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ARTE
05:45
Xenius
06:15
Online verfügbar von 20/08 bis 27/08.
07:10
ARTE Journal Junior
07:15
R: Stefan Richts
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
R: Kim Rigauer
09:35
R: Wolfgang Mertin... Die Vulkanologin Ludmilla Ossipenko lebt in Petropawlowsk-Kamtschatski, der größten Stadt Kamtschatkas. Sie liegt an den Ufern des Pazifiks, umgeben von hohen Vulkanketten. Hier befindet sich das zu Sowjetzeiten führende wissenschaftliche vulkanologische Institut, für dessen Zeitschrift Ludmilla arbeitet. Sie schreibt über aktive Vulkane, giftige Kraterseen und zischende Geysire. Dafür begleitet sie Wissenschaftler und Forscher überall dorthin, wo die Erde auf der Halbinsel brodelt und in Bewegung ist. Auf ihrer Reise will Ludmilla mit einem Forscherteam zum ersten Mal dem größten Geysir Kamtschatkas, dem Welikan, auf den Grund sehen. Mit einer eigens entwickelten Kamera wollen sie die Funktionsweise des unterirdischen Dampfkessels ergründen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatte der Staat kaum noch Geld für die Forschung, viele junge Leute wanderten ins Ausland ab. Ludmilla Ossipenko will mithelfen, junge Wissenschaftler für die kochende Erde Kamtschatkas zu begeistern. Das ist auch das Ziel des amerikanischen Vulkanologen John Eichelberger. Seit Jahren initiiert er einen amerikanisch-russischen Studentenaustausch zwischen Alaska und Kamtschatka. Dabei entdeckte er nicht nur seine Liebe zu den Vulkanen der Halbinsel, sondern auch zu seiner russischen Kollegin. , Online verfügbar von 20/08 bis 27/08.
10:30
R: Therese Engels... Der Fischer Van Voth verstaut eine große Kühlbox am Ende seines Bootes. Dann geht es hinaus ins Schwemmland des Tonle-Sap-Sees. Zusammen mit seiner Schwägerin und den kleinen Töchtern wird er es mehrere Tage lang nach Wasserschlangen durchsuchen. Kein einfaches Unterfangen, denn neben den immer wieder hereinbrechenden Regenfällen muss sich die Familie die Fanggründe mit weiteren Fischerfamilien teilen. Diese verharren mitunter Monate auf ihren angestammten Plätzen im Sumpf. Immer seltener geht ihnen die begehrte Beute, die Wassertrugnatter, ins Netz. Der Bestand schrumpft. Doch die Schlangen sind neben den ebenfalls immer weiter zurückgehenden Fischbeständen die einzige Einnahmequelle für Van Voth und die anderen Fischer. Das eigentliche Geschäft mit den Tieren machen allerdings die Händler auf den Großmärkten. Bis zu 50.000 Wasserschlangen werden pro Tag am Hauptumschlagplatz Chong Kneas verkauft. Das rote Fleisch ist begehrtes Billigfutter für Krokodile, die im großen Stil auf Farmen gezüchtet werden. Krokodilleder und Fleisch werden ins reichere Nachbarland Thailand verkauft. In Kambodscha selbst werden die Schlangen auch als Nahrungsmittel verwendet. Wenn sich die Ausbeutung der Wasserschlangen fortsetzt, werden die Tiere bald aus dem Tonle-Sap-See verschwunden sein. Deshalb suchen Umwelt- und Artenschutzorganisationen nach Lösungen, um den Fischern eine lohnenswerte Alternative aufzuzeigen. , Online verfügbar von 20/08 bis 27/08.
11:25
R: Paolo Barberi, Riccardo Russo
12:15
Wenn die Trauminsel der Deutschen zum Albtraum wird., Der Fall eines Hamburgers, dessen Villa im mallorquinischen Playa de Palma durch Roma besetzt und ausgeplündert wurde, machte im Januar Schlagzeilen. Nun hat die spanische Zentralregierung auf die Berichterstattung reagiert – und will mit einem neuen Gesetz schärfer gegen Hausbesetzer vorgehen. Doch Polizisten wie Carlos Orozco bezweifeln, dass sich die Missstände ändern werden. In seiner Gemeinde Marratxí, einem Vorort der Hauptstadt Palma, sind mehr als dreißig Häuser besetzt, für Orozco ein soziales Problem. Laut einer Studie leben in Spanien rund 270?000 Menschen in besetzten Domizilen, neben linken Hausbesetzern auch arme Familien.
12:50
ARTE Journal
13:00
Stadt Land Kunst
13:55
I: Jean Rochefort, Bulle Ogier, Bruno Cremer, Claude Rich, Dominique Marcas, François Marthouret; R: Peter Kassovitz... Beziehungsdrama (Wdh. um 2.50 Uhr), Jean, Henri, Maxence und Paul sind alte Freunde. Henri (Jean Rochefort) ist mit Maxences Schwester Appoline (Bulle Ogier) verheiratet. In die ist auch Jean verliebt, seit Monaten hat er ein Verhältnis mit ihr. Als Henri davon erfährt, versprechen die zwei, sich zu trennen. Im gemeinsamen Skiurlaub verunglückt Jean….
15:25
R: Jean-Michel Vennemani
15:50
R: Yannick Cherel
16:45
Egal ob Hund, Katze oder Goldfisch – für viele Menschen ist ihr Haustier aus dem Leben nicht wegzudenken. Es ist fester Bestandteil des Alltags und gilt oft als Familienmitglied. In Deutschland und Frankreich hat jeder Zweite mindestens einen tierischen Mitbewohner. Kein Wunder, denn bei den meisten Menschen sorgen Haustiere für mehr Lebensfreude, weniger Stress und sogar eine bessere Gesundheit. Aber was verbindet den Menschen eigentlich mit dem Tier und warum sind Haustiere so wichtig für uns? Vielen Menschen tut die Nähe zu Tieren gut. Das machen sich auch Therapeuten zunutze und setzen bei ihrer Arbeit auf die beruhigende Wirkung von Pferd, Katze, Hund & Co. Wie das geht, schauen sich die Xenius-Moderatoren Dörthe Eickelberg und bei der Pferdetherapeutin Yannique Bourglan in Südfrankreich an. Sie unterstützt den neunjährigen Mathis dabei, sich in der Schule besser zu konzentrieren und seine häufigen Wutanfälle in den Griff zu bekommen. Das Training auf dem Pferd soll ihm dabei helfen. Die meisten Menschen bauen eine enge Beziehung zu den Tieren auf, mit denen sie zusammenleben. Viele Halter überschütten ihre Vierbeiner geradezu mit Liebe und Fürsorge. Vom Feinkostfutter bis hin zur Zahnspange – nichts ist unmöglich. Doch wann überfordern wir unser pelziges Familienmitglied damit? Und was hat das für Folgen? , Online verfügbar von 20/08 bis 18/11, Mehr zu den einzelnen Themen unter: www.arte.tv/xenius.
17:10
R: Stéphane Correa... Rund um das Bassin d'Arcachon an der französischen Atlantikküste im Département Gironde gut 40 Kilometer südwestlich der Stadt Bordeaux haben Meer und Wind aus Wasser und Sand eine einzigartige Landschaft geschaffen. Die Dünenkette von Cap Ferret und die berühmte Wanderdüne Pilat schützen die Bucht vor den Launen des Ozeans und haben eine bemerkenswert ausgeprägte Flora und Fauna entstehen lassen. Hinter den Dünen erstreckt sich das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas. Im Département Les Landes, das einst von einer ausgedehnten Heide- und Sumpflandschaft geprägt war, wachsen vor allem See-Kiefern, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf Geheiß Napoleons von den Bewohnern der Region gepflanzt worden sind. Seit den 80er Jahren weisen allerdings zahlreiche Bäume in Les Landes erhebliche Schäden auf.
17:40
R: Christiane Mordelet, Stanzin Dorjai Gya... Am 5. August 2010 gingen sintflutartige Regenfälle über der indischen Region Ladakh nieder. Sie lösten Schlammlawinen aus, die alles vernichteten und mitrissen, was sie auf ihrem Weg antrafen. Auch zahlreiche Menschen kamen ums Leben. Stanzin Dorjai Gya, Sohn eines Bauern und Hirten, stammt aus dieser Region. Eigentlich hätte er in die Fußstapfen seiner Eltern treten sollen, doch er beschloss, Filmemacher zu werden, um sich so zum Sprecher einer bedrohten Volksgruppe und ihrer Kultur zu machen. Nachdem er einen Film über die Katastrophe gedreht hatte, kehrte er ein Jahr später in die betroffenen Dörfer zurück, um mit den Menschen zu sprechen, die er in diesen tragischen Momenten mit der Kamera begleitet hatte. Überall bekam er das Gleiche zu hören: Es machen sich tiefgreifende Veränderungen bemerkbar. Das Wasser wird knapper, bisher unbekannte Krankheiten befallen das Vieh, es gibt weniger Schnee, dafür aber Sturzbäche aus Schlamm. Keiner verstand, was vor sich ging, alle waren beunruhigt. Das Unverständnis war umso größer, als die Bewohner von Ladakh schon seit jeher in enger Verbundenheit mit der Natur leben, die sie respektieren und verehren. Das wird auch in Stanzins Gesprächen mit dem Lama des buddhistischen Tempels deutlich: Man hat jetzt ein neues Wort erfunden: 'Ökologie', so der Geistliche, doch dieses Konzept gibt es schon seit mehr als 1.000 Jahren im buddhistischen Denken. Dort heißt es, dass das Jungwa gewahrt bleiben muss, nämlich das unverzichtbare Gleichgewicht zwischen den vier Elementen Wasser, Erde, Luft und Feuer, damit die Menschen, aber auch alle anderen Daseinsformen, in Harmonie miteinander leben können. Angesichts der Folgen des Klimawandels und der Umweltprobleme schlagen auch Ingenieure und Wissenschaftler Alarm. Sie empfehlen unmittelbar vor Ort greifende Maßnahmen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Stanzin spricht unter anderem mit Jigmet Takpa, dem Direktor der Agentur Ladakh Renewable Energy Development, der sich in Zusammenarbeit mit der Regierung darum bemüht hat, Wohnhäuser und Bauernhöfe in entlegenen Gebieten mit Sonnenkollektoren auszustatten. Und er trifft Padma Tashi, den Direktor des Programms Rural Development and Youth, der zur Verbesserung der Wasserversorgung Zisternen zur Bewässerung der Felder im Frühjahr bauen ließ.
18:35
R: Harald Pokieser... Im Nordwesten Indiens teilt das Aravalligebirge den Bundesstaat Rajasthan in zwei Klimazonen, die Thar-Wüste im Norden und im Süden eine fruchtbare Ebene voller Seen, wie die rund um die Stadt Udaipur. Die Ausläufer dieses Gebirges sind übersät mit prähistorischen Steinformationen, hinduistischen Klöstern und kleinen Dörfern. Hier leben neben den Rabari, einem Volk, das mit seinem Vieh als Halbnomaden umherzieht, auch einige Dutzend Leoparden, die sich in direkter Nachbarschaft in den Felsen und Grotten niedergelassen haben. Teilweise ziehen einzelne Leopardinnen dort ihren Nachwuchs groß, teilweise teilen sich mehrere männliche Tiere eine Höhle. Solch große Raubkatzen, die in der Nähe von Städten oder Dörfern leben, werden in Indien oft vergiftet oder erlegt, aber in dieser Region leben Mensch und Tier friedlich nebeneinander. Die Leoparden reißen zwar oft Schafe oder Ziegen der Rabari, greifen jedoch keine Menschen an. Sie haben es eher auf die Hanuman-Affen abgesehen, die zu Hunderten in den Felsen leben und ihre Nahrungsgrundlage darstellen. Diese fallen ihrerseits jedoch auch häufig über Leopardenbabys her und töten sie. Auf einem der Felsvorsprünge des Gebirges steht ein hinduistischer Tempel, der von den Hindus der umliegenden Dörfer häufig besucht wird. Nur wenige Meter vom regen Treiben entfernt, dient eine Grotte direkt unter dem Eingang des Tempels einer Leopardin als Unterschlupf. Für diese Dokumentation wurden sie und ihr Nachwuchs über mehrere Monate hinweg genau beobachtet. , Online verfügbar von 20/08 bis 27/08.
19:20
ARTE Journal
19:40
Mehr als vier Jahre hat der Deutschpalästinenser Eltern und Geschwister nicht gesehen. Als der Konflikt mit Israel zu eskalieren droht, verkauft der frühere Kriegsreporter sein gut laufendes Berliner Café, um seine alte Heimat zu besuchen. Wird man ihn einreisen lassen?, Online verfügbar von 20/08 bis 18/11; Erstausstrahlung.
20:15
I: James Stewart, Doug McClure, Glenn Corbett, Rosemary Forsyth, Patrick Wayne, Katharine Ross, Philip Alford; S: James Lee Barrett; R: Andrew V. McLaglen... Westerndrama mit dem famosen James Stewart., Virginia, 1863. Zwischen Nord- und Südstaaten tobt der Bürgerkrieg. Der verwitwete Rancher Charlie Anderson (Stewart) will damit nichts zu tun haben. Trotzdem muss der friedliebende Patriarch verhindern, dass seinen sechs Söhnen und Tochter Jeannie etwas zustößt. Als sein jüngster Sohn Robert in die Hände der Nordstaatler fällt, will Anderson ihn gemeinsam mit vier älteren Söhnen raushauen… In den durch den Vietnam-Krieg verunsicherten USA wurde der Film ein Riesenhit, Stewart gab den Zweifeln und Gewissensnöten ein Gesicht. Andersons Rede am Grab seiner Frau konnte man gar als Schallplatte kaufen.
21:55
I: Isabelle Huppert, Gustave Kervern, Valeria Bruni Tedeschi, Tassadit Mandi, Jules Benchetrit, Michael Pitt, Mickaël Graehling; R: Samuel Benchetrit... Tragikomödie über einsame Seelen in einer französischen Mietskaserne. Mit Valeria Bruni Tedeschi und Isabelle Huppert., Ein tristes Mietshaus in Frankreich. Hier prallt das mindestens ebenso triste Leben der Nachbarn aufeinander. Da ist der scheue Sterkowitz (Gustave Kervern), der im ersten Stock wohnt und bei der Eigentümerversammlung davon ausgeschlossen wurde, den neuen Aufzug benutzen zu dürfen. Als er nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, nutzt er ihn heimlich nachts, um im nahe gelegenen Krankenhaus Essen aus dem Automaten zu ziehen. So lernt er die Nachtschwester (Tedeschi) kennen, der er die wilde Geschichte auftischt, er sei in Wahrheit Fotograf. Oben wohnt der vernachlässigte Teenager Charly (Jules Benchetrit), der eines Tages überrascht feststellt, dass Schauspielerin Jeanne (Huppert) sich als seine Nachbarin entpuppt. Sie war in den 80er-Jahren ein Star, und fortan treffen sie sich regelmäßig, um ihre alten Filme auf Video zu schauen. Auch die Algerierin Hamida (Tassadit Mandi) ist hoch erstaunt, als plötzlich ein Astronaut an ihrer Tür klingelt. John McKenzie (Michael Pitt) ist bei seiner Rückkehr aus dem All vom Kurs abgekommen und auf dem Dach des Hauses gelandet. Nun versteckt er sich in Hamidas Wohnung, bis die NASA ihn endlich abholen kann… Mit viel Lakonie inszeniert und konsequent in monochrome Farbtöne getaucht erzählt der stille, teils absurde Mietshausfilm in drei Episoden ein anrührendes Kaleidoskop tragikomischer Episoden. Regisseur Samuel Benchetrit zeigt die stille Verlorenheit einsamer Menschen, deren Welt von Grau zu Aschgrau reicht: Sein 2016 für den César nominiertes Skript entstand nach seiner autobiografisch geprägten Romanreihe über das Leben kleiner Leute in den Pariser Banlieues., Erstausstrahlung.
23:35
R: Ghassan Salhab... Ghassan Salhabs Filme kreisen um Beirut. Eine Stadt, die siebenmal zerstört und wieder aufgebaut wurde. Als er seine Wohnung dort verlassen muss, treibt der vielfach prämierte libanesische Regisseur ein Dokuprojekt voran, um den Zustand der Welt und Kriege zu hinterfragen – mit Handyaufnahmen, Bildfragmenten, Klängen. Eindringlich., Originalvertonung, Online verfügbar von 20/08 bis 19/10; Erstausstrahlung.
00:25
ARTE Journal
00:50
I: Katharina Schüttler, Peter Simonischek, Christiane Paul, Steffen Groth, Martin Feifel, Hannelore Elsner, Ewi Rodriguez; S: Dani Levy; R: Dani Levy... Katharina Schüttler verzweifelt an ihrer Neurosenfamilie., Dank ihres hyperaktiven Söhnchens hat Verkäuferin Mimi Wunderlich (Schüttler) just ihren Job verloren – und einen Kunden angefahren. Vergleichsweise kleine Probleme im chaotischen Leben der Alleinerziehenden. Denn Mimi ist mit einem manischen Vater (Peter Simonischek) geschlagen, einer depressiven Mutter (Hannelore Elsner), einem Loser im Keith-Richards-Modus als Ex-Mann (Martin Feifel) und einer egomanischen Schwester (Christiane Paul). Am Rande des Nervenzusammenbruchs bietet sich für Gesangstalent Mimi eine „Second Chance“ in der gleichnamigen Castingshow in Zürich… Fast das Interessanteste an der teils witzigen, teils grob überzeichneten Studie einer dysfunktionalen Familie: Peter Simonischek spielt eine verblüffend ähnliche Vaterrolle wie in „Toni Erdmann“.
02:25
R: Katrin Sandmann... Die Bewohner Myanmars behaupten, sie seien die schönsten ganz Südostasiens. Reporterin Julia Held überprüft die selbstbewusste Aussage und lässt sich Beautytricks zeigen. In Japan trifft sie Cosplayerinnen, die sich in Manga-Figuren verwandeln, und absolviert einen Geisha-Crashkurs.
02:55
R: Jean-Pierre Dutilleux, Alexandre Bouchet... Alarmstufe Rot für die „grüne Lunge“ der Erde., Die Yawalapiti haben Autos und Internet, pflegen aber uralte Rituale. Das Volk, das in einem Reservat am Rio Xingu lebt, wurde Zeuge menschengemachter Umweltkatastrophen durch Goldrausch und Holzraubbau. Heute setzt Brasilien auf Rinderzucht und Sojaanbau, Urwald wird der Landwirtschaft geopfert. Auch Dürre und Feuer bedrohen den Regenwald. – Wie Forscher das Naturwissen der Ureinwohner nutzen.
03:40
Erstausstrahlung.
04:25
R: Fabrice Maruca... Eine alleinstehende Frau in den Vierzigern entscheidet sich dafür, sich künstlich befruchten zu lassen. In der Klinik gibt es für einen Aufpreis das Angebot Leonardo DiCaprio: Alle Kinder eines bestimmten Spenders ähneln DiCaprio. Warum nicht, denkt sich die Frau, und wählt diesen Spender. Und tatsächlich, sie bekommt einen Sohn, der dem Schauspieler sehr ähnelt. Also möchte sie den Vater persönlich kennenlernen, und der Arzt arrangiert das Treffen. Doch der Spender sieht DiCaprio nicht im entferntesten ähnlich – wie ist das möglich? Offenbar sind in seiner Familie alle verrückt nach DiCaprio und das geht dem Vater ziemlich auf den Sack ...
05:00
R: Benedict Mirow
05:50
Xenius
06:15
ARTE Reportage
07:10
ARTE Journal Junior
07:15
360° Geo Reportage
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
R: Rolf Lambert
09:25
S: Ullrich Kasten, Hans-Dieter Schütt; R: Ullrich Kasten... TV-Dokumentarfilm über die Erzfeinde, die einander nie persönlich trafen, Mit dem Überfall der Nazis auf die UdSSR beginnt 1941 der offene Kampf der Diktaturen. Ulrich Kasten („Hitler und Mussolini“) verbindet Archivaufnahmen, Bilder der Originalschauplätze und einen klug-sarkastischen Kommentar zum Doppelporträt Hitlers und Stalins. Die Doku konzentriert sich zu stark auf die Kriegsjahre, ist aber deutlich spannender als das übliche Spielszenen-Infotainment.
10:55
R: Tilman Remme... Das Rätsel um den ersten Flug treibt Luftfahrthistoriker John Brown um. Wer war tatsächlich der erste Motorflieger? Die Brüder Wright anno 1903 (wie es in den Geschichtsbüchern steht) oder bereits 1901 der unbekannte deutsche Auswanderer Gustav Weißkopf? Brown wittert eine Verschwörung. Terra X hakt nach.
11:50
R: Jean-Michel Vennemani
12:15
Mehr als vier Jahre hat der Deutschpalästinenser Eltern und Geschwister nicht gesehen. Als der Konflikt mit Israel zu eskalieren droht, verkauft der frühere Kriegsreporter sein gut laufendes Berliner Café, um seine alte Heimat zu besuchen. Wird man ihn einreisen lassen?
12:50
ARTE Journal
13:00
Stadt Land Kunst
13:50
I: Pierre Richard, Jane Birkin, Claude Piéplu, Jean Martin, Daniele Minazzoli; S: Pierre Richard, Claude Zidi, Michel Fabre; R: Claude Zidi... Klamauk mit Pierre Richard und Jane Birkin., Ein Streich seiner Schülerinnen bringt Mathelehrer Pierre (Richard) in lauter aberwitzige Situationen – und in die Arme eines Filmstars (Birkin)… Ein Wechselbad an Humorqualität: drei, vier Szenen sind irre komisch, z. B. die OP-Szene, dann wieder nervt eine Art von Klamauk, der heute einfach antiquiert ist.
15:25
R: Jean-Michel Vennemani
15:50
R: Henri De Gerlache
16:45
37 Grad Celsius – die Wohlfühltemperatur unseres Körpers: Viele biochemische Prozesse sind darauf abgestimmt, unser Stoffwechsel funktioniert optimal und macht uns besonders leistungsfähig. Weicht die Körpertemperatur deutlich ab, so bleibt das nicht ohne Folgen: Es drohen Unterkühlung beziehungsweise Überhitzung – beides kann tödlich sein. Die 37 Grad in etwa konstant zu halten ist also überlebenswichtig. Wie schafft der menschliche Körper das? Wie funktioniert die körpereigene Klimaanlage? Xenius erforscht, was die Körpertemperatur beeinflusst und wie wir sie steuern können. Welchen Einfluss die Außentemperatur auf unsere Körperwärme hat, werden die Xenius-Moderatoren am eigenen Leib erfahren. Sie durchleben ein extremes Wechselbad der Temperaturen in verschiedenen Klimazonen – vom tropischen Samoa bis zur eiskalten Antarktis. Möglich ist das im Klimahaus in Bremerhaven. Dörthe Eickelberg und schwitzen und frieren hier im Auftrag der Wissenschaft und messen laufend ihre Körpertemperatur. Wie lange können sie unter diesen Extrembedingungen die 37 Grad konstant halten? Wird uns zu warm, dann beginnen wir zu schwitzen. Die Nebenwirkungen der körpereigenen Klimaanlage mag mancher heutzutage lästig finden. Doch die ist nicht nur lebenswichtig, sie war für unsere Vorfahren ein großer evolutionärer Vorteil. Und nicht nur auf Überhitzung ist unser Körper optimal vorbereitet. Auch gegen extreme Kälte hat er verschiedene Schutzstrategien entwickelt. Die moderne Medizin macht sich das zunutze: Um Hirnschäden zu vermeiden, werden Patienten bei gefährlichen Herz-OPs gezielt unterkühlt. Warum das in diesem Fall mehr schützt als schadet und wieso wir sogar abnehmen, wenn wir frieren, das und mehr heute bei Xenius. , Online verfügbar von 21/08 bis 19/11, Mehr zu den einzelnen Themen unter: www.arte.tv/xenius.
17:15
R: Emmanuel Descombes... Die Hyerischen Inseln, auch Îles d'Or (goldene Inseln) genannt, liegen vor der französischen Riviera, etwa eine Stunde Bootsfahrt vom Festland entfernt. Obwohl sie denselben klimatischen Bedingungen ausgesetzt sind, weisen Porquerolles, die größte der drei Inseln, und Port-Cros, das kleinste Eiland des Archipels, ganz unterschiedliche Landschaften auf. Die wilden Landschaften von Port-Cros bilden heute einen Nationalpark und gehören seit 1963 zum ersten maritimen Naturschutzgebiet Europas. Das einzige Dorf der Insel zählt gerade einmal 30 Einwohner. Porquerolles wiederum ist von Landwirtschaft und Sommertourismus geprägt. Teile der Insel gehören heute zu einem Nationalpark, so dass sich die geschädigten Ökosysteme erholen können. Und von der Île du Levant ist nur ein Zehntel für die Öffentlichkeit zugänglich. Ihre üppige Vegetation besteht aus riesigen Yuccas, Agaven, Zwergpalmen, Rosenlorbeer und Bambus.
17:40
R: Jason Burlage
18:35
R: Heribert Schöller... Als das Land der offenen Fernen wird die Rhön oft bezeichnet. Für kein anderes Mittelgebirge in Deutschland trifft diese Bezeichnung besser zu als auf die Rhön. Von den Bergkuppen aus kann man den Blick weit übers Land schweifen lassen. Die Rhön hat ihren besonderen Charakter durch die bäuerliche Nutzung erhalten. Maßgeblich daran beteiligt sind die Rhönschafe. Bis heute ziehen große Herden über die Wiesen und Hänge und pflegen diese traditionell und nachhaltig. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stand das Rhönschaf kurz vor dem Aussterben. Doch mit der Anerkennung der Rhön als UNESCO-Biosphärenreservat setzten Schutz- und Vermarktungsprogramme ein, die diese alte Haustierrasse gerettet haben. Das Biosphärenreservat beheimatet zudem Schwarzstörche in urigen Buchenwäldern, deren Bestand ebenfalls bedroht war. Tief in den Wäldern findet man steinerne Zeugnisse der erdgeschichtlichen Vergangenheit: entstanden vor 20 Millionen Jahren, als in Deutschland heftige Vulkanausbrüche tobten. Am Schafstein befindet sich das größte dieser Basaltblockmeere, geschaffen von einem Gletscher der letzten Eiszeit. Darüber kreisen selten gewordene Greifvögel wie Uhus und Wiesenweihen. Ihre zentrale geografische Lage in Mitteleuropa und die ideale Vernetzung von offenen und bewaldeten Lebensräumen machen die Rhön darüber hinaus zu einem entscheidenden Knotenpunkt für wandernde Tierarten wie Luchs und Wildkatze. , Online verfügbar von 21/08 bis 28/08.
19:20
ARTE Journal
19:40
Cristiano Davoli ist mächtig genervt – vom Zustand der römischen Straßen und von der tatenlosen Politik. Mit über 100.000 Schlaglöchern gleichen Roms Straßen inzwischen einem Schweizer Käse. Deshalb ist der 45-Jährige täglich im Einsatz. Mit gespendetem Asphalt aus Baumärkten fährt Cristiano durch Rom und flickt die Straßen auf eigene Faust. Freiwillig und ohne Bezahlung. Dafür hat er die Bürgerinitiative Tappa.mi (zu Deutsch Stopf mich) mit gegründet. In den letzten drei Jahren konnten Cristiano und sein Team immerhin über 5.000 Schlaglöcher füllen. Auch Alessia Mollichella ist regelmäßig für ihre Stadt auf den Beinen. Eigentlich arbeitet sie in einer Bank. Aber Mollichella gehört auch zum Verein Retake Roma, (Holt Euch Rom zurück), einer Bewegung von mittlerweile über 5.000 Bürgern, die an jedem Wochenende gezielt römische Viertel säubert. Die Helfer entfernen Graffiti von den Hausfassaden, halten Parks und Gärten sauber und pflanzen sogar Blumen. Damit will Alessia Mollichella auch der Gleichgültigkeit vieler Mitbürger etwas entgegensetzen. Für Cristiano Davoli und Alessia Mollichella liegen die Hauptgründe für Roms Verfall in chronischer Misswirtschaft, Korruption und Bürokratie. Valter Mastrangeli ist einer der wenigen Politiker, die sich aktiv dagegen zur Wehr setzen. Der Stadtrat des römischen Problemviertels Tor Bella Monaca ist im Büro fast nie erreichbar, weil er den Ehrenamtlichen dabei hilft, die vielen Probleme auf Straßen und Plätzen ganz unbürokratisch zu lösen. Die römische Stadtverwaltung allerdings sieht die Ausbesserungsarbeiten der Bürger nicht gerne. , Online verfügbar von 21/08 bis 19/11; Erstausstrahlung.
20:15
R: Frédéric Compain... Schon zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts hing das wirtschaftliche Wohlergehen der Golfstaaten von einer seltenen und begehrten Ressource aus dem Meer ab. Der wichtigste Erwerbszweig der Küstenbewohner war die Perlenfischerei. In Subara in Katar, in Abu Dhabi und Dubai bauten große Kaufmannsdynastien ihre Vermögen durch internationalen Handel auf. Um den Handel abzusichern, schloss Großbritannien Protektoratsverträge mit den sogenannten Vertragsstaaten ab. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen brach der Perlmuttkurs ein. In nur einem Jahrzehnt verfielen die Fischerdörfer; die Bevölkerung wanderte ab. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde ein neuer Schatz im Persischen Golf entdeckt: 1940 begannen die ersten Ölbohrungen in den Golfstaaten. Die Emire hielten das schwarze Gold erst für ebenso vergänglich wie die Perlen. Erst in den 60er Jahren setzten sie sich mit an den Tisch der großen Erdölproduzenten und investieren seither die Erträge in die rasante Entwicklung ihrer Staaten. Infolge der Ankündigung der Briten 1968, sich aus der Region zurückzuziehen, verhandelten die Emire die Gründung einer Föderation, um sich gemeinsam gegen die mächtigen Nachbarn Iran und Saudi-Arabien zu behaupten. Scheich Said bin Sultan al-Nahjan aus dem südlichen Abu Dhabi holte sechs andere Emirate unter das Banner der Vereinten Arabischen Emirate, darunter auch Dubai. Die nördlich gelegenen Emirate Katar und Bahrain zogen die Unabhängigkeit vor. 1973 beschleunigte die erste Erdölkrise das Wachstum des Reichtums in den Opec-Staaten. Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate erlebten einen enormen Wirtschaftsaufschwung. Breit angelegte städtebauliche Arbeiten veränderten in nur zwei Jahrzehnten radikal das Ortsbild.
21:10
R: Frédéric Compain... Zwischen Tradition und Moderne, autoritärem Regime und Willen zur Veränderung entwickelten sich die jungen Nationen der Vereinigten Arabischen Emirate und Katar in wenigen Jahrzehnten zu mächtigen Akteuren auf der internationalen Bühne. Die Emirate am Persischen Golf befinden sich an der Schnittstelle von Asien, Afrika und der westlichen Welt und liefern sich einen erbitterten Wettlauf um die regionale Vorherrschaft. Katar, Abu Dhabi, Dubai, Schardscha, Ras al-Chaima und weitere Emirate warten mit Statussymbolen, Großprojekten für Museen und Universitäten, Zero Carbon-Modellstädten sowie erstklassigen kulturellen und sportlichen Veranstaltungen auf. Außerdem geben sie sich liberaler als die anderen arabischen Staaten und stellen die Rechte der Frauen in den Vordergrund.Doch wenn Althergebrachtes auf den Wunsch trifft, an der Spitze der technologischen Entwicklung zu stehen, ergibt sich ein Spannungsfeld mit zahlreichen Widersprüchen und Unsicherheiten. Die großen Gegensätze zwingen die Emirate zum Spagat zwischen westlicher und arabischer Welt, und das vor einem – milde ausgedrückt – instabilen geopolitischen Hintergrund: In den letzten 30 Jahren herrschte nicht nur dreimal Krieg am Persischen Golf, sondern in jüngster Zeit steht der Arabische Frühling auch vor den Pforten der Emirate. Zwischen den Bürgern und den Inhabern der Macht liegt ein unüberwindlicher Graben. Und der Wirtschaftsboom stützt sich auf Gast-Arbeiter, denen noch nicht einmal grundlegende Rechte zuerkannt werden. Können diese Stadtstaaten der Welt ein anderes Modell bieten als das von kosmopolitischen, aber austauschbaren Durchgangsstädten, die – zu 100 Prozent globalisiert – allein wirtschaftlichen Interessen gehorchen? Können die Menschen in den Golfstaaten diesem Schicksal entkommen und selbst über ihr Leben und ihre Zukunft entscheiden?
22:10
R: Dirk Van den Berg... Die Geburtsstunde des Terrors an der heiligsten Stelle des Islam., Im Westen fast vergessen, gilt der 20. November 1979 für die arabische Welt als Einschnitt mit katastrophalen Folgen. Zwei Wochen lang wurde damals in der Al-Haram-Moschee in Mekka, in die rund 500 schwer bewaffnete Rebellen eingedrungen waren, gekämpft und geschossen. Pilger waren tagelang Geiseln, bevor das saudische Militär eingriff und mithilfe französischer Elitekämpfer die Aktion beendete – in einem Blutbad mit etwa tausend Toten. Wie ein fatales Zusammenspiel von historischen, politischen und religiösen Umständen den Gewaltakt der Islamisten beförderte und welche Wirkung das dramatische Geschehen bis in die Gegenwart hat, verdeutlicht die Doku von Dirk Van den Berg, der Protagonisten und Zeugen des Geschehens traf., Erstausstrahlung.
23:00
R: Joakim Demmer... Ackerland – das neue grüne Gold. Weltweit wächst die kommerzielle Nachfrage nach Anbauflächen für den globalen Markt, eine der lukrativsten neuen Spielflächen ist Äthiopien. In der Hoffnung auf große Exporteinnahmen verpachtet die äthiopische Regierung Millionen Hektar Land an ausländische Investoren. Der Traum von Wohlstand hat jedoch seine dunklen Seiten: Es folgen Zwangsumsiedlungen riesigen Ausmaßes, über eine Million Kleinbauern verlieren ihre Lebensgrundlage, die Böden werden überfordert – die Antwort ist eine Spirale der Gewalt im Angesicht einer paradoxen Umweltzerstörung. Denn zu dieser Entwicklung tragen auch Milliarden Dollar Entwicklungshilfe von Institutionen wie der EU und Weltbank bei. Und wer sich in den Weg stellt, erfährt die harte Hand der Regierung. Dies muss auch der junge äthiopische Umweltjournalist Argaw lernen, der seine Stimme erhebt – und sich damit selbst in Gefahr bringt. Transnationale Landinvestitionen als Konjunkturmaschine oder Ausverkauf des eigenen Landes. Die einen hoffen auf große Gewinne und Fortschritt, die anderen verlieren Existenz und Zuhause. Der erschreckenden Wahrheit auf der Spur trifft der schwedische Regisseur Joakim Demmer auf Investoren, Entwicklungsbürokraten, verfolgte Journalisten, kämpfende Umweltaktivisten und vertriebene Bauern. Ein ungeheuerlicher Real-Thriller, der von den scheinbar entlegenen Ecken Äthiopiens über die globalen Finanzmetropolen direkt auf unseren Esstisch führt. , Online verfügbar von 21/08 bis 28/08; Erstausstrahlung.
00:25
R: François Chilowicz... Die Polizei ist ein Bindeglied, das für das Funktionieren einer Gesellschaft unabdingbar ist. Im Dienst gehorchen Polizisten Befehlen und stehen auf der Seite der Staatsgewalt. Doch trotz ihrer strengen Mäßigungs- und Zurückhaltungspflicht gehen seit Oktober 2016 immer wieder Polizisten in ganz Frankreich auf die Straße. So stellen sie Politiker, Polizeibehörden und Gewerkschaften auf die Probe. Wenn die Polizei heute ausrastet, dann sicherlich auch aufgrund der zuletzt besonders belastenden Jahre: terroristische Bedrohungen und dramatische Terroranschläge, dann der Ausnahmezustand, extrem gewalttätige Demonstrationen gegen das Arbeitsgesetz und in der sogenannten Verteidigungszone gegen das Flughafenprojekt nördlich von Nantes, der Zustrom illegaler Immigranten. Und dann der ganz alltägliche Wahnsinn: Beschimpfungen, Beleidigungen, immer mehr Gewalt in den Städten, Verhärtung der Lage in den sozialen Brennpunkten, Übergriffe auf Polizisten und die steigende Selbstmordrate unter Polizeibeamten. Der hohe Ergebnisdruck, der durch Prämienzahlungen und interne Kontrollen geschaffen wird, aber auch die Abschaffung der Nachbarschaftspolizei werden immer deutlicher hinterfragt. Diese Männer und Frauen, die an vorderster Front gegen das Auseinanderbrechen der Gesellschaft und soziale Konflikte kämpfen, haben ein sehr finsteres Bild von der Realität. Um herauszufinden, was die Gesetzeshüter zu ihren Protesten bewegt, haben die Filmemacher mit sieben von ihnen gesprochen. Die Polizisten erzählen von ihren Erfahrungen, berichten, dass sie sich allein gelassen fühlen, tagtäglich Angst verspüren. Sie schildern die Konfrontation mit der Gewalt in einer zunehmend gespaltenen Gesellschaft und beschreiben Einsätze, deren Sinn sie immer weniger erkennen können. Im Spannungsfeld zwischen dem Druck von oben in der internen Hierarchie und den Politikern, die nach außen hin Ergebnisse sehen wollen, hinterfragen sie, welche Rolle sie in unserer Gesellschaft spielen. Resignation, Depression, massenhafte Kündigungen – für viele scheint es sich nicht mehr zu lohnen, jeden Tag das eigene Leben aufs Spiel zu setzen und die Frustration zu erdulden, die der Beruf Polizist mit sich bringt. , Erstausstrahlung.
01:25
ARTE Journal
01:45
I: Fanny Ardant, Kacey Mottet Klein, Jean-Philippe Ecoffey, Stéphanie Blanchoud, Carlo Brandt, Jean-Quentin Châtelain; S: Antoine Jaccoud, Ursula Meier; R: Ursula Meier
02:55
R: Susanne Gebhardt
03:40
Erstausstrahlung.
04:25
R: Jean Michel Vennemani
05:00
R: Stefan Mathieu... Eine neue Folge von Berlin Live mit einer ganz besonderen Musikrichtung: drei Celli und ein Schlagzeug auf der Bühne – das kann nur eines bedeuten: Die Finnen von Apocalyptica sind los! Im Gepäck haben sie ihr nagelneues Album Shadowmaker, das sie zusammen mit dem Sänger Franky Perez auf die Berlin Live-Bühne bringen. Killer-Refrains, köstlich dunkle Untertöne und guter alter Vollgas Speedmetal verspricht die Ankündigung, und die intime Berlin Live-Atmosphäre ist wie geschaffen dafür, den Saal in einen Hexenkessel zu verwandeln. Zugleich können Eicca Toppinen, Paavo Lötjönen und Perttu Kivilaakso sowie Drummer Mikko Sirén ihre ganze Virtuosität ausspielen und einmal mehr beweisen, warum sie auch nach 22 Jahren Bandgeschichte weder Durchschnitt noch langweilig sind. Und mit Recht der Inbegriff von Cello-Metal und Crossover der ganz besonderen Art.
06:15
ARTE Reportage
07:10
ARTE Journal Junior
07:15
R: Matthias Heeder, Monika Hielscher
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
R: Xavier Lefebvre
09:25
R: Cédric Condon... Als westliche und fernöstliche Wissenschaft aufeinandertrafen., Ende des 16. Jh.s kamen Jesuiten nach China und trafen auf eine Kultur, die breite astronomische Kenntnisse besaß. Der Wissensaustausch war fruchtbar, Missionierungsversuche stießen auf wachsende Widerstände….
10:15
R: Cédric Condon
11:05
R: François Chayé
11:30
R: Ute Hoffarth
12:15
Re:
12:50
ARTE Journal
13:00
Stadt Land Kunst
13:50
I: George Clooney, Jennifer Lopez, Ving Rhames, Steve Zahn, Albert Brooks, Samuel L. Jackson, Michael Keaton, Luis Guzman, Isaiah Washington, Dennis Farina, Catherine Keener, Keith Loneker, Don Cheadle; S: Scott Frank; R: Steven Soderbergh... Es knistert! George Clooney verwickelt Jennifer Lopez in eine Krimiromanze., Ganove Jack Foley (George Clooney) ist selbstkritisch: „Wer dreimal erwischt wird, kann nicht sehr intelligent sein“. Seinen letzten Bankraub brachte er zwar cool über die Bühne, aber dann sprang sein Auto nicht an. Pech! Nun sitzt er im Knast und will schleunigst wieder raus. Als er endlich aus dem Fluchttunnel steigt, erwartet ihn nicht nur Kumpel Buddy (Ving Rhames), sondern auch die FBI-Polizistin Karen Sisco (Jennifer Lopez). Buddy versteckt Jack im Kofferraum – und sperrt die Dame gleich dazu. In der dunklen Enge funkts gewaltig! Karen ist hin- und hergerissen zwischen Pflicht und Leidenschaft. Sie folgt Jack nach Detroit, wo er mit Buddy und Killer Maurice „Snoopy“ (Don Cheadle) Diamanten klauen will… Regisseur Steven Soderbergh („Traffic – Macht des Kartells“) inszenierte eine lässige und elegante Krimiromanze nach der Vorlage von Elmore Leonard („Get Shorty“, „Jackie Brown“).
15:50
R: Henri de Gerlache
16:45
Was heute selbstverständlich ist, war im Mittelalter undenkbar: das tägliche Händewaschen. Die Menschen glaubten, dass Wasser und Seife Krankheiten übertragen. Erst im 19. Jahrhundert wurde Seife zur erfolgreichen Massenware, und seitdem seifen wir uns täglich ein. Aber: Ist das gesund? Welche Seife ist die beste für unsere Haut und wie wird sie hergestellt? Das alles erfahren die Xenius-Moderatoren Dörthe Eickelberg und in Salon de Provence. In einer traditionsreichen Seifenfabrik dürfen sie ihre eigene Xenius-Seife kochen. In den Topf kommen ausschließlich Olivenöl, Soda und Wasser – so soll die Seife besonders umweltverträglich und hautschonend sein. Dabei lernen die beiden Moderatoren nicht nur, dass Seife gewaschen werden muss, sondern auch, wie sie schmeckt. Denn erst ihr Geschmack verrät, ob die Mischung fertig ist. Immer häufiger ist Seife flüssig und nicht fest. Egal, ob unter der Dusche oder am Waschbecken – die Flüssigseife hat die Blockseife fast vollständig aus den Badezimmern verdrängt. Zu Recht? Xenius macht den Test. , Online verfügbar von 22/08 bis 20/11, Mehr zu den einzelnen Themen unter: www.arte.tv/xenius.
17:10
R: Emmanuel Descombes... Das Gebirge Sainte-Victoire hat auf den ersten Blick nichts Besonderes. Dass es dennoch in allen wichtigen Museen der Welt zu sehen ist, verdankt es dem französischen Maler Paul Cézanne. Cézanne hegte für das knapp tausend Meter hohe Kalkmassiv eine so ausgeprägte Leidenschaft, dass er es 27 Mal auf seinen Kunstwerken verewigte. Seinen ersten Kontakt mit der Landschaft des Pays d'Aix verdankte der Maler seinem Freund Emile Zola. Der Schriftsteller besaß nahe des Steinbruchs Bibémus ein Haus. Die Region mit ihren steilen Schluchten und dem starken Kontrast zwischen rotem Lehm und weißem Kalkstein bot Cézanne unzählige Anregungen. Im Jahr 1895 mietete der Künstler eine Hütte bei Tholonet westlich des Sainte-Victoire-Gebirges, um sich dem Studium seines Lieblingsmotivs intensiv zu widmen. Auf den Bildern, die Cézanne von dem Gebirge und seiner Umgebung malte, sind auch die Spuren zu erkennen, die Mensch und Landwirtschaft in der Region hinterlassen haben. Heute ist das nur 140 Hektar große Tal ein Naturschutzgebiet.
17:40
R: Mike Piper, Corey Piper
18:35
R: Jürgen Eichinger... Drei Jahre drehte Jürgen Eichinger am höchsten Berg der Republik. Abseits der Touristenscharen trotzt eine artenreiche Natur Kargheit, Kälte und Klimawandel. „Wildes Deutschland“. zeigt Tiere und Pflanzen an einem extremen Ort., Online verfügbar von 22/08 bis 29/08.
19:20
ARTE Journal
19:40
R: Thilo Thielke... Was läuft bei der Altersversorgung in Österreich und Holland besser?, Online verfügbar von 22/08 bis 21/09.
20:15
I: Ricardo Darín, Soledad Villamil, Guillermo Francella, Javier Godino, Pablo Rago, José Luis Gioia; S: Juan José Campanella, Eduardo Sacheri; R: Juan José Campanella... Thrillermelodram – der Auftakt der dreiteiligen „Argentinien“-Reihe., Nach der Pensionierung besucht der Justizbeamte Esposito (Ricardo Darín) seine Ex-Chefin, Richterin Irene Hastings (Soledad Villamil), die er seit Jahrzehnten anbetet. Für einen Roman recherchiert er einen Fall, der ihn nicht loslässt: 1974 wurde eine junge Frau vergewaltigt und ermordet. Mit Suffkollege Sandoval konnte Esposito den Mörder ermitteln, die Militärjunta ließ ihn jedoch frei, um ihn als Spitzel einzusetzen… Virtuos und ohne falschen Ton mischt José Campanellas beklemmendes Gesellschaftsbild Thriller, Krimi, Romanze und Politdrama. Auslands-Oscar.
22:15
I: Guillermo Francella, Peter Lanzani, Lili Popovich, Stefanía Koessl, Gastón Cocchiarale, Franco Masini, Giselle Motta, Antonia Bengoechea; S: Julian Loyola, Pablo Trapero, Esteban Student; R: Pablo Trapero... Thrillerdrama über einen Familienclan in Argentinien und sein ungeheuerliches Geschäftsmodell: einträgliche Entführungen. Nach wahrem Fall., Argentinien, Anfang der 1980er-Jahre: Die Militärdiktatur ist überwunden, aber in der jungen Demokratie finden sich noch Überbleibsel der Vergangenheit. Arquimedes Puccio (Guillermo Francella, „In ihren Augen“, auf Arte um 20.15 Uhr) entführte einst für die Junta Systemgegner. Von den alten Gewohnheiten mag er in den neuen Zeiten nicht lassen. Jetzt kidnappt er Menschen aus reichem Haus und lässt die Geiseln nach der Lösegeldübergabe töten. In die Verbrechen ist mehr oder weniger die ganze Familie eingebunden. Vor allem Alejandro (Peter Lanzani), genannt Alex, geht dem Vater zur Hand, wenn auch widerwillig. Als sich der Rugbystar Alejandro in Mónica (Stefanía Koessl) verliebt, will er aussteigen. Damit beginnt die Katastrophe… Unglaublich: Das verstörende Thrillerdrama von Pablo Trapero („Die verborgene Stadt“) basiert auf wahren Ereignissen. Das Böse lauert hinter der Fassade einer scheinbar ehrbaren Familie, alte Seilschaften aus den Zeiten der Diktatur decken die ungeheuerlichen Taten. Stilistisch sind die Einflüsse der Mafia- und Krimidramen von Martin Scorsese erkennbar. Auch hier bricht die Gewalt unvermittelt und wie beiläufig aus. Dafür gewann Regisseur Trapero bei den Filmfestspielen in Venedig den Silbernen Löwen. Spaniens Kultregisseur Pedro Almodóvar und sein Bruder Agustín haben den Film produziert., Erstausstrahlung.
00:00
R: Stan Neumann... Handkurbel-, Schmalfilm-, Super-8-Kameras – die Regale des Filminstituts in Paris sind bis unters Dach mit „Meilensteinen der Filmtechnik“ gefüllt. Am Beispiel von Werken bedeutender Regisseure führt die Doku von 2015 vor Augen, wie das Voranschreiten der Technik das Kino veränderte.
01:00
I: Fiona Saigre, Mathieu Gabez, Zinedine Soualem, Nathalie Richard; S: Joël Brisse, Dominique Dussidour; R: Marie Vermillard, Joël Brisse... Joël Brisse wurde 1953 in Vichy geboren, besuchte die Kunsthochschule in Clermont-Ferrand und stellt in Frankreich regelmäßig seine Gemälde und Skulpturen aus. Marie Vermillard war bereits bei den Filmen Suite parlée (2009) und La Fin du regne animal (2003) von Joël Brisse Koregisseurin. Für Kurzschluss realisierte sie Die letzten Schritte (2008). , Online verfügbar von 22/08 bis 30/08; Erstausstrahlung.
01:30
ARTE Journal
01:50
I: Ilies Kadri, Nadjim Belatreche, Kamel Labroudi, Amadou Awana Soumare; S: Jean-Stéphane Bron, Alice Winocour; R: Jean-Stéphane Bron
02:40
R: Ute Hoffarth
03:25
Erstausstrahlung.
04:10
R: Fabrice Maruca
05:00
Originalvertonung.