Slovenske TV

Podnaslovljene TV

Lokalne TV

EX YU TV

Angleške TV

Nemške TV

Italijanske TV

Ostale TV

3 SAT
05:25
R: Johannes Backes... Keine Details verfügbar
06:10
Keine Details verfügbar
06:20
Keine Details verfügbar
07:00
Keine Details verfügbar
07:30
Keine Details verfügbar
09:00
Keine Details verfügbar
09:05
Keine Details verfügbar
09:45
Keine Details verfügbar
10:15
Keine Details verfügbar
11:40
R: Martin Traxl... Die große Halbinsel Istrien reicht von Triest über Piran, von Pula bis nach Rijeka und war Zufluchtsort für Piraten, Wanderer und müde Touristen. Lojze Wieser erforscht mit Martin Traxl die Geschichte dieses Landstriches, der von Römern, Italienern, Kroaten, Slowenen, Istro-Rumänen und nicht zuletzt auch von der österreich-ungarischen Monarchie geprägt wurde. Auf ihrer kulinarischen Spurensuche finden die Reisenden die Geschmäcker der durch die Jahrhunderte vermengten Kulturen und treffen Menschen, die die hohe Kunst beherrschen, alte Rezepte in moderne Gerichte zu übertragen
12:10
Keine Details verfügbar
13:00
Keine Details verfügbar
13:15
R: Erich Pröll... Schafe werden seit Jahrtausenden gezüchtet und von Menschen gehalten. Ihre Wolle wird seit 10 000 Jahren vielfach verwendet. Jetzt sind Produkte vom Schaf wieder sehr gefragt. Auch ihr Fleisch und die Milchprodukte vom Schaf sind wieder beliebter geworden. Das Schaf an sich, das Tier auf der Weide, die herzigen Lämmer und die über 20 Schafarten, die in Oberösterreich gezüchtet werden, erfreuten immer schon Tier – und Naturliebhaber
13:40
R: Barbara Fally-Puskás... Was unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren und welche wurden dazugewonnen? In der dreiteiligen Reihe versuchen Regisseurin Barbara Fally-Puskás und ihr Filmteam gemeinsam mit den Mitarbeitern des Wolf Science Center in Ernstbrunn, Antworten auf all diese Fragen zu finden. Im ersten Teil holen sie vier Welpen aus Montana, USA, nach Österreich. Im niederösterreichischen Weinviertel heulen seit gut eineinhalb Jahren Wölfe. Nicht in freier Wildbahn, sondern wohlbehütet in den Gehegen des Wolf Science Center . Vier einjährige Timberwölfe sind im Mai 2009 in die Schlossgärten von Ernstbrunn eingezogen. Nachdem das Quartett für wissenschaftliches Arbeiten zu klein ist, entschließen sich die Wolfsforscher, weitere Jungtiere nach Ernstbrunn zu holen – diesmal jedoch nicht aus dem Tierpark Herberstein, sondern aus den USA, der Heimat der Timberwölfe. Regisseurin Barbara Fally-Puskás will von Anfang an dabei sein. Gemeinsam mit Bea Belenyi und Helene Möslinger, zwei Mitarbeiterinnen des Wolf Science Center, und Kameramann Ferdinand Cibulka reist Fally-Puskás nach Montana, um dort 14 Tage alte Welpen abzuholen. Da keine amerikanische Fluglinie derart junge Wölfe transportieren darf, geht die Reise im Dienste der Wolfsforschung per Auto quer durch die USA von Montana nach New York. 4.500 Kilometer mit vier winzigen Wolfswelpen im Gepäck. Rückblickend gesteht Fally-Puskás: Es war erstaunlich, wie sich von der ersten Minute mit den Welpen bis zum Eintreffen in Ernstbrunn nahezu alles ausschließlich um deren Nahrungsaufnahme und das Geschäft danach drehte. Trinken die Kleinen genug? Wollen sie mehr? Vertragen sie die Nahrung? Haben sie Durchfall? Und nicht immer scheint alles zum Besten. Die Kleinen verkraften die Umstellung nur schwer, ein Zwischenstopp mit Tierarztbesuch im Wolfspark von Indiana ist notwendig. Für die letzte Etappe von New York nach Wien dürfen die Kleinen an Bord einer österreichischen Fluglinie. Und ob Passagiere oder Flugpersonal – alle schließen die süßen Welpen sofort in ihr Herz. Schließlich kommen die vier kleinen Welpen – Tatonga, Nanuk, Yukon und Geronimo – und ihre Begleiter gesund und wohlbehalten in Wien an. Doch wozu der ganze Aufwand? Kurt Kotrschal, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstation in Grünau und Professor an der Universität Wien, sowie die Kognitionsbiologen Friederike Range und Zsofia Viranyi haben sich vor einigen Jahren in Wien zusammengefunden. Kotrschal: Da waren dann drei beisammen, die verrückt genug sind, so ein Projekt aus dem Nichts zu starten! Die drei Leiter des WSC beschlossen in Kooperation mit der Universität Wien und der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau, die geistigen Fähigkeiten des Wolfes zu erforschen und festzustellen, was den Hund nun tatsächlich von seinem Urahnen unterscheidet. Wölfe sind wie der Mensch von Kooperationen abhängig. Wie viel sie zur Kooperation bewusst beitragen oder im Laufe ihres Lebens erlernen können, ist eine spannende Frage, die es von den Forschern zu klären gilt. Deshalb ziehen Kurt Kotrschal, Friederike Range und Zsofia Viranyi nun erstmals in der Canidenforschung ein Rudel Wölfe mit der Hand auf. Bisher hat man nur Erfahrungen mit Einzelaufzuchten gemacht. Die Wölfe im WSC dürfen Wolf im Rudel bleiben und bauen dennoch eine innige Beziehung zu ihren menschlichen Partnern auf
14:25
R: Barbara Fally-Puskás... Im zweiten Teil der Wolfsserie entwickeln sich die vier amerikanischen Welpen und ihre zwei neuen Artgenossen aus der Schweiz zu frechen Halbstarken. Noch stehen innige Schmusestunden mit ihren zweibeinigen Betreuern und ausgiebige Balgereien untereinander im Vordergrund. Aber von Anfang an wird auch trainiert und getestet. Immer spielerisch, immer mit viel Lob und vor allem mit Leckerlis. Ohne Leckerli geht bei Wölfen gar nichts. Ein Hund arbeitet auch ohne Belohnungshappen, ein Wolf muss zumindest wissen, dass ich etwas dabei habe, sagt Bea Belenyi und sie spricht aus Erfahrung. Die Einzigen, die die kleinen Racker in die Schranken weisen, sind die privaten Haushunde von Zsofia Viranyi, Friederike Range, Kurt Kotrschal und Bea Belenyi. Diese Hunde sind bei der Aufzucht der Welpen ständige Begleiter. Sie werden von den Welpen geliebt und als ranghöher akzeptiert. Die Hunde disziplinieren die kleinen Wölfe, wenn ihr Spiel zu grob wird, wenn sie zu fest zubeißen oder sich nicht entsprechend unterwerfen. Während sich die Kleinen gut entwickeln, muss das Team des WSC bei den älteren Wölfen einen Rückschlag hinnehmen. Taya, die von Geburt an kranke Wölfin, verstirbt eines Nachts plötzlich. Kurz darauf sorgt auch Tatonga für Aufregung. Sie hat sich im Gehege schwer verletzt und muss eine Woche in der Tierklinik verbringen. Zurück kommt eine kleine Wölfin mit einer großen Narbe auf der Stirn, die nun nicht mehr aus der Flasche trinken mag, aber Fremden gegenüber viel zutraulicher ist als ihre Altersgenossen. Während sich alle anderen jedes Mal aufs Neue an das Kamerateam gewöhnen müssen, kommt Tatonga zur Begrüßung angelaufen. Kaum sind die kleinen Wölfe dem Ärgsten entwachsen, ziehen die nächsten Säuglinge in Ernstbrunn ein. Diesmal sind es vier Hundewelpen, die genauso aufgezogen werden wie die Wölfe. Wieder warten auf die drei Leiter des WSC, Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal, sowie auf die Trainerin Bea Belenyi lange schlaflose Nächte auf einer Matratze, die sie mit den kleinen Quälgeistern verbringen. Auch die Hunde wollen alle zwei Stunden ein Fläschchen haben. Die Hundewelpen dienen den Wissenschaftlern als Vergleichsgruppe. Nur dadurch, dass sie so aufwachsen wie die Wölfe, lassen sich faire Vergleiche anstellen. Was unterscheidet den Wolf vom Haushund? Welche Fähigkeiten gingen auf dem Weg der Domestikation verloren, welche wurden dazugewonnen? Das sind die großen Fragen, die das WSC-Team beschäftigen. Wie reagieren die Wölfe auf neue Dinge? Wie die Hunde? Lassen sich Hunde ein Stück Fleisch einfach wegnehmen? Die Wölfe wohl eher kaum. Ab welchem Alter verstehen Hunde menschliche Zeigegesten? Wann die Wölfe? Warum folgen Wölfe der Blickrichtung des Menschen, während Hunde unverwandt weiter das Gesicht anstarren? Im Alter von sechs Monaten bekommen die jungen Wölfe erstmals Besuch von ihren ein Jahr älteren Artgenossen. Alt und Jung sind offensichtlich begeistert. Aragorn tollt mit den Kleinen herum und würgt sogar halbverdaute Nahrung als Futter für sie hervor. Wie aber werden Aragorn, Kaspar und Shima reagieren, wenn sie ihr Revier dauerhaft mit den sechs Halbstarken teilen müssen
15:10
R: Barbara Fally-Puskás... Im letzten Teil der Wolfsserie wird das Rudel zusammengeführt. Die vier Welpen aus Amerika und die zwei Welpen aus der Schweiz kommen zu den drei eineinhalbjährigen Wölfen. Der Zaun zwischen den beiden Gehegen wird geöffnet. Die Menschen sind deutlich aufgeregter als die Tiere. Niemand weiß, was passiert. Bisher waren die älteren Drei nur bei den Kleinen zu Besuch. Nun aber müssen sie auch ihr angestammtes Revier teilen. Das Tor wird geöffnet. Sofort laufen die Kleinen zu den Großen. Die Begrüßung ist kurz, aber herzlich. Dann erforschen die Halbwüchsigen den neuen Teil des Geheges. Die Alten kümmert das wenig. Nur den Unterstand dürfen die Neulinge nicht betreten. Im Gehege stehen eine Menge Obstbäume und die Früchte sind reif. Man sollte meinen, das kümmere Wölfe herzlich wenig. Weit gefehlt: Für eine reife Birne lernen Wölfe sogar klettern. Bis zu 70 Prozent ihres Nahrungsbedarfs decken die Tiere im Herbst mit frischem Obst ab. Während anfangs alles sehr harmonisch ablief, zeigen sich nun die ersten Unstimmigkeiten im Rudel. Shima wird das erste Mal läufig. Die Kleinen gewinnen an Selbstbewusstsein und beginnen, zuerst Shima zu mobben – ein paar Wochen später ist Aragorn an der Reihe. Immer wieder müssen Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal einschreiten und einige der Wölfe separieren. Es werden verschiedene Konstellationen ausprobiert. Ob die neun Wölfe je wieder als Rudel zusammenfinden, ist offen. Erstaunlich ist die Entwicklung der Altwölfe. Zsofia Viranyi: Die werden zunehmend entspannter. Vor einem Jahr noch waren sie Fremden gegenüber sehr vorsichtig und distanziert. Mittlerweile kann auch das Kamerateam das Gehege betreten und sofort filmen. Früher war jedes Mal eine lange Eingewöhnungsphase notwendig. Im Schlosspark von Ernstbrunn befindet sich ein idyllischer Tierpark, der Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zeigt. Da auch der Wolf hier einst heimisch war, bot sich Hausherr Prinz Heinrich XIV. von Reuss als Gastgeber für das Wolf Science Center an. Bis jetzt waren Wölfe und Wissenschaftler vor der Haustür in den ehemaligen hängenden Gärten einquartiert. Doch Umbauten stehen an – die Tiere sollen weitläufige Gehege im Wildpark und ihre Betreuer ein gut ausgestattetes Forschungszentrum bekommen. Der Testraum soll mit verspiegelten Scheiben ausgestattet werden, dann können auch Besucher beim täglichen Training und vor allem bei den Tests zuschauen. Bis es soweit ist, sind die Wolfsforscher vor allem damit beschäftigt, erste Testergebnisse auszuwerten und passende Rudelzusammenstellungen zu finden. Kotrschal: Wir haben ein paar Rüden, die gerne mobben, und wir haben Weibchen, die sich nicht vertragen. Dass Shima und Yukon nicht miteinander können, steht fest, dass Kaspar auf jeden Fall ein Rudel führt, ebenfalls. Also bleiben die drei Altwölfe Kaspar, Aragorn und Shima beisammen. Doch wer von den Jungen passt dazu? Und wer wird beim zweiten Rudel das Kommando übernehmen? Der Umzug in die neuen Gehege findet in Etappen statt. Zuerst die Hunde, die ebenfalls Sommer wie Winter als Rudel in einem Gehege leben werden, dann das Kaspar-Rudel und dann das – wie könnte es auch anders sein – Nanuk-Rudel. Nanuk war seinen Artgenossen gegenüber von Anfang an äußerst durchsetzungsstark. Menschen gegenüber allerdings immer sehr freundlich, ja geradezu zuvorkommend. Die neuen Territorien werden von den Wölfen im Sturm erobert. Freudig laufen sie das gesamte Areal ab und erkunden die Höhlen, Hügel und Teiche. Doch nach etwa einer halben Stunde kommen sie zu Zsofi, Friederike und Kurt und holen sich ein paar Streicheleinheiten ab. Wer hätte das gedacht? Das WSC-Team kann es nun kaum erwarten, mit den vielen Vorhaben, die erst in der neuen Anlage möglich sind, zu beginnen
16:00
R: Stefan Polasek, Florian Berger... Ursprünglich tief aus den Savannen Afrikas kommend, besucht jedes Jahr ein besonders auffälliger Gast die idyllische Weinbauregion am österreichischen Wagram: der Wiedehopf. Er ist ein exotisch anmutender Vogel mit kuriosen Verhaltensweisen. Doch der unverwechselbare Vogel ist in ganz Europa zur bedrohten Art geworden, seine Population ist – außer in Spanien – stark rückläufig. Dank engagierter Naturschutzmaßnahmen gibt es heute in der kleinen Region wieder stolze 88 Bruten mit 266 Jungvögeln. Was treibt den Wiedehopf an den Wagram? Bis vor etwa zehn Jahren galt er in dieser Gegend praktisch als ausgestorben, bis sich der Tischler Manfred Eckenfellner eines kranken Wiedehopf-Jungvogels annahm und ihn wieder gesund pflegte. Dieser Tag markiert den Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft und einer bewundernswerten Erfolgsgeschichte
16:45
R: Alfred Ninaus... Bäume sind nicht einfach Bäume, sie waren schon vor Jahrhunderten da und werden oft noch Jahrhunderte überleben; sie haben sozusagen Geschichte erlebt. Den Menschen war das immer bewusst, nicht zuletzt werden viele Bäume als Heiligtümer verehrt. Sie sind aber auch Lebensraum für viele Tiere und sie liefern wertvollste Rohstoffe vom Holz über heilsame Lindenblüten bis zum antibakteriell wirkenden Harz. Linden und Eichen, uralte Edelkastanien, hochwüchsige Tannen, Lärchen, Urzirben. Einfach Bäume – sie umgeben uns und wir nehmen sie als selbstverständlich, aber sie sind mehr: Bäume erzählen Geschichten, sie waren da, als wir noch lange nicht am Leben waren und werden da sein, wenn wir alle nicht mehr existieren. Sie öffnen das Tor in eine längst vergangene Zeit, in der man sie wegen ihrer Heilkraft schätzte und sie sogar als heilig verehrte. Bäume sind voller Kraft und Zauber. So wurde beispielsweise entdeckt, dass das Baumharz eine antibakterielle Wirkung hat. Neben dem Harz ist es vorwiegend das wertvolle Holz, das uns Menschen seit jeher in den Bann zieht und unser Überleben bis heute sichert. Bäume sind geniale Überlebenskünstler und statische Meisterwerke. Sie zählen zu den ältesten und größten Lebewesen der Erde. Einige der imposantesten Exemplare Europas stehen übrigens in der Steiermark: eine 2000 Jahre alte Linde in Übelbach, eine 1000-jährige Eiche in Bierbaum. Die Dokumentation zeigt diese gefährdeten Naturdenkmäler und beleuchtet den Lebensraum Baum: In den Jahrhunderte alten Bäumen des Tierparks Herberstein leben seltene Käferarten, wie Eichenbock, Juchtenkäfer und Bockkäfer. Aber auch Eichkätzchen, Fledermäuse, Siebenschläfer und Baummarder nützen Bäume als Wohnung und Jagdrevier, ebenso wie die verschiedensten, zum Teil sehr seltenen Vogelarten
17:35
R: Kurt Mayer, Judith Doppler... Vor rund 100 Jahren wurde im Schweizer Engadin der erste Nationalpark der Alpen gegründet: Der Garten des Inn beherbergt auch heute noch die größte unangetastete Wildnis der Schweiz. Man wollte ein Refugium für Wildtiere schaffen und einen Ort, den sich die Natur selbst, ohne Eingriff des Menschen, gestaltet. Für diese Dokumentation haben sich Kurt Mayer und Judith Doppler ein Jahr lang der faszinierenden Region des Engadin gewidmet. Wenn sich im Frühling die Morgensonne in den blaugrünen Augen der Oberengadiner Seenplatte spiegelt, dann füllen sich langsam die Wildbäche der Region und mächtige Wasserfälle stürzen die riesigen Felswände hinab. Der Wasserreichtum haucht dieser hochalpinen Region Leben ein. Durch das Wasser wird es hier im Sommer grün, Wildtiere wagen sich bis in extreme Höhen vor. Ein Wassertropfen, der während eines sommerlichen Gewitters hier fällt, darf sich entscheiden, ob er über Inn und Donau ins Schwarze Meer fließt, über den Rhein in die Nordsee will oder den Weg nach Süden nimmt, um schließlich in der Adria zu landen. Heute jagen im Engadin Steinböcke munter über steile Wände und prächtige Bartgeier betreiben eifrig ihre Knochenschmieden. Und selten, aber doch regelmäßig, steckt auch wieder ein Luchs seine Nase in diese hochgelegene alpine Wildnis. Aber das war nicht immer so: Durch die intensive Bejagung ging der Steinbock-Bestand in der Schweiz massiv zurück – und um 1906 waren Steinböcke endgültig ausgerottet. Nur noch im italienischen Gran Paradiso, im königlichen Jagdrevier im Aostatal, gab es noch einen kleinen Steinbock-Bestand, strengstens bewacht von den königlichen Jägern. Erst das beherzte Einschreiten eines betuchten Schweizer Hoteliers sorgte für die Rückkehr der Steinböcke in die Schweiz. Etwa 100 Jahre später ist im Engadin ein weiteres Alpentier wieder heimisch geworden: der Bartgeier. Bis zu drei Meter beträgt seine Flügelspannweite, und er ist einer der faszinierendsten Gleiter über den mächtigen Alpentälern des Engadins – aber auch er wurde im Lauf des 19. Jahrhunderts ausgerottet. Durch den Erfolg eines internationalen Wiederansiedlungsprojekts findet man den Bartgeier – übrigens tragen hier Männchen wie Weibchen Bart – auch wieder im Engadin. Weit oben am Berg, auf hochgelegenen Brunftplätzen, kämpfen auch wieder dominante Rothirsche im September und Oktober – oft schon im Schnee – um die weiblichen Tiere. Auch ihr Bestand hat sich wieder erholt: Um 1850 gab es durch die rücksichtslose Bejagung fast keine Hirsche mehr in der Schweiz. Während die Hirschkühe mit ihren Kälbern in gemischten Rudeln leben, bleiben die Geweih tragenden männlichen Hirsche lieber unter sich. Diese Dokumentation taucht in ein kleines Tierrefugium mit großer Vergangenheit ein, in ein wildes Land am Rande von Gletschern und dunklen Wäldern – eine Reise zu den Quellen des Inn. Seit der Gründung vor rund 100 Jahren sollte die Region beispielgebend sein für viele ähnliche Projekte und Vorbild für Dutzende weitere Nationalparks im alpinen Raum
18:30
Keine Details verfügbar
19:00
Keine Details verfügbar
19:20
Keine Details verfügbar
20:00
Keine Details verfügbar
20:15
R: Raymond Ley... „Ich will fortleben, auch nach meinem Tod“, schreibt Anne Frank (Mala Emde). Die Aufzeichnungen ihres kurzen Lebens, veröffentlicht von Vater Otto (Götz Schubert), bewegten Millionen Leser. Kaum weniger erschütternd ist diese TV-Adaption: 1942 versteckt sich die aus Frankfurt nach Amsterdam geflohene jüdische Familie im Hinterhaus der Prinsengracht 263, ein Bücherregal verbirgt den Eingang. Aus Archivbildern, die auf die Wände projiziert werden, Zeitsprüngen sowie Kommentaren von Bekannten entsteht ein vielschichtiges Porträt
21:45
I: Alexander Granach (Schauspieler), Gad Granach (Sohn), Jan-Christopher Horak (Filmhistoriker), Klaus Völker (Dramaturg), Thomas Langhoff (Regisseur), Samuel Finzi (Vorleser (aus Autobiografie und Briefen Alexander Granachs)), Juliane Köhler (Vorleserin (aus Briefen Lotte Lievens)); R: Angelika Wittlich... Granach (*?1912) war Makler Knock, der „Nosferatu“ ein Haus verkaufen wollte, und der korrupte Genosse Kopalski in „Ninotschka“. Er entkam Hitler und Stalin – doch 1945 starb er in New York nach einer simplen Blinddarm-OP. In der Doku sprechen Zeitzeugen, Samuel Finzi und Juliane Köhler lesen aus Granachs Autobiografie und Briefen
23:30
R: David Paperny, Audrey Mehler... Am 11. April 1945 befreiten amerikanische Soldaten das KZ Buchenwald. Unter den Überlebenden waren 1000 jüdische Kinder und Jugendliche. Fast alle hatten ihre Angehörigen verloren. Die kanadische Dokumentation von Oscar-Preisträger David Paperny und Audrey Mehler erzählt, wie die schwer traumatisierten Kinder auf ein Leben nach der Hölle vorbereitet wurden und was aus ihnen geworden ist. Nach der Befreiung des KZ wurde die französische Hilfsorganisation OSE beauftragt, sich um die Waisenkinder zu kümmern. Die Schweiz nahm 280 Kinder auf, England 250 und 426 Jungen wurden in Frankreich untergebracht. Hier sollten sie vorbereitet werden auf ein Leben nach der Hölle. Drei Jahre lang, bis 1948, lebten die Jungen zusammen in einem Heim. Sie wurden unterrichtet, psychologisch betreut, von engagierten Mitarbeitern aufopfernd umsorgt. Von manchen Lehrern und Psychologen wurden sie als verlorene Kinder bezeichnet, die so schwer geschädigt seien, dass sie kaum integrierbar wären. Wir hatten keine normalen Emotionen mehr, sagt Robert, einer der Jungen von damals, heute. Wir mussten weinen lernen und wir mussten lachen lernen, wir mussten alles neu lernen. Sie haben es geschafft: Der Halt in der Gruppe und die liebevolle Zuwendung half den Überlebenden schließlich, in ein neues Leben zu finden. Heute lebt die Gruppe weit verstreut in Kanada, Westeuropa, Israel, Australien und sie versteht sich immer noch als Großfamilie. Etliche von ihnen trafen sich 2002 noch einmal in Frankreich. Drei der Kinder, darunter Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel, und zwei frühere Betreuerinnen beschreiben detailliert, wie sie den Weg zurück in die Zivilisation fanden
00:15
Früh fährt Andrzej nach Auschwitz-Birkenau hinaus, gedankenverloren vorbei an ehemaligen Baracken, Schlaglöchern und sommerlichen Wiesen. Er ist Restaurator in der Gedenkstätte Auschwitz. Sieben Tage lang sind die Autoren Timo Großpietsch und Christian von Brockhausen in Auschwitz. Sie arbeiten mit den Restauratoren, zu denen Andrzej gehört, und erleben Auschwitz so aus einzigartiger Perspektive. Über die Hände in den Kopf und dann ins Herz, das ist der Rat von Andrzej. Gerade repariert er einen ehemaligen Deportationswaggon. Hämmern und Bohren an einem Stück aus unbegreiflicher Geschichte. Gegen das Vergessen. Wie halten es die Helfer hier aus? Wie halten es die Autoren aus, permanent mit dem Gefühl der Schuld konfrontiert zu werden? Ein Gefühl, das anhaftet, einen als deutschen Besucher nicht mehr loslässt, auch wenn man Jahrzehnte nach Kriegsende geboren ist
00:45
Keine Details verfügbar
01:10
R: Raymond Ley... „Ich will fortleben, auch nach meinem Tod“, schreibt Anne Frank (Mala Emde). Die Aufzeichnungen ihres kurzen Lebens, veröffentlicht von Vater Otto (Götz Schubert), bewegten Millionen Leser. Kaum weniger erschütternd ist diese TV-Adaption: 1942 versteckt sich die aus Frankfurt nach Amsterdam geflohene jüdische Familie im Hinterhaus der Prinsengracht 263, ein Bücherregal verbirgt den Eingang. Aus Archivbildern, die auf die Wände projiziert werden, Zeitsprüngen sowie Kommentaren von Bekannten entsteht ein vielschichtiges Porträt
02:40
R: Alfred Ninaus... Bäume sind nicht einfach Bäume, sie waren schon vor Jahrhunderten da und werden oft noch Jahrhunderte überleben; sie haben sozusagen Geschichte erlebt. Den Menschen war das immer bewusst, nicht zuletzt werden viele Bäume als Heiligtümer verehrt. Sie sind aber auch Lebensraum für viele Tiere und sie liefern wertvollste Rohstoffe vom Holz über heilsame Lindenblüten bis zum antibakteriell wirkenden Harz. Linden und Eichen, uralte Edelkastanien, hochwüchsige Tannen, Lärchen, Urzirben. Einfach Bäume – sie umgeben uns und wir nehmen sie als selbstverständlich, aber sie sind mehr: Bäume erzählen Geschichten, sie waren da, als wir noch lange nicht am Leben waren und werden da sein, wenn wir alle nicht mehr existieren. Sie öffnen das Tor in eine längst vergangene Zeit, in der man sie wegen ihrer Heilkraft schätzte und sie sogar als heilig verehrte. Bäume sind voller Kraft und Zauber. So wurde beispielsweise entdeckt, dass das Baumharz eine antibakterielle Wirkung hat. Neben dem Harz ist es vorwiegend das wertvolle Holz, das uns Menschen seit jeher in den Bann zieht und unser Überleben bis heute sichert. Bäume sind geniale Überlebenskünstler und statische Meisterwerke. Sie zählen zu den ältesten und größten Lebewesen der Erde. Einige der imposantesten Exemplare Europas stehen übrigens in der Steiermark: eine 2000 Jahre alte Linde in Übelbach, eine 1000-jährige Eiche in Bierbaum. Die Dokumentation zeigt diese gefährdeten Naturdenkmäler und beleuchtet den Lebensraum Baum: In den Jahrhunderte alten Bäumen des Tierparks Herberstein leben seltene Käferarten, wie Eichenbock, Juchtenkäfer und Bockkäfer. Aber auch Eichkätzchen, Fledermäuse, Siebenschläfer und Baummarder nützen Bäume als Wohnung und Jagdrevier, ebenso wie die verschiedensten, zum Teil sehr seltenen Vogelarten
03:35
R: Barbara Fally-Puskás... Was unterscheidet den Haushund vom Wolf, wenn beide unter denselben Bedingungen aufwachsen? Welche Fähigkeiten gingen im Zuge der Domestikation verloren und welche wurden dazugewonnen? In der dreiteiligen Reihe versuchen Regisseurin Barbara Fally-Puskás und ihr Filmteam gemeinsam mit den Mitarbeitern des Wolf Science Center in Ernstbrunn, Antworten auf all diese Fragen zu finden. Im ersten Teil holen sie vier Welpen aus Montana, USA, nach Österreich. Im niederösterreichischen Weinviertel heulen seit gut eineinhalb Jahren Wölfe. Nicht in freier Wildbahn, sondern wohlbehütet in den Gehegen des Wolf Science Center . Vier einjährige Timberwölfe sind im Mai 2009 in die Schlossgärten von Ernstbrunn eingezogen. Nachdem das Quartett für wissenschaftliches Arbeiten zu klein ist, entschließen sich die Wolfsforscher, weitere Jungtiere nach Ernstbrunn zu holen – diesmal jedoch nicht aus dem Tierpark Herberstein, sondern aus den USA, der Heimat der Timberwölfe. Regisseurin Barbara Fally-Puskás will von Anfang an dabei sein. Gemeinsam mit Bea Belenyi und Helene Möslinger, zwei Mitarbeiterinnen des Wolf Science Center, und Kameramann Ferdinand Cibulka reist Fally-Puskás nach Montana, um dort 14 Tage alte Welpen abzuholen. Da keine amerikanische Fluglinie derart junge Wölfe transportieren darf, geht die Reise im Dienste der Wolfsforschung per Auto quer durch die USA von Montana nach New York. 4500 Kilometer mit vier winzigen Wolfswelpen im Gepäck. Rückblickend gesteht Fally-Puskás: Es war erstaunlich, wie sich von der ersten Minute mit den Welpen bis zum Eintreffen in Ernstbrunn nahezu alles ausschließlich um deren Nahrungsaufnahme und das Geschäft danach drehte. Trinken die Kleinen genug? Wollen sie mehr? Vertragen sie die Nahrung? Haben sie Durchfall? Und nicht immer scheint alles zum Besten. Die Kleinen verkraften die Umstellung nur schwer, ein Zwischenstopp mit Tierarztbesuch im Wolfspark von Indiana ist notwendig. Für die letzte Etappe von New York nach Wien dürfen die Kleinen an Bord einer österreichischen Fluglinie. Und ob Passagiere oder Flugpersonal – alle schließen die süßen Welpen sofort in ihr Herz. Schließlich kommen die vier kleinen Welpen – Tatonga, Nanuk, Yukon und Geronimo – und ihre Begleiter gesund und wohlbehalten in Wien an. Doch wozu der ganze Aufwand? Kurt Kotrschal, Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstation in Grünau und Professor an der Universität Wien, sowie die Kognitionsbiologen Friederike Range und Zsofia Viranyi haben sich vor einigen Jahren in Wien zusammengefunden. Kotrschal: Da waren dann drei beisammen, die verrückt genug sind, so ein Projekt aus dem Nichts zu starten! Die drei Leiter des WSC beschlossen in Kooperation mit der Universität Wien und der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau, die geistigen Fähigkeiten des Wolfes zu erforschen und festzustellen, was den Hund nun tatsächlich von seinem Urahnen unterscheidet. Wölfe sind wie der Mensch von Kooperationen abhängig. Wie viel sie zur Kooperation bewusst beitragen oder im Laufe ihres Lebens erlernen können, ist eine spannende Frage, die es von den Forschern zu klären gilt. Deshalb ziehen Kurt Kotrschal, Friederike Range und Zsofia Viranyi nun erstmals in der Canidenforschung ein Rudel Wölfe mit der Hand auf. Bisher hat man nur Erfahrungen mit Einzelaufzuchten gemacht. Die Wölfe im WSC dürfen Wolf im Rudel bleiben und bauen dennoch eine innige Beziehung zu ihren menschlichen Partnern auf
04:15
R: Barbara Fally-Puskás... Im zweiten Teil der Wolfsserie entwickeln sich die vier amerikanischen Welpen und ihre zwei neuen Artgenossen aus der Schweiz zu frechen Halbstarken. Noch stehen innige Schmusestunden mit ihren zweibeinigen Betreuern und ausgiebige Balgereien untereinander im Vordergrund. Aber von Anfang an wird auch trainiert und getestet. Immer spielerisch, immer mit viel Lob und vor allem mit Leckerlis. Ohne Leckerli geht bei Wölfen gar nichts. Ein Hund arbeitet auch ohne Belohnungshappen, ein Wolf muss zumindest wissen, dass ich etwas dabei habe, sagt Bea Belenyi und sie spricht aus Erfahrung. Die Einzigen, die die kleinen Racker in die Schranken weisen, sind die privaten Haushunde von Zsofia Viranyi, Friederike Range, Kurt Kotrschal und Bea Belenyi. Diese Hunde sind bei der Aufzucht der Welpen ständige Begleiter. Sie werden von den Welpen geliebt und als ranghöher akzeptiert. Die Hunde disziplinieren die kleinen Wölfe, wenn ihr Spiel zu grob wird, wenn sie zu fest zubeißen oder sich nicht entsprechend unterwerfen. Während sich die Kleinen gut entwickeln, muss das Team des WSC bei den älteren Wölfen einen Rückschlag hinnehmen. Taya, die von Geburt an kranke Wölfin, verstirbt eines Nachts plötzlich. Kurz darauf sorgt auch Tatonga für Aufregung. Sie hat sich im Gehege schwer verletzt und muss eine Woche in der Tierklinik verbringen. Zurück kommt eine kleine Wölfin mit einer großen Narbe auf der Stirn, die nun nicht mehr aus der Flasche trinken mag, aber Fremden gegenüber viel zutraulicher ist als ihre Altersgenossen. Während sich alle anderen jedes Mal aufs Neue an das Kamerateam gewöhnen müssen, kommt Tatonga zur Begrüßung angelaufen. Kaum sind die kleinen Wölfe dem Ärgsten entwachsen, ziehen die nächsten Säuglinge in Ernstbrunn ein. Diesmal sind es vier Hundewelpen, die genauso aufgezogen werden wie die Wölfe. Wieder warten auf die drei Leiter des WSC, Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal, sowie auf die Trainerin Bea Belenyi lange schlaflose Nächte auf einer Matratze, die sie mit den kleinen Quälgeistern verbringen. Auch die Hunde wollen alle zwei Stunden ein Fläschchen haben. Die Hundewelpen dienen den Wissenschaftlern als Vergleichsgruppe. Nur dadurch, dass sie so aufwachsen wie die Wölfe, lassen sich faire Vergleiche anstellen. Was unterscheidet den Wolf vom Haushund? Welche Fähigkeiten gingen auf dem Weg der Domestikation verloren, welche wurden dazugewonnen? Das sind die großen Fragen, die das WSC-Team beschäftigen. Wie reagieren die Wölfe auf neue Dinge? Wie die Hunde? Lassen sich Hunde ein Stück Fleisch einfach wegnehmen? Die Wölfe wohl eher kaum. Ab welchem Alter verstehen Hunde menschliche Zeigegesten? Wann die Wölfe? Warum folgen Wölfe der Blickrichtung des Menschen, während Hunde unverwandt weiter das Gesicht anstarren? Im Alter von sechs Monaten bekommen die jungen Wölfe erstmals Besuch von ihren ein Jahr älteren Artgenossen. Alt und Jung sind offensichtlich begeistert. Aragorn tollt mit den Kleinen herum und würgt sogar halbverdaute Nahrung als Futter für sie hervor. Wie aber werden Aragorn, Kaspar und Shima reagieren, wenn sie ihr Revier dauerhaft mit den sechs Halbstarken teilen müssen
05:00
R: Barbara Fally-Puskás... Im letzten Teil der Wolfsserie wird das Rudel zusammengeführt. Die vier Welpen aus Amerika und die zwei Welpen aus der Schweiz kommen zu den drei eineinhalbjährigen Wölfen. Der Zaun zwischen den beiden Gehegen wird geöffnet. Die Menschen sind deutlich aufgeregter als die Tiere. Niemand weiß, was passiert. Bisher waren die älteren drei nur bei den Kleinen zu Besuch. Nun aber müssen sie auch ihr angestammtes Revier teilen. Das Tor wird geöffnet. Sofort laufen die Kleinen zu den Großen. Die Begrüßung ist kurz, aber herzlich. Dann erforschen die Halbwüchsigen den neuen Teil des Geheges. Die Alten kümmert das wenig. Nur den Unterstand dürfen die Neulinge nicht betreten. Im Gehege stehen eine Menge Obstbäume und die Früchte sind reif. Man sollte meinen, das kümmere Wölfe herzlich wenig. Weit gefehlt: Für eine reife Birne lernen Wölfe sogar klettern. Bis zu 70 Prozent ihres Nahrungsbedarfs decken die Tiere im Herbst mit frischem Obst ab. Während anfangs alles sehr harmonisch ablief, zeigen sich nun die ersten Unstimmigkeiten im Rudel. Shima wird das erste Mal läufig. Die Kleinen gewinnen an Selbstbewusstsein und beginnen, zuerst Shima zu mobben – ein paar Wochen später ist Aragorn an der Reihe. Immer wieder müssen Zsofia Viranyi, Friederike Range und Kurt Kotrschal einschreiten und einige der Wölfe separieren. Es werden verschiedene Konstellationen ausprobiert. Ob die neun Wölfe je wieder als Rudel zusammenfinden, ist offen. Erstaunlich ist die Entwicklung der Altwölfe. Zsofia Viranyi: Die werden zunehmend entspannter. Vor einem Jahr noch waren sie Fremden gegenüber sehr vorsichtig und distanziert. Mittlerweile kann auch das Kamerateam das Gehege betreten und sofort filmen. Früher war jedes Mal eine lange Eingewöhnungsphase notwendig. Im Schlosspark von Ernstbrunn befindet sich ein idyllischer Tierpark, der Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zeigt. Da auch der Wolf hier einst heimisch war, bot sich Hausherr Prinz Heinrich XIV. von Reuss als Gastgeber für das Wolf Science Center an. Bis jetzt waren Wölfe und Wissenschaftler vor der Haustür in den ehemaligen hängenden Gärten einquartiert. Doch Umbauten stehen an – die Tiere sollen weitläufige Gehege im Wildpark und ihre Betreuer ein gut ausgestattetes Forschungszentrum bekommen. Der Testraum soll mit verspiegelten Scheiben ausgestattet werden, dann können auch Besucher beim täglichen Training und vor allem bei den Tests zuschauen. Bis es soweit ist, sind die Wolfsforscher vor allem damit beschäftigt, erste Testergebnisse auszuwerten und passende Rudelzusammenstellungen zu finden. Kotrschal: Wir haben ein paar Rüden, die gerne mobben, und wir haben Weibchen, die sich nicht vertragen. Dass Shima und Yukon nicht miteinander können, steht fest, dass Kaspar auf jeden Fall ein Rudel führt, ebenfalls. Also bleiben die drei Altwölfe Kaspar, Aragorn und Shima beisammen. Doch wer von den Jungen passt dazu? Und wer wird beim zweiten Rudel das Kommando übernehmen? Der Umzug in die neuen Gehege findet in Etappen statt. Zuerst die Hunde, die ebenfalls Sommer wie Winter als Rudel in einem Gehege leben werden, dann das Kaspar-Rudel und dann das – wie könnte es auch anders sein – Nanuk-Rudel. Nanuk war seinen Artgenossen gegenüber von Anfang an äußerst durchsetzungsstark. Menschen gegenüber allerdings immer sehr freundlich, ja geradezu zuvorkommend. Die neuen Territorien werden von den Wölfen im Sturm erobert. Freudig laufen sie das gesamte Areal ab und erkunden die Höhlen, Hügel und Teiche. Doch nach etwa einer halben Stunde kommen sie zu Zsofi, Friederike und Kurt und holen sich ein paar Streicheleinheiten ab. Wer hätte das gedacht? Das WSC-Team kann es nun kaum erwarten, mit den vielen Vorhaben, die erst in der neuen Anlage möglich sind, zu beginnen
05:55
Keine Details verfügbar
06:20
Keine Details verfügbar
07:00
Keine Details verfügbar
07:30
Keine Details verfügbar
09:00
Keine Details verfügbar
09:05
Keine Details verfügbar
09:45
Keine Details verfügbar
10:15
Keine Details verfügbar
11:15
R: Carolin Otto... Die jüdische deutsch-amerikanische Hanna Ahrendt war eine bedeutende politische Theoretikerin und Publizistin. Die Serie zeigt ihr Leben im Spiegel ihrer Werke und ihrer Freundschaften. Die einzelnen Folgen setzen sich aus inszenierten Sequenzen und dokumentarischen Teilen zusammen. Das Interview, das Günter Gaus 1964 mit Hannah Arendt geführt hat, ist Selbstzeugnis und Dokument zugleich und wird in jede Folge thematisch eingebunden. Der rege Briefwechsel Hannah Arendts mit Freunden und Kollegen wird mit Schauspielern als Gespräche in einem Dogville-artigen Raum inszeniert, der sich je nach Inhalt verändern lässt
11:30
R: Johannes Honsell, Matthias Gugler... Das schwule Paar Jens und Andreas war unter den ersten Deutschen, die per Leihmutterschaft ein Kind bekamen und es aus den USA nach Deutschland brachten. Jetzt wollen sie ein zweites Kind. Weil Leihmutterschaft und Eizellspende in Deutschland verboten sind, fliegen Jens und Andreas im Sommer 2013 wieder in die USA. Der Film begleitet die Familie seit Gretas erstem Geburtstag und auf ihrem Weg zum zweiten Kind, von der Zeugung bis in den Kreissaal. Streng genommen hat die siebenjährige Greta zwei Väter und zwei Mütter: die beiden Deutschen Jens und Andreas, eine Leihmutter und eine Eizellspenderin aus den USA. Die Eizellen werden noch einmal von Rose gespendet, Gretas biologischer Mutter, denn Greta soll ein echtes Halbgeschwister bekommen. Leiblicher Vater soll dieses Mal Andreas sein, weil Jens schon Gretas Vater ist. Es ist eine Belastung, auch finanziell, sagt Jens. Rund 100 000 Euro kostet das Verfahren, inklusive Gebühren für die Reproduktionsklinik, die Agentur, die Eispenderin, die Leihmutter und vieles mehr. Aber Greta soll ein Geschwisterlein haben. Das hat sie verdient, meint Jens. Die Autoren begleiten Jens und Andreas seit Gretas erstem Geburtstag und auf ihrem Weg zum zweiten Kind, von der Zeugung in einem Reagenzglas bis in den Kreissaal. Dabei lernen die Zuschauer auch die Leihmutter und die Eizellspenderin kennen. Sie gewähren Einblick in die Welt von Frauen, die für Geld anderen Menschen ihren Kinderwunsch erfüllen: Wie wird Leihmutter Susan damit fertig, ein Kind nach neun Monaten Schwangerschaft abzugeben? Und wie geht Eizellspenderin Rose damit um, dass sie die biologische Mutter von Kindern ist, die sie kaum kennt? Die Familien von Jens und Andreas haben Greta gut aufgenommen – auch wenn vor allem Jens Mutter zunächst gewisse Mühe hatte, den ganzen Vorgang zu begreifen. Andere in der Familie – wie Jens Schwester Kerstin und Andreas Schwägerin – sind kritischer: Was ist, wenn Greta und ihr Geschwisterchen später eine Mutterfigur vermissen? Was passiert, wenn ihr Umfeld sie wegen ihrer Entstehungsgeschichte anfeindet? Wir hoffen einfach, dass unsere Kinder durch alles, was wir für sie tun, ein breites Kreuz im Leben haben, um gut durch solche Situationen zu kommen, sagt Andreas. Das wäre unser größtes Glück
12:00
R: Uri Schneider... Die Geschichte von Bernd Wollschlaeger klingt unglaublich: Sein Vater war überzeugter Nazi und als Panzerkommandant überall dabei. Bernd wendet sich gegen ihn und wird Jude. Der Kampf gegen Rassenhass und für eine Verständigung zwischen den Völkern und Religionen ist Bernd Wollschlaegers großes Thema geworden. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Geschichte hält er dazu überall auf der Welt leidenschaftliche Vorträge. 1958 im beschaulichen Bamberg geboren, ist für den kleinen Bernd die Welt zunächst noch in Ordnung. Allenfalls die Besuche der Kriegskameraden seines Vaters, bei denen die gute alte Zeit beschworen wird, kommen ihm merkwürdig vor. Als er in der Schule dann zum ersten Mal vom Holocaust hört, beginnt er endgültig Fragen zu stellen. Was er dabei erfährt, erschüttert ihn bis ins Mark: Bernds Vater war ein überzeugter Nazi, der als Panzerkommandant überall an vorderster Front seine Angriffe fuhr: beim Einmarsch in Polen, bei der Besetzung Frankreichs wie bei der Invasion Russlands. Das Ritterkreuz, das sein Führer ihm dafür angeheftet hat, hütet er wie ein Heiligtum. Bernd Wollschlaeger knüpft Kontakte zur kleinen jüdischen Gemeinde in Bamberg. Sie wird seine zweite Familie, bis ihm sein Vater ein Ultimatum stellt: Sie oder wir. Zur Entscheidung gedrängt, trennt sich Wollschlaeger von seiner Familie. Er tritt zum Judentum über, emigriert nach Israel, wird Arzt und wandert schließlich in die USA weiter. Seine Familiengeschichte macht er selbst gegenüber seiner Frau und seinen Kindern zunächst zum Tabu, hält sie für seine Privatsache. Fast 70 Jahre nach dem Holocaust und in einer Zeit, in der überall in Europa ein neuer Antisemitismus ausbricht, hat Filmautor Uri Schneider jetzt Bernd Wollschlaeger in seine Heimatstadt Bamberg zurückgebracht. Entstanden ist dabei ein Film über eine Reise voller überraschender Begegnungen: Wollschlaegers Schwester Helga wollte die Wahrheit über ihren Vater nie wissen: die Beschäftigung mit der Vergangenheit hilft ihr, eine neue Beziehung zu ihrem Bruder aufzubauen. In einer Bamberger Schule spricht Wollschlaeger vor Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft: Sie können überhaupt nicht verstehen, was Fremdenhass bedeutet. Und ein Militärexperte enthüllt schließlich ein bis dahin gehütetes Geheimnis: Kriegskameraden von Bernd Wollschlaegers Vater haben für Juden heilige Tora-Rollen zerschnitten, um mit ihnen ausgerechnet die Vergaser ihrer Panzermotoren abzudichten
12:30
R: Katharina Deuber... Den ganzen Tag gut essen und trinken, zur Verdauung ein paar Kilometer bis zum nächsten Produzenten oder Restaurant fahren und wieder von vorne anfangen: Das klingt nach einem Traumjob. Für den 58-jährigen Richard Kägi ist es Alltag. Doch er zahlt auch einen Preis für dieses unstete Leben. Vielleicht ist schon das eine oder andere in die Brüche gegangen, weil ich so oft unterwegs bin, meint er zu Reporterin Katharina Deuber. Normalerweise ist Kägi allein auf Tour. Sobald es aber ums Essen geht, kommt er mit den Menschen ins Gespräch – auf dem Markt in Lissabon auch mit denen, die kaum Englisch können. Das Thema Essen verbindet, und man hat sofort einen herzlichen Kontakt zu den Leuten. Ein paar Mal im Jahr verwandelt Richard Kägi sein privates Wohnzimmer in ein Restaurant und serviert seine Entdeckungen an zahlende Gäste. Es ist einfach geil, gute Produkte zu kochen, und alle haben Freude dran. Daran habe ich Freude!
13:00
Keine Details verfügbar
13:15
Bob Ballard ist der führende Unterwasserforscher seiner Generation. Er spürte das Wrack der Titanic auf, er fand die versunkene Bismarck und das legendäre Torpedoboot PT-109. Der Professor für Ozeanographie und Gründungsdirektor des Instituts für Archäologische Ozeanographie an der Universität von Rhode Island ist davon überzeugt, dass die Menschheit am Anfang einer Reihe gigantischer Entdeckungen steht. 71 Prozent der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt. Doch erst fünf Prozent der Unterwasserwelt gelten heute als erforscht, wobei Ballard selbst an den bisherigen Untersuchungen einen großen Anteil hat. Die fünfteilige Reihe begleitet den Wissenschaftler auf seinen Expeditionen zum Boden der Ozeane. Die erste Folge führt Bob Ballard in einem U-Boot an den Fuß des erloschenen Vulkans Mauna Kea im Nordosten der Insel Hawaii, 6.000 Meter unter den Meeresspiegel
14:00
Dr. Robert Ballard ist der Indiana Jones der Tiefsee. Zahllose Wracks hat der Ozeanograph und Unterwasserarchäologe bereits entdeckt, darunter die Titanic und die Bismarck. In der zweiten Folge der Reihe tauchen Bob Ballard und sein Team in die Tiefen des Mittelmeeres hinab, aber auch vor der Küste Hawaiis suchen sie nach Zeugen der dortigen maritimen Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht das Interesse an vergangenen Kulturen. Durch seine Arbeit entreißt Bob Ballard der Vergangenheit ständig neue Geheimnisse. Die so gewonnenen Erkenntnisse geben Antworten auf zahlreiche Fragen der Geschichte. Wer waren diese zum Teil sogar antiken Seefahrer? Welche Rolle spielten sie beim Aufbau ihrer jeweiligen Kulturen
14:45
I: Dr. Robert 'Bob' Ballard... Wie genau das Leben auf der Erde entstand, ist eine der großen unbeantworteten Fragen der Wissenschaft. Der Schlüssel zu ihrer Beantwortung könnte in den Tiefen der Meere verborgen sein. Der weltbekannte Ozeanograph und Entdecker Bob Ballard glaubt, dass das Leben dort entstanden sein könnte, wo Feuer und Wasser aufeinanderprallen: an unterseeischen Vulkanen. Dorthin führt die dritte Folge. Lange galten sie als völlig lebensfeindlich, tatsächlich aber könnte gerade die Kombination aus konstanter Hitze und einem unerschöpflichen Vorrat aus dem Erdinneren strömender Mineralien für die Entstehung organischer Strukturen verantwortlich sein
15:30
I: Dr. Robert „Bob“ Ballard... Bob Ballard erforscht die Tücken der Ozeane und versucht herauszufinden, wie sich die Verhältnisse in den schier endlosen Wasserwüsten verändern. Werden die Wellen tatsächlich immer höher? Verändern sich die Strömungsverhältnisse? Könnte es sein, dass bislang unbekannte Lebewesen die Bewegungen der See stärker beeinflussen als der Wind? In der vierten Folge fragt Bob Ballard, warum das Meer heutzutage gefährlicher zu sein scheint als jemals zuvor. Orkane, Seebeben oder Tsunamis lassen sich einfach nicht beherrschen. Gigantische Containerschiffe tänzeln wie Nussschalen auf haushohen Wogen, und ganze Landstriche an den Küsten werden immer wieder vom Meer überflutet – ohne dass der Mensch auch nur den Hauch einer Chance hätte, etwas dagegen zu tun
16:15
I: Dr. Robert „Bob“ Ballard... Im Laufe der vergangenen 100 Jahre hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht. Die für Menschen nutzbare Fläche der Erde scheint ausgereizt. In der letzten Folge versucht Bob Ballard herauszufinden, ob es sich lohnt, für das Überleben der Menschheit in die Tiefe des Meeres zu gehen. Der bekannte Ozeanograph Bob Ballard plädiert dafür, die Meere zu besiedeln. Hier scheint für die Zukunft vieles denkbar, zumal heute erst fünf Prozent der Unterwasserwelt als erforscht gelten dürfen
17:00
R: Alvaro Mendoza... Einige passen sich ihrer Umgebung perfekt an, andere schrecken mit Warnfarben und listigen Täuschungen potenzielle Fressfeinde ab. Im Anschluss geht es um die Kommunikation. Hirsche zum Beispiel röhren in der Brunftzeit, Klapperschlangen warnen mit ihrer Rassel
17:45
R: Alvaro Mendoza... Tiere mögen zwar keine Sprache haben, die unserer menschlichen ähnlich ist, trotzdem kommunizieren sie. Nicht nur untereinander, sondern auch mit anderen Lebewesen. Oft einfach, aber effektiv. Wenn man einen Hirsch röhren hört, weiß man, es ist Brunftzeit. Wenn eine Klapperschlange mit ihrer Rassel warnt, weiß man, es ist Gefahr in Verzug. Wenn ein Hund gegen den Zaunpfahl pinkelt, markiert er sein Revier. Tiere teilen sich auch mit, wo es etwas zu Essen gibt, dass sie paarungsbereit sind oder dass Gefahr droht
18:30
Keine Details verfügbar
19:00
Keine Details verfügbar
19:20
Keine Details verfügbar
20:00
Keine Details verfügbar
20:15
R: Nora Zoglauer, Klaus Dutzler... Ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung in Österreichs Nobelskiorten ist begehrt. Gekauft werden die Luxus-Immobilien von Millionären aus aller Welt, besonders auch von deutschen Bürgern. Den Alteingesessenen bleibt da oft nur ein Platz im sozialen Wohnbau am Rande von feuchten Wiesen. Der Unmut steigt, und die Politik steht dem grassierenden Luxusimmobilienboom weitgehend ratlos gegenüber. Eine Spurensuche in Kitzbühel und Lech am Arlberg
21:00
R: Urs Sloksnath... Über eine Million Gäste waren es im letzten Jahr, bis zu 5000 Leute täglich. Das Jungfraujoch boomt trotz Tourismus-Krise wie nie zuvor und beschert den Jungfraubahnen Millionengewinne. Im Spannungsfeld zwischen Wachstum und Bewahrung, zwischen Umsatz und Idylle macht sich der Dokumentarfilmer Urs Sloksnath auf den Weg zum Top of Europe. Er trifft Menschen, die den Erfolg möglich machen, und andere, die dabei auf der Strecke bleiben. Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, Vollblutmanager und Visionär, kämpft ohne Rast und Ruh für das Jungfraujoch und die ganze Jungfrauregion. Für ihn ist Mittelmaß nicht gut genug. Er will besser sein als alle anderen. Dabei setzt er voll auf den asiatischen Markt. Doch er schafft sich damit nicht nur Freunde. Andreas Wyss ist Leiter Technischer Unterhalt auf dem Jungfraujoch, Hausmeister und dienstältester Mitarbeiter. Zwischen Touristenströmen und Naturgewalten hält er die hochalpine Wunderwelt in Schuss und spannt aus dem Hintergrund die Fäden. Ein großes Problem beschäftigt ihn zur Zeit: Im Sommer bringt die Atemluft der Tausenden von Touristinnen und Touristen den Eispalast langsam zum Schmelzen. Otto Kaufmann ist seit 40 Jahren Zugbegleiter bei den Jungfraubahnen und im Sommer Käser auf der Alp. Er hat grundsätzlich Mühe mit der touristischen Entwicklung. Als auch noch klar wurde, dass die neue Eiger-Express-Seilbahn direkt über sein Wohnhaus führen soll, wurde sein oberster Chef, Urs Kessler, zu seinem größten Feind. Auch das als Rettung des Berner Oberlandes gepriesene Ausbauprojekt V-Bahn mit dem umstrittenen Eiger-Express hat viele politische Hürden überstanden und hofft nun auf die baldige Baubewilligung des Bundes
22:00
Keine Details verfügbar
22:25
I: Senta Berger (Dr. Eva Maria Prohacek), Gerd Anthoff (Dr. Claus Reiter), Rudolf Krause (André Langner), Leonardo Nigro (Giancarlo Mancini), Emilio de Marchi (Marcello Caponatti), Giorgio Lupano (Francesco Basani), Tony Mpoudja (Ernesto Vetta), Harald Schrott (Johannes Stiegler), Dayan Kodua (Kafhee), Emilio De Marchi (Marcello Caponatti), Jürgen Schornagel (Heinrich Brenner), Sarah Masuch (Hajaya Afsatu), Carelle Adjehi (Amina), Steffan Boje (Carabiniere); R: Aelrun Goette... Der deutsche Polizist Thorsten Brenner, der bei den EU-Grenzschutztruppen an der italienischen Küste arbeitete, ist tot. Prohacek (Berger) und Langner (Rudolf Krause) ermitteln vor Ort…Brandaktueller, grimmiger Politkrimi, mit leidenschaftlicher Verve erzählt
23:55
R: Sebastian Georgi, Markus Henssler... Krankenschwester Sonja Hamm vom Olgahospital in Stuttgart kümmert sich als Case-Managerin auch zu Hause um kleine Patienten wie das lungenkranke Baby Irfan
00:25
Keine Details verfügbar
00:55
Keine Details verfügbar
01:20
Bob Ballard ist der führende Unterwasserforscher seiner Generation. Er spürte das Wrack der Titanic auf, er fand die versunkene Bismarck und das legendäre Torpedoboot PT-109. Der Professor für Ozeanographie und Gründungsdirektor des Instituts für Archäologische Ozeanographie an der Universität von Rhode Island ist davon überzeugt, dass die Menschheit am Anfang einer Reihe gigantischer Entdeckungen steht. 71 Prozent der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt. Doch erst fünf Prozent der Unterwasserwelt gelten heute als erforscht, wobei Ballard selbst an den bisherigen Untersuchungen einen großen Anteil hat. Die fünfteilige Reihe begleitet den Wissenschaftler auf seinen Expeditionen zum Boden der Ozeane. Die erste Folge führt Bob Ballard in einem U-Boot an den Fuß des erloschenen Vulkans Mauna Kea im Nordosten der Insel Hawaii, 6.000 Meter unter den Meeresspiegel
02:05
Dr. Robert Ballard ist der Indiana Jones der Tiefsee. Zahllose Wracks hat der Ozeanograph und Unterwasserarchäologe bereits entdeckt, darunter die Titanic und die Bismarck. In der zweiten Folge der Reihe tauchen Bob Ballard und sein Team in die Tiefen des Mittelmeeres hinab, aber auch vor der Küste Hawaiis suchen sie nach Zeugen der dortigen maritimen Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht das Interesse an vergangenen Kulturen. Durch seine Arbeit entreißt Bob Ballard der Vergangenheit ständig neue Geheimnisse. Die so gewonnenen Erkenntnisse geben Antworten auf zahlreiche Fragen der Geschichte. Wer waren diese zum Teil sogar antiken Seefahrer? Welche Rolle spielten sie beim Aufbau ihrer jeweiligen Kulturen
02:50
I: Dr. Robert 'Bob' Ballard... Wie genau das Leben auf der Erde entstand, ist eine der großen unbeantworteten Fragen der Wissenschaft. Der Schlüssel zu ihrer Beantwortung könnte in den Tiefen der Meere verborgen sein. Der weltbekannte Ozeanograph und Entdecker Bob Ballard glaubt, dass das Leben dort entstanden sein könnte, wo Feuer und Wasser aufeinanderprallen: an unterseeischen Vulkanen. Dorthin führt die dritte Folge. Lange galten sie als völlig lebensfeindlich, tatsächlich aber könnte gerade die Kombination aus konstanter Hitze und einem unerschöpflichen Vorrat aus dem Erdinneren strömender Mineralien für die Entstehung organischer Strukturen verantwortlich sein
03:35
I: Dr. Robert „Bob“ Ballard... Bob Ballard erforscht die Tücken der Ozeane und versucht herauszufinden, wie sich die Verhältnisse in den schier endlosen Wasserwüsten verändern. Werden die Wellen tatsächlich immer höher? Verändern sich die Strömungsverhältnisse? Könnte es sein, dass bislang unbekannte Lebewesen die Bewegungen der See stärker beeinflussen als der Wind? In der vierten Folge fragt Bob Ballard, warum das Meer heutzutage gefährlicher zu sein scheint als jemals zuvor. Orkane, Seebeben oder Tsunamis lassen sich einfach nicht beherrschen. Gigantische Containerschiffe tänzeln wie Nussschalen auf haushohen Wogen, und ganze Landstriche an den Küsten werden immer wieder vom Meer überflutet – ohne dass der Mensch auch nur den Hauch einer Chance hätte, etwas dagegen zu tun
04:20
I: Dr. Robert „Bob“ Ballard... Im Laufe der vergangenen 100 Jahre hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht. Die für Menschen nutzbare Fläche der Erde scheint ausgereizt. In der letzten Folge versucht Bob Ballard herauszufinden, ob es sich lohnt, für das Überleben der Menschheit in die Tiefe des Meeres zu gehen. Der bekannte Ozeanograph Bob Ballard plädiert dafür, die Meere zu besiedeln. Hier scheint für die Zukunft vieles denkbar, zumal heute erst fünf Prozent der Unterwasserwelt als erforscht gelten dürfen
05:05
R: Alvaro Mendoza... Einige passen sich ihrer Umgebung perfekt an, andere schrecken mit Warnfarben und listigen Täuschungen potenzielle Fressfeinde ab. Im Anschluss geht es um die Kommunikation. Hirsche zum Beispiel röhren in der Brunftzeit, Klapperschlangen warnen mit ihrer Rassel
05:50
Keine Details verfügbar
06:20
Keine Details verfügbar
07:00
Keine Details verfügbar
07:30
Keine Details verfügbar
09:00
Keine Details verfügbar
09:05
Keine Details verfügbar
09:45
Keine Details verfügbar
10:15
Keine Details verfügbar
11:45
Keine Details verfügbar
12:30
Keine Details verfügbar
13:00
Keine Details verfügbar
13:15
R: André Vallana... Es ist ein Schweizer Phänomen: das Schwingen. Ging es früher beim Hosenlupf einzig um Ruhm und Ehre, kommen heute auch Sponsorengelder, Marketing und Autogrammstunden dazu. In Schwingerhosen Mann gegen Mann – und seit 1980 auch Frau gegen Frau. Wer auf dem Rücken liegt, hat verloren. Wer gewinnt, streicht dem Gegner das Sägemehl vom Rücken. Aber wer sind sie, diese Schwinger und Schwingerinnen? Ein Film über ein aufregendes Stück Schweiz. Matthias Sempach reitet auf einer Erfolgswelle. Doch im Mai 2015 ist von einer Sekunde auf die andere alles anders. Der Schwingerkönig von 2013 liegt verletzt im Sägemehl. Vorbei ist es mit dem Traum vom Siegermuni, es fließen sogar Tränen. Schon als Bub wollte Sempach mit dem Kopf durch die Wand, Muni – Stier – sei sein erstes Wort gewesen. Darum ist Aufgeben nicht seine Art, und am diesjährigen Eidgenössischen Ende August will er den Königstitel verteidigen. Das heißt hartes Training. Wird König Mättu in den von Paul Eggimann handgenähten Schwingerhosen den Weg zurück ins Sägemehl schaffen? Schwingen ist hip. Rund 5000 Aktiv – und Jungschwinger trainieren jede Woche, um sich sommers landauf, landab sonntags auf den Rücken zu legen. Schwingen die Männer seit Jahrhunderten, müssen die Frauen sich bis heute dafür rechtfertigen, wenn sie in die Schwingerhosen steigen. Der Tochter der Schwingerlegende Karl Meli, Irene Bodenmann-Meli, war das Schwingen vom Vater verboten. Sie wagte es trotzdem. Helden wollen sie sein, die Frauen und Männer von Stadt und Land. Aber allen gemeinsam ist, dass sie von bodenständigem Naturell auf dem Schwingplatz Freundschaft, Tradition und Respekt suchen. Dass der Duft des Sägemehls süchtig machen kann, davon erzählt der bis vor Kurzem erfolgreichste Kranzschwinger Hanspeter Pellet. Der Film von Andrea Pfalzgraf gibt Einblicke in die Welt der gekrönten Schwinger und solcher, die es werden wollen. Ein Film über ein Phänomen, bei dem die Traditionen der Schweiz mindestens so viel zählen wie der Gewinn beim Schlussgang
14:05
Die Entdeckung der Gewürzroute vor über 500 Jahren war ein Meilenstein in der Geschichte des Welthandels. Nina Mavis Brunner reist auf den Spuren der portugiesischen Seefahrer. Im Gepäck hat sie alte und neue Geschichten der legendären Handelsroute. Erste Station ihrer Reise ist Südafrika. Die Reporterin trifft Menschen, die trotz schwieriger Lebensumstände hoffnungsvoll sind. So wie es einst die portugiesischen Seefahrer waren, die auf der Suche nach einem Seeweg nach Indien die Südspitze Afrikas umsegelten. Nina Mavis Brunner erkundet das malerische Städtchen Mossel Bay und trifft den Galeristen Hein Marais, der eine berührende Geschichte von Freundschaft erzählt und davon, wie Musik die Grenzen zwischen Schwarz und Weiß niederreißt. Seit dem Ende der Apartheid hat Südafrika bemerkenswerte wirtschaftliche Fortschritte gemacht. Soziale Ungerechtigkeiten führen aber noch immer zu Spannungen, die das Wachstum des Landes in den letzten Jahren massiv gehemmt haben. Die Einbindung der schwarzen Bevölkerung in die südafrikanische Wirtschaft hat gerade erst begonnen und in vielen Lebensbereichen haben Schwarze noch längst nicht dieselben Chancen. Zum Beispiel in der Weinindustrie. Mit Charisma und Hartnäckigkeit versucht die schwarze Südafrikanerin Nondumiso Pikashe im prestigeträchtigen Weingeschäft Fuß zu fassen. Wie sich zeigt, nicht ohne berechtigte Hoffnungen. Jason Drew hatte eine bahnbrechende Idee. Er führt Nina Mavis Brunner durch seine Madenfabrik und erklärt, wie er mit Hilfe von Fliegen die Ausbeutung der Natur aufhalten und die Welternährung verändern will. An der bezaubernden Wildcoast im Osten des Landes trügt der Schein: In einem blutigen Konflikt um eine Sanddüne, die titanhaltige Mineralien enthält, kämpft David gegen Goliath. Eine australische Minengesellschaft will von der kostbaren Ressource profitieren, doch die Bewohner sind standhaft. Sie wollen die intakte Umwelt nutzen, um sanften Tourismus zu betreiben
15:00
Die zweite Folge ihrer Reise entlang der Gewürzroute führt Reporterin Nina Mavis Brunner nach Mosambik. In der Hauptstadt Maputo wird sie von Jose Kandido Cuambe in einem Park auf Deutsch begrüßt. Cuambe ist einer von 15 000 Mosambikanern, die in den 1980er-Jahren im sozialistischen Bruderstaat, der DDR lebten und arbeiteten. Als die Mauer fiel, mussten sie nach Hause zurück. Auf einen Teil ihres Lohns warten sie bis heute. Den hatte die DDR nach Mosambik überwiesen. Dort wurde er zur Schuldentilgung verwendet. Seit 25 Jahren treffen sich Cuambe und seine Schicksalsgenossen und protestieren gegen die ihnen widerfahrene Ungerechtigkeit. Mosambik zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Als die Schiffe der Entdecker und späteren Kolonialherren das erste Mal dort anlegten, nannten sie es das Land der freundlichen Menschen. Noch heute sind weite Teile der 2500 Kilometer langen Küste fast unberührt. Ein großes touristisches Potenzial, doch das Land ist geprägt von Korruption und wirtschaftlicher Stagnation. Manuel de Araujo hat sich den Kampf gegen die Ausbeutung auf die Fahnen geschrieben. Der Bürgermeister der Küstenstadt Quelimane setzt sich ein gegen Armut, Misswirtschaft und Umweltzerstörung. Seine Anhänger nennen ihn den Obama von Mosambik. Zu schaffen machen ihm zurzeit chinesische Investoren, welche die Rohstoffe seines Landes in großem Stil abtransportieren. Der chinesische Markt ist auch mitverantwortlich für die Dezimierung der Meeresfauna. Vor allem Hai – und Schildkrötenbestände sind gefährdet. Einheimische Fischer bringen Haifischflossen und Schildkrötenfleisch auf den Markt, um ihre Familien zu ernähren. Die Umweltschützer Narciso Naposa und Jannemann Conradie patrouillieren deshalb an der Küste und versuchen, mit den Wilderern ins Gespräch zu kommen. Ein wichtiges Nahrungsmittel und eines der wenigen Exportgüter Mosambiks sind Cashewnüsse. Die Familie von Landwirt Alberto Mondlaned lebt seit Generationen von der Nuss. Doch wegen der anhaltenden Dürre wachsen die Pflanzen schlecht. Wenn er wenigstens einen Traktor hätte, meint Alberto. Das würde ihm die Arbeit schon um einiges erleichtern. Für gut qualifizierte Ausländer bietet Mosambik aber auch Chancen. Während der Wirtschaftskrise in Portugal wurde die einstige Kolonie zur rettenden Alternative für viele Portugiesen. Vor einem halben Jahr hat der Bauingenieur Pedro Taborda, der in Mosambik Bauaufträge an Land ziehen will, Lissabon verlassen. Zurückgelassen hat er nicht nur seine Heimat, sondern auch seine Freundin. Noch hofft er, dass sie ihm nach Afrika folgen wird
15:50
Die Reise führt weiter nach Indien und Sri Lanka. Der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama erreichte das einstige Kozhikode, heute Calicut, im indischen Bundesstaat Kerala im Mai 1498. Bald blühte der Handel mit Gewürzen, denn da Gama errichtete für die Portugiesen ein Handelsmonopol mir der kostbaren Ware. Von der quirligen Hafenstadt Calicut aus, wo heute Christen, Muslime und Hindus zusammen leben, fährt Nina Mavis Brunner ostwärts. Ihr Ziel ist die Plantage von Prakash Pottaykkat, dessen Vater einst vor allem Pfeffer angebaut hat. Doch der Klimawandel und Krankheiten setzen der Gewürzpflanze zu. Heute ist das Geschäft mit Pfeffer schwierig geworden. Das Zauberwort für Landbesitzer heißt Diversifizierung. Kleinbauern wie Prakash Pottaykkat müssen auf verschiedene Standbeine setzen, unter anderem auf den Tourismus. In der Nähe von Kochi, dem einstigen Cochin, besucht Nina Mavis Brunner eines der bekanntesten Familienrestaurants. Fünf Witwen kochen dort in einer Rauch – und Chilihöhle jeden Tag um die Wette. Einen so scharfen Fisch hat die Reporterin noch nie gegessen. Indien ist immer wieder in den Schlagzeilen wegen Umweltskandalen: Luft – und Gewässerverschmutzung sowie die Überdüngung von Böden sind ein großes Problem. Vor allem junge Menschen wollen den Trend zur Zerstörung umkehren. Eine von ihnen ist Aardra Chandra Mouli. Sie hat in Trivandrum, der Hauptstadt Keralas, ein Biotech-Start-Up gegründet. Mit viel Energie und ansteckender Begeisterung will die Jungunternehmerin die Gärtner und Bauern zum biologischen Anbau bewegen. Die Nachfolger von Vasco da Gama fanden ihren Weg auch nach Sri Lanka. Dort stießen sie auf ein Gewürz, das sie fast ebenso interessierte wie der Pfeffer: Zimt. Auch heute noch wird auf der Insel viel Zimt angebaut. Nina Mavis Brunner besucht die Familie Amitirigala, die in den letzten zehn Jahren eine heruntergekommene Plantage wieder zum Blühen gebracht hat, und lässt sich in die Geheimnisse der Zimtverarbeitung einführen. Sie erfährt dabei viel über die Schwierigkeiten, die damit verbunden sind, in dem Tourismusparadies ein nachhaltiges Geschäft aufzubauen
16:45
Ausgangspunkt der vierten Folge ist der Hafen von Singapur. Als die portugiesischen Seefahrer auf dem Weg zu den Gewürzinseln dort vorbeikamen, war Singapur ein unbedeutender Sumpf. Heute zählt Singapur zu den bedeutendsten Handels – und Finanzplätzen der Welt. Die Reporterin erkundet den zweitgrößten Hafen der Welt und erfährt auf einem Testgelände, wie der Hafen der Zukunft aussieht. Singapur liegt am Ende der Straße von Malakka, einem der meistbefahrenen Seewege der Welt. Weil dort viele Frachtschiffe von Piraten überfallen wurden, führten die Anrainerstaaten vor einigen Jahren koordinierte Patrouillen ein. Ray Abdul Malek sorgt bei der malaysischen Küstenwache für mehr Sicherheit auf See. Obwohl er die Piraten bekämpft, hat er auch ein gewisses Verständnis für sie, denn sie seien die Verlierer der Globalisierung. Zu den Gewinnern gehört Patrick Chong. Er ist einer der erfolgreichsten Unternehmer Singapurs. Nina Mavis Brunner möchte von ihm wissen, wie der reiche Stadtstaat tickt. Sie begleitet den Geschäftsmann einen Tag lang und lernt in der luxuriösen Villa auch seine Familie kennen. In Jakarta taucht sie anschließend in eine komplett andere Welt ein: In der chaotischen Hauptstadt Indonesiens besucht die Reporterin den autofreien Sonntag, ein allwöchentliches Volksfest mit 100 000 Besuchern. Hier lernt sie auch einen skurrilen, indonesischen Brauch kennen: Der Rainman versucht mit einer schrägen Zeremonie, den Regen fernzuhalten. Einer der härtesten und giftigsten Jobs der Welt üben Männer am anderen Ende der indonesischen Insel Java aus: Im Herzen des aktiven Vulkans Ijen gewinnen Arbeiter unter lebensgefährlichen Bedingungen Schwefel. Sie riskieren dabei ihre Gesundheit, um ein paar Dollar zu verdienen und damit ihre Familie ernähren können. Schließlich besucht Reporterin Nina Mavis Brunner in einem ärmeren Außenviertel von Jakarta einen Kindergarten, bei dem man die Schulgebühren mit Müll bezahlt. Die Idee stammt von Nanang Suwardi. Als dieser vor ein paar Jahren Bürgermeister des Viertels wurde, wollte er als erstes das Müllproblem in den Griff kriegen. Seine Lösung entpuppte sich als Win-Win-Situation
17:35
In der letzten Folge erreicht Nina Mavis Brunner endlich die Gewürzinseln – vor 500 Jahren der Traum aller Seefahrernationen. Die Muskatnuss wuchs ausschließlich dort und wurde schwarzes Gold genannt. Entsprechend umkämpft waren die paradiesisch schönen Inseln. Blutige Schlachten tobten Anfang des 16. Jahrhundert um die Vorherrschaft. Heute sind die Gewürzinseln weitgehend unbekannt und bitterarm. Einer will jetzt etwas dagegen tun: Hotelbesitzer Abba begrüßt jeden einzelnen Touristen persönlich. Seine Hoffnung und sein Antrieb sind es, seine Inseln wieder groß zu machen. Auf den Spuren der portugiesischen Seefahrer begab sich Nina Mavis Brunner um die halbe Welt. In ihrem Heimathafen Lissabon will sie ihre Reise beenden. Was ist geblieben vom einstigen Glanz in dem heute krisengebeutelten Land, was vom Entdeckergeist? Um das herauszufinden, lässt sich Nina Mavis Brunner auf eine verwegene Stadtrundfahrt ein: We hate tourism tours – Wir hassen Touristentouren heißt das Unternehmen, das die speziellen Rundfahrten anbietet. Bruno Gomes, der Chef der Firma, erklärt der Reporterin auf einer wilden Stadtrundfahrt im offenen Jeep die Seele der Portugiesen. Selbst um das blutige Kapitel der Kolonialisierungen durch die Portugiesen macht er keinen Bogen. Schließlich kommt der smarte Jungunternehmer, der einst als Graphikdesigner in London arbeitete, zum Schluss: Natürlich haben wir unseren Entdeckergeist noch, er hilft uns auch jetzt in der Krise. Er ist sozusagen in unserer DNA angelegt. Die Seefahrer brachten die Gewürze aus Indien, Sri Lanka und den Gewürzinseln nach Portugal. Das machte das Land damals reich. Um diesen Reichtum zu zeigen, wurde mit den Gewürzen zu Hofe nicht gekleckert, sondern geklotzt. Der Geschmack der Speisen schien egal, Hauptsache, man konnte zeigen, was man hatte. Das will Nina Mavis Brunner genauer wissen und lässt sich auf ein Koch-Experiment ein. Zusammen mit dem Kulinarik-Experten Virgílio Gomes bereitet sie ein Hühnchen-Rezept aus der damaligen Zeit zu. Ein mutiges Unterfangen, denn Kochen gehört nicht zur Kernkompetenz der Reporterin, und auch Gomes ist kein Praktiker
18:30
Keine Details verfügbar
19:00
Keine Details verfügbar
19:20
Keine Details verfügbar
20:00
Keine Details verfügbar
20:15
Im Laufe von Jahrmillionen entwickelte sich aus Einzellern ein hoch komplexes Wesen. „wissen aktuell“ untersucht erstaunliche Fähigkeiten unseres Körpers, preist das Auge, die Belastbarkeit des Knies, die Ausdruckskraft der Stimme, die 10?000 Gesichtsausdrücke. Auch bislang unerforschte Phänomene kommen hier vor
22:00
Keine Details verfügbar
22:25
R: Daniele Thompson... Ein Hauch „Die fabelhafte Welt der Amélie“ durchweht den Ensemblefilm (Claude Brasseur, Sydney Pollack u. a.) um die Gäste eines Pariser Bistros in der feinen Avenue Montaigne, wo Landei Jessica (Cécile de France) einen Job als Kellnerin findet… Thompson verknüpft elegant humorvolle und melancholische Passagen um Menschen, die allesamt ihr Leben infrage stellen
00:05
Keine Details verfügbar
00:35
Keine Details verfügbar
01:15
R: Katharina Deuber... Keine Details verfügbar
01:40
R: Silke Kujas... Keine Details verfügbar
02:10
Die 112-Seelen-Gemeinde des Schweizer Bergdorfs Tenna im Bündner Safiental hat eine Zeit großer Herausforderungen vor sich: Sie stimmt über eine Fusion mit den Nachbargemeinden ab. Die Vorlage erhitzt die Gemüter der Dorfbewohnerinnen und – bewohner. Die kleine Gesamtschule mit nur acht Schülerinnen und Schülern bekommt ein neues Schulhaus mit Turnhalle, und die Tenner bauen am ersten Solar-Skilift – eine Weltpremiere
02:55
Die Arbeiten am ersten Solar-Skilift der Welt geraten wegen heftigen Schneefalls in Tenna ins Stocken. Bauer Thomas Buchli will sein Vieh bei dem Wetter schnell in den Stall bringen. Dies wird zum Kampf, denn die verunsicherten Tiere brechen immer wieder aus. Buchli und seine Helfer haben alle Hände voll zu tun. Lehrerin Karin Lutz besucht zusammen mit ihren acht Schülerinnen und Schülern die Baustelle des neuen Schulhauses. Sie staunen nicht schlecht, denn auch hier spielt Solarstrom eine wichtige Rolle
03:40
Im Schweizer Dorf Tenna wird schon bald eine wegweisende Abstimmung über die Fusion mit den Nachbargemeinden stattfinden. Diese Abstimmung erhitzt die Gemüter der Tenner. Der Gemeindevorstand sollte eine Empfehlung an die Bürger abgeben und gerät sich im Verlauf der Sitzung in die Haare. Biobauer und Gemeindepräsident Thomas Buchli steht eine traurige Fahrt ins Tal bevor. Es geht um sein Hochzeitsgeschenk, die Kuh Clea. Da sie seit drei Jahren nicht trächtig wurde, gibt es nur noch eine Lösung – den Schlachthof. Die Arbeiten am ersten Solar-Skilift der Welt gehen derweil mit Hochdruck weiter. Ein wichtiges Ereignis steht an – die Skilift-Masten werden mit einem russischen Spezial-Helikopter zu ihren Standplätzen transportiert. Und niemand aus dem Dorf lässt sich dieses Spektakel entgehen
04:25
Die Abstimmung über die Gemeindefusion mit den drei Nachbargemeinden steht an. Thomas Buchli, Gemeindepräsident und Befürworter der Fusion, ist angespannt, denn die Meinungen sind gespalten. Endspurt beim ersten Solar-Skilift der Welt. Drei Wochen vor der geplanten Eröffnungsfeier kommen endlich die Solarpannels aus China. Jetzt muss mit Hochdruck montiert werden. Aber auch wenn der Lift fertig werden sollte, der Schnee lässt auf sich warten. Im Hotel Alpenblick ist Zwischensaison. Das Wirtspaar René Scheurmann und Gianna Marini ist voll im Stress. Ihr Hotel soll für die Eröffnung des Solarskilifts in neuem Glanz erstrahlen. Es wird im Akkord dekoriert, gemalt und ausgebessert
05:10
Es gibt viel zu tun. Schließlich soll die Eröffnung des Solarskilifts so einiges bieten. Frau Holle scheint den Tennern wohlgesinnt zu sein: Es schneit in rauen Mengen. Auch die Schüler der Gesamtschule Tenna haben Grund zur Freude. Endlich können sie ihr frisch renoviertes Schulhaus beziehen. Lehrerin Karin Lutz hat jetzt die modernsten Lehrmittel zu Verfügung, darunter auch eine Touchscreen-Wandtafel. Gemeindepräsident Thomas Buchli kann auf ein intensives und erfolgreiches Jahr voller Herausforderungen zurückblicken. Die größte Herausforderung steht ihm jedoch noch bevor: Die Suche nach privatem Glück