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3 SAT
05:50
Okzitanien, das Land der Katharer, einer christlichen Glaubensbewegung, hat eine bewegte Geschichte und viele Geschichten und Legenden hervorgebracht. Eine Spurensuche in Südfrankreich.Die sagenhaften Schätze der Templer und der Westgoten, das Versteck des heiligen Grals und der geheimnisumwitterte Fund von Rennes le Châteaux locken immer wieder Abenteurer, Glücksritter und Spinner an.Die Glaubensgemeinschaft der Katharer wurde ausgelöscht. So gut wie nichts ist von ihnen geblieben. Alles was man heute über sie weiß, stammt aus den Aufzeichnungen ihrer Feinde, der Inquisitoren. Und doch ist die Erinnerung an die Katharer im Südwesten Frankreichs allgegenwärtig
06:15
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
In dieser classics-Ausgabe gibt ein Wiedersehen mit der Komikerin Mirja Boes, Sänger Udo Lindenberg, der Königin des Jetset Gunilla von Bismarck, Starfrisör Gerhard Meir, Sänger Howard Carpendale, Moderator Reinhold Beckmann sowie mit dem Sänger Yusuf Cat Stevens
11:15
R: Pia Dangelmayer, Katharina Heerdegen, Axel Mölkner-Kappl... In der Woche vor Pfingsten pilgern oft an die 10 000 Menschen von Regensburg nach Altötting. 111 Kilometer an drei Tagen, das ist eine enorme Herausforderung für Teilnehmer und Organisatoren.Der Film begleitet einige Pilger-Gruppen, die kleine und große Krisen bewältigen müssen. Und er stellt die Organisatoren der Wallfahrt vor, die von der Verpflegung über die sanitären Einrichtungen bis zu möglichen Rettungseinsätzen alles exakt planen müssen.Außerdem besucht das Film-Team eine Gastfamilie, die einigen Pilgern eine Schlafstätte anbietet
11:45
R: Klaus Wölfle... Mitri Raheb, lutherischer Pastor und arabischer Christ, setzt sich für den Frieden im Nahen Osten ein. Dafür wurde vielfach er ausgezeichnet. Der Film schildert seinen Alltag in Bethlehem.Raheb ist Seelsorger an der Weihnachtskirche in Bethlehem und Gründer des dazugehörigen Internationalen Begegnungszentrums. Hier können sich Israelis, Palästinenser und Gäste aus aller Welt treffen und austauschen.Zum Zentrum gehören auch eine Schule, ein Gesundheitszentrum, touristische Betriebe und ein Studio für Kunsthandwerk.Krieg und Terror prägten schon früh das Leben Mitri Rahebs. Doch er will sich mit dem Hass nicht abfinden. Obwohl das palästinensische Bethlehem von einer neun Meter hohen Mauer von Israel abgeschnitten wird, entwickelt Mitri Raheb Visionen für den Frieden. Mit Leidenschaft setzt er sich für eine gemeinsame Zukunft von Palästinensern und Israelis ein. Er plädiert für die Hoffnung. Doch auch aus Rückschlägen und Enttäuschungen macht er keinen Hehl
12:30
R: Patrick Schellenberg... Der Schamane Charles Rüttimann ist per Du mit Elfen, Faunen und Zwergen. Reporter Patrick Schellenberg begleitete ihn ein Jahr lang auf seinen Streifzügen durch die feinstoffliche Welt.Selbstverständlich hat Charles Rüttimann keine Beweise für die Existenz dieser Wesen. Aber ist es wirklich wichtig, ob sie existieren oder nicht? Ist nicht die Frage viel interessanter, was einen dazu bringt, Geisterwesen zur Realität zu erklären?Zart streichelt Charles Rüttimann das Moos auf einem Felsbrocken. Der 59-Jährige steht oft am Gambach-Wasserfall, einem Kraft-Ort nah seiner Heimat im Schwarzenburgerland. Er deutet durch die Gischt auf einen Felsvorsprung. Dort wohne die Fee, mit der er sich regelmäßig unterhalte.Der Biologielaborant arbeitet als Bakterienspezialist in der Lebensmittelindustrie. Während er sich beruflich an streng wissenschaftliche Regeln hält, streift er in seiner Freizeit durch eine Geisterwelt, die den meisten Menschen völlig verschlossen bleibt.Gewöhnlich stempeln wir Menschen wie Charles Rüttimann als Spinner ab. Doch was können wir entdecken, wenn wir uns auf seine Geisterwelt einlassen
13:00
ZIB
13:15
R: Robert Schotter, Simone Rosner, Friedrich Steinhardt... Die Jahreszeiten sind der geheime Motor allen Lebens auf der Erde. Seit Ende der Eiszeit prägen sie den Rhythmus der Natur. Menschen, Tiere und Pflanzen richten sich nach ihnen.Die filmische Reise durch die vier Jahreszeiten beginnt im Februar mit dem Erwachen der Natur und endet im spätsommerlichen Monat August.Zu den Vorboten des Frühjahrs gehört das Schneeglöckchen, das sich unbeirrbar durch das harsche Erdreich ans Tageslicht müht. Doch erst wenn die Sonnenstunden merklich zunehmen und die Schneegrenze immer weiter in die Berggipfel zurückweicht, lässt sich der Frühling nicht mehr aufhalten. Die Flüsse schwellen an, das Grundwasser füllt sich. Im Reich der Tiere herrscht plötzlich rege Betriebsamkeit. Nach und nach legt die Landschaft ihr dunkles Winterkleid ab und präsentiert sich im leuchtend grünen Gewand. Die Zeit der Blüte setzt ein. Auch in der Atmosphäre tut sich was: Die Luft wird täglich milder und ist voll von neuartigen Gerüchen. Das Stimmungsbarometer steigt, die Menschen drängen nach draußen, in den Städten pulsiert wieder das Leben.Einer, der die Anzeichen der Natur schon früh wahrnimmt, ist Schäfer Johannes Smietana von der Schwäbischen Alp. Er weiß, im Frühjahr ist das Gras am saftigsten und beschert den Lämmern eine besonders eiweißreiche Milch. Spätestens im März machen sich die Bauern ans Werk und bringen die Aussaat in die Erde. Um das Timing der einzelnen Arbeitseinsätze festzulegen, haben sich die Landwirte über Generationen an alten Bauernregeln und am Hundertjährigen Kalender orientiert. Heute verlassen sie sich lieber auf die Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes.Lange haben die Wetterkundler nur zwischen meteorologischen und astronomischen Jahreszeiten unterschieden. Inzwischen hilft als dritte Disziplin die Phänologie. Sie sorgt für eine genauere Bestimmung der einzelnen Perioden. Dabei beobachten Forscher die Entwicklungen in der Natur anhand von sogenannten Zeigerpflanzen. Sie haben festgestellt, dass in Deutschland und ganz Mitteleuropa nicht vier, sondern zehn Jahreszeiten greifen. Welchen Wert die Methode hat, zeigt sich bei der Berechnung des Frühlings mit Hilfe der Apfelblüte. Je nachdem, wann und wo der Baum anfängt zu blühen, sprechen die Wissenschaftler vom Vollfrühling. Und der beginnt seit geraumer Zeit immer früher und dauert länger, auch wenn jüngste Wetterkapriolen mit verheerenden Hochwassern eher das Gegenteil vermuten lassen.Der Sommer wird – zumindest aus astronomischer Sicht – mit der Sommersonnenwende am 21. Juni eingeläutet. Das ist der Tag, an dem die Sonne bei uns am höchsten steht und am längsten scheint. Entsprechend kurz fällt die Nacht aus. In vielen Regionen feiert die Bevölkerung das Ereignis mit einem lodernden Sonnwendfeuer. Schließlich gehören Juni, Juli, August zur schönsten Zeit des Jahres. Die großen Ferien stehen vor der Tür, die Badesaison erreicht ihren Höhepunkt und laue Abende laden zum Verweilen im Freien ein. So haben Generationen den Sommer in wehmütiger Erinnerung.Doch mit dem globalen Klimawandel haben sich auch die aktuellen Wetterlagen verändert. Einerseits zeigen sie sich weniger stabil, andererseits werden sie immer extremer. So wie 2003, als anhaltende Rekordtemperaturen den Supersommer in eine gesamteuropäische Hitzewelle mit hohen Ozonwerten und zahlreichen Waldbränden verwandelten. Zudem bedrohen immer häufiger heftige Unwetter, begleitet von Tornados und Hagel, weite Gebiete Deutschlands.Das Terra X-Team hat einen Piloten bei seinem Einsatz in eine Gewitterfront begleitet, der mit dem Versprühen von Silberjodid Hagelunwetter verhindern soll. Sturmjäger liefern schaurig schöne Bilder von Wirbelstürmen, wie man sie nur in der Karibik oder den USA anzutreffen glaubt. Fast niemand weiß, dass Deutschland mit rund 60 Tornados pro Jahr im internationalen Ranking bereits auf Platz zehn steht. Und auch in Zukunft stehen den Deutschen stürmische Zeiten bevor.Ende August, nach rund 89 Tagen, kündigt sich bereits der Herbst an. Als Vorspiel entfaltet der Altweibersommer noch einmal seine ganze Kraft – traditionell mit viel Sonne und milden Temperaturen. Die Bauern haben ihre Ernte eingefahren, die Winzer in den Weinbergen fangen erst an. Dank des immer wärmer werdenden Klimas einige Wochen früher als noch vor zehn Jahren
14:00
R: Petra Thurn, Friedrich Steinhardt... Der zweite Teil konzentriert sich auf Herbst und Winter. Wie verändert sich die Landschaft, und wie beeinflussen die Jahreszeiten unser Leben auch heute noch?Die Monate des Herbstes – September, Oktober und November – sind die Monate des Abschieds, der goldgelben Farben, des Nebels. So wie sich der Frühling durch die einsetzende Schneeschmelze ankündigt, läuten die fallenden Blätter den Herbst ein.Damit beginnt in der Natur die größte Umbauaktion des Jahres. Gelb, Rot und Braun der Blätter dominieren plötzlich das Landschaftsbild. Die Farben sind die Folge eines Notprogramms im Stoffwechsel der Pflanzen. Damit reagiert die Vegetation auf die abnehmende Tageslänge und die schwindende Lichtausbeute. Das Grün der Fotosynthese wird abgebaut. Übrig bleiben gelbe und braune Farbstoffe, die den typischen Look des Herbsts ausmachen. Aber das ist nur eine der vielen Facetten der dritten Jahreszeit.Eine andere ist die Landwirtschaft. Selbst im Herbst herrscht dort noch Hochbetrieb. Alle Hände werden gebraucht. Auch bei den Winzern wie Kilian Franzen und Angelina Lenz am Calmont an der Mosel, dem steilsten Weinberg Europas. Seit einigen Jahren fangen sie mit der Lese immer früher an. Die Klimaerwärmung macht es möglich. Sie sorgt nicht nur für eine zeitigere Fruchtreife, sondern vor allem für neue Rebsorten, wie sie eigentlich nur in Italien oder Frankreich wachsen.Ein verlässlicher Indikator, dass sich der Sommer verabschiedet hat, ist der Zug der Kraniche auf ihrem Weg in den Süden. Auf der Ostseehalbinsel Darß fallen sie zu Tausenden ein, um Rast zu machen und neue Nahrung aufzunehmen. Weiter westlich an den Küsten ziehen langsam aber sicher frische Winde auf. Manche wachsen zu Orkanen an und fegen über ganz Deutschland. Die höchste Windgeschwindigkeit mit 263 Stundenkilometern wurde am 24. November 1984 auf dem Brocken gemessen, Kyrill im Jahr 2007 tobte so heftig, dass er Schäden in Höhe von 4,2 Milliarden Euro verursachte. Die Experten vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach prophezeien, dass die Herbststürme in Zukunft an Stärke zunehmen werden
14:45
Der taiwanesische Amateur-Astronom Winson Tsai, Entdecker einer Supernova und zweier Kometen, hat einen Traum: Er möchte das erste private Observatorium Taiwans errichten.Derweil arbeiten in Chile der ebenfalls aus Taiwan stammende Astronom Dr. Chen und sein Team an einem Mega-Teleskop.Die Optik dieses gigantischen Geräts ist zehnmal schärfer als die des schon legendären Weltraumteleskops Hubble.Doch die Errichtung dieses Präzisionsbaus in der extrem trockenen Atacama-Wüste ist nicht nur hinsichtlich der Technik eine enorme Herausforderung – der logistische Aufwand ist gewaltig.Auch der Bau des Observatoriums in Taiwan gestaltet sich schwierig. Auf einem der höchsten Berge der Insel lässt der Kometenjäger Winson Tsai unter härtesten Bedingungen ein gigantisches Teleskop bauen. Als es durch einen Taifun zu einem Erdrutsch kommt, gerät das Projekt buchstäblich ins Wanken
15:30
Es war eine große archäologische Sensation: Auf dem Göbekli Tepe in der süd-ost-anatolischen Hochebene wurde eine 12 000 Jahre alte Tempelanlage aus der Jungsteinzeit entdeckt.1994 wurde der deutsche Archäologe Klaus Schmidt in Südostanatolien auf einen seltsamen Hügel aufmerksam, den die Natur in dieser Gegend niemals so geformt hätte. Was er bei seinen Grabungen entdeckte, stellt die Menschheitsgeschichte auf den Kopf.In den sperrigen Steinbrocken, die Bauern beim Pflügen ihrer Felder achtlos beiseite geschafft haben, erkennt er Überreste einer steinzeitlichen Kultanlage.Es ist ein gewaltiger Heiligtums-Bezirk, den es eigentlich gar nicht geben dürfte. Offenbar wurde mit dem Bau bereits begonnen, als die Einwohner der Region noch als Jäger und Sammler umherzogen. Der Tempel wäre demnach also entstanden, bevor die Menschen begannen, selbst in festen Wohnstätten zu leben – eine Erkenntnis, die dem bisherigen Forschungsstand zur Sesshaftwerdung des Menschen widerspricht
16:15
R: Christian Feyerabend, Carsten Gutschmidt... Wann wurde aus dem Reiter ein Ritter? Diese Frage beschäftigt die Forschung seit Jahrzehnten. Einer der ersten wahren Ritter könnte Heinrich Tangel aus Thanroda in Thüringen gewesen sein.Jahr für Jahr ziehen ungarische Reiterhorden mordend und brandschatzend durch deutsche Lande. In der Not ruft König Otto im Jahr 955 zur entscheidenden Schlacht. 7000 Panzerreiter versammeln sich auf dem Lechfeld. Einer der tapferen Kämpfer ist Heinrich Tangel.Wie viele andere in Ottos Heer ist er zunächst kein Ritter, sondern ein schlichter Kämpfer auf einem Pferd. Als Ritter bezeichnete man zunächst vor allem die Berufssoldaten zu Pferd. Tangel hingegen war ein freier Bauer, der nur in Kriegszeiten zum Waffendienst verpflichtet war und ansonsten seine Felder bestellte. Das Schicksal von Männern wie Heinrich Tangel interessiert Wissenschaftler heute ganz besonders, weil zu seinen Lebzeiten das Rittertum, wie wir es uns heute vorstellen, erste Formen annahm.Nach der gewonnenen Schlacht zeichnet König Otto die erfolgreichen Kämpfer aus und befördert viele nichtadelige Reiter durch die Schwertleite zu Rittern. Diese Möglichkeit des sozialen Aufstiegs war außergewöhnlich. Adlig war man von Geburt, aber Ritter konnte man durch Tüchtigkeit werden. Allerdings gehörte auch das nötige Kleingeld dazu. Die Ausrüstungskosten waren enorm. Das Pferd allein kostete so viel wie zwölf Kühe, die Bewaffnung mehr als doppelt so viel. Den Gegenwert von 45 bis 50 Kühen hatte kaum ein freier Bauer übrig für eine neue Existenzgründung als Ritter.Das Terra X-Experiment prüft, was ein Ritter für sein Geld erwarten durfte. Eine High-Speed-Kamera erlaubt einen nie gesehenen Blick darauf, wie genau ein Kettenhemd gegen Schwerter und Pfeile schützte. Rechtsmediziner Professor Dr. Markus A. Rothschild und Militärhistoriker Roland Schewe M.A. kommentieren die Ergebnisse. Gegen Schwerthiebe und – stiche bot das Kettenhemd ausreichend Schutz, etwa wie eine Kevlarweste, die heute Soldaten und Polizisten tragen. Als dann allerdings verbesserte Langbögen und Armbrüste ins Spiel kamen, hatte das Kettenhemd ausgedient. Nur der Ritter in Vollpanzerung war gegen die Fernwaffen einigermaßen geschützt.Heinrich Tangel hatte Glück, er erhält von seinem König eine Burg samt Land und Leuten. Sie sichert sein Einkommen. Wie im Mittelalter eine Burg gebaut wurde, zeigt Terra X in einem einzigartigen Langzeit-Experiment in Guédelon bei Paris. Hier wird eine Burg Stein für Stein nur mit mittelalterlichen Werkzeugen gebaut. Warum nur ein Bruchteil der europäischen Burgen heute noch erhalten ist, zeigt eine spektakuläre 3D-Animation der Belagerung und Stürmung einer frühen Burg, die so manchen Burgirrtum widerlegt
17:00
R: Christian Feyerabend, Carsten Gutschmidt... Als Papst Urban im Jahr 1095 zum ersten Kreuzzug aufrief, legte er nicht so viel Wert auf die Herkunft der Recken wie auf deren Entschlossenheit, Jerusalem zurückzuerobern.Wer Räuber war, kann Ritter werden, versprach Urban, und Zehntausende folgten seinem Ruf. Während der ersten beiden Kreuzzüge quälten sich gewaltige Heerscharen aus Europa auf dem Landweg rund um das Mittelmeer und durch endlose Wüstengebiete.Immer wieder wurden sie unterwegs von Wegelagerern und Feinden aus dem Hinterhalt angegriffen. Erst als die Seefahrerstädte Genua und Venedig neue Transportschiffe entwickelt hatten, konnten Ritter auch Kreuzfahrten ins Heilige Land buchen – ein gewaltiges Geschäft. Immer mehr Ritter wählten schließlich den Seeweg, unter ihnen Heinrich von Neuffen.Im zweiten Teil der Terra X – Reihe Die Welt der Ritter überlässt Heinrich Tangel seiner Frau Adelheid die Verwaltung der heimischen Burg und bricht unter dem Stauferkaiser Friedrich II. zum fünften Kreuzzug auf. Seine Seereise hatte er sich allerdings anders vorgestellt. Der Transport von Rittern und ihren Pferden auf dem Mittelmeer war zwar eine logistische Meisterleistung, aber längst keine Vergnügungsfahrt. Im Bauch riesiger Transportschiffe saßen Pferde und Ritter gleichermaßen in der Falle.Piraten und Stürme hatten leichtes Spiel, Schiffbrüche waren nicht selten. Wer überlebte, war schwach von der Seekrankheit und dem fauligen Wasser an Bord. Von Neuffen jedoch hatte großes Glück: Er überstand nicht nur die Überfahrt, sondern auch den Kreuzzug. Schließlich kehrte er gesund und beladen mit Souvenirs aus dem Heiligen Land zu seiner Burg zurück.Dass die Ehefrau die Herrschaft über eine Burganlage und den zugehörigen Landbesitz übernahm, war nicht die Regel, kam aber vor. Die eine oder andere Burgherrin musste sogar Feinde abwehren und Belagerungen überstehen. Quellen belegen solche Auseinandersetzungen. Sogar im Gerichtskampf durften Frauen ihr Recht durchsetzen – auch gegen Männer. In seinem berühmten Fechtbuch erklärt beispielsweise der Fechtmeister Hans Talhoffer nicht nur den Männern, wie ein Gerichtskampf zu gewinnen ist, sondern widmet ein ganzes Kapitel den speziell für Frauen empfohlenen Techniken.Wunschbild der mittelalterlichen Männer scheinen solche Frauen aber nicht gewesen zu sein. Der damals in Mode gekommene Minnesang beschwor ein ganz anderes Frauenbild: Die bewunderte Frau, die sogenannte Minneherrin, wird stets als schön, edel und gut gekleidet beschrieben. Sie bleibt zu jeder Zeit damenhaft zurückhaltend, und ihr Minneritter ist gezwungen, sie aus der Ferne anzubeten. Analog zur Gottesliebe des Kreuzritters wird vom Minneritter reine Liebe für seine Herrin erwartet
17:45
R: Christian Feyerabend, Carsten Gutschmidt... Finale. Als einer der Letzten seiner Art gaunert sich Götz von Berlichingen im 16. Jh. als Raubritter durchs Land. Das Zeitalter der eisernen Männer endet. Kaiser Maximilian führt das bis heute beliebte Freizeitrittertum ein. „Terra X“-Storys und -Experimente
18:30
nano
19:00
heute
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
R: Hogir Hirori... Filmemacher Hogir Hirori reist ins türkisch-syrisch-kurdische Grenzgebiet, um die Flucht seines Volkes zu dokumentieren. Der Film zeigt sehr authentisch die Nöte der Flüchtlinge in Kurdistan.In einem Flüchtlingscamp trifft Hirori auf die elfjährige Nour – krank und hilflos, von ihren Eltern keine Spur. Der Reporter will ihr helfen, doch plötzlich ist sie verschwunden. Hirori bricht den Dreh ab und macht sich auf die Suche. Das rettet sein Leben
21:05
R: Rolf Dietrich... Die Freiburgische Gemeinde Giffers wird zum Standort eines Bundesasylzentrums. Filmautor Rolf Dietrich hört sich bei Befürwortern und Gegnern des Asylzentrums um.Anfang 2018 sollen die ersten Asylbewerber dort einziehen. Ein beschauliches Dörfchen wird damit plötzlich mit der globalen Flüchtlingsthematik konfrontiert. Das löst bei vielen Einheimischen Verunsicherung aus. Ängste, Wut und Ohnmacht sind spürbar.Die Proteste sind lautstark und finden weit über die Kantonsgrenzen hinaus Gehör.Das Asylzentrum Guglera liegt auf einer dünn besiedelten Hochebene im Sense-Oberland des deutschsprachigen Teils des Kantons Freiburg. Das ehemalige Institut liegt weitab vom Dorfkern von Giffers. Trotzdem fürchten sich viele Einheimische davor, dass hier bald bis zu 300 Flüchtlinge leben sollen. Dabei kennen sie die Problematik rund um die Migration nur aus den Medien, denn es gibt nicht viele Fremde im Sense-Oberland, der Ausländeranteil beträgt lediglich sieben Prozent. Den Umgang mit so vielen Fremden ist man hier nicht gewohnt.Warum löst das geplante Asylzentrum eine solche Kontroverse aus? Mit Mahnfeuern, lauten Kuhglocken und heftigen verbalen Attacken drücken die Sense-Oberländer ihren Unmut an einem Informationsabend im Februar 2015 unmissverständlich aus. Es stellen sich Glaubens – und Wertefragen. Der Sensebezirk war während Jahrzehnten stark von der katholischen Kirche geprägt. Jetzt müssen sich die Einheimischen darauf einstellen, dass plötzlich viele Muslime unter ihnen leben werden.Nach und nach müssen auch die heftigsten Kritiker begreifen, dass sie das Asylzentrum nicht verhindern können. Doch die tiefe Verunsicherung bleibt bestehen. Immer wieder werden die Pläne rund um die Guglera gestört. Zum Beispiel durch einen Sabotageakt, der einen großen Wasserschaden anrichtet. Und Monate bevor überhaupt der erste Asylbewerber in die Guglera einzieht, denken Einheimische laut über die Bildung einer Bürgerwehr nach
22:00
ZIB 2
22:25
R: Baran bo Odar... 1986 wird ein junges Mädchen in einem Kornfeld brutal vergewaltigt und ermordet. Der Täter wurde nie gefasst. Als nach 23 Jahren wieder ein Mädchen verschwindet, sind die Menschen im Ort entsetzt: Bei Elena Lange (Katrin Sass), der Mutter des damaligen Opfers, reißen alte Wunden auf. Der pensionierte Ermittler Mittich (Burghart Klaußner) verdächtigt den alten Täter und spannt seinen Nachfolger Jahn (Sebastian Blomberg) ein. Auch bei Architekt Timo Friedrich (Wotan Wilke Möhring) kommt Vergangenes hoch… Regisseur Odar verlegt die Handlung der finnischen Romanvorlage unter vernarbte Seelen ins deutsche Niemandsland zwischen endlose Getreidefelder und gesichtslose Vorortsiedlungen. Trotz etwas aufdringlicher Musik und anderer Schwächen sehr packend
00:15
Die Katze, das beliebteste Haustier der Deutschen, gibt sich gern rätselhaft. Die Reportage gibt Tipps und Einblicke in das Zusammenleben von Mensch und Katze.Experten beantworten Fragen wie: Was können Katzenfreunde tun, um ein Zusammenleben mit dem Stubentiger optimal zu gestalten? Welche Nahrung ist gut für eine Katze? Was schadet ihrem Organismus? Braucht sie Gesellschaft, oder will sie ihr Revier für sich allein?Was löst möglicherweise Aggressionen bei Katzen aus? Und wie schaffen Halter das beste Umfeld für ihr Tier?Die Reportage begleitet außerdem Katzenfreunde beim Einzug ihres neuen vierbeinigen Mitbewohners, und die Sängerin und Schauspielerin Jeanette Biedermann gibt Einblicke in ihr Leben mit zwei Katzen
00:45
10 vor 10
01:15
ECO
01:45
R: Christian Feyerabend, Carsten Gutschmidt... Wann wurde aus dem Reiter ein Ritter? Diese Frage beschäftigt die Forschung seit Jahrzehnten. Einer der ersten wahren Ritter könnte Heinrich Tangel aus Thanroda in Thüringen gewesen sein.Jahr für Jahr ziehen ungarische Reiterhorden mordend und brandschatzend durch deutsche Lande. In der Not ruft König Otto im Jahr 955 zur entscheidenden Schlacht. 7000 Panzerreiter versammeln sich auf dem Lechfeld. Einer der tapferen Kämpfer ist Heinrich Tangel.Wie viele andere in Ottos Heer ist er zunächst kein Ritter, sondern ein schlichter Kämpfer auf einem Pferd. Als Ritter bezeichnete man zunächst vor allem die Berufssoldaten zu Pferd. Tangel hingegen war ein freier Bauer, der nur in Kriegszeiten zum Waffendienst verpflichtet war und ansonsten seine Felder bestellte. Das Schicksal von Männern wie Heinrich Tangel interessiert Wissenschaftler heute ganz besonders, weil zu seinen Lebzeiten das Rittertum, wie wir es uns heute vorstellen, erste Formen annahm.Nach der gewonnenen Schlacht zeichnet König Otto die erfolgreichen Kämpfer aus und befördert viele nichtadelige Reiter durch die Schwertleite zu Rittern. Diese Möglichkeit des sozialen Aufstiegs war außergewöhnlich. Adlig war man von Geburt, aber Ritter konnte man durch Tüchtigkeit werden. Allerdings gehörte auch das nötige Kleingeld dazu. Die Ausrüstungskosten waren enorm. Das Pferd allein kostete so viel wie zwölf Kühe, die Bewaffnung mehr als doppelt so viel. Den Gegenwert von 45 bis 50 Kühen hatte kaum ein freier Bauer übrig für eine neue Existenzgründung als Ritter.Das Terra X-Experiment prüft, was ein Ritter für sein Geld erwarten durfte. Eine High-Speed-Kamera erlaubt einen nie gesehenen Blick darauf, wie genau ein Kettenhemd gegen Schwerter und Pfeile schützte. Rechtsmediziner Professor Dr. Markus A. Rothschild und Militärhistoriker Roland Schewe M.A. kommentieren die Ergebnisse. Gegen Schwerthiebe und – stiche bot das Kettenhemd ausreichend Schutz, etwa wie eine Kevlarweste, die heute Soldaten und Polizisten tragen. Als dann allerdings verbesserte Langbögen und Armbrüste ins Spiel kamen, hatte das Kettenhemd ausgedient. Nur der Ritter in Vollpanzerung war gegen die Fernwaffen einigermaßen geschützt.Heinrich Tangel hatte Glück, er erhält von seinem König eine Burg samt Land und Leuten. Sie sichert sein Einkommen. Wie im Mittelalter eine Burg gebaut wurde, zeigt Terra X in einem einzigartigen Langzeit-Experiment in Guédelon bei Paris. Hier wird eine Burg Stein für Stein nur mit mittelalterlichen Werkzeugen gebaut. Warum nur ein Bruchteil der europäischen Burgen heute noch erhalten ist, zeigt eine spektakuläre 3D-Animation der Belagerung und Stürmung einer frühen Burg, die so manchen Burgirrtum widerlegt
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R: Christian Feyerabend, Carsten Gutschmidt... Als Papst Urban im Jahr 1095 zum ersten Kreuzzug aufrief, legte er nicht so viel Wert auf die Herkunft der Recken wie auf deren Entschlossenheit, Jerusalem zurückzuerobern.Wer Räuber war, kann Ritter werden, versprach Urban, und Zehntausende folgten seinem Ruf. Während der ersten beiden Kreuzzüge quälten sich gewaltige Heerscharen aus Europa auf dem Landweg rund um das Mittelmeer und durch endlose Wüstengebiete.Immer wieder wurden sie unterwegs von Wegelagerern und Feinden aus dem Hinterhalt angegriffen. Erst als die Seefahrerstädte Genua und Venedig neue Transportschiffe entwickelt hatten, konnten Ritter auch Kreuzfahrten ins Heilige Land buchen – ein gewaltiges Geschäft. Immer mehr Ritter wählten schließlich den Seeweg, unter ihnen Heinrich von Neuffen.Im zweiten Teil der Terra X – Reihe Die Welt der Ritter überlässt Heinrich Tangel seiner Frau Adelheid die Verwaltung der heimischen Burg und bricht unter dem Stauferkaiser Friedrich II. zum fünften Kreuzzug auf. Seine Seereise hatte er sich allerdings anders vorgestellt. Der Transport von Rittern und ihren Pferden auf dem Mittelmeer war zwar eine logistische Meisterleistung, aber längst keine Vergnügungsfahrt. Im Bauch riesiger Transportschiffe saßen Pferde und Ritter gleichermaßen in der Falle.Piraten und Stürme hatten leichtes Spiel, Schiffbrüche waren nicht selten. Wer überlebte, war schwach von der Seekrankheit und dem fauligen Wasser an Bord. Von Neuffen jedoch hatte großes Glück: Er überstand nicht nur die Überfahrt, sondern auch den Kreuzzug. Schließlich kehrte er gesund und beladen mit Souvenirs aus dem Heiligen Land zu seiner Burg zurück.Dass die Ehefrau die Herrschaft über eine Burganlage und den zugehörigen Landbesitz übernahm, war nicht die Regel, kam aber vor. Die eine oder andere Burgherrin musste sogar Feinde abwehren und Belagerungen überstehen. Quellen belegen solche Auseinandersetzungen. Sogar im Gerichtskampf durften Frauen ihr Recht durchsetzen – auch gegen Männer. In seinem berühmten Fechtbuch erklärt beispielsweise der Fechtmeister Hans Talhoffer nicht nur den Männern, wie ein Gerichtskampf zu gewinnen ist, sondern widmet ein ganzes Kapitel den speziell für Frauen empfohlenen Techniken.Wunschbild der mittelalterlichen Männer scheinen solche Frauen aber nicht gewesen zu sein. Der damals in Mode gekommene Minnesang beschwor ein ganz anderes Frauenbild: Die bewunderte Frau, die sogenannte Minneherrin, wird stets als schön, edel und gut gekleidet beschrieben. Sie bleibt zu jeder Zeit damenhaft zurückhaltend, und ihr Minneritter ist gezwungen, sie aus der Ferne anzubeten. Analog zur Gottesliebe des Kreuzritters wird vom Minneritter reine Liebe für seine Herrin erwartet
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R: Christian Feyerabend, Carsten Gutschmidt... Finale. Als einer der Letzten seiner Art gaunert sich Götz von Berlichingen im 16. Jh. als Raubritter durchs Land. Das Zeitalter der eisernen Männer endet. Kaiser Maximilian führt das bis heute beliebte Freizeitrittertum ein. „Terra X“-Storys und -Experimente
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R: Robert Schotter, Simone Rosner, Friedrich Steinhardt... Die Jahreszeiten sind der geheime Motor allen Lebens auf der Erde. Seit Ende der Eiszeit prägen sie den Rhythmus der Natur. Menschen, Tiere und Pflanzen richten sich nach ihnen.Die filmische Reise durch die vier Jahreszeiten beginnt im Februar mit dem Erwachen der Natur und endet im spätsommerlichen Monat August.Zu den Vorboten des Frühjahrs gehört das Schneeglöckchen, das sich unbeirrbar durch das harsche Erdreich ans Tageslicht müht. Doch erst wenn die Sonnenstunden merklich zunehmen und die Schneegrenze immer weiter in die Berggipfel zurückweicht, lässt sich der Frühling nicht mehr aufhalten. Die Flüsse schwellen an, das Grundwasser füllt sich. Im Reich der Tiere herrscht plötzlich rege Betriebsamkeit. Nach und nach legt die Landschaft ihr dunkles Winterkleid ab und präsentiert sich im leuchtend grünen Gewand. Die Zeit der Blüte setzt ein. Auch in der Atmosphäre tut sich was: Die Luft wird täglich milder und ist voll von neuartigen Gerüchen. Das Stimmungsbarometer steigt, die Menschen drängen nach draußen, in den Städten pulsiert wieder das Leben.Einer, der die Anzeichen der Natur schon früh wahrnimmt, ist Schäfer Johannes Smietana von der Schwäbischen Alp. Er weiß, im Frühjahr ist das Gras am saftigsten und beschert den Lämmern eine besonders eiweißreiche Milch. Spätestens im März machen sich die Bauern ans Werk und bringen die Aussaat in die Erde. Um das Timing der einzelnen Arbeitseinsätze festzulegen, haben sich die Landwirte über Generationen an alten Bauernregeln und am Hundertjährigen Kalender orientiert. Heute verlassen sie sich lieber auf die Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes.Lange haben die Wetterkundler nur zwischen meteorologischen und astronomischen Jahreszeiten unterschieden. Inzwischen hilft als dritte Disziplin die Phänologie. Sie sorgt für eine genauere Bestimmung der einzelnen Perioden. Dabei beobachten Forscher die Entwicklungen in der Natur anhand von sogenannten Zeigerpflanzen. Sie haben festgestellt, dass in Deutschland und ganz Mitteleuropa nicht vier, sondern zehn Jahreszeiten greifen. Welchen Wert die Methode hat, zeigt sich bei der Berechnung des Frühlings mit Hilfe der Apfelblüte. Je nachdem, wann und wo der Baum anfängt zu blühen, sprechen die Wissenschaftler vom Vollfrühling. Und der beginnt seit geraumer Zeit immer früher und dauert länger, auch wenn jüngste Wetterkapriolen mit verheerenden Hochwassern eher das Gegenteil vermuten lassen.Der Sommer wird – zumindest aus astronomischer Sicht – mit der Sommersonnenwende am 21. Juni eingeläutet. Das ist der Tag, an dem die Sonne bei uns am höchsten steht und am längsten scheint. Entsprechend kurz fällt die Nacht aus. In vielen Regionen feiert die Bevölkerung das Ereignis mit einem lodernden Sonnwendfeuer. Schließlich gehören Juni, Juli, August zur schönsten Zeit des Jahres. Die großen Ferien stehen vor der Tür, die Badesaison erreicht ihren Höhepunkt und laue Abende laden zum Verweilen im Freien ein. So haben Generationen den Sommer in wehmütiger Erinnerung.Doch mit dem globalen Klimawandel haben sich auch die aktuellen Wetterlagen verändert. Einerseits zeigen sie sich weniger stabil, andererseits werden sie immer extremer. So wie 2003, als anhaltende Rekordtemperaturen den Supersommer in eine gesamteuropäische Hitzewelle mit hohen Ozonwerten und zahlreichen Waldbränden verwandelten. Zudem bedrohen immer häufiger heftige Unwetter, begleitet von Tornados und Hagel, weite Gebiete Deutschlands.Das Terra X-Team hat einen Piloten bei seinem Einsatz in eine Gewitterfront begleitet, der mit dem Versprühen von Silberjodid Hagelunwetter verhindern soll. Sturmjäger liefern schaurig schöne Bilder von Wirbelstürmen, wie man sie nur in der Karibik oder den USA anzutreffen glaubt. Fast niemand weiß, dass Deutschland mit rund 60 Tornados pro Jahr im internationalen Ranking bereits auf Platz zehn steht. Und auch in Zukunft stehen den Deutschen stürmische Zeiten bevor.Ende August, nach rund 89 Tagen, kündigt sich bereits der Herbst an. Als Vorspiel entfaltet der Altweibersommer noch einmal seine ganze Kraft – traditionell mit viel Sonne und milden Temperaturen. Die Bauern haben ihre Ernte eingefahren, die Winzer in den Weinbergen fangen erst an. Dank des immer wärmer werdenden Klimas einige Wochen früher als noch vor zehn Jahren
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R: Petra Thurn, Friedrich Steinhardt... Der zweite Teil konzentriert sich auf Herbst und Winter. Wie verändert sich die Landschaft, und wie beeinflussen die Jahreszeiten unser Leben auch heute noch?Die Monate des Herbstes – September, Oktober und November – sind die Monate des Abschieds, der goldgelben Farben, des Nebels. So wie sich der Frühling durch die einsetzende Schneeschmelze ankündigt, läuten die fallenden Blätter den Herbst ein.Damit beginnt in der Natur die größte Umbauaktion des Jahres. Gelb, Rot und Braun der Blätter dominieren plötzlich das Landschaftsbild. Die Farben sind die Folge eines Notprogramms im Stoffwechsel der Pflanzen. Damit reagiert die Vegetation auf die abnehmende Tageslänge und die schwindende Lichtausbeute. Das Grün der Fotosynthese wird abgebaut. Übrig bleiben gelbe und braune Farbstoffe, die den typischen Look des Herbsts ausmachen. Aber das ist nur eine der vielen Facetten der dritten Jahreszeit.Eine andere ist die Landwirtschaft. Selbst im Herbst herrscht dort noch Hochbetrieb. Alle Hände werden gebraucht. Auch bei den Winzern wie Kilian Franzen und Angelina Lenz am Calmont an der Mosel, dem steilsten Weinberg Europas. Seit einigen Jahren fangen sie mit der Lese immer früher an. Die Klimaerwärmung macht es möglich. Sie sorgt nicht nur für eine zeitigere Fruchtreife, sondern vor allem für neue Rebsorten, wie sie eigentlich nur in Italien oder Frankreich wachsen.Ein verlässlicher Indikator, dass sich der Sommer verabschiedet hat, ist der Zug der Kraniche auf ihrem Weg in den Süden. Auf der Ostseehalbinsel Darß fallen sie zu Tausenden ein, um Rast zu machen und neue Nahrung aufzunehmen. Weiter westlich an den Küsten ziehen langsam aber sicher frische Winde auf. Manche wachsen zu Orkanen an und fegen über ganz Deutschland. Die höchste Windgeschwindigkeit mit 263 Stundenkilometern wurde am 24. November 1984 auf dem Brocken gemessen, Kyrill im Jahr 2007 tobte so heftig, dass er Schäden in Höhe von 4,2 Milliarden Euro verursachte. Die Experten vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach prophezeien, dass die Herbststürme in Zukunft an Stärke zunehmen werden
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Der taiwanesische Amateur-Astronom Winson Tsai, Entdecker einer Supernova und zweier Kometen, hat einen Traum: Er möchte das erste private Observatorium Taiwans errichten.Derweil arbeiten in Chile der ebenfalls aus Taiwan stammende Astronom Dr. Chen und sein Team an einem Mega-Teleskop.Die Optik dieses gigantischen Geräts ist zehnmal schärfer als die des schon legendären Weltraumteleskops Hubble.Doch die Errichtung dieses Präzisionsbaus in der extrem trockenen Atacama-Wüste ist nicht nur hinsichtlich der Technik eine enorme Herausforderung – der logistische Aufwand ist gewaltig.Auch der Bau des Observatoriums in Taiwan gestaltet sich schwierig. Auf einem der höchsten Berge der Insel lässt der Kometenjäger Winson Tsai unter härtesten Bedingungen ein gigantisches Teleskop bauen. Als es durch einen Taifun zu einem Erdrutsch kommt, gerät das Projekt buchstäblich ins Wanken
06:10
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
Kölner Treff
11:45
Thema
12:30
ECO
13:00
ZIB
13:15
Ein echtes Schwarzwaldmädel zu Besuch in der Heimat: Tamina Kallert, geboren in Freiburg, erkundet den Südschwarzwald zwischen Feldberg und Kaiserstuhl.Mit einem Augenzwinkern für Bollenhüte, Schwarzwälder Kirschtorte, Kuckucksuhr und Schwarzwaldklinik macht sie mit dem Kabarettisten und Schauspieler Martin Wangler eine Kutschfahrt. Sie besteigt außerdem den Feldberg mit einer speziellen HosentaschenRanger-App.Weitere Themen sind: Als die Höllentalbahn Wintersportler und Sommerfrischler brachte, Freiburg: Tamina Kallert bummelt durch ihre alte Heimat und Bauern zum Anfassen
14:45
16 Naturparks und Biosphärengebiete in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schützen die vielfältigen Naturlandschaften. Eine Forstwirtin und ein Ranger stellen die schönsten vor.Die Reise führt in Baden-Württemberg vom Südschwarzwald, dem größten Naturpark Deutschlands, über das einzige Biosphärengebiet des Bundeslandes, die Schwäbische Alb, bis in den Schönbuch, der gerade zum Waldgebiet des Jahres 2014 gewählt wurde.In Rheinland-Pfalz werden der Pfälzer Wald, der sowohl Naturpark als auch Biosphärengebiet ist, der Naturpark Saar-Hunsrück, seit 2015 Nationalpark, und die Vulkaneifel, der jüngste Naturpark in Rheinland-Pfalz, gezeigt.Ulrike Abel ist Forstwirtin und stellvertretende Forstamtsleiterin in Kaiserslautern, der Feldberg-Ranger Achim Laber ist seit 25 Jahren Naturschutzwart am Feldberg
15:30
R: Jan Haft, Gerwig Lawitzky... Auch wenn die meisten Baum-Methusalems der Axt zum Opfer fielen, so stehen doch immer noch viele bedeutende und alte Bäume in der Kulturlandschaft.Man findet Kaiserbäume, als Tanzböden gezogene Bäume, Gerichts-, Hof – und Dorfbäume. Manche von ihnen sind viele Jahrhunderte alt und werden von den Menschen ihrer Umgebung geschätzt und gepflegt.Auf manchen der meist solitär stehenden Veteranen horsten seltene Vögel, andere beherbergen in ihrem ausgehöhlten Leib Fledermaus-Wochenstuben und erhalten als Gegenleistung von ihren Untermietern Guano als lebensverlängernden Dünger. Mancher Baum ernährt die Tiere des Waldes im Herbst, ist Biotop für Pretiosen aus der Insektenwelt wie Hirschkäfer und Schillerfalter oder dient als Brutrevier für Eule und Eichhörnchen.Filmautor Jan Haft lädt ein zu einer Reise zu den ältesten und größten Bäumen Deutschlands wie die Riesenlinde zu Heede, die Süntelbuche von Gremsheim, die Tanzlinde in Limmersdorf, die Schwarzwälder Großvatertanne, die Balderschwanger Eibe und andere mehr: allesamt Veteranen mit einem Alter von oft vielen Hundert Jahren. Aufnahmen im hochauflösenden HD-Format und aufwendige Kameratechniken lassen die stillen Baumgebilde lebendig werden und zeigen sie bei besonderen Wetterstimmungen
16:15
R: Jan Haft, Gerwig Lawitzky... Auch wenn die meisten Baum-Methusalems der Axt zum Opfer fielen, so stehen doch immer noch viele bedeutende und alte Bäume in der Kulturlandschaft.Man findet Kaiserbäume, als Tanzböden gezogene Bäume, Gerichts-, Hof – und Dorfbäume. Manche von ihnen sind viele Jahrhunderte alt und werden von den Menschen ihrer Umgebung geschätzt und gepflegt.Auf manchen der meist solitär stehenden Veteranen horsten seltene Vögel, andere beherbergen in ihrem ausgehöhlten Leib Fledermaus-Wochenstuben und erhalten als Gegenleistung von ihren Untermietern Guano als lebensverlängernden Dünger. Mancher Baum ernährt die Tiere des Waldes im Herbst, ist Biotop für Pretiosen aus der Insektenwelt wie Hirschkäfer und Schillerfalter oder dient als Brutrevier für Eule und Eichhörnchen.Filmautor Jan Haft lädt ein zu einer Reise zu den ältesten und größten Bäumen Deutschlands wie die Riesenlinde zu Heede, die Süntelbuche von Gremsheim, die Tanzlinde in Limmersdorf, die Schwarzwälder Großvatertanne, die Balderschwanger Eibe und andere mehr: allesamt Veteranen mit einem Alter von oft vielen Hundert Jahren. Aufnahmen im hochauflösenden HD-Format und aufwendige Kameratechniken lassen die stillen Baumgebilde lebendig werden und zeigen sie bei besonderen Wetterstimmungen
17:00
R: Jan Haft... Einst war ganz Mitteleuropa von dichten Urwäldern bedeckt, doch diese Zeiten sind vorbei, nur wenige grüne Inseln haben überdauert. Mythos Wald erzählt die Geschichte dieser letzten Oasen.Für den Film von den Machern der weltweit ausgezeichneten Produktion Die Wiese wurden Teile der Ausrüstung sogar eigens angefertigt, um mit sehr langen Zeitraffern, extremen Zeitlupen und neuen Makrooptiken Phänomene zu zeigen, die das Auge nicht sieht.So sieht man den Tanz der Lebermoose oder wie der Blütenstaub der Haselnuss durch den Wald weht. Mythos Wald ist eine opulente Reise in eine Welt, die wir zu kennen glaubten und nun nie wieder mit denselben Augen sehen werden.Der römische Autor Tacitus schrieb einst über den mitteleuropäischen Wald: Die Bäume waren so gewaltig, dass die Legionäre unter ihren Wurzeln hindurch reiten konnten. Doch diese Wälder sind lange verschwunden.Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass selbst die Wälder in einem Nationalpark fern von echten Urwäldern sind. Nachdem die großen Pflanzenfresser wie Bison und Auerochse ausgerottet waren, haben wir ein Biotop verloren, das artenreicher war als jedes andere in Mitteleuropa. Die Sendung zeigt auf, wie dieses Paradies, das wir einst verloren haben, zurückgewonnen werden kann.Noch immer ist der Wald der Lebensraum für eine Vielzahl von Tier – und Pflanzenarten, die Bühne für die großen und kleinen Dramen der Natur: Der Film zeigt Füchse, die im Frühjahr unter der Erde ihre Jungen bekommen, und verspielte Welpen, die noch tapsig ihren Bau verlassen. Auch die Erlebnisse einer Wildschwein-Rotte werden dokumentiert
17:45
R: Jan Haft... Die Macher des weltweit ausgezeichneten Films Die Wiese schaffen mit spezieller Kameratechnik ein völlig neues Bild des Waldes und erklären das enge Netzwerk zwischen unzähligen von Arten.Eindrucksvolle Bilder halten fest, wie ein Hirschkalb aufwächst, wie sich eine Fuchsfamilie durchschlägt und wie sich der Wald nach vermeintlicher Zerstörung durch einen Waldbrand oder den Borkenkäfer wieder regeneriert und artenreicher als je zuvor empor wächst.Im Herbst beginnt dann das Buhlen um die Weibchen: Krachend stoßen die Geweihkronen der Hirsche aufeinander, und auch die Wildschweinkeiler kämpfen aggressiv. Aber es gibt auch die kleinen Kämpfe, die genauso erbittert geführt werden, so etwa zwischen zwei Hirschkäfern
18:30
nano
19:00
heute
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
R: Claus U. Eckert... Wir gelten zwar als Vorreiter in Sachen Recycling, sind es aber auch im Kunststoffverbrauch. Im ostafrikanischen Ruanda hingegen sind Plastiktüten seit 2006 verboten, frische Lebensmittel werden nicht eingeschweißt, und es gibt einen kollektiven Putztag. Im Anschluss diskutiert „scobel“ über die Konsumfalle
21:00
Wir ersticken im Müll. Weil wir konsumieren müssen. Die Natur zwingt uns dazu, wir sind darauf programmiert. Sagen die einen. Wir sind dazu erzogen, sagen die anderen.Getrieben von der Profitgier der Industrie und der eigenen Überzeugung von permanentem Wachstum. Das ließe sich ändern. – Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen über die Konsumfalle
22:00
ZIB 2
22:25
R: Woody Allen... Frisch verliebt adoptieren Amanda (Helena Bonham Carter) und Lenny (Woody Allen) den kleinen Max. Als ihre Ehe abkühlt, sucht Lenny nach der leiblichen Mutter des pfiffigen Jungen. Die Spur führt zum Callgirl Linda (Mira Sorvino mit herrlich dämlicher Synchronstimme). Die hat ein großes Herz, eine göttliche Figur und ist von betörender Einfalt. Lenny beschließt, sie auf den Pfad der Tugend zu führen… Allen entdeckt die Antike: Im Stile einer griechischen Tragödie kommentiert ein mahnender Chor das muntere Treiben. Die reizende Newcomerin Mira Sorvino erspielte sich den Oscar als Beste Nebendarstellerin
23:55
10 vor 10
00:25
Rundschau, 2016
01:10
R: Patrick Schellenberg... Der Schamane Charles Rüttimann ist per Du mit Elfen, Faunen und Zwergen. Reporter Patrick Schellenberg begleitete ihn ein Jahr lang auf seinen Streifzügen durch die feinstoffliche Welt.Selbstverständlich hat Charles Rüttimann keine Beweise für die Existenz dieser Wesen. Aber ist es wirklich wichtig, ob sie existieren oder nicht? Ist nicht die Frage viel interessanter, was einen dazu bringt, Geisterwesen zur Realität zu erklären?Zart streichelt Charles Rüttimann das Moos auf einem Felsbrocken. Der 59-Jährige steht oft am Gambach-Wasserfall, einem Kraft-Ort nah seiner Heimat im Schwarzenburgerland. Er deutet durch die Gischt auf einen Felsvorsprung. Dort wohne die Fee, mit der er sich regelmäßig unterhalte.Der Biologielaborant arbeitet als Bakterienspezialist in der Lebensmittelindustrie. Während er sich beruflich an streng wissenschaftliche Regeln hält, streift er in seiner Freizeit durch eine Geisterwelt, die den meisten Menschen völlig verschlossen bleibt.Gewöhnlich stempeln wir Menschen wie Charles Rüttimann als Spinner ab. Doch was können wir entdecken, wenn wir uns auf seine Geisterwelt einlassen
01:30
R: Silke Kujas
02:00
R: Gita Ekberg... Salon Harry ist der älteste Herrenfriseur auf St. Pauli. Schon die Beatles haben sich hier ihre Pilzköpfe schneiden lassen.Seit 32 Jahren schneidet und föhnt, rasiert und massiert Franz Stenzel Herren aus dem Milieu und außerhalb des Milieus die Haare. Er selbst trägt Zwirbelbart und ist einer der alten St. Paulianer. Doch die goldenen Zeiten sind seiner Meinung nach vorbei.St. Pauli hat sich sehr verändert, bedauert er, früher kannte hier jeder jeden, es ist kälter geworden auf der Meile
02:30
R: Sabine Engel... Zu seinen Gemeindemitgliedern und guten Bekannten gehören die ehemalige Puffmutter genauso wie der muslimische Küster und die Inhaber der Tabledance-Bar. Pastor Wilm liebt seine Gemeinde.Pastor Wilms Familie ist so ungewöhnlich und multikulti wie seine Gemeinde. Rund um die Uhr ist Sieghard Wilm zwischen Landungsbrücken und Reeperbahn unterwegs. Seine Kirche hat eine Tag – und eine Nacht-Gemeinde – schrill, schwierig, aber unglaublich lebendig.Mit dem atheistischen Anwalt geht er Joggen, mit Dragqueen Olivia Jones ins Fitnessstudio. Sein Kirchhof ist eine grüne Oase mitten in der Stadt, besonders für junge Eltern und Kinder. Aber – Alkohol, Drogen und Gewalt machen auf St. Pauli auch vor der Kirche nicht halt. Sie gehören zum Alltag in der Gemeinde. Im Pfarrhaus, wo Pastor Sieghard Wilm mit seiner kleinen Familie wohnt, liegt die Nummer der Davidwache immer bereit
03:00
R: Gita Ekberg... Regisseur Sebastian Bellwinkel zeichnet in seinem Film den Wandel auf dem Kiez anhand zweier Hotels nach, die die Veränderung auf St. Pauli deutlich machen.Auf der einen Seite das alteingesessene Hotel Monopol, das seit 1957 Künstler und Prominente aus den umliegenden Unterhaltungsetablissements beherbergt. Auf der anderen Seite das neue und ultraschicke Hotel Empire Riverside, das nicht nur durch seine Größe überragt.Die 20up Lounge & Bar im 20. Stock des Empire Riverside ist Treffpunkt für die Schönen der Stadt und für gut betuchte Touristen. Von hier oben aus blicken sie cocktailschlürfend auf St. Pauli, den kunterbunten und auch etwas verlotterten Stadtteil Hamburgs, der in den letzten Jahren immer mehr aufgehübscht wurde.Das gefällt hier nicht jedem, denn der neue Glanz kostet Geld, und viele alte Kiezianer können sich das nicht mehr leisten. Andererseits freuen sich viele Gastronomen über die zahlungskräftigere Klientel.Einen preiswerten Cocktail bekommen die alten Kiezianer aber immer noch im Hotel Monopol. Die Terrasse dort bietet den Gästen eine Art Freilichtkino, direkt am Rinnstein der Reeperbahn: Linke und Autonome demonstrieren, begleitet von Wasserwerfern, gegen die Schickimickisierung des Stadtteils, Jünger der Heilsarmee versuchen die Ungläubigen zu bekehren, dicht gefolgt von Dragqueen Olivia Jones, die bei ihrem Kiezbummel Touristen das Hotel Monopol als den Kultladen anpreist.Währenddessen hadern im Hotel Empire Riverside Hoteldirektor und Gastronomie-Chef, wie sie die Minibars neu bestücken können. Ihre Lösung: Sie stellen neben die Halbliterflasche Champagner der Nobelmarke einfach die gute alte Bierknolle vom Kiez.Die Reportage bietet nicht nur unterhaltsame Einblicke in den Alltag zweier unterschiedlicher Hotels und seiner Gäste, sondern fragt auch nach den Folgen des Wandels auf dem Kiez. Olivia Jones bringt es hier auf den Punkt: Die Politik müsse ganz genau beobachten, dass St. Pauli ein schützenswerter Stadtteil sei mit seinen schillernden Urgesteinen. Deshalb sei die Aufwertung nur in Maßen erträglich: ... sonst kann ich ja gleich nach Eppendorf fahren
03:30
R: Arne Siebert... Der frühere Kickbox-Vizeweltmeister Human Nikmaslak ist Türsteher bei den vier beliebtesten Clubs in Hamburg. Seit Jahren nimmt die Gewalt auf dem Kiez zu.Die Club-Betreiber verlassen sich darauf, dass so viele ungefährliche Gäste wie möglich hereingelassen werden. Humans Methode: Er tastet wartende Leute nicht ab, sondern guckt auf ihre Aura und versucht, die Gefahr zu wittern.Dies funktioniert seit Jahren.Beim Sport aber verdrängen ihn mittlerweile jüngere von den Podiumsplätzen. Aber auch auf der Straße, also vor der Tür der Lokale, werden die Kontrahenten immer jünger. Human Nikmaslak muss also auf neue Pferde setzen, wenn er seinen Traum von einer bürgerlichen Existenz und Familie wahr machen will. Seine Sicherheitsfirma hat inzwischen ein Dutzend Türsteher. Er bildet sie selbst aus.Die Club-Besitzer fordern entweder Human selbst oder Mitarbeiter, die nach der Methode Human vorgehen, an ihren Türen. Human nimmt Schießunterricht, denn seine Firma setzt auch auf Personenschutz. Gleichzeitig ist seine Kampfsportschule im Aufbau. Auch dort lässt er nicht jeden rein. Wer gefährlich wirkt, bleibt draußen.Aber jeder verdient eine Chance, und so treffen in der Trainingshalle die Kinder von Besserbetuchten und junge Männer aufeinander, die bei schlechter Führung auf die schiefe Bahn geraten könnten. Für einige wird Human zu einer Art Ziehvater. Zu guter Letzt versucht sich Human erfolgreich als Kampfsport-Promoter. Eine Pressekonferenz samt Wiegen der Sportler an der Binnenalster und ein mit 1000 Menschen ausverkauftes Event im Curio-Haus sind der Höhepunkt. Die Kasse klingelt, und Human bekommt sein ganz persönliches Dankeschön: gerappt von seinem Kampfsportschüler Djan
04:00
R: Almut Faass, Verena Hartges... Die Ritze ist die bekannteste Kneipe auf St. Pauli – wegen der Tür mit den gespreizten Frauenbeinen und dem Boxring im Keller. Dort begann das Herz des deutschen Boxsports zu schlagen.Viele Profis, darunter die Klitschkos, haben dort trainiert. Doch der Kiez wandelt sich – und Kneipen wie die Ritze müssen ihre ganz eigene Überlebensstrategie entwickeln. So vermieten die Besitzer einmal im Jahr den Boxring für einen privaten Fight Club.Die Klitschkos, Dariusz Michalczewski, Henry Maske, aber auch Ben Becker und die Luden vom Kiez haben hier trainiert. Oben am Tresen trinken die Veteranen aus dem Milieu. Früher saßen dort Prominente, Prostituierte und Touristen friedlich nebeneinander.Heute schieben sich immer mehr Reisegruppen durch die niedrige Kneipe und bestaunen die Fototapete. Hunderte Schnappschüsse bedecken die Wände. Auf jedem ist der legendäre Wirt Hans-Joachim Hanne Kleine (1932 – 2011) mit einem Promi im Arm zu sehen. Hanne trinkt mittlerweile lieber Kaffee. Aber seine Augen leuchten noch immer, wenn sein Lokal voll ist und sich die Klitschko-Fangemeinde zu einer Boxübertragung um die beiden Fernseher vor dem Tresen drängelt. Auch der Boxring ist noch immer Zuflucht für schlagkräftige, junge Männer aus dem Viertel
04:30
R: Thomas Karp... Helmut Steier arbeitet seit 50 Jahren auf dem Hamburger Fischgroßmarkt. Schon seine Eltern und Großeltern haben in den Hallen von St. Pauli Dorsch und Rotbarsch verkauft.Doch die Zeiten, als die Kutter direkt am Elbufer anlandeten, sind längst vorbei. Die Frischware kommt aus aller Welt per Flugzeug und Lkw in die Hansestadt: Blauflossenthunfisch aus dem Mittelmeer, Hummer aus Kanada, Papageienfische aus dem Indischen Ozean.200 Tonnen Frischware landen jede Nacht auf dem Fischmarkt in St. Pauli. Großhändler Steier lässt es sich nicht nehmen, die Lieferungen persönlich zu kontrollieren. Trotz seiner 70 Jahre kommt der Fischprofi Tag für Tag in aller Herrgottsfrühe zur Arbeit – pünktlich um eins.Seine Kunden sind Restaurantbesitzer, Köche und Marktbeschicker. Der Großhändler kennt seine Pappenheimer und weiß, wie er ihnen seine Ware schmackhaft machen kann. An den rauen Umgangston beim Feilschen haben sich alle längst gewöhnt. Und wenn der Boss mittags nach elf Stunden Feierabend macht, sei er meist der Letzte, der die Hallen verlässt, erzählen die Kollegen. Er brauche halt den Markt, wie andere die Luft zum Atmen.Steiers Frau hat sich in all den Ehejahren an den anstrengenden Lebensrhythmus ihres Mannes gewöhnt. Sie weiß, was es bedeutet, mit Großhändler Helmut den Tisch zu teilen. Wenn es nach ihrem Mann ginge, meint sie, stünden jeden Tag Meerestiere auf dem Speiseplan. Selbst in seiner kurzen Freizeit beschäftigt sich der Großhändler mit Fisch, dann sitzt er zur Entspannung vor seinem Aquarium.Regisseur Thomas Karp hat den Markt-Senior vom Fischmarkt mit einem Kamera-Team mehrere Tage begleitet und war dabei, als Steier zum ersten Mal in seinem Leben mit einem Kutter auf Dorschfang fuhr
05:00
R: Anja Glücklich... Was sind Senkköpfe und Krampen, und wozu braucht man Federringe, Volo-Haken oder Filzgleiter? Im Eisenwarengeschäft Ferd. Schüllenbach in St. Pauli könnte man sich etwas verloren fühlen.Bis unter die Decke sind die Regale und Schränke mit unzähligen Schächtelchen, Schubladen, Haushaltswaren und Schließanlagen gefüllt. Bei genauerem Hinsehen verbirgt sich hinter dem Irrgarten aber eine wahre Fundgrube, durch die Aenne und Clemens Flagge gerne durchlotsen.Wir verkaufen nach wie vor alles einzeln und bieten alte Ersatzteile und fachliche Beratung, auch um uns die Konkurrenz durch Baumärkte vom Hals zu halten, sagt Aenne Flagge, die das traditionelle Geschäft zusammen mit ihrem Mann Clemens in fünfter Generation führt. Matriarchalisch thront sie in ihrem Kassenhäuschen mitten im Laden und herrscht voller Leidenschaft über den Betrieb und die Abrechnung, während ihr Mann und die drei Mitarbeiter für die meist vage Beschreibung der Kundenprobleme die maßgeschneiderte Lösung finden – garniert mit einem passenden Spruch
05:30
R: Peter M. Kruchten... Istanbul, Konstantinopel, Byzanz: Die Metropole am Bosporus hat eine bewegte Geschichte. Die blaue Moschee wirkt wie aus einem Märchen aus 1001 Nacht. Ein Märchen mit Kehrseiten.In zweieinhalb Jahrtausenden ist die Stadt nicht so stark gewachsen wie in den letzten 50 Jahren. Rund 15 Millionen Menschen leben in diesem Moloch. Hohes Verkehrsaufkommen, wild wuchernde Bebauung, Müll. Zudem ist die Wasserversorgung problematisch.An jeder Ecke wird Trinkwasser in Plastikflaschen verkauft, Leitungswasser ist ungenießbar. Wie leben die Menschen mit diesen existentiellen Problemen?Noch immer ist die Altstadt mit ihren Basaren, Bädern und Moscheen, mit ihren überfüllten Gassen und osmanischen Häusern der malerischste Stadtteil. Zwischen dem Fähranleger an der Galata-Brücke und der Süleymaniye Moschee liegt eine ganz eigene, exotische Welt. Viel ruhiger, beinahe dörflich scheint das Leben auf der asiatischen Seite im Stadtteil Beylerbeyi. Kosmopolitisch dagegen Beyoglu, das Viertel der Juden, Armenier, Engländer und Franzosen. Hier, zwischen Tünel und Taksim, findet man Kaffeehäuser aus dem frühen 20. Jahrhundert, Kneipen, ausländische Buchhandlungen und Botschaftsgebäude.Die Dokumentation verfolgt den Ablauf eines typischen Tags in Istanbul: Angefangen beim täglichen Verkehrsinfarkt am frühen Morgen bis zum abendlichen Ausklang im Restaurant am Bosporus oder dem traditionellen Gebet in der Moschee
05:45
R: Claus Muhr... Oberösterreich ist reich an außergewöhnlichen Naturräumen. Seit vier Jahren betreibt die Naturschutzabteilung des Landes ein einzigartiges Naturvermittlungsprojekt.Etwa 100 Naturvermittler, Wald – und Kräuterpädagogen führen jedes Jahr bis zu 10 000 Interessierte durch die Schutzgebiete. Claus Muhr begleitet diese Botschafter der Natur durchs oberösterreichische Traunviertel.Wissensvermittlung mit Erholung und Genuss ist ihr Motto, denn Natur lässt sich nur verstehen, wenn sie auch hautnah erlebt werden kann.Der Film führt zum Deckenhochmoor Löckenmoos in Gosau und zur Kräuterwanderung auf die Bad Ischler Katrin. Filmemacher Claus Muhr besucht mit einem Geologen den Gschliefgraben am Fuß des Traunsteins und nimmt Wassertiere am Ödsee im Almtal unter die Lupe
06:10
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
Nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
Nano
10:15
Markus Lanz
11:30
STÖCKL.
12:30
Jeden kann es treffen. Jederzeit. In wenigen Sekunden ändert sich das ganze Leben. Der Film zeigt zwei Paare, die nach einem Schicksalsschlag ihr neues Leben meistern – Kraft ihrer Liebe.Rudolf Mirus und Miguel Almoril kämpfen dafür, ihre Partnerinnen aus dem Wachkoma wieder zurück ins Leben zu holen. Die kleinsten Fortschritte ihrer Frauen erfüllen sie mit Glück. Es gibt immer wieder kleine und größere Erfolge, aber auch Rückschläge und Enttäuschungen.Für Gisela und Rudolf Mirus aus Pechbrunn in der Oberpfalz veränderte sich ihr Leben an einem Tag im Mai 2009. Als Gisela gerade im Haushalt arbeitet, platzt ein Aneurysma in ihrem Kopf. Ein Rettungshubschrauber bringt sie in die Klinik. Die Ärzte diagnostizieren schwere Hirnblutungen. Nach der Not-OP fällt sie zunächst ins Koma, dann ins Wachkoma. Rudolf weicht nicht von ihrer Seite.Fast zeitgleich trifft auch Yuliya und Miguel Almoril aus dem hessischen Ketternschwalbach ein ähnlicher Schicksalsschlag: Bei einem Autounfall erleidet Yuliya schwerste Hirnverletzungen und fällt ins Wachkoma. Gerade wollte sie mit Miguel in die gemeinsame Zukunft starten: Hochzeit, ein Haus, ein Kind. Nicht nur Yuliyas Leben hängt plötzlich am seidenen Faden, denn sie ist im zweiten Monat schwanger. Miguel muss sich entscheiden, ob Yuliya das Kind unter großen Risiken im Wachkoma austragen soll. Er entscheidet sich für das Baby
13:00
ZIB
13:15
R: Kurt Mündl... Das Pielachtal im südwestlichen Niederösterreich besitzt viele überraschende Facetten – man muss sie nur zu entdecken wissen. Eine Reise mit Gespür fürs Detail durch den Vorgarten der Alpen.Im Fluss leben beachtliche Bestände des Huchen, des legendären zwei Meter langen Donaulachses, und viele kuriose Fische wie Strömer, Zingel und Goldsteinbeißer. An den Ufern brüten Gänsesäger, darüber schwirren rare Eisvögel und 20 verschiedene Libellen-Arten.Ebenso selten, wenn auch der Zivilisation ein wenig näher, sind die traditionellen Handwerksberufe, die im Pielachtal noch ausgeübt werden – seien es Schmied, Besenbinder oder Hirschhornknopfmacher. Sinn für Traditionen liegt im Wesen dieses Landstrichs: Kaum sonst irgendwo reichen die Spuren menschlicher Besiedelung so tief in die Vergangenheit. Bereits in der Altsteinzeit siedelten Mammut-Jäger an der Pielach, später hinterließen Kelten und Römer ihre Spuren
13:30
R: Franz Hafner... Die Marchauen an der Grenze zwischen Österreich und der Slowakei waren für Jahrzehnte eine vergessene Landschaft, ein Niemandsland am Eisernen Vorhang. Die Natur profitierte davon.Die ehemalige Todeszone hat sich in ein grünes Band verwandelt, das sich quer durch Europa zieht. Nirgends ist dieser grüne Korridor so lebendig wie an der March. Das Leben dort ist vom Wasser bestimmt: Mehrmals im Jahr überfluten Hochwasser die Auwälder und Wiesen.In der einzigartigen Auenwildnis brüten Seeadler und Kaiseradler, jagen Fischotter und Steppeniltis, errichten Kormorane, Nachtreiher und Lachmöwen große Brutkolonien. Im Fluss leben Welse von bis zu zwei Metern Länge, und in den Tümpeln der Überschwemmungswiesen tummeln sich Tausende Urzeitkrebse
14:25
R: Erich Pröll, Klaus Feichtenberger... Die Traun in Oberösterreich wird gespeist von tosenden Gletscherbächen, Wasserfällen, 76 Seen, zahllosen Quellen, Höhlengewässern und tausenden Kilometern von Bach – und Flussläufen.Diese Vielfalt ist kaum fassbar und dennoch überschaubar, und zwar buchstäblich: Von einer Anhöhe nördlich der Donau sieht man die gesamte Länge des Flusses – von den wilden, streng geschützten Traunauen im Linzer Stadtgebiet bis zum Dachstein
15:15
R: Alfred Vendl... Wo einst hohe Gebirge aus den Urmeeren emporragten und heute eine sanfte, hügelige Landschaft das nördliche Waldviertel in Niederösterreich prägt, entspringt der Kamp.Er durchfließt bis zu seiner Mündung in die Donau eine vielfältige Kulturlandschaft. Er ist Lebensader für eine breite Palette an Flora und Fauna, aber auch für die Menschen, die hier eine spezifische Lebenskultur entwickelt haben.Der Film folgt dem Verlauf des Kamp von seinem unscheinbaren Ursprung über seine kaum berührten und idyllischen ersten 50 Kilometer, vorbei an Stiften und Schlössern, Sommerfrischen und archäologischen Sensationen – bis zu dem Punkt, wo die Täler von Kamp und Donau aufeinandertreffen und die weltbesten Lagen für Riesling und Veltliner geschaffen haben.Auch die Jahreszeiten und ihre für das Kamptal spezifischen Ausprägungen spiegeln sich in dem Film wider: von der Ankunft der Störche auf den Türmen von Stift Zwettl im Frühjahr über die sommerlichen Vergnügungen auf den Kellerstraßen bis zur eindrucksvollen Atmosphäre beim herbstlichen Abfischen in den Teichen rund um Rappottenstein
16:05
R: Franz Hafner Eine... Der Nationalpark Donau-Auen ist einzigartig in vieler Hinsicht: Beginnend in Wien, reicht er bis vor die Tore von Bratislava und verbindet die beiden Hauptstädte miteinander.Auf über 36 Kilometern Länge schützt der Nationalpark eine der letzten freien Fließstrecken der Donau und gleichzeitig die letzte große Auenlandschaft Mitteleuropas. Beeindruckend ist die Vielfalt der Lebensräume, die hier zu finden ist.Außergewöhnlich ist die Zahl der Tiere und Pflanzen, die hier überleben können. Seit der Gründung des Nationalparks im Jahr 1996 wird versucht, die Au wieder stärker an die Donau anzubinden: Ufer wurden rückgebaut, Altarme miteinander verbunden und Treidelwege am Fluss gesenkt. Diese Maßnahmen zeigen Wirkung.Der Film erzählt von der neuen, alten Aulandschaft, vom steten Wandel, der alleine das Überleben der Aubewohner ermöglicht, und von den großen und kleinen Ereignissen, die das Jahr im Nationalpark bestimmen
16:50
R: Franz Hafner... In Mitteleuropa ist der Inn der längste Nebenfluss der Donau. Er durchfließt auf 520 Kilometern Länge drei Länder: die Schweiz, Österreich und Deutschland. Dabei zeigt er viele Gesichter.Mal ist er ein glasklarer Gletscherbach, mal ein tosender Wasserfall, der turmhoch zu Tal stürzt. Dann bildet er wieder eine idyllische Seenkette, die von zahlreichen Dreitausendern gesäumt wird.Der Fluss hat im Laufe der Jahrtausende die Landschaft verändert. Er hat Felsschluchten, Sandinseln, Flussschlingen, Feuchtgebiete und Auwälder geschaffen. Ehe er in Passau in die Donau mündet, macht er viele Verwandlungen durch: Aus dem ungestümen, wilden Gebirgsbach wird über viele Flusskilometer ein gezähmter, industriell genutzter Fluss, der schließlich wieder zurück zur Natur findet, um artenreichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu bieten.Am Inn liegen Naturparadiese und Kulturregionen. Der Fluss wurde reguliert, sein Flusslauf hat sich verändert und an ihm wurden Kraftwerke gebaut, die Einfluss auf die Tier – und Pflanzenwelt nehmen
17:45
R: Jan Haft... Die Dokumentation lädt zu einer spannenden Reise von der Mündung bis zur Quelle des Rheins ein und gibt Einblicke in die Natur eines der berühmtesten Flüsse der Welt.Die Reise führt den Rhein stromaufwärts von der Mündung ins niederländische Wattenmeer durch sechs Länder hinauf zu den Rheinquellen in den Schweizer Alpen und zeigt die Tiere, die am oder im Rhein leben.Dazu zählen Alteingesessene wie der Hecht, Heimkehrer wie der Biber und Neuankömmlinge wie der Halsbandsittich. Im Mündungsdelta tummeln sich Seehunde, und im Oberlauf blicken Steinböcke auf seine Fluten herab. Smaragdeidechsen, Uhus, Wildschweine und Weinhähnchen sind hier ebenso zuhause wie Wasseramseln, Siebenschläfer, Mausohrfledermäuse und Hunderttausende Wasservögel, die in der kalten Jahreszeit am Rhein rasten und überwintern.Obwohl der Rhein seit Jahrtausenden dicht besiedelt ist und ununterbrochen als Wasserstraße genutzt wird, existieren noch die typischen Lebensräume an seinen Ufern. Wie Perlen an einer Schnur reihen sich unzählige Naturschätze an seinen Ufern aneinander.Wohl um keinen anderen Fluss ranken sich so viele Sagen und Legenden wie um den Rhein. Trotzdem scheinen auch heute noch die Worte des französischen Dichters Victor Hugo zu gelten: Der Rhein ist der Fluss, von dem alle Welt redet und den niemand studiert, den alle Welt besucht und niemand kennt .... Aber der Rhein ist mehr als nur ein romantischer Fluss, in dessen Fluten sich die Kulturschätze aus 2000 Jahren spiegeln.Auch Österreich hat seinen Anteil am Rhein. Am südöstlichen Bodenseeufer bildet der Rhein, hier auch Alpenrhein genannt, das Rheindelta, das größtenteils in Vorarlberg liegt. 1972 Hektar Flachwasser, Schilfröhrichte, Feuchtwiesen und Auwälder – ein einzigartiges Naturschutzgebiet
18:30
Nano
19:00
Heute
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
R: Jo Angerer, Jens Eberl, Johannes Höflich... Leere Hotels und Strände in der Türkei, kein freies Bett mehr auf Mallorca: Der Film zeigt, welche Länder Touristen durch Anschläge und Angst vor Terror verlieren – und wer profitiert.Nach den Anschlägen von Paris und Nizza, dem gescheiterten Putsch in der Türkei und den Anschlägen in Istanbul hat sich der Tourismus am Mittelmeer im Sommer 2016 stark verändert. Auch die Kreuzfahrtschiffe haben ihre Routen im Mittelmeer umgelegt.In der Türkei, in Paris und in Südfrankreich bleiben die Urlauber aus, verstärkt gebucht sind Mallorca, aber auch das spanische Festland, Portugal und wieder Griechenland.Die Altstadt von Palma auf Mallorca wird von Touristen regelrecht überrannt, die Mallorquiner sind genervt. In Paris haben die Terroranschläge deutliche Veränderungen im Stadtbild hervorgerufen: Am Bahnhof stehen schwer bewaffnete Polizisten, und vor allem an den Sehenswürdigkeiten patrouillieren Soldaten mit Maschinengewehren. Die Urlauber bleiben aus
21:00
Beinahe jeden Tag Proteste gegen die Regierung Maduro, bei denen es auch zu gewaltsamen Zusammenstößen mit Toten und Verletzten kommt. Grund dafür ist die andauernde Versorgungskrise. Dabei ist der Erdölexporteur Venezuela ein sehr reiches Land. „makro“ fragt, was da falsch läuft
21:30
Auslandsjournal extra
22:10
ZIB 2
22:35
R: Joachim Ronning, Espen Sandberg... Max Manus (Aksel Hennie) kämpft gegen die Nazis – bis er gefasst wird. Nach seiner Flucht und der Ausbildung durch die Briten kehrt er mit Kamerad Gram zurück – als Untergrundkämpfer hinter den feindlichen Linien… Mit dem norwegischen Kinohit qualifizierte sich das Regieduo für Hollywood: Ihr „Pirates of the Caribbean: Salazars Rache“ läuft gerade im Kino
00:25
Zapp
00:55
10 vor 10
01:25
Extra 3
02:10
R: Franz Hafner... Die Marchauen an der Grenze zwischen Österreich und der Slowakei waren für Jahrzehnte eine vergessene Landschaft, ein Niemandsland am Eisernen Vorhang. Die Natur profitierte davon.Die ehemalige Todeszone hat sich in ein grünes Band verwandelt, das sich quer durch Europa zieht. Nirgends ist dieser grüne Korridor so lebendig wie an der March. Das Leben dort ist vom Wasser bestimmt: Mehrmals im Jahr überfluten Hochwasser die Auwälder und Wiesen.In der einzigartigen Auenwildnis brüten Seeadler und Kaiseradler, jagen Fischotter und Steppeniltis, errichten Kormorane, Nachtreiher und Lachmöwen große Brutkolonien. Im Fluss leben Welse von bis zu zwei Metern Länge, und in den Tümpeln der Überschwemmungswiesen tummeln sich Tausende Urzeitkrebse
03:00
R: Erich Pröll, Klaus Feichtenberger... Die Traun in Oberösterreich wird gespeist von tosenden Gletscherbächen, Wasserfällen, 76 Seen, zahllosen Quellen, Höhlengewässern und tausenden Kilometern von Bach – und Flussläufen.Diese Vielfalt ist kaum fassbar und dennoch überschaubar, und zwar buchstäblich: Von einer Anhöhe nördlich der Donau sieht man die gesamte Länge des Flusses – von den wilden, streng geschützten Traunauen im Linzer Stadtgebiet bis zum Dachstein
03:50
R: Alfred Vendl... Wo einst hohe Gebirge aus den Urmeeren emporragten und heute eine sanfte, hügelige Landschaft das nördliche Waldviertel in Niederösterreich prägt, entspringt der Kamp.Er durchfließt bis zu seiner Mündung in die Donau eine vielfältige Kulturlandschaft. Er ist Lebensader für eine breite Palette an Flora und Fauna, aber auch für die Menschen, die hier eine spezifische Lebenskultur entwickelt haben.Der Film folgt dem Verlauf des Kamp von seinem unscheinbaren Ursprung über seine kaum berührten und idyllischen ersten 50 Kilometer, vorbei an Stiften und Schlössern, Sommerfrischen und archäologischen Sensationen – bis zu dem Punkt, wo die Täler von Kamp und Donau aufeinandertreffen und die weltbesten Lagen für Riesling und Veltliner geschaffen haben.Auch die Jahreszeiten und ihre für das Kamptal spezifischen Ausprägungen spiegeln sich in dem Film wider: von der Ankunft der Störche auf den Türmen von Stift Zwettl im Frühjahr über die sommerlichen Vergnügungen auf den Kellerstraßen bis zur eindrucksvollen Atmosphäre beim herbstlichen Abfischen in den Teichen rund um Rappottenstein
04:40
R: Franz Hafner... In Mitteleuropa ist der Inn der längste Nebenfluss der Donau. Er durchfließt auf 520 Kilometern Länge drei Länder: die Schweiz, Österreich und Deutschland. Dabei zeigt er viele Gesichter.Mal ist er ein glasklarer Gletscherbach, mal ein tosender Wasserfall, der turmhoch zu Tal stürzt. Dann bildet er wieder eine idyllische Seenkette, die von zahlreichen Dreitausendern gesäumt wird.Der Fluss hat im Laufe der Jahrtausende die Landschaft verändert. Er hat Felsschluchten, Sandinseln, Flussschlingen, Feuchtgebiete und Auwälder geschaffen. Ehe er in Passau in die Donau mündet, macht er viele Verwandlungen durch: Aus dem ungestümen, wilden Gebirgsbach wird über viele Flusskilometer ein gezähmter, industriell genutzter Fluss, der schließlich wieder zurück zur Natur findet, um artenreichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu bieten.Am Inn liegen Naturparadiese und Kulturregionen. Der Fluss wurde reguliert, sein Flusslauf hat sich verändert und an ihm wurden Kraftwerke gebaut, die Einfluss auf die Tier – und Pflanzenwelt nehmen