Slovenske TV

Podnaslovljene TV

Lokalne TV

EX YU TV

Angleške TV

Nemške TV

Italijanske TV

Ostale TV

ARTE
05:50
R: Hector Obalk... In der Basilika Santissima Annunziata in Florenz filmt Obalk eine der ersten Werke, das von Rosso Fiorentino (1494-1540) bekannt ist: ein Fresko, auf dem die Himmelfahrt Marias (1517) zu sehen ist, der auch die zwölf Apostel beiwohnen. Über Rosso Fiorentino ist wenig bekannt, außer dass er rothaarig – rosso auf Italienisch – und gebürtiger Florentiner – fiorentino – war und viele seiner Bildfiguren rothaarig malte. Am Anfang seiner Karriere arbeitete er im Atelier von Andrea del Sarto, wo er seinen unverwechselbaren manieristischen Stil entwickelte. Es sind von Fiorentino nur rund 25 Gemälde erhalten und etwa 15 Fresken. Der italienische Maler des Manierismus mischte souverän und unkonventionell Stilrichtungen und Stimmungen. Unnachahmlich sind seine Darstellungen blässlich-diaphaner oder auch porzellanzarter Haut. Der Wechsel zwischen grellen Farben und sanften Beige-Tönen, zwischen Sorgfalt und Nachlässigkeit, zwischen Kitsch und Diabolik – all das wohnt Rosso Fiorentinos vielgestaltigem, zutiefst grenzüberschreitendem Werk inne und lässt Correggios Bilder daneben akademisch wirken. Obalk untersucht die Madonnen-Darstellungen – gemalt auf einem Thron sitzend – ebenso wie die Gemälde zum Tod Christi, die Kreuzabnahmen Christi, die für das dramatische Thema sehr intim wirken. Im Schloss Fontainebleau entdeckt er die mythologischen Bilder Fiorentinos. In der Sendung stellt Obalk das Gesamtwerk Fiorentinos vor, wobei ihn die Reise auf den Spuren der eindrucksvollen Meisterwerke nach Florenz, Volterra, Berlin, Dresden, Paris und Boston führt.
06:15
S: Esther Hoffenberg, Cécile Vargaftig; R: Esther Hoffenberg... Doku über den Star der Nouvelle Vague., Rebellisch, lebensfroh und furchtlos – so beschrieben Freunde wie Catherine Deneuve und Bulle Ogier die Schauspielerin (1938–2013), die mit Filmen wie Chabrols „Die Enttäuschten“ oder Eustaches „Die Mama und die Hure“ für Skandale sorgte – und mit ihrem letzten Film „Paulette“ für einen Hit.
07:25
R: Nick Clarke Powell
08:20
R: Frank Nischk... Im 3. Teil der Reihe um Eilande, denen es ernst ist mit grüner Energie, dreht sich alles um den Kampf Madeiras um Wasser und Strom.
09:10
R: Heiko de Groot
09:55
R: Jean Babtiste
10:40
Wer hätte gedacht, dass die Franzosen in den Ausläufern des Himalayas einen chinesischen Cabernet Sauvignon anbauen? Dass südaustralischer Shiraz in der ganzen Welt getrunken wird? Oder dass der ungarische Tokajer italienischen, spanischen und amerikanische Investoren gehört? In Europa wird Wein immer noch stark mit seinem jeweiligen Ursprungsgebiet verbunden. Dabei ist daraus längst ein Weltmarkt entstanden.
10:55
Erstausstrahlung.
11:25
R: Brian Armstrong
12:05
R: Brian Armstrong
12:50
R: Brian Armstrong
14:20
R: Christine Tournadre... Das abgeschottete Lengguru-Massiv ist für Wissenschaftler ein wertvolles Freiluft-Labor. Ein 50-köpfiges Expertenteam erhofft sich Aufschluss über die Evolution und trifft auf unbekannte Meeresbewohner.
15:05
R: Luc Marescot... In der Südsee erforschen Biologen das Sozialverhalten von Riffhaien., Es ist ein Gewimmel aus Flossen, Leibern und Zähnen: Dutzende Riffhaie, hydraartig ineinander verschlungen im Kampf um einen Fetzen Beute. Doch was aussieht wie eine von Gier getriebene Fressorgie, ist in Wirklichkeit komplexes Sozialverhalten. Welchen Regeln folgt es? Seit der französische Naturfotograf Laurent Ballesta 2014 zum ersten Mal den weltweit größten Schwarm Grauer Riffhaie vor der Küste des Fakarava-Atolls abgelichtet hat, versucht er ihre kollektiven Jagdstrategien zu ergründen. 2017 startete er ein aufwendiges Experiment: 40 Tiere wurden mit Chips ausgestattet, um nachzuvollziehen, welche Wege sie nachts zurücklegen. Dabei gelangen tolle Filmaufnahmen. Im Anschluss: „Atolle – Kleinodien der Ozeane“.
16:40
Erstausstrahlung.
17:35
R: Manuel Lefevre, Gil Kebaili
18:25
R: Emanuela Casentini... Die violette Artischocke ist eine Spezialität der Lagune von Venedig, einer einzigartigen Landschaft zwischen Festland und Meer. Vor allem die allerersten Knospen der Artischocke, die zarten Castraure, reißen die Venezianer den Händlern aus der Hand. Auf die überregionalen Märkte schafft es diese Delikatesse fast nie. Angebaut wird die Pflanze auf der Laguneninsel Sant'Erasmo. Autorin Emanuela Casentini hat hier die Brüder Finotello besucht. Als sie vor 20 Jahren den Hof ihrer Eltern übernahmen, schien Landwirtschaft kaum noch profitabel zu sein. Aber seit die Brüder gemeinsam mit den anderen Bauern der Insel eine Genossenschaft gründeten, Sortenschutz beantragten und die professionelle Vermarktung vorantrieben, geht es mit der lokalen Spezialität bergauf. Die Brüder Finotello betreiben erfolgreiche Direktvermarktung – mit dem Boot. Und falls jemand nicht weiß, was man mit Artischocken alles machen kann – Carlo Finotellos Ehefrau Cosetta hat die besten Rezepte der Insel in einem Buch gesammelt. , Online verfügbar von 23/06 bis 23/07.
18:55
Erstausstrahlung.
19:10
ARTE Journal
19:30
R: Vera Olsson... Beeindruckende Landschaften, überraschende Begegnungen: Auf seiner launig-abenteuerlichen Reise durch das Gebirge in Südsibirien besucht der finnische Schauspieler Ville Haapasalo diesmal marsähnliche Täler, Angehörige des Telengit-Stamms und die Aktru-Gletscher., Erstausstrahlung.
20:15
R: Sylvie Faiveley, Gil Kebaili... Wieder instand gesetzt: das Hameau de la Reine, Refugium der Königin., Bauernhof, Mühle, Molkerei, ein See: Ende des 18. Jh.s schuf die als verschwendungssüchtig geltende letzte Monarchin Frankreichs im Schlosspark von Versailles eine künstliche Idylle für private Rückzüge. Der Film verbindet die Restaurierung mit einem Porträt., Online verfügbar von 23/06 bis 23/07; Erstausstrahlung.
21:45
R: Fabrice Hourlier... Der Schreibtisch Ludwigs XV., eine astronomische Uhr und Möbel: Sechs für Monarchen gefertigte Meisterwerke aus dem 17. und 18. Jh. werden vorgestellt.
22:40
R: Britta Kunft... Doku. „Die unheimliche Großmacht“ wird in vielen Meeresregionen zur Plage., Ob globale Erwärmung, Überfischung oder Versauerung der Ozeane: Quallen erweisen sich als unerwartete Profiteure der menschengemachten ökologischen Krise in den Meeren. Ihr massenhaftes Auftreten an Stränden und Fangplätzen der Fischerei wird zunehmend zum Problem. Die Doku untersucht Ursachen, zeigt aber auch faszinierende Seiten der fremdartig-schönen Kreaturen.
23:35
R: Adrien Soland, Thierry Villeneuve, Adeline Chahin, Samuel Petit... Fahrt zur Hölle! Drei Tage volle Metal-Dröhnung auf einer Kuhweide im verschlafenen Clisson., Erst 13 Jahre alt und mit über 100?000 Besuchern schon eine kleine Legende: Das Line-up (ca. 150 Gigs) des französischen Open-Air-Festivals kann sich sehen lassen. Neben den Metal-Institutionen Iron Maiden und Judas Priest, den vom „Rolling Stone“ als „neue Heavy-Metal-Götter“ gefeierten Avenged Sevenfold, den Nu-Metal-Pionieren Limp Bizkit und Punkrockern Bad Religion gibt es auch viele Newcomer zu entdecken. Darunter die gehypte Hardcoreband Turnstile (Foto) aus Baltimore – von ihren Fans liebevoll „Dancy Hardcore Boys“ genannt –, die für ihr zweites Album beim Branchenriesen Roadrunner Records unterzeichneten. Durch Schlamm, Staub und Chaos führt Radiomoderator Francis Zégut.
01:15
Praktisch! In der surrealen französisch-portugiesischen Co-Produktion„Entre Sombras“ hinterlegt man sein Herz bei der Bank, um sich nicht zu verlieben… Vier Shorties im Spezial „Film Noir“., Online verfügbar von 23/06 bis 18/06, Mehr Infos unter: arte.tv/kurzschluss; Erstausstrahlung.
02:10
I: Adila Bendimerad, Aziz Boukerouni, Nabil Asli; S: Adila Bendimerad, Damien Ounouri; R: Damien Ounouri... Nfissa, eine junge Frau, macht mit ihrer Mutter und ihren beiden kleinen Kindern einen Ausflug zum Strand, während ihr Mann arbeiten muss. Als sie sich beim Schwimmen aus der Sichtweite des Strandes entfernt, wird sie plötzlich von einer Gruppe Männer umringt, die sie zuerst mit Sprüchen und dann auch körperlich bedrängen. Als Nfissa nach ihnen schlägt, um sich aus ihrem Kreis zu befreien, werden sie gewalttätig und tauchen sie schließlich so lange unter, bis sie ertrinkt. Doch Nfissa ist nicht tot. Als Untote lebt sie fortan im Wasser und hat Rache an ihren Peinigern geschworen. Kurze Zeit später kommt es an dem Strand, an dem sie zum letzten Mal gesehen wurde, zu einem mysteriösen tödlichen Vorfall ...
02:50
S: Judith Keil, Antje Kruska; R: Judith Keil, Antje Kruska... Doku über das Leben von zwei Asylbewerbern in einer brandenburgischen Kleinstadt., „Wir dachten im Iran: Hitler ist noch am Leben, das Land ist voller Nazis. Keine gute Situation für Ausländer. Aber als ich schließlich hier war, fand ich es schön“, so Farid, der eigentlich in die Schweiz fliehen wollte, aber in Deutschland landete. Der Iraner versucht sich nun in Bad Belzig als Fitnesstrainer. Brian aus Kamerun heuert bei einer Versicherungsgesellschaft an. Kurz darauf erfährt er, dass sein Asylantrag abgelehnt wurde. Seine einzige Hoffnung wäre jetzt ein Kind mit einer Deutschen… Bewegende Einblicke, hier leider in der 38 Minuten (!) kürzeren TV-Fassung., Online verfügbar von 23/06 bis 30/06.
03:45
R: Philippe Allante... Der Mittdreißiger Pier Giorgio Parini kommt aus einer angestammten Bauernfamilie und fühlt sich seiner Heimat, der Emilia-Romagna, eng verbunden. Die Vielfalt und die Schönheit dieser Region verarbeitet der Koch auch in seinen Rezepten. Der auch Kräuterkönig genannte Parini hat bei seinem typisch italienischen Gasthaus Povero Diavolo eine erstaunlich große Vielfalt an Gewürzkräutern gepflanzt. Diese verwendet er sogar in seinem Sempre Verde – das ist eine äußerst originelle und erfrischende Nachspeise, die als Parinis kulinarisches Markenzeichen gilt.
04:10
ARTE Journal
04:30
R: Nicolas Rendu
05:05
R: Guillaume Tunzini... Es war einmal ... Lost in Translation von Guillaume Tunzini ist der 39. Dokumentarfilm in der Reihe Ein Film und seine Zeit. Er schildert die Entstehungsgeschichte und den überraschenden Erfolg des zweiten Films von Sofia Coppola, der 2003 in die Kinos kam. Der Low-Budget-Autorenfilm Lost in Translation – Zwischen den Welten wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: Er erhielt den Oscar für das beste Originaldrehbuch, den César für den besten ausländischen Film und den Golden Globe für Bill Murray als besten Hauptdarsteller. Bob, ein alternder Filmstar aus den USA, dreht einen Werbespot in Japan. Die junge Charlotte, ebenfalls US-Amerikanerin, begleitet ihren Ehemann auf einer Dienstreise. Beide Protagonisten fühlen sich einsam und fremd in dieser Umgebung und langweilen sich. Doch sie sind in ihrem Leben nicht weniger verloren als in Tokio: Bob steckt in der Midlife-Crisis, Charlotte weiß nicht, was sie mit ihrem Erwachsenenleben anfangen soll. Ihre kurze Begegnung, romantisch und flüchtig, wird beider Leben verändern. Seit ihrer Kindheit war Sofia Coppola regelmäßig in Japan. Westlichen Besuchern ist dieses Land zwischen Tradition und Hypermodernität fremd, es kommt immer wieder zu Kulturschocks. Die Dokumentation beleuchtet dieses kulturelle Spannungsfeld, auf das sich auch der Filmtitel bezieht. Außerdem berichtet Coppola von den Schwierigkeiten, den schwer fassbaren Bill Murray dazu zu bewegen, die Hauptrolle anzunehmen. Ein Making-of zeigt zudem die abenteuerlichen und skurrilen Ereignisse während des Drehs in Tokio, der ebenso lost in translation war wie die Figuren im Film.
06:00
Abgedreht!
06:35
R: Sabine Pollmeier
07:00
Karambolage
08:00
R: Cathy Baker... Erstausstrahlung.
08:25
I: Bebiane Ivalo Kreutzmann, Hannibal Harbo Rasmussen, Rolf Hansen, Patricia Schumann, Karen-Lise Mynster, Lars Knutzon; R: Kaspar Munk... Sofie und Dixie reisen mit der Zeitmaschine ins Jahr 1984 und sitzen dort fest, nachdem der Zeitmaschine der Treibstoff ausgeht. Als Dixie sich verletzt, will Sofie seine Wunde nur unter der Bedingung versorgen, dass er ihr endlich erzählt, welches Geheimnis er hütet. So erfährt sie, dass Dixie aus dem Jahr 2044 kommt. Außerdem berichtet ihr Dixie, dass Silverfox ihm das Quad überlassen hat, mit dem man durch die Zeit reisen kann. Dixie war ursprünglich gekommen, um die Originalzeitmaschine in Besitz zu nehmen. Denn mit dem Quad kann man nur wenige Male durch die Zeit reisen, und nun ist dieses auch noch kaputt. Sofie willigt schließlich ein, es zu reparieren.
08:50
I: Bebiane Ivalo Kreutzmann, Hannibal Harbo Rasmussen, Rolf Hansen, Patricia Schumann, Karen-Lise Mynster, Lars Knutzon; R: Kaspar Munk... Sofie und Dixie sind noch immer im Jahr 1984 und versuchen ins Jahr 2014 zurückzukehren, doch ihre Zeitmaschine ist kaputt. Da es Sofie nicht gelingt, die Zeitmaschine zu reparieren, macht sie sich gemeinsam mit Dixie auf die Suche nach ihrem Großvater, um ihn um Hilfe zu bitten. Da sie sich im Jahr 1984 befinden, ist Sofies Großvater zu diesem Zeitpunkt noch ein junger Mann und ahnt nichts von Sofies Existenz. Unter einem Vorwand gelingt es Dixie und Sofie, in die Werkstatt von Sofies Großvater zu gelangen. Dieser erklärt sich bereit, einen Blick auf die Zeitmaschine zu werfen. Dann gibt Sofie sich zu erkennen ...
09:10
Online verfügbar von 24/06 bis 01/07; Erstausstrahlung.
09:25
I: Bernadette Lafont, Claude Brasseur, André Dussollier, Charles Denner, Guy Marchand, Philippe Léotard; S: Jean-Loup Dabadie, François Truffaut; R: François Truffaut... Schwarze Komödie von François Truffaut. Eine junge Kriminelle schert sich nicht um bürgerliche Moral – und fegt durch eine Machowelt., Für seine Doktorarbeit über kriminelle Frauen sucht der biedere Soziologe Stanislas (André Dussollier) die junge Camille Bliss (Bernadette Lafont) im Gefängnis auf. Die kesse Brünette soll einen Verehrer umgebracht haben. In Tonbandinterviews erzählt die schöne Frau ihre Lebensgeschichte. Wie sie es als Neunjährige anstellte, dass ihr Stiefvater zu Tode kam – und sie ins Erziehungsheim. Wie sie noch minderjährig flüchtete und Männer dazu brachte, ihr erst zu helfen und dann das Zeitliche zu segnen. Bald hat sie auch dem braven Stanislas den Kopf verdreht. Gemeinsam mit seiner scheuen Sekretärin Hélene (Anne Kreis) kann er Camilles Unschuld beweisen. Die Folgen aber sind fatal… Eine lebenslustige Femme fatale schickt mit unbekümmerter Sexualität und Gespür für Gelegenheiten reihenweise Männer ins Verderben. Ungewohnt boulevardesk und vulgär malt Truffaut („Die letzte Metro“) ein turbulentes Sittenbild mit Stars (u.?a. Claude Brasseur, Philippe Léotard), Anspielungen auf Hitchcocks „Vertigo“ und gehörigem Augenzwinkern – etwa wenn Guy Marchand für seine Schäferstündchen statt säuselndem Jazz eine LP mit dem Dröhnen von Indianapolis-Boliden auflegt. Oder wenn sich ein zehnjähriger Knirps aus „künstlerischen Gründen“ weigert, seine Super-8-Aufnahmen zu zeigen. Eine Doku über Lafont, die 1957 ihr Debüt in Truffauts frühem „Die Unverschämten“ gab, folgt im Anschluss.
11:00
R: Hector Obalk... Nach einer langen Periode der florentinischen Malerei, die die Schönheit und Sinnlichkeit des menschlichen Körpers feierte, mit prächtigen Farben spielte und die Zentralperspektive einführte, wurde im späten 16. Jahrhundert die Venezianische Schule zur Vorreiterin eines monumentalen Manierismus. Ihr unumstrittener Meister ist Tintoretto, dessen Fresken im Dogenpalast, in der Scuola Grande und in zahlreichen Kirchen Venedigs zu bewundern sind. Seine Vorliebe für gigantische Formate und seine Virtuosität machten ihn zu einem der produktivsten Künstler seiner Zeit und kündeten bereits vom Können eines Rubens oder Fragonard. Bei der Darstellung von Gesichtern und Körpern arbeitete Tintoretto bewusst mit Hell-Dunkel-Effekten, einer revolutionären Technik, die später die lichtdurchfluteten Gemälde Veroneses und Rembrandts inspirierte und selbst in Renoirs Porträts – etwa den von einer Hutkrempe überschatteten Gesichtern – fortwirkte. Effektvolle Schatten werfen in Tintorettos Gemälden Blattwerk, Laubengänge, Masten, Wolken oder auch schwebende Engel. Neu war ebenfalls die vertikale, den üblichen Bildraum sprengende Komposition. Ihren Höhepunkt erreichte Tintorettos Experimentierfreude mit dem Kolossalgemälde Das Paradies für den Saal des Großen Rates im Dogenpalast: Die um Christus und Maria versammelten Auserwählten schweben auf einer Wolkenspirale, die sich zum ewigen Licht hin verjüngt. , Erstausstrahlung.
11:30
R: Caroline Haertel
12:20
R: Agnes Molia, Anne Richard
12:50
R: Frédéric Wilner, Saléha Gherdane
13:45
R: Frédéric Wilner... Der französische Archäologe Eric Bourdonneau lüftete das Geheimnis der Heiligtümer im kambodschanischen Angkor. Anhand der gründlichen Untersuchung des Königstempels von Koh Ker lieferte der Wissenschaftler Nachweise dafür, dass diese großen Tempel Bestattungsfunktion hatten: Sie dienten König und Untertanen als Pforte ins Jenseits. Eric Bourdonneau rekonstruierte außerdem das Innere der verschiedenen Kapellen des Tempels, deren sämtliche Statuen schon vor langer Zeit Kunsträubern zum Opfer gefallen sind. Der Archäologe rekonstruierte sie virtuell an ihren ursprünglichen Standorten – ein wahres Wunder der Technologie und der Kunstgeschichte. Pierre Baptiste, Chefkurator des Guimet-Museums in Paris, entdeckte wertvolles Beweismaterial, das ihm erlaubte, seine Ermittlungen über die Khmer-Tempel voranzutreiben. In einer Höhle des Klosters Saint Riquier in Nordfrankreich fand er Hunderte von Gipsabgüssen, die Ende des 19. Jahrhunderts von Monumenten aus Angkor Wat gemacht worden waren. Diese Gipsabgüsse zeigen Reliefs, deren Originale inzwischen weitgehend zerstört sind und bilden eine unersetzliche Informationsquelle für Wissenschaftler, die Forschungen über die verschwundene Stadt anstellen, die Anfang des 15. Jahrhunderts von ihren Bewohnern verlassen wurde. Der Archäologe Jacques Gaucher wiederum fand heraus, wo sich das Epizentrum des Ballungsgebiets Angkor befand. Diese Entdeckung ist insofern bahnbrechend, als man jetzt besser nachvollziehen kann, wie sich dieser Großraum organisierte; und sie liefert Schlüssel für die Deutung der beeindruckenden Ruinen. Dass die Forschungsarbeiten an der Stadt Angkor überhaupt so weit gedeihen konnten, ist jedoch einem der ersten Forschungsreisenden zu verdanken, dem Franzosen Louis Delaporte. Im 19. Jahrhundert brachte Delaporte mehrere Khmer-Statuen nach Paris und erstellte eine umfassende Dokumentation über die Tempel von Angkor. Außerdem fertigte er Hunderte Gipsabgüsse von Reliefs der Khmer-Bauten an. 150 Jahre sind seither vergangen, und erst jetzt gelingt es der Wissenschaft, das wahre Gesicht der verschwundenen Stadt nachzubilden.
15:10
R: Sylvie Faiveley, Gil Kebaili... Wieder instand gesetzt: das Hameau de la Reine, Refugium der Königin., Bauernhof, Mühle, Molkerei, ein See: Ende des 18. Jh.s schuf die als verschwendungssüchtig geltende letzte Monarchin Frankreichs im Schlosspark von Versailles eine künstliche Idylle für private Rückzüge. Der Film verbindet die Restaurierung mit einem Porträt.
16:45
Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind zerrüttet. St. Petersburg ist ein Austragungsort der Fußball-WM und gilt als liberalste Stadt des großen Reichs. Wie steht man hier zu Putins nationalistischem Kurs?, Online verfügbar von 24/06 bis 22/09; Erstausstrahlung.
17:30
R: Elke Werry... Sie sind Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten mit bewegter Geschichte. Die vierteilige Dokureihe über Shoppingtempel startet mit der Galeries Lafayette in Paris. 19.2.: KaDeWe, Berlin. Es folgen GUM und Macys., Online verfügbar von 24/06 bis 24/07.
18:25
R: Corentin Leconte... Komponisten wie Isaac Albéniz und Claude Debussy ließen sich von Granadas maurischer Stadtburg inspirieren. Im Myrtenhof der Alhambra spielt Pianist Javier Perianes ausgewählte Werke., Erstausstrahlung.
19:10
ARTE Journal
19:30
R: Jean Froment... Tausende Hektar Vegetation werden auf der Insel Korsika jeden Sommer durch Waldbrände zerstört. Seit 1960 haben die Brände ein immer größer werdendes Ausmaß angenommen. Mutige, neue Strategien hat die Forstfeuerwehr gegen die Brandkatastrophen entwickelt. Mit präventiven Bränden nehmen sie dem Feuer die Nahrung. Sie entbuschen gezielt Wälder, Sträucherzonen und Heiden der Insel. Ein gefährlicher Kampf um die geliebte Insel ...Alain Valentini und Stéphane Sayag gehören zur Truppe der Forestier-sapeurs, der Forstfeuerwehr. Ihr Einsatzgebiet sind die Departements Haute-Corse und Corse-du-Sud, die waldreichen Bergregionen ihrer Heimatinsel, die sie liebevoll auch Insel der Schönheit nennen. Brandprävention ist ihr Alltag, sie durchkämmen riesige Waldgebiete und den dichten Buschwald um den Nährstoff für mögliche Brände zu vernichten. Durch kontrolliert gelegte Brände werden Brandschneisen gelegt – kommt es dann im Sommer zu einem Brand, wird er an den Brandschneisen enden und sie nicht überwinden. So soll verhindert werden, dass die Feuerwellen, die von oben aus den Bergen kommen, durch den warmen Sommerwind aus Südwest auf das Tal überspringen. Zunehmend landwirtschaftlich brachliegende Landschaft und trockene Monokultur im Forst sind gefährliche Angriffsflächen für Feuer. Oft bleibt im Ernstfall nur die Brandbekämpfung mit Wasser aus der Luft, doch der Einsatz der berühmten Canadair-Löschflieger in den letzten Jahren hat gezeigt, dass sich damit die Waldbrände nur schwer in den Griff bekommen lassen – zu schnell breiten sich die Feuerwände aus. Die neue Brandschneisen-Methode wird von manchem Bauern kritisiert, das Risiko muss gut kalkuliert werden. Ein Kampf für die Natur, der die Männer der Forstfeuerwehr immer wieder an die Grenze ihre Kräfte bringt. , Online verfügbar von 24/06 bis 24/07.
20:15
I: Yves Montand, Isabelle Adjani, Lauren Hutton, Alain Souchon, Pinkas Braun, Jean-Luc Bideau; R: Jean-Paul Rappeneau... Krimikomödie von Jean-Paul Rappeneau („Cyrano von Bergerac“)., „Wenn ich hiergeblieben wäre, wäre nie etwas aus dir geworden…“ Mit diesen Worten wirbt der Welten-bummler Victor Valance (Yves Montand) nach 15- jähriger Abwesenheit bei Tochter Pauline (Isabelle Adjani) um Verständnis. Aber im Gegensatz zu Victors Mutter und Paulines Schwestern lässt sich die kühle Karrieristin von dem Filou nicht einseifen. Zu Recht, denn hinter ihrem Rücken verkauft Papa das Mietshaus seiner Mama, um ein Casino am Genfer See zu eröffnen. Aufgebracht reist Pauline ihm hinterher – und findet sich in einem Krimi wieder, denn Victor hat wahrlich nicht nur sie im Nacken…Sie als kalte Mademoiselle und er, ganz Charmeur der alten Schule: Adjani und Montand sind ein wunderbares Duo! Mit dabei: Liedermacher Alain Souchon („Ultra Moderne Solitude“).
22:00
R: Sam Pollard... Porträt über den Entertainer, der sich im weißen Showbiz behauptete und immer wieder mit Rassismus zu kämpfen hatte., Bereits mit drei Jahren stand Sammy Davis Jr. (1925–90) mit seinem Vater als Stepptänzer auf der Bühne, er wurde Filmstar und Teil des legendären Rat Pack an der Seite von Frank Sinatra. Regisseur Sam Pollard zeigt auch den lebenslangen Kampf des „Schwarzen, Juden und Puerto Ricaners“, wie er sich selbst bezeichnete, gegen Rassismus, der ihm geballt in der US Army während des Zweiten Weltkriegs begegnete und als er 1960 eine weiße Frau heiratete., Erstausstrahlung.
22:50
R: Christophe Abric, Guillaume Delaperriere... Seit über 50 Jahren treffen sich in der idyllischen Stadt Montreux am Genfer See jeden Sommer internationale Musikstars auf der Bühne eines weltweit einzigartigen Festivals. Ella Fitzgerald, Nina Simone, Miles Davis, Herbie Hancock, Gilberto Gil, Aretha Franklin, B. B. King, Elis Regina, Dizzy Gillespie, Leonard Cohen, Michael Beck, Carlos Santana, Rickie Lee Jones, D'Angelo und Pharrell Williams – sie alle kamen zum Montreux Jazz Festival, die meisten sogar mehrmals. Festivalgründer Claude Nobs verschrieb sein Leben dem Ziel, Musik weiterzugeben und zum Kulturerbe zu erheben. Aus seinen rund 5.000 Stunden umfassenden Audio – und Videomitschnitten des Festivals entstand die erste audiovisuelle Bibliothek, die von der UNESCO in das Weltdokumentenerbe aufgenommen wurde und die zurzeit digitalisiert wird. Mit diesem einzigartigen Ton – und Bildmaterial hebt der Dokumentarfilm die Zeit auf und verschmilzt Begegnungen zwischen Epochen und Künstlern zum Konzert der Konzerte. In einem lebendigen Zusammenschnitt wird das Live-Material ergänzt durch Interviews mit früheren Festivalorganisatoren, die die historischen Aufnahmen kommentieren. Mit den Aufnahmen aus dem unvergleichlichen Fundus des Montreux-Jazz-Archivs verdeutlicht der Dokumentarfilm den Beitrag dieses Festivals zu einem halben Jahrhundert moderner Musik. Das Programm wartet mit vielen Stars der Szene auf wie Herbie Hancock, Quincy Jones, Monty Alexander und Charles Bradley. Zudem kommen Mathieu Jaton, Direktor des Montreux Jazz Festivals, und Thierry Amsallem, Präsident der Claude Nobs Foundation, zu Wort. Außerdem mit Archivaufnahmen von Nina Simone, Miles Davis, Herbie Hancock, Gilberto Gil, Etta James, Pharrell Williams, Al Jarreau, Les McCann & Eddie Harris, Ray Charles, Alabama Shakes und vielen anderen. , Originalvertonung, Online verfügbar von 24/06 bis 24/07.
23:50
R: Axel Ludewig... Mitbegründer des Reggae: Die legendäre Band Toots & The Maytals hält in ihrer jamaikanischen Heimat den Rekord – mit 31 Nummer-eins-Singles. Sie ist von Beginn an dabei, seit über 40 Jahren im Musikgeschäft. Noch immer touren Leadsänger Frederick Toots Hibbert und seine beiden Bandmitglieder um die Welt. Mit ihrer Single Do The Reggay im Jahr 1968 verwendeten sie als erste bekannte Band das Wort Reggae und verliehen damit dem sich entwickelnden Genre seinen Namen. Mit ihren Texten und Inhalten, die auch religiöse oder sozialkritische Themen behandeln, hoben sie sich seit jeher von den durchschnittlichen Reggae-Inhalten ab. Als rau und dynamisch lässt sich ihre Musik beschreiben. Hibberts Gesang erinnert an Soul und Rhythm & Blues, die Vokalsätze wecken Assoziationen an die Anfänge des Ska und Rocksteady. Frontmann Toots ist gefragt unter seinen Musikkollegen: Gemeinsame Bühnenauftritte mit Keith Richards, Eric Clapton und Willie Nelson bieten nur eine kleinen Einblick. Dennoch hatte er seine Live-Karriere vor zwei Jahren als beendet erklärt, aber für ihn ist das Spiel auf der Bühne nun mal wie die Luft zum Atmen: Auf einigen ausgewählten Konzerten spielt er deshalb wieder. Beim größten deutschen Folk-Roots-Weltmusik-Festival 2017 im thüringischen Rudolstadt boten Toots & The Maytals ein spektakuläres Finale: ein buntes Meisterwerk, das von der Spielfreude des über 70 Jahre alten Leadsängers nur so strotzte. Die Mischung aus Reggae, Ska, Soul und Rhythm & Blues begeisterte die rund 7.000 Zuschauer. Auch 2017 konnte das Festival in Rudolstadt einen Besucherrekord verzeichnen. , Online verfügbar von 24/06 bis 01/07; Erstausstrahlung.
01:10
R: Joe Berlinger... 1986 nahm Paul Simon in Südafrika das Album „Graceland“ auf und ignorierte damit einen Kulturboykott aufgrund des Apartheid-Regimes. 25 Jahre später stellte er sich vor Ort Kritikern.
02:35
R: Wilfried Hauke... Deutschland, 1890: Seit Jahrzehnten schon bestimmt er Deutschlands Kurs. In wenigen Tagen wird Reichskanzler Otto von Bismarck seinen 75. Geburtstag feiern. Nach den stürmischen Siegen, mit denen er Deutschland einst zur Einheit führte, gilt seine Politik in Volk und Parlament inzwischen als rückständig und zaghaft. Es wäre endlich an der Zeit für ihn, sich auszuruhen. Doch Bismarck fürchtet um den Frieden in Europa und klammert sich weiter an die Macht. Nach heftigem Streit um die Kabinettsorder wird er im März 1890 vom neuen Kaiser Wilhelm II. zum Rücktritt genötigt und als Reichkanzler gestürzt. Der Lotse geht von Bord. Schon einen Tag nach seiner Abdankung beschließt er, seine Memoiren zu schreiben. Er will nicht nur der Nachwelt ein glorreiches Bild seiner Leistung als Reichsgründer überliefern.Er will auch mit seinen politischen Widersachern abrechnen, vor allem mit dem in seinen Augen unreifen und aufgeblasenen Kaiser Wilhelm II. Bismarck schlägt nun die letzte große Schlacht und will – wie er es gewohnt war – auch aus diesem Kampf als Sieger hervorgehen. Die Dokumentation erzählt mit dem Schauspieler Peter Striebeck in der Hauptrolle von den letzten Lebensjahren des wohl größten europäischen Staatsmannes des 19. Jahrhunderts und erinnert an Bismarcks politische Triumphe und den hohen Preis, den er wie seine Feinde dafür zahlen mussten. Vor allem wird der Mensch Otto von Bismarck sichtbar, schon als Kind widerspenstig, später ein zwischen Machthunger, Genialität und Empfindsamkeit zutiefst zerrissener Mann. , Online verfügbar von 24/06 bis 01/07.
03:30
R: Agnes Molia, Mickaël Lefrançois
04:00
R: Philippe Allante... Der katalanische Chefkoch Oriol Rovira ist um die 40 und stammt aus einer ungewöhnlichen Familie. Die Schweine und das Gemüse, die in seinem Restaurant Els Casals auf den Teller kommen, züchtet er gemeinsam mit seinen Brüdern auf dem familieneigenen Bauernhof. Für die Zusammenstellung seiner Gerichte lässt sich Rovira, der sich bewusst für ein Leben in seiner katalanischen Heimat entschieden hat, gerne von der Natur inspirieren. Jenseits der Molekularküche, die in Spanien nach wie vor sehr populär ist, nutzt er für seine traditionellen Kreationen fast ausschließlich saisonale Produkte.
04:25
ARTE Journal
04:45
R: Nicolas Rendu
05:45
Xenius
06:15
R: Max Mönch, Friedemann Hottenbacher
07:10
ARTE Journal Junior
07:15
R: Michael Schumacher
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
R: Christine Tournadre... Das abgeschottete Lengguru-Massiv ist für Wissenschaftler ein wertvolles Freiluft-Labor. Ein 50-köpfiges Expertenteam erhofft sich Aufschluss über die Evolution und trifft auf unbekannte Meeresbewohner.
09:25
R: Tilo Hoffmann... Als die Bewohner anderer arabischer Staaten noch auf sporadische Regenfälle und das Sammeln des Wassers in Zisternen angewiesen waren, entstand in Oman bereits ein landesweites Kanalsystem, das die Menschen ganzjährig mit Wasser versorgt – das Afladsch. Ein Großteil der alten Kanäle leitet noch heute kostbares Quellwasser über Tausende Kilometer durch die Gebirge auf die Felder und in die Gärten des Landes. Seit 2006 gehört das Afladsch-Bewässerungssystem zum Unesco-Weltkulturerbe. Auch das kleine Bergdorf Al-Scherika verfügt über einen solchen Kanal. Seit mehr als 40 Jahren ist Sulejman al-Rijami der oberste Wasserverantwortliche des Ortes, ein Wakil – zu Deutsch: ein Beauftragter. Der 62-Jährige überwacht den Zustand des Dorfkanals. Das uralte System muss zuverlässig funktionieren; nur dann können die Felder an den Bergflanken bewirtschaftet werden. Doch in diesem Jahr führt der Kanal weniger Wasser als sonst. Ein Problem, denn demnächst steht die Rosenernte des Ortes an, und für viele Dorfbewohner sind die Rosen die einzige Einnahmequelle. Aus den Blüten wird das begehrte Rosenwasser gewonnen, das zur Parfümherstellung und als Gewürzzusatz benötigt wird. Um den undichten Kanal zu reparieren, holt Sulejman al-Rijami einen Wasserbeamten der Regierung ins Dorf. Doch der hat andere Probleme. Neben dem Dorf Al-Scherika droht auch in anderen Städten der Gegend eine Wasserknappheit. Wird er sich trotzdem des Kanals in Al-Scherika annehmen können? Werden die Bergbauern auch in diesem Jahr ihre kostbare Rosenblütenernte einfahren? , Online verfügbar von 25/06 bis 02/07.
10:20
Die peruanische Stadt Iquitos wurde um 1750 als Jesuitenmission gegründet. Der Kautschukboom Ende des 19. Jahrhunderts machte einige Bewohner reich, wovon imposante Gebäude in der prächtigen Altstadt zeugen. Bis heute ist Iquitos trotz der isolierten Lage die größte Stadt am peruanischen Amazonas. Mehr als 400.000 Menschen leben hier, die meisten von ihnen allerdings in relativer Armut. In Stadtteilen wie Belén, einer Holzhaussiedlung aus Pfahlbauten, auch als das Venedig am Amazonas bezeichnet, herrschen schwierige Lebensbedingungen. Vor allem der Wechsel zwischen Hochwasser und Trockenperioden im Amazonasbecken stellt die Bewohner vor große Herausforderungen. 360° Geo Reportage begleitet eine Bewohnerin Beléns bei ihren Vorbereitungen auf die kommende Regenzeit.Belén ist eine riesige Holzhütten – und Pfahlbausiedlung und das Armenviertel von Iquitos. Für die meisten Menschen, die aus den entlegenen Dörfern im Amazonasgebiet nach Iquitos ziehen, ist dieses Viertel die erste Anlaufstation auf ihrer Suche nach Arbeit und besseren Chancen. Wie Zehntausende Menschen lebt auch die 40-jährige Neri Luz Ahuanari seit einigen Jahren hier. Mit der Hilfe des Tischlers Enrique Pinche will sie ihr marodes Holzhaus vor dem nächsten Hochwasser generalüberholen. Die Holzstämme, auf denen das Haus in der Regenzeit schwimmt, sind porös und verrottet, eine Totalsanierung ist längst überfällig. Alles muss fertig sein, bevor der Rio Itaya, ein Nebenfluss des Amazonas, wie jedes Jahr über die Ufer tritt und ganz Belén unter Wasser setzt.Amazonaskapitän Ceim Perez dagegen freut sich schon auf die Regenzeit, denn ein höherer Wasserstand macht dann seine Arbeit einfacher. Er transportiert mit dem Schiff Henry 7 Passagiere, überlebenswichtige Güter und Lebensmittel in die isolierte Metropole. Während der Trockenzeit ist die Navigation auf den Flüssen voller Untiefen gefährlicher. Pilot Jorge Pinedo ist zwar unabhängig vom Amazonaspegel, doch auf seinen Flügen in Dörfer nahe der peruanisch-kolumbianischen Grenze muss er immer mit plötzlichen Unwettern rechnen. , Online verfügbar von 25/06 bis 02/07.
11:05
R: Agnes Molia, Hélene Maucourant
11:30
R: David Allen... (GB 2011). Anderthalb Jahre widmete sich der Naturfreund und Autor Joe Hutto in völliger Abgeschiedenheit der Truthahnaufzucht. Was er als Vollzeit-„Mutter“ von 16 wilden Küken erlebte und wie es war, in die Zivilisation zurückzukehren, schildert die anrührende Doku von David Allen. Mehrfach preis- und Emmy-gekrönt.
12:15
Re:
12:50
ARTE Journal
13:00
Erstausstrahlung.
13:50
I: Eileen Brennan, Tim Curry, Madeline Kahn, Christopher Lloyd, Michael McKean, Martin Mull, Lesley Ann Warren, Colleen Camp, Lee Ving, Bill Henderson, Kelley Nakahara; S: Jonathan Lynn; R: Jonathan Lynn... Krimikomödie um eine ungewöhnliche Tätersuche, inspiriert vom Brettspiel „Cluedo“., In einem Landhaus treffen sich 1954 sechs Menschen (u. a. die Vollblutkomödianten Madeline Kahn, Eileen Brennan, Christopher Lloyd) zu einem noblen Diner. Butler Wadsworth (Tim Curry) empfängt sie. Zum Dessert gibt es eine Leiche: Gastgeber Mr. Boddy (Lee Ving), der offenbar alle Gäste erpresst hatte, wird ermordet. Doch dabei solls nicht bleiben, es geschehen weitere Morde: Die Köchin wird erstochen, ein herbeigeeilter Polizist erschlagen… Die Konstellation des Kultfilms erinnert ein wenig an „Eine Leiche zum Dessert“ (1976). Der Spielcharakter ging zunächst über die Filmhandlung hinaus: Zufällig verteilt, brachte der Verleih den Film damals mit drei unterschiedlichen Enden in die Kinos. Arte zeigt eine Version, in der alle Enden integriert sind.
15:25
R: Agnes Molia, Raphaël Licandro
16:45
Einatmen, ausatmen: Etwa 20.000 Mal machen wir das täglich. Und wenn wir hungrig sind, essen wir, worauf wir Appetit haben. Atmung und Verdauung versorgen den Körper mit allem, was er zum Leben braucht: Sauerstoff und Nahrung. Nur wenn diese Prozesse reibungslos funktionieren, haben wir ausreichend Energie und fühlen uns gesund. Wie wichtig Atmung ist, erfahren die Xenius-Moderatoren am eigenen Leib: Caroline du Bled versucht sich im Apnoetauchen – der Weltrekord in dieser Disziplin liegt bei 24 Minuten und 3 Sekunden. Ganz so lang wird es Caroline nicht schaffen – auch wenn sie sich gute Tipps bei einem Tauchlehrer holt. lässt sich von einer Atemtherapeutin zeigen, wie er durch Übungen seine Atmung verbessern kann. Er erfährt auch, dass es einen Zusammenhang zwischen Atmung und Verdauung gibt: Bei der Tiefenatmung wird die Bauchdecke angehoben und gesenkt – und das massiert den Darm und verbessert die Verdauung. Meistens atmen und essen wir, ohne darüber nachzudenken. Nur wenn etwas schiefgeht, werden wir uns darüber bewusst: Beispielsweise wenn wir Schluckauf haben oder unter Mundtrockenheit leiden. Xenius erkundet die Ursachen und gibt Tipps, was man dagegen tun kann. Eine weitere wichtige Frage stellen die Xenius-Moderatoren dem Immunforscher Prof. Thomas Brocker: Wie erkennt das Immunsystem im Darm, ob es Bakterien oder Nahrungsmittel angreifen oder tolerieren soll? Entscheidet das Immunsystem falsch, so kann es zu entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn kommen.
17:10
R: Thomas Unger, Kerstin Holl... Auftakt zu einer Reihe über vergessene Orte, die von jungen Menschen neu entdeckt werden. Folge 1 führt nach Rumänien, in die Karpaten. Hier versucht eine gemeinnützige Stiftung, die letzten Urwälder vor der Rodung zu bewahren. Ihr Traum: der größte Nationalpark Europas. 5 Folgen, tägl., Online verfügbar von 25/06 bis 02/07; Erstausstrahlung.
17:40
R: Marianne Chaud... Felsige Landschaftsformationen von atemberaubender Schönheit, ein einsames Tal in 4.000 Meter Höhe, die höchstgelegenen bewohnten Gebiete im Himalaya: Willkommen im Kloster Phuktal im indischen Zanskar. In diesem fast unerreichbaren, wie ein Schwalbennest an die Berghänge geklebten Kloster leben etwa 70 Mönche wie im Mittelalter. Hier lebt auch der achtjährige Kenrap. Er will Mönch werden, seit ihm im Alter von fünf Jahren bewusst wurde, dass er die Reinkarnation eines 68-jährigen Mönches ist. Die buddhistischen Mönche von Phuktal verlassen ihr Kloster im eiskalten Winter und durchqueren schnee – und eisbedeckte Landschaften auf gefährlichen Bergpfaden oder entlang der zugefrorenen Flüsse, um in mehrere Tagesmärsche entfernten Dörfern Fruchtbarkeitsrituale abzuhalten. Das ebenso waghalsige wie fröhliche Unterfangen bringt Abwechslung in ihren sonst eintönigen Alltag – und beschert ihnen ein Wiedersehen mit Familie und Freunden. Die Dokumentation entführt den Zuschauer in eine völlig andere Welt. Sie vermittelt sensible Einblicke in die harten Lebensbedingungen dieser Menschen und macht zudem mit einer einzigartigen Architektur und großartigen Landschaften bekannt.
18:35
R: Franziska Boeing... Neben historischen Städten wie Heidelberg und Bad Wimpfen stellt die Dokumentationsreihe Menschen vor, die ungewöhnlichen und sogar nahezu ausgestorbenen Berufen nachgehen – wie etwa Turmuhrbauer Gernot Dürr. Für spektakuläre Feuerwerke verantwortlich ist Frank Hotz aus Heidelberg. Während sich Tausende Menschen in der Stadt am Neckar versammeln, um der Zerstörung des Heidelberger Schlosses zu gedenken, erleuchtet Hotz mit Hunderten Raketen und Böllern den Himmel über Heidelberg. Wenige Kilometer weiter thront die Burg Guttenberg hoch über der Burgenstraße. Die Familie von Bernolph Freiherr zu Gemmingen-Guttenberg lebt hier in der 17. Generation. Das Burggemäuer beherbergt seit 1970 die Deutsche Greifenwarte mit Bussarden, Adlern und Geiern. Das Leben in mittelalterlichen Bauten ist auch für Bianca Knodel zur Lebensaufgabe geworden. Als Türmerin führt sie in Bad Wimpfen eine 650 Jahre alte Tradition fort. In Deutschland ist sie die einzige ihrer Zunft, die noch auf einem Turm residiert – immerhin in 58 Meter Höhe. In traumhafter und urromantischer Umgebung trifft man auch auf Menschen mit ganz anderen Leidenschaften: passionierte Vespa-Fahrer, einen Flugzeugbauer ohne Pilotenschein und Stehpaddler, die in Franken die idealen Gewässer für ihren Trendsport gefunden haben. , Online verfügbar von 25/06 bis 23/09.
19:20
ARTE Journal
19:40
Jorge Rodriguez Martin ist Bürgermeister von Villavieja de Yeltes. Die kleine Gemeinde grenzt unmittelbar an die geplante Uran-Mine des britisch-australischen Konzerns Berkeley Energy. Regelmäßig fährt Jorge zur offenen Grube, denn Bau- und Fördergenehmigungen stehen noch aus. Seit vier Jahren engagiert er sich gegen die Mine, reicht Beschwerden ein und ficht Gutachten an. Wie viele in der Region fürchtet er, dass Boden und Wasser durch die radioaktive Strahlung kontaminiert werden könnten. Dadurch würde auch die nachhaltige Viehzucht leiden, eine der wenigen Einnahmequellen in der Region. Doch nicht alle sehen das Projekt skeptisch: In der Nachbargemeinde Retortillo erhofft sich mancher vom offenen Tagebau neue Arbeitsplätze. In der Region liegt die Arbeitslosenquote bei rund 16 Prozent. Eustaquio Herrero Martin ist selbstständiger Förster. Er hat schon viele uralte Steineichen auf dem Gelände der geplanten Mine gefällt. Ein willkommenes Zusatzeinkommen, denn trotz langer Arbeitstage und Wochenendeinsätzen bleiben der vierköpfigen Familie nur 1.000 Euro netto im Monat. Für Eustaquio ist klar: Die Uran-Mine würde viele Jobs und neue Chancen bringen. Bis 2019 will Berkeley in Salamanca die größte Uran-Mine Europas eröffnen. 2.000 Tonnen Brennstoff sollen im offenen Tagebau geschürft und verarbeitet werden – für Atomkraftwerke in ganz Europa. Trotz der Proteste aus der Bevölkerung unterstützt Spaniens Energieministerium das Projekt. Doch jetzt hat Nachbar Portugal, der ganz auf regenerative Energien setzt, Beschwerde gegen Spanien wegen möglicher Folgen für die Umwelt eingereicht.
20:15
I: Ava Gardner, James Mason, Nigel Patrick, Sheila Sim, Harold Warrender, Mario Cabré, Marius Goring, John Laurie; S: Albert Lewin; R: Albert Lewin... Melodram (1951) mit der unwiderstehlichen Ava Gardner – in Technicolor!, Das fiktive spanische Küstenstädtchen Esperanza, 1930. Kein Mann, der der schönen Sängerin Pandora Reynolds (Gardner) nicht zu Füßen liegt. Doch sie bringt ihren Verehrern nur Tod und Verderben – dem Autonarr Stephen ebenso wie dem stolzen Stierkämpfer Montalvo. Pandora sucht eine größere Liebe – und trifft auf den malenden Segeljachteigner Hendrick van der Zee (James Mason). Der ist zu ewigem Leben verdammt und kann nur erlöst werden durch eine Liebende, die ihr Leben für ihn opfert… Hinreißend-kitschiges Melodram, das Kamera-Ass Jack Cardiff („Die roten Schuhe“, „Krieg und Frieden“) superb fotografierte. Während der Dreharbeiten erkannte Gardner (Doku folgt!) ihr Faible für Spanien und Matadore.
22:15
R: Sergio G. Mondelo... Porträt über die Spanien-Jahre Gardners, die mit 31 ins Land der Franco-Diktatur zog., Sie liebte das Klima, die Toreros und die Melancholie des Flamenco, und ein bisschen floh Gardner (1922–89) auch vor ihrem Gatten Frank Sinatra. In Madrid verkehr­te die Schauspielerin in höchsten Kreisen und wurde hofiert wie ei­ne Prinzessin: „Es ist der einzige Ort, an dem ich Glück empfand.“, Erstausstrahlung.
23:10
I: Jeanne Moreau, Stanley Baker, Giorgio Albertazzi, Virna Lisi, Checco Rissone, James Villiers, Enzo Fiermonte; S: Hugo Butler, Evan Jones; R: Joseph Losey... Drama von Joseph Losey: Jeanne Moreau als dominante Femme fatale., „Verliebe dich nicht in mich!“ Doch sosehr die egozentrische Eva ihn von sich stößt: Tyvian (Stanley Baker), ein moralisch verkommener Waliser Flegel, kommt von ihr nicht los, lässt sich demütigen – und verliert auf tragische Weise eine Frau (Virna Lisi), die ihn wirklich liebte… Wer Loseys Meisterwerk „Der Diener“ (1963) schätzt, sollte „Eva“ sehen: Auch in dieser fast schwarzhumorigen James-Hadley-Chase-Verfilmung gehts um sexuelle Abhängigkeit, Dominanz und Unterwerfung. Die Produzenten kürzten um 50 Min., weshalb sich Losey von dem Torso distanzierte. Kein Juwel, aber sehenswert.
00:55
R: Gwenola Wagon, Stéphane Degoutin... Philosophischer Trip ins Innere der Datennetze und der kollektiven Intelligenz.
02:10
R: Marianna Economou
03:05
R: Philippe Allante
03:35
ARTE Journal
03:55
Online verfügbar von 26/06 bis 25/08; Erstausstrahlung.
04:45
R: Nicolas Rendu... Ein Laserschwert ist nicht bloß ein Laserschwert ... Dahinter versteckt sich ein Mann, der beinahe am eigenen Mythos gescheitert wäre. Und darum geht es. Nein, nicht um das Laserschwert.
05:05
R: Stefan Mathieu, Hannes Rossacher... Die Band Black Rebel Motorcycle Club steht seit 20 Jahren für astreinen Garagenrock. Zweieinhalb Jahre arbeiteten die Kalifornier am Album „Wrong Creatures“, das im Januar erschien. Es hat sich gelohnt, wie der Gig in Berlin beweist.