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3 SAT
05:45
Das Deutsch-Schweizer Pärchen Anna und Thomas fliegt mit einem Motorgleitschirm vom Zürichsee 1000 Kilometer zum Standesamt in Annas Heimatort Gelting an der Ostsee. So ein Motorgleitschirm mit Zweisitzer ist ein empfindliches Ding. Es darf nicht regnen, nicht windig sein, und Thermik darf es auch nicht geben, damit man überhaupt fliegen kann. Ein sehr spezielles Hobby also, das Anna Löwenstrom und Thomas Huwiller ausüben. Aber vielleicht sind es gerade diese Unwägbarkeiten, die die Sache für die beiden Abenteurer so spannend machen, dass das Pärchen dieses Vehikel für seine Hochzeitsreise gewählt hat. Während sich andere nach der Hochzeit auf den Malediven oder am Mittelmeer an einen Strand legen, müssen Anna und Thomas jeden Tag um sechs Uhr aufstehen, um die Wetterlage zu prüfen. Lohnt es sich, oder legt man sich nochmal hin? Statt an der Strandbar verbringen sie die Zeit in kleinen Kantinen an den Flughäfen, und der mitreisende Wohnwagen steht nicht idyllisch unter Pinien, sondern auf der Wiese hinter den Hangars. Warum tut man das? Seitdem ich das erste Mal mit Thomas geflogen bin, bin ich infiziert, sagt Anna. Ich habe selten etwas erlebt, was so spannend war und gleichzeitig so ein Hochgefühl vermittelt. Für mich ist es die Begegnung mit der Natur, erklärt Thomas. Der Wind und das Wetter, nirgendwo ist man so nah dran und ist einerseits so ausgeliefert und andererseits aber auch so gefordert, sich den Bedingungen anzupassen. Das Ganze ist ja nicht ungefährlich. Man muss schon die richtigen Entscheidungen treffen, um die Naturgewalten für sich zu nutzen und sicher anzukommen. Kein Wunder also, dass bei all diesen Widrigkeiten so eine Tour noch niemand geschafft hat und entsprechend, so ganz nebenbei, auch noch ein Rekord abfallen würde. Bleibt also nur die Frage, ob beide rechtzeitig ankommen, um bei ihrer Hochzeit anwesend zu sein, denn die Nonkonformisten machen ihre Hochzeitsreise vor der Trauung.
06:15
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
R: Fabian Sabo, Sven Iden... Lange war die Welt in Ordnung auf dem Hof von Rainer und Gaby P. in der Eifel. Ihre Lebensgrundlage: 65 Milchkühe. Bis zum Fall der Milchquote 2015 kamen sie damit gut über die Runden. Dann kam die große Krise. Bei Preisen von teils 19 Cent pro Liter Milch fiel es ihnen schwer, noch zum Arbeiten aufzustehen. Der Film erzählt drei Geschichten von Bauern am Rande des Burn-outs. Wir arbeiten bis an den Rand der Erschöpfung, und dabei kommt kein Geld raus, nur Schulden, sagt Bauer Rainer P. Seine Frau Gaby denkt mit Schrecken an die vielen zu bezahlenden Rechnungen. Da Rainer und Gabis Sohn den Hof übernehmen will, muss etwas passieren. Aufgeben oder umstellen? Sie wollen es nun mit Bio-Milch und Bio-Hühnern versuchen. Es ist ihre letzte Chance, den Hof zu retten, denn die nächste Milchkrise steht schon vor der Tür. Der Milchpreis liegt derzeit bei 23 Cent pro Liter. Sein Freund Kurt K. hat vor vier Jahren eine halbe Million Euro in zwei neue Ställe und eine Melkanlage investiert. Der erste Stall ist gerade fertig, da beginnt die Milchpreiskrise. Die Familie kann die Raten nicht bedienen, die Schulden erdrücken sie. Handwerker für den zweiten Stall können nicht bezahlt werden. Deswegen baut er – neben der Arbeit mit dem Milchvieh – selbst weiter. Teilweise habe er 9000 Euro minus im Monat gemacht, sagt Bauer Kurt K. verzweifelt. Einen Plan B hat er nicht. Seine gesamte Existenz droht zu scheitern. Die Kühe sind eigentlich genau mein Ding, aber wenn es sein muss, müssen sie halt gehen, sagt Lambert S. aus dem Bergischen Land. Bisher haben er und sein Sohn die Milchkrise nur überstanden, weil sie selbst noch Kälber aufziehen und schlachten. Auf Dauer reicht das aber nicht. Gemeinsam mit seinem Sohn Matthias macht er sich auf die Suche nach Alternativen. Die Kraft dazu hat er eigentlich gar nicht, seit Jahren hatten er und sein Sohn schon keinen Urlaub mehr, und die eigene Erschöpfung wird immer größer. Mich macht das so kaputt. Wie viele Kumpels haben die Tore schon zugemacht. Wie viele habe ich weinend schon gesehen. Männer, die weinen. Sohn, Haus und Hof verloren. Grausam ist das, sagt Bauer Lambert S. 2016 haben rund 650 Milchbauernhöfe in Nordrhein-Westfalen zugemacht, das sind etwa zehn Prozent. Vater und Sohn fragen sich, wie sie noch motiviert sein sollen für die Zukunft, wenn 2018 bereits die nächste Milchkrise droht?
11:00
„Ich möchte nicht nur dabei sein, sondern mitmachen“, lautet das Motto von Donya Farahani. In dieser Reportage wühlt die Journalistin mit Entrümplern in den Schränken von Menschen, die ins Altersheim umziehen, räumt stillgelegte Büros leer und sortiert den Nachlass Verstorbener.
11:30
R: Michael Gregor... Die nordamerikanische Halbinsel Yucatán ist durchzogen von einem unterirdischen Wasser- und Karsthöhlensystem, das einst eng mit den Götter- und Opferkulten der Maya verbunden war. Mexikanische Archäologen erforschen mithilfe des österreichischen Piloten und Höhlentauchers Herbert Nitsch die versunkenen Zeremonienstätten der einst heiligen Unterwelt der Karst- und Tropfsteinhöhlen. Der Film begleitet sie bei ihrer Arbeit. Nur wenige andere antike Völker Südamerikas bewegen die Forscher so wie die Maya. Ihr gewaltiges Reich erstreckte sich von der mexikanischen Halbinsel Yucatán über Belize, Guatemala, Honduras bis nach El Salvador. Etwa fünf Millionen Nachfahren der Maya leben heute noch in diesem Gebiet. Monumentale Tempelpaläste wie Chichén Itzá und Uxmal sind die archäologischen Kleinode Yucatáns. Doch der Dschungel behütet noch viele unentdeckte Relikte dieser einstigen Hochkultur.
12:10
Familie Arbeitslos – Wenn Kinder nur die Armut erben
13:00
ZIB
13:20
R: Ralf Dilger... Die vierteilige Dokumentationsreihe lädt zu einer Entdeckungsreise auf dem Rhein ein. Teil eins beginnt an der Rheinquelle im Gotthard-Massiv. Hier ist die Wasserscheide Europas. Hier entspringen Vorder- und Hinterrhein. Offiziell gilt der Toma-See auf rund 2500 Höhenmetern als Rheinquelle. Der Fluss wird in einer Mischung aus Luftaufnahmen und Landschaftsaufnahmen sowie Geschichten von Menschen am Rhein porträtiert. Als Bergbach, Bergfluss und Alpenstrom hat der Rhein in der Schweiz viel Unerwartetes zu bieten, das nicht unbedingt in das Bild passt, das die meisten Menschen von dem europäischen Strom haben. Weiter flussabwärts stoßen die Filmemacher zwischen dem Flussgeröll bei Disentis auf Goldsucher: Das legendäre Rheingold zieht die Goldwäscher hierher. Und tatsächlich: Es gibt, wenn auch selten, ausgewachsene Nuggets zu finden. Eine abenteuerliche Rafting-Tour führt durch das beeindruckende Ruinaulta, einem canyonartigen Talabschnitt mit imposanten Felsformationen. Am Hinterrhein bestaunen viele Besucher die spektakuläre Via-Mala-Schlucht und die ebenso eindrucksvolle Rofflaschlucht mit dem ersten großen Rhein-Wasserfall.
14:05
R: Ralf Dilger... Der zweite Teil der Dokumentationsreihe führt von Stein am Rhein bis nach Basel. Ab hier bildet der Fluss als Oberrhein die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Die Menschen dort leben nicht nur am, sondern auch vom Fluss. Einer von ihnen ist Thomas Mändli. Er ist am Rheinfall aufgewachsen und fährt seit 20 Jahren Touristen an den größten Wasserfall Europas. Währenddessen stürzen sich tollkühne Kajaker die Fluten hinunter. Ein weiterer Anrainer ist der Kraftwerksbauer Helmut Reif, der in seiner beruflichen Laufbahn zwei Kraftwerke errichtet hat. Das erste war ein Atomkraftwerk. Seit über 20 Jahren arbeitet Reif nun am Bau des modernsten Wasserkraftwerks Europas. Es versorgt seit 2010 rund 160 000 Haushalte mit sauberem Strom. Die Filmemacher treffen außerdem auf Bettina Sättele, die sich um die am Rhein siedelnden Biber kümmert, und auf den Studenten Pan Furneysen, der als Nebenjob die traditionelle Rhy-Fähri in Basel steuert und sich auf Geschichten seiner Fährgäste freut. Ab Basel beginnt die Rheinschifffahrt, und die Frachter biegen in den künstlichen Seitenkanal, den Grand Canal d'Alsace ein, während rechts der Altrhein mal mehr oder weniger imposant erahnen lässt, wie der Fluss früher einmal aussah.
14:50
R: Ralf Dilger... Der Rhein – mit Industrielandschaften und dem Mannheimer Hafen meist ein gezähmter Fluss – öffnet sich hinter Worms zur beeindruckenden Naturlandschaft, dem Naturreservat Kühkopf. Schließlich wird der Strom fast einen Kilometer breit, mit zahlreichen Inseln und Auen. Danach schlängelt sich der Fluss schmal und kurvenreich zwischen den Mittelgebirgen Hunsrück, Taunus, Eifel und Westerwald durch das gebirgige Mittelrheintal. Der dritte Teil der Reise entlang des Rheins führt von Ludwigshafen und Mannheim bis zum Beginn des Niederrheins. Es ist insgesamt die landschaftlich abwechslungsreichste Strecke, die der Rhein auf seinem Weg von der Quelle bis zur Mündung durchfließt. Ebenso abwechslungsreich sind auch die Geschichten und die Menschen, von denen diese Folge der Dokumentationsreihe erzählt: Da sind ein Fotograf mit einem ungewöhnlichen Blick auf den Mannheimer Hafen, ein Fischdoktor auf dem Altrhein und ein Landschaftsarchitekt, der dem Fluss neue Ufer verpasst. Auf Burg Rheinstein geht es nicht nur rheinromantisch zu, dort ist auch viel über die Tätigkeiten eines modernen Burgherren zu erfahren.
15:35
R: Ralf Dilger... Aus der Vogelperspektive gibt es ungewöhnliche Blicke auf die Ballungsräume am Niederrhein um Köln, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet mit dem größten Binnenhafen der Welt, dem Duisburger Hafen. Flussabwärts wechselt dann die Uferlandschaft, und am Niederrhein wird es ländlich. Von oben blickt die Hubschrauberkamera auf die Stelle, an der sich der Rhein in seine Mündungsflüsse teilt: In den Niederlanden trägt der Fluss unterschiedliche Namen. Die vierteilige Reihe lädt zu einer Entdeckungsreise auf dem Rhein ein. Der letzte Teil führt von Bonn bis zur Rheinmündung in die Nordsee. Verschieden sind auch hier die Geschichten der Menschen, die entlang des Flusses leben: der letzte Aalfischer am Niederrhein, ein niederländischer Boot-Designer, der eine Fähre vor der eigenen Haustür verschönert, ein Lotse, der Ozeanriesen in den Rhein steuert. Hinter typisch Holländischem wie einer Windmühle und einer Klappbrücke gibt es auch allerhand Kurioses zu entdecken. Wie kontrastreich das Gesicht des Rheins in den Niederlanden ist, wird deutlich, wenn sich die beschauliche Rheinlandschaft in Rotterdam zu einem gigantischen Hafengebiet verwandelt: 40 Kilometer Kaimauern und Containerterminals prägen das Bild, dann schließlich mündet der Rhein in die Nordsee.
16:20
R: Michael Gregor... Im Ballon über dem Tal der Könige, bei Archäologen auf der Insel Elephantine, auf dem Kamelmarkt von Daraw: schauwertige Dokureihe entlang des längsten Flusses der Erde. Zwei weitere Folgen tägl.
17:00
R: Michael Gregor... Über Jahrtausende hinweg hat der Nil das Schicksal Ägyptens geprägt. Sein alljährlich wiederkehrendes Hochwasser überflutete das Land und machte es mit seinem Schlamm fruchtbar. Erst der Bau des Assuan-Staudamms machte den Fluss berechenbar. Der Staudamm hält aber auch den natürlichen Dünger Flussschlamm von den Feldern fern. Damit sind neue Abhängigkeiten entstanden. Die Näherin Senab wehrt sich mit Fantasie und Kreativität gegen die Diskriminierung als alleinerziehende Mutter. Sie wurde zum Vorbild für notleidende Frauen, die sonst keine Chance zum Überleben hätten. Als Kunstmaler bewahrt Gamal in seinen naiven Gemälden die Kultur der Nubier, die einst wegen des Staudammbaus umgesiedelt wurden. In Nakada stellen Töpfereien seit 5000 Jahren das gleiche Produkt aus Nilschlamm her: spezielle Wasserkrüge aus Ton. Die Nachfrage ist groß, denn die Tonkrüge sind durch Plastik nicht zu ersetzen. Die koptischen Weber hingegen finden kaum noch Käufer für ihre handgefertigten Textilien, weil die maschinelle Billigkonkurrenz erdrückend ist. Der Besitzer einer Zuckerrohrpresse hat eine Vermarktungsnische für sein traditionelles Produkt gefunden: Er bietet es als naturbelassenes Heilmittel unter einem Öko-Siegel an. Doch überall am großen Strom sind die Lebensgrundlagen durch das Ausbleiben zahlungskräftiger Touristen und den rücksichtslosen Umgang mit der Natur bedroht.
17:45
R: Michael Gregor... In den letzten Jahren hat sich vieles am Nil verändert, gesellschaftlicher Aufbruch und religiöse Konflikte sind nicht spurlos an den Menschen vorübergegangen. Und die einzigartige Nillandschaft verwandelt sich durch die vorrückende Wüste und diverse Umweltsünden in ein bedrohtes Paradies. Seine Bewohner beeindrucken durch ihren Optimismus, der sie jede Chance auf eine Verbesserung ihrer Lebensumstände ergreifen lässt. Besonders für Frauen waren die letzten Jahre zwischen den Verheißungen des Arabischen Frühlings und der neuen Repression durch religiöse Eiferer und autoritäre Militärs ein Wechselbad der Gefühle. Die jungen Töpferinnen in der Oase Al-Fajum können sich durch ihre Kreativität erstmals finanziell unabhängig machen. Ein eigenes Geschäft zu eröffnen, das war für Frauen auf dem Land vor einigen Jahren noch undenkbar. Besonders Mutige wie die Bikerin Basma nutzen in der Hauptstadt Kairo das Internet, um nicht allein gegen Vorurteile und alltägliche Gewalt angehen zu müssen. Für die Flussfischerin Wagiha dagegen bleibt der Fortschritt unerreichbar, sie kann ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Aber auch ihrer Familie ermöglicht der Nil das Überleben. Ohne sein Wasser könnten die Uferbewohner weder Felder noch Dattelpalmen bewässern. Auch die beste Baumwolle der Welt, wie Handwerker Emad stolz behauptet, würde nicht gedeihen, und Möbelmacher Mansur könnte nicht die bequemsten Sofas überhaupt anfertigen. Der längste Fluss der Erde bleibt der Garant ihrer Zukunft.
18:30
nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
I: Fritz Karl, Götz Schubert, Arndt Schwering-Sohnrey, Katharina Thalbach, Cornelia Ivancan, Marc Ben Puch, Aaron Monaghan, Summer Lea, Elisha Stanley, Ayana Ledl, Olga von Luckwald, Lee O'Donoghue; S: Günter Knarr; R: Florian Kern... TV-Krimi im englischen Dorset – made in good old Germany für Freunde schönster „Pilcherei“., Metzgerstochter Angela fand den Tod durch einen präzisen Stich, der von hinten ihr Herz traf. Die grausige Tat erinnert Scotland-Yard-Inspektor Jury (Fritz Karl) an einen Mord vor zwanzig Jahren… Wer-wars-Krimi, der so tut, als wäre in England die Zeit stehen geblieben.
21:45
R: Willy Meyer... Auf den Höhenzügen des Schweizer Juras, 1000 Meter über dem Meer, liegen die beiden Uhrenstädte La Chaux-de-Fonds und Le Locle – die Wiege der Schweizer Uhrenindustrie. Über Jahrhunderte wurde ihre Entwicklung bestimmt durch die Bedürfnisse des Uhrmacherhandwerks und der industriellen Produktion von Uhren. Dies zeigt sich bis heute in ihrer urbanen Gestalt. So reihen sich in La Chaux-de-Fonds, der größeren der beiden Städte, in langen Straßen Gebäudeeinheiten an den Flanken des Tals. Immer nach dem gleichen Prinzip strukturiert: Straße, Gebäude, Garten, alles konsequent nach dem Licht ausgerichtet. Denn Tageslicht war unverzichtbar für das Uhrmacher-Metier. Um am Reichtum des Handwerks teilzuhaben, suchte ein Strom von Zuwanderern im Jura sein Glück. Bis 1900 hatte sich das Dorf La Chaux-de-Fonds zu einer Stadt mit 40 000 Einwohnern entwickelt – ein Ort mit moderner Infrastruktur und ungeheurer Produktivität. Mehr als die Hälfte der weltweiten Uhrenproduktion kam damals allein aus La Chaux-de-Fonds.
22:00
ZIB 2
22:25
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki, Dejan Cukic, Victor Schefé, Art Malik, Miroslav Taborsky, John Bradley, Matej Stopnicky, Assumpta Serna; S: Tom Fontana; R: Oliver Hirschbiegel, Tom Fontana... Wieder da. Rom, 1492: Kardinal Rodrigo Borgia (John Doman), skrupelloser Strippenzieher mit dem Habitus eines Mafiapaten, geht über Leichen, um Papst zu werden… Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“) inszenierte opulent mit Sex- und Gewaltszenen (hier jetzt ungeschnitten zu sehen), aber auch einigen Längen.
23:15
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Oliver Hirschbiegel... Rodrigo gewährt dem osmanischen Prinzen Cem Aufnahme in seinem Palast, um ihn gegebenenfalls als strategisches Faustpfand einzusetzen. Juan und Cesare freunden sich mit dem jungen Mann an. Bei der Verlobungsfeier zwischen Lucrezia und Graf Don Gaspar decken Juan und Cesare eine Verschwörung auf: Der verarmte Graf Castanea soll den Brunnen des Apostolischen Palastes vergiften und damit all seine Bewohner einschließlich Papst Innozenz töten. Eine Fieberepidemie fordert zahlreiche Opfer. Auch Cesares Mutter Vannozza und deren Familie sind erkrankt. Cesare lässt eine Hexe holen, die Vannozza und ihren Ehemann heilt. Vannozzas jüngster Sohn stirbt jedoch. Aus Zorn tötet Cesare die Hexe. Rodrigo erhält die Nachricht vom bevorstehenden Tod des Papstes. Während bizarre Mittel Anwendung finden, um den Pontifex doch noch zu retten, bricht unter den Kardinälen der Streit um eine mögliche Nachfolge aus. Um seine Machtposition zu sichern, lässt Rodrigo den päpstlichen Schatz in Gewahrsam nehmen. Juan überführt Franceschetto Cibo, den leiblichen Sohn von Innozenz VIII., als Drahtzieher hinter dem Anschlagsversuch auf den Papst. Castanea wird hingerichtet. Um sein Leben zu retten, setzt Franceschetto ein älteres Testament des Papstes wieder ein, das Rodrigo Borgia begünstigt – gerade noch rechtzeitig, bevor Innozenz VIII. stirbt.
00:10
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Oliver Hirschbiegel... Nach dem Tod von Papst Innozenz ordnet Rodrigo sein Privatleben, um seine Aussichten beim bevorstehenden Konklave zu erhöhen: Seine Geliebte Giulia muss zu ihrem Mann aufs Land reisen. Juan kehrt nach Spanien zurück, um dort die Prinzessin Maria Enriques de Luna, die Nichte von Königin Isabella, für sich zu gewinnen. Cesare soll seine theologischen Studien in Pisa fortsetzen. Lucrezia wird in ein Kloster gebracht, wo sie schwer am Fieber erkrankt. Sehr zum Missfallen von Rodrigos Haushälterin Adriana harrt Vannozza am Bett ihrer Tochter aus. Intrigen und Bestechung bestimmen die Papstwahl. Das Konklave ist uneins. Es werden alte Anschuldigungen erneuert, um einzelne Kandidaten zu diskreditieren. In Pisa gibt es ein Wiedersehen von Cesare und seiner Geliebten Fiametta, die ein Kind von ihm erwartet. So sehr Cesare Fiametta auch liebt, macht er sich große Vorwürfe: Rodrigo hatte seinerzeit Gott geschworen, dass Cesare sein Leben der Kirche weihen würde. Wenn Cesare nun diesen Schwur durch seine Liebe zu Fiametta und ihr gemeinsames Kind bricht, wird Rodrigo bei der Papstwahl nicht Gottes Segen haben. Am Tag nach der Geburt seines Sohnes bricht Cesare daher auf, um seinen Sohn auf einem einsamen Berggipfel auszusetzen.
01:00
R: Kathrin Winzenried... Ganz unten hat der Tamile Kumar Satkunam einst als Flüchtling im Gastgewerbe angefangen. Heute ist er sein eigener Chef und zeigt lernhungrigen Schweizern, wie man gesundes Essen kocht. Was viele Tamilen der ersten Generation in der Schweiz nicht geschafft haben, ist ihm gelungen: der Aufstieg in der Gesellschaft. Kathrin Winzenried hat dem umtriebigen Unternehmer in den Kochtopf geschaut, um das Geheimnis seines Erfolgs zu ergründen. Anfang der 1980er-Jahre kam Kumar Satkunam als einer der ersten tamilischen Flüchtlinge in die Schweiz. Mit nichts mehr als ein bisschen Bargeld in der Tasche landete er als knapp 20-Jähriger via Deutschland in der Schweiz. Es war ein Schock, ich hatte keinen Plan, was ich hier soll, erinnert er sich. Als Blechputzer in einer Bäckerei fand er seinen ersten Job in Bern. Dann folgten Jahre des Geldverdienens im Gastgewerbe. Er heiratete Hema, die ebenfalls aus der Heimat geflüchtet war vor dem Krieg, und gründete eine Familie mit ihr. Beinahe verloren habe er sich in dieser Zeit. Doch dann kam der Wendepunkt. Er besann sich zurück auf seine Wurzeln und begann wieder zu essen und zu kochen wie einst in Sri Lanka: ayurvedisch. Kumar Satkunam bildete sich zum Therapeuten aus, gründete in Bern ein Geschäft mit Massagepraxis und ayurvedisch-vegetarischem Restaurant und traf damit den Nerv der Zeit. Hört auf, ständig zum Arzt zu rennen, so eine seiner simplen Botschaften, die Nahrung ist unser Medikament!.
01:25
10 vor 10
01:55
R: Michael Gregor... Im Ballon über dem Tal der Könige, bei Archäologen auf der Insel Elephantine, auf dem Kamelmarkt von Daraw: schauwertige Dokureihe entlang des längsten Flusses der Erde. Zwei weitere Folgen tägl.
02:35
R: Michael Gregor... Über Jahrtausende hinweg hat der Nil das Schicksal Ägyptens geprägt. Sein alljährlich wiederkehrendes Hochwasser überflutete das Land und machte es mit seinem Schlamm fruchtbar. Erst der Bau des Assuan-Staudamms machte den Fluss berechenbar. Der Staudamm hält aber auch den natürlichen Dünger Flussschlamm von den Feldern fern. Damit sind neue Abhängigkeiten entstanden. Die Näherin Senab wehrt sich mit Fantasie und Kreativität gegen die Diskriminierung als alleinerziehende Mutter. Sie wurde zum Vorbild für notleidende Frauen, die sonst keine Chance zum Überleben hätten. Als Kunstmaler bewahrt Gamal in seinen naiven Gemälden die Kultur der Nubier, die einst wegen des Staudammbaus umgesiedelt wurden. In Nakada stellen Töpfereien seit 5000 Jahren das gleiche Produkt aus Nilschlamm her: spezielle Wasserkrüge aus Ton. Die Nachfrage ist groß, denn die Tonkrüge sind durch Plastik nicht zu ersetzen. Die koptischen Weber hingegen finden kaum noch Käufer für ihre handgefertigten Textilien, weil die maschinelle Billigkonkurrenz erdrückend ist. Der Besitzer einer Zuckerrohrpresse hat eine Vermarktungsnische für sein traditionelles Produkt gefunden: Er bietet es als naturbelassenes Heilmittel unter einem Öko-Siegel an. Doch überall am großen Strom sind die Lebensgrundlagen durch das Ausbleiben zahlungskräftiger Touristen und den rücksichtslosen Umgang mit der Natur bedroht.
03:20
R: Michael Gregor... In den letzten Jahren hat sich vieles am Nil verändert, gesellschaftlicher Aufbruch und religiöse Konflikte sind nicht spurlos an den Menschen vorübergegangen. Und die einzigartige Nillandschaft verwandelt sich durch die vorrückende Wüste und diverse Umweltsünden in ein bedrohtes Paradies. Seine Bewohner beeindrucken durch ihren Optimismus, der sie jede Chance auf eine Verbesserung ihrer Lebensumstände ergreifen lässt. Besonders für Frauen waren die letzten Jahre zwischen den Verheißungen des Arabischen Frühlings und der neuen Repression durch religiöse Eiferer und autoritäre Militärs ein Wechselbad der Gefühle. Die jungen Töpferinnen in der Oase Al-Fajum können sich durch ihre Kreativität erstmals finanziell unabhängig machen. Ein eigenes Geschäft zu eröffnen, das war für Frauen auf dem Land vor einigen Jahren noch undenkbar. Besonders Mutige wie die Bikerin Basma nutzen in der Hauptstadt Kairo das Internet, um nicht allein gegen Vorurteile und alltägliche Gewalt angehen zu müssen. Für die Flussfischerin Wagiha dagegen bleibt der Fortschritt unerreichbar, sie kann ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Aber auch ihrer Familie ermöglicht der Nil das Überleben. Ohne sein Wasser könnten die Uferbewohner weder Felder noch Dattelpalmen bewässern. Auch die beste Baumwolle der Welt, wie Handwerker Emad stolz behauptet, würde nicht gedeihen, und Möbelmacher Mansur könnte nicht die bequemsten Sofas überhaupt anfertigen. Der längste Fluss der Erde bleibt der Garant ihrer Zukunft.
04:05
R: Ralf Dilger... Die vierteilige Dokumentationsreihe lädt zu einer Entdeckungsreise auf dem Rhein ein. Teil eins beginnt an der Rheinquelle im Gotthard-Massiv. Hier ist die Wasserscheide Europas. Hier entspringen Vorder- und Hinterrhein. Offiziell gilt der Toma-See auf rund 2500 Höhenmetern als Rheinquelle. Der Fluss wird in einer Mischung aus Luftaufnahmen und Landschaftsaufnahmen sowie Geschichten von Menschen am Rhein porträtiert. Als Bergbach, Bergfluss und Alpenstrom hat der Rhein in der Schweiz viel Unerwartetes zu bieten, das nicht unbedingt in das Bild passt, das die meisten Menschen von dem europäischen Strom haben. Weiter flussabwärts stoßen die Filmemacher zwischen dem Flussgeröll bei Disentis auf Goldsucher: Das legendäre Rheingold zieht die Goldwäscher hierher. Und tatsächlich: Es gibt, wenn auch selten, ausgewachsene Nuggets zu finden. Eine abenteuerliche Rafting-Tour führt durch das beeindruckende Ruinaulta, einem canyonartigen Talabschnitt mit imposanten Felsformationen. Am Hinterrhein bestaunen viele Besucher die spektakuläre Via-Mala-Schlucht und die ebenso eindrucksvolle Rofflaschlucht mit dem ersten großen Rhein-Wasserfall.
04:50
R: Ralf Dilger... Der zweite Teil der Dokumentationsreihe führt von Stein am Rhein bis nach Basel. Ab hier bildet der Fluss als Oberrhein die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Die Menschen dort leben nicht nur am, sondern auch vom Fluss. Einer von ihnen ist Thomas Mändli. Er ist am Rheinfall aufgewachsen und fährt seit 20 Jahren Touristen an den größten Wasserfall Europas. Währenddessen stürzen sich tollkühne Kajaker die Fluten hinunter. Ein weiterer Anrainer ist der Kraftwerksbauer Helmut Reif, der in seiner beruflichen Laufbahn zwei Kraftwerke errichtet hat. Das erste war ein Atomkraftwerk. Seit über 20 Jahren arbeitet Reif nun am Bau des modernsten Wasserkraftwerks Europas. Es versorgt seit 2010 rund 160 000 Haushalte mit sauberem Strom. Die Filmemacher treffen außerdem auf Bettina Sättele, die sich um die am Rhein siedelnden Biber kümmert, und auf den Studenten Pan Furneysen, der als Nebenjob die traditionelle Rhy-Fähri in Basel steuert und sich auf Geschichten seiner Fährgäste freut. Ab Basel beginnt die Rheinschifffahrt, und die Frachter biegen in den künstlichen Seitenkanal, den Grand Canal d'Alsace ein, während rechts der Altrhein mal mehr oder weniger imposant erahnen lässt, wie der Fluss früher einmal aussah.
05:30
R: Ralf Dilger... Der Rhein – mit Industrielandschaften und dem Mannheimer Hafen meist ein gezähmter Fluss – öffnet sich hinter Worms zur beeindruckenden Naturlandschaft, dem Naturreservat Kühkopf. Schließlich wird der Strom fast einen Kilometer breit, mit zahlreichen Inseln und Auen. Danach schlängelt sich der Fluss schmal und kurvenreich zwischen den Mittelgebirgen Hunsrück, Taunus, Eifel und Westerwald durch das gebirgige Mittelrheintal. Der dritte Teil der Reise entlang des Rheins führt von Ludwigshafen und Mannheim bis zum Beginn des Niederrheins. Es ist insgesamt die landschaftlich abwechslungsreichste Strecke, die der Rhein auf seinem Weg von der Quelle bis zur Mündung durchfließt. Ebenso abwechslungsreich sind auch die Geschichten und die Menschen, von denen diese Folge der Dokumentationsreihe erzählt: Da sind ein Fotograf mit einem ungewöhnlichen Blick auf den Mannheimer Hafen, ein Fischdoktor auf dem Altrhein und ein Landschaftsarchitekt, der dem Fluss neue Ufer verpasst. Auf Burg Rheinstein geht es nicht nur rheinromantisch zu, dort ist auch viel über die Tätigkeiten eines modernen Burgherren zu erfahren.
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
Anne Will
11:15
Er zählt zu den unattraktivsten Berufen für Männer: Landpfarrer. Im Burgenland hat sich 2015 nur ein Einziger auf dieses Abenteuer eingelassen: der 26-jährige Philipp Supper aus Weppersdorf. Der Film fragt, was ihn dazu bewegt und wie sein Umfeld auf seine ungewöhnliche Berufswahl reagiert hat. Neben dem 26-jährigen Priester stellt er weitere Gottesmänner aus Österreich vor. Roman Schwarz, Pfarrer von Deutsch Jahrndorf, Gattendorf, Nickelsdorf, Potzneusiedl und Zurndorf, in seinem oftmals stressigen Alltag. Gott sei Dank, sagt er, hat er vor Kurzem einen Kaplan zur Seite gestellt bekommen – Pater Gerald. Er ist einer von vielen Indern, die in der Diözese Eisenstadt aushelfen. Der Priestermangel macht aber auch vor den Pensionären nicht Halt. Um die Seelsorge aufrechtzuerhalten, müssen sie selbst im hohen Alter noch ausrücken, Gottesdienste feiern und Sakramente spenden. Josef Rittsteuer aus Eisenstadt ist einer von ihnen.
11:40
Der Legende nach ließ sich der Herzog von Sachsen in der Propstei St. Gerold nieder, um ein gottgeweihtes Leben zu führen. Heute ist es ein geistiges und kulturelles Zentrum. Hier entstand mit den Fresken von Ferdinand Gehr richtungsweisende sakrale Kunst, und das Hilliard Ensemble und Jan Garbarek schufen hier mit Officium einen Welterfolg der neuen Musik. Doch auch vielfältige andere Aktivitäten zeichnen die heutige Propstei aus. So ist die Propstei St. Gerold ein Hotel- und Gastronomie-Betrieb mit großem Gemüse- und Kräutergarten, weitläufiger Waldparkanlage mit 14 Teichen und einem Zentrum für Hippotherapie, ein Bio-Bauernhof, ein Seminar- und Kongresszentrum, ein Konzertveranstalter sowie der größte Arbeitgeber im Biosphärenpark Großes Walsertal. Da sich diese vielfältigen Aktivitäten aber nach wie vor ganz harmonisch um ein ideelles Zentrum bündeln, bleibt die Propstei, was sie nach den Worten von Pater Nathanael sein soll: der Ort, wo sich Himmel und Erde begegnen.
12:05
R: Katharina Reigersberg... Was treibt junge Männer dazu, sich nach der Schule im Priesterseminar ausbilden zu lassen? Katharina Reigersberg ist dieser Frage nachgegangen. Sie trifft auf junge Männer, die bereits Erfahrungen in der Liebe hatten, am Beginn ihres eigenständigen Lebens stehen und plötzlich die Stimme Gottes hörten, die sie zu sich gerufen hat. Was denkt der über 80-jährige ehemalige Seminarist und katholische Querdenker Adolf Holl darüber, der all das bereits hinter sich hat und sich noch einmal auf die Spuren seiner Jugend begibt? Laufen die angehenden Geistlichen reinen Illusionen nach, oder ist ihr Weg tatsächlich einer, der ihrem Leben den Sinn gibt, von dem sie geträumt haben?
12:30
R: Kathrin Winzenried... Ganz unten hat der Tamile Kumar Satkunam einst als Flüchtling im Gastgewerbe angefangen. Heute ist er sein eigener Chef und zeigt lernhungrigen Schweizern, wie man gesundes Essen kocht. Was viele Tamilen der ersten Generation in der Schweiz nicht geschafft haben, ist ihm gelungen: der Aufstieg in der Gesellschaft. Kathrin Winzenried hat dem umtriebigen Unternehmer in den Kochtopf geschaut, um das Geheimnis seines Erfolgs zu ergründen. Anfang der 1980er-Jahre kam Kumar Satkunam als einer der ersten tamilischen Flüchtlinge in die Schweiz. Mit nichts mehr als ein bisschen Bargeld in der Tasche landete er als knapp 20-Jähriger via Deutschland in der Schweiz. Es war ein Schock, ich hatte keinen Plan, was ich hier soll, erinnert er sich. Als Blechputzer in einer Bäckerei fand er seinen ersten Job in Bern. Dann folgten Jahre des Geldverdienens im Gastgewerbe. Er heiratete Hema, die ebenfalls aus der Heimat geflüchtet war vor dem Krieg, und gründete eine Familie mit ihr. Beinahe verloren habe er sich in dieser Zeit. Doch dann kam der Wendepunkt. Er besann sich zurück auf seine Wurzeln und begann wieder zu essen und zu kochen wie einst in Sri Lanka: ayurvedisch. Kumar Satkunam bildete sich zum Therapeuten aus, gründete in Bern ein Geschäft mit Massagepraxis und ayurvedisch-vegetarischem Restaurant und traf damit den Nerv der Zeit. Hört auf, ständig zum Arzt zu rennen, so eine seiner simplen Botschaften, die Nahrung ist unser Medikament!.
13:00
ZIB
13:25
R: Hajo Bergmann
14:10
R: Hajo Bergmann
14:50
R: Hannah Hoare... Die Reihe Indiens wilde Schönheit führt zu den spektakulärsten und schönsten Regionen Indiens und ihren Bewohnern. Die erste Folge zeigt die raue Landschaft der Wüste Thar. Die Wüste Thar ist ein Land der Kontraste. Sie erstreckt sich über fast 240 000 Quadratkilometer. Sand- und Steinwüste wechseln sich ab mit Dornsavannen und Grasland. Extreme Hitze und Trockenheit haben der Wüste den Beinamen Land des Todes eingebacht. Dennoch ist die Thar eine der am dichtesten besiedelten Wüsten der Welt. Die farbenprächtigen Städte Jodhpur und Jaipur liegen in ihren Randgebieten. Jaipur, die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Rajasthan, ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt. 1981 lebte dort eine Million Menschen, 2011 waren es schon 3,9 Millionen. Und selbst in den trockensten Wüstenregionen wohnen Menschen: Nomaden, die eine besondere Pferderasse, die Marwari, und die besten Kamele Indiens züchten. Für Wildtiere bietet die Wüste einen Rückzugsort. So ist es ein besonders beeindruckendes Schauspiel, wenn nahe des kleinen Wüstenortes Khichan Tausende Jungfernkraniche ihr Winterlager aufschlagen. Diese kleinste aller Kranicharten trotzt auf ihrer Migrationsroute aus dem Norden Asiens in das warme Indien den widrigsten Bedingungen. Auf ihrem Weg überqueren die Tiere sogar den Himalaya. Das Zusammenleben von Mensch und Tier wird vielerorts bestimmt durch den hinduistischen Glauben. Zahlreiche Tiere werden als Götter verehrt und stehen unter besonderem Schutz. So steht in der Stadt Deshnoke ein Rattentempel. Die kleinen Nager, die in vielen Regionen der Erde gnadenlos verfolgt werden, bekommen hier Nahrung und werden verehrt. Und die Affen des Hanuman-Tempels in Jaipur sind schon lange dafür bekannt, dass sie sich dem Stadtleben besonders gut angepasst haben.
15:35
R: Hannah Hoare... Entlang der indischen Westküste erstrecken sich die Westghats auf über 1600 Kilometern. Die Bergkette bildet eine natürliche Barriere für die vom Ozean heranziehenden feuchten Luftmassen. Sie bekommt so viel Regen wie kaum eine andere Gegend Indiens. Der dortige tropische Regenwald bietet besonderen Tieren und Pflanzen Lebensraum. Der vom Aussterben bedrohte Bartaffe teilt sich die Früchte der Urwaldbäume mit Languren und Riesenhörnchen. Am Boden des Dschungels leben Schlangen – unter anderem die Herrscherin des Dschungels, die Königskobra. Die Menschen haben sich die hervorragenden Wachstumsbedingungen in den Westghats schon lange für die Landwirtschaft zunutze gemacht. Die Produkte der Plantagen werden von hier aus in die ganze Welt verschifft. Elefanten kommen auf ihren Wanderungen oft zu nah an menschliche Siedlungen und Felder, die in ihren traditionellen Wandergebieten liegen. Auch Königskobras, wenn sonst auch scheue Tiere, verirren sich manchmal in menschliche Behausungen – eine Gefahr für beide Seiten. In Westindien gibt es Traditionen, die die Verbindung von Tieren und Menschen feiern. Beim Volk der Karube führen junge Männer in Tigerkostümen und von Musikern begleitet den Tigertanz Hulivesha auf: Neun Tage lang wird dieses Fest zu Ehren des Tigers gefeiert.
16:20
R: Colin Collis... Der Ganges ist Indiens längster und heiliger Fluss. Von den Gletschern des Himalaja bis in den Golf von Bengalen zieht sich die Lebensader für Mensch und Tier. Seine Reise beginnt der Ganges im Himalaya. Am Fuß des Gangotri-Gletschers fließt das Gletscherwasser im Bhagirathi bergabwärts. Es ist der größte Quellfluss des Ganges. Doch in den letzten 25 Jahren ist das Gletschereis um fast 850 Meter zurückgewichen. Viele Bewohner haben Angst, dass die Quelle des heiligen Flusses eines Tages versiegen könnte. Pilger kommen regelmäßig dorthin, um sich mit den eisigen Wassern zu waschen. Für die Tierwelt ist der Ganges ein wichtiger Lebensraum – nicht nur im Himalaya-Gebiet, sondern vor allem in der fruchtbaren Ebene, die die Tiere sich allerdings mit einer wachsenden menschlichen Bevölkerung teilen müssen. Einige Tierarten werden durch den kleiner werdenden Lebensraum immer seltener, wie zum Beispiel der Ganges-Flussdelfin oder das gewaltige Panzernashorn.
17:00
R: Colin Collis... Der Himalaya, das größte Gebirge der Welt, bildet von West nach Ost einen 2500 Kilometer langen Bogen im Nordosten Indiens. Außerhalb Asiens gibt es keinen Berg, der über 7000 Meter hoch ist, doch im Himalaya gibt es über 100, auch alle 14 Achttausender befinden sich dort. Nicht nur die menschlichen Gebirgsbewohner lebten hier jahrhundertelang in völliger Abgeschiedenheit. Geprägt von eisigen Winden, niedrigen Temperaturen und wenig Sauerstoff sind die Berge Heimat einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen: Schneeleoparden durchstreifen riesige Reviere. Blauschafe, die auf bis zu 5000 Metern Höhe leben, sind wahre Kletterkünstler, sodass Schneeleoparden sie meist nur nachts reißen können. Die Changpa-Nomaden züchten im Himalaya ihre Ziegen, von denen sie die berühmte Kaschmirwolle gewinnen. Sie leben im Sommer auf 5000 Metern Höhe, doch wenn die Temperaturen im Winter auf bis zu minus 50 Grad Celsius fallen, ziehen sie sich in tiefer gelegene Winterlager zurück.
17:45
R: Allison Bean... Es ist eine vergessene Welt: Zwischen Myanmar, Bangladesch, Bhutan und Tibet liegen die Sieben Schwestern – sieben Bundesstaaten, die nur wenig mit dem Rest Indiens gemeinsam haben. Es gibt kaum große Städte, und weite Teile dieses Landstrichs sind von dichten Urwäldern bedeckt. Was verbirgt sich in den undurchdringlichen Urwäldern, die noch immer nur mit ausgewählten Führern von Touristen betreten werden dürfen? Die geografische Isolation und die Jahrhunderte währenden politischen Konflikte haben dazu geführt, dass diese Regionen erst sehr spät von Nicht-Einheimischen besucht werden konnten. Nirgendwo in Indien gibt es so viele verschiedene ethnische Gruppen, mit einer so großen Vielfalt an Sprachen und Traditionen. Doch die Ureinwohner zählen auch zu den ärmsten Menschen Indiens. Sie versuchen, Anschluss an das schnell wachsende moderne Indien zu bekommen – und gleichzeitig ihre Kultur zu bewahren. Auch der Urwald ist etwas Besonderes. Berge schließen das Gebiet ein, es hat ein ganz eigenes Klima. Die Feuchtigkeit aus den Dschungeln kondensiert, fällt als Regen und steigt als Wasserdampf sofort wieder in die Luft auf. Pflanzen wachsen unter diesen Bedingungen unglaublich schnell und bieten Insekten, Vögeln, Säugetieren und Reptilien Lebensraum und Nahrung. So gibt es dort den selten gewordenen Lippenbär, den Pfauenspinner – einen der größten Schmetterlinge der Erde – scheue Brillenlanguren oder Weißbrauengibbons, die einzigen Menschenaffen Indiens – um nur einige der seltenen Tierarten aus dem Land der Naga zu nennen.
18:30
nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
R: Kurt Langbein, Stefan Wolner... Chronischer Schmerz ist eine Volkskrankheit, aus keinem anderen Grund gehen Menschen häufiger zum Arzt. Oft ist Schmerz nicht Symptom, sondern die Krankheit selbst. Über neue Forschungsergebnisse und Behandlungsansätze.
21:05
R: Kurt Langbein... Nur fünf Tropfen Valium nimmt Doris Grötzer anfangs, nur zum Einschlafen braucht sie das Medikament. Doch aus fünf Tropfen werden bald mehr, schließlich sind es 150 Tropfen täglich. Der Film zeichnet den Lebensweg von Menschen nach, die von sich und anderen unbemerkt in eine Tablettensucht geraten. Er zeigt außerdem anhand zweier Betroffener, wie Sucht entsteht, wo es Unterstützung für die Entwöhnung gibt und wie ein Leben danach gelingen kann. Bei Wolfgang Ebser tritt im Alter von 35 Jahren plötzlich eine Muskelerkrankung auf. Sein Arzt verschreibt ihm Xanor, ein muskelentspannendes Arzneimittel aus der Gruppe der Benzodiazepine. Damit bleibt Wolfgang Ebser arbeitsfähig, aber nur, wenn er die Dosis stetig erhöht. Nach 13 Jahren nimmt er schließlich ein Zwanzigfaches der verordneten Menge. Es wundert ihn selbst, dass der hohe Konsum seiner Hausärztin nicht auffällt. Denn Benzodiazepine machen schon nach wenigen Wochen abhängig, der Entzug zählt zu den schwersten überhaupt. Die Schicksale der beiden sind typisch für eine Sucht, die fernab der Drogenszene entsteht, von der schätzungsweise 150 000 Menschen in Österreich und 1,5 Millionen in Deutschland betroffen sind, Frauen häufiger als Männer, Ältere öfter als Jüngere. Und die eines kennzeichnet: Sie wird zu 90 Prozent von Ärzten verursacht. Das weiß Michael Musalek, der ärztliche Leiter des Anton-Proksch-Instituts in Wien, einer der größten Suchtkliniken Europas. Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial haben Schmerzmittel genauso wie Schlaf- und Beruhigungsmedikamente, allesamt Arzneimittel mit hohen und immer noch steigenden Verschreibungs- und Verkaufszahlen. Sowohl Doris Grötzer als auch Wolfgang Ebser haben den Entzug geschafft und wissen heute wieder, was Lebensqualität bedeutet. Doch nicht allen gelingt dieser schwere Weg.
22:00
ZIB 2
22:25
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Oliver Hirschbiegel... Die Franzosen stehen vor den Toren Roms. Für Papst Alexander IV. wird es zunehmend schwierig, den Frieden zu wahren.
23:15
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Dearbhla Walsh... Rodrigo Borgia (John Doman) wird ins Papstamt eingeführt und besetzt viele Posten neu.
00:05
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Dearbhla Walsh... Rodrigo (John Doman) schmiedet eine Allianz mit den italienischen Stadtstaaten.
01:00
R: Bettina Wobst... In den letzten Jahren hat der Wassertourismus auf der Elbe immer mehr zugenommen. Damit steigt auch die Zahl derjenigen Hobby-Wassersportler, die über keine Erfahrung mit dem Strom verfügen. Es kommt immer wieder zu teils tödlichen Unfällen. Der Film fragt: Was sind die Ursachen für solche Unfälle? Wo sind besonders neuralgische Stellen auf dem Fluss? Ist die Elbe wirklich so gefährlich, oder wird sie einfach nur unterschätzt? Es ist ein warmer Tag im August 2016 – ideal für einen Ausflug auf der Elbe. Auf der Höhe des Kurortes Rathen steht ein Mann auf einem Stand-Up-Paddle-Board, einer Art Surfbrett. Vorn auf dem Board sitzt ein kleines Mädchen, die Tochter seiner Freundin. Sie kommen in der Flussmitte schnell voran. Doch dann übersieht der Paddler das gefährliche Seil der Rathener Gierseilfähre. Er prallt gegen die letzte Tonne vor dem Fährschiff. Das Mädchen kann sich ans Ufer retten, aber der Mann ertrinkt. Er hatte sich im Seil verfangen, blieb minutenlang unter Wasser. Die Elbe schreibt viele solcher Geschichten. Zwei Touristinnen, die sich ein Kajak ausleihen, werden von der Strömung unter ein Hotelschiff gedrückt. Eine der Frauen stirbt. Vor Pillnitz ertrinkt eine Frau in einem Faltboot nach der Kollision mit einer Boje. Ein Motorbootskipper rammt aus Versehen eine Gruppe von Paddlern und verletzt dabei einen der Männer schwer. Oft wird vergessen, dass die Elbe eine viel befahrene Wasserstraße ist – mit starker Strömung, vor allem an Brückenpfeilern und Bojen. Die meisten Unfälle passieren einfach durch Leichtsinn, gepaart mit Unerfahrenheit, sagt Martin Zavesky von der Wasserwacht. Er trainiert regelmäßig mit seinem Team, um Menschen im Fluss retten zu können. Aber bei der Zunahme an Freizeitkapitänen in den letzten Jahren sei eine großflächige Kontrolle des Flusses kaum möglich.
01:30
10 vor 10
02:00
ECO
02:25
Eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit: Panorama zeigt, wie Themen, die uns heute beschäftigen, einst im Fernsehen behandelt worden sind. Das Thema diesmal: Weil's so gut schmeckt! Auch schon 1951 waren einige Damen darauf erpicht, überschüssige Fett-Areale am Körper loszuwerden. Der damals präsentierte Traxator sollte das Fett am Bauch durch Knetmassagen verschwinden lassen. Das Ding sah aus, wie ein Staubsauger, der zweckendfremdet wurde. Walter Pissecker drehte 1977 am Würstelstand, einer Wiener Institution, bei der über alles geredet wird – aber sicher nicht über Diät-Maßnahmen. Im selben Jahr eruierte Alfred Stamm einen Tag vor Weihnachten für die Zeit im Bild, was denn so alles zu den Feiertagen aufgetischt wurde. 1971 machte man sich darüber Gedanken, wie das Essen der Zukunft aussehen würde. In der Sendung Die Welt von morgen wurde ein utopisches Menü aus dem Jahr 2000 zusammengestellt. Und, wie man sich das vorgestellt hat, lässt uns heute schmunzeln und ein wenig schaudern. Dann geht es endlich ums Dessert: Helmut Zilk zeigte 1980 in der Sendung Bitte zu Tisch eine Kostprobe seiner Kochkünste und stellte einen Klassiker der Wiener Mehlspeisküche her: Marillenknödel! Dabei ging er höchst konzentriert vor. Schließlich verstirbt der junge Otto Schenk fast an einer kulinarischen Köstlichkeit. Natürlich nur zu Show-Zwecken: Zeigte er doch als Jäger, dass man nie wissen kann, was man so aufgetischt bekommt. Bei der Halali-Frischpilz-Suppe muss man ganz besonders aufpassen.
02:50
R: Hannah Hoare... Die Reihe Indiens wilde Schönheit führt zu den spektakulärsten und schönsten Regionen Indiens und ihren Bewohnern. Die erste Folge zeigt die raue Landschaft der Wüste Thar. Die Wüste Thar ist ein Land der Kontraste. Sie erstreckt sich über fast 240 000 Quadratkilometer. Sand- und Steinwüste wechseln sich ab mit Dornsavannen und Grasland. Extreme Hitze und Trockenheit haben der Wüste den Beinamen Land des Todes eingebacht. Dennoch ist die Thar eine der am dichtesten besiedelten Wüsten der Welt. Die farbenprächtigen Städte Jodhpur und Jaipur liegen in ihren Randgebieten. Jaipur, die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Rajasthan, ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt. 1981 lebte dort eine Million Menschen, 2011 waren es schon 3,9 Millionen. Und selbst in den trockensten Wüstenregionen wohnen Menschen: Nomaden, die eine besondere Pferderasse, die Marwari, und die besten Kamele Indiens züchten. Für Wildtiere bietet die Wüste einen Rückzugsort. So ist es ein besonders beeindruckendes Schauspiel, wenn nahe des kleinen Wüstenortes Khichan Tausende Jungfernkraniche ihr Winterlager aufschlagen. Diese kleinste aller Kranicharten trotzt auf ihrer Migrationsroute aus dem Norden Asiens in das warme Indien den widrigsten Bedingungen. Auf ihrem Weg überqueren die Tiere sogar den Himalaya. Das Zusammenleben von Mensch und Tier wird vielerorts bestimmt durch den hinduistischen Glauben. Zahlreiche Tiere werden als Götter verehrt und stehen unter besonderem Schutz. So steht in der Stadt Deshnoke ein Rattentempel. Die kleinen Nager, die in vielen Regionen der Erde gnadenlos verfolgt werden, bekommen hier Nahrung und werden verehrt. Und die Affen des Hanuman-Tempels in Jaipur sind schon lange dafür bekannt, dass sie sich dem Stadtleben besonders gut angepasst haben.
03:35
R: Hannah Hoare... Entlang der indischen Westküste erstrecken sich die Westghats auf über 1600 Kilometern. Die Bergkette bildet eine natürliche Barriere für die vom Ozean heranziehenden feuchten Luftmassen. Sie bekommt so viel Regen wie kaum eine andere Gegend Indiens. Der dortige tropische Regenwald bietet besonderen Tieren und Pflanzen Lebensraum. Der vom Aussterben bedrohte Bartaffe teilt sich die Früchte der Urwaldbäume mit Languren und Riesenhörnchen. Am Boden des Dschungels leben Schlangen – unter anderem die Herrscherin des Dschungels, die Königskobra. Die Menschen haben sich die hervorragenden Wachstumsbedingungen in den Westghats schon lange für die Landwirtschaft zunutze gemacht. Die Produkte der Plantagen werden von hier aus in die ganze Welt verschifft. Elefanten kommen auf ihren Wanderungen oft zu nah an menschliche Siedlungen und Felder, die in ihren traditionellen Wandergebieten liegen. Auch Königskobras, wenn sonst auch scheue Tiere, verirren sich manchmal in menschliche Behausungen – eine Gefahr für beide Seiten. In Westindien gibt es Traditionen, die die Verbindung von Tieren und Menschen feiern. Beim Volk der Karube führen junge Männer in Tigerkostümen und von Musikern begleitet den Tigertanz Hulivesha auf: Neun Tage lang wird dieses Fest zu Ehren des Tigers gefeiert.
04:20
R: Colin Collis... Der Ganges ist Indiens längster und heiliger Fluss. Von den Gletschern des Himalaja bis in den Golf von Bengalen zieht sich die Lebensader für Mensch und Tier. Seine Reise beginnt der Ganges im Himalaya. Am Fuß des Gangotri-Gletschers fließt das Gletscherwasser im Bhagirathi bergabwärts. Es ist der größte Quellfluss des Ganges. Doch in den letzten 25 Jahren ist das Gletschereis um fast 850 Meter zurückgewichen. Viele Bewohner haben Angst, dass die Quelle des heiligen Flusses eines Tages versiegen könnte. Pilger kommen regelmäßig dorthin, um sich mit den eisigen Wassern zu waschen. Für die Tierwelt ist der Ganges ein wichtiger Lebensraum – nicht nur im Himalaya-Gebiet, sondern vor allem in der fruchtbaren Ebene, die die Tiere sich allerdings mit einer wachsenden menschlichen Bevölkerung teilen müssen. Einige Tierarten werden durch den kleiner werdenden Lebensraum immer seltener, wie zum Beispiel der Ganges-Flussdelfin oder das gewaltige Panzernashorn.
05:00
R: Colin Collis... Der Himalaya, das größte Gebirge der Welt, bildet von West nach Ost einen 2500 Kilometer langen Bogen im Nordosten Indiens. Außerhalb Asiens gibt es keinen Berg, der über 7000 Meter hoch ist, doch im Himalaya gibt es über 100, auch alle 14 Achttausender befinden sich dort. Nicht nur die menschlichen Gebirgsbewohner lebten hier jahrhundertelang in völliger Abgeschiedenheit. Geprägt von eisigen Winden, niedrigen Temperaturen und wenig Sauerstoff sind die Berge Heimat einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen: Schneeleoparden durchstreifen riesige Reviere. Blauschafe, die auf bis zu 5000 Metern Höhe leben, sind wahre Kletterkünstler, sodass Schneeleoparden sie meist nur nachts reißen können. Die Changpa-Nomaden züchten im Himalaya ihre Ziegen, von denen sie die berühmte Kaschmirwolle gewinnen. Sie leben im Sommer auf 5000 Metern Höhe, doch wenn die Temperaturen im Winter auf bis zu minus 50 Grad Celsius fallen, ziehen sie sich in tiefer gelegene Winterlager zurück.
05:45
R: Annette Pöschel... Einst zogen die Chepang im Süden von Nepal als Nomaden durch die Wälder. Dann wurden sie zwangsangesiedelt. Seitdem versuchen sie sich an ihre neuen Lebensbedingungen anzupassen. Das ist nicht leicht, denn früher gab ihnen der Wald in den Bergen fast alles, was sie brauchten: Essen, Wasser, Medizin. Nun leben sie in Lehmhütten, von dem, was ihre kleinen Äcker hergeben. Das reicht meist nicht das ganze Jahr. Also müssen sie sich als Tagelöhner oder als Gastarbeiter im Ausland verdingen. Als die beiden Deutschen Daniela Jährig und ihr Mann Steffen Schöley zum ersten Mal in die Region kamen, waren sie angetan von dem freundlichen Volk. Als ihnen auffiel, dass fast nur Jungen zur Schule gingen, gründeten sie den Verein LiScha Himalaya und starteten ein Bildungsprojekt für Mädchen. Nach und nach stießen sie weitere Projekte an. Die Dokumentation Die Chepang – Nepals vergessene Ureinwohner stellt Daniela Jährig und Steffen Schöley und ihren Verein LiScha Himalaya vor.
06:15
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
Nano
07:30
Alpenpanorama
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ZIB
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Kulturzeit
09:45
Nano
10:15
Gastgeber im Kölner Sommertreff sind die Journalistin und Moderatorin des ARD-Morgenmagazins Susan Link und der Autor und Moderator Micky Beisenherz. Sie begrüßen in dieser Ausgabe den Hypnotiseur Jan Becker, das Curvy-Model Angelina Kirsch, den Lindenstraßen-Schauspieler Joachim Luger und Johnny Bastiampillai, der das Gladbecker Geiseldrama als Kind hautnah miterlebte.
11:45
Aufgetischt wird in dieser Folge in Mittelkärnten, wo rund um St. Veit an der Glan faszinierende Wirklichkeiten entdeckt werden, in denen Individualität ganz vorne steht. Schon allein der Duft aus seinen Öfen führt in die Welt des Genussbäckers Harald Taupe. Er widersetzt sich dem Produktionsdruck und bäckt in St. Veit seinen eigenen Osterreindling – ein traditionelles Hefegebäck – im Ofen auf offener Straße. Südlich von St. Veit, im Flussbett der Görtschitz, schwemmt der Maler Erwin Klinzer Schicht für Schicht seine außergewöhnlichen Sandbilder. Mut zum Risiko bewies Josef Habich, der für sein eigenes Bier die richtige Quelle in der Wimitz im Tal der Gesetzlosen gefunden hat. Seit Jahren wird in Friesach, der ältesten Stadt Kärntens, an einem historischen Burgbau gehämmert und geklopft. Der ehemalige Bürgermeister und Bahnangestellte Max Koschitz dirigiert jetzt als Fürst alle mittelalterlichen Angelegenheiten. Zwischen Friesach und St. Veit, am Südufer des Längsees, arbeitet der nächste Individualist, Marcus Gruze, an seinen weithin geschätzten bio-dynamischen Pinots. Für einmalige Gerichte in dieser Welt der ungewöhnlichen Individualisten rund um St. Veit sorgen Christian und Gabi im bodenständigen Wirtshaus Gelter und Markus Rath im exquisiten Rathhaus am Längsee.
12:30
ECO
13:00
ZIB
13:25
In Kambodscha lässt der Monsun großartige Tier- und Pflanzenwelten entstehen, die gleichzeitig durch die Wassermassen gefährdet sind: überleben zwischen Trockenheit und Überschwemmung. Wenn Trockenheit herrscht, bestimmt die Suche nach Wasserstellen das Dasein der Tiere. Es entsteht ein zäher Überlebenskampf, und das Gedränge um das wenige verbliebene Wasser wird gefährlich. Die schwächeren Tiere setzen für einige Tropfen ihr Leben aufs Spiel. Wenn der langersehnte Regen dann endlich fällt, überrollen Flutwellen das Land. Sie füllen die zahlreichen Wasserwege, die das Land wie Arterien versorgen. Dann schafft der Regen ein buntes Gemisch von Lebensräumen in einem Gebiet von 30 000 Quadratkilometern. Selten gewordene Raubtiere wie der Nebelparder schleichen durch den Dschungel. Es wachsen Pflanzen, die besondere Strategien entwickelt haben, um jeden Tropfen Wasser zu nutzen. Die Kamera beobachtet aus nächster Nähe, wie ein Kragenbär mit seiner höchst sensiblen Nase Nahrung findet und wie Kahlkopfgeier den natürlichen Kreislauf in Gang halten. Sie zeigt in faszinierenden Bildern Haubenlanguren, die sich elegant durch das oberste Stockwerk des Regenwaldes schwingen und sich auf ganz spezielle Art ernähren.
14:10
R: James Hemming... Die Natur Malaysias beeindruckt mit imposanten Bergketten, atemberaubenden Wäldern und unermesslichem Artenreichtum. In jedem Winkel behauptet sich das Leben in wunderbaren, bizarren Formen. Der Blick hinter das Geheimnis dieser Vielfalt zeigt unter anderem, wie sich in dem feuchtheißen Klima extrem unterschiedliche Lebensräume entfalten, und bietet gleichzeitig großartige Bilder von den seltenen Tieren, die dort leben und ums Überleben ringen. Die Dokumentation thematisiert den täglichen Kampf ums Dasein genauso wie die Schönheit der tropischen Fauna. Sie erzählt außerdem von Malaysias höchstem Berg, der jedes Jahr noch weiter wächst. Sie berichtet von Insekten, die es mit unglaublichen Tricks schaffen, ihre Beute in die Irre zu führen. Sie zeigt, was es für die Natur bedeutet, wenn pro Quadratmeter bis zu drei Meter Regen jedes Jahr fallen und an 365 Tagen im Jahr die Sonne zwölf Stunden lang scheint. Die Kamera hält seltene Momente wie den erbitterten Kampf zweier Nashornkäfer und Badeszenen von Zwergelefanten fest, die es nur noch auf Borneo gibt. Malaysias Regenwald erscheint in seiner ganzen Pracht, und jedes Bild ist der Beweis für die Existenz eines einmaligen Naturparadieses.
14:50
R: James Hemming... In Thailands Flora und Fauna treffen Extreme aufeinander. Dort sind Tiere und Pflanzen Bedingungen ausgesetzt, die das Überleben zum täglichen Kampf machen. In dem Hotspot der Artenvielfalt kommen zahlreiche Heilpflanzen vor, die sowohl die Menschen als auch die Tiere zu nutzen wissen. Gleichzeitig besticht das Land durch seine grandiosen Millionen Jahre alten Landschaften und seine uralte Kultur. Die Dokumentation zeigt Mangrovenwälder, in denen Krabbenkämpfe auf Leben und Tod stattfinden, und Korallenriffe, die 4000 Arten beherbergen. Und sie stellt eine Insel vor, auf der Makaken nur überleben, weil sie gelernt haben, Steine als Werkzeug zu benutzen.
15:35
R: James Hemming, Allison Bean... Vietnams Natur hat einen schwierigen Weg hinter sich gebracht: Der Vietnamkrieg hinterließ viel Zerstörung. Doch die Natur ist wie ein Phoenix aus der Asche neu entstanden. Tiere, die in Höhlen Schutz gesucht hatten, tummeln sich heute wieder in den Wäldern. Unter den Pflanzen ist der Bambus der größte Überlebenskünstler. Vor nicht einmal 50 Jahren sah es in diesem geschundenen Land noch ganz anders aus. Über ein Jahrzehnt lang, als der Kampf zwischen den Menschen zu einem Krieg gegen die Natur wurde, verschwanden große Waldflächen Vietnams unter anderem durch den Einsatz des Entlaubungsmittels Agent Orange. Die Verwüstung war so massiv, dass die Begriffe Naturkrieg und Umweltzerstörung die Region prägten. Eine wichtige Rolle in dieser Zeit spielte Hang Toi, eine der größten Höhlen der Welt. Sie wäre groß genug, um ein Hochhaus darin zu bauen. Damals rettete sie als Schutzraum Menschen und Tieren das Leben. Noch heute nutzen seltene Primaten die Höhle, von denen man angenommen hatte, sie seien ausgestorben. Erst 30 Jahre später tauchte eine kleine Gruppe der Hatinh-Languren wieder auf.
16:20
R: James Hemming, Allison Bean... Im Südwesten Chinas befindet sich einer der schönsten und geheimnisvollsten Naturräume der Erde: Die Provinz Yunnan beherbergt so viele verschiedene Pflanzenarten wie die ganze Nordhalbkugel. Die Dokumentation macht deutlich, warum der Südwesten Chinas immer noch eines der größten Rätsel der Natur ist. Die Reise führt von den Ausläufern des Himalajas bis zu den bewaldeten Tälern. China verbraucht zweimal so viele Ressourcen wie nachhaltig wären. Die Natur ist nur noch in wenigen Teilen der Volksrepublik so unberührt wie im Himalaja. Überall sonst zahlen Tiere und Pflanzen einen hohen Preis für die wachsende Zersiedlung und den industriellen Aufschwung. In der Provinz Yunnan sind einige Gebiete von den Veränderungen verschont geblieben. Hoch oben in den Bergen wird das Kamerateam davon Zeuge, wie sich tibetische Makaken an ihre lebensfeindliche Umgebung angepasst haben. Undurchdringliche Wälder bieten Schutzräume für eine unberührte Natur. Weberameisen bauen mit einer ganz speziellen Technik ihre Nester. Außerdem gibt es 70 verschiedene Höhlenfische, so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt.
17:00
R: Marion Pöllmann, Rainer Bergomaz... Tierfilmer Rainer Bergomaz und sein indianischer Kollege Yung Sandy begeben sich auf eine Expedition in eines der letzten unerschlossenen Gebiete der Erde, um den Mohrenkaiman zu finden. Bisher weiß man kaum etwas über den großen Bruder des Alligators und das größte Krokodil Südamerikas. Wie alle großen Echsen wurde auch der Mohrenkaiman über Jahrhunderte hinweg erbarmungslos gejagt. So ist seine Art inzwischen stark gefährdet. Der Oberlauf des Essequibo tief im Hinterland Guyanas ist eine der letzten Regionen, in denen man heute noch Exemplare von mehr als fünf Metern Länge findet. In dieses unwegsame Gebiet haben sich Rainer Bergomaz und Yung Sandy aufgemacht. Bei ihren Begegnungen mit dem Mohrenkaiman erhalten sie einen einmaligen Einblick in das Leben der Urzeitmonster.
17:45
R: Marion Pöllmann, Rainer Bergomaz... Rainer Bergomaz und Yung Sandy überwinden Stromschnellen, Flüsse und Wasserfälle, klettern auf 50 Meter hohe Bäume, kämpfen sich durch Buschwerk und Lianen, um ein Harpyien-Nest zu finden. Harpyien zählen zu den mächtigsten Greifvögeln der Welt. Die seltenen Adler leben in den Regenwäldern Südamerikas. Der Griff ihrer Klauen ist kräftiger als der Biss eines Schäferhundes, ihre Krallen sind länger als die des Grizzlybären. Ihren scharfen Augen entgeht keine Bewegung, und kein anderer Vogel fliegt so lautlos und wendig durch das Geäst der Bäume. Ihre Nester liegen 40 und mehr Meter hoch in den alles überragenden Kapokbäumen. Während ihrer abenteuerlichen Expedition erhalten die beiden Tierfilmer nicht nur spannende Einblicke in das Leben der Harpyien, sie finden auch verwunschene Landschaften und begegnen zahlreichen fremdartigen Tieren wie dem Riesengürteltier.
18:30
Nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
Sie sind überall. Wie Umweltgifte das Immunsystem von Kindern beeinflussen können., Rückgang des IQ, Zunahme von Autismus: Seit Anfang der 1990er-Jahren gibt es vermehrt Hinweise, dass hormonähnlich wirkende Substanzen die menschliche Gesundheit nachteilig beeinflussen. Die sogenannten Umwelthormone finden sich in Plastikprodukten, in Kosmetikartikeln und auch im Essen. Gibt es überhaupt unbedenkliche Alternativen?
21:00
Hormone sind Taktgeber unseres Lebens. Sie läuten Lebensphasen wie Pubertät oder Menopause ein und steuern deren Verlauf. Sie beeinflussen Stoffwechsel, Stimmungen, sogar unser Wesen. Doch haben wir sie ganz verstanden? Hormone werden auch therapeutisch eingesetzt – etwa bei bestimmten Krebserkrankungen. Dabei ist das Wissen über Hormone, ihre Steuerung durch das Gehirn und ihr Einfluss auf den Organismus längst noch nicht komplett. Hormonähnliche Stoffe aus der Umwelt stören diese Wechselwirkungen obendrein. Wasserbüffel haben keine Stresshormone. Als im Mai 2018 ein paar ausgebüxte Exemplare die A3 für mehrere Stunden blockierten, ließen sich die Büffel durch anrückende Polizei, Feuerwehr und andere Rettungskräfte nicht aus der Ruhe bringen und blieben, wo sie waren. Beim Menschen sieht das ganz anders aus: Hormone steuern unser Leben in den großen Phasen der Entwicklung und in den kleinen des Alltags: Erwachsen werden, Altern, Stress, Glück, Zufriedenheit, Liebe, Aggression – alles ohne Hormone nicht denkbar. Ganz erforscht sind die komplexen Botenstoffe noch nicht. Oxytocin, das Hormon, das für mütterliche Gefühle und Bindungsfähigkeit zuständig ist, soll als Medikament bei Autismus helfen. Wie genau und in welcher Dosierung, ist noch unklar. Auch andere Hormone wie das weibliche Sexualhormon Östrogen und seine Wirkung bei neurosensorischen Erkrankungen stehen im Mittelpunkt der Forschung. Doch nicht nur die körpereigenen Hormone bestimmen unser Leben: Seit etwa 50 Jahren bemerken Forscher, dass sich Umweltgifte negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit von Tieren auswirken. Dasselbe gilt auch für Menschen: Stoffe wie Bisphenol A oder DDT wirken im menschlichen Organismus wie Hormone. Sie könnten – schon in geringster Dosis – die Ursachen für verfrühte Pubertät, Fettleibigkeit bei Jugendlichen, zu früh einsetzende Wechseljahre oder gar das generelle Absinken des Intelligenzquotienten sein. Durch das komplexe Wechselspiel des Hormonhaushalts sind diese Auswirkungen noch längst nicht ausreichend erforscht. Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen die Rolle der Hormone als Taktgeber unseres Lebens.
22:00
ZIB 2
22:25
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Metin Hüseyin... Lucrezia verlangt von Rodrigo, eine normale Ehe führen zu dürfen, doch Rodrigo verweigert diesen Wunsch. Lucrezia widersetzt sich ihrem Vater, Giovanni erweist sich jedoch als impotent. Prinzessin Maria Enriques de Luna erscheint ohne ihren Ehemann Juan im Palast. Sie erwartet ein Kind. Rodrigo erfährt, dass Adrianas Sohn Migliorati den Angriff auf Giulia in Auftrag gegeben hat, und sinnt auf Vergeltung. Doch mit Adrianas Hilfe kann dieser fliehen. Adriana wird verbannt. Rodrigo gibt Giulias Drängen nach und lässt zu den Waffen greifen. Juan wagt entgegen dem Rat seines Kommandanten Montefeltro einen Angriff auf die Festung der Orsini. Juans Plan schlägt fehl, er selbst wird gedemütigt. Unterdessen fällt die französische Streitmacht in Italien ein, und Frankreichs König Karl VIII. erhebt Ansprüche auf das Königreich Neapel. Unterdessen erweist sich Cesare als brillanter Stratege. Rodrigo offenbart Cesare, dass er sein Nachfolger auf dem Stuhl Petri werden soll. Er soll nach Neapel reisen und seinen Bruder Goffredo mit Alfonsos Tochter Sancia trauen. Juan begleitet Cesare. Anstelle des elfjährigen Bräutigams verbringt er die Nacht mit Sancia, während sein Scherge Migliorati ermordet wird.
23:15
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Assumpta Serna; S: Tom Fontana; R: Metin Hüseyin... Lucrezia (Isolda Dychauk) will ihren Ehemann vergiften. Die politische Situation eskaliert und zwingt Rodrigo zum Rückzug in die Engelsburg.
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I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Assumpta Serna; S: Tom Fontana; R: Christoph Schrewe... Rodrigo und seine Familie haben sich vor den anrückenden Franzosen in der Engelsburg verschanzt, wo Giulia ihre Tochter Laura zur Welt bringt. Die Franzosen besetzen die Ewige Stadt, plündern und vergewaltigen. Rodrigo will mit König Karl verhandeln. Ein politisches Tauziehen beginnt. Rodrigo offeriert Karl freie Passage durch den Kirchenstaat, sofern Cesare aus der Gefangenschaft entlassen wird. Rodrigos Plan geht auf, Cesare kommt frei. Zurück in Rom vermittelt er zwischen Papst Alexander und König Karl. Juan, der sich nach seiner militärischen Niederlage versteckt gehalten hat, kehrt heimlich zurück. Cesare stellt seinen Bruder zur Rede. Rodrigo muss die beiden Brüder auseinander zwingen. Lucrezias Ehe mit Giovanni Sforza wird geschieden. Giovanni muss unterschreiben, dass seine Impotenz der Grund der Annullierung ist. Sein Ruf ist ruiniert. Während Cesare König Karl nach Neapel begleitet, um ihn dort zum König zu krönen, schließt Rodrigo mit den italienischen Stadtstaaten, Spanien und dem deutschen Kaiser einen Heiligen Bund, der Frankreich für alle Zeiten aus Italien verbannt.
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Rundschau
02:15
R: Kathrin Winzenried... Ganz unten hat der Tamile Kumar Satkunam einst als Flüchtling im Gastgewerbe angefangen. Heute ist er sein eigener Chef und zeigt lernhungrigen Schweizern, wie man gesundes Essen kocht. Was viele Tamilen der ersten Generation in der Schweiz nicht geschafft haben, ist ihm gelungen: der Aufstieg in der Gesellschaft. Kathrin Winzenried hat dem umtriebigen Unternehmer in den Kochtopf geschaut, um das Geheimnis seines Erfolgs zu ergründen. Anfang der 1980er-Jahre kam Kumar Satkunam als einer der ersten tamilischen Flüchtlinge in die Schweiz. Mit nichts mehr als ein bisschen Bargeld in der Tasche landete er als knapp 20-Jähriger via Deutschland in der Schweiz. Es war ein Schock, ich hatte keinen Plan, was ich hier soll, erinnert er sich. Als Blechputzer in einer Bäckerei fand er seinen ersten Job in Bern. Dann folgten Jahre des Geldverdienens im Gastgewerbe. Er heiratete Hema, die ebenfalls aus der Heimat geflüchtet war vor dem Krieg, und gründete eine Familie mit ihr. Beinahe verloren habe er sich in dieser Zeit. Doch dann kam der Wendepunkt. Er besann sich zurück auf seine Wurzeln und begann wieder zu essen und zu kochen wie einst in Sri Lanka: ayurvedisch. Kumar Satkunam bildete sich zum Therapeuten aus, gründete in Bern ein Geschäft mit Massagepraxis und ayurvedisch-vegetarischem Restaurant und traf damit den Nerv der Zeit. Hört auf, ständig zum Arzt zu rennen, so eine seiner simplen Botschaften, die Nahrung ist unser Medikament!.
02:35
Hessenreporter
03:05
R: Kurt Mündl... Der Film von Kurt Mündl zeigt die Wälder, Hügel, Hochmoore und Täler des nördlichen Waldviertels, eine der ältesten Kultur- und Naturlandschaften Österreichs, im Lauf der Jahreszeiten. Das Waldviertel besteht aus endlos scheinenden Wäldern, wilden Flüssen, sumpfigen Teichen und romantischen Hochmooren. Sonne, Regen, Wind und Schnee haben Natur und Mensch stark geprägt und dem niederösterreichischen Landesteil seinen Zauber verliehen. Ein geologisches Phänomen ist das uralte Riesengebirge. Es ist älter als die Alpen und weist tonnenschwere Gneis- oder Granitblöcke in skurrilen Formen auf. Eines der weltweit bekanntesten archäologischen Fundstücke stammt aus dem Waldviertel – die 1908 gefundene, elf Zentimeter hohe Statuette einer Frau, die Venus von Willendorf.
03:45
R: Roland Buzzi... Es ist die Weite, die den Besucher des Weinviertels in seinen Bann schlägt. Das Viertel unter dem Manhartsberg, so genannt seit 1254, vermittelt ein Gefühl der Endlosigkeit. Seinen Namen trägt das Weinviertel nicht von ungefähr – der Weinbau bestimmt das Landschaftsbild in all seinen Kulturformen und ist seit jeher prägend für die Bewohner dieser Region. Ein sanftes, wärmebegünstigtes Hügelland, das von Menschen genutzt wird, aber noch viele ursprüngliche Eigenarten bewahrt hat, ein stilles Land mit viel Vergangenheit und verborgenen Schätzen.
04:30
R: Waltraud Paschinger... Mächtige Bergketten prägen den Naturpark Steirische Eisenwurzen. Die archaische Gebirgslandschaft wirkt, als hätte sie sich nie verändert. Ein Film über die Region einst und heute. Vor einigen Millionen Jahren wohnten dort faustgroße Schnecken in küstennahen Sandbänken warmer tropischer Meere. Wo sich heute Wiesen und urtümliche Wälder erstrecken, bedeckten noch vor 20 000 Jahren gigantische Gletscher das Land. In jüngerer Vergangenheit war die Eisenwurzen Zentrum der Eisenverarbeitung. Mit den qualitativ hochwertigen Waffen, Sensen und Werkzeugen, die dort geschmiedet wurden, betrieb man regen Handel bis in den arabischen Raum. Hand in Hand mit der Erzgewinnung nahm auch die Holzindustrie ihren Aufschwung.
05:15
R: Alfred Ninaus... Ein reißender Fluss, bunte Streuwiesen oder ein atemberaubender Blick vom 2700 Meter hoch gelegenen Dachstein – das Ennstal ist sehr facettenreich. Doch die Landschaft war lang gefährdet durch Flussbegradigungen im 19. und 20. Jahrhundert. Ein EU-Projekt schuf wieder naturnahe Auen- und Flusslandschaften sowie neue Lebensräume. Der Film erzählt die Geschichte des Tals und zeigt das Leben seiner Bewohner. Ursprünglich schlängelte sich die Enns kurvenreich durch ein lang gezogenes Tal. Dann wurde immer mehr Anbaufläche gewonnen, wurden Nebenarme gekappt, Moore trocken gelegt. Die Flora und Fauna verarmte. Immer öfter gab es verheerende Hochwasser. Vor 20 Jahren startete das EU-Projekt Life. Naturnahe Flusslebensräume und Auwälder entstanden, aber auch ausgedehnte Moorlandschaften. Die für diese Landschaft typischen Torfmoose wurden angebaut, bald siedelten sich seltene Vogelarten wieder an wie der Wachtelkönig, Wanderfalke oder Eisvogel. Aber auch der Braunbär kehrte zurück. Heute ist die einmalige Flusslandschaft das ganze Jahr über ein Gebiet für sanften, naturnahen Tourismus: Im Mai und Juni locken ganze Wiesen voller blauer Schwertlilien Wanderer und Naturbegeisterte an, aber vor allem die Ski-Gebiete im Ennstal sind ein Publikumsmagnet. Darüber hinaus ist das Ennstal seit Jahrhunderten durch Handel und Verkehr geprägt. Das Eisen vom Erzberg oder Lebensmittel wurden auf der Eisenstraße und auf der Enns befördert. Waren es früher Fuhrwerke, Flöße und Enns-Schiffe, übernahmen später Bahn und Lkw den Transport der Güter.