. Die Dichtungen hatten zwar eine fiktive Geschichte erzählt, aber der Wunsch, den frühen Mythen einen Ort zu geben und sie zugleich als Stadt zu visualisieren, spielte in der Antike eine wichtige Rolle. Troja wurde zu der Stadt, in der alle antiken Gemeinwesen ihre gemeinsame Vergangenheit lokalisierten. Der Vortrag von Martin Zimmermann veranschaulicht, wie Texte, archäologische Zeugnisse und eine sich wandelnde Erinnerungskultur verschmelzen und immer neue Vorstellungen von einer mythischen Stadt erzeugen. Professor Dr. Martin Zimmermann bekleidet den Lehrstuhl für Alte Geschichte an der Universität München. Er ist Sprecher des Graduiertenkollegs Formen von Prestige in Kulturen des Altertums.
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Spuk und Übersinnliches: Walter von Lucadou – Geister
10:10
Denis Scheck moderiert das lesenswert quartett. Wie immer sind Ijoma Mangold, Literaturchef der Zeit, und die Literaturkritikerin Insa Wilke dabei. Zu Gast ist diesmal Nicola Steiner. Steiner ist Mitglied der Literaturredaktion des Schweizer Rundfunks und moderiert unter anderem den Literaturclub im Fernsehen und 52 beste Bücher im Radio. Vier Bücher – vier Meinungen: Nicht immer sind die lesenswert quartett-Teilnehmer einig in ihrer Bewertung. Es gibt Lob und Tadel, mal lebhaft und impulsiv, mal sachlich und analytisch. Immer aber stehen die Bücher im Mittelpunkt, denn am Ende soll der Leser eine klare Vorstellung vom Inhalt haben und wissen, was ihn bei der Lektüre erwartet.
11:10
R: Christoph Weinert... Das biografische Doku-Drama erzählt von der wichtigsten Schaffensperiode Hans Falladas und gibt einen Einblick in den vielschichtigen Charakter und die innere Zerrissenheit des Romanautors. Außerdem zeigt der Film die Weltwirtschaftskrise, den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg aus der Perspektive Falladas, der diese Zeit weitab von Berlin auf dem Land verbringt. Michael Schenk schlüpft in die Rolle des Ausnahmeschriftstellers. Im dritten Jahr der Weltwirtschaftskrise beginnt der ungeahnte Aufstieg des Trinkers, Morphinisten und des mehrfach unter Mordanklage stehenden Hans Fallada, der eigentlich Rudolf Ditzen hieß. In der Stunde Null, als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in Trümmern liegt, verfasst Fallada seinen letzten Roman Jeder stirbt für sich allein. Fast 70 Jahre später, als das Buch erstmals in englischer Übersetzung erscheint, avanciert Jeder stirbt für sich allein zum internationalen Bestseller. Kein anderer Schriftsteller beschreibt in seinen Romanen die Situation und Gemütswelt der Menschen dieser Zeit, insbesondere der kleinen Leute, mit solch einer Präzision wie Fallada. Er ist ein genauer Beobachter, sowohl seines eigenen rauschhaften Lebens wie auch seiner jeweiligen Umgebung. Mit Romanen wie Bauern, Bonzen und Bomben und Kleiner Mann – was nun? ist Fallada in der späten Weimarer Republik ein gefeierter Autor. Doch zunehmend wird sein Leben von politischen Schwierigkeiten, von Eheproblemen und seiner Drogensucht geprägt.
12:05
R: Annette Baumeister... Mit „Emil und die Detektive“ modernisierte er die Kinderliteratur. 1933 verbrennen die Nazis seine Bücher. Erich Kästner bleibt in Deutschland. Eine Entscheidung, mit der er bis zum Lebensende († 1974) hadert. Das Dokudrama zeigt auch unbekannte Seiten des Autors.
13:00
ZIB
13:05
Strandplatz 19 – Campen am Steppensee
13:35
R: Julia Leiendecker... Es wackelt und holpert ganz ordentlich, wenn sich der kleine Zug Trinighellu auf den Weg über die Insel macht. Korsika mit dem Zug – das ist ein Erlebnis, ein Stück Eisenbahn-Nostalgie. Die Korsen lieben ihre Schmalspurbahn, die mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 42 Stundenkilometern über die Insel rattert. Mal führt die Strecke direkt am Meer entlang, dann wieder geht es über tiefe Schluchten, vorbei an spektakulären Abhängen. Auf der Strecke von Calvi nach Bastia bis Ajaccio zieht eine abwechslungsreiche Landschaft am Panoramafenster vorüber. Einheimische, darunter der Schaffner François und der Bergführer André, vermitteln das Lebensgefühl der Korsen.
14:00
R: Hans-Peter Kuttler... Winter im Norden Italiens: Eis und Schnee beherrschen die Dolomiten, viele Monate lang. Nur Spezialisten können hier im Hochgebirge überleben, so wie der Steinbock. Kaum ein anderes Tier klettert so trittsicher, erklimmt so elegant die steilsten Hänge. Doch selbst Steinböcke zieht es bei Eis und Schnee in etwas tiefere Lagen, das Risiko abzustürzen ist im Winter einfach zu groß. Wenn es doch einmal ein Tier erwischt, profitiert der Steinadler. Der König der Lüfte wird im Winter zum Aasfresser, wenn er nicht selber Beute machen kann. Und er muss sie wohl oder übel teilen, denn auch Raben und Krähen sind schnell zur Stelle, wo ein Tier verendet ist. Sobald es Frühling wird, beginnen riesige Schmelzwassermassen aus den Dolomiten ins Tal zu stürzen, nähren Bäche und Flüsse in ganz Norditalien, auch den Po. An der Adriaküste mündet der längste Fluss Italiens ins Mittelmeer und bildet ein ausgedehntes Delta. Wo noch bis in die 1980er-Jahre Salinen betrieben wurden, liegt heute ein Vogelparadies: Das geschützte Delta zieht seltene Wasservögel wie Purpurreiher und sogar Rosaflamingos magisch an. Südlich der italienischen Alpen erstreckt sich eine der bekanntesten Kulturlandschaften der Welt, die Toskana. Mildes Klima, Olivenhaine, Weinberge und kleine Wälder prägen die Region. Wer genau hinschaut, entdeckt auch die wilde Seite der Toskana: In der Krone einer alten Eiche kämpfen zwei Hirschkäfer um die Gunst des Weibchens und auf einer blühenden Wiese verspeist eine Landschildkröte frische Blüten.
14:45
R: Hans-Peter Kuttler... Gämsen, Flamingos, sogar Riesenhaie. Abseits der Touristenströme zeigt der Zweiteiler aus der Reihe „Expeditionen ins Tierreich“ eine faszinierende Natur in menschenleerer Welt. Zwei Jahre lang drehte Hans-Peter Kuttler mit aufwendigem Gerät – Hubschrauber, Zeitlupenkameras – in Süditalien.
15:30
R: Hilmar Rathjen
16:10
R: Jürgen Vogt
16:55
I: Felix Bossuet, Tchéky Karyo, Margaux Chatelier, Dimitri Storoge, Andreas Pietschmann, Urbain Cancelier, Mehdi, Felix Bossuet, N.N.; S: Juliette Sales, Fabien Suarez, Nicolas Vanier; R: Nicolas Vanier... Kinderfilm, Die Dorfbewohner halten Belle für eine wilde Bestie, die Schafe reißt, doch der kleine Sebastian weiß es besser. Zusammen mit der struppigen Hündin rettet er eine jüdische Familie vor den Nazis. Das spannende Bergabenteuer basiert auf einer französischen TV-Serie aus den 60er-Jahren.
18:30
In den Waadtländer Alpen befindet sich der älteste Botanische Garten der Welt, in dem ausschließlich Pflanzen aus Bergregionen beheimatet sind: La Thomasia. Der Berggarten wurde 1891 von der Familie Thomas gegründet. Geordnet nach ihrer geografischen Herkunft, kann der heutige Besucher während des Sommerhalbjahres rund 3000 Bergpflanzen bestaunen. Blumen und Kräuter aus der Alpenregion wachsen neben denen des Himalajas oder der Rocky Mountains. Die Flora des Kaukasus entfaltet sich neben derjenigen der Anden, Neuseelands, des marokkanischen Atlasgebirges oder arktischer Zonen. Fast noch mehr als der Garten selbst, fasziniert sein Gärtner François Bonnet. Fragt man ihn nach einem typischen Tagesverlauf, antwortet er: Den gibt es so nicht. Der Garten raunt mir jeden Morgen zu, was ich für ihn tun muss..
19:00
anschließend: 3sat-Wetter.
19:10
Der Kampf gegen Foodwaste ist cool: Man containert als Mülltaucher, ist Foodsaver und betreibt Foodsharing. Ein NZZ Format über den bewussten Umgang mit dem kostbaren Gut Lebensmittel. All dem mag der Hauch von zu viel Idealismus anhaften, doch den braucht es wohl auch, um in unserer Wegwerf-Gesellschaft das Bewusstsein für die Wertigkeit unserer Nahrungsmittel zur Normalität werden zu lassen. Bereits etabliert und eine Erfolgsgeschichte mit funktionierendem Geschäftsmodell ist Äss-Bar, eine Kette von Geschäften, die Backwaren vom Vortag anbietet. Und wie wird Fleisch, das sich nicht einmal mehr zum Verwursten lohnt, zur Delikatesse für die Massen? BBQ macht es möglich.
19:40
R: Eva Witte... Strand, Surfen und Sodade, melancholische Musik, – das sind die gängigen Klischees zu den Kapverdischen Inseln. Es gibt Sonne an 350 Tagen im Jahr bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad. Das klingt nach Paradies – heute. 500 Jahre zuvor klang Cabo Verde nach Sklavenhandel, Hunger, Verbannung und nach Weggehen. Der Film zeigt ein Archipel höchst unterschiedlicher Inseln – Sandhügel, Passatwind-geplagte Flecken oder bizarre Vulkanformationen. Es waren Schiffe unter portugiesischer Flagge, die auf einer Erkundungsreise zur westafrikanischen Küste die Inselgruppe auf der Höhe des heutigen Senegal entdeckten. Auf der südlichen Insel Santiago fanden die Mannschaften in den Ausläufern eines Tals eine ideale Anlegestelle, Wasser – und keine Menschenseele, die einer künftigen Besiedlung widersprach. Das reichte, um mitten im Atlantik die erste europäische Hauptstadt südlich der Sahara entstehen zu lassen. Geopolitisch war das eine geniale Entscheidung, denn das ausgehende 15. Jahrhundert veränderte das Gesicht der Welt. Kap Verde lag im Schnittpunkt der Verbindungslinien zwischen Europa, Afrika und Amerika. Ribeira Grande spielte 150 Jahre lang eine glanzvolle und zugleich schreckliche Rolle im Welthandel. Heute erinnert nur noch eine Säule vor dem beschaulichen Hafen an die Sklaven, die von der westafrikanischen Küste kommend hier weiter verschifft wurden. Manche blieben. Als Arbeiter auf den Plantagen von Ribeira Grande, als Gefährtinnen der hier stationierten portugiesischen Soldaten und Beamten. Und so entstand mitten im Wettlauf der europäischen Mächte um den Handel mit Menschen, mit Gold, Kaffee und Zuckerrohr eine Kultur: Crioulo, die Vermischung der Schwarzafrikaner mit den weißen Portugiesen – die erste Kreolgesellschaft. Ribeira Grande verlor nach diversen Piratenangriffen im 18. Jahrhundert seine Schlüsselstellung, wurde zu Cidade Velha, die alte Stadt. Es blieb nur ein Fort, das die Menschen nicht schützen konnte, eine Kathedrale als Ruine, es blieben Dürre und Hunger. Aber Crioulo lebte weiter, in der Sprache, in der Musik, in den Menschen. Ihr Kampf ums Überleben trieb sie auf andere Inseln, nach Europa, rund um die Welt. Kap Verde, das ist die Melodie einer langen Reise.
20:00
Tagesschau
20:15
1960 gründete Dieter Hallervorden in Berlin das Kabarett-Theater „Die Wühlmäuse“, seit 2001 lädt er Künstler zum Wettstreit. Um die Wühlmaus-Preise konkurrieren in diesem Jahr Maxi Schafroth, Benni Stark, Constanze Lindner, Frank Fischer und Tino Bomelino. Dazu gibt sich die Prominenz aus Kabarett und Comedy ein Stelldichein, darunter Ehrenpreisträger Bruno Jonas, Puppenspieler Sascha Grammel sowie das Duo Christoph Sieber und Tobias Mann. Gastgeber Hallervorden überreicht die Preise und stellt sein neues Theater-Ensemble vor, Dieter Nuhr führt durch den Abend.
21:00
1960 gründete Dieter Hallervorden in Berlin das Kabarett-Theater „Die Wühlmäuse“, seit 2001 lädt er Künstler zum Wettstreit. Um die Wühlmaus-Preise konkurrieren in diesem Jahr Maxi Schafroth, Benni Stark, Constanze Lindner, Frank Fischer und Tino Bomelino. Dazu gibt sich die Prominenz aus Kabarett und Comedy ein Stelldichein, darunter Ehrenpreisträger Bruno Jonas, Puppenspieler Sascha Grammel sowie das Duo Christoph Sieber und Tobias Mann. Gastgeber Hallervorden überreicht die Preise und stellt sein neues Theater-Ensemble vor, Dieter Nuhr führt durch den Abend.
21:45
I: Ulrike Kriener, Peter Heinrich Brix, Gerburg Jahnke, Jan Peter Heyne, Elena Uhlig, Bjarne Ingmar Mädel, Oliver K. Wnuk, Sabine Hahn, Eva-Maria Kerkhoff, Peter von Strombeck, Angelika Thomas, Katharina Müller-Elmau; S: Georg Weber; R: Walter Weber... TV-Komödie mit Peter Heinrich Brix („Neues aus Büttenwarder“)., Hans-Uwe (Brix), Pastor in Toestrup, soll auch die Nachbargemeinde Norderup betreuen. Aber das geht nur, wenn der norddeutsche Stoiker endlich seine kreuzfidele Ruhrpottpflanze Petra (Ulrike Kriener) heiratet. Darauf besteht Pröbstin Murrmann (Katharina Müller-Elmau). Allerdings drängt es Petra gar nicht, ihre wilde Ehe zu beenden… Sympathisch, auch wenn nicht jeder Witz zündet.
23:15
I: Lutz Riemann, Andreas Schmidt-Schaller, Hans-Joachim Hanisch, Klaus Gehrke, Solveig Müller, Petra Hinze, Andrea Volber, Bruno Carstens; S: Gerhard Stübe; R: Hans Knötzsch... Bei Ausgrabungen an der Ostsee wird ein Satz kostbarer Münzen aus dem 18. Jahrhundert gefunden – Diebesgut. Eine Archäologin bringt Oberleutnant Zimmermann auf die richtige Spur. Die Münzen waren vor fünf Jahren in einem Hügelgrab zusammen mit einem Skelett entdeckt worden und dann unter ungeklärten Umständen verschwunden. Das Alter des Skeletts wurde damals nicht untersucht, weil der Fund archäologisch uninteressant erschien. Zimmermann ordnet die Wiederaufnahme der Untersuchungen an. Die Ergebnisse bestätigen seinen Verdacht: Der Mann, dessen Skelett man gefunden hatte, war vor wenigen Jahren unter grausigen Umständen ermordet worden.
00:35
I: Arnold Schwarzenegger, Brigitte Nielsen, Sandahl Bergman, Paul L. Smith, Ernie Reyes jr., Tad Horino; S: Clive Exton, George MacDonald Fraser; R: Richard Fleischer... …stolpert durch ein Fantasyabenteuer. Im Schlepptau: Arnold Schwarzenegger, Regisseur Richard Fleischer schuf 1984 mit „Conan – Der Zerstörer“ eine amüsante Fortsetzung des Actionhits „Conan – Der Barbar“. Ein Jahr später schoben er und sein „Conan“-Star Schwarzenegger diese Billigkopie nach. Darin hetzt die Dänin Brigitte Nielsen mit Schwert und Atombusen bewaffnet durchs triste Sperrmüllmärchenland. Arnie steht ihr als Kalidor gegen eine böse Hexe bei., [Ton: Mono.
02:00
I: Joseph Cotten, Rosalba Neri, Mickey Hargitay, Paul Muller, Herbert Fux, Paul Whiteman; R: Mel Welles... Italo-Horror mit Joseph Cotten – stand bei uns bis 2007 auf dem Index., Als Frankenstein (Joseph Cotten, „Citizen Kane“) von seinem aus Leichenteilen zusammengeflickten Monster getötet wird, führt die nekrophile Tochter Tania (Rosalba Neri) Papas Studien fort… In schönen Kulissen braut der Film eine kultig-krude Mixtur aus Gewalt und Sex. Slogan damals: „Nur das Monster, das sie schuf, konnte ihre seltsamen Begierden befriedigen“., [Ton: Mono.
03:30
I: Robert Powell, Peter Cushing, Britt Ekland, Herbert Lom, Patrick Magee, Barry Morse, Charlotte Rampling, Barbara Parkins, James Villiers, Sylvia Syms, Richard Todd, Geoffrey Bayldon; S: Robert Bloch; R: Roy Ward Baker... „Sie haben nichts zu verlieren – außer Ihren Verstand!“. Episodenhorror von TV- und Kino-Routinier Roy Ward Baker („Die Zwei“, „Gruft der Vampire“), Ein Bewerbungsgespräch der skurrilen Art: Dr. Martin (Robert Powell) soll den Job in der Psychiatrie bekommen, wenn er unter allen Patienten den früheren Anstaltsleiter findet. Vier Kranke werden ihm vorgeführt: Ein Kerl, der seine Frau zerstückelte. Ein Mann namens Smith (Peter Cushing), der seinen toten Sohn wiedererwecken will. Ein verrückter Erfinder und eine Schizophrene (Britt Ekland/Charlotte Rampling)… „Psycho“-Autor Robert Bloch schuf garstigen Grusel mit bösem Witz. Kinolänge: 92 Minuten.
04:45
R: Hilmar Rathjen