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3 SAT
06:00
Okzitanien, das Land der Katharer, einer christlichen Glaubensbewegung, hat viele Geschichten und Legenden hervorgebracht. Der Film geht in Südfrankreich auf Spurensuche. Die Glaubensgemeinschaft der Katharer wurde ausgelöscht. Fast nichts ist von ihnen geblieben. Alles, was man heute über sie weiß, stammt aus den Aufzeichnungen ihrer Feinde, der Inquisitoren. Und doch ist die Erinnerung an die Katharer im Südfrankreich allgegenwärtig. Die sagenhaften Schätze der Templer und der Westgoten, das Versteck des heiligen Grals und der geheimnisumwitterte Fund von Rennes le Châteaux locken immer wieder Abenteurer, Glücksritter und Spinner an.
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturplatz
09:35
Erstausstrahlung.
09:55
R: Gernot Stadler... Die Erstbesteigung des Ankogel im Grenzgebiet zwischen Kärnten und Salzburg im Jahr 1762 stellt für viele den eigentlichen Ursprung des Alpinismus dar. Die Dokumentation zeichnet die Entwicklung des Phänomens Alpinismus nach und hinterfragt die Motive der frühen Pioniere, die sich mit ihren bergsteigerischen Leistungen selbst ein Denkmal gesetzt haben. Zum ersten Mal wurde mit dem Ankogel ein vergletscherter Alpengipfel mit über 3000 Metern Höhe bezwungen, vier Jahre vor dem Mont Blanc und anderen berühmten Bergen der Alpen. Die Pioniertat eines wagemutigen Bauern mit dem Namen Patschg hat bald zahlreiche Nachahmer gefunden, in den kommenden 100 Jahren folgten unzählige Gipfel, so zum Beispiel der Großglockner durch Franz II. Xaver von Salm-Reifferscheidt-Krautheim und das Matterhorn durch den englischen Bergsteiger Edward Whymper, dem später auch die Erstbesteigung des Chimborazo gelingen sollte. Alpinismus wurde bald zum Begriff für Extrembergsteigen, nicht nur in den Alpen, sondern auf der ganzen Welt.
10:45
S: Waltraud Paschinger; R: Waltraud Paschinger... Wilde Natur und uralte Bergbauernkultur prägen den Charakter des Nationalparks Nockberge, der mitten in Österreich eine geradezu exotische Landschaft bildet. Die Nockberge gehören zu den interessantesten Mittelgebirgsformationen Europas und stellen aufgrund ihrer sanften Formen und ihrer geologischen Vielfalt eine Seltenheit dar. Die geschwungenen grünen Nocken erinnern an Irland, die Hochplateaus an Kastilien. Durchbrochen wird diese weiche Landschaft von einem schroffen Felsband mit steilen Karen und scharfen Graten, eisigen Karseen, klaren Bächen und kalten Tümpeln. Bis in die Gipfelregionen weiden Rinderherden und riesige Hirschrudel miteinander, die zahlreichen verfallenen Bergwerke sind längst von alpinen Urwäldern überwuchert.
11:30
R: Manfred Corrine... Dunkelgrüne Wälder, bizarre Felsen, weiße Gletscher: neun Bundesländer, neun Gipfel. Extrembergsteiger Peter Habeler hat prominente Österreicher auf die höchsten Berge des Landes geführt. Mit dabei der Bundespräsident Heinz Fischer, die Schauspielerin Elisabeth Orth, der Musiker Willi Resetarits, Boulder-Star Kilian Fischuber, die Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner und die Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager. Außerdem sind der Wetterguru und Extrembergsteiger Charly Gabl, die Direktorin des Kunsthistorischen Museums Sabine Haag und die renommierte Archäologin Sabine Ladstätter mit von der Partie – sie alle kennen die große Sehnsucht nach rauer Gebirgsluft und nutzen jede Gelegenheit, um Höhenluft zu schnuppern. Aber sind die neun höchsten Gipfel der Bundesländer auch an neun aufeinanderfolgenden Tagen zu besteigen? Jeden Tag einer, ist das zu schaffen? Zwei Bergprofis, Bergführerin Angelika Haspl und Profibergsteiger Gerfried Göschl, haben diesen einmaligen Versuch unternommen.
13:00
ZIB
13:10
Notizen aus dem Ausland
13:15
quer
14:00
Kunst & Krempel
14:30
Erstausstrahlung.
15:00
Natur im Garten
15:30
R: Michael Hertle... Falkner Niels Meyer-Först aus Buchenbach bei Freiburg möchte die jahrtausendealte Jagdkunst ins 21. Jahrhundert übertragen. Der Film begleitet ihn bei seinen Einsätzen. Mit seinem Wanderfalken Strawberry geht Niels Meyer-Först auf die Jagd, um Krähen aus einem Wohngebiet zu vertreiben. Der nächste Einsatz führt in die Hangars des Stuttgarter Flughafens, um Tauben zu vertreiben. Vergrämen nennt sich dies in der Falkner-Sprache. Die Nachfrage nach seinen Falkner-Kursen bestätigt Niels Meyer-Först, dass immer mehr Menschen sich für die Jagd mit Vögeln interessieren. Ursprünglich kam die Falknerei aus der Mongolei über Arabien nach Europa. Kaiser Friedrich II. hat mit De arte venandi cum avibus einen Klassiker zur Falknerei geschrieben, der teilweise heute noch aktuell ist.
16:00
Seidenmetropole und Hochburg der Gastronomie: Lyon ist nicht nur die zweitgrößte Stadt Frankreichs, sondern schon immer auch Handelsknotenpunkt und Durchgangsstation für Südeuropa-Reisen. Damit schreibt die Stadt 2000-jährige Geschichte. Es lohnt sich, die Altstadt, die Seidenmaler – und Kulturszene anzuschauen – und natürlich, köstlich zu speisen. Wer danach sportliche Aktivitäten sucht, ist an der Ardeche richtig. Kanu – und Kajakfahrern ist die Schlucht dieses Flusses gut bekannt. Aber auch Ruhesuchende kommen in dieser Region südlich von Lyon auf ihre Kosten: In der Montagne Ardechoise entspringt Frankreichs längster Fluss, die Loire; und in dieser Landschaft ist auch der Mastrou zu Hause. Die urige Dampfeisenbahn fährt in den Sommermonaten durch die einmaligen Landschaften, Täler und Schluchten der südlichen Ardeche. Im Süden Frankreichs, westlich der Rhône bis zur spanischen Grenze und den Pyrenäen, erstreckt sich die Region Languedoc-Roussillon. Mit rund 300 Sonnentagen im Jahr, 200 Kilometern Sandstrand sowie einem abwechslungsreichen Hinterland bietet das Roussillon ideale Voraussetzungen für interessante Ferien. Dazu gehören der Besuch des bekanntesten Weinfestes sowie ein Stadtbummel durch Perpignan.
16:45
R: Karl Königsberger... Im Norden Italiens, in den Sextener Dolomiten, entspringt einer der mächtigsten Flüsse Europas: die Drau. Sie durchzieht bis zu ihrer Mündung in die Donau fünf geschichtsträchtige Länder. Über Jahrtausende hat sie die Landschaft und das Leben der Menschen an ihren Ufern geprägt. Die Drau ist einer der größten Tieflandflüsse Mitteleuropas, doch von dem einst frei mäandrierenden Wildfluss ist kaum mehr etwas übrig geblieben. Weite Strecken des Flusslaufes sind begradigt, 22 Wasserkraftwerke ringen dem Strom Energie ab, und an seinen Ufern wurde allein im 20. Jahrhundert drei Mal Krieg geführt. Nur der Drau-Unterlauf an der Grenze zwischen Slowenien und Kroatien, der jahrzehntelang durch den Eisernen Vorhang abgeschirmt war, ist völlig unberührt. Hier brüten Schwarzstörche in der Abgeschiedenheit des Waldes, Seeadler fischen in den Seitenarmen, und unzählige Uferschwalben nisten in den Steilufern der Drau.
17:30
I: Elisabeth Lanz, Hendrik Duryn, Daniela Ziegler, Thomas Fritsch, Harald Posch, Veronika Polly, Coco Huemer; S: Verena Kurth; R: Heidi Kranz... TV-Schmonzette. Unternehmerin verliebt sich vor toller Bergidylle in smarten Firmeninvestor., Stoffmanufaktur in Not: Beatrice (Elisabeth Lanz) will den 150 Jahre alten Familienbetrieb erhalten, ihre Mutter (Daniela Ziegler) will an einen Münchner Investor verkaufen. Der schickt Thomas Berger (Hendrik Duryn), um den Deal einzutüten….
19:00
anschließend: 3sat-Wetter.
19:30
Unter dem Motto Never Not Spectacular findet das Festival CPH Stage in Kopenhagen im Juni 2018 zum sechsten Mal statt. Die Besucher erwarten 50 Shows mit über 90 Künstlern aus aller Welt. Moderator Eric Mayer möchte vor allem mehr über die skandinavische Tanzszene erfahren. Das Festival setzt ganz auf Vielfalt: Vom Ballettabend im Royal Danish Theatre bis hin zu einer Luftakrobatiknummer an einem Kran im Hafen – alles auf ganz eigene Art spektakulär! Eric Mayer trifft auf den finnischen Künstler Taneli Törmä, der mit seiner Gruppe Location X die dreiteilige Klang-Installation Cover präsentiert, in der Tanz und Klang miteinander verschmelzen. Die Choreografin Gunilla Lind hält in ihrem Stück V.O.M.P. unserer zum Teil wahnhaft nach Schönheit strebenden Gesellschaft den Spiegel vor und fragt: Was ist schön? Auch die dänische Choreografin Stephanie Thomasen wirft mit ihrer nachdenklichen Tanzperformance TRO eine nicht weniger spannende Frage auf: die Glaubensfrage. Außerdem besucht Eric Mayer die Akrobatik-Performance opHAV im Hafen Kopenhagens und den dreiteiligen Ballettabend The Generator.
20:00
Tagesschau
20:15
I: Piotr Beczala, Julia Kleiter, Rebeca Olvera, Spencer Lang, Cheyne Davidson, Martin Zysset; R: Michael Beyer... Eher melancholisch als frivol und von der selbst ernannten „Heulsuse unter den Regisseuren“ Andreas Homoki am Opernhaus Zürich zur Revue entschlackt. Mit dem Megahit „Dein ist mein ganzes Herz“.
22:00
I: Marco Rima, Esther Schweins, Mark Keller, Nadja Brenneisen, Basil Eidenbenz, Andrea Zogg, Stefan Gubser, Noémie Kocher, Hubertus Geller, Salvatore Greco, Eva Habermann, Gino Haegler; S: Marco Rima, Andreas Gaw; R: Jürg Ebe... Komödie mit dem Comedian Marco Rima., Früher war Oliver (Rima) Draufgänger und Künstler, heute ist er Hausmann. „Er ist nicht mehr der Mann, den ich mal geheiratet habe“, meint Karrierefrau Franziska (Esther Schweins) und will sich von ihm trennen. Während Oliver sein altes Ich sucht, flirtet Franziska mit ihrem Chef (Mark Keller)… Die Klamotte verhebt sich an sketchhaftem Slapstickwitz a la „Nackte Kanone“, unterbrochen von albernen Traumsequenzen.
23:25
Maischberger
00:40
lebensArt
01:40
I: Helena Bonham Carter, Linus Roache, Alison Elliott, Charlotte Rampling, Elizabeth McGovern, Alex Jennings, Michael Gambon, Charlotte Rampling; S: Hossein Amini; R: Iain Softley... Liebestragödie nach dem gleichnamigen Roman von Henry James., London, 1910: Die Konventionen der Klassengesellschaft verbieten die Liebe der höheren Tochter Kate (Helena Bonham Carter) zum armen Journalisten Merton (Linus Roache). In ihrer Verzweiflung treibt Kate den Geliebten in die Arme der reichen Amerikanerin Millie (Alison Elliott): Die Sterbenskranke dürfte Merton ein fettes Erbe hinterlassen. Doch Kates Plan geht schief… Der Brite Iain Softley („Tintenherz“) reizte die hoffnungslose Stimmung der Romanvorlage aus. Der Lohn waren vier Oscar-Nominierungen, u. a. für die überragende Melodramatikerin Bonham Carter.
03:20
I: Dean Martin, Kim Novak, Ray Walston, Felicia Farr, Cliff Osmond, Barbara Pepper, James Ward, Doro Morande, Howard McNear, Henry Gibson, Alan Dexter; S: I. A. L. Diamond, Billy Wilder; R: Billy Wilder... Sexkomödie von Billy Wilder („Stalag 17“)., Als der Schnulzenstar Dino (Dean Martin) im Provinzkaff Climax eine Autopanne hat, wittert ein komponierender Tankwart (Ray Walston) die Chance seines Lebens. Er quartiert den Sänger bei sich ein. Um Dinos Libido zu füttern, engagiert er die Dorfprostituierte „Pistolen-Polly“ (Kim Novak) als Tischdame… Eine anrührende Kim Novak rettet Billy Wilders maue Boulevard-Farce., [Ton: Mono.
05:20
R: Peter Moers... Der Gebirgszug der MacDonnells, seit 1992 ein Nationalpark, erstreckt sich einige Hundert Kilometer in west-östlicher Richtung durch das ansonsten flache, wüstenartige Zentrum Australiens. Aus dieser Ebene ragen die berühmten abgeschliffenen Sandsteinkuppen von Kata Tjuta und Uluru, früher The Olgas und Ayers Rock genannt, heraus. Immer wieder wird das vor 350 Millionen Jahren entstandene Gebirge von Flussläufen durchschnitten. Der bekannteste von ihnen ist der Finke River, eines der ältesten Flusssysteme der Welt. Den Aranda-Aborigenes galten die Honigameisen als Leckerbissen, eine vitaminhaltige, süße Nahrung. Diese Art der Ernährung nennt der Australier Bush Tucker – Nahrung und Medizin aus der Natur. Ein Experte für Bush Tucker ist der Botaniker Peter Latz, der die Sprache der Aranda beherrscht.
06:05
3satTextVision
06:15
Afrika digitalisiert sich mit rasender Geschwindigkeit. Das erregt das Interesse der Investoren. Bis 2020 sollen 60 Prozent des Kontinents ans digitale Breitbandnetz angeschlossen sein. Dann soll sich der Datentransfer verfünfzehnfachen. In Nigeria gehen pro Minute 16 Smartphones über den Ladentisch. In vier Jahren sollen afrikaweit über 700 Millionen Smartphones online sein. Dieser Boom, so urteilt die Weltbank, biete erstmals die Chance, dass sich der Kontinent aus eigener Kraft substanziell weiterentwickelt. In Kenias Silicon Savannah arbeiten junge Nerds im sogenannten iHub an Mobilfunk-Applikationen, die auch auf einfachen, billigen Handys funktionieren und so auch von der armen Landbevölkerung genutzt werden können. Mit Hilfe solcher Apps sollen Kinder besser lernen, Bauern Aussaat-Tipps bekommen und Marktpreise für ihre Ernte bestimmen können, sollen Krankenpfleger auf dem Land ausgebildet und per Ferndiagnose Augenoperationen organisiert werden. Auch schnelles und sicheres Bezahlen mit dem Mobiltelefon, das Abwickeln von Bankgeschäften per SMS, all das ist in Ländern wie Kenia bereits Realität. Afrika-Korrespondent Jörg Brase stellt sie vor, die M-Apps wie M-Pesa , M-Health, M-Farm, M-Kopa und wie sie alle heißen. Und er zeigt, welches Potenzial in dieser digitalen Revolution in Afrika steckt.
06:45
Die Formulierung von Paris als Metropole der Moderne lehnt sich an die berühmte Formel von Walter Benjamin an, der Paris als Hauptstadt des 19. Jahrhunderts bezeichnet hat. Der Vortrag von Gerhard Poppenberg beschreibt nicht eine Geschichte der Stadt in der Moderne, sondern er stellt anhand von ausgewählten literarischen Texten Paris als einen symbolischen Ort vor, an dem zentrale Fragen der Moderne artikuliert worden sind. Poppenberg beginnt mit Rousseaus Darstellung der Stadt Paris in seinem Roman Julie oder Die neue Héloise. Der Hauptteil befasst sich mit Paris-Bildern des 19. Jahrhunderts. Dabei geht es vor allem um konzeptuelle Deutungen des Phänomens der modernen Großstadt. Balzac spricht in der Menschlichen Komödie von der Großstadt als Hölle. Baudelaire entwickelt das Konzept der Stadtlandschaft und führt den Flaneur als eine konzeptuelle Figuration des städtischen Lebens ein. Und Walter Benjamin hat die Pariser Passagen – frühe Formen von Kaufhaus, Shopping Mall und Fußgängerzone – als Inbegriff der modernen Großstadt gedeutet. Ein Ausblick ins 20. Jahrhundert stellt das Paris-Bild der Surrealisten vor.
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Mann oder Frau – eine Frage des Gefühls?
10:05
Ganz anders könnten wir leben heißt das Buch von Margot Käßmann über Martin Luther King, dessen Ermordung sich am 4. April 2018 zum 50. Mal jährt. – Die Autorin ist zu Gast bei Walter Janson. Als Austauschschülerin in Amerika ist Margot Käßmann schockiert vom Rassismus, der dort in den 1970er-Jahren herrscht. Als sie von Martin Luther King hört, ist sie fasziniert von seinem Kampf für Gerechtigkeit. Seither verehrt sie ihn als Vorbild. Martin Luther King ist in die Geschichte eingegangen als ein Mann, der aus christlicher Überzeugung gegen Rassismus, für Gerechtigkeit und Frieden eingetreten ist. Als ein begabter Prediger und Redner, der Menschen begeistern konnte, sich zu engagieren. Ein Mann, der konsequent in seiner pazifistischen Haltung blieb und dies mit dem eigenen Leben bezahlte. Am 4. April 1968 wurde er von einem Fanatiker ermordet.
10:35
Der CIVIS Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa wird am 7. Juni 2018 in einer TV-Gala mit Prominenten aus Medien und Politik im Auswärtigen Amt in Berlin verliehen. Europas bedeutendster Medienpreis für Integration zeichnet erneut Programmleistungen im Radio, Film, Fernsehen und Internet aus, die das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster geografischer oder kultureller Herkunft fördern. Der Sonderpreis Fußball + Integration ist Teil des CIVIS Medienpreises 2018. Schirmherren sind Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Präsident des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani.
12:45
R: Heike Nikolaus... Nirgendwo sonst lässt sich der Glanz des vergangenen Zarenreiches besser bestaunen als in Russlands alter Hauptstadt Sankt Petersburg. Zar Peter der Große ließ sie erbauen als Fenster zu Europa, das den eigenen Glanz dort übertroffen finden sollte. In den dunklen Wintermonaten entfaltet die Metropole ihren ganz eigenen Charme. Das Filmteam begleitet Kapitän Alexey Krilov, der sich täglich mit seinem Eisbrecher durch die Sankt Petersburgs Lebensader, die Newa, kämpft, um den Fluss befahrbar zu halten. Von Uhrmacher Mihail Gurjev lässt sich das Team die Eremitage zeigen, ehemaliger Zarensitz und heute riesiges Museum – in dem über 3000 Uhren am Laufen gehalten werden müssen. Und es lernt das junge Sportlerpaar Kamilla und Iwan kennen, das auf dem Eis für die Olympische Goldmedaille trainiert. Kamilla ist, erst 15-jährig, allein nach Petersburg gezogen, um von hier aus nach den Sternen zu greifen.
13:00
ZIB
13:05
Vom Laufrad über das Hochrad bis zur modernen Rennsportmaschine: Die Dokumentation zeichnet die Entwicklung des Fahrrads von seinen Anfängen im Jahr 1817 bis heute nach. Auf dem Weg in die Mobilität der Zukunft nimmt das Bundesland Vorarlberg eine Vorreiterrolle ein. Hier wird doppelt so viel geradelt wie in anderen Regionen Österreichs. Jetzt sollen Lasten-Transporträder oder Speedbikes den Verkehr weiter revolutionieren.
13:30
Vom 16. bis zum 24. Juni 2018 findet in Kiel wieder das größte Segelvolksfest der Welt statt. Ein Bericht aus dem Segelhafen Kiel-Schilksee. Die Kieler Woche ist die größte Segelsport-Veranstaltung der Welt und an Land das größte Volksfest Nordeuropas mit rund drei Millionen Besuchern. Für sie gibt es spannende Regatten, Spiel-Aktionen an der Krusenkoppel und zum Abschluss die große Windjammerparade.
14:00
R: Manfred Schulz, Andrea Dorschner... Die Ostseeküste zwischen Flensburg und Travemünde mit den Förden, Sandhaken, Inseln, Hafenstädten und Fischerorten ist von Sonne und Wind verwöhnt. – Eine Entdeckungsreise mit dem Segelboot. Wenn der Raps in Blüte steht, findet man dort ein leuchtend gelbes Meer. Unzählige Findlinge in der Landschaft und Strände mit feinem Sand ziehen alljährlich Urlauberscharen an. Doch was steckt hinter dem Touristentrubel? Was ist die Ostsee für ein seltsames Meer? Der Film geht diesen Fragen nach und stellt Menschen vor, deren Leben von der Ostsee geprägt ist. Darunter ein Taucher, der seit über 40 Jahren am Ostseegrund in Geschichte von frühen Siedlern und Kanonenkugeln alter Schlachten eintaucht. Eine junge Frau, die auf ihrem Katamaran mit den Ostseewinden kämpft – ihr Ziel ist olympisches Gold. Und ein moderner Wikinger, der in Haithabu Segel setzt, wie es vor 1000 Jahren die Nordmänner taten, während der Glasperlenmacher am Ufer um ledernes Schuhwerk nach mittelalterlichem Vorbild feilscht. Nicht ganz so alt sind die historischen Frachtsegler, die in Flensburg zur Rumregatta starten. Edler Rum, den noch heute ein Flensburger mühevoll im Eichenfass rollt. In dunkler Nacht muss ein Fährschiff durch die enge Trave gesteuert werden, bei jedem Wind, bei jedem Wetter mit Kurs auf Schwedens ferne Küste. Würdevolle Seebären der Lübecker Schiffergesellschaft erhalten ein 500 Jahre altes Erbe in der Hansestadt Lübeck, der Königin der Hanse. Auf Gut Panker läuft ein Landgraf seinen edlen Pferden hinterher. Kieler Wissenschaftler quetschen das Beste aus Algen heraus. Worin besteht das Geheimnis des Lübecker Marzipans oder das der Hühnergötter am Strand? Warum ist die Schlei für viele die schönste Ostseeförde? Wie werden silberne Sprotten golden, und warum werfen Schweinswale noch heute so viele Rätsel auf?
15:00
R: Manfred Schulz... Diesmal geht es über Wasser und Land von der Bierstadt Wismar aus über Heiligendamm, Warnemünde und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst bis hin zur autofreien Insel Hiddensee. Abstecher gibt es in den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft mit Dünen, vom Sturm gebückten Kiefern und Kranichen. Weiter geht es zur Hanse und ihren Koggen und auf See hinaus. In Rerik wird das Geheimnis gelüftet, wie das Salzhaff zu seinem Namen kommt. Ganz in der Nähe, in Kühlungsborn, steht ein grauer Zeitzeuge: einer der letzten Ostseegrenztürme der untergegangenen DDR. Welche Rolle spielte er früher? Und warum ist es gut, dass er noch heute dort steht? In Heiligendamm geht es noch weiter zurück in die jahrhundertealte Geschichte der Region, als der mecklenburgische Großherzog von seinem Leibarzt zum Bade in die kalte Ostsee geschickt wurde. Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst laden in Ahrenshoop Künstler in ihre Ateliers, während die Masken-Bastler aus Born schon auf den nächsten Winter warten. Im Sommer schlagen sie mit großem Spektakel und hoch zu Ross die Heringstonnen ab. Und woher stammen eigentlich die Darßer Türen? Natürlich gibt es im Film auch Zeesboote zu sehen. Das Fischen damit hat Tradition in Mecklenburg-Vorpommern – so wie das Regatta-Segeln. Auf Hiddensee fallen die Hausmarken der alten Inselfischer ins Auge, auch der Dornbusch mit seinem Leuchtturm und das Haus von Gerhard Hauptmann. Der Schriftsteller hatte sich vor 130 Jahren in die kleine, damals einsame Insel verliebt. Vor allem wohl der Küstenlandschaft wegen, die die Ostsee mit ihrer gewaltigen Natur unentwegt neu formt. Durch die grandiosen Luftbilder des Films könnte man meinen, dem Meer bei dieser Arbeit zusehen zu können.
16:30
I: Jack Lemmon, Shirley MacLaine, Fred MacMurray, Ray Walston, Jack Kruschen, David Lewis, Edie Adams, Joan Shawlee, Hope Holiday, Johnny Seven, Naomi Stevens, David White, Willard Waterman; S: I. A. L. Diamond, Billy Wilder; R: Billy Wilder... Jack Lemmon und Shirley MacLaine in Billy Wilders Oscar-gekrönter Tragikomödie., Der brave Versicherungsangestellte C. C. „Bud“ Baxter (Jack Lemmon) hofft, seine Karriere mit kleinen Gefälligkeiten für seine Vorgesetzten anzukurbeln. Regelmäßig stellt er ihnen seine Bude für heimliche Schäferstündchen zur Verfügung. In Gewissenskonflikt gerät er, als Personalchef Sheldrake (Fred MacMurray) ausgerechnet die reizende Fahrstuhlführerin Fran Kubelik (Shirley MacLane) in sein Appartement abschleppen will: Baxter hat sich just in die Süße verliebt… Billy Wilders Meisterwerk aus der Welt der anonymen Großraumbüros gewann fünf Oscars und meistert gekonnt den Wechsel von der Komödie zum Melodram., [Ton: Mono.
18:30
Das Onsernonetal ist eines der faszinierendsten und wildesten Täler der Südschweiz. Urwaldähnliche Wälder überdecken die steilen Hügel, auf deren Anhöhen sonnenverwöhnte Dörfer thronen. Bis auf 900 Höhenmeter gedeihen Palmen, Reben, Mimosen, Feigenkakteen und Edelkastanien. Das milde Klima, die Ruhe und urtümliche Natur haben schon Künstler und Intellektuelle wie Max Ernst, Kurt Tucholsky und Max Frisch angezogen. Dort wo die afrikanische Kontinentalplatte auf die europäische stößt, liegt der wilde Süden der Schweiz. Westlich von Locarno gelegen, gilt das Onsernonetal als Favorit für einen Tessiner Nationalpark. Die Natur ist eindrücklich, aber das Leben für die Bewohner ist hart, und Arbeit findet sich nur schwer. Deshalb hat sich das Tal in den letzten Jahrzehnten ziemlich entvölkert. Zwei Bewohner des Tales möchten dem Entgegenwirken: Der Lehrer und neue Mühlenbetreiber Ilario Garbani und der Steindach-Decker Franco Varini. Beide lieben die intakte Natur des Tales und die überlieferten Traditionen der Region. Sie hoffen darauf, dass das Onsernonetal den Status eines Nationalparks erhalten wird und dadurch ein sanfter und nachhaltiger Tourismus entstehen könnte, der den Talbewohnern ökonomisch eine Zukunft zu bieten hätte.
19:00
anschließend: 3sat-Wetter.
19:10
R: Andrea Hauner... Die leistungsstärksten Triebwerke der Welt, eine Spannweite von knapp 65 Metern, ein Listenpreis von 300 Millionen Dollar: die Boeing 777-300ER. Die Dokumentation von Andrea Hauner begleitet den neuen Riesenvogel der Swiss bei der Abnahme in der Boeing-Werft in Seattle und auf einem der ersten Langstreckenflüge nach Bangkok. Ein Blick hinter die Kulissen der Luftfahrtindustrie. Für die meisten Menschen ist Fliegen längst zum Alltag geworden – dabei steckt hinter einem erfolgreich absolvierten Flug ein gigantischer technischer, sicherheitstechnischer und ökonomischer Aufwand. Andrea Hauner geht unter anderem den Fragen nach, wie Ticket-Preise entstehen, wie sich Piloten auf Krisensituationen vorbereiten und wie die Abteilung für Flugaufsicht der Swiss arbeitet.
19:40
R: Elke Werry... Anuradhapura war von 250 vor Christus bis 1017 Hauptstadt des singalesischen Königreichs. Die archäologische Stätte einer frühen buddhistischen Zivilisation gibt viele Rätsel auf. Die antike Stadt, heute UNESCO-Welterbe, wurde im Dschungel vergessen, bis sie um 1820 durch eine britische Expedition wiederentdeckt wurde. Im 4. Jahrhundert vor Christus gegründet, entwickelte sie sich zum religiösen und politischen Zentrum von Sri Lanka. Mittelpunkt der Stadt war der heilige Bodhi-Baum, ein Ableger jenes Pappel-Feigen-Baumes in Indien, unter dem Siddhartha Gautama seine Erleuchtung erfahren hat und zu Buddha wurde. Um diesen Baum herum wurden buddhistische Klöster und Wohnanlagen für die Mönche gebaut, Stupas und Tempel errichtet. Man geht davon aus, dass damals in Anuradhapura bereits über 100 000 Menschen lebten, hochzivilisiert und modern, auf einer Fläche von über 40 Quadratkilometern. Für die Wasserversorgung dieser Trockenregion im Norden Sri Lankas wurden künstliche Seen angelegt, die den Monsunregen speicherten und die Bewässerung der Reisfelder regulierbar machten. Anuradhapura war eine blühende antike Metropole – bis sie im 11. Jahrhundert nach verlorenem Krieg aufgegeben und verlassen wurde. Nur der Bodhi-Baum, die Wurzel des buddhistischen Glaubens in Sri Lanka, wurde gepflegt und geschützt. Er gilt als der älteste historisch dokumentierte Baum der Welt und ist bis heute das Ziel vieler Pilger. Die antiken Stadtruinen, Monumente und Klöster werden seit mehr als 100 Jahren erforscht, freigelegt und restauriert.
20:00
Tagesschau
20:15
Mit dem Open-Air-Abend verabschiedet das Orchester seinen Chefdirigenten Sir Simon Rattle, Bereits seit 2017 fährt Sir Simon Rattle zweigleisig und leitet auch das London Symphonic Orchestra, dem er sich künftig ganz widmet. 16 Jahre gab der Brite bei dem renommierten Berliner Ensemble den Takt an, zum Abschied präsentiert er ein ungewöhnliches Programm mit Werken von Gershwin, Fauré, Chatschaturjan und Respighi. Stargast ist die seit 2008 mit Rattle verheiratete Mezzosopranistin Magdalena Kožená, die Aus­züge aus der Liedersammlung „Chants dAuvergne“ des Franzosen Joseph Centeloube vorträgt. Und ganz traditionell sorgt Paul Linckes Marsch „Berliner Luft“ als Zugabe für Stimmung.
22:20
I: Thomas Heinze, Esther Schweins, Mala Emde, Margarita Broich, Anna Julia Kapfelsperger, Dietrich Mattausch, Daniel Rodic, Nick Julius Schuck, Leonardo Nigro; S: Matthias Stoltze, Lothar Kurzawa, Stephan Meyer; R: Stephan Meyer... Esther Schweins und Thomas Heinze erleben einen Dolce-Vita-Kulturschock., Heiße Storys aus der Ewigen Stadt soll Journalist Michael liefern und wird nach Rom versetzt. Er platzt vor Glück, seine Frau Susanne und die Kinder sehen das Ganze etwas verhaltener. Im Hochsommer erleben die Neuankömmlinge erst mal, was in Italiens Metropole alles nicht funktioniert…Bestselleradaption voller Klischees und bräsiger Anekdoten.
23:50
I: Peter Borgelt, Lutz Riemann, Walter Nickel, Fred Delmare, Ingrid Rentsch, Pertra Kelling, Horst Weinheimer, Hannelore Koch, Wolf-Dieter Lingk, Carl-Heinz Choynski; S: Gabriele Gabriel; R: Hans Werner Honert... Otto hat für seinen Bruder Paul und dessen Frau Anne eine Feier zum 35. Hochzeitstag ausgerichtet. Nach der fröhlichen Feier tritt der pflichtbewusste Paul wie immer seinen Nachtdienst als Pförtner an. Doch an diesem Abend geschieht ein Verbrechen. Paul wird am nächsten Tag schwer verletzt in seiner Pförtnerloge gefunden. Wenig später stirbt Paul an den Folgen des Überfalls. Otto, der schon seine Frau auf tragische Weise verloren hat, wird mit dem Tod seines Bruders nicht fertig. Da ihm die Ermittlungen der Polizei zu lange dauern, beginnt er auf eigene Faust, nach dem Mörder seines Bruders zu suchen.
01:10
I: Samuel L. Jackson, Carrie-Anne Moss, Michael Sheen, Stephen Root, Lora Kojovic, Martin Donovan, Gil Bellows, Vincent LaResca, Brandon Routh, Necar Zadegan, Carrie-Anne Moss, Sasha Roiz; S: Peter Woodward; R: Gregor Jordan... Psychothriller mit Samuel L. Jackson: Darf eine Regierung im Kampf gegen den Terror foltern lassen?, Steven Arthur Younger (Michael Sheen) war früher mit der Army im Nahen Osten. Jetzt ist er zum Islam konvertiert und will drei Atombomben mit Zeitzündern in US-Metropolen versteckt haben. Younger wird schnell gefasst, aber wo sind die Bomben? In einem geheimen Folterquartier beißen sich die Militärs mit ihren Guantanamo-Methoden die Zähne aus. Aber dann kommt der Verhörspezialist Humphries (Jackson) zum Einsatz: „Was Sie bei ihrem Plan vergessen haben, bin ich“. FBI-Agentin Helen Brody (Carrie-Anne Moss) ist erst entsetzt, und doch wird sie allmählich zur Komplizin in einem immer grausamer werdenden Spiel… Gregor Jordan stellt auf schmerzliche Art die Frage nach dem moralischen Standpunkt: ein Dilemma ohne Ausweg. Sheen und Jackson liefern dazu das beeindruckende Psychoduell zweier Besessener.
02:40
Vom 16. bis zum 24. Juni 2018 findet in Kiel wieder das größte Segelvolksfest der Welt statt. Ein Bericht aus dem Segelhafen Kiel-Schilksee. Die Kieler Woche ist die größte Segelsport-Veranstaltung der Welt und an Land das größte Volksfest Nordeuropas mit rund drei Millionen Besuchern. Für sie gibt es spannende Regatten, Spiel-Aktionen an der Krusenkoppel und zum Abschluss die große Windjammerparade.
03:05
R: Manfred Schulz, Andrea Dorschner... Die Ostseeküste zwischen Flensburg und Travemünde mit den Förden, Sandhaken, Inseln, Hafenstädten und Fischerorten ist von Sonne und Wind verwöhnt. – Eine Entdeckungsreise mit dem Segelboot. Wenn der Raps in Blüte steht, findet man dort ein leuchtend gelbes Meer. Unzählige Findlinge in der Landschaft und Strände mit feinem Sand ziehen alljährlich Urlauberscharen an. Doch was steckt hinter dem Touristentrubel? Was ist die Ostsee für ein seltsames Meer? Der Film geht diesen Fragen nach und stellt Menschen vor, deren Leben von der Ostsee geprägt ist. Darunter ein Taucher, der seit über 40 Jahren am Ostseegrund in Geschichte von frühen Siedlern und Kanonenkugeln alter Schlachten eintaucht. Eine junge Frau, die auf ihrem Katamaran mit den Ostseewinden kämpft – ihr Ziel ist olympisches Gold. Und ein moderner Wikinger, der in Haithabu Segel setzt, wie es vor 1000 Jahren die Nordmänner taten, während der Glasperlenmacher am Ufer um ledernes Schuhwerk nach mittelalterlichem Vorbild feilscht. Nicht ganz so alt sind die historischen Frachtsegler, die in Flensburg zur Rumregatta starten. Edler Rum, den noch heute ein Flensburger mühevoll im Eichenfass rollt. In dunkler Nacht muss ein Fährschiff durch die enge Trave gesteuert werden, bei jedem Wind, bei jedem Wetter mit Kurs auf Schwedens ferne Küste. Würdevolle Seebären der Lübecker Schiffergesellschaft erhalten ein 500 Jahre altes Erbe in der Hansestadt Lübeck, der Königin der Hanse. Auf Gut Panker läuft ein Landgraf seinen edlen Pferden hinterher. Kieler Wissenschaftler quetschen das Beste aus Algen heraus. Worin besteht das Geheimnis des Lübecker Marzipans oder das der Hühnergötter am Strand? Warum ist die Schlei für viele die schönste Ostseeförde? Wie werden silberne Sprotten golden, und warum werfen Schweinswale noch heute so viele Rätsel auf?
04:05
R: Manfred Schulz... Diesmal geht es über Wasser und Land von der Bierstadt Wismar aus über Heiligendamm, Warnemünde und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst bis hin zur autofreien Insel Hiddensee. Abstecher gibt es in den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft mit Dünen, vom Sturm gebückten Kiefern und Kranichen. Weiter geht es zur Hanse und ihren Koggen und auf See hinaus. In Rerik wird das Geheimnis gelüftet, wie das Salzhaff zu seinem Namen kommt. Ganz in der Nähe, in Kühlungsborn, steht ein grauer Zeitzeuge: einer der letzten Ostseegrenztürme der untergegangenen DDR. Welche Rolle spielte er früher? Und warum ist es gut, dass er noch heute dort steht? In Heiligendamm geht es noch weiter zurück in die jahrhundertealte Geschichte der Region, als der mecklenburgische Großherzog von seinem Leibarzt zum Bade in die kalte Ostsee geschickt wurde. Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst laden in Ahrenshoop Künstler in ihre Ateliers, während die Masken-Bastler aus Born schon auf den nächsten Winter warten. Im Sommer schlagen sie mit großem Spektakel und hoch zu Ross die Heringstonnen ab. Und woher stammen eigentlich die Darßer Türen? Natürlich gibt es im Film auch Zeesboote zu sehen. Das Fischen damit hat Tradition in Mecklenburg-Vorpommern – so wie das Regatta-Segeln. Auf Hiddensee fallen die Hausmarken der alten Inselfischer ins Auge, auch der Dornbusch mit seinem Leuchtturm und das Haus von Gerhard Hauptmann. Der Schriftsteller hatte sich vor 130 Jahren in die kleine, damals einsame Insel verliebt. Vor allem wohl der Küstenlandschaft wegen, die die Ostsee mit ihrer gewaltigen Natur unentwegt neu formt. Durch die grandiosen Luftbilder des Films könnte man meinen, dem Meer bei dieser Arbeit zusehen zu können.
05:35
Wasser und Wind, Inseln und Halbinseln, Strand und Dünen – all das ist typisch für Zeeland. Der Film stellt das Reiseziel Walcheren vor, die Halbinsel der niederländischen Provinz Zeeland.
05:50
R: Hannah Kristina Friedrich... Jewgeni Kissin – ein Solitär unter den Pianisten. Filmemacherin Hannah Kristina Friedrich hat ihn in seiner neuen Heimat Prag zu einem seiner seltenen Interviews getroffen. Er ist das Gegenteil eines Show-Talents wie es etwa Lang Lang ist. Gerade deshalb zieht er das Publikum weltweit in den Bann wie kaum ein anderer Pianist. Einst als Wunderkind aus der damaligen Sowjetunion von Karajan gefördert, versetzte er die Musikwelt in Verzückung. Einer, der sich für nichts anderes interessierte als für seine 88 Tasten. Inzwischen ist Jewgeni Kissin ein anderer geworden. Er ist nicht mehr nur mit Mutter und Lehrerin unterwegs, sondern hat geheiratet und interessiert sich plötzlich auch für Politik. Vor allem für Israel, das Land seiner Vorväter. Jetzt hat er sich Beethovens Klavier-Sonaten gewidmet. Und die klingen heute genauso eigenwillig wie makellos.
06:05
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
Riverboat
12:15
Die Lage vieler kleiner Gemeinden ähnelt sich: Der Bäcker verschwindet, die Gaststätten auch. Vereine suchen Nachwuchs, aber die Zugezogenen im Neubaugebiet sind alle berufstätig. Gleichzeitig werden die Menschen im Ortskern älter und hilfsbedürftiger. Unser Dorf soll schöner werden hieß früher eine Initiative. Heute geht es weniger um Fassaden als ums soziale Miteinander. sonntags stellt Orte vor, die es mit Dorferneuerung versuchen.
12:45
R: Elke Werry... Anuradhapura war von 250 vor Christus bis 1017 Hauptstadt des singalesischen Königreichs. Die archäologische Stätte einer frühen buddhistischen Zivilisation gibt viele Rätsel auf. Die antike Stadt, heute UNESCO-Welterbe, wurde im Dschungel vergessen, bis sie um 1820 durch eine britische Expedition wiederentdeckt wurde. Im 4. Jahrhundert vor Christus gegründet, entwickelte sie sich zum religiösen und politischen Zentrum von Sri Lanka. Mittelpunkt der Stadt war der heilige Bodhi-Baum, ein Ableger jenes Pappel-Feigen-Baumes in Indien, unter dem Siddhartha Gautama seine Erleuchtung erfahren hat und zu Buddha wurde. Um diesen Baum herum wurden buddhistische Klöster und Wohnanlagen für die Mönche gebaut, Stupas und Tempel errichtet. Man geht davon aus, dass damals in Anuradhapura bereits über 100 000 Menschen lebten, hochzivilisiert und modern, auf einer Fläche von über 40 Quadratkilometern. Für die Wasserversorgung dieser Trockenregion im Norden Sri Lankas wurden künstliche Seen angelegt, die den Monsunregen speicherten und die Bewässerung der Reisfelder regulierbar machten. Anuradhapura war eine blühende antike Metropole – bis sie im 11. Jahrhundert nach verlorenem Krieg aufgegeben und verlassen wurde. Nur der Bodhi-Baum, die Wurzel des buddhistischen Glaubens in Sri Lanka, wurde gepflegt und geschützt. Er gilt als der älteste historisch dokumentierte Baum der Welt und ist bis heute das Ziel vieler Pilger. Die antiken Stadtruinen, Monumente und Klöster werden seit mehr als 100 Jahren erforscht, freigelegt und restauriert.
13:00
ZIB
13:20
R: Lisa Eder... Der berühmte Etosha-Nationalpark im Norden Namibias zieht Touristen aus aller Welt an. Der Film begleitet den Tierarzt von Etosha und eine Gruppe von Rangern bei ihren Einsätzen im Gelände. Bereits 1907 gegründet, gehört er zu den ältesten Nationalparks der Erde. Doch Etosha ist beileibe keine heile Welt: Auch hier konkurrieren Löwen, Nashörner, Zebras, Elefanten und Giraffen mit den Menschen und ihrem Vieh um Land, Wasser und Nahrung. Umso wichtiger ist es, die Anwohner ins Park-Management einzubeziehen. Nur, wenn die Bevölkerung freiwillig mitmacht, so Tierarzt Mark Jago, kann der Schutz der Wildtiere von Dauer sein. Ein lebendes Nashorn bringt mehr als ein totes, das muss allen klar werden. Der Erfolg gibt den Verantwortlichen recht: Namibia ist Vorreiter beim Tier – und Naturschutz in Afrika. Der Bestand vom Aussterben bedrohter Arten wie etwa dem Breitmaulnashorn ist seit Jahren stabil. Die Wilderei wurde erfolgreich eingedämmt. Der Film führt auch zu den San. Das kleine, zähe Volk der Buschleute hat Jahrtausende in den Wüsten und Steppen des südlichen Afrika überlebt. Das Kerngebiet des Etosha-Parks war einst ihr Territorium, bevor ein Großteil von ihnen in Reservate verbannt wurde. Traditionell leben sie als Jäger und Sammler.
14:05
R: Cornelia Volk, Jürgen Jozefowicz, Tarina Jozefowicz... Elefanten ganz nah zu sein, ist für Dr. Michael Chase ein überwältigendes Erlebnis. Die Dokumentation begleitet den Ökologen bei seiner Arbeit. Er stattet die Tiere mit Sendehalsbändern aus, um herausfinden, wo genau sogenannte grüne Korridore eingerichtet werden sollten. Sie sollen den Elefanten künftig vor allem in Zeiten großer Dürre sichere Wanderungen zu Wasser und Nahrung ermöglichen. Während der Trockenzeit ziehen sie in großen Herden aus allen Teilen Botsuanas zu den Flüssen, die ganzjährig Wasser führen. Doch die Dickhäuter-Population, mit über 130 000 Tieren die größte weltweit, wächst stetig und setzt der Vegetation zunehmend zu. Chase markiert die von Elefanten entrindeten Bäume und notiert die Verwüstungen in den Mopane-Wäldern. Beobachtungen aus der Luft und die Daten der Satellitenhalsbänder liefern ihm Informationen über bevorzugte Routen.
14:45
R: Dereck, Beverly Joubert... Vor der atemberaubenden Kulisse des Okavango-Deltas in Botsuana dokumentiert der Film mit liebevollem Humor das Heranwachsen eines etwas tollpatschigen Leopardens. Die ersten Lebenswochen verbringt der kleine, tapsige Leopard Dikeledi im Schatten eines mächtigen Leberwurstbaumes. Seine Mutter, Lehrmeisterin und einzige Gefährtin, weiß, was ein Spitzenräuber im Okavango-Delta können muss, um zu überleben. Sie betreut ihn mit Geduld und großer Fürsorge. Schnell zeigt sich, dass Dikeledi als Leopard nicht gerade ein Naturtalent ist. Er stellt sich oft besonders ungeschickt an, wenn er – neugierig wie alle Katzen – die wundersame Welt ringsum erkundet. Auch nach Monaten beherrscht er die Kunst des Kletterns nicht, wie es sich für einen Leoparden geziemt. Er besitzt wenig Gespür für Balance und den Umgang mit seinen übergroßen Pranken. In einem Alter, in dem er längst selbst jagen sollte, lässt sich der Schlaks noch immer genüsslich von der Mutter mit Nahrung versorgen. Doch plötzlich ändert sich alles: Sein Vater erscheint im Revier und macht der paarungsbereiten Leopardin den Hof. Für Dikeledi gibt es jetzt keinen Aufschub mehr: Er muss gehen. Ohne Jagderfahrung und umgeben von Hyänen, Schakalen, Geiern und Pavianen stolpert der junge Leopard zunächst von Misserfolg zu Misserfolg. Beinahe verpasst er die Chance seines Lebens, weil er zu tief schläft. Der erste eigene Riss – ein Wendepunkt. Langsam, aber sicher findet der Leopard mit den kleinen Schwächen seinen Platz in der großen, weiten Welt.
15:30
R: Cornelia Volk, Jürgen Jozefowicz... Die Kalahari im Süden Afrikas gilt als eine der vielfältigsten und artenreichsten Wüsten der Welt. Sie war einst Schauplatz riesiger Tierwanderungen. Tausende Huftiere – und in ihrem Gefolge Löwen, Wildhunde und Geparde – zogen vom Okavango-Delta durch die Zentralkalahari nach Süden und zurück, wenn der sporadische Regen mal hier, mal dort schmackhafte Gräser und natürliche Tränken in die Landschaft zauberte. Davon profitierten auch die Buschmänner, die seit über 20 000 Jahren in dieser Wüste leben. In letzter Zeit hat sich die Kalahari jedoch stark verändert. Die riesige zusammenhängende Wildnis ist zu einem Mosaik aus Naturschutzgebieten und Farmen geworden. Kilometerlange Zäune zerschneiden das Ökosystem. Sie sollen den 2,5 Millionen Rindern Botsuanas Wildtierkrankheiten vom Leib halten.
16:15
R: Erika Kimmel, Bernd Isecke... In der weitläufigen Serengeti leben tausende Tierarten – eines davon ist das Spitzmaulnashorn, doch es ist vom Aussterben bedroht. Ein Großprojekt soll den Artbestand retten. Drei Nashorn-Weibchen und zwei Männchen gehen auf die Reise ins Land ihrer Vorfahren. Der Film begleitet den Auftakt zur größten Umsiedlung, die jemals durchgeführt wurde, vom Einfangen der Tiere in Südafrika bis zur Entlassung in die Wildnis. Die Serengeti im ostafrikanischen Tansania ist eines der letzten Naturparadiese der Erde. Auf einer Fläche von 30 000 Quadratkilometern Steppe, Savanne und Busch finden hunderte von Tierarten ihre Heimat – davon mehr als eineinhalb Millionen Pflanzenfresser und mehrere tausend Raubtiere. Allein eineinhalb Millionen Gnus ziehen jedes Jahr, wenn die Trockenzeit beginnt, durch das weite Land und lassen auf der Suche nach Futter und Wasser den Boden unter sich beben. Ohne den Dung der Gnus gäbe es in der Serengeti kein Gras. Nur das älteste Landsäugetier, das seit rund 14 Millionen Jahren den afrikanischen Kontinent bevölkert, sucht man in der Serengeti inzwischen fast vergeblich: Nashörner. Anhaltende skrupellose Wilderei hat den Bestand innerhalb von 20 Jahren an den Rand der Ausrottung gebracht. Während 1970 noch rund 60 000 Spitzmaulnashörner durch die afrikanischen Savannen streiften, sind heute nur noch circa 4000 dieser eindrucksvollen Tiere übrig. Von der am stärksten bedrohten Unterart Diceros Bicornis Michaeli leben insgesamt nur noch 700 Tiere, davon knapp 70 verteilt auf drei verschiedene Gebiete in Tansania. Zu wenige, um die Art zu erhalten. Mit dem Serengeti Rhino Repatriation Project der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt sollen 32 Artgenossen aus Südafrika die Gruppe der letzten Spitzmaulnashörner in der Serengeti überlebensfähig machen. Fünf bis sechs Tiere pro Flugzeug, in Transportkisten verpackt, sollen auf der Steppenpiste in der Serengeti landen. Zurück ins Land ihrer Ahnen, die im Jahr 1961 zum Schutz vor Wilderern nach Südafrika in Sicherheit gebracht wurden. Nun sollen deren Nachkommen die letzten ihrer Art vor dem Aussterben bewahren – Rettung in letzter Sekunde. Doch das millionenschwere Projekt, ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt zugunsten von Mensch und Tier, ist noch lange nicht beendet. Der schwierigste Teil steht noch bevor: den Schutz der Tiere gegen Wilderer zu gewährleisten. Militärisch geschulte Ranger haben ihre Arbeit bereits aufgenommen – 24 Stunden täglich auf den Spuren der ersten Hoffnungsträger.
17:00
Wer die Tierwelt Afrikas hautnah erleben will, hat im südlichen Teil des Kontinents die Qual der Wahl. Der Film lädt auf eine Entdeckungstour durch Botsuana, Namibia und Südafrika ein. Zahlreiche Nationalparks und Schutzgebiete sind zwischen West – und Ostküste ausgewiesen. Botsuana ist ein Safari-Paradies, die Landschaft Namibias gehört zu den reizvollsten des Kontinents, und Kapstadt gilt als eine der schönsten Städte der Welt. Nirgendwo in Afrika sind mehr Elefanten anzutreffen als im Chobe-Nationalpark in Botsuana. Staatliche und private Naturreservate machen fast ein Viertel des Staatsgebietes aus. Drehscheibe für Urlauber im nördlichen Botsuana ist Maún. Von hier aus starten die Reisen in das Okavango-Delta mit seiner einzigartigen Wasser – und Tierwelt. In Namibia führt die Tour in die Küstenstadt Swakopmund, zu den farbenprächtigen Dünen von Sossusvlei und in den Namib-Naukluft-Nationalpark. Wer weiter reist nach Südafrika, kann zwischendurch Stadtluft schnuppern: Kapstadt gilt als eine der schönsten Städte der Welt. Rundherum kommt der Genuss nicht zu kurz, etwa bei einem Besuch auf einem der legendären Weingüter. Über die Garden Route mit ihrer wilden Küste geht es gen Nordosten. Im Hluhluwe – oder im Krüger-Nationalpark trifft man auf die berühmt-berüchtigten Big 5: Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörner und Büffel. Der Norden des Landes bietet zudem Einblicke in südafrikanische Alltagswelten: Unter fachkundiger einheimischer Führung lohnt ein Besuch in Soweto, wo die Apartheid beendet wurde.
18:30
nano
19:00
anschließend: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
In atemberaubenden Bildern zeigt die Dokumentation Das Kap – Zwischen Tropen und Eismeer das kontrastreiche Leben in einer Region, die von zwei mächtigen Meeresströmungen bestimmt wird. Im Osten ist es der Agulhas im Indischen Ozean, der warmes Wasser Richtung Süden bewegt, im Atlantischen Ozean im Westen der Benguela, der eiskaltes Wasser in Richtung Äquator befördert. Das Leben könnte nicht kontrastreicher sein als an der Südspitze Afrikas. Frisch geschlüpfte Meeresschildkröten beginnen ihr Leben mit einem gefährlichen Wettlauf über den Strand. Wenn sie zu Hunderten ihr warmes Sandnest verlassen, warten schon jede Menge Fressfeinde auf sie. So schnell sie können, krabbeln sie zum Meer, doch die jungen Schildkröten sind kaum sieben Zentimeter lang und auf ihrem Weg zum rettenden Ozean noch leichte Beute für hungrige Vögel und sogar für Krabben. Den Gewinnern in diesem Rennen winkt nach der harten Prüfung ein 80-jähriges Leben im nahrungsreichen Indischen Ozean. Dieses Meer ist auch die Heimat eines seltsamen Fisches: Dickkopf-Stachelmakrelen sind etwa so groß wie ein Mensch und einzelgängerische Jäger. Doch einmal im Jahr versammeln sich Schwärme von ihnen zu einer Gruppenreise flussaufwärts. Es sind jedoch nicht Laichgebiete im Süßwasser, die diese Fische ansteuern, und ihr Unternehmen ist umso rätselhafter, als sich auch das Verhalten der Fische auf dieser Reise zu verwandeln scheint. Ein wahres Schmetterlingsparadies ist der bisher weitgehend unerforschte Regenwald in Mosambik. Er verdankt seine üppige Vegetation den reichen Niederschlägen, die das warme Wasser des Indischen Ozeans mit sich bringt. Um ihren luftigen Paarungstanz vollführen zu können, müssen die großen Falter aber den dichten Wald verlassen und den baumlosen Gipfel des Monte Mabu anfliegen. Die 3000 Meter hohen Gipfel der Drakensberge sind sogar für Regenwolken eine unüberwindliche Barriere, und so bleiben Niederschläge im Landesinneren Südafrikas eine Seltenheit. Wenige Regenwolken erzeugen auch die kalten Wasser des Benguelastroms, der an der Westküste Südafrikas regiert, doch in Namaqualand genügt schon die Feuchtigkeit aus dem Nebel, um den Küstenstreifen alljährlich in ein farbenprächtiges Blütenmeer zu verwandeln. Das fischreiche kalte Wasser aus der Antarktis, das die Südspitze Afrikas erreicht, bringt nicht nur reichlich Nahrung für die größte Hai-Population der Erde und riesige Meeresbewohner wie den Brydewal, es hat auch den Brillenpinguinen neue Brutgebiete am Kap der Guten Hoffnung erschlossen. Unter der afrikanischen Sonne haben sie allerdings mit ganz anderen Problemen zu kämpfen als ihre Verwandten im ewigen Eis der Antarktis.
21:00
Sie ist nicht nur die bekannteste, sondern auch die größte Wüste der Erde: die Sahara. Mit mehr als neun Millionen Quadratkilometern bedeckt sie fast ein Drittel des afrikanischen Kontinents. Wo die Temperatur regelmäßig 40 Grad übersteigt und mehrere Jahre kein einziger Tropfen Regen fällt, ist Leben nahezu unvorstellbar. Und doch gibt es Tiere, denen es gelingt, in diesem faszinierenden Trockengebiet zu überleben. In den Randgebieten der großen Wüste leben Spezialisten wie das Grevy-Zebra. Es ist das größte unter den Zebras und kann bis zu drei Tage ohne Wasser auskommen. In unterirdischen Bauen, wo gemäßigte Temperaturen herrschen, ist der Nacktmull zu Hause. Diese fast haarlosen Nagetier-Verwandten leben ähnlich wie staatenbildende Insekten in großen Gemeinschaften mit einer Königin. Nur in den Nachtstunden können sie sich an die Oberfläche wagen – und auch das tun meist nur die jungen Prinzessinnen, wenn es Zeit wird, einen neuen, eigenen Staat zu gründen. Dass die Sahara jedoch vor wenigen tausend Jahren fruchtbares und bewohntes Land gewesen sein muss, beweisen nicht nur Funde von fossilen Baumstämmen und die steinzeitlichen Tierdarstellungen in den Felsen von Messak Settafet, sondern auch die heutigen Bewohner der Kraterseen im Waw an-Namus. Krokodile sitzen hier mitten in der endlosen Wüste quasi in der Falle. Wenn sie in den kühlen Abendstunden auf die Jagd gehen, versammelt die Buntbarsch-Mutter ihre frisch geschlüpften Jungen im eigenen Maul, um sie zu schützen. Satellitenbilder lassen die ungeheuren Ausmaße eines urzeitlichen Sees in der Bodélé-Senke im Tschad erahnen. Heute wirbelt hier der Wüstenwind das vertrocknete Sediment auf und trägt den mineralreichen Staub bis nach Südamerika ins Amazonasgebiet. Obwohl nur knapp ein Fünftel der Sahara tatsächlich aus Sand besteht, kann der Wind hier verheerende Sandstürme von eineinhalb Kilometer Breite auslösen, die imstande sind, ganze Karawanen zu verschlucken. Unablässig verformt er die Dünenlandschaft und erschwert selbst Wüstenspezialisten wie den Dromedaren die Orientierung. Um zu überleben, sind sie auf das Wissen ihrer menschlichen Begleiter angewiesen. Millionen Schwalben überqueren Jahr für Jahr dieses lebensfeindliche Gebiet auf ihrem Weg zwischen den Brutgebieten in Europa und den Winterquartieren südlich der Sahara. Um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken, sind sie auf Insekten angewiesen, die imstande sind, auch aus ungenießbaren Wasseransammlungen die Giftstoffe herauszufiltern. Wenn es sogar für die Fransenfinger-Eidechse zu heiß wird und sie sich zurückzieht, kommen die Silberameisen aus ihrem unterirdischen Bau hervor. Die silbrige Farbe ihres Körpers reflektiert das Sonnenlicht optimal, aber sogar sie können nicht länger als zehn Minuten in der Sonnenhitze der Wüste überleben. Buchstäblich gegen die Uhr müssen sie auf Nahrungssuche gehen. Für die Silberameisen ist Orientierung ganz besonders wichtig – immer den kürzesten Rückweg zu ihrem Bau zu wissen, ist entscheidend; ein unvorhergesehener Umweg kann sie das Leben kosten.
21:45
R: Udo Maurer, Manfred Christ... Mit etwa drei Millionen Einwohnern ist Nairobi eine der größten Städte Afrikas, doch die Metropole breitet sich mitten in der Savanne aus, und die Wildnis erreicht die Hauptstadt Kenias. Nur wenige Meter neben dem Flughafen betritt man den Nairobi-Nationalpark. Entlang der Autobahn, nur getrennt durch einen Maschendrahtzaun, spazieren Löwen, Hyänen, Giraffen und Nashörner durchs Gras, während auf den Alleebäumen im Stadtzentrum Marabus nisten. Auch Leoparden dringen bis ins Zentrum vor. Ein Zaun soll die Wildtiere vor den Stadtbewohnern und die Stadtbewohner vor den Wildtieren schützen. Doch dieser Zaun ist löchrig. Daher haben die Ranger des Kenya Wildlife Service auch alle Hände voll zu tun, eine gefährliche Situation nach der anderen zu verhindern. Die Millionenstadt Nairobi und ihr Umland laufen zugleich auch Gefahr, dass die afrikanische Wildnis zu einem Zoo verkommt. Der Grund dafür ist der direkt ans Stadtgebiet angrenzende Nairobi-Nationalpark. Er bezieht seine Vitalität von einem offenen Korridor, der zu den anderen großen Schutzgebieten Kenias führt. Über diesen Korridor spielt sich ein reger Austausch ab, ein Kommen und Gehen der großen Herden. Vor allem während der Trockenzeit, wenn es für die Tiere darum geht, die letzten offenen Wasserstellen zu finden, herrscht dort emsiges Treiben. Der Korridor ist die Garantie dafür, dass die Tiere wild und natürlich in Freiheit existieren können. Doch wie lange wird es diesen Durchlass noch geben? Nairobi wächst unaufhörlich, die Stadt dehnt sich bis in die Wildnis aus. Die Gefahr besteht, dass der Nationalpark vom Rest Kenias abgeschnürt wird. Die Wanderungen der Tiere würden dann unterbunden werden. Was übrig bliebe, wäre gewissermaßen ein Zoo: Die Tiere wären Statisten, die den Besuchern das heile Afrika zu verkaufen hätten. Diese Gefahr vor Augen, versucht ein privater Landbesitzer, den Korridor zu erhalten. Der in Kenia geborene Sandy Simpson ist zwar kein Tierforscher, aber er weiß, was zu tun ist. Er setzt alle Hebel in Bewegung, um passende Grundstücke zu erwerben und Landbesitzer von seiner Initiative zu überzeugen. Er tut alles, um die Massai auf seine Seite zu ziehen, deren Rinderherden den Konflikt zwischen Wildnis und Stadt noch anheizen. Regisseur Udo Maurer ist mit dem Kenya Wildlife Service auf Patrouille gefahren und hat die bizarre Schönheit des Nairobi-Nationalparks vor dem Hintergrund der Wolkenkratzer-Skyline erlebt.
22:00
ZIB 2
22:25
S: Michael Teutsch; R: Michael Teutsch... Doku über eine deutsch-schottische Freundschaft., Die Story, die Dokufilmer Michael Teutsch erzählt, beginnt 1955 in Berlin, als seine Oma den schottischen Besatzungssoldaten Alex zu Weihnachten einlud: der Beginn einer länderübergreifenden Freundschaft zweier Familien, die bis heute anhält. Alex Hodge lebt schon ewig in Australien und ist ein witziger, kluger Gesprächspartner, aber leider verharrt diese Doku so im Persönlichen, dass sich das Interesse daran doch in Grenzen hält.
23:55
R: Almut Faass... In vielen Metropolen ist bezahlbarer Wohnraum für Normalverdiener kaum noch zu kriegen. Die Mieten explodieren. Sven und Angelina wohnen in München mit ihren zwei Söhnen auf 54 m2. In der Zweizimmerwohnung ist kaum Platz für den Esstisch. Die Eltern schlafen auf einer Klappcouch. 1000 Euro könnten sie für eine größere Bleibe zahlen. Doch dafür finden sie nichts. Und auf dem Land fehlen Krippenplätze… Ivana, alleinerziehend mit zwei Kindern, muss nach 13 Jahren ihre Wohnung in Stuttgart räumen, weil der Vermieter Eigenbedarf anmeldet. Da es Absagen hagelt, fürchtet sie in schlaflosen Nächten, obdachlos zu werden. – Die Reportage begleitet die Odysseen wohnungssuchender Familien. Gibts ein Happy End?
00:25
10 vor 10
00:50
Ist man ständig müde, schiebt man es gern auf die Frühjahrsmüdigkeit – selbst wenn gar kein Frühling ist. Das liegt vermutlich daran, dass die Übergangsjahreszeiten immer kürzer werden. Aber gibt es die Frühjahrsmüdigkeit überhaupt? Mögliche Antworten auf diese und andere Fragen geben der Künstler und Bibliothekar der ungelesenen Bücher Julius Deutschbauer und die Autorin und Journalistin Carmen Stephan.
01:15
Ist es wirklich wichtig, welche drei Gegenstände man auf eine Insel mitnimmt – oder geht es nicht vielmehr darum, welche Insel das Ziel ist? In der Sendung ohne Namen dreht sich diesmal alles um Inseln. Wie definiert sich der Begriff Insel überhaupt? Warum ist Großbritannien eine Insel und Australien ein Kontinent? Warum ist der Nordpol kein Kontinent? Und ist Österreich wirklich eine Insel der Seligen?
01:40
Drei Tage, fünf Bühnen und rund 60 Musik-Acts: Das PULS Open Air auf Schloss Kaltenberg war auch im zweiten Jahr das Highlight des bayerischen Festivalsommers. Vom 8. bis 10. Juni 2017 feierten rund 7500 Besucher auf dem Schlossgelände von Kaltenberg zu großartiger Livemusik. PULS OPEN Air 2017 präsentiert die Auftritte von Mighty Oaks und Voodoo Jürgens. Das Wahlberliner Trio Mighty Oaks besingt, was der Modetrend nur vortäuscht: Bodenständigkeit, Liebe, Zusammenhalt – alles verpackt in hemdsärmeligem Folk. Die Austro-Pop-Welle ist um eine echte Sensation reicher: Der österreichische Liedermacher Voodoo Jürgens hat mit Heite grob ma Tote aus einen der skurrilsten, aber auch eingängigsten Songs des Jahres 2017 geliefert – ein Friedhofsgärtner als Wiener Tourguide.
02:40
3sat präsentiert die Auftritte von Sigrid aus Norwegen und Shout Out Louds aus Schweden vom PULS Open Air 2017. I'm young, I don't care, I won't quit – ich bin jung, es ist mir egal, ich höre nicht auf: Diese Textzeile steht auf einer Jacke, die Sigrid auf einem Pressefoto trägt – und das könnte auch ihr Mantra sein. Selbstbewusstsein hat die norwegische Sängerin genug. Sigrid hat bislang zwar nur eine Single veröffentlicht, aber die ist ein Pop-Banger. Sie kommt aus Bergen und wuchs in einer Musiker-Familie auf. Früher hörte sie die Jon-Mitchell-Platten ihres Vaters, mittlerweile pumpt sie Grime und norwegischen Trap. Seit Shout Out Louds 2003 mit dem Album Howl Howl Gaff Gaff ihr Debut feierten, sind die fünf Musiker aus Stockholm so etwas wie die Seele der Indie-Szene. Unaufgeregt und stilsicher lieferten sie über Jahre neues Hymnen-Material für durchtanzte Nächte. Nach einer längeren Pause sind sie jetzt wieder unterwegs.
03:40
Das junge belgische Trio Triggerfinger, zu Gast beim Bonner Crossroads-Festival im Oktober 2017, hat zwar erst ein Album veröffentlicht, gilt in seiner Heimat aber als große Hoffnung. Triggerfinger geht mit gehörigem Tempo durch die Rockhistorie. Urwüchsiger Rock'n Roll, an Creedence Clearwater Revival erinnernder Proto-Rock aber auch an Led Zeppelins gemahnende wuchtige Heavy-Dramen sind ihr Metier. Sie geben brachiale Konzerte: laut, mit entwaffnendem Humor, in gepflegten Anzügen und von unbändiger Spielfreude.
04:25
Das norwegische Quartett Spidergawd, zu Gast beim Bonner Crossroads-Festival im Oktober 2017, spielt wilden Rock'n'Roll: kraftvoll und hart – ein Exzess, der die Sinne betäubt. Irgendwo zwischen Black Sabbath, Motörhead, klassischem Thin-Lizzy-Sound und beherzt beschleunigtem Groove zelebrieren die Norweger einen magischen Maelstrom, errichten Soundgebirge von ehrfurchtgebietenden Ausmaßen. Sie schleudern zuhauf brachiale Riffs und Hooks von der Bühne. Man höre und schaue sich allein an, wie ex-Motorpsycho-Rocker Kenneth Kapstad seine Trommeln in spektakulären Fill-In-Exzessen wund knüppelt, wie Per Borten sich mit Gitarre und Stimme verausgabt, wie stoisch Hallvard Gaardlos ein Bass-Dickschiff nach dem anderen vom Stapel lässt. Und zwischendurch brummt und trötet Bariton-Saxophonist Rolf Martin Snustad überraschende Salven in den stetig tobenden Sturm. Fordernder, scheppernder Schweinerock, breitbeinig servierte Breitseiten mit gehöriger Wucht – Ohrstöpsel gibt es an der Kasse.
05:10
The Dream Syndicate, zu Gast beim Bonner Crossroads-Festival im Oktober 2017, gilt als eine der stilistisch prägenden US-amerikanischen Rockbands der 1980er-Jahre. Die legendäre Band spielte in den letzten Jahren zwar vereinzelte Reunion-Shows und Kurztourneen – nun aber sind sie mit neuem Album wieder da, gehen wieder auf Tournee und beschreiben ihre Musik so lebendig, wie sie klingt. Es ist psychedelisch, es ist Garage, es ist Klassik, es ist Rock, es ist Indie. Und es hat sogar ein wenig Soul und Jazz im wahrsten Sinne. Es ist eine laute und emotionale Reise zu den tiefsten Winkeln deiner Seele. Die Band aus Los Angeles definierte die dunklere Seite des sogenannten Paisley Underground, einer musikalischen Sub-Strömung in Kalifornien. Sie verwob die Sounds des 60s West Coast Rock von Quicksilver Messenger Service mit der künstlerischen Chuzpe von Ostküsten-Größen wie The Velvet Underground oder Televison und der nervösen Wut der 1980er-Jahre. Die legendären Alben The Days Of Wine And Roses und The Medicine Show beeinflussten viele der späteren, auch europäischen, Bands, welche sich auf Songwriting verstanden, ihren Sounds aber dionysische Dynamik verliehen. Ob Grunge oder Americana, ob Indie-Rock oder Indie-Folk: In vielen Sub-Genres haben The Dream Syndicate Spuren hinterlassen. Nach der scheinbar endgültigen Auflösung der Band 1989 machte Sänger und Gitarrist Steve Wynn solo von sich reden.