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3 SAT
05:55
3satTextVision
06:05
R: Susanne Freitag... Das Moulin Rouge ist das wohl bekannteste Revuetheater der Welt. 1889 gegründet, galt es zunächst als frivole und unschickliche Lasterhöhle, in der sich die Pariser Boheme traf. Heute ist es ein knallhart durchstrukturiertes Unternehmen: 400 Mitarbeiter bereiten täglich das Amüsierprogramm vor, 1700 Gäste kommen jeden Abend, das Theater gilt als größter Champagner-Konsument ganz Frankreichs. In eigenen Werkstätten werden Schuhe gefertigt, die Federräder und Kostüme genäht. Größe und Gewicht der Tänzerinnen sind vorgeschrieben – nur so lässt sich der perfekte Can Can tanzen, der das Moulin Rouge weltberühmt machte.
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
Sie begrüßen in dieser Ausgabe die Moderatorin Ruth Moschner, die Kölner Band Die Höhner, das Moderatoren-Paar Jennifer Sieglar und Tim Schreder und den ehemaligen Obdachlosen Dominik Bloh, der über seinen Weg aus der Obdachlosigkeit geschrieben hat.
11:45
Aufgetischt geht auf Entdeckungsreise durch Oberösterreich. Sie führt entlang der Donau von Engelhartszell bis nach Enns. Die Menschen, die an ihren Ufern leben und arbeiten, prägen die Region. Sie sind es, die das Abenteuer wagen, aus ihrem Beruf Berufung zu machen, aus ihrem Wohnort Heimat. Der Film stellt Hydrologen, Malerinnen, Wirte, Glasbläser, Köchinnen und Bildhauer vor. Natürlich werden auch kulinarische Leckerbissen der Region probiert.
12:30
R: Raphaëlle Aellig... Der Herbst ist die Jahreszeit der Kastanien. Auf der Alpensüdseite der Schweiz wachsen die majestätischen Bäume in den Himmel. Ihre Früchte sind heute wieder gefragt. Mit dem Siegeszug der Industrialisierung wurde den Menschen die Arbeit in den Baumhainen zu aufwendig. Mitte des 20. Jahrhunderts entvölkerten sich die Dörfer, und die Bäume verwilderten. Ohne Pflege sind die Bäume anfällig für Krankheiten und Pilzbefall. Viele sind so in den letzten Jahrzehnten einen langsamen Tod gestorben. Heute besinnt sich die Bevölkerung wieder auf die Vorzüge der Edelkastanie. Ein Projekt nimmt sich der Riesenkastanien an. Das sind Bäume mit einem Umfang von mehr als sieben Metern, die teilweise mehrere Hundert Jahre alt sind. Sie werden inventarisiert und gepflegt.
13:00
ZIB
13:25
R: Marc Szeglat... Erdbeben verursachen erhebliche Schäden. Spätestens seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist die Erdbebensicherheit weltweit wieder in den Fokus gerückt. Das Terra X-Team begleitet Forscher in die seismisch aktivsten Gebiete der Erde. Mit den unterschiedlichsten Methoden versuchen die Wissenschaftler herauszufinden, wie ein Beben tatsächlich entsteht. Nur so kann ein effizienter Erdbebenschutz entwickelt werden. In Chile untersucht beispielsweise der Geophysiker Professor Dr. Stephen Miller von der Universität Bonn mit seinem Team eine Region in den chilenischen Anden. In dieser seismisch hochaktiven Gegend stellen die Wissenschaftler erstaunliche Dinge fest: 2010 hatte ein Erdbeben der Magnitude 8,8 den Seeboden vor der Küste Chiles erschüttert. Der Boden brach auf einer Länge von mehreren hundert Kilometern auf und hätte eigentlich einen gewaltigen Tsunami auslösen müssen. In Panik flüchteten die Bewohner aus der Küstenregion, doch wie durch ein Wunder blieb der Tsunami aus. Der Grund dafür: Das Beben selbst verhinderte die Katastrophe. Innerhalb weniger Sekunden hob es die Küste um 2,5 Meter und errichtete so einen Schutzwall gegen die Überflutung. Solche überraschenden Beobachtungen machen deutlich, wie wenig vorhersehbar die gewaltigen Kräfte der Erde noch immer sind. Miller sieht vor allem in dem Zusammenwirken von Erdbeben und Vulkanen ein wichtiges Forschungsgebiet. Dass Erdbeben längst nicht immer im Zusammenhang mit Vulkanen stehen müssen, zeigt das Projekt USArray. In Michigan, mitten in der nordamerikanischen Prärie, begleitet Terra X ein USArray-Team. Die Männer versenken einen hochempfindlichen Seismographen in der Erde, Teil eines Netzwerks von 400 solcher Geräte, die überall in den USA Messungen durchführen. Die Seismographen haben keinen festen Platz, vielmehr wird das Netz nach einer festgelegten Zeit immer weiter von Westen nach Osten bewegt. Auf diese Weise soll mit nie da gewesener Genauigkeit die amerikanische Unterwelt erforscht werden. Vor allem die Frage, warum Erdbeben gelegentlich auch weit entfernt von den tektonisch aktiven Grenzen der Kontinentalplatten ausgelöst werden können, kann nun beantwortet werden. Offenbar tauchen nicht alle Platten, wie bisher angenommen, als Ganzes an einer sogenannten Subduktionszone in den Erdmantel ein, um wieder eingeschmolzen zu werden. Die gewaltige Ozeanplatte, die seit mehr als 100 Millionen Jahren vor der Westküste der USA in die Tiefe sinkt, tut dies beispielsweise ganz und gar nicht in einem Stück. Im Verlauf der USArray-Forschung wurden stattdessen Fragmente nachgewiesen, die in geringer Tiefe unter dem Kontinent bis nach New York reichen. Diese Bruchstücke sind in der Lage, den Kontinent zu destabilisieren und bis hin zur Ostküste Erdbeben auszulösen, weit weg von der eigentlichen Subduktionszone an der Westküste Amerikas. All diese Forschungen lassen die Möglichkeit sinnvoller Erdbebenvorhersage immer unwahrscheinlicher werden. Allerdings gibt es manchmal überraschende Hilfe. Im Umland der italienischen Stadt L'Aquila erforscht die britische Biologin Rachel Grant seit über vier Jahren das Verhalten von Kröten. Wenige Tage vor dem Beben im Jahr 2009 verschwanden sämtliche Kröten aus dem nahegelegenen See. Zwei Wochen nach dem Beben tauchten sie wieder auf. Grant vermutet, dass sich im Vorfeld des Bebens die chemische Zusammensetzung des Seewassers geändert haben könnte. Vielleicht eröffnen die sensiblen Amphibien ganz neue Möglichkeiten für die Vorhersage von Erdbeben. In Disaster City in Texas steht nicht die Vorhersage von Erdbeben im Vordergrund, hier übt man vielmehr, was zu tun ist, wenn die Erde bereits gebebt hat. 70 000 Spezialisten aus aller Welt kommen jedes Jahr in die texanische Katastrophenstadt, um hier das ABC des Rettens zu trainieren. Was passiert, wenn bei einem Erdbeben Gebäude über ihren Bewohnern einstürzen? Wo könnten Überlebende verborgen sein, und wie kann man sie bergen? Auf einer Fläche von 30 Fußballfeldern wird der Horror so echt wie nur möglich nachgespielt, damit die Rettungskräfte handlungsfähig sind, wenn es zum Ernstfall kommt. Über die besondere Bedrohung, die von Atomkraftwerken in Erdbeben gefährdeten Gebieten ausgehen, denkt man seit dem Reaktorunglück von Fukushima fast überall auf der Welt ernsthaft nach. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: In Akkuyu, im Süden der Türkei, beginnt ein russisches Konsortium mit dem Bau des ersten türkischen Atomkraftwerks in unmittelbarer Nähe einer der seismisch aktivsten Zonen der Welt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass innerhalb der nächsten 100 Jahre ein Beben vergleichbar mit dem in Fukushima zu erwarten ist.
14:05
R: Florian Breier, Stefan Schneider... Vulkane sind faszinierend: Ein eben noch friedlicher Berg verwandelt sich zum todbringenden Feuerspucker. Vulkanasche verdunkelt den Himmel, und rotglühende Lava bahnt sich ihren Weg. Aus der Ferne betrachtet mögen Vulkanausbrüche spektakuläre Naturschauspiele sein, nicht selten jedoch werden sie zum tödlichen Inferno. Insgesamt 1900 Vulkane gelten heute nach Meinung von Wissenschaftlern als aktiv und könnten jederzeit ausbrechen. Es ist noch nicht lange her, da meldeten sich einige Feuerberge mit Eruptionen zurück, unter anderem der Ätna auf Sizilien und der Sakura-jima in Japan. Welche Bedeutung haben die Feuerberge für uns heute, und wie versuchen moderne Forscher, den rätselhaften Glutriesen ihre letzten Geheimnisse zu entreißen? Weitgehend unbekannt ist beispielsweise der Nyragongo in der Republik Kongo. In 3500 Meter Höhe brodelt in seinem Krater ein 1000 Grad Celsius heißer Lavasee – ein außergewöhnliches Naturschauspiel und zugleich einer der größten natürlichen Umweltverschmutzer der Welt. Täglich spuckt der Vulkan so viel Schwefeldioxid aus wie alle anderen Vulkane der Erde zusammen. Die gesamte europäische Industrie hat ungefähr den gleichen Ausstoß wie der Klimakiller. Aber nicht nur die Luft verpestet der Feuerberg: Zu dem Vulkankomplex gehört auch der rund 2500 Quadratkilometer große Kiwusee. In diesem Gewässer haben sich im Lauf der Zeit riesige Mengen Kohlendioxid und Methan angesammelt. Wissenschaftler fürchten nun, dass bei einer größeren Eruption die Gase plötzlich freigesetzt werden könnten. Die geruch- und farblose, tödliche Wolke wäre schwerer als Luft und würde direkt über dem Boden dahintreiben und alles Leben auf ihrem Weg auslöschen. Das Fernseh-Team begleitet den italienischen Vulkanologen Dario Tedesco bei seiner gefährlichen Expedition in den Krater und trifft den deutschen Physiker Klaus Peter Tietze, der eine Möglichkeit sucht, den tödlichen See zu entgasen. Dass Vulkane auch in den Eiswüsten der Antarktis höchst aktiv sein können, ist den Experten seit langem bekannt, trotzdem halten die Feuerriesen im Eis immer wieder Überraschungen für die Forscher bereit. Seit neun Jahren reist der britische Vulkanologe Clive Oppenheimer in die Eiswüste der Antarktis, um den südlichsten Lavasee-Vulkan der Erde zu erforschen. Mit seinem internationalen Expertenteam trotzt er Temperaturen von bis zu minus 40 Grad Celsius. Die Mühe lohnt sich. Ein Vulkan wie der Mount Erebus ist wie eine offene Tür in die verborgene Welt des Erdinneren. Oppenheimer hofft, dass seine Forschung es ermöglicht, besser zu verstehen, welche Prozesse genau im Herz der Erde ablaufen. Bei seinen Erkundungstouren entdeckt er verzauberte Welten – Eishöhlen vom Feuer geschaffen, erstarrt in bizarrer Schönheit. Supervulkane sind seit ihrer Entdeckung vor einigen Jahren immer wieder Thema wissenschaftlicher Forschung. Kaum jemand weiß jedoch, dass einer dieser Vulkane quasi direkt in Europas Vorgarten steht. Im Jahr 79 begrub der Vesuv die antike Stadt Pompeji unter einer meterdicken Aschewolke, heute überragt er majestätisch die Stadt Neapel und droht hin und wieder mit einer kleineren Eruption. Tatsächlich ist der Vesuv, wie man ihn heute kennt, jedoch nur ein einzelner Schlot eines viel größeren Vulkans. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der gesamte Golf von Neapel die Caldera eines Supervulkans ist. Vor 35 000 Jahren brach der Gigant zuletzt aus und zerstörte große Teile Süditaliens. Das Eis in Grönland zeigt deutlich globale Klimaveränderungen in dieser Zeit. Vulkanologe Giuseppe Mastrolorenzo warnt seit Langem, dass das Ausmaß der Gefahr von Behörden und Anwohnern gleichermaßen unterschätzt wird. Seit einiger Zeit hebt sich die Erde über der gewaltigen Caldera wieder zentimeterweise an, und Schwefelquellen brechen aus dem Boden hervor. Steht ein neuer Superausbruch bevor?
14:50
R: Paul Olding, Ruth Omphalius... Vulkane gelten allgemein als gefährlich und zerstörerisch. Sie bedrohen den Menschen und dessen Habe durch Lavaströme, Ascheregen und giftige Gase. Die Dokumentation belegt entgegen dieser Vorurteile, dass die Feuer spuckenden Berge während der langen Geschichte der Erde nicht nur für Negativschlagzeilen sorgten. Der deutsche Astronaut Thomas Reiter besucht einige der vulkanisch aktivsten Zonen unseres Planeten. Er macht deutlich, welche wichtige Rolle Vulkane bei der Entstehung des Lebens spielten. Keine andere Kraft hatte in der Erdgeschichte so großen Anteil an der Gestaltung und Umgestaltung der Welt wie sie. Die Expedition beginnt in Island. Hier erkundet Thomas Reiter aus der Luft und unter Wasser die Wirkungsweise vulkanischer Aktivität. Die Klippen von Thingvellir sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die Hitze aus dem Erdinneren die Oberfläche verändert. Aus dem Helikopter kann man deutlich sehen, wie der massive Fels auseinandergerissen wurde, aber erst beim Tauchgang in der Silfra-Spalte wird deutlich, welche gigantischen Kräfte hier tatsächlich am Werke sind. Thomas Reiter taucht hier zwischen zwei Kontinentalplatten. Quer durch Island verläuft die Grenze zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Platte, die in jedem Jahr einige Zentimeter auseinanderdriften. Was sich zunächst wenig spektakulär anhört, hat im Laufe der Jahrmillionen massive Felswände auseinandergesprengt und immer wieder zu Vulkanausbrüchen geführt. Noch wichtiger für das Leben auf der Erde ist es allerdings, wenn Kontinentalplatten aufeinandergeschoben werden. An solchen Stellen falten die Platten Gebirge auf und erschaffen so ständig neue Landmassen. Käme dieser Prozess irgendwann zum Erliegen, wäre alles Land auf dem Planeten dem Untergang geweiht. Die Erosion würde im Laufe der Zeit jeden Kontinent abtragen, bis die Oberfläche der Erde gleichmäßig mit einer vier Kilometer dicken Wasserschicht bedeckt wäre. Neueste Forschung belegt außerdem, dass der Vulkanismus die Erde schon mindestens einmal vor einer weltumspannenden Katastrophe gerettet hat. Der Geologe Paul Hoffman fand in Namibia Hinweise auf eine globale Vereisung des Planeten. Sogar am Äquator gab es Gletscher und Eisberge. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass der gesamte Globus im Schnitt unter einer Kilometer dicken Eisschicht begraben war. Aus dieser frostigen Umklammerung hätte sich unser Heimatplanet ohne die Aktivität der Vulkane bis heute nicht befreien können. Durch ihren Ausstoß von Kohlendioxid veränderten sie das Klima und tauten den Kühlschrank Erde wieder auf. Eine Sensation sind die extremen Zeitrafferaufnahmen vom äthiopischen Vulkan Erta Ale. Er gehört zu den wenigen Vulkanen, die kontinuierlich so viel Hitze erzeugen, dass sich ein Lavasee aus flüssigem Gestein im Inneren des Kraters bildet. Nur durch die Zeitrafferaufnahmen ist es möglich, die dynamischen Prozesse in dem außergewöhnlichen See zu verstehen.
15:35
R: Annabel Gillings, Ruth Omphalius... Die Ozeane der Welt sind fast so alt wie die Erde selbst. Aber sie sind viel mehr als ein uraltes Wasserreservoir. Sie formen und verändern den Planeten. Die Weltmeere sind für das Klima verantwortlich, und in ihren Tiefen soll sogar das Leben entstanden sein. Die Reise von Thomas Reiter beginnt auf dem offenen Ozean. Hier verfolgt er den Weg der Wellen, die sich weit draußen auf den Meeren bilden, die Energie des Windes einfangen und weitertragen, bis sie schließlich auf Land treffen. Der uralte Kampf zwischen Ozeanen und Kontinenten wird durch Superzeitrafferaufnahmen eindrucksvoll in Szene gesetzt. Eine weitere uralte Kraft, durch die die Ozeane die Welt beeinflussen, sind die vielfach vernetzten und verzweigten Strömungssysteme. Thomas Reiter erklärt die neueste Forschungsrichtung, die einen kuriosen Ursprung hat: Gummientchen. Die schwimmfesten Tiere waren bei einem Schiffsunglück in den Pazifik gefallen und hatten von dort aus eine unglaubliche Reise um die Erde angetreten. Sie lenkten die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler auf ein weltumfassendes Strömungssystem, das heute als Globales Förderband bezeichnet wird. Diese gewaltige Strömung ist für den Wärmeaustausch auf der gesamten Erde von enormer Bedeutung. Dass die Ozeane genauso wie die Kontinente einem ständigen Wandel unterliegen, zeigt die Forschung von Tim Wright. Der Geologe untersucht Erdspalten in Äthiopien, die erst vor Kurzem entstanden sind. Diese ständig wachsenden Risse in der Oberfläche Ostafrikas interpretiert der Wissenschaftler als erste Prozesse, die zur Bildung eines Meeres führen. Das ist der einzige Ort der Welt, an dem man die Geburt eines neuen Ozeans beobachten kann, kommentiert Wright den Befund. Neue Meere entstehen, andere sterben. Ausgerechnet die Tage unseres liebsten Urlaubsmeeres sind gezählt. Das Mittelmeer verliert schon jetzt durch Verdunstung mehr Wasser, als Regen und die großen Flusssysteme wieder auffüllen können. Glücklicherweise wird es einige Millionen Jahre dauern, bis sich dort, wo sich heute Wassermassen ausdehnen, eine Salzwüste bildet.
16:20
R: Annabel Gillings, Ruth Omphalius... Man kann sie weder sehen noch riechen oder schmecken, trotzdem wäre alles Leben auf der Erde ohne sie zum Untergang verurteilt: Die Atmosphäre ist der Schutzschild unseres Heimatplaneten. Sie hüllt den Globus in eine warme, feuchte Schicht, bewahrt uns vor gefährlichen Strahlen aus dem All und hält den Sauerstoff bereit, den wir zum Leben brauchen. Thomas Reiter ist in dieser Folge völlig in seinem Element. Er nimmt den Zuschauer mit auf einen Flug im Tornado und berichtet von seinen Erlebnissen im Weltraum. Gemeinsam mit dem Moderator reist das Publikum durch die vier wichtigsten Schichten der Atmosphäre und lernt deren Bedeutung kennen. In Westaustralien besucht Thomas Reiter die ältesten Lebensformen der Welt: die Stromatolithen. Diese einfachen Einzeller sind für eine Revolution in der Erdgeschichte verantwortlich. Als eine der ersten Arten überhaupt nutzten sie Sonnenlicht als Energiequelle und betrieben Fotosynthese. Als Abfallprodukt ihres Stoffwechsels produzierten sie gigantische Mengen von Sauerstoff, der heute Lebensgrundlage für zahllose Lebewesen ist. Aber Sauerstoff ist nicht das einzige Gas, das eine überlebenswichtige Funktion für uns erfüllt. Auch Kohlendioxid ist von großer Bedeutung als Teil eines globalen Wärmeregelungssystems. Seine Eigenschaft, als Treibhausgas zu wirken und Sonnenlicht auf die Erde zurückzuspiegeln, wird im Zuge der Klimadiskussion stets als negativ beurteilt. Tatsächlich hat genau diese Eigenschaft die Erde im Laufe ihrer Geschichte mehrfach vor der totalen Vereisung gerettet. Besondere Highlights dieser Folge sind die ungewöhnlichen Demonstrationen von Troy Hartman. Er ist Skysurfer und stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass Luft nicht einfach gasförmig ist, sondern auch Eigenschaften einer Flüssigkeit aufweist. Seine große Welle findet er nicht auf dem Meer, sondern am wolkenreichen Himmel im Norden Kaliforniens. Jim Edds bleibt zwar auf dem Boden, aber seine Forschungsarbeit ist deshalb nicht ungefährlicher: Edds ist Sturmjäger. Mit ihm reist das Team in den Anden geradewegs ins Zentrum einer gigantischen Gewitterfront. Die dabei entstandenen spektakulären Aufnahmen von Blitzen dokumentieren, wie viel Energie während eines Gewitters in der Atmosphäre freigesetzt wird.
17:00
R: Sophie Harris, Ruth Omphalius... Für viele ist Eis nicht mehr als gefrorenes Wasser – eine fatale Fehleinschätzung. Seit Menschen auf der Erde leben, war Eis die dominante Kraft. Eiszeiten lösten Massensterben aus, und Gletscher gaben den Landschaften, die wir bewohnen, ihre Form. Vermutlich haben die Eismassen sogar mehrfach die Entwicklung unserer Art beeinflusst. Thomas Reiter untersucht einen der größten Gletscher der Welt. Abgeseilt in einer Gletscherspalte des Vatnajökull im Südosten Islands lernt Thomas Reiter das Eis als eine der außergewöhnlichsten Substanzen der Erde kennen, die ganz verschiedene, zum Teil widersprüchliche Eigenschaften in sich vereint. Einerseits ist Eis sehr fest. Thomas Reiter und das Film-Team verlassen sich darauf, dass es so viel Festigkeit wie Fels besitzt und beim Abseilen ihr Gewicht problemlos trägt. Andererseits verhält sich das Eis eines Gletschers aber auch wie eine Flüssigkeit. Über längere Zeiträume betrachtet, überwindet es weite Strecken und gleitet ins Tal hinunter. Diese Fließbewegung konnte mithilfe extremer Zeitrafferaufnahmen sichtbar gemacht werden. Mehrere Monate beobachtete eine Spezialkamera beispielsweise den Argentiere-Gletscher in den französischen Alpen. Zusammengedrängt auf wenige Sekunden, ermöglichen die Aufnahmen, dass die Dynamik des Gletschereises für das menschliche Auge sichtbar wird. Welche gewaltigen Energien tatsächlich im Eis schlummern, kann man an den Landschaften sehen, die einst von Eis bedeckt waren. Joe Houlding ist einer der besten Extrembergsteiger der Welt. Er bezwingt für die Sendung den El Capitan, einen Monolithen im kalifornischen Yosemite-Nationalpark. Der Fels wurde zum Eldorado der Kletter-Szene, weil die Wände des Giganten fast senkrecht aufragen und erstaunlich glatt geschliffen sind. Es gibt nur sehr wenige Bergsteiger, die dieser Herausforderung gewachsen sind. Ohne den Einfluss des Eises wäre der El Capitan allerdings ein Allerweltshügel geblieben. Während einer der letzten Eiszeiten schliffen die Eismassen eines gigantischen Gletschers den Fels in Form. Eine ganz besondere Perspektive auf ihren Gletscher hat die Glaziologin Miriam Jackson. Ihr Arbeitsplatz liegt mehrmals im Jahr bis zu 200 Meter tief unter den Eismassen des norwegischen Svartisen-Gletschers. In dem Eislabor am Gletscherboden versucht sie herauszufinden, warum das Eis sich überhaupt talwärts bewegt und welche Geschwindigkeiten es erreichen kann. Dabei macht sie eine sensationelle Entdeckung: Auf dem Boden des Gletschers gibt es trotz konstanter Minusgrade Wasser, das nicht gefroren ist. Ebenfalls einem Gletscher auf den Grund gehen möchte Konrad Steffen. Seit 30 Jahren untersucht der Wissenschaftler den Jacobshavn-Gletscher in Grönland. In den Eisgiganten kann man allerdings kein Eislabor schmelzen. Steffen versucht stattdessen, eine Kamera, die die NASA für die Erkundung fremder Planeten entwickelt hat, auf den Grund des Gletschers hinabzulassen.
17:45
R: Ben Lawrie, Ruth Omphalius... Innerhalb von viereinhalb Milliarden Jahren verwandelte sich der Planet Erde von einem leblosen Gesteinsbrocken in die bunte Welt, die wir heute kennen. Diese Entwicklung geschah keineswegs linear, die Geschichte der Erde ist eine Abfolge von Zerstörung und Neuanfang. Der Film fragt nach der speziellen Rolle der Erde, die durch eine Vielzahl von besonderen Bedingungen Heimat für das Leben werden konnte. Thomas Reiter hat sich auf die Suche nach Hinweisen gemacht, die die wichtigsten Wendepunkte in der Erdgeschichte illustrieren. Im Dschungel Mexikos wurde er fündig. Dort taucht der Moderator in einer Höhle, die sich als Teil eines weitläufigen Tunnelsystems entpuppt. Erst kürzlich stellten Höhlentaucher fest, dass dieses System aus Durchgängen und überschwemmten Höhlen fast die gesamte Halbinsel Yucatan durchzieht. Aber erst moderne Geosatellitentechnologie ermöglichte den Wissenschaftlern herauszufinden, welchen Ursprung die geheimnisvollen Höhlen haben. Messungen aus dem All zeigen, dass sich die Höhlen am Rand einer gewaltigen trichterförmigen Struktur gebildet haben. Diesen Krater hatte vor 65 Millionen Jahren der Asteroid geschlagen, der vielleicht den Untergang der Dinosaurier besiegelte. Am Ende seiner spannenden Reise durch die Geschichte der Erde stößt Thomas Reiter auch auf Spuren, die eine vergleichsweise neue Kraft auf dem Planeten hinterlassen: unsere Spuren. Der Mensch ist zum bedeutenden Faktor für die Erde geworden. Er ist dazu in der Lage, ihre Oberfläche und ihr Klima zu verändern. Aus dem All konnte Thomas Reiter vor allem auf der Nachtseite der Erde erkennen, wie dominant der Mensch tatsächlich ist. Die Lichtermassen der Städte und Siedlungen verdeutlichen die Ausbreitung des Menschen auf dem Globus. Er ist der nächste entscheidende Faktor in der langen Geschichte der Erde.
18:30
nano
19:00
anschließend: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
R: Christian Bock... Wie müde Muskeln wieder munter werden., Per Mertesacker machte die Eistonne bei der WM 2014 populär („Ich lege mich da jetzt drei Tage rein“). Doch welche Maßnahmen zur Regeneration helfen wirklich? Das groß angelegte Programm „REGman“ untersucht die komplexen Prozesse. Dr. Hanno Felder zum Beispiel will Muskeln via Spannungsmessung zum Sprechen bringen. Im Anschluss diskutieren Gert Scobel und Gäste über den „Körper als Arzt“.
21:00
Der Körper ist ein wahres Meisterwerk. Er ist in der Lage, sich selbst zu reparieren und Heilungsprozesse anzukurbeln. Wie funktionieren Regeneration und Selbstheilung? Welche neuen Erkenntnisse haben Gesundheitsforscher, Psychologen, Resilienz-Forscher und Psychoneuroimmunologen für die Prozesse der Selbstheilung, und wie kann man sie fördern? Darüber spricht Gert Scobel mit seinen Gästen. Der Körper kann Wunden schließen und bakterielle Eindringlinge in Schach halten. Er kann mechanische Schädigungen beseitigen, Krebszellen bekämpfen – und viele Krankheiten heilen. Was dabei manchmal aus dem Blick gerät: Selbstheilung ist ein natürlicher, physiologischer Vorgang, ein Anpassungsverhalten des Körpers, keine Magie. Oft braucht es dazu nur einen einfachen Antrieb: die zuversichtlichen Worte eines Arztes oder eine Pille, die nicht einmal wirksame Arzneistoffe enthalten muss. Die Psyche hat einen fundamentalen Anteil an Selbstheilungsprozessen, eine Erkenntnis, die nicht zuletzt die Placebo-Forschung belegt. Und Stress, beziehungsweise die gestörte Verarbeitung von Stress, ist einer der größten Widersacher dieser Selbstregulation. Wie funktionieren Regeneration und Selbstheilung, welche zentrale Rolle spielt dabei die sogenannte Homöostase, ein besonderer Mechanismus der Selbstregulation. Und wodurch können Selbstheilungsprozesse gestört und verhindert werden? Gesundheitsforschung, Integrative Medizin und Mind-Body-Medicine sind die Disziplinen, die diese Prozesse wissenschaftlich zu verstehen und in neue Behandlungsmodelle zu übersetzen versuchen.
22:00
ZIB 2
22:25
I: Robert De Niro, Milla Jovovich, Edward Norton, Frances Conroy, Liam Ferguson, Enver Gjokaj, Pepper Binkley; R: John Curran... Drama mit Robert De Niro und Edward Norton., Zwei Männer, zwei Leben: Der Beauftragte für Bewährungsangelegenheiten Jack Mabry (De Niro) glaubt an ein strafendes Rechtssystem, steht kurz vor der Pensionierung und lebt mit seiner desillusionierten Frau (Frances Conroy) ein ereignisloses Leben. Mörder und Brandstifter Gerald „Stone“ Creeson (Norton) sitzt seit Jahren hinter Gittern und hofft, mithilfe von Mabry freizukommen. Doch der integre Beamte hat Zweifel. Grund genug für Stone, seine laszive Frau Lucetta (Milla Jovovich) auf Mabry anzusetzen… Während die akzentuierten Wortduelle überzeugen, fällt die Darstellung des Innenlebens der Figuren zu seicht aus.
00:05
10 vor 10
00:30
R: Simon Christen... Emil Trüeb hat das erreicht, wovon viele träumen: Er ist ausgewandert und erfolgreich geworden. Er gehört heute zu den drei größten Ananas-Produzenten der Dominikanischen Republik. Pro Woche erntet Emil Trüeb zwischen 50 000 und 60 000 Früchte. Zusammen mit 32 Arbeitern, die meisten davon Haitianer, bewirtschaftet er 180 Hektar Land. Mit anderen Worten: Er hat es weit gebracht. Er ist heute eine Art Ananas-König. Dabei hat er klein angefangen. Die Trüebs waren Gemüsebauern im Zürcher Unterland, wo sie 22 Hektar Land bewirtschafteten. Emil Trüeb wollte den Betrieb vergrößern. Da das nicht möglich war, entschloss er sich Anfang der 1980er-Jahre, in die Dominikanische Republik auszuwandern. Er war damals Mitte 20 und Teil einer Reisegruppe Kaufwilliger. Für 50 Rappen am Tag bekomme man in der Karibik einen Arbeiter und sei bald reich, wurde den Schweizern versprochen. Am Morgen des achten Tages war der Vertragsabschluss angesetzt, nachmittags: frei. Trüeb lehnte dankend ab. Er wollte sich zuerst genau informieren, bevor er kaufte. Viele andere waren weniger clever – und verloren alles.
00:55
R: Juliane Meyer, Oliver Schmid
01:25
R: Paul Olding, Ruth Omphalius... Vulkane gelten allgemein als gefährlich und zerstörerisch. Sie bedrohen den Menschen und dessen Habe durch Lavaströme, Ascheregen und giftige Gase. Die Dokumentation belegt entgegen dieser Vorurteile, dass die Feuer spuckenden Berge während der langen Geschichte der Erde nicht nur für Negativschlagzeilen sorgten. Der deutsche Astronaut Thomas Reiter besucht einige der vulkanisch aktivsten Zonen unseres Planeten. Er macht deutlich, welche wichtige Rolle Vulkane bei der Entstehung des Lebens spielten. Keine andere Kraft hatte in der Erdgeschichte so großen Anteil an der Gestaltung und Umgestaltung der Welt wie sie. Die Expedition beginnt in Island. Hier erkundet Thomas Reiter aus der Luft und unter Wasser die Wirkungsweise vulkanischer Aktivität. Die Klippen von Thingvellir sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die Hitze aus dem Erdinneren die Oberfläche verändert. Aus dem Helikopter kann man deutlich sehen, wie der massive Fels auseinandergerissen wurde, aber erst beim Tauchgang in der Silfra-Spalte wird deutlich, welche gigantischen Kräfte hier tatsächlich am Werke sind. Thomas Reiter taucht hier zwischen zwei Kontinentalplatten. Quer durch Island verläuft die Grenze zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Platte, die in jedem Jahr einige Zentimeter auseinanderdriften. Was sich zunächst wenig spektakulär anhört, hat im Laufe der Jahrmillionen massive Felswände auseinandergesprengt und immer wieder zu Vulkanausbrüchen geführt. Noch wichtiger für das Leben auf der Erde ist es allerdings, wenn Kontinentalplatten aufeinandergeschoben werden. An solchen Stellen falten die Platten Gebirge auf und erschaffen so ständig neue Landmassen. Käme dieser Prozess irgendwann zum Erliegen, wäre alles Land auf dem Planeten dem Untergang geweiht. Die Erosion würde im Laufe der Zeit jeden Kontinent abtragen, bis die Oberfläche der Erde gleichmäßig mit einer vier Kilometer dicken Wasserschicht bedeckt wäre. Neueste Forschung belegt außerdem, dass der Vulkanismus die Erde schon mindestens einmal vor einer weltumspannenden Katastrophe gerettet hat. Der Geologe Paul Hoffman fand in Namibia Hinweise auf eine globale Vereisung des Planeten. Sogar am Äquator gab es Gletscher und Eisberge. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass der gesamte Globus im Schnitt unter einer Kilometer dicken Eisschicht begraben war. Aus dieser frostigen Umklammerung hätte sich unser Heimatplanet ohne die Aktivität der Vulkane bis heute nicht befreien können. Durch ihren Ausstoß von Kohlendioxid veränderten sie das Klima und tauten den Kühlschrank Erde wieder auf. Eine Sensation sind die extremen Zeitrafferaufnahmen vom äthiopischen Vulkan Erta Ale. Er gehört zu den wenigen Vulkanen, die kontinuierlich so viel Hitze erzeugen, dass sich ein Lavasee aus flüssigem Gestein im Inneren des Kraters bildet. Nur durch die Zeitrafferaufnahmen ist es möglich, die dynamischen Prozesse in dem außergewöhnlichen See zu verstehen.
02:10
R: Annabel Gillings, Ruth Omphalius... Die Ozeane der Welt sind fast so alt wie die Erde selbst. Aber sie sind viel mehr als ein uraltes Wasserreservoir. Sie formen und verändern den Planeten. Die Weltmeere sind für das Klima verantwortlich, und in ihren Tiefen soll sogar das Leben entstanden sein. Die Reise von Thomas Reiter beginnt auf dem offenen Ozean. Hier verfolgt er den Weg der Wellen, die sich weit draußen auf den Meeren bilden, die Energie des Windes einfangen und weitertragen, bis sie schließlich auf Land treffen. Der uralte Kampf zwischen Ozeanen und Kontinenten wird durch Superzeitrafferaufnahmen eindrucksvoll in Szene gesetzt. Eine weitere uralte Kraft, durch die die Ozeane die Welt beeinflussen, sind die vielfach vernetzten und verzweigten Strömungssysteme. Thomas Reiter erklärt die neueste Forschungsrichtung, die einen kuriosen Ursprung hat: Gummientchen. Die schwimmfesten Tiere waren bei einem Schiffsunglück in den Pazifik gefallen und hatten von dort aus eine unglaubliche Reise um die Erde angetreten. Sie lenkten die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler auf ein weltumfassendes Strömungssystem, das heute als Globales Förderband bezeichnet wird. Diese gewaltige Strömung ist für den Wärmeaustausch auf der gesamten Erde von enormer Bedeutung. Dass die Ozeane genauso wie die Kontinente einem ständigen Wandel unterliegen, zeigt die Forschung von Tim Wright. Der Geologe untersucht Erdspalten in Äthiopien, die erst vor Kurzem entstanden sind. Diese ständig wachsenden Risse in der Oberfläche Ostafrikas interpretiert der Wissenschaftler als erste Prozesse, die zur Bildung eines Meeres führen. Das ist der einzige Ort der Welt, an dem man die Geburt eines neuen Ozeans beobachten kann, kommentiert Wright den Befund. Neue Meere entstehen, andere sterben. Ausgerechnet die Tage unseres liebsten Urlaubsmeeres sind gezählt. Das Mittelmeer verliert schon jetzt durch Verdunstung mehr Wasser, als Regen und die großen Flusssysteme wieder auffüllen können. Glücklicherweise wird es einige Millionen Jahre dauern, bis sich dort, wo sich heute Wassermassen ausdehnen, eine Salzwüste bildet.
02:50
R: Annabel Gillings, Ruth Omphalius... Man kann sie weder sehen noch riechen oder schmecken, trotzdem wäre alles Leben auf der Erde ohne sie zum Untergang verurteilt: Die Atmosphäre ist der Schutzschild unseres Heimatplaneten. Sie hüllt den Globus in eine warme, feuchte Schicht, bewahrt uns vor gefährlichen Strahlen aus dem All und hält den Sauerstoff bereit, den wir zum Leben brauchen. Thomas Reiter ist in dieser Folge völlig in seinem Element. Er nimmt den Zuschauer mit auf einen Flug im Tornado und berichtet von seinen Erlebnissen im Weltraum. Gemeinsam mit dem Moderator reist das Publikum durch die vier wichtigsten Schichten der Atmosphäre und lernt deren Bedeutung kennen. In Westaustralien besucht Thomas Reiter die ältesten Lebensformen der Welt: die Stromatolithen. Diese einfachen Einzeller sind für eine Revolution in der Erdgeschichte verantwortlich. Als eine der ersten Arten überhaupt nutzten sie Sonnenlicht als Energiequelle und betrieben Fotosynthese. Als Abfallprodukt ihres Stoffwechsels produzierten sie gigantische Mengen von Sauerstoff, der heute Lebensgrundlage für zahllose Lebewesen ist. Aber Sauerstoff ist nicht das einzige Gas, das eine überlebenswichtige Funktion für uns erfüllt. Auch Kohlendioxid ist von großer Bedeutung als Teil eines globalen Wärmeregelungssystems. Seine Eigenschaft, als Treibhausgas zu wirken und Sonnenlicht auf die Erde zurückzuspiegeln, wird im Zuge der Klimadiskussion stets als negativ beurteilt. Tatsächlich hat genau diese Eigenschaft die Erde im Laufe ihrer Geschichte mehrfach vor der totalen Vereisung gerettet. Besondere Highlights dieser Folge sind die ungewöhnlichen Demonstrationen von Troy Hartman. Er ist Skysurfer und stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass Luft nicht einfach gasförmig ist, sondern auch Eigenschaften einer Flüssigkeit aufweist. Seine große Welle findet er nicht auf dem Meer, sondern am wolkenreichen Himmel im Norden Kaliforniens. Jim Edds bleibt zwar auf dem Boden, aber seine Forschungsarbeit ist deshalb nicht ungefährlicher: Edds ist Sturmjäger. Mit ihm reist das Team in den Anden geradewegs ins Zentrum einer gigantischen Gewitterfront. Die dabei entstandenen spektakulären Aufnahmen von Blitzen dokumentieren, wie viel Energie während eines Gewitters in der Atmosphäre freigesetzt wird.
03:35
R: Sophie Harris, Ruth Omphalius... Für viele ist Eis nicht mehr als gefrorenes Wasser – eine fatale Fehleinschätzung. Seit Menschen auf der Erde leben, war Eis die dominante Kraft. Eiszeiten lösten Massensterben aus, und Gletscher gaben den Landschaften, die wir bewohnen, ihre Form. Vermutlich haben die Eismassen sogar mehrfach die Entwicklung unserer Art beeinflusst. Thomas Reiter untersucht einen der größten Gletscher der Welt. Abgeseilt in einer Gletscherspalte des Vatnajökull im Südosten Islands lernt Thomas Reiter das Eis als eine der außergewöhnlichsten Substanzen der Erde kennen, die ganz verschiedene, zum Teil widersprüchliche Eigenschaften in sich vereint. Einerseits ist Eis sehr fest. Thomas Reiter und das Film-Team verlassen sich darauf, dass es so viel Festigkeit wie Fels besitzt und beim Abseilen ihr Gewicht problemlos trägt. Andererseits verhält sich das Eis eines Gletschers aber auch wie eine Flüssigkeit. Über längere Zeiträume betrachtet, überwindet es weite Strecken und gleitet ins Tal hinunter. Diese Fließbewegung konnte mithilfe extremer Zeitrafferaufnahmen sichtbar gemacht werden. Mehrere Monate beobachtete eine Spezialkamera beispielsweise den Argentiere-Gletscher in den französischen Alpen. Zusammengedrängt auf wenige Sekunden, ermöglichen die Aufnahmen, dass die Dynamik des Gletschereises für das menschliche Auge sichtbar wird. Welche gewaltigen Energien tatsächlich im Eis schlummern, kann man an den Landschaften sehen, die einst von Eis bedeckt waren. Joe Houlding ist einer der besten Extrembergsteiger der Welt. Er bezwingt für die Sendung den El Capitan, einen Monolithen im kalifornischen Yosemite-Nationalpark. Der Fels wurde zum Eldorado der Kletter-Szene, weil die Wände des Giganten fast senkrecht aufragen und erstaunlich glatt geschliffen sind. Es gibt nur sehr wenige Bergsteiger, die dieser Herausforderung gewachsen sind. Ohne den Einfluss des Eises wäre der El Capitan allerdings ein Allerweltshügel geblieben. Während einer der letzten Eiszeiten schliffen die Eismassen eines gigantischen Gletschers den Fels in Form. Eine ganz besondere Perspektive auf ihren Gletscher hat die Glaziologin Miriam Jackson. Ihr Arbeitsplatz liegt mehrmals im Jahr bis zu 200 Meter tief unter den Eismassen des norwegischen Svartisen-Gletschers. In dem Eislabor am Gletscherboden versucht sie herauszufinden, warum das Eis sich überhaupt talwärts bewegt und welche Geschwindigkeiten es erreichen kann. Dabei macht sie eine sensationelle Entdeckung: Auf dem Boden des Gletschers gibt es trotz konstanter Minusgrade Wasser, das nicht gefroren ist. Ebenfalls einem Gletscher auf den Grund gehen möchte Konrad Steffen. Seit 30 Jahren untersucht der Wissenschaftler den Jacobshavn-Gletscher in Grönland. In den Eisgiganten kann man allerdings kein Eislabor schmelzen. Steffen versucht stattdessen, eine Kamera, die die NASA für die Erkundung fremder Planeten entwickelt hat, auf den Grund des Gletschers hinabzulassen.
04:20
R: Ben Lawrie, Ruth Omphalius... Innerhalb von viereinhalb Milliarden Jahren verwandelte sich der Planet Erde von einem leblosen Gesteinsbrocken in die bunte Welt, die wir heute kennen. Diese Entwicklung geschah keineswegs linear, die Geschichte der Erde ist eine Abfolge von Zerstörung und Neuanfang. Der Film fragt nach der speziellen Rolle der Erde, die durch eine Vielzahl von besonderen Bedingungen Heimat für das Leben werden konnte. Thomas Reiter hat sich auf die Suche nach Hinweisen gemacht, die die wichtigsten Wendepunkte in der Erdgeschichte illustrieren. Im Dschungel Mexikos wurde er fündig. Dort taucht der Moderator in einer Höhle, die sich als Teil eines weitläufigen Tunnelsystems entpuppt. Erst kürzlich stellten Höhlentaucher fest, dass dieses System aus Durchgängen und überschwemmten Höhlen fast die gesamte Halbinsel Yucatan durchzieht. Aber erst moderne Geosatellitentechnologie ermöglichte den Wissenschaftlern herauszufinden, welchen Ursprung die geheimnisvollen Höhlen haben. Messungen aus dem All zeigen, dass sich die Höhlen am Rand einer gewaltigen trichterförmigen Struktur gebildet haben. Diesen Krater hatte vor 65 Millionen Jahren der Asteroid geschlagen, der vielleicht den Untergang der Dinosaurier besiegelte. Am Ende seiner spannenden Reise durch die Geschichte der Erde stößt Thomas Reiter auch auf Spuren, die eine vergleichsweise neue Kraft auf dem Planeten hinterlassen: unsere Spuren. Der Mensch ist zum bedeutenden Faktor für die Erde geworden. Er ist dazu in der Lage, ihre Oberfläche und ihr Klima zu verändern. Aus dem All konnte Thomas Reiter vor allem auf der Nachtseite der Erde erkennen, wie dominant der Mensch tatsächlich ist. Die Lichtermassen der Städte und Siedlungen verdeutlichen die Ausbreitung des Menschen auf dem Globus. Er ist der nächste entscheidende Faktor in der langen Geschichte der Erde.
05:05
R: Marc Szeglat... Erdbeben verursachen erhebliche Schäden. Spätestens seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist die Erdbebensicherheit weltweit wieder in den Fokus gerückt. Das Terra X-Team begleitet Forscher in die seismisch aktivsten Gebiete der Erde. Mit den unterschiedlichsten Methoden versuchen die Wissenschaftler herauszufinden, wie ein Beben tatsächlich entsteht. Nur so kann ein effizienter Erdbebenschutz entwickelt werden. In Chile untersucht beispielsweise der Geophysiker Professor Dr. Stephen Miller von der Universität Bonn mit seinem Team eine Region in den chilenischen Anden. In dieser seismisch hochaktiven Gegend stellen die Wissenschaftler erstaunliche Dinge fest: 2010 hatte ein Erdbeben der Magnitude 8,8 den Seeboden vor der Küste Chiles erschüttert. Der Boden brach auf einer Länge von mehreren hundert Kilometern auf und hätte eigentlich einen gewaltigen Tsunami auslösen müssen. In Panik flüchteten die Bewohner aus der Küstenregion, doch wie durch ein Wunder blieb der Tsunami aus. Der Grund dafür: Das Beben selbst verhinderte die Katastrophe. Innerhalb weniger Sekunden hob es die Küste um 2,5 Meter und errichtete so einen Schutzwall gegen die Überflutung. Solche überraschenden Beobachtungen machen deutlich, wie wenig vorhersehbar die gewaltigen Kräfte der Erde noch immer sind. Miller sieht vor allem in dem Zusammenwirken von Erdbeben und Vulkanen ein wichtiges Forschungsgebiet. Dass Erdbeben längst nicht immer im Zusammenhang mit Vulkanen stehen müssen, zeigt das Projekt USArray. In Michigan, mitten in der nordamerikanischen Prärie, begleitet Terra X ein USArray-Team. Die Männer versenken einen hochempfindlichen Seismographen in der Erde, Teil eines Netzwerks von 400 solcher Geräte, die überall in den USA Messungen durchführen. Die Seismographen haben keinen festen Platz, vielmehr wird das Netz nach einer festgelegten Zeit immer weiter von Westen nach Osten bewegt. Auf diese Weise soll mit nie da gewesener Genauigkeit die amerikanische Unterwelt erforscht werden. Vor allem die Frage, warum Erdbeben gelegentlich auch weit entfernt von den tektonisch aktiven Grenzen der Kontinentalplatten ausgelöst werden können, kann nun beantwortet werden. Offenbar tauchen nicht alle Platten, wie bisher angenommen, als Ganzes an einer sogenannten Subduktionszone in den Erdmantel ein, um wieder eingeschmolzen zu werden. Die gewaltige Ozeanplatte, die seit mehr als 100 Millionen Jahren vor der Westküste der USA in die Tiefe sinkt, tut dies beispielsweise ganz und gar nicht in einem Stück. Im Verlauf der USArray-Forschung wurden stattdessen Fragmente nachgewiesen, die in geringer Tiefe unter dem Kontinent bis nach New York reichen. Diese Bruchstücke sind in der Lage, den Kontinent zu destabilisieren und bis hin zur Ostküste Erdbeben auszulösen, weit weg von der eigentlichen Subduktionszone an der Westküste Amerikas. All diese Forschungen lassen die Möglichkeit sinnvoller Erdbebenvorhersage immer unwahrscheinlicher werden. Allerdings gibt es manchmal überraschende Hilfe. Im Umland der italienischen Stadt L'Aquila erforscht die britische Biologin Rachel Grant seit über vier Jahren das Verhalten von Kröten. Wenige Tage vor dem Beben im Jahr 2009 verschwanden sämtliche Kröten aus dem nahegelegenen See. Zwei Wochen nach dem Beben tauchten sie wieder auf. Grant vermutet, dass sich im Vorfeld des Bebens die chemische Zusammensetzung des Seewassers geändert haben könnte. Vielleicht eröffnen die sensiblen Amphibien ganz neue Möglichkeiten für die Vorhersage von Erdbeben. In Disaster City in Texas steht nicht die Vorhersage von Erdbeben im Vordergrund, hier übt man vielmehr, was zu tun ist, wenn die Erde bereits gebebt hat. 70 000 Spezialisten aus aller Welt kommen jedes Jahr in die texanische Katastrophenstadt, um hier das ABC des Rettens zu trainieren. Was passiert, wenn bei einem Erdbeben Gebäude über ihren Bewohnern einstürzen? Wo könnten Überlebende verborgen sein, und wie kann man sie bergen? Auf einer Fläche von 30 Fußballfeldern wird der Horror so echt wie nur möglich nachgespielt, damit die Rettungskräfte handlungsfähig sind, wenn es zum Ernstfall kommt. Über die besondere Bedrohung, die von Atomkraftwerken in Erdbeben gefährdeten Gebieten ausgehen, denkt man seit dem Reaktorunglück von Fukushima fast überall auf der Welt ernsthaft nach. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: In Akkuyu, im Süden der Türkei, beginnt ein russisches Konsortium mit dem Bau des ersten türkischen Atomkraftwerks in unmittelbarer Nähe einer der seismisch aktivsten Zonen der Welt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass innerhalb der nächsten 100 Jahre ein Beben vergleichbar mit dem in Fukushima zu erwarten ist.
05:45
Newton
06:10
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
Markus Lanz
11:30
Vera Russwurm spricht mit Menschen, die ein Problem bewältigt haben. Sei es beruflich, privat, gesundheitlich. Über einen Ausstieg ins Leben und über Polyamorie berichten die Gäste diesmal. Der 40-jährige Konja Simon Rohde wuchs in einem streng religiösen Umfeld auf, das er mit 33 Jahren verließ. Dann machte er seinen persönlichen Ausstieg ins Leben. Elisa Meyer erzählt über ihr Leben mit mehr als einem Mann an ihrer Seite. Wie ihr Umfeld auf diese ungewöhnliche Beziehungsform reagiert, berichtet die 31-Jährige, die auch professionelle Kuschelstunden anbietet, gemeinsam mit einem ihrer Freunde, Sebastian Drobny.
12:30
mit Untertiteln und Gebärdensprache.
13:00
ZIB
13:20
R: Kurt Mündl... Der Film von Kurt Mündl zeigt die Wälder, Hügel, Hochmoore und Täler des nördlichen Waldviertels, eine der ältesten Kultur- und Naturlandschaften Österreichs, im Lauf der Jahreszeiten. Das Waldviertel besteht aus endlos scheinenden Wäldern, wilden Flüssen, sumpfigen Teichen und romantischen Hochmooren. Sonne, Regen, Wind und Schnee haben Natur und Mensch stark geprägt und dem niederösterreichischen Landesteil seinen Zauber verliehen. Ein geologisches Phänomen ist das uralte Riesengebirge. Es ist älter als die Alpen und weist tonnenschwere Gneis- oder Granitblöcke in skurrilen Formen auf. Eines der weltweit bekanntesten archäologischen Fundstücke stammt aus dem Waldviertel – die 1908 gefundene, elf Zentimeter hohe Statuette einer Frau, die Venus von Willendorf.
14:00
R: Roland Buzzi... Es ist die Weite, die den Besucher des Weinviertels in seinen Bann schlägt. Das Viertel unter dem Manhartsberg, so genannt seit 1254, vermittelt ein Gefühl der Endlosigkeit. Seinen Namen trägt das Weinviertel nicht von ungefähr – der Weinbau bestimmt das Landschaftsbild in all seinen Kulturformen und ist seit jeher prägend für die Bewohner dieser Region. Ein sanftes, wärmebegünstigtes Hügelland, das von Menschen genutzt wird, aber noch viele ursprüngliche Eigenarten bewahrt hat, ein stilles Land mit viel Vergangenheit und verborgenen Schätzen.
14:45
R: Waltraud Paschinger... Mächtige Bergketten prägen den Naturpark Steirische Eisenwurzen. Die archaische Gebirgslandschaft wirkt, als hätte sie sich nie verändert. Ein Film über die Region einst und heute. Vor einigen Millionen Jahren wohnten dort faustgroße Schnecken in küstennahen Sandbänken warmer tropischer Meere. Wo sich heute Wiesen und urtümliche Wälder erstrecken, bedeckten noch vor 20 000 Jahren gigantische Gletscher das Land. In jüngerer Vergangenheit war die Eisenwurzen Zentrum der Eisenverarbeitung. Mit den qualitativ hochwertigen Waffen, Sensen und Werkzeugen, die dort geschmiedet wurden, betrieb man regen Handel bis in den arabischen Raum. Hand in Hand mit der Erzgewinnung nahm auch die Holzindustrie ihren Aufschwung.
15:30
R: Alfred Ninaus... Ein reißender Fluss, bunte Streuwiesen oder ein atemberaubender Blick vom 2700 Meter hoch gelegenen Dachstein – das Ennstal ist sehr facettenreich. Doch die Landschaft war lang gefährdet durch Flussbegradigungen im 19. und 20. Jahrhundert. Ein EU-Projekt schuf wieder naturnahe Auen- und Flusslandschaften sowie neue Lebensräume. Der Film erzählt die Geschichte des Tals und zeigt das Leben seiner Bewohner. Ursprünglich schlängelte sich die Enns kurvenreich durch ein lang gezogenes Tal. Dann wurde immer mehr Anbaufläche gewonnen, wurden Nebenarme gekappt, Moore trocken gelegt. Die Flora und Fauna verarmte. Immer öfter gab es verheerende Hochwasser. Vor 20 Jahren startete das EU-Projekt Life. Naturnahe Flusslebensräume und Auwälder entstanden, aber auch ausgedehnte Moorlandschaften. Die für diese Landschaft typischen Torfmoose wurden angebaut, bald siedelten sich seltene Vogelarten wieder an wie der Wachtelkönig, Wanderfalke oder Eisvogel. Aber auch der Braunbär kehrte zurück. Heute ist die einmalige Flusslandschaft das ganze Jahr über ein Gebiet für sanften, naturnahen Tourismus: Im Mai und Juni locken ganze Wiesen voller blauer Schwertlilien Wanderer und Naturbegeisterte an, aber vor allem die Ski-Gebiete im Ennstal sind ein Publikumsmagnet. Darüber hinaus ist das Ennstal seit Jahrhunderten durch Handel und Verkehr geprägt. Das Eisen vom Erzberg oder Lebensmittel wurden auf der Eisenstraße und auf der Enns befördert. Waren es früher Fuhrwerke, Flöße und Enns-Schiffe, übernahmen später Bahn und Lkw den Transport der Güter.
16:10
R: Franz Hafner... Der Gipfel des Ötscher am östlichen Rand der Alpen ist keine 2000 Meter hoch, dennoch dominiert er das umliegende Land. Es ist eine Landschaft der Superlative. Hier gibt es nicht nur Österreichs kältesten Ort und den dunkelsten Nachthimmel des Landes: Hier sind auch Österreichs Grand Canyon zu finden, die Ötschergräben, und der letzte größere Urwald Mitteleuropas, das Wildnisgebiet Dürrenstein. Die Dokumentation erzählt vom ehemals langsamen Vordringen in den Urwald, von Brandrodungen, vom schwierigen Holztransport und von Rückschlägen, die extreme Bergwinter mit sich brachten.
16:55
R: Barbara Fally-Puskás... Die Landschaft im Süden Niederösterreichs ist geprägt von den letzten Ausläufern der Alpen. In der Region zwischen Rax und Buckliger Welt finden sich auch die Hausberge der Wiener. Für Erholungsuchende und Extremsportler, Naturliebhaber und Kulturfreunde liegt dieses Paradies praktisch vor der Haustür.
17:35
R: Kurt Mündl... Die Donau ist nicht nur der bei Weitem größte Strom Mitteleuropas, sie weist auch jede Menge Besonderheiten auf. Der Film stellt die Vielfalt an Tierarten der Donau-Region in Österreich vor. So gibt es an und auf den Inseln im Strom Zonen mit geradezu mediterranem Klima. Dort trifft man etwa auf riesige Äskulapnattern oder Ehrfurcht gebietenden Gottesanbeterinnen. Auch die östliche Smaragdeidechse, die gewaltige Ausmaße annehmen kann, ist dort zuhause.
18:30
nano
19:00
anschließend: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
R: Nadja Kölling... Doku. Wie Opfer und Angehörige die Tragödie vor 20 Jahren verkraftet haben., „Meine Tochter hätte nicht sterben müssen.“ Bis heute empfindet die Mutter von Silke Bischoff, die während des SEK-Zugriffs auf der A3 starb, Wut und Verbitterung. Die Familie De Giorgi ging nach dem Tod des damals fünfzehnjährigen Emanuele zurück nach Italien. Im Anschluss an den TV-Film „Gladbeck“ stellt die Doku die Opfer von einst in den Fokus.
21:00
Europa sieht besorgt Richtung Rom. Die Staatsschulden sind hoch, Reformen stocken – und die neue Rechts-Links-Regierung verspricht teure Programme und niedrige Steuern. Sollte die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone noch tiefer in die Krise geraten, könnte es die Währungsunion härter treffen als bei Griechenland, befürchten einige. Im Vergleich zu den Krisenjahren 2010 bis 2013 steht heute allerdings der Euro-Rettungsschirm ESM mit vielen Milliarden Euro bereit.
21:30
Erstausstrahlung.
22:00
ZIB 2
22:25
I: Robert De Niro, John Cazale, John Savage, Christopher Walken, Meryl Streep, George Dzundza, Chuck Aspegren, Rutanya Alda; S: Michael Cimino, Louis Garfinkle, Quinn K. Redeker, Deric Washburn; R: Michael Cimino... Antikriegsepos von Michael Cimino (1939–2016, „Heavens Gate“), geehrt mit fünf Oscars., Drei Stahlarbeiter erhalten 1967 ihre Einberufung. Steven (John Savage) feiert noch schnell Hochzeit, bevor er mit Mike (Robert De Niro) und Nick (Christopher Walken) ein letztes Mal zur Jagd geht… Fast eine Stunde nimmt sich Regisseur Cimino Zeit, um das zivile Leben seiner Helden auszuleuchten, bevor er sie mit einem brutalen Schnitt in die Hölle schickt: In Vietnam geraten die Freunde in die Gefangenschaft des Vietcong. eine grausame Erfahrung, die jeden von ihnen für immer verändern wird… Cimino bezeichnete seine verstörende Studie vom Krieg zerstörter Seelen als „unpolitisch“. Als der Film 1979 auf der Berlinale lief, reisten indes die Delegationen mehrerer sozialistischer Länder ab, weil sie ihn als „Beleidigung für das Volk von Vietnam“ sahen., [Ton: Mono.
01:20
Zapp
01:50
10 vor 10
02:15
extra 3
02:45
Mirja Regensburg macht in ihrem Programm Mädelsabend vor keinem Thema halt: Ganz egal, ob es um Punkte in Flensburg, beim Essen oder beim Fußball geht. Mirja teilt ihre Erlebnisse und Einsichten mit dem Publikum und ist dabei zum Schreien komisch. Einen roten Faden braucht Mirja Regensburg übrigens nur zum Stricken, denn in ihrem Soloprogramm lässt sie ihrer Leidenschaft für das Improvisieren freien Lauf. So wird jeder Abend garantiert zu einem einzigartigen und unvergesslichen Erlebnis. Ja, es gibt sie wirklich da draußen: lustige Menschen aus dem nördlichen Teil des Bundeslandes Hessen. Mirja Regensburg ist das beste Beispiel dafür, dass auch die Nordhessen einen wunderbaren Humor haben können. Ihre gute Laune hat sie sich nie nehmen lassen – und das seit ihrer Geburt im eher unscheinbaren nordhessischen Hümme. Denn von dort startete sie ihren humoristischen Feldzug durch die Republik.
03:30
Die „rheinhessische Antwort auf Conchita Wurst“ singt nur mit seiner Band „Se Bummtschacks“. Ansonsten macht der gut gekämmte Rocker: Erzählquatsch. Mit Storys aus dem Alltag, vorgetragen in „Meenzer“ Mundart, war er Stammgast in „Nightwash“. Hier gibts Hieronymus solo.
04:15
Ausgehen oder zuhause bleiben? Bier oder Wein? Mieten oder kaufen? Heiraten oder trennen? Geschüttelt oder gerührt? Jeden Tag treffen wir 100 000 Entscheidungen. Da muss man ja verrückt werden. Florian Schroeder, bekannt als Parodist und Speerspitze der jungen Kabarett-Generation, beweist sich auch in seinem neuen Programm Entscheidet euch als Meister seines Fachs: Virtuos bewegt er sich zwischen Kabarett und Comedy, zwischen Politik und Philosophie. Er beantwortet die ersten und die letzten Fragen der Menschheit, er redet nicht über Probleme, sondern über Lösungen. Schroeder weiß, wo es langgeht – trotz ausgeprägter Rechts-Links-Schwäche. Er ist der Sebastian Vettel unter den Führerscheinlosen, seine Show ist ein politisch-philosophisch-psychologisches Gutachten für Intellektuelle und die, die sich einmal so fühlen möchten. Wenn Spaßbremsen Vollgas geben, ist es Zeit, einen Gang runter zu schalten: zuschauen, entspannen, nachdenken.
05:00
Dietrich Faber meets Manni Kreutzer oder: Schöngeist trifft Provinz-Cowboy. Jetzt gibt es die besten Faber-Nummern und die größten Hits von Manni Kreutzer in einer Show! Manni The Cruzer schmuggelte sich als Fabers Alter-Ego und Hessens Antwort auf Johnny Cash mit seiner Band The Overhesse in Fabers Bühnenshows und begeisterte auf Anhieb das Publikum mit knackig-wilden Country-Folk-Songs und Texten aus der Vogelsberg-Perspektive. Inzwischen ist Manni ein fester Bestandteil der Auftritte von Dietrich Faber. Und das ist auch gut so: Denn wenn die beiden auf der Bühne stehen, präsentieren sie Crime-Country-Comedy vom Feinsten – natürlich original und echt aus dem Vogelsberg.
05:45
Jürgen Leber unternimmt eine humorvolle Reise auf den Spuren großer hessischer Denker wie Goethe, Habermas und Andy Möller und geht den drängendsten philosophischen Fragen des Alltags nach. In dieser Schulstunde dreht sich alles um Ebbelwoi und Philosophie. Zwei Dinge, die beim Hessen ja ganz eng beieinander liegen und sich oftmals auch proportional zueinander verhalten: Je mehr Ebbelwoi im Kopp, desto philosophischer wird der Hesse erfahrungsgemäß. Selbstverständlich nimmt Jürgen Leber sich auch aktueller Themen an und beleuchtet den Zeitgeist durchaus kritisch. Oder, wie der größte Hesse Johannes W. wohl heutzutage sagen würde: Ich lebte einst in diesem Land der Denker und der Dichter. Schau ich mich um, dann merk ich wohl: Das Denken wird grad schlichter..
06:20
Kulturzeit
07:00
Nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
R: Raphaëlle Aellig... Der Herbst ist die Jahreszeit der Kastanien. Auf der Alpensüdseite der Schweiz wachsen die majestätischen Bäume in den Himmel. Ihre Früchte sind heute wieder gefragt. Mit dem Siegeszug der Industrialisierung wurde den Menschen die Arbeit in den Baumhainen zu aufwendig. Mitte des 20. Jahrhunderts entvölkerten sich die Dörfer, und die Bäume verwilderten. Ohne Pflege sind die Bäume anfällig für Krankheiten und Pilzbefall. Viele sind so in den letzten Jahrzehnten einen langsamen Tod gestorben. Heute besinnt sich die Bevölkerung wieder auf die Vorzüge der Edelkastanie. Ein Projekt nimmt sich der Riesenkastanien an. Das sind Bäume mit einem Umfang von mehr als sieben Metern, die teilweise mehrere Hundert Jahre alt sind. Sie werden inventarisiert und gepflegt.
09:30
Erstausstrahlung.
09:55
R: Sabine Holzer, Karl Königsberger... Wenige Kilometer von Wien entfernt versammelt sich jedes Frühjahr eine Kolonie baumbrütender Weißstörche. Es ist mit rund 60 Paaren die größte Kolonie Mitteleuropas. Den Sommer über ziehen die Vögel dort ihre Jungen groß. Die Dokumentation beobachtet die Vögel in ihren Winterquartieren in Afrika und begleitet sie zurück nach Europa. Der Einsatz spezieller Kameratechniken ermöglicht seltene Einblicke in das Leben der Weißstörche.
10:40
I: Ruth Drexel, Hans Peter Korff, Max Krückl, Barbara Bauer, Martin Walch, Marco Bretscher-Coschignano, Hans Schoedel, Max Volkert Martens, Helmut Berger, Barbara Wussow, Michael Roll; S: Ralf Kinder, Christiane Bubner; R: Helmut Metzger... TV-Krimi mit der bayrischen Miss Marple., Bei einem Rundflug erspäht Agathe Heiland (Ruth Drexel) aus luftiger Höhe einen Mord auf dem Golfplatz. Nur ist später keine Leiche zu finden… Die Hauptfigur nimmt nicht nur mit ihrem Namen Anleihen bei Agatha Christie: Der Film variiert die „16 Uhr 50 ab Paddington“-Geschichte – leider sehr geist- und witzlos.
12:10
R: Elizabeth T. Spira
13:00
ZIB
13:10
Notizen aus dem Ausland
13:15
R: Christian Springer, Christoph Süß... In dieser Folge geht es um Zinsen. Sie führt ins Babylon 1796 vor Christus. Der Numismatiker Frank Berger erklärt die Erfindung des Kredits in babylonischen Tempeln. Wie konnte sich dieses System trotz des christlichen Zinsverbotes bis heute halten, fragen sich die beiden Kabarettisten Christian Springer und Christoph Süß beim Ritt auf dem Dromedar. Die Antwort weiß Professor Dr. Jochen Hörisch im fernen Mannheim. Der Zins und der Glaube an unendliches Wachstum: ein Trugschluss? Ja, findet der Erfinder des Chiemgauer Regionalgeldes, Christian Gelleri. Anders als Professor Dr. Kai Carstensen, Makroökonom und Konjunkturforscher, der erklärt, warum regionale Finanzsysteme immer auch abhängig vom großen Finanzsystem bleiben werden. Was ist der Unterschied von Real- und Finanzwirtschaft? Sind die Menschen einfach nur von Gier getrieben? Diese Frage kann Professor Dr. Christian E. Elger, Hirnforscher der Universität Bonn, beantworten. Christian Springer und Christoph Süß wollen jetzt endlich auch das Bundesgold in Frankfurt am Main sehen. Dürfen sie aber nicht, sie müssen einfach glauben, dass es da ist. Dann begeben sie sich eben auf die Suche nach einem Goldesel, aber der hat eine eigene Weltsicht.
14:00
Kunst & Krempel
14:30
Erstausstrahlung.
15:00
R: Florian Gebauer... Lojze Wieser, Verleger und leidenschaftlicher Kulinariker, streift durch europäische Länder und deren Küchen und geht dem Geschmack Europas nach. Diesmal geht es nach Flandern. Die flämische Region ist bekannt für leckere Waffeln, Pommes Frites, Bier und Schokolade. Doch der Norden Belgiens birgt noch viele weitere kulinarische und kulturelle Schätze. Lojze Wieser geht in Brügge der Geschichte der Praline auf den Grund, erlernt die Grundlagen des Bierbrauens und entdeckt an den Brüsseler Hausfassaden überlebensgroße Comics. Und in Oostduinkerke trifft er die letzten Pferdefischer, die nach jahrhundertealter Tradition bei Niedrigwasser zu Pferde Krabben fangen.
15:30
Die Küste von Göteborg bis zur Grenze Norwegens ist eine der beeindruckendsten Landschaften Schwedens. Die Inseln vor Schwedens Westküste sehen aus, als seien sie wahllos ins Meer geworfen. Segler schätzen das Revier wegen der kleinen Buchten und Fjorde, in denen man sicher Anker werfen kann. Naturbegeisterte lieben die eigenartigen Felsformationen, die den Schären im Westen eine ganz besondere Atmosphäre geben. Die Küste ist karg und fast baumlos. Johanna Granat schaut am liebsten aus der Vogelperspektive auf ihr Zuhause. Sie will unbedingt Pilotin werden. Ihre Lieblingsstrecke für die Flugstunden führt sie von Göteborg nach Norden. In einem Flugzeug über die Inseln zu fliegen, das bedeutet für sie absolute Freiheit. Pia Hansson und ihr Mann Mikael leben ihren Traum dagegen nicht in der Luft, sondern auf einer kleinen Insel, auf Väderöarna. Früher war Väderöarna eine Lotsenstation. Hier lebten fünf Familien in absoluter Abgeschiedenheit. Vor zehn Jahren haben Pia und Mikael eines der Häuser gekauft und zu einem kleinen Hotel umgebaut. Seitdem es sogar Duschen und Toiletten gibt, kommen ihre Gäste das ganze Jahr über. Aber bitte bloß nicht zu viele. Denn vor allem Pia liebt die Ruhe auf ihrer Insel. Dass es auf Väderöarna kaum Vegetation gibt, macht Pia und Mikael nichts aus. Das ist das Flair der Westküste, sagt Mikael. Etwas weiter nördlich im Örtchen Grebbestad hat Ola Dahlman sein berufliches Auskommen mit dem gefunden, was im Meer wächst und gedeiht: dem Seetang. Davon gibt es reichlich, und Ola backt damit Tang-Knäckebrot. Vor neun Jahren hat er seine Geschäftsidee in die Tat umgesetzt, inzwischen wird sein würziges Knäckebrot bis in die Hauptstadt Stockholm verkauft. Tang-Knäcke enthält besonders viele Vitamine, ist reich an Mineralien und Spurenelementen. Ola taucht einmal in der Woche vor der Küste und holt bis zu 100 Kilogramm Tang ins Boot. Dann muss das Seegras einen Tag lang trocknen, bevor es gemahlen wird und verbacken werden kann. Auch rund um die Insel Ursholmen wächst der Seetang. Hier ist es allerdings verboten, die Pflanzen abzuschneiden, denn Ursholmen liegt im Nationalpark Kosterhavet nahe der norwegischen Grenze. Tero Härkönen ist hier im Einsatz. Der Meeresbiologe ist eine Kapazität unter den Seehundforschern. 1000 Tiere leben im Nationalpark, Tero beobachtet sie den ganzen Sommer. Er will wissen, warum vor zehn Jahren mehr als 10 000 Seehunde in der Ostsee an einem Virus starben. Bis heute hat sich der Bestand nicht vollständig erholt. Rund um Ursholmen finden sich inzwischen aber wieder reichlich Seehunde. Vor allem die vielen Jungtiere machen Tero zuversichtlich. Ansonsten hält es der 62-Jährige wie viele an der schwedischen Westküste: Er genießt die Ruhe auf seiner Insel, wenn er abends am Lagerfeuer kocht. Strom gibt es nicht im Basislager des Seehund-Forschers. Aber darauf verzichtet er gern angesichts der großartigen Natur.
16:00
R: Vera Meyer-Mathies... Entlang der Südküste Norwegens ziehen sich die weißen Städte am Meer. Risor, Grimstad und Kragero gehören zu diesen Städten mit den charakteristischen weißen Holzhäusern. Vor der Küste erstreckt sich eine ausgedehnte Schärenlandschaft, in der früher die Häuschen der Fischer standen. Nun stehen hier die Ferienhäuser der Städter. Ursprünglich lebten die weißen Städte vor allem von Holz und Fisch, mit denen Handel getrieben wurde. Werften entstanden, denn aus naheliegenden Gründen machten die Norweger vor allem im 19. Jahrhundert mit der Schifffahrt gute Geschäfte. Im Schiffsbau folgen sie alten Traditionen: Vom 8. Jahrhundert an für gut 200 Jahre wurden die norwegischen Wikinger zum Schrecken der christlichen Welt. Vom Meer und von den Flüssen her griffen sie an, mordeten und plünderten, wo immer sie Schätze vermuteten. Als Funde aus der Wikingerzeit auftauchten, verstand die staunende Nachwelt, worin ihre Überlegenheit bestanden hatte: ihre Schiffe. Sie waren schmal und lang, dadurch sehr schnell. Mit ihrer Bauweise trotzten sie der stürmischen See. Die Erfahrung im Schiffsbau war die Voraussetzung für eine andere ureigene Kulturleistung der Norweger: die Stabkirchen – Holzkirchen, die in ihrer Konstruktion den alten Königshallen entlehnt sein sollen. Die norwegische Südküste hat auch berühmte Künstler Norwegens angezogen. Henrik Ibsen kam aus Telemark nach Grimstad, wo er seine Lehrjahre als Apotheker verbrachte. Edvard Munch malte in Kragero, wo er die Motive für einige seiner bekanntesten Bilder fand. Die Spuren des Holzes führen ins Landesinnere, nach Telemark. Der längste Kanal Norwegens wurde im 19. Jahrhundert erbaut, um den Holzreichtum, den die ausgedehnten Wälder in den Bergen boten, besser zu nutzen.
16:45
Estland, das nördlichste Land im Mare Baltikum, präsentiert seine Schönheit in unterschiedlichen Facetten: eine raue und wilde Landschaft, bezaubernde Architektur, lebensfrohe Traditionen. Enge Gassen, Kopfsteinpflaster und Marktleute in Mittelalter-Tracht prägen das Straßenbild der liebevoll restaurierten Altstadt von Tallinn. Sie erinnern an Tallinns Zeit im späten Mittelalter, als bedeutende Hansestadt Reval, als Teil des russischen Zarenreichs. In Estlands dichten Wäldern sind rund 200 Herrenhäuser erhalten geblieben. Ihre Lage – nahe zum Meer und zur Eisenbahn nach St. Petersburg, wohin die Wodka- und Holzlieferungen gingen -, hat den Bewohnern aus der baltendeutschen Oberschicht einst Wohlstand und Einfluss beschert. Inzwischen wurden viele dieser Herrenhäuser sorgfältig restauriert und dienen heute teils als Museum, teils als Hotelanlage. Einen ganz besonderen Reiz besitzt die winzige Insel Kihnu im Golf von Pärnu. Sie steht unter dem Schutz des UNESCO-Welterbes, weil hier viele Traditionen des Nordens lebendig geblieben sind. So verrät die Kleidung bis heute die Lebenslage ihrer Trägerinnen, sind die Aufgaben in der Familie streng verteilt und ist etliches noch genau wie vor vielen Hundert Jahren – abgesehen von den klapprigen Mopeds mit Beiwagen, die aus der Zeit als Sowjetrepublik geblieben sind. Wann immer sie über die Insel knattern, sorgen sie für große Augen und lösen Heiterkeit bei den Festlandbesuchern aus.
17:30
I: Anja Kruse, Heio von Stetten, Wolf Roth, Nina Hoger, Alexander Strobele, Klaus Schindler, Bojana Golenac, Michaela Rosen, Karl Michael Vogler, Pierre Brice; S: Gabriele Kreis; R: Dietmar Klein... Der charmante Zoowärter Max (Heio von Stetten) kommt Journalistin Eva (Anja Kruse) schwer ins Gehege. Humorige TV-Romanze von 2003, Eva (Anja Kruse), Chefin des Frauenblatts „Beauty Today“, stürzt im Zoo über einen Eimer. Schuld ist Tierpfleger Max (Heio von Stetten) – der sich sofort in Eva verliebt. Doch die hat andre Sorgen. Als Max mal bei ihr klingelt, kommt er dennoch wie gerufen: Eva gibt gerade ein Dinner, wo ihr heimlicher Lover Karl (Wolf Roth) auf Freunde seiner Frau trifft. Eva bittet Max, ihren Freund zu spielen – was der natürlich nur zu gern macht…! Regisseur Dietmar Klein findet den richtigen Mix, um uns gedankenlos heiter in den Schlaf zu wiegen.
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
R: Anke Becker-Wenzel, Anna Bernard, Maren Beuscher, Gerald Giesecke, Stefanie Heidbrink, Monika Unkelbach, Philipp Rimmele... Deutschlands Metropolen wachsen immer weiter. Die Preise für Wohnen, Bauen, Mieten schnellen in die Höhe, die Verdrängung ärmerer Bewohner nimmt immer mehr zu. Stadtplaner, Politik und Architekten sind gefragt, wenn es um die Gestaltung der urbanen Zukunft geht, wenn die Städte noch lebenswert bleiben sollen. Und was passiert dann mit den kleinen Orten auf dem Land? Hilft die Stärkung der Provinz bei der Rettung der Städte? Investoren aus aller Welt kaufen Wohnungen in Berlin, Hamburg oder Frankfurt und treiben Hauspreise und Mieten in die Höhe. Von Gentrifizierung und der Verdrängung aus den Städten ist längst auch die Mittelschicht betroffen, die ärmeren Schichten der Gesellschaft sind es schon viel länger. Wie konnte es so weit kommen, was sind die Ursachen – wo liegen Lösungsansätze? Stadtforscher, Aktivisten und Architekten suchen nach Auswegen. Wie viel Schuld trägt die Politik in Deutschland, die es mit dem sogenannten Share Deal möglich macht, in Deutschland die Grunderwerbssteuer ganz legal zu vermeiden? Der renommierte Architekt David Chipperfield kritisiert die Praxis, von der er selbst profitiert. In Österreich gilt Wien als Vorbild für gelungene Baupolitik, bei der sich auch in der Stadt noch günstige Mieten finden. In Deutschland haben sich Vereine privat geholfen: Das Mietshäuser Syndikat aus Freiburg unterstützt Bewohner dabei, ihre Häuser dem Immobilienmarkt zu entziehen – ganz ohne Eigenkapital. Einer ganz anderen Antwort auf sich verdichtende Städte widmen sich immer mehr Architekten: Sie erfinden Tiny Houses, maximal 50 Quadratmeter groß und mit allem ausgestattet, was es zum Wohnen braucht. Doch ist die Zukunft des Wohnens ohne die Provinz, das Land denkbar? Sie muss wieder attraktiver werden, um die wachsenden Städte zu entlasten. Wie sich auch der ländliche Raum entwickeln muss, vor allem in Sachen Infrastruktur, macht ein Modellprojekt in Hessen deutlich.
20:00
Tagesschau
20:15
Das 1998 gegründete israelisch-palästinensische Orchester ist ein Politikum, aber auch ein erstklassiges Ensemble. Auf dem Programm bei den Salzburger Festspielen stehen Tschaikowsky, Debussy und Skrjabin. Violinistin ist Lisa Batiashvili.
21:45
R: Thomas Macho... Schauspielerin Katharina Straßer besucht prominente Kollegen auf Sommerfrische in Österreich, um mit ihnen zu einer gemeinsamen Unternehmung zu starten und dabei zu plaudern. Mit Angelika Niedetzky unternimmt sie eine Radtour im Weinviertel, mit Miguel Herz-Kestranek eine Wanderung auf der Rax, mit Martina Ebm eine Bootsfahrt über den Mondsee. Und für alle Gäste gilt: Es wird auch gemeinsam gesungen! Katies Temperament und ihre Schlagfertigkeit versprechen launige Gespräche mit ihren Gästen, denen sie Antworten auf Fragen entlockt, die sich andere nicht einmal zu stellen wagen.
22:30
Sie sind viel beachtete Jazzmusikerinnen, Band-Leaderinnen und Komponistinnen: Maria Baptist , Eva Klesse und Hendrika Entzian . Sie leben und arbeiten in verschiedenen Städten (Berlin, Leipzig, Köln) und machen ihre je eigene Musik. Was sie gemeinsam haben? Alle drei sind auf der Suche nach dem besonderen Moment im Spiel, wo sie ganz in die Musik abtauchen und sich und die Welt vergessen. Wie fliegen sei das, bringt es Drummerin Eva Klesse auf den Punkt. Nicht nur für die Musikerinnen, auch für ein immer jüngeres Jazzpublikum, das derzeit erleben darf, wie herausragende Instrumentalistinnen die Männerdomäne Jazz aufmischen. Musikerinnen wie Baptist, Entzian und Klesse sind die Vorbilder einer ganz neuen Jazz-Generation.
23:10
R: Katja Duregger... Fitzgerald (†?1996), die im April 2017 den 100. Geburtstag gefeiert hätte, war eine der größten Jazzsängerinnen und galt als Stimmwunder. Freunde, Kollegen, Fans, aber auch Musikpsychologen und Neurologen würdigen die Legende.
00:05
Herbert Brandl hat alles erreicht, was man als zeitgenössischer Künstler erreichen kann. Der Film blickt dem Künstler über die Schulter und ringt ihm ein paar Wahrheiten ab. Ein zwei mal vier Meter großes Bild Brandls entsteht gern mal in einer Stunde obsessiver Arbeit. Trotz explosiver Ausdruckskraft sitzt jeder Strich. Greenpeace-Aktivist und Samurai, besessen und kontemplativ? Intellektueller und Leinwand-Berserker? Seine Gemälde hängen in anerkannten Sammlungen, er wird von den besten Galerien vertreten. Er unterrichtet auf einer der angesehensten Kunst-Universitäten, nimmt an Biennalen und an der documenta teil und kann schon lange von seiner Kunst leben, gut sogar. Sein Credo: Er arbeitet schnell – oder gar nicht.
00:50
Das aktuelle sportstudio
01:50
R: Kurt Mündl... Die Donau ist nicht nur der bei Weitem größte Strom Mitteleuropas, sie weist auch jede Menge Besonderheiten auf. Der Film stellt die Vielfalt an Tierarten der Donau-Region in Österreich vor. So gibt es an und auf den Inseln im Strom Zonen mit geradezu mediterranem Klima. Dort trifft man etwa auf riesige Äskulapnattern oder Ehrfurcht gebietenden Gottesanbeterinnen. Auch die Östliche Smaragdeidechse, die gewaltige Ausmaße annehmen kann, ist dort zu Hause.
02:40
R: Hans Giffhorn... Nur wenige Sonnenstrahlen durchdringen die moosverhangenen Nebelwälder an den Abhängen der Anden. Kolibris sammeln Nektar von Orchideen und Brillenbären durchforsten das Unterholz. Die Dokumentation zeigt das Heranwachsen von drei jungen Bären, beschreibt die Flora und Fauna der Anden-Wälder und stellt die Tsáchila vor, einer der wenigen kleinen Indianerstämme, die dem Wüten der spanischen Konquistadoren entkommen konnten.
03:10
R: Jürgen Hansen, Simone Stripp... Knapp 40 000 Kilometer zieht sich die geologisch aktivste Zone der Erde rund um den Pazifischen Ozean, von Alaska bis Südamerika und von Neuseeland bis zur russischen Halbinsel Kamtschatka. Die Filmemacher begleiten Wissenschaftler, die die Welt der Vulkane mit modernster Technik erforschen, und besuchen Menschen, die entlang des Pazifischen Feuerrings im Schatten gefährlicher Vulkane leben. Die Reise beginnt in Neuseeland. Dort treffen die Pazifische und die Australische Erdplatte aufeinander. Daher kommt es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Auf der landschaftlich einzigartigen Vulkaninsel White Island nehmen Vulkanwissenschaftler Proben. Von beißenden Schwefelwolken umhüllt, stellen sie fest, dass der Vulkan in den letzten Monaten seine Aktivität erheblich verstärkt hat. Auf dem Südseearchipel Vanuatu beginnen die Dreharbeiten nur drei Tage nach einem schweren Erdbeben. Begleitet von diversen Nachbeben reist das Team auf die Inseln Ambrym und Tanna. Dort befinden sich einige der aktivsten und gefährlichsten Vulkane der Region. Es gelingen spektakuläre Aufnahmen des Lavasees des Vulkans Marum und des Leuchtturms des Pazifiks, wie der Entdecker James Cook vor fast 250 Jahren den Vulkan Yasur auf der Insel Tanna nannte. Außerdem treffen die Filmemacher einen Maori-Führer, der Legenden über die tiefe Beziehung der Maori zu den Vulkanen Neuseelands erzählt. In Indonesien begeben sie sich auf den gefährlichen Merapi, ein Vulkan, dessen Ausbruch im Oktober 2010 mehr als 300 Menschen das Leben kostete. Am Bromo-Vulkan auf der Insel Java findet einmal im Jahr das Kasada-Fest statt. Gläubige Hindus gedenken dabei einer Prinzessin, die der Legende nach ihr jüngstes Kind dem Vulkan opfern musste. Heute findet dort ein faszinierendes Ritual statt.
03:55
R: Jürgen Hansen, Paul Webster... Ein Teil des Pazifischen Feuerrings, der geologisch aktivsten Zone der Erde, führt von der Halbinsel Kamtschatka, auf der sich 29 aktive Vulkane befinden, über Hawaii bis nach Alaska. 1912 fand dort die stärkste Eruption des 20. Jahrhunderts statt. Kamtschatka liegt im äußersten Osten Russlands. Zu Sowjetzeiten militärisches Sperrgebiet, ist die Insel auch heute kaum besiedelt. Die Pazifische Erdplatte schiebt sich dort unter die Eurasische Platte. Die Filmemacher begleiten eine russisch-amerikanische Expedition an den Bezymianny-Vulkan, der 1956 explodierte und binnen weniger Tage Aschewolken rund um den Globus sandte. Die Vulkane der Halbinsel sind gefährlich, vor allem für die Luftfahrt: Kamtschatka liegt auf der Hauptflugroute von Asien nach Nordamerika. Im Schatten der Vulkane leben Korjaken, Itelmenen und Ewenen, die Ureinwohner Kamtschatkas. Nur noch wenige erinnern sich an die Vulkan-Legenden ihrer Vorfahren. Hawaii liegt zwar nicht am Pazifischen Feuerring, aber im Zentrum der Pazifischen Erdplatte, die unter Kamtschatka und den Aleuten versinkt und die Vulkane dort entstehen lässt. Don Swanson ist Vulkanwissenschaftler am Hawaiian Volcano Observatory. Ihm gelang es durch die Untersuchung traditioneller Lieder und Gedichte der Ureinwohner Hawaiis, vergangene Ereignisse am Kilauea-Vulkan nachzuweisen, die bisher von der Wissenschaft nicht erkannt worden waren. Wenige Tage vor Beginn der Dreharbeiten gab es erneut eine heftige Eruption. So gelangen faszinierende Aufnahmen von bedrohlichen Lavamassen. In Alaska begleiten die Filmemacher ein Team amerikanischer Vulkanologen an den Augustine-Vulkan, einen der aktivsten Vulkane des US-Bundesstaats. Entlang der Aleuten, einer Inselkette zwischen Alaska und Asien, befindet sich eine gigantische Vulkankette. 1912 explodierte dort der Vulkan Novarupta und verwüstete ein riesiges Gebiet. Zehntausende Menschen mussten damals evakuiert werden.
04:35
R: Jürgen Hansen, Paul Webster... Mexiko und Guatemala gehören mit ihren zahlreichen Vulkanen zum Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der bekannte Popocatépetl wurde von den Maya verehrt. Er liegt nahe Mexico City, ist der zweithöchste Vulkan Nordamerikas und war dem Volk der Maya ein göttliches Wesen. Kein anderer Vulkan am Pazifischen Feuerring bedroht mehr Menschen, denn über 25 Millionen leben in der Hauptstadtregion. Zahlreiche historische Gebäude von Mexiko-Stadt sind aus Vulkanstein gebaut, die Hügel an den Rändern der Metropole sind erloschene Vulkane. Seit Jahren umgibt eine zwölf Kilometer umfassende Sperrzone den Popocatépetl. Die Menschen, die in kleinen Dörfern in unmittelbarer Nähe von Don Goyo, wie sie den Vulkan nennen, leben, fürchten ihn allerdings nicht. Ihre Regenmacher besänftigen den Vulkan mit Ritualen und Opfergaben. 500 Kilometer westlich liegt der Colima, der aktivste Vulkan Nordamerikas. Seit vier Jahren wächst der sogenannte Lavadom des Vulkans, die Asche-Eruptionen nehmen zu. Die Bewohner in dem kleinen Dorf La Yerbabuena, das an den Flanken des Vulkans liegt, wurden in den letzten zehn Jahren so häufig evakuiert, dass einige von ihnen sich mittlerweile weigern, ihr Dorf erneut zu verlassen. In Guatemala findet eine Begegnung mit dem Maya-Priester Carlos Escalanta statt. Erst seit 1996, dem offiziellen Ende des Bürgerkriegs, können die Maya ihre Rituale wieder abhalten. Vulkane spielen in der Spiritualität des Volkes eine wichtige Rolle: Sie sind heilige Orte, ja sogar heilige Wesen. Guatemala ist auch das Ziel zahlreicher Vulkantouristen. Besonders beliebt ist der Pacaya, denn kaum ein anderer Vulkan ist so leicht zu besteigen. Wenige Monate vor den Dreharbeiten wurde er von einer gewaltigen Explosion regelrecht auseinandergerissen. Seitdem ist der Zugang teilweise gesperrt. Trotzdem nähert sich das Kamerateam mit dem Führer Rodolfo und einigen wagemutigen Touristen dem dampfenden Krater.
05:20
R: Claus Hanischdörfer, Jochen Schmoll... Die südamerikanischen Anden gehören zum Pazifischen Feuerring. Der Cotopaxi in Ecuador ist der höchste aktive Vulkan, in Chile sind – neben Indonesien – die meisten Vulkane. Der Cotopaxi ist 5897 Meter hoch. Wissenschaftler wie der Vulkanologe Jorge Bustillos überwachen den gigantischen Feuerberg permanent, denn seine letzten Ausbrüche waren verheerend. Der Gipfelgletscher schmolz, Asche- und Schlammlawinen überfluteten das Land. Auch der Tungurahua, ein weiterer ecuadorianischer Vulkan, kommt nicht zur Ruhe und versetzt die Menschen seit über zehn Jahren in Angst und Schrecken. In Chile geht der deutsche Geologe Jan Behrmann dem Megabeben von Februar 2010 auf den Grund. Das Land liegt am Rand der südamerikanischen Kontinentalplatte, unter die sich mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von sieben Zentimetern pro Jahr die ozeanische Platte schiebt. Auslöser des verheerenden Erdbebens war eine Plattenverschiebung von bis zu zehn Metern in wenigen Sekunden. Mithilfe von Ozeanboden-Seismometern wollen Wissenschaftler im Pazifik vor Chiles Küste Bewegungen der Erdbebenbruchfläche erfassen und die Frage klären, wann die Erde wieder zur Ruhe kommt. Der Villarrica ist seit über 50 Jahren aktiv. Für die Mapuche, die Ureinwohner Chiles, ist der Villarrica ein heiliger Berg. In ihrer Sprache ist er das Haus der Geister, der Ort, an den die Seelen der Verstorbenen gehen. Noch nie hat ein Mapuche den Vulkan bestiegen, doch Margot Martínez wagt zusammen mit dem deutschen Bergführer Hans Saler den Aufstieg. Für die Mapuche wird der Aufstieg auf den heiligen Vulkan zum spirituellen Erlebnis.