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3 SAT
05:55
3satTextVision
06:05
Laura Jaeckel ist 30 Jahre alt und lebt als Schauspielerin in Paris und Berlin. Seit langem hegt sie einen unerfüllten Traum: einmal mit dem Pferd den Kaukasus durchqueren. Mit ihrem Guide Jago reitet sie eine Woche durch Chewsuretien, eine der abgelegensten und einsamsten Regionen Georgiens. Ist dieses Land tatsächlich der Sehnsuchtsort, von dem Laura geträumt hat, ein Flecken Erde voller wilder Poesie und unendlicher Weiten? Oder ist es einfach nur schwer, dort oben zu überleben? Und ist eine Stute mit Fohlen wirklich der beste Reisebegleiter, wenn es gilt, 3000 Meter hohe Pässe zu überwinden?
06:35
Im Südwesten Nordamerikas liegt die Sonora-Wüste. Zwischen bizarren Felsformationen und riesigen Kakteen entfaltet sich hier mehr Leben als in so mancher fruchtbaren Gegend. Diese extreme Landschaft der Sonora ist das Zuhause unterschiedlichster Tiere – vom Präriehund bis zum Rotluchs, vom Kolibri bis zum pfeilschnellen Wegekuckuck, dem berühmten Roadrunner. Er macht sogar erfolgreich Jagd auf Klapperschlangen.
07:20
Kulturzeit kompakt
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit kompakt
09:15
R: Sven Markmann... Klimaforscher sagen voraus: Schwere Unwetter werden häufiger. Zu den wenigen, die das freut, gehören Sturmjäger, die spektakuläre Wetterereignisse mit der Kamera einfangen. Als kostbarste Trophäen gelten Aufnahmen von Tornados. Doch Wirbelstürme sind in Deutschland zum Glück selten – noch….
09:45
Es ist grün hier, leuchtend grün. Ganz in den Westen der Provinz Guizhou verirren sich kaum Besucher, dabei zählt sie zu den schönsten Landschaften, die China zu bieten hat. Das Wasser ist glasklar, die Wanderwege sind gut zu beschreiten. Guizhou war lange Zeit unzugänglich durch die hohen Berge. So hat sich die Landschaft ihre Ursprünglichkeit bewahren können: bizarre Karstfelsen, Wasserfälle und Höhlen, die weiten Reisterrassen. Die meisten Einwohner leben noch auf dem Land, verdienen ihr Geld mit dem, was ihre Felder tragen. Die Felder sind klein – der nächste Karsthügel nicht weit. Ein Sprichwort sagt: Keine drei Fuß Land ohne Hügel, keine drei Tage ohne Regen und kein Mensch mit drei Yuan. Aber gerade die abwechslungsreiche subtropische Landschaft übt ihren Zauber aus. In Guizhou leben viele ethnische Minderheiten, die ihre Traditionen pflegen. Nicht zuletzt, weil damit im boomenden Tourismus Geld zu verdienen ist. Der filigrane Silberschmuck der Miao und die grandiose Holzarchitektur des Dong-Volkes sind allein eine Reise wert. Im Dorf der Dong lebt auch die junge Frau Li. Sie fängt in ihrem Reisfeld mit den Händen Fische. Eine Eigenart der Dong, die das Wasser in den Reisfeldern gleich zur Fischzucht nutzen. Anlässlich des Dorffestes kleiden sie und ihre Freundinnen sich in die traditionellen Trachten. Allerdings sind die Kleider längst nicht mehr handgefertigt und die jungen Frauen nur noch an Festtagen in diesen Gewändern zu sehen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen geht Frau Li zum Singplatz. Dort treffen sie die jungen Männer des Dorfes und singen in gebührendem Abstand ihre Lieder. Früher war das die einzige Möglichkeit, in die Nähe des anderen Geschlechtes zu kommen und sich so einen Ehemann auszuspähen. Heute lernen sich die jungen Leute eher über das Internet oder während ihrer Zeit als Wanderarbeiter in den Städten kennen. Aber selbst in Zeiten von Internet und chinesischem Wirtschaftswunder leben in Guizhou noch Menschen so archaisch wie ihre Vorfahren. In einer gigantischen Höhle. Der Regierung sind sie ein Dorn im Auge, die Höhlenmenschen gelten als unzivilisiert. Doch beim häufigen Regen hier bietet die Höhle einfach guten Schutz gegen die Witterung. In der wie ein riesiges überdachtes Amphitheater wirkenden Höhle haben sich die Menschen Häuser gebaut. Seit mehr als 60 Jahren leben sie hier. 90 Menschen, ein kleines Dorf. Einige, aber nicht alle, sind hier zufrieden. Höhlen haben bei den Miao schon immer eine besondere Rolle gespielt. Auch als Begräbnisstätten. Um die Särge hoch oben in die Felsspalten zu tragen, haben die Miao eine besondere Kletterkunst entwickelt. Ohne Seil, Sicherung und Haken, nur mit den nackten Füßen und Händen klettern sie die senkrecht steilen Wände hoch. Früher wurden so die Toten bestattet, später die als Spezialität beliebten Vogelnester erbeutet, heute klettern sie für Touristen. 100 Meter die Steilwand hoch. Eine spektakuläre Vorstellung. Und eine der vielen Verbindungen zwischen Tradition und Tourismus in Guizhou, Chinas grüner Perle.
10:15
R: Erich Lerch... 29 Mal Carmen auf der weltweit größten Seebühne, insgesamt 80 Veranstaltungen, Opern, Konzerte und Schauspiel stehen auf dem Programm der Bregenzer Festspiele. – 3sat zeigt die Eröffnung. Gemeinsam mit den Wiener Symphonikern präsentieren Sängerinnen und Sänger Arien und Ensembles aus den Opern Carmen, Beatrice Cenci, Der Barbier von Sevilla und María de Buenos Aires – allesamt Opern, in denen starke Frauen um ihre Freiheit kämpfen. Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Festspielpräsident Hans-Peter Metzler und der Bundesminister für Kultur und Medien Gernot Blümel machen sich in ihren Ansprachen Gedanken über die Aktualität dieser Themen. Moderatorin Martina Köberle wird auf dem Platz vor dem Festspielhaus mit Künstlerinnen und Künstlern über die beiden Hauptproduktionen Carmen und Beatrice Cenci sprechen. Der Komponist Thomas Larcher, dessen erste Oper Das Jagdgewehr bei den Bregenzer Festspielen uraufgeführt werden wird, ist selbst am Klavier zu hören. Der Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan führt mit seinen selbstgebauten Puppen durch die Eröffnung. Er selbst ist wenige Tage später als einziger Spieler von insgesamt elf Puppen in Paulus Hochgatterers Theaterstück Böhm über den österreichischen Dirigenten Karl Böhm zu erleben. Böhm hat zwischen 1948 und 1980 mehrere Konzerte in Bregenz dirigiert und dafür vor allem Beethoven-Stücke ausgewählt. In der diesjährigen Eröffnung spielen die Wiener Symphoniker daher einen Ausschnitt aus der 5. Symphonie. Zur Eröffnung der Bregenzer Festspiele werden rund 2000 prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur erwartet.
11:50
R: Ursula Bischof Scherer... Wenn sich Derwische um ihre eigene Achse drehen und die weißen Röcke fliegen, verbreiten sie Ruhe und Gelassenheit. Ihr Tanz ist ein Gebet. Wenn die Schweizer Tänzerin Maya Farner allein auf der Bühne oder mit andern in der Kirche wirbelt, berührt ihre Innigkeit. Auf der Suche nach den Wurzeln begegnet man Derwisch-Tänzern als Touristenattraktion in der Türkei, aber auch dem verbotenen Orden der drehenden Derwische und der weltberühmten Grabstätte des Dichters und Mystikers Rumi in Konya. Er sah im 13. Jahrhundert die Liebe als Hauptkraft des Universums. Aus Freude drehte er sich gerne um sich selber.
12:20
Je mehr Menschen sich in Städten zusammendrängen, umso knapper und teurer wird der Baugrund. Deshalb streben die Bauten in die Höhe – verdichtetes Bauen ist weltweit angesagt. Die Filmreihe erzählt Geschichten von Hochhäusern rund um den Globus. Eins davon ist das Wohnhochhaus 740 Park Avenue in Manhattan, New York. Dort wohnen die Superreichen der Stadt, unter anderen auch der Schweizer UNO-Botschafter.
12:30
Jeannette Sauter, gebürtige Togolesin, ihr Lebenspartner Benjamin Nussbaumer und sein Bruder Richard gründeten eine Schule in Togo. Reporter zeigt, wie das Trio das Projekt gemeistert hat. 2015 wurden sie angefragt, in Lomé, der Hauptstadt von Togo, eine Schule zu bauen. Die drei Schweizer zögerten nicht lange und legten sofort los. Pünktlich zum Schuljahresbeginn im Oktober 2017 startete die Privatschule Belle Étoile. Anstatt auf eine Baubewilligung zu warten, opferten das Schweizer Trio traditionsgemäß eine Ziege, um die bösen Geister von der Baustelle fernzuhalten. Mit Erfolg, lässt sich rückblickend sagen: Die Bauarbeiten verliefen unfallfrei. Mindestens so entscheidend für das Gelingen waren aber Einsatz und Durchsetzungskraft von Jeannette, die immer wieder, sogar von Zürich aus, die Bauarbeiten dirigierte. Zur großen Überraschung der Bauherren selber startete die Privatschule Belle Étoile pünktlich zum Schuljahresbeginn – mit viel mehr Schülerinnen und Schülern als erhofft. Jeannette Sauter ist gebürtige Togolesin, ihr Lebenspartner Benjamin Nussbaumer und sein Bruder Richard sind in Schwamendingen auf die Welt gekommen und aufgewachsen. Nach der Pensionierung verlagert sich ihr Lebensmittelpunkt nach Westafrika. Obwohl es Jeannette eher in den Norden zieht, verbringen sie, ihr Mann und dessen Bruder seit über 20 Jahren ihre Ferien in Togo, dem Heimatland von Jeannette.
13:00
ZIB
13:15
R: Benoît Aymon... Im Schatten des Himalayas liegt Mustang, eines der entlegensten Täler der Welt. Dort lebt der italienische Kunstrestaurator Luigi. Er will die kulturellen Reichtümer bewahren. Wer die Hauptstadt Lo Manthang erreichen will, muss 11 000 Höhenmeter und über 200 Kilometer zu Fuß bezwingen. Der Lohn dafür ist nicht nur eine unberührte Landschaft, sondern vor allem ein unerwarteter Reichtum an Kultur. Wer das Tal durchquert, findet die ursprüngliche Reinheit des Buddhismus wieder.
14:05
Von Venedig nach Xi'an: Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße. Die erste Etappe führt von Venedig in Italien bis nach Trabzon in der Türkei. Am Startpunkt folgt Peter Gysling den Spuren Marco Polos. Sie führen zum Kostümdesigner Stefano Nicolao, der für viele Kino-, Theater – und Opernproduktionen historische Gewänder fertigt. Auf dem Großen Basar von Istanbul erlebt er den althergebrachten Handel. Die moderne Türkei hingegen verkörpert der Familienkonzern von Mustafa Koç: Das Koç-Konglomerat baut jedes zweite Auto der Türkei, betreibt die einzige Ölraffinerie und die viertgrößte Bank des Landes. Im kleinen Dorf Orta bei Erzurum lebt die Bauernfamilie Tikici. Großvater Lütfu nimmt Peter Gysling mit in die Ulu-Cami-Moschee von Erzurum. Dort unterhält sich der Reporter mit Imam Abdelkadir Düzenli über die zentrale Rolle der Religion in der ländlichen Gesellschaft.
14:45
Von Venedig nach Xi'an: Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße. Die zweite Etappe führt durch Georgien – von Batumi über Tiflis nach Lagodekhi. Batumi, die Ferienmetropole am Schwarzen Meer, wird rigoros ausgebaut. In der Bergwelt der Region Adscharien entdeckt Peter Gysling ein ganz anderes, ursprüngliches Georgien. Im Felskloster Vardzia betet Vater Lazare für Gott, für sein Land und für sein Volk. Der steilen Felswand wurden vor 800 Jahren Tunnel und Terrassen für bis zu 50 000 Menschen abgetrotzt, die Höhlenräume sind auf sieben Stockwerken miteinander verbunden. Bidsina Iwanischwili hat in Russland ein Vermögen verdient. Seit seiner Rückkehr nach Georgien hat er zahlreiche Staatsaufgaben finanziert und seinen Heimatbezirk Satschkere mit Geld beglückt. Mit seinem Parteienbündnis hat Iwanischwili jüngst die Parlamentswahlen gewonnen. Sein Ziel: Georgien von der Armut befreien.
15:30
Von Venedig nach Xi'an: Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße. Die dritte Etappe führt durch Aserbaidschan. Gysling besucht die privatisierte Seidenfabrik in Sheki, einst die größte Seidenproduktionsstätte der Sowjetunion. Heute arbeiten dort rund 900 Weberinnen. In Naftalan tritt Schweröl an die Erdoberfläche. Das Kur-Baden im Schwarzen Gold ist ein Hit. Die Faszination des Öl-Booms erlebt Peter Gysling auch auf Neft Dashlari im Kaspischen Meer: Es ist die größte Offshore-Plattform der Welt. Die Fotografin Rena Effendi dokumentiert das Schicksal all jener, die trotz des Öl-Reichtums in Armut leben. Freie Wahlen und freie Medien gibt es nicht in Aserbaidschan. Doch viele junge Menschen träumen von Demokratie. Peter Gysling trifft eine Gruppe aus der Blogger-Szene in Baku.
16:10
Von Venedig nach Xi'an: Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße. Die vierte Etappe führt von Aktau in Kasachstan nach Beynew bis an die usbekische Grenze und Turkmenistan. In der Nähe von Aktau besucht Peter Gysling Khan Bibi und ihre Familie, die Kamele züchten. Die kasachischen Bauern streben nicht nach Reichtum, sondern nach einem freien Leben. Der Hafen von Aktau ist Knotenpunkt der Neuen Seidenstraße für den Öltransport nach Europa. Die Hauptstadt Astana liegt mitten in der Steppe. Mit Milliarden von Öl – und Gasdollars hat ein Heer von Architekten Astana in nur einem Jahrzehnt vom stalinistischen Provinznest in die Reihe architektonischer Weltwunder katapultiert. Turkmenistan gehört zu den isoliertesten Ländern der Welt. Erst nach vier Monaten Bemühungen gab es eine Drehbewilligung. Nur mit staatlichem Begleiter durfte gedreht werden.
16:50
Von Venedig nach Xi'an: Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße. Die fünfte Etappe führt von Usbekistan nach Tadschikistan. Seit der Unabhängigkeitserklärung von 1991 regiert Präsident Islom Karimov Usbekistan. Die Verfassung basiert offiziell auf Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Marktwirtschaft, in der Realität weist die Demokratie jedoch Defizite auf. Peter Gysling trifft sich mit dem systemkritischen Journalisten Alexej Wolossewitsch. Die staatliche Stiftung der Präsidententochter Gulnara Karimova tut eigennützig Gutes: Minderbemittelte bekommen eine Hochzeit geschenkt, inklusive Brautkleid, entworfen von Gulnara. Gysling beobachtet die Trauung von neun Paaren im Dorf Yangyer. 2010 attackierten kirgisische Nationalisten die usbekische Minderheit in der südlichen Stadt Osh. Der Pogrom forderte zahlreiche Menschenleben. Eine andere dunkle Seite der alten und neuen Seidenstraße ist der Drogenschmuggel.
17:35
Von Venedig nach Xi'an: Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße. Die sechste Etappe führt von Kirgistan nach China. Roza Otunbajeva, die ehemalige Übergangspräsidentin Kirgistans (2010 – 2011) spricht mit Peter Gysling offen über ihr Land. Bei einem Pferdetrekking in der Region um den Songköl-See erlebt Gysling die Gastfreundschaft der Nomadenfamilie von Talaibek Saralajev. Er begleitet einen Lastwagenfahrer auf der modernen Seidenstraße, die chinesische Arbeiter vom Torugart-Pass aus zu einer Schnellstrecke nach Kashgar ausbauen. Die Oasenstadt Kashgar war immer schon ein Knotenpunkt der Seidenstraße. Peter Gysling erkundet die Stadt im Uigurischen Gebiet Xinjiang auf einem E-Bike. In Hotan liegt die Wiege der chinesischen Seidenproduktion. Dort besucht Peter Gysling die Familie von Maitituoheti Abudulla, die auch heute noch in Handarbeit Atlasseide herstellt.
18:15
Von Venedig nach Xi'an: Peter Gysling bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße. Die letzte Etappe führt nach Xi'an zu den Mogao-Grotten in Dunhuang. Die dortigen buddhistischen Skulpturen und Wandmalereien zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Chang Jiahuang, Sohn eines Konservators, führt Peter Gysling durch die Chang-Grotten. Hier werden von internationalen Künstlern zeitgenössische Höhlenmalereien geschaffen und historische Meisterwerke rekonstruiert. Yang Jongfu hat auf eigene Kosten einen kleinen Teil der Chinesischen Mauer renoviert. Die Kulturbehörde will ihn aber nur teilweise entgelten. Nicht nur Seide, auch die Religionen haben sich entlang der Seidenstraße verbreitet – besonders der Buddhismus. Gysling besucht das Pferdehuf-Kloster in den Felshöhlen der Qilian-Shan-Berge. Er erfährt, warum Kaiser Wu von Han der eigentliche Gründer der Seidenstraße ist, und besucht die weltberühmte Terrakotta Armee in Xi'an.
19:00
anschließend: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit kompakt
19:30
R: Ariane Reimers... Tiefe Wälder, gigantische Flüsse und weite Auenlandschaften: Land des Überflusses wurde der äußerste Nordosten Chinas früher genannt. In früheren Jahrhunderten zogen Jäger durch die tiefen Wälder an der Grenze zu Sibirien – und an den Ufern des Amur-Flusses lebten Fischer vom reichen Fang. Im Winter trugen sie Pelze, im Frühjahr und Herbst einzigartige Kleidung aus Fischhaut. Das ist heute Geschichte, denn Nordostchina ist mittlerweile dank seiner Bodenschätze und der fruchtbaren Landwirtschaft eine der wohlhabendsten Provinzen des Landes. Nur wenige Nachfahren der Fischer können noch von den Traditionen ihrer Großeltern berichten, ihre tungusischen Sprachen sind vom Aussterben bedroht. Quirlige Hauptstadt der Region ist Harbin – berühmt für sein winterliches Eisfestival. Aber im Sommer genauso interessant: Russen gründeten Harbin Ende des 19. Jahrhunderts als Stützpunkt der Trans-Mandschurischen Eisenbahn. Schnell wuchs Harbin zu einer internationalen Metropole heran, die Klein-Moskau oder Klein-Paris genannt wurde. Die Stadt hatte auch eine große jüdische Gemeinde – vor allem Flüchtlinge vor den Pogromen in Russland. Heute gibt es keine in Harbin geborenen Juden oder Russen mehr – aber in ihrer europäischen Architektur ist die Geschichte noch sehr präsent. In der großartigen und weiten Landschaft machen immer mehr Chinesen Urlaub. Man trifft sie ganz ungewohnt beim Rafting auf den wilden Flüssen oder in Gruppen, die durch die bizarre Vulkanlandschaft wandern. Typisch chinesisch sind die Heilbäder von Wudalianchi. Die schlafenden Vulkane formten eine Krater – und Seenlandschaft mit einzigartigen Quellen, die heilende Wirkung haben sollen. Hunderte Kranke baden deshalb im eisenhaltigen Mineralwasser. Hier kommt man mit Chinesen in wortwörtlich engen Kontakt. Die Provinz ist so wohlhabend, dass man sich dort dem Schutz bedrohter Tierarten widmen kann. Die Auenlandschaften Nordostchinas sind wichtiger Brutplatz für seltene Vögel. Der Mandschuren-Kranich hat hier sein Sommerrevier. Und im Grenzgebiet zu Russland leben noch einige wenige Exemplare des Amur-Tigers. Sein Lebensraum wurde im vergangenen Jahrhundert stark verkleinert, Wilderer besorgen den Rest – Tiger sind nach wie vor eine begehrte Beute auf dem Schwarzmarkt. Naturschützer kämpfen um die letzten Refugien dieser vom Aussterben bedrohten Arten, versuchen, die Balance zwischen Mensch und Natur zu bewahren. Denn hier gibt es sogar erste Ansätze von Naturtourismus in China.
20:00
Tagesschau
20:15
I: Peter Lohmeyer, Lisa Maria Potthoff, Hinnerk Schönemann, Marie-Lou Sellem, Ina Paule Klink, Philipp Hochmair, Bernd Michael Lade, Numan Açar, Merab Ninidze, Daniela Schulz; S: Daniel Martin Eckhart; R: Nils Willbrandt... Peter Lohmeyers zweiter Einsatz als Kommissar Fabel., Abgründiges Hamburg: Ein Ritualmörder fordert Ermittler Jan Fabel (Peter Lohmeyer) mit rätselhaften E-Mails heraus… Ein für hiesige Krimiverhältnisse ungewöhnlicher Thriller. Er pfeift auf Realismus und Sozialkritik, hält dafür Mystery- und Horrorelemente bereit – da kann man einige Ungereimtheiten verkraften. Morgen läuft der dritte Film der Reihe nach Craig Russell.
21:45
R: Christian Romanowski... Es ist eine Landschaft, die sich ständig verändert: das Wattenmeer. Der Film zeigt die ungeheure Vielfalt des Weltnaturerbes, zu dem neben der deutschen auch die niederländische Küste zählt. Zweimal täglich zieht sich das Wasser an den Nordseeküsten zurück und gibt den flachen Meeresgrund frei. Eine weite graue Fläche, durch die sich schmale Flüsse winden, die Priele, die im Sonnenlicht wie flüssiges Silber leuchten. Bei Ebbe kann man ins scheinbar verschwundene Meer hinaus wandern, sogar mit Pferdekutschen durch den Schlick zu einer der nahe gelegenen Inseln oder einer Hallig fahren. Man kann auf einer Sandbank Seehunde beobachten, die sich sonnen, oder Möwen und zahllosen Seevögeln dabei zusehen, wie sie über dem freigelegten Meeresgrund nach Nahrung suchen. Ihr Tisch ist reichlich gedeckt, denn das Watt ist das weltweit artenreichste Biotop.
22:00
ZIB 2
22:25
I: Trond Espen Seim, Lene Nystrom, Bjorn Floberg, Alexander Karim, Jakob Oftebro; S: Christopher Harberg; R: Stephan Apelgren... Der Detektiv jagt einen Hurenmörder., Im achten Fall der Reihe sucht Privatdetektiv Veum (Trond Espen Seim) die Schwester seiner Freundin Karin (Lene Nystrom). Deren Mutter stirbt an Krebs und möchte ihre Junkietochter Siren, zu der der Kontakt abgerissen ist, noch einmal sehen. Veum findet Siren, doch kurz darauf wird sie direkt neben seinem Auto überfahren… Dröge Ermittlung im Prostituierten- und Drogenmilieu, bei der die Versatzstücke altbekannt sind.
23:50
I: Wolfgang Böck, Simon Schwarz, Monica Weinzettl, Wolfram Berger, Erwin Steinhauer, Heinz Petters, Ernst Konarek, Karl Fischer; S: Ernst Hinterberger; R: Thomas Roth... TV-Krimi mit Wiener „Kiberer“, Der Tod der Verena Leinwarther sollte nach Freitod aussehen doch jemand hat gepfuscht. Die umtriebige Dame wurde ermordet. Inspektor Trautmann (Wolfgang Böck) sucht den Täter im großen Kreis ihrer Liebhaber. Die Zeit rennt, denn seit der Todesnacht ist Verenas Tochter Annemarie spurlos verschwunden… Seit „Kottan“ hatte kein Kommissar aus Österreich mehr so viele Fans.
01:20
R: Caroline Rollinger... Ein Mann ist in seiner Wohnung verblutet, eine Frau aus dem Krankenbett gestürzt, ein Säugling liegt morgens tot im Bett: Mord oder Unfall? Hier sind Rechtsmediziner gefragt. Stirbt ein Mensch aus ungeklärter Ursache, landet er bei den Gerichtsmedizinern auf dem Tisch. Sieben Tage lang haben die Autoren Caroline Rollinger und Willem Konrad die Gerichtsmediziner in Frankfurt am Main bei ihrer Arbeit begleitet. Eine Treppe führt hinab in den Keller. An den Wänden hängen Bilder von Querschnitten verletzter, menschlicher Hirne. Beißender Geruch zieht in die Nase: die Gerichtsmedizin in Frankfurt am Main. Die Stadt gilt als Hauptstadt des Verbrechens, sie führt die Kriminalitätsrangliste der Großstädte an.
01:50
10 vor 10
02:20
Erstausstrahlung.
02:45
R: Joachim Haupt, Sabine Pollmeier... Die Reise beginnt am Bells Beach. An diesem Strand finden Surfer ideale Bedingungen. Und in den nahegelegenen Eukalyptuswäldern finden die Koalas ihr Paradies.
03:30
R: Joachim Haupt, Sabine Pollmeier... Fossilien-Funde zeugen davon, dass entlang der Great Ocean Road einst Dinosaurier lebten. Und unter Wasser, an der Shipwreck Coast, liegen die Wracks zahlloser Segelschiffe.
04:10
R: Joachim Haupt, Sabine Pollmeier... Beim Rip Race kämpfen sich erfahrene Ozeanschwimmer durch Wasserstrudel und Strömungen. Italienische Hirtenhunde wachen über den Bestand der bedrohten Zwergpinguine auf Middle Island.
04:55
R: Christopher Gerisch, Kay Siering... Zweiteilige Doku über das Inselreich und Traumziel am anderen Ende der Welt., 35 Mio. Schafe auf 4 Mio. Einwohner, Vulkane, Gletscher, Regenwald und Südseestrand:Neuseelands urwüchsige Landschaften waren Kulisse von Filmen wie „Herr der Ringe“ oder „Das Piano“. Ein Team erkundet Nord- und Südinsel, trifft Goldsucher und Geologen, Wildwasser-Rafter und Naturschützer, Schafzüchter und Walforscher. Ein inforeicher Schöne-Bilder-Trip.
05:40
R: Christopher Gerisch, Kay Siering... Der Zweiteiler Abenteuer Neuseeland taucht ein in die faszinierende Welt Neuseelands. Im Zweiten Teil geht es um den Vorstoß ins Unbekannte durch Wissenschaftler. Der Film beobachtet Walforscher bei ihren Einsätzen vor der Küste und gibt spannende Einblicke in die Arbeit von Geologen und Naturschützern.
06:25
3satTextVision
06:35
Island ist voller Naturgewalten. Doch wie lebt es sich damit? Spätestens seit der Fußball-EM 2016 ist klar: fröhlich! Die Isländer stehen in vielen Rankings ganz oben, sogar im Glücklichsein. Majestätische Vulkane, brodelnde Geysire, reißende Wasserfälle, lange Fjorde, schier endlose Lavalandschaften: Der Film verbindet faszinierende Bilder von den Naturschönheiten Islands mit dem optimistischen Lebensgefühl ihrer Bewohner.
07:20
Kulturzeit kompakt
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit kompakt
09:15
R: Frank Vorpahl... Erstausstrahlung.
09:45
R: Ariane Reimers... Tiefe Wälder, gigantische Flüsse und weite Auenlandschaften: Land des Überflusses wurde der äußerste Nordosten Chinas früher genannt. In früheren Jahrhunderten zogen Jäger durch die tiefen Wälder an der Grenze zu Sibirien – und an den Ufern des Amur-Flusses lebten Fischer vom reichen Fang. Im Winter trugen sie Pelze, im Frühjahr und Herbst einzigartige Kleidung aus Fischhaut. Das ist heute Geschichte, denn Nordostchina ist mittlerweile dank seiner Bodenschätze und der fruchtbaren Landwirtschaft eine der wohlhabendsten Provinzen des Landes. Nur wenige Nachfahren der Fischer können noch von den Traditionen ihrer Großeltern berichten, ihre tungusischen Sprachen sind vom Aussterben bedroht. Quirlige Hauptstadt der Region ist Harbin – berühmt für sein winterliches Eisfestival. Aber im Sommer genauso interessant: Russen gründeten Harbin Ende des 19. Jahrhunderts als Stützpunkt der Trans-Mandschurischen Eisenbahn. Schnell wuchs Harbin zu einer internationalen Metropole heran, die Klein-Moskau oder Klein-Paris genannt wurde. Die Stadt hatte auch eine große jüdische Gemeinde – vor allem Flüchtlinge vor den Pogromen in Russland. Heute gibt es keine in Harbin geborenen Juden oder Russen mehr – aber in ihrer europäischen Architektur ist die Geschichte noch sehr präsent. In der großartigen und weiten Landschaft machen immer mehr Chinesen Urlaub. Man trifft sie ganz ungewohnt beim Rafting auf den wilden Flüssen oder in Gruppen, die durch die bizarre Vulkanlandschaft wandern. Typisch chinesisch sind die Heilbäder von Wudalianchi. Die schlafenden Vulkane formten eine Krater – und Seenlandschaft mit einzigartigen Quellen, die heilende Wirkung haben sollen. Hunderte Kranke baden deshalb im eisenhaltigen Mineralwasser. Hier kommt man mit Chinesen in wortwörtlich engen Kontakt. Die Provinz ist so wohlhabend, dass man sich dort dem Schutz bedrohter Tierarten widmen kann. Die Auenlandschaften Nordostchinas sind wichtiger Brutplatz für seltene Vögel. Der Mandschuren-Kranich hat hier sein Sommerrevier. Und im Grenzgebiet zu Russland leben noch einige wenige Exemplare des Amur-Tigers. Sein Lebensraum wurde im vergangenen Jahrhundert stark verkleinert, Wilderer besorgen den Rest – Tiger sind nach wie vor eine begehrte Beute auf dem Schwarzmarkt. Naturschützer kämpfen um die letzten Refugien dieser vom Aussterben bedrohten Arten, versuchen, die Balance zwischen Mensch und Natur zu bewahren. Denn hier gibt es sogar erste Ansätze von Naturtourismus in China.
10:15
Kölner Treff
11:45
Im Tennengau, einer Region zwischen Flachgau und Pongau, haben die Herausforderungen dieser Gegend eine Harmonie der Gegensätze hervorgebracht: Industrie und Kunst. Die beiden jungen Bronzegießer Tobias und Manuel Gruber, die am Dürrnberg leben und arbeiten, formen mit Feuer und Metall Neues. In Hallein kochen und kredenzen Alexandra und Aaron Priewasser, Köchin und Wirt, gemeinsam Betreiber der Genusskrämerei. Der Whiskey, der die Mahlzeit abrundet, kommt ebenfalls aus Hallein – und zwar von einem, der Handwerk und Kunstsinn mit viel Feingefühl kombiniert und kultiviert: Anton Vogl vom Guglhof destilliert edle Schnäpse und Whiskeys inmitten seiner Kunstsammlung. In Kuchl lotet Jakob Schiffer die schöpferischen Möglichkeiten rund um das Medium Holz aus. In einer ehemaligen Umspannstation für Postkutschen in St. Martin am Tennengebirge trifft man auf Johann-Georg Steinbacher. Er ist mit Pferden aufgewachsen. Statt in einen Traktor, investierte er in ein Zuchtbuch – und damit in die Erhaltung der selten gewordenen Blauschimmel-Farbschattierung der Noriker, die bis vor 50 Jahren als Arbeitspferde Teil der Lebenswelt im Tennengau waren. Und auch Ernst und Biljana Kronreif haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Sie bewirtschaften den Hohlwegwirt, der seit fünf Generationen das Gasthaus der Familie ist.
12:30
R: Pascal Magnin... Im malerischen Dorf Malleray-Bévilard im bernischen Jura lebt die Familie Gertsch. Seit Generationen bewirtschaftet sie den Wald. Seit einiger Zeit wieder auf traditionelle Art und Weise. Im Wald rund um Malleray-Bévillard ist es ruhig. Auch wenn Holz geschlagen wird, dröhnen keine Motorsägen durch das Unterholz. Nach alter Väter Sitte hallen Axtschläge durch den Wald. Die Familie Gertsch schlägt die Bäume mit handgefertigten Äxten, die der Dorfschmid Serge Turberg nach alter Handwerkskunst herstellt. Das war nicht immer so. Früher verarbeiteten sie die Bäume im Akkord mit Maschinen und Motorsägen. Heute zieht die Familie gemeinsam mit ihren handgefertigten Äxten und Sägen in den Wald, um Bäume in aller Ruhe von Hand zu schlagen. Der Gewinn, so meinen sie, liege in der neu gewonnenen Lebensqualität. Mehr Ruhe, weniger Lärm.
13:00
ZIB
13:15
Für den Wintertourismus ist Schnee ein Segen. Für die Bewohner in abgelegenen Bergregionen kann zu viel davon aber auch gefährlich werden. 1954 war ein sehr niederschlagsreicher Winter. Selbst Wien kämpfte gegen die Schneemassen, wie ein Austria Wochenschau-Beitrag zeigt. Aufgrund der extrem starken Schneefälle kam es im Westen Österreichs im Januar 1954 zur größten Lawinenkatastrophe in Österreich. Hauptort war die Vorarlberger Gemeinde Blons im Großen Walsertal. Insgesamt kamen 125 Menschen ums Leben. Ein Austria Wochenschau-Sonderbericht zeigt den dramatischen Kampf der Rettungsmannschaften gegen die Gewalten der Natur. In einem Fenstergucker aus dem Jahr 1963, bei der man ohne Zweifel von einem Zeitdokument sprechen kann, geht es um Tiroler Bergbauernkinder, die im Winter jeden Tag einen Schulweg bewältigt haben, den man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann. Denn die Schüler wussten nie, ob das Wetter freundlich gestimmt war oder ob bei ihrem langen Marsch Schneestürme oder sogar Schneebretter auf sie warteten. Während die Schüler gegen den Schnee gekämpft haben, war der Wintertourismus inklusive Apres-Ski vor dem kuscheligen Kaminfeuer schon in vollem Gange. Aber – so jedenfalls das Klischee – nicht alle Städter, die in die Berge gefahren sind, wussten auch, wie man die Skier richtig am Auto montiert. Und wie es so ist mit den Klischees: Oft haben sie ja einen wahren Kern. Peter Nidetzky war so freundlich und führte 1970 vor, wie man seine Ski-Ausrüstung richtig transportiert. In einem Bericht der Austria Wochenschau aus dem Jahr 1975 geht es jetzt um ein ganz anderes Problem, das uns bis in die Gegenwart beschäftigt. Kinder aus Wien ärgerten sich über Schneemangel und mussten wohl oder übel auf einer Kunststoff-Langlaufloipe ihr Amüsement finden.
13:40
R: Heinz Leger... Der Arlberg ist der Inbegriff winterlicher Idylle und die Wiege des alpinen Skilaufs. Doch das berühmte Skigebiet, das Tirol und Vorarlberg verbindet, ist auch ein Stück unberührte Natur. Mächtig türmen sich die Schneemassen auf den tief verschneiten Hängen. Auf steilen Graten hat der Wind bizarre Schneewehen geformt, und weiter unten tragen Zirbelkiefern schwer an der glitzernden Pracht. Wenn im Frühling der Winter das Land aus seinem eisigen Griff entlässt, kommen geologische Juwelen ans Tageslicht, die Berghänge erstrahlen in den bunten Farben der Orchideen-Wiesen, und in den steilen Felsrinnen tollen junge Gämsen und Steinböcke umher.
14:30
R: Waltraud Paschinger... Mächtige Bergketten prägen den Naturpark Steirische Eisenwurzen. Die archaische Gebirgslandschaft wirkt, als hätte sie sich nie verändert. Ein Film über die Region einst und heute. Vor einigen Millionen Jahren wohnten dort faustgroße Schnecken in küstennahen Sandbänken warmer tropischer Meere. Wo sich heute Wiesen und urtümliche Wälder erstrecken, bedeckten noch vor 20 000 Jahren gigantische Gletscher das Land. In jüngerer Vergangenheit war die Eisenwurzen Zentrum der Eisenverarbeitung. Mit den qualitativ hochwertigen Waffen, Sensen und Werkzeugen, die dort geschmiedet wurden, betrieb man regen Handel bis in den arabischen Raum. Hand in Hand mit der Erzgewinnung nahm auch die Holzindustrie ihren Aufschwung.
15:15
R: Alfred Ninaus... Ein reißender Fluss, bunte Streuwiesen oder ein atemberaubender Blick vom 2700 Meter hoch gelegenen Dachstein – das Ennstal ist sehr facettenreich. Doch die Landschaft war lang gefährdet durch Flussbegradigungen im 19. und 20. Jahrhundert. Ein EU-Projekt schuf wieder naturnahe Auen – und Flusslandschaften sowie neue Lebensräume. Der Film erzählt die Geschichte des Tals und zeigt das Leben seiner Bewohner. Ursprünglich schlängelte sich die Enns kurvenreich durch ein lang gezogenes Tal. Dann wurde immer mehr Anbaufläche gewonnen, wurden Nebenarme gekappt, Moore trocken gelegt. Die Flora und Fauna verarmte. Immer öfter gab es verheerende Hochwasser. Vor 20 Jahren startete das EU-Projekt Life. Naturnahe Flusslebensräume und Auwälder entstanden, aber auch ausgedehnte Moorlandschaften. Die für diese Landschaft typischen Torfmoose wurden angebaut, bald siedelten sich seltene Vogelarten wieder an wie der Wachtelkönig, Wanderfalke oder Eisvogel. Aber auch der Braunbär kehrte zurück. Heute ist die einmalige Flusslandschaft das ganze Jahr über ein Gebiet für sanften, naturnahen Tourismus: Im Mai und Juni locken ganze Wiesen voller blauer Schwertlilien Wanderer und Naturbegeisterte an, aber vor allem die Ski-Gebiete im Ennstal sind ein Publikumsmagnet. Darüber hinaus ist das Ennstal seit Jahrhunderten durch Handel und Verkehr geprägt. Das Eisen vom Erzberg oder Lebensmittel wurden auf der Eisenstraße und auf der Enns befördert. Waren es früher Fuhrwerke, Flöße und Enns-Schiffe, übernahmen später Bahn und Lkw den Transport der Güter.
16:00
R: Alfred Komarek... Genau im geografischen Mittelpunkt Österreichs liegt eine der malerischsten und eigenwilligsten Regionen Europas: das Ausseerland im Steirischen Salzkammergut. Der Salzabbau und die Abgeschlossenheit der Region haben auch die Menschen dort geprägt – sie sind so eigenwillig wie ihre Heimat. Wie keine andere Region Österreichs zieht das Ausseerland Künstler und Touristen in seinen Bann. An den westlichen Ausläufern des sogenannten Toten Gebirges entfaltet sich eine fantastische Landschaft, die mit ihren zahlreichen Seen, Mooren und Wäldern, den massiven Bergen der nördlichen Kalkalpen und den darin verborgenen Höhlensystemen Raum für Geheimnisse bietet.
16:45
R: Michael Schlamberger... Tief in die Ennstaler Alpen eingeschnitten, an der Grenze zu Oberösterreich, erstrecken sich ein Naturparadies und die größte Felsschlucht Europas: das Gesäuse. Es ist der mit mehr als 11 000 Hektar drittgrößte Nationalpark Österreichs, eine Welt wilden Wassers zwischen senkrecht aufragenden Steilwänden, furchterregenden Kalkmauern und bizarren Felsgestalten. Nirgendwo in den Alpen liegen Wasser, Wald und Fels so steil übereinander. Am Eingang des Gesäuses steht ein ehemals bedeutendes Zentrum der Wissenschaft, das weltberühmte Benediktinerstift Admont. Die Mönche des Stifts begannen bereits Anfang des 19. Jahrhunderts, die Tier – und Pflanzenwelt dieser Berge zu erforschen.
17:30
S: Kurt Mayer, Judith Doppler; R: Judith Doppler, Kurt Mayer... Die bekannteste Region der Südalpen ist Weltnaturerbe. Ein Blick auf Touristenattraktionen und verborgenere Orte.
18:15
R: Christiane Sprachmann... Gletscher faszinieren Touristen, sind identitätsstiftend für Regionen und reagieren direkt auf Klimaveränderungen. Dass sie rasant schmelzen, macht sie zu einer Goldgrube für Archäologen. Genau vermessen werden die eisigen Welten seit 1891. Diese Daten belegen den Rückgang der Gletscher. Mit ihrem Film taucht Christiane Sprachmann in die Welt der Gletscher ein, spricht mit Forschern und trifft Menschen, die mit und von den Gletschern leben. In früheren Zeiten noch furchteinflößend, gewannen die Gletscher in den letzten beiden Jahrhunderten an Anziehungskraft: Sie wurden gemalt, erobert, bestiegen und zur Touristenattraktion. Die Pasterze, Österreichs größter Gletscher am Fuße des Großglockners, wurde 1856 vom jagdbegeisterten Kaiser Franz Joseph I. besucht. Viele Mythen und Sagen, in denen beispielsweise Riesen die Naturgewalt verkörpern, umranken die Gletscherwelten. In Hintertux in Tirol, heißt es etwa, man könne heute noch die Fußabdrücke des Tuxer Riesen in der Felslandschaft erkennen. Gletscher sind wie Lebewesen: Sie wachsen, ziehen sich zurück, sie können zur Gänze verschwinden und wiederkommen. Derzeit schmelzen oder stagnieren die meisten Gletscher, nur einige wenige weiten sich aus. Belegt wird dies mit den Gletschermessungen der Innsbrucker Glaziologen und des Alpenvereines, die seit schon beinahe 130 Jahren, seit 1891, von 20 sogenannten Gletscherknechten gesammelt werden. Je älter ich werde, desto weiter muss ich mit dem Gletscher nach oben wandern, um ihn vermessen zu können, berichtet der pensionierte Geograf und Gletscherknecht Günther Groß. Der Rückgang der Gletscher bereitet insbesondere Wintersportzentren Sorge. In Sölden in Tirol, am Rettenbachgletscher, startet die Skisaison im September, im Oktober der alpine Skiweltcup. Um der Natur, der Schmelze der Gletscher, zu trotzen, wird zusätzlich zu den Schneedepots mancherorts sogar ein Fließ als Sonnenschutz über das Gletschereis gelegt. Des einen Leid ist des anderen Freud – so geht es den Archäologen. Die Gletscherarchäologie erlebt seit dem Fund des Ötzi 1991 einen enormen Boom. Zahlreiche Universitätsprojekte beschäftigen sich mit den Geheimnissen, die die Gletscher bei ihrem Rückgang freigeben.
19:00
anschließend: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit kompakt
19:30
R: Ariane Reimers... „Chinas weiter Westen“. Zwischen den Siebentausendern des Karakorum-Gebirges, sattem Grasland und der Taklamakan-Sandwüste trifft Korrespondentin Ariane Reimers in der Provinz Xinjiang traditionell lebende Völker. In „Länder – Menschen – Abenteuer“ folgt eine weitere Himalaja-Doku.
20:00
Tagesschau
20:15
I: Peter Lohmeyer, Lisa Maria Potthoff, Marie-Lou Sellem, Ina Paule Klink, Hannes Wegener, Jürgen Schornagel, Luise Aschenbrenner, Charlotte Schwab, Thomas Kögel, Godehard Giese, Hannes Hellmann, Peter Kremer; S: Nils-Morten Osburg, Nils Willbrandt; R: Nicolai Rohde... TV-Krimi nach Craig Russell. Der 3. Fall für das Team von Jan Fabel., Alte Männer – mit roter Farbe besprüht, ermordet und skalpiert. Bei den Opfern hat der Täter eine rote Haarsträhne platziert. Der Hamburger Kommissar Fabel (Peter Lohmeyer) und seine Kollegen rätseln über das Motiv – bis sie auf eine RAF-Splittergruppe der 1980er-Jahre stoßen… Satte Farben, keine Zwischentöne. Die Ermittler tauschen teils schlichte Dialoge aus, es wirkt alles viel zu gewollt.
21:45
Die Reihe erzählt Geschichten von Hochhäusern rund um den Globus. Diese Folge stellt Taipei 101 und Bay View Garden in China vor. Das zweithöchste Gebäude der Welt steht in Taipeh: 508 Meter hoch und mit 101 Stockwerken ist der Taipei 101 in seiner Konstruktion einem Bambus nachempfunden. Diese der Natur abgeschaute Bauweise soll den Turm resistent gegen Taifune und sogar Erdbeben machen. Dies ist auch nötig, verläuft doch eine tektonisch aktive Bruchlinie nur 200 Meter entfernt vom Hochhaus. In keiner anderen Metropole der Welt stehen die Wolkenkratzer dichter beieinander als in Hongkong. Aber nicht nur zwischen den Hochhäusern ist es eng, sondern auch innerhalb der Türme. Die vielen Zuwanderer vom chinesischen Festland lassen die Wohnungsbesitzer erfinderisch werden. So werden kleine Wohnungen weiter unterteilt und teuer vermietet. Ein Blick in die städtische Zukunft der Menschheit?
22:00
ZIB 2
22:25
I: Trond Espen Seim, Bjorn Floberg, Lene Nystrom, Line Verndal, Vegar Hoel, Sturla Alvsvag, Dagny Backer Johnsen; S: Christopher Harberg; R: Stephan Apelgren... Krimi aus Norwegen. Die Reihe nach Gunnar Staalesen lief auch unter dem Titel „Der Wolf“., Hat der Teenager Jan Egil (Sturla Alsvag) seine Pflegeeltern ermordet? Trotz seines Geständnisses zweifelt Privatdetektiv Varg Veum (Trond Espen Seim, „The Thing“) daran, ermittelt auf eigene Faust und wird dabei mit seiner eigenen Vergangenheit als Sozialarbeiter konfrontiert….
00:00
I: Wolfgang Böck, Monica Weinzettl, Simon Schwarz, Wolfram Berger, Erwin Steinhauer, Beatrice Frey, Heinz Petters, Wolfgang Pissecker, Fritz Muliar, Ernst Konarek; S: Thomas Roth; R: Thomas Roth... TV-Krimi um Unterwelt-Kämpfe in Wien., Der Halbschwergewichtsboxer Formanek steht vor seinem größten Triumph: die Europameisterschaft. Zur gleichen Zeit setzt der russische Mafioso Vitali Koroschenko mithilfe seines Anwalts Prochanski alles daran, den Wiener Unterweltboss Nazl Wessely aus dem Milieu zu drängen – wenn nötig mit brutaler Gewalt… Viel Arbeit für den gewitzten Wiener Kripo-Inspektor (Wolfgang Böck).
01:30
10 vor 10
01:55
Jeannette Sauter, gebürtige Togolesin, ihr Lebenspartner Benjamin Nussbaumer und sein Bruder Richard gründeten eine Schule in Togo. Reporter zeigt, wie das Trio das Projekt gemeistert hat. 2015 wurden sie angefragt, in Lomé, der Hauptstadt von Togo, eine Schule zu bauen. Die drei Schweizer zögerten nicht lange und legten sofort los. Pünktlich zum Schuljahresbeginn im Oktober 2017 startete die Privatschule Belle Étoile. Anstatt auf eine Baubewilligung zu warten, opferten das Schweizer Trio traditionsgemäß eine Ziege, um die bösen Geister von der Baustelle fernzuhalten. Mit Erfolg, lässt sich rückblickend sagen: Die Bauarbeiten verliefen unfallfrei. Mindestens so entscheidend für das Gelingen waren aber Einsatz und Durchsetzungskraft von Jeannette, die immer wieder, sogar von Zürich aus, die Bauarbeiten dirigierte. Zur großen Überraschung der Bauherren selber startete die Privatschule Belle Étoile pünktlich zum Schuljahresbeginn – mit viel mehr Schülerinnen und Schülern als erhofft. Jeannette Sauter ist gebürtige Togolesin, ihr Lebenspartner Benjamin Nussbaumer und sein Bruder Richard sind in Schwamendingen auf die Welt gekommen und aufgewachsen. Nach der Pensionierung verlagert sich ihr Lebensmittelpunkt nach Westafrika. Obwohl es Jeannette eher in den Norden zieht, verbringen sie, ihr Mann und dessen Bruder seit über 20 Jahren ihre Ferien in Togo, dem Heimatland von Jeannette.
02:20
R: Silke Kujas
02:50
I: Peter Lohmeyer, Lisa Maria Potthoff, Marie-Lou Sellem, Ina Paule Klink, Hannes Wegener, Jürgen Schornagel, Luise Aschenbrenner, Charlotte Schwab, Thomas Kögel, Godehard Giese, Hannes Hellmann, Peter Kremer; S: Nils-Morten Osburg, Nils Willbrandt; R: Nicolai Rohde... TV-Krimi. Jan Fabel löst seinen dritten Fall., Zwei Männer wurden mit roter Farbe besprüht, ermordet und skalpiert. Bei beiden Opfern hat der Täter eine rote Haarsträhne platziert. Die Hamburger Ermittler Jan Fabel (Peter Lohmeyer), Maria (Lisa Maria Potthoff) und ihre Kollegen rätseln über das Motiv – bis sie auf eine heiße Spur stoßen, die in die linke Politszene der 80er-Jahre führt: zur Gruppe um Terrorist Franz Mühlhaus, der einst auf dem Bahnhof der Kleinstadt Ottersfehn erschossen wurde… Die ersten zwei Craig-Russell-Verfilmungen, „Wolfsfährte“ (im Anschluss) und „Blutadler“, schufen mit Mystery- und Horrorelementen eine märchenhaft-abgehobene Atmosphäre. In Film Nr. 3 blitzt die Überspitzung nur noch gelegentlich auf. Die Hinwendung zum „realistischen“ Szenario, inklusive Privatleben der Ermittler, macht „Brandmal“ austauschbarer.
04:20
I: Ludwig Trepte, Robert Hunger-Bühler, Nina Petri; S: Belo Schwarz; R: Dustin Loose... Um dem letzten Willen seiner Mutter nachzukommen, muss Jakob Adler etwas erledigen: Er muss seinen ihm unbekannten Vater aufsuchen, der seit über 25 Jahren in der Psychiatrie ist. Er sitzt in der Geschlossenen, denn er hat seinen Bruder umgebracht. Jakob möchte vor einer Begegnung den behandelnden Arzt Dr. Weiß konsultieren, um ihm das wahre Ausmaß der Familientragödie zu offenbaren.
04:40
I: Stephanie Amarell, Radik Golovkov, Uwe Preuss, Alexander Czerwinski; S: Oskar Sulowski; R: Oskar Sulowski... Die 15-jährige Leonie ist die Tochter eines Mafioso, der im Hamburger Rotlichtmilieu niedergeschossen wurde. Nun bangt sie um sein Leben. Sein Leibwächter versteckt ihn und Leonie sowie einen Arzt in einem abgeschiedenen Bergdorf in Italien, in der Hoffnung, ihn zu retten. Die Chancen auf Heilung stehen laut Steffen, dem begleitendem Arzt, nicht gut. Aber immerhin glaubt er an CHI und Kung-Fu.
05:10
I: Henning Peker, Helene Grass, Bernd Stegemann, Alissa Jung, Axel Schreiber, Oktay Özdemir; S: Marcus Richardt, Thomas Grabowsky; R: Marcus Richardt... Alles beginnt mit einem markerschütternden Schrei: Auf einem Langstreckenflug löst ein randalierender Passagier Panik aus, als er damit droht, alle an Bord umzubringen. Obwohl schnell überwältigt und gefesselt, wird der wehrlose Mann am Ende Opfer eines Mobs verängstigter und aufgebrachter Passagiere.
05:25
S: Angela Zumpe; R: Angela Zumpe... Die zwei Kriegsfotografen Chris und Samuel stecken im Transitbereich eines internationalen Flughafens fest. Ihre langjährige Freundschaft wird bald auf eine harte Probe gestellt. Sie sind schon lange ein Team – als Fotografen, die ihr Leben für den Journalismus riskieren, und als enge Freunde, die auch in schwierigen Zeiten füreinander da sind. Doch dann gesteht Samuel seinem Freund, dass er nicht mehr in die Kriegsgebiete zurückkehren wird.
05:35
I: Stella Denis, Lila Bagdadi, Simon Hatzl, Lucia Schlör, Sebastian Schwab, Liam Bansbach; S: Jan Galli, Vasko Scholz; R: Britta Schöning... Um ihr Studium und das Leben mit ihrer zehnjährigen Tochter Lilli zu finanzieren, arbeitet Julia heimlich als Escort-Girl unter dem Namen Zoé. Doch ihr Doppelleben droht aufzufliegen. Auf einem Kindergeburtstag trifft Julia Wolfgang, einen Freund der Eltern des Geburtstagskindes. Er ist einer von Julias Freiern. Wolfgang erkennt, dass sie ein Doppelleben führt – und erpresst sie. Juli sieht sich gezwungen, auf seine Forderungen einzugehen.
05:40
Newton
06:05
3satTextVision
06:15
R: Alexander von Sobeck... Die Inseln Jersey, Guernsey, Sark und Alderney wirken wie aus Zeit und Raum gefallen. Ein Film über Vergangenheit und Gegenwart der Inseln im Strom. Zwischen England und Frankreich gelegen, fühlt sich keiner richtig für die Inseln zuständig. Die beiden Größeren genießen den zweifelhaften Ruf, Steueroasen zu sein, Sark ist eine unabhängige Baronie, und Alderney nur noch die Heimat einiger Hummerfischer.
06:35
R: Alvaro Mendoza... Die Vielzahl an Designs bei Pflanzen und Tieren ist unüberschaubar. Wer jedoch glaubt, die genaue Gestalt entspringe meist einer Laune der Natur, sieht sich getäuscht. Die Anzahl von Blütenblättern folgt beispielsweise ebenso mathematischen Gesetzmäßigkeiten wie die Gestalt von Lebewesen, so wie es schon Leonardo da Vinci in seinen berühmten Zeichnungen vom Mann in Kreis und Quadrat veranschaulichte.
07:20
Kulturzeit kompakt
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit kompakt
09:15
R: Werner Raeune... Der Maler El Greco zählt zu den bedeutendsten und teuersten Alten Meistern der Kunstgeschichte. 1541 in Griechenland geboren, machte er in Spanien als Hofmaler bei Philipp II. Karriere. Doch aufgrund seiner eigenwilligen Interpretation religiöser Themen und seines außergewöhnlichen Mal-Stils hatte der Künstler immer wieder Schwierigkeiten mit seinen Auftraggebern und Zeitgenossen. Seine dünnen, in die Länge gezogenen, verzerrten Darstellungen der Menschen, seine ungewöhnlich grelle Farbgebung – heute sein Markenzeichen – sorgten damals für Skandale, ließen ihn in Ungnade fallen. Als der Künstler 1614 starb, wurde seinem Werk wenig Wertschätzung zuteil. Viele seiner Kirchenbilder wurden ins Ausland verkauft, über die ganze Welt verstreut. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde El Greco von Kunsthistorikern wiederentdeckt, nahmen Avantgarde-Künstler wie Pablo Picasso sowie die Expressionisten August Macke, Franz Marc und Max Beckmann seine moderne Auffassung von Malerei zum Vorbild für ihre Kunst.
09:45
R: Ariane Reimers... „Chinas weiter Westen“. Zwischen den Siebentausendern des Karakorum-Gebirges, sattem Grasland und der Taklamakan-Sandwüste trifft Korrespondentin Ariane Reimers in der Provinz Xinjiang traditionell lebende Völker. In „Länder – Menschen – Abenteuer“ folgt eine weitere Himalaja-Doku.
10:15
Markus Lanz
11:30
Zu Gast bei Vera Russwurm sind die verwitwete Drillingsmama Nina Fuchs, Tanja Bräutigam, zweifache Mutter mit Burnout, sowie Ulrike Wolf, die als Witwe mit 46 Jahren vor dem Ruin stand. Vera Russwurm spricht mit Menschen, die ein Problem bewältigt haben. Sei es beruflich, privat, gesundheitlich. Die Gäste erzählen, wie sie es geschafft haben, die Herausforderung ihres Lebens zu bewältigen. Nina Fuchs stand mit ihren Drillingen im Kleinkindalter plötzlich allein da, nachdem ihr Mann Michael mit 38 Jahren unerwartet starb. Aus der Krise geholfen hat ihr die Psychologin Dr. Monika Wogrolly, die ebenfalls einen harten privaten Schicksalsschlag zu meistern hatte. Die zweifache Mutter Tanja Bräutigam hatte sich bis zur totalen Erschöpfung um ihre Kinder gekümmert. Trotz aller Bedenken nimmt sie sich eine fünfwöchige Auszeit. Hin – und hergerissen zwischen dem Wunsch nach Ruhe und dem Gefühl, eine Rabenmutter zu sein, beginnt für Tanja eine spannende Reise zu sich selbst. Frau Bräutigam kommt mit Nina Petz, einem erfahrenen Eltern-Kind-Coach. Ulrike Wolf wurde mit 46 Jahren Witwe und stand kurz darauf mit ihrem Gasthof vor dem finanziellen Ruin. Da begegnete ihr zufällig der Wirt Rupert Gangl, der sich als der Retter ihres gesamten Lebens entpuppte. Die beiden erzählen ihre schier unglaubliche Geschichte.
12:30
mit Untertiteln und Gebärdensprache.
13:00
ZIB
13:15
In sieben Etappen bereist der Schweizer Reto Brennwald den amerikanischen Kontinent von Nord nach Süd, von Alaska nach Feuerland. Die erste Etappe führt von Alaska bis nach Atlin in Kanada. Zwei Kontinente, zehn Länder, 20 000 Kilometer. Die Reihe Panamericana ist eine Annäherung an Nord – und Südamerika, gekennzeichnet durch Begegnungen mit Menschen und Landschaften. Zunächst begleitet Reto Brennwald die Ureinwohner Alaskas, die Inupiat, auf der Jagd. Dabei vermittelt er Einblicke des Lebens am äußersten Rand des amerikanischen Kontinents. Mit dem Truck reist Reto Brennwald weiter auf einem der einsamsten Highways der USA durch die Tundra nach Süden. Die Stadt Cordova im Prinz-William-Sund lebt vom Lachsfang und ist umgeben von einer faszinierenden Gletscherlandschaft. Schließlich reist der Filmemacher mit dem Zug über die Grenze nach Kanada. Am White-Pass verfolgt er die Spuren des Goldrauschs und trifft auf die moderne Variante dieser Glücksritter.
14:00
Die zweite Etappe führt von Atlin in Kanada nach San Francisco. In der Goldmine im Goldsuchernest Atlin spielt Ron Smallwood Golf und ist auf der Jagd nach dem raren Edelmetall. Der Banff Nationalpark ist berühmt für seine Wölfe und Bären. Der Schweizer Peter Dettling fotografiert sie in freier Natur und nimmt Reto Brennwald mit auf eine Foto-Jagd. Weiter östlich spricht man Deutsch, bei den Hutterern, einer Täufergemeinde aus Südtirol. Ihr strenges aber heiteres Leben in Gütergemeinschaft beeindruckt Reto Brennwald. Südlich der Grenze zu den USA folgt ein landschaftlicher Höhepunkt: der Yellowstone, ein brodelnder Vulkankessel unter dem gleichnamigen Nationalpark.
14:40
Mit den unbekannten Seiten der Traumstadt San Francisco beginnt der dritte Teil der Reise. Reto Brennwald unterhält sich auf einem Stadtrundgang über das Leben der Schwarzen in den USA. Auf dem legendären Highway 1 macht er spontane Begegnungen mit Asphalt-Abenteurern und gelangt nach Santa Cruz, der Hauptstadt der kalifornischen Surfer. Eine völlig andere amerikanische Realität ist das konservative Utah. Im Staat der Mormonen trifft Reto Brennwald Waffenliebhaber und erhält Einblicke, die überraschend, aber auch schockierend sind. Mit einer Gruppe bärtiger Harley-Fahrer gelangt der Reporter zum Naturwunder Arches-Nationalpark und schließlich in die Pueblo-Stadt Taos in New Mexiko.
15:20
Die vierte Etappe führt Reto Brennwald von Taos über Mexiko nach El Salvador. Am Rande von Taos erkundet er die Earthships von Architekt und Abfallprophet Mike Reynolds. Bärbeißig und beharrlich verfolgt dieser seine Vision vom einfachen Leben. Seine Ökobehausungen sind aus Abfall gebaute und mit Erdwärme und Solarenergie versorgte, bewohnbare Treibhäuser, die auch einen Teil der Ernährung der Bewohner liefern. Einladende Plazas und prunkvolle Paläste prägen das Bild der mexikanischen Kolonialstadt Guanajuato auf fast 2100 Metern Höhe. Die barocken und neoklassischen Gebäude und Kirchen aus der Blütezeit der Silberminen im 18. Jahrhundert sind wahre Meisterwerke und gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. In San Salvador zeigt das vom Bürgerkrieg geprägte El Salvador sein furchterregendes Gesicht: Die berüchtigten Mara-Salvatrucha-Banden erpressen, vergewaltigen und morden.
16:00
Für Reto Brennwald geht es weiter von Panama bis nach Peru. Im Dschungel von Panama trifft er die Embera-Indianer. Sie leben größtenteils noch nach ihren überlieferten Traditionen. Die Indianer empfangen Reto Brennwald freundlich und geben ihm einen Einblick in ihre Lebensweise. Weiter südlich ist die Panamericana durch den Darien-Gap, einen wilden Dschungel, unterbrochen, den man nicht mit Fahrzeugen durchqueren kann. Die Reise auf dem Luft – und Wasserweg nach Kolumbien führt entlang der Route der Drogenschmuggler. Die Fahrt mit einem Schnellboot über den Golf von Turbo ist besonders abenteuerlich. Medellín im Norden Kolumbiens hat noch immer den Ruf einer Drogenhölle. Doch Reto Brennwald erfährt, dass die zweitgrößte Metropole des Landes eine annähernd sichere Stadt geworden ist. Die Etappe endet mit der Ankunft in Cusco, der ehemaligen Hauptstadt des Inkakönigreichs.
16:45
Die sagenumwobene Ruinenstadt Machu Picchu wirkt erst mystisch im Nebel, entfaltet aber im Sonnenlicht ihren vollen Zauber. Von dort aus reist Reto Brennwald weiter nach Bolivien. Die Grenze von Peru nach Bolivien überquert er per Schilfboot auf dem Titicacasee und gelangt später nach La Paz, dem mit fast 4000 Metern über dem Meer höchstgelegenen Regierungssitz der Erde. Magische Momente erlebt Reto Brennwald auf dem Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Erde auf 3600 Metern Höhe: Die Fahrt durch das zentimetertiefe Wasser, die Begegnung mit Salzarbeitern und die Spiegelungen von Salzkegeln, Landschaft und Wolken begeistern ihn. Nach einer Passfahrt auf 5000 Metern erreicht er gut durchgeschüttelt die farbenprächtige Laguna Colorado mit ihren seltenen Flamingo-Arten.
17:25
Reto Brennwalds letzte Etappe führt von Argentinien bis ans Ende der Welt. Buenos Aires nennt man auch das Paris Lateinamerikas. Die Bewohner lieben den eleganten Auftritt. Sie gelten aber auch als selbstverliebt und neurotisch. Kaum etwas illustriert das besser als der Tango. Viel bodenständiger präsentiert sich das Leben der Gauchos auf den großen Estancias im Norden des Landes. Auf dem Rücken schneller Pferde kontrollieren sie Herden von bis zu 4000 Rindern. Schließlich gelangt Brennwald an die Südspitze des amerikanischen Kontinents, in die letzte Stadt Feuerlands, Ushuaia. 20 000 Kilometer nach dem Start in Wainwright, Alaska, gelangt Brennwald schlussendlich ans fin del mundo, ans Ende der Welt am Beagle-Kanal.
18:05
R: Romain Guélat... Die Route 66 verbindet auf der 4000 Kilometer langen Strecke Chicago und Los Angeles. Atemberaubende Landschaften und ein Amerika voller Kontraste stehen für den American Way of Life. In den 1920er-Jahren erbaut, hat die Route 66 Millionen von Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben bis nach Kalifornien begleitet. Die Straße war wie ein Versprechen, der Weg ins Eldorado. Dann drängten neue Autobahnen die legendäre Route ins Abseits. Sie waren schneller und sicherer. Eine Katastrophe für die kleinen Gemeinden entlang der Route 66. Motels und Tankstellen mussten schließen. Die einst stark frequentierten Dörfer und Städte wurden links liegengelassen. Das pralle Leben fand woanders statt. Die Reisereportage begegnet auf der Strecke Männern und Frauen, die aus Leidenschaft mit der Route 66 verbunden sind. Die Route 66 ist für sie nach wie vor Symbol des amerikanischen Traums. Mehr und mehr finden Reisende der Nostalgie wegen wieder auf diese Strecke.
19:00
anschließend: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit kompakt
19:30
R: Christine Adelhardt... Grasland, Gebirge, endlose Sandwüsten: Die Innere Mongolei gilt als Chinas wilder Norden. Ihre Geschichte reicht Jahrhunderte zurück, ihr berühmtester Sohn ist Dschingis Khan. Noch heute ziehen die Nomaden mit ihren Tieren durch die endlosen Weiten des Graslandes. Im Grasland stößt das Filmteam auf eine Familie, deren Alltag noch heute bestimmt ist durch ihre Schafe, Kühe, Pferde und Kamele. Die Regierung will sie sesshaft machen. Aber Dschingis Khans Kinder wollen ihre Traditionen weiterleben. Dazu gehören auch ihre Feste, die den Zusammenhalt stärken. Besonders farbenprächtig ist Nadam. Bei diesem berühmten Volksfest kämpfen alle – Kinder, alte Männer und kraftstrotzende Muskelpakete in Lederjacken – verbissen um den Sieg in drei Disziplinen: Das sind wie seit Jahrhunderten Pferderennen, Bogenschießen und Ringen. Zum großen Vergnügen der Zuschauer. Doch die Innere Mongolei ist – wie schon zu Dschingis Khans Zeiten – keineswegs im Gestern stehengeblieben. Neben alter Tradition steht ein ultramodernes Projekt: Ordos. Auf den ersten Blick eine Geisterstadt mitten in der Wüste, mit Hochhäusern und Villenvierteln, achtspurigen Straßen, gigantischen Museen ohne Ausstellungsstücke. Hundert internationale Architekten waren am Bau beteiligt, der Masterplan für die künstliche Stadt stammt vom chinesischen Künstler Ai Weiwei. Ein engagiertes Projekt, das auch Künstler und kluge Köpfe in die Innere Mongolei locken sollte. Die Straßen und Häuser sind bisher menschenleer. Aber, dem boomenden Immobilienmarkt sei Dank, sind angeblich alle Häuser verkauft. Im krassen Gegensatz zu den wenigen Menschen in dieser künstlichen Geisterstadt leben die letzten Ewenke. Ihre Heimat sind die endlosen Wälder im Norden der Inneren Mongolei nahe der Grenze zu Russland. Dieser Volksstamm züchtet traditionell Rentiere und lebt mit den halbgezähmten Tieren in Zelten im Wald. Wegen der strengen Ansiedlungspolitik der chinesischen Regierung gibt es aber nur noch eine Handvoll Familien, die das entbehrungsreiche Leben in der Wildnis führen. Es war nicht leicht für das Kamerateam, sie im Dickicht der riesigen Wälder zu finden. Durchs Grasland und die Wälder des Nordens reisen Christine Adelhardt und das Team des Studios Peking in die weiten Wüsten des Westens, die sich mit ihren gigantischen Sanddünen immer weiter ausbreiten. Die Anpflanzung von speziellen Sträuchern soll die Versandung der Landschaft stoppen. Diese große Grüne Mauer gilt als zweite chinesische Mauer. Hunderte von Kilometern lang versuchen die Bewohner, mit Grünpflanzen die Wüste in ihren Grenzen halten. Christine Adelhart besucht eine Familie, die mit dem Anbau der Pflanzen für die Grüne Mauer überlebt. Früher zogen die Familienmitglieder als Nomaden durchs Grasland. Von ihrem ersten Leben blieb jedoch nur Sand. Der Sand kann erstickend sein – und ist doch wunderschön.
20:00
Tagesschau
20:15
In deutschen Operationssälen werden pro Jahr über vier Millionen Bluttransfusionen gegeben. Seit Jahren verdichtet sich ein Verdacht: Transfusionen können auch gefährliche Nebenwirkungen haben. Recherchen haben dies 2014 an die Öffentlichkeit gebracht und Alternativen aufgezeigt: Mit dem Patient Blood Management lässt sich ein großer Teil der Transfusionen einsparen. Zwei Jahre später geht diese Dokumentation der Frage nach, was sich seither getan hat. Zwar haben sich mehr und mehr Kliniken der Blutsparinitiative angeschlossen, im weitaus größten Teil der Krankenhäuser werden die neuen Erkenntnisse allerdings nach wie vor nicht umgesetzt. Keine Frage: Nach Unfällen und großen Operationen mit unvorhersehbarem Blutverlust helfen die Konserven, Leben zu retten. Einen routinemäßigen und gedankenlosen Einsatz von Blutbeuteln bei planbaren Operationen dürfte es heute eigentlich nicht mehr geben. Der Film von Ulrike Gehring begleitet eine Gruppe von Ärzten, die nicht hinnehmen wollen, dass es nach wie vor zu unnötigen Komplikationen oder sogar Todesfällen kommt, die durch konsequente Anwendung des Patient Blood Management vermieden werden könnten. Die Mediziner haben neue und umfangreiche Studien durchgeführt, die das von Bluttransfusionen ausgehende Risiko untermauern. Und sie fordern, dass auch die Gesundheitspolitik reagieren muss, damit sich die neuen Erkenntnisse auch in allgemeinen Behandlungsrichtlinien niederschlagen und damit überall Standard werden.
21:00
Entwicklungshilfe war gestern: Auf dem EU-Afrika-Gipfel Ende November 2017 sollen die Weichen für mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit gestellt werden. In Zukunft sollen Unternehmen Ländern wie Niger auf die Beine helfen. Mit ihrem Marshallplan für Afrika macht die deutsche Regierung ihren Paradigmenwechsel klar: Private Investitionen statt staatlicher Almosen sollen für Jobs und Perspektiven sorgen. Auf der Liste der Länder, die dabei besonders gefördert werden, steht mit Niger einer der ärmsten Staaten Afrikas. Das zentralafrikanische Land ist eine der großen Flüchtlingsdrehscheiben für Menschen aus ganz Afrika. Mit ein paar tausend US-Dollar erkaufen sie sich hier die Passage übers Mittelmeer nach Europa. Manche kehren erfolglos zurück, wenige können von Flüchtlingsorganisationen von der Weiterreise abgehalten werden. Die Gestrandeten bilden eine zusätzliche Herausforderung für den Wüstenstaat. Die EU unterstützt Niger in den kommenden Jahren mit 700 Millionen Euro. Aus Entwicklungshilfe soll Fluchtursachenbekämpfung werden. Denn um mehr deutsche Privatinvestoren zu motivieren, sich in Afrika zu engagieren, benötigt es vor allem unternehmerische Sicherheit. Bislang sind von 400 000 deutschen Unternehmen nur 800 auf dem gesamten afrikanischen Kontinent aktiv, kritisiert Ex-Entwicklungshilfeminister Müller. Kann der Marschallplan für Afrika daran tatsächlich etwas ändern?
21:30
Erstausstrahlung.
22:00
ZIB 2
22:25
I: Samuel L. Jackson, Ed Harris, Eva Mendes, Luis Guzman, Keke Palmer, Maggie Lawson, Jose Pablo Cantillo, Robert Forster, Edrick Browne, Marc Macaulay, Rosalind Rubin; S: Matthew Aldrich; R: Renny Harlin... Samuel L. Jackson gerät als Tatortreiniger in eine schmutzige Geschichte., Ex-Cop Tom Cutler (Jackson) reinigt Wohnungen von den Überresten verstorbener Menschen. Bis er unwissentlich die Beweise eines Mordes beseitigt. Das Opfer war der Mann der schönen Ann (Eva Mendes) und sollte vor Gericht gegen Polizisten aussagen… Die Krimihandlung ist eher konventionell erzählt. Dafür liefert Jackson ein nuanciertes Psychogramm.
23:45
I: Jean Reno, Kad Merad, Marina Fois, Venantino Venantini, Moussa Maaskri, Lucie Phan, Gabriella Wright, Richard Berry, Jean-Pierre Darroussin; S: Richard Berry, Eric Assous; R: Richard Berry... Jean Reno und Kad Merad („Willkommen bei den Schtis“) treffen aufeinander., Ex-Mafiapate Charly (Reno) wird in Marseille von einem Mordkommando über den Haufen geschossen. Die Ärzte entfernen 22 Kugeln aus seinem Körper. Charly überlebt den Anschlag wie durch ein Wunder und übt an seinen Feinden (u. a. Kad Merad) blutige Vergeltung… Mitunter zäh, und auch mäßig originelle Gangsterfilmklischees mindern das Vergnügen.
01:40
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02:05
Zwei Veteranen trotzen dem Alter: Die verhinderten Schlagerstars Oliver Welke und Dietmar Wischmeyer lesen Texte aus einem Buch, das niemals erscheinen wird. Es geht um die Zukunft, um Milchaufschäumer – und es geht uns alle an. Klingt komisch, ist es auch! Versprochen wird ein unvergesslicher Abend, bei dem einem das Denken im Halse stecken bleibt. Seit über 20 Jahren kreuzen sich die Wege von Oliver Welke und Dietmar Wischmeyer immer wieder. Vom Frühstyxradio beim niedersächsischen radio ffn bis zur heute-show des ZDF prägen sie die deutsche Satirelandschaft. Logisch, dass dabei auch großartige gemeinsame Projekte entstanden: Etwa die Textsammlung Frank Bsirske macht Urlaub auf Krk mit ebenso absurden wie fiktiven Einblicken in das Privatleben deutscher Prominenter. Im Januar 2016 nutzten sie wieder die Winterpause der heute-show für eine kurze Tournee, die es in sich hatte: Im Herzen jung hieß das Programm, das angeblich der Inspiration durch die Schlagerbarden Die Amigos zu verdanken ist. Entsprechend gingen die Künstler in roten Show-Anzügen auf die Bühne.
03:05
Rainald Grebe – Musiker, Kabarettist, Berufswahnsinniger – rockt die Arena im Berliner Osten mit Artisten, Kamel, Männerballett und Bio-Feuerwerk, alles begleitet vom Wuhlorchester. Die Zuschauer erwartet ein einmaliges Spektakel, ein Riesenzirkus: Rainald Grebe plant seine eigene Version der Weltfestspiele, in deren Verlauf er über 10 000 Fans mit Volksliedern, griechischen Tänzen und Rhythmischer Sportgymnastik beglückt. Und damit nicht genug: Es darf mit überraschend eintreffenden Gaststars von lokalem wie internationalem Format gerechnet werden. Thematisch angelehnt ist der Abend an die Geschichte des Veranstaltungsorts: 1973 kamen während der Weltfestspiele der Jugend insgesamt acht Millionen Menschen in der Wuhlheide zu Ostberlin zusammen. In Zeiten von Lampedusa und Pegida möchte Grebe ebendiesen Gedanken von Frieden und Einheit aufleben lassen und nebenbei den Begriff Volksmusik neu definieren. Nie lagen Ironie und Pathos enger beieinander. Unterstützt wird Grebe von seinem Wuhlorchester, das seine Fans als Orchester der Versöhnung kennen. Außerdem dabei sind Pullunderträger Olaf Schubert mit einem Grußwort aus Dresden und der Bassbariton Thomas Quasthoff mit einer Endzeitversion von Helene Fischers Atemlos durch die Nacht. Wichtigster Teil des Konzerts ist aber sein Publikum, das Grebe in den Rang eines Volkschors emporhebt. Zur Krönung des Abends, der ganz im Zeichen des Guten steht, spendiert der Künstler ein ebenso überwältigendes wie politisch korrektes Bio-Feuerwerk. Und am Ende singen alle Brandenburg und jubeln Halleluja, Berlin!.
04:35
Endlich wieder Happy Hour! Die Satireshow aus der Berliner Kulturbrauerei geht in die nächste Runde. Kabarettist und Moderator Sebastian Pufpaff präsentiert Stars und Nachwuchskünstler aus Kabarett und Comedy, Poetry-Slam und Musik. Für feine Satire und gehobenen Unfug sorgen diesmal: Tobias Mann, der mit kabarettistisch gewagten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet ist. Abdelkarim, zwar gefangen in multiplen Identitäten, aber nach eigenen Angaben auf jeden Fall Deutschlands Staatsfreund Nr. 1. Lisa Eckhart, Österreichs Grande Dame Terrible und die satirische Antwort auf alle Fragen, die sich bislang niemand zu stellen wagte. Andreas Rebers, der ewig junge Altmeister des gepflegten Wahnsinns. Gerade hat er 60. Geburtstag gefeiert, auf der Bühne bildet Amen den furiosen Abschluss seiner Trilogie des Glaubens. Suchtpotenzial, das Liedermacherinnen-Duo, das mit dem Alko-Pop ein eigenes Genre kreiert hat. Lieder klingt aber auch viel zu harmlos für das, was die beiden auf der Bühne raushauen.
05:20
Kabarett kann auch Spaß machen! Unter diesem Motto lädt Sebastian Pufpaff wieder zur Happy Hour in die Berliner Kulturbrauerei. Zusammen mit seinen Gästen präsentiert der Anarchist im Anzug eine rasante Mischung aus Kabarett und Comedy, Musik und Poetry-Slam. Für feine Satire und gehobenen Unfug sorgen diesmal: Christoph Sieber, der hoffnungslose Optimist, auf der Suche nach dem linken Mainstream. Hazel Brugger, Shootingstar des Kabaretts und die vermutlich coolste Form gedanklicher Eskalation. Rainald Grebe, Liedermacher, Kabarettist, Schauspieler, Autor, Regisseur. Multitalent wäre maßlos untertrieben. Michael Mittermeier, der inoffizielle Erfinder deutscher Stand-up-Comedy, neuerdings auch Experte für erotische Literaturverfilmungen. Fiva x JRBB, die Münchner Moderatorin und Rapperin ist aktuell mit satter Big Band unterwegs. Mit klugen Texten statt Gangsta-Attitüde nimmt sie einen besonderen Platz im deutschen Hip-Hop-Kosmos ein.