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3 SAT
06:15
Die Kreuzfahrtbranche wächst weiter: Jedes Jahr kommen neue Schiffe auf den Markt, steigt die Zahl der Passagiere. Diese Art des Urlaubmachens ist längst auch für Normalverdiener erschwinglich. Nutznießer sind vor allem die Veranstalter und die Werften, die immer mehr Luxusliner bauen. Auf der anderen Seite produzieren die Schiffe jede Menge Schadstoffe und Müll. Ökonomisch gesehen haben die bereisten Länder fast nichts davon, dass die Pötte anlegen. Das Essen für die All-Inklusvie-Buffets an Bord wird in der Regel von Deutschland aus in die Karibik geflogen. Die meisten Schiffe fahren zudem nicht mehr unter deutscher Flagge, um Sozialabgaben und Steuern zu sparen. Die Arbeitszeiten für Bedienstete sind lang, die Löhne niedrig. Hinzu kommen Subventionen für den Bau riesiger Hafen-Terminals, die es für die schwimmenden Mega-Hotels braucht.
06:45
Die Wüsten rücken vor, die Grundwasserspiegel sinken, Flüsse und Seen trocknen aus, und unser Trinkwasser wird knapp: Schreckensmeldungen zum Thema Wasser sind fast alltäglich. Sie münden in Warnungen vor einer weltweiten Wasserkrise und vor Kriegen um das wichtigste Lebensmittel der Menschheit. Wie seriös sind solche Szenarien? Der Hydrogeologe Randolf Rausch erläutert in seinem Tele-Akademie-Vortrag die globale Wassersituation. Er beschreibt die gegenwärtige und zukünftige Wasserknappheit als Folge des Bevölkerungswachstums, des Klimawandels und der nicht nachhaltigen Nutzung unserer Wasserressourcen und zeigt auch Ansätze und Lösungen auf, um die zukünftigen Herausforderungen meistern zu können.
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Adorno, Marcuse und Co. – Die Vordenker der 68er-Bewegung
10:05
lesArt
10:40
R: Karoline Grothe... Zu Gerhard Steidl nach Göttingen kommen Künstler aus aller Welt. Der Verleger hat die Rechte an Günter Grass Gesamtwerk, druckt für Karl Lagerfeld. Bei ihm findet noch alles unter einem Dach statt. – „Typisch“ begleitet den 66-Jährigen beim Feinschliff am neuen Fotobuch von Bryan Adams und wirft einen Blick auf seine Vita.
11:25
In Sonate für zwei will es Moderatorin Nina Mavis Brunner von Pianist Lev Vinocour genau wissen: Warum wurde ausgerechnet Beethovens Mondscheinsonate zum bekanntesten Evergreen der Klassik? Kaum ein Klavierwerk ist so bekannt wie dieses. Doch welche musikalischen Neuerungen hat es gebracht und welche Geschichten stecken hinter dem Meisterwerk? Die Sonate führt die beiden an den Vierwaldstättersee, ohne den sie ihren markanten Namen nicht hätte. Mit dabei: der Konzertflügel, an dem Vinocour im Gespräch mit Nina Marvis Brunner das Opus 27, Nr. 2 ergründet. Außerdem lässt Vinocour unterschiedliche Interpretationsweisen des Werks erklingen, das sowohl als Faust-Komposition aber auch als musikalische Adaption von Romeo und Julia verstanden wurde. Es geht um musikalische Innovationen, Leitmotive, kompositorische Details, und die Frage, was das Werk die Menschen heute noch angeht.
12:05
R: Annette von Wangenheim... Martin Schläpfer zählt zu den bedeutendsten Tanzschöpfern Europas. Die Dokumentarfilmerin Annette von Wangenheim kommt dem Menschen Schläpfer ungewöhnlich nah. Sie folgt Martin Schläpfer bei seiner täglichen Arbeit und auf ganz privaten Wegen. Dabei gibt einer der wichtigsten Choreografen unserer Zeit einen über Jahre gereiften Schatz an Wissen und Gefühlen preis. Schläpfers Ballett am Rhein erreicht die unterschiedlichsten Zielgruppen im In – und Ausland, von Düsseldorf bis Moskau, von Barcelona, Paris oder Tel Aviv bis Muscat im Oman. Preise häufen sich. Schläpfers sensible und hochmusikalische Tanzkunst kommt an, wirkt verstörend und beglückend zugleich. Zum ersten Mal schaut ein Film-Team auch hinter die persönlichen Kulissen dieses Ausnahmekünstlers, in seinen Kopf und sein Herz. Martin Schläpfer philosophiert nicht nur über Tanzkunst allgemein, sondern spricht vor allem als Mensch – leidenschaftlich, zweifelnd und fragend. Und das mit geradezu ansteckender Natürlichkeit und Wärme. Zwei Uraufführungen bilden den tänzerischen Mittelpunkt des Films, von den ersten Kreationsproben bis zur fertigen Bühnenfassung: Deep Field ist eine Auftragskomposition an Adriana Hölszky und opulenter Abendfüller, Alltag eine Petitesse von dem Altmeister und Grandseigneur des modernen Balletts, Hans van Manen. Er schuf die kleine Geschichte über einen Choreografen für Schläpfer höchstpersönlich, der die Hauptrolle in diesem intimen Porträt im Film selbst tanzt. Zahlreiche Doppel-Interviews mit Weggefährten, Künstlern und Kollegen geben spannende Einblicke in Schläpfers Universum und zeigen, mit welcher Energie und Kreativität er das Ballett revolutioniert – und warum es so viel mehr bedeutet als nur Kunst für Eingeweihte. Hier wird das klassische Erbe mit neuem Leben und Geist erfüllt, hier kommen verschüttete Gefühle und Werte zum Ausdruck, die Menschen weltweit verbinden. Im Unzeitgemäßen, im Gegen-den-Strom-Schwimmen und in einem unbeirrbaren Maß größtmöglicher Freiheit, Schönheit und Zwischentöne berührt Schläpfer die Seele direkt. Neben Alltag und Deep Field enthält der Film auch Ausschnitte aus den Balletten Ein Wald, ein See und Johannes Brahms – Symphonie Nr. 2.
13:00
ZIB
13:05
R: Reinhard Grabher... Wo regnet es am meisten in Österreich? Wie kommt ausgerechnet Salzburg zu seinem Wasserreichtum? Gibt es den Salzburger Schnürlregen wirklich? Und wie wird das kostbare Nass gespeichert? Wasser ist Lebensmittel Nummer eins, unverzichtbar und lebensnotwendig. Aber nur drei Prozent des gesamten Wasservorkommens in Salzburg werden als Trinkwasser genutzt. Was passiert mit dem restlichen Wasser? Wie wichtig ist dieses besondere Geschenk für Salzburg? Salzburg ist reich – reich an flüssigem Gold. Ohne es wahrzunehmen, leben die Salzburger im Überfluss, nämlich im Wasser-Überfluss. Salzburg kann es sich erlauben, das komplette Wasservorkommen über seine Flüsse zu exportieren. Die Mur, die Enns, die Salzach: Alle entspringen in Salzburg und werden später zu imposanten Flüssen in benachbarten Bundesländern. Dieser Wasserreichtum fällt Salzburg glücklicherweise zu.
13:30
R: Torsten Schaubrenner... Für 100 Millionen Euro wird das berühmte Passagierschiff Queen Mary 2 bei Blohm+Voss in Hamburg überholt. Die größte Renovierung in der Geschichte des zwölf Jahre alten Oceanliners. Die ZDF.reportage hat die Umbauarbeiten exklusiv begleitet. Die Arbeiten unter erheblichem Zeitdruck stellen die Beteiligten vor riesige Herausforderungen. Gezeigt werden die zentralen Phasen und Baufortschritte sowie die Macher dahinter. Addy, der erst 29 Jahre alte Schiffbauingenieur, hat eine Riesenverantwortung. Er muss dafür sorgen, dass oben auf Deck 13 der Einbau von 35 neuen Kabinen klappt. Im Zeitplan. Denn die Reisen auf dem Schiff nach dem Umbau hat die Reederei bereits verkauft. Deshalb beginnen die Arbeiten auch schon auf der letzten Fahrt vor dem Umbau. Nicht alle Passagiere sind davon begeistert. Aber die echten Kreuzfahrt-Fans wie Susanne Wollesen lieben ihre Queen und haben schon gleich für die erste Reise nach der Renovierung wieder gebucht. Im Restaurant geht es derweil drunter und drüber. Der Kings Court, das Buffet-Restaurant des Schiffs, wird komplett überholt und neu gestaltet. Mehr Glanz, mehr Showküche und keine Tabletts mehr. Die kochenden Zwillinge, die Küchendirektoren Mark und Nicholas Oldroyd, können es kaum erwarten und bitten zwischenzeitlich um göttlichen Beistand, damit alles rechtzeitig fertig wird. Eine Attraktion gibt es nach dem Umbau für die vierbeinigen Passagiere an Bord. Die mitreisenden Hunde sollen bei ihrem Geschäft nicht allzu sehr durch die fremde Umgebung irritiert werden. Deshalb hat die britische Reederei in Hamburg einen Londoner Laternenpfahl und einen US-Feuerhydranten für die Gassi-Tour installieren lassen. Wird alles rechtzeitig fertig? Wie findet Kreuzfahrerin Susanne Wollesen den neuen Art-Decó-Stil der Queen? Können die Schiffsköche den ersten Gästen tatsächlich ihre Köstlichkeiten servieren? Und was hält Yorkshire-Männchen Coco von Hydrant und Laternenpfahl?
14:00
R: Richard Kirby... Aufgrund ihrer isolierten Lage bieten Inseln Lebensraum für spezielle Pflanzen – und Tierarten, die sich anderenorts nicht hätten entwickeln können. So ist es auch bei den Hebriden. Die Inselgruppe vor der Nordwestküste Schottlands besteht aus rund 500 Inseln und bildet eine Art Wall vor dem Atlantik. Die Inseln haben keine Berührung mit dem Festland und bieten darum den perfekten Lebensraum für viele erstaunliche Kreaturen.
14:50
R: Kristian Kähler... Die Reihe porträtiert Gartenliebhaber in einigen der schönsten Regionen Europas. Teil vier führt nach Cornwall. Die südenglische Region liegt im Einflussbereich des warmen Golfstroms. Deshalb gedeihen dort Pflanzen, die man sonst nur aus tropischen Breitengraden kennt. In Cornwall entstand über die Jahrhunderte hinweg eine vielfältige und faszinierende Gartenkultur. Sie wird bis heute gepflegt, sowohl in den Herrenhäusern des alteingesessenen Adels als auch von gärtnernden Ruheständlern und Großstädtern, die ihren Traum vom Leben auf dem Land verwirklichen wollen.
15:35
R: Hannah Leonie Prinzler... Wohl kaum ein anderer Park weckt bei Menschen rund um den Globus so viele Vorstellungen und Sehnsüchte wie der Londoner Hyde Park im noblen Londoner Westen. Zusammen mit den angrenzenden Kensington Gardens bildet er die grüne Lunge der Millionen-Metropole. Bei der filmischen Reise durch die Jahreszeiten zeigt sich der Park als Spiegelbild des bunten und multikulturellen Lebens in der britischen Hauptstadt. Der Spaziergang durch die Gartenlandschaft beginnt mit der Kirschblüte im April. An der Speaker's Corner im Nordosten steigt Schreiner Patrick McEvoy auf eine Seifenkiste, um seine Sicht auf die britische Wirtschaft kundzutun. Seit fast 150 Jahren wird hier sonntags leidenschaftlich über Politik, Philosophie und Religion debattiert. Im Sommer führt die Route durch märchenhafte Auenlandschaften. Im Herzen der Gärten befinden sich die Serpentine Galleries. Die Kuratorin Amira Gad führt durch eine Ausstellung des Bildhauers Duane Hanson, die mitten im Park zu einer unverhofften Begegnung mit moderner Kunst einlädt. Weiter geht es im Herbst Richtung Westen in die Kensington Gardens. Im angrenzenden Stadtviertel öffnet der Immobilienmakler Josh Grinling die Türen nobler Häuser, die zu den teuersten in ganz London zählen. Die filmische Reise endet im Winter, wenn sich die Mitglieder des Serpentine Swimming Club in die eisigen Fluten des künstlich angelegten Sees im Hyde Park stürzen. Mit außergewöhnlichen Luftaufnahmen und Alltagsbegegnungen eröffnet die Dokumentation einen einzigartigen Blick auf den Hyde Park im Wandel der Jahreszeiten. Sie sind die Oasen unserer Metropolen: die großen Stadtparks. In ihnen vereinen sich Natur, Kultur und Lebensart eines Landes. Die Reihe porträtiert einige ihrer bekanntesten in Paris, München, London, Stockholm und Rom. Im Wandel der Jahreszeiten, zu Wasser, zu Lande und aus der Luft, unternimmt die Reihe Europas schönste Parks einen Spaziergang ins urbane Grün und entdeckt europäische Millionen-Metropolen neu.
16:20
R: Gero von Boehm... Die Isle of Wight ist der Südküste vorgelagert. Dort liegt der ehemalige Landsitz von Queen Victoria: Osborne House. Nahe Wroxall stehen die Gemäuer von Appuldurcombe House. Die Reihe erkundet auf den Spuren des europäischen Adels das Loire-Tal in Frankreich, Baden – Württemberg, Südengland, das italienische Piemont und die Schlösser um Lissabon in Portugal. Teil drei führt nach England. In der Grafschaft Oxfordshire thront Blenheim Palace. Königin Anne schenkte den Palast dem Ersten Herzog von Marlborough, ihrem wichtigsten Kriegsherren. Blenheim ist der größte Palast, der nicht in königlicher Hand ist. Wenige Kilometer entfernt liegt die Stadt Oxford, die gemeinsam mit Cambridge die wichtigsten Universitätsstädte Englands sind. Waddesdon Manor ist Zeuge einer tragischen Geschichte: Baron Ferdinand von Rothschild verlor dort seine Frau und sein Kind bei dessen Geburt. Unter Elisabeth I. erlebte England eine einzigartige Blütezeit. Der mächtigste Staatsmann an ihrer Seite war William Cecil, der Erbauer von Burghley House.
17:00
I: Frances McDormand, Amy Adams, Ciarán Hinds, Shirley Henderson, Mark Strong, Lee Pace, Christina Cole, Stephanie Cole, Tom Payne, Mo Zainal; S: Simon Beaufoy; R: Bharat Nalluri... Gouvernante Frances McDormand („Fargo“) erzieht Luxushasi Amy Adams („Verwünscht“) – und umgekehrt. Die Komödie nach einem Roman von 1938 schwelgt in edlen Dekors., London am Vorabend des Zweiten Weltkriegs: Zugleich hoch moralisch und völlig unzuverlässig – die Gouvernante Guinevere Pettigrew (Frances McDormand) findet in der feinen Gesellschaft keinen Job mehr und sitzt auf der Straße. Mit einem Trick landet sie als „Privatsekretärin“ bei Delysia Lafosse (Amy Adams). Das US-Starlet liebt Pianist Michael (Lee Pace), springt aber auch mit Barbesitzer Nick und Produzentensohn Phil ins Bett. Die Lottermaus kann Guineveres Lebenserfahrung gut brauchen. Zum Dank peppt Delysia die Pfarrerstochter auf und bringt sie mit Dessouszar Blomfeld zusammen… Gegen Ende geht dem flotten Nostalgiespaß der Dampf aus, das charmante Ensemble und die prächtige Ausstattung machen es aber allemal sehenswert.
18:30
Seit über 100 Jahren gibt es keine Seidenproduktion mehr in der Schweiz. Jetzt lässt der Wagemut eines Berner Landwirtes die Seidenraupenzucht wiederaufleben. Weitere Bauern ziehen mit. Heute haben etwa 20 Schweizer Bauern Maulbeerbäume angepflanzt und züchten Seidenraupen, um Rohseide zu gewinnen. Das edle Endprodukt ermöglicht ihnen einen willkommenen Zusatzverdienst, ohne den viele ihren angestammten Beruf und ihren Hof aufgeben müssten. Die Schweiz hat eine jahrhundertealte Tradition in der Seidenherstellung. Selbst Seidenraupen wurden gezüchtet, dies vor allem im Tessin. Die Seidenproduktion und Verarbeitung erreichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Danach verlagerte sich der Schwerpunkt von der Verarbeitung hin zum Handel. Gut 100 Jahre später wurde nun diese beinahe vergessene Tradition vom Schweizer Ethnologen, Textilingenieur und Landwirt Ueli Ramseier neu erweckt und ist auf ein positives Echo gestoßen.
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:10
In Ruanda sitzen mehr Frauen im Parlament als in jedem anderen Land der Welt. So positiv die Tatsache ist, so traurig ist die Ursache, die mehr als 20 Jahre zurückliegt. Der Völkermord an der Volksgruppe der Tutsi und der moderaten Hutu hat 1994 fast eine Million Menschen das Leben gekostet, die meisten davon waren Männer. Zurück blieb ein zerstörtes Land, das von Witwen und Töchtern wiederaufgebaut werden musste. Es war der Beginn eines tiefgreifenden Wandels, denn heute ist Ruanda eines der sichersten und saubersten Länder Afrikas. Die jungen, meist gut ausgebildeten Frauen in der Hauptstadt Kigali machen vor, wie man mit innovativen Ideen und langfristigem Denken weiterkommt. Ob Modedesignerin, Videoproduzentin oder Möbelschreinerin: Mehr als die Hälfte der kleinen und mittelgroßen Betriebe sind heute in Frauenhand. Ein kleiner Staat im Herzen Afrikas wird somit zum Sinnbild für Frauenpower.
19:40
R: Martin Thoma... Safran, die kostbare Blume und das Gewürz der Liebe, gab ihr einst den Namen: Fast 700 Jahre lang war die Kleinstadt Safranbolu Drehkreuz für die Handelskarawanen auf der Seidenstraße. Knapp 200 Kilometer nördlich der heutigen türkischen Hauptstadt Ankara gelegen, galt Safranbolu den Osmanen schon früh als Hintergarten des Topkapi-Serail, des Herrscherpalastes am Bosporus. Seine Bewohner – Türken, Griechen und Juden – waren berühmt für ihre Handwerkskunst. Schmiede, Töpfer, Gerber und andere Handwerker bestimmten über Jahrhunderte hinweg das Alltagsbild. Viele arbeiteten am Sultanshof in Istanbul, manche stiegen gar in hohe Regierungsämter auf und schafften es wie der legendäre Izzet Mehmet Pascha zum Großwesir des Osmanischen Reiches. Das brachte Wohlstand und die nötigen Mittel für prächtige Stadtvillen. Zwei Großwesire stifteten Moscheen, sorgten für Infrastruktur, Stadtplanung und mit dem Bau des ersten Uhrenturmes im Osmanischen Reich auch für die Einkehr einer neuen Zeitrechnung. Die Segnungen der Moderne, breite Ausfallstraßen, große Geschäftsgebäude und Industriekomplexe, erreichten die kleine Stadt nie. Sie wurde schlicht vergessen. Doch dann realisierte man, dass dadurch ein einzigartiges Juwel ursprünglicher anatolischer Stadtkultur konserviert wurde. Seit 1994 wird das urbane Schmuckstück als Weltkulturerbe der UNESCO geschützt. Ein spätes Glück, das Safranbolu ein zweites Leben als Echo des orientalischen Mittelalters inmitten der Türkischen Moderne bescherte.
20:00
Tagesschau
20:15
Erstausstrahlung.
21:00
R: Frank Hof... Wortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Schärfe: Max Uthoff und Claus von Wagner klären über die Themen auf, die die Nation bewegen. Live aus der Anstalt. Gemeinsam mit ihren Gästen Hazel Brugger, Horst Evers und Chin Meyer wollen sie Stimme sein für Ungehörtes und Unerhörtes.
21:50
I: Iris Berben, Edgar Selge, Carmen-Maja Antoni, Björn von der Wellen, Jördis Richter, Götz Schubert, Kirsten Block, Michael Gwisdek, Christoph Franken, Jonathan Neo Völk; S: Jane Ainscough; R: Sigrid Hoerner... Frührentnerin Iris Berben will ein Kind., Zum Sechzigsten wird die kratzbürstige Biologin Luise in die Rente abgeschoben. Statt mit Mutti Quizshows zu gucken, will sie dank ihrer eingefrorenen Eizellen ein Kind bekommen. Bei den Vorbereitungen kreuzt Galerist Frans (Edgar Selge) ihren Weg, der gerade einer Studentin hinterhergockelt… Die bissig-derben Sprüche bereiten nicht nur den Darstellern Spaß. Trotz einiger Klischees und Längen ein schön schräger Jux.
23:20
I: Peter Borgelt, Klaus Gendries, Hans Teuscher, Diana Gaede, Marianne Wünscher, Dietmar Terne, Carl-Heinz Choynski; S: Peter Vogel; R: Peter Vogel, Fred Unger... Eine Einbruchsserie beschäftigt die Kriminalpolizei. Jedesmal haben die Diebe eine hochwertige Alarmanlage überlistet. Die Anlagen waren immer vom Monteur Ingmar Lesser eingebaut worden. Im Haus von Ingmar Lesser findet die die Polizei einen Großteil des Diebesgutes. Lesser hat für keinen der Einbrüche ein Alibi. Alle Indizien sprechen gegen ihn, er wird festgenommen. Aber seine Frau hat einen anderen Verdacht. Sie vermutet, dass ein ganz anderer hinter den Verbrechen steckt. Jemand, der Lesser und seine Arbeit sehr gut kennt.
00:50
I: Louis Koo, Richie Ren, Shui-Fan Fung, Michelle Ye, Suet Lam, Mong Wah Chan, Yuqin Han; S: Szeto Kam Yuen, Nicholl Tang; R: Pou-Soi Cheang... Thrillerdrama aus der Produktion von Johnnie To („Election“)., Die Profis um Ho (Louis Koo) morden mit inszenierten „Unfällen“, an denen die Macher der „Final Destination“-Reihe Spaß hätten. Als ein Gangmitglied selbst überfahren wird, glaubt Ho nicht an einen Zufall. Er meint bald zu wissen, wer hinter dem Anschlag steckt… Sachte gleitet der Thriller vom Action- ins Psycho-Fach, bis ein meisterhaftes Finale die Antwort liefert. Kleine Verwirrungen im Plot werden durch dichte Atmosphäre und eine brillante Optik ausgeglichen, mit der sich Regisseur Cheang („Dog Bite Dog“) als Mitglied der Cineasten-Oberliga ausweist.
02:10
I: Mark Chao, Ethan Ruan, Rhydian Vaughan, Teng-Hui Huang, Chang-Hsine Tsai, Ma Ju-lung, Doze Niu, Ko Chia-yen, Jason Wang, Han-Tien Cheng, Feng Hsing, Ethan (Ching-Tien) Ruan (Juan); S: Li-Ting Tseng; R: Doze Niu... Episches Jugenddrama über Nachwuchsgangster im Taiwan der 80er., Die Gang vermittelt dem Neuling Mosquito (Mark Chao) Werte – auch wenn es die brutalen Werte der Straße sind. Er schließt Blutsbrüderschaft mit Monk und Dragon. Doch als abgebrühte Verbrecher vom Festland die Triaden von Taipeh herausfordern, macht der Junggangster eine bittere Erfahrung… Furioser Mix aus schwuler „West Side Story“ und „GoodFellas“.
04:20
I: Josef Bierbichler, Angela Gregovic, Erika Deutinger, Denis Moschitto, Manuel Rubey, Heribert Sasse, Franz J. Csentsits, Karlheinz Hackl; S: Thomas Roth; R: Thomas Roth... Thriller von Thomas Roth („Falco – Verdammt, wir leben noch!“)., Schriftsteller Brand (Josef Bierbichler) trifft sich heimlich mit Angela (Angela Gregovic), der Pflegerin seiner krebskranken Frau. Als ihr Mann, ein türkischer Kriminalermittler, den beiden auf die Spur kommt, geraten die Ereignisse außer Kontrolle… Die Story orientiert sich an klassischen Film-noir-Vorbildern. Das ist atmosphärisch bestechend, inhaltlich aber alles andere als glaubwürdig.
06:00
3satTextVision
06:05
R: Kerstin Woldt... Wer durch Portugal reist, entdeckt sie überall: Azulejos, dekorative Fliesen in allen Variationen und Farben. Sie schmücken nicht nur Kirchen, Klöster und Paläste. Sie finden sich auch auf ganz normalen Hausfassaden, Bahnhöfen, Parkbänken, Straßenschildern, Markt – und Sporthallen, Kneipen und Geschäften. Das ist auf der Welt einzigartig. Die spektakulärsten Azulejo-Kunstwerke in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon sind der Palácio dos Marqueses de Fronteira, der einzigartige Barockgarten Quinta dos Azulejos, heute ein Schulhof, und der Palácio Belmonte in der Altstadt Alfama, in dem Wim Wenders einen Teil von Lisbon Story gedreht hat und der heute als exklusives Hotel genutzt wird.
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
Riverboat
12:15
Seit 2013 steigt die Zahl der Eheschließungen. Doch eine Ehe dauert bis zur Scheidung durchschnittlich nur 15 Jahre. Warum ist das so? Worin besteht das Geheimnis einer langen Ehe? sonntags will wissen, warum Ehen, die länger als 50 Jahre andauern, immer seltener werden. Warum ist immer häufiger von einer Generation beziehungsunfähig die Rede? Kann die Eheschließung tatsächlich noch als Garantie für eine glückliche Beziehung dienen?
12:45
R: Martin Thoma... Safran, die kostbare Blume und das Gewürz der Liebe, gab ihr einst den Namen: Fast 700 Jahre lang war die Kleinstadt Safranbolu Drehkreuz für die Handelskarawanen auf der Seidenstraße. Knapp 200 Kilometer nördlich der heutigen türkischen Hauptstadt Ankara gelegen, galt Safranbolu den Osmanen schon früh als Hintergarten des Topkapi-Serail, des Herrscherpalastes am Bosporus. Seine Bewohner – Türken, Griechen und Juden – waren berühmt für ihre Handwerkskunst. Schmiede, Töpfer, Gerber und andere Handwerker bestimmten über Jahrhunderte hinweg das Alltagsbild. Viele arbeiteten am Sultanshof in Istanbul, manche stiegen gar in hohe Regierungsämter auf und schafften es wie der legendäre Izzet Mehmet Pascha zum Großwesir des Osmanischen Reiches. Das brachte Wohlstand und die nötigen Mittel für prächtige Stadtvillen. Zwei Großwesire stifteten Moscheen, sorgten für Infrastruktur, Stadtplanung und mit dem Bau des ersten Uhrenturmes im Osmanischen Reich auch für die Einkehr einer neuen Zeitrechnung. Die Segnungen der Moderne, breite Ausfallstraßen, große Geschäftsgebäude und Industriekomplexe, erreichten die kleine Stadt nie. Sie wurde schlicht vergessen. Doch dann realisierte man, dass dadurch ein einzigartiges Juwel ursprünglicher anatolischer Stadtkultur konserviert wurde. Seit 1994 wird das urbane Schmuckstück als Weltkulturerbe der UNESCO geschützt. Ein spätes Glück, das Safranbolu ein zweites Leben als Echo des orientalischen Mittelalters inmitten der Türkischen Moderne bescherte.
13:00
ZIB
13:20
R: Kay Siering... Riesige Rohstoffvorkommen, unberührte Natur, eine einzigartige Tierwelt und uralte Kulturen: Sibirien. Es waren Deutsche, die sich dort im 18. Jahrhundert als erste Siedler niederließen. Die zweiteilige Dokumentation Abenteuer Sibirien verknüpft die deutsche Historie Sibiriens mit der faszinierenden Gegenwart des Landes. Teil eins begleitet deutsche Wissenschaftler auf ihren Entdeckungsreisen. Auf Kamtschatka, einer der aktivsten Erdbebenzonen der Erde, erforscht Christel van den Bogaard mit ihrem Team die Mechanismen der Erdplatten-Tektonik. Sie versucht herauszufinden, welchem Rhythmus die Erdbeben und Vulkanausbrüche folgen und wie stark sie unser Klima beeinflussen. Der Film folgt auch dem Ethnologen Florian Stammler auf die arktische Halbinsel Jamal, unter der das größte Erdgasfeld der Erde liegt. Der Wissenschaftler lebt mehrere Wochen im Jahr bei dem Volk der Nenzen. Die Rentierzüchter, ein indigenes Volk mit etwa 41 000 Angehörigen, ziehen das ganze Jahr mit ihren Tieren durch die Eiswüste und müssen sich trotz ihres traditionellen Alltags mit den Öl – und Gasmultis arrangieren. Umweltexperten und Russlandkenner wie Markus Radday versuchen in einem schier aussichtslosen Kampf, die einzigartige Tier – und Pflanzenwelt Sibiriens vor dem Raubbau der Rohstoffindustrie zu retten. Raddays besonderes Augenmerk gilt so seltenen Tieren wie Baikalrobben und Sibirischen Tigern. Alle deutschen Forscher von heute wandeln auf den Spuren von Georg Wilhelm Steller. Mitte des 18. Jahrhunderts durchquerte der deutsche Wissenschaftspionier das riesige Land im Auftrag des Zaren. Anderthalb Jahre lang reiste Autor Kay Siering mit Kameramann Jürgen Heck und Assistent Yannick Schmeil immer wieder nach Sibirien. Insgesamt verbrachte das Team mehr als elf Wochen in der russischen Einsamkeit. Temperaturen zwischen minus 40 Grad und plus 35 Grad Celsius stellten Filmemacher und Equipment immer wieder vor enorme Herausforderungen.
14:05
R: Kay Siering... Der zweite Teil der Dokumentation begleitet deutsche Glücksritter, die es geschafft haben, ihren persönlichen Traum in Sibirien zu verwirklichen. In der westsibirischen Tiefebene hat es Landwirt Stefan Dürr zu einem der wichtigsten Milchbauern Russlands gebracht. Als Praktikant kam er vor 23 Jahren nach Russland, heute beschäftigt er 2500 Angestellte, bewirtschaftet 150 000 Hektar Land. Ein Glücksritter ganz anderer Art ist Thomas Sand. Mitten in der schier unendlichen Taiga bohrt der deutsche Experte nach Erdöl – auch im Winter bei minus 40 Grad Celsius. Das Leben zwischen Bohrturm und Containern erfordert viel Disziplin. Aber Thomas Sand gefällt der Gedanke, dass sein Öl und Gas auch deutsche Autos fahren lässt und Wohnungen heizt. Weit im Osten zwischen Beringsee und chinesischer Grenze betreut ein Pastor aus Deutschland die flächenmäßig größte Kirchengemeinde der Welt. 1992 kam der Hamburger zu einem Studienaufenthalt nach Wladiwostok. Seine erste Aufgabe war es, die Lutheraner in der Stadt zu finden, die wegen ihres Glaubens im Untergrund lebten. Die modernen Glücksritter setzen das fort, was Siedler aus Deutschland einst begonnen haben. Einer von ihnen war Adolph Dattan. Der deutsche Kaufmann kam in jungen Jahren mittellos nach Sibirien und wurde schließlich erfolgreicher Geschäftsführer der ersten Kaufhauskette Kunst & Albers in Wladiwostok. Die Waren kamen größtenteils aus Hamburg, bis zu 130 Tage dauerte die Schifffahrt von Europa bis nach Sibirien. Dattans Erfolgsgeschichte endete mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges.
14:50
R: Heike Nikolaus... In atemberaubenden Luftbildern zeigt die Reihe die Städte des vergangenen Zarenreiches. Ein visuelles Fest zu Ehren einer Lebensweise, die noch stark von den Jahreszeiten geprägt ist. Der Film führt ins winterliche St. Petersburg. Nirgendwo sonst lässt sich der Glanz des russischen Zarenreiches besser bestaunen als dort – gerade in den dunklen Monaten, wenn die selbstbewussten St. Petersburger fröhlich der Kälte trotzen. Wer könnte besser darüber berichten als Kapitän Alexey Krilov, der täglich mit seinem Eisbrecher gegen die zugefrorene Newa kämpft. Oder das junge Sportlerpaar Kamilla und Iwan, das auf dem Eis für die Olympische Goldmedaille trainiert. Den Uhrmacher Mihail Gurjev begleitet die Kamera hingegen in die wohlig warmen und pompösen Innenräume der Eremitage, in denen er über 3000 Uhren am Laufen halten muss.
15:30
Sie herrschen über 300 Jahre lang über das größte Land der Erde: Russlands Zaren. Ihr Reichtum ist legendär, ihr Machthunger grenzenlos, ihr Ende grausam. ZDF-History folgt den großen Gestalten der russischen Krone – von Iwan dem Schrecklichen, Katharina der Großen bis Nikolaus II. – und erzählt Schlüsselmomente ihres Lebens. Aktuelle Bezüge verdeutlichen das Vermächtnis der Zaren und Zarinnen im heutigen Russland. Der Film blickt auf die faszinierende Geschichte der russischen Monarchen: auf ihre glanzvollen Momente, ihre hinterlistigen Machtspiele und ihre großen Tragödien. Wie haben sie Russland seit dem Mittelalter geformt? Und warum ging das Reich der Zaren unter? Iwan der Schreckliche ist der erste Zar Russlands: Getrieben von krankhaftem Verfolgungswahn, verbreitet er Angst und Schrecken in seinem Reich. Mit der Eroberung Sibiriens legt Iwan das Fundament des russischen Imperiums. Peter der Große öffnet das Fenster zum Westen und etabliert Russland im Kreis der europäischen Mächte. Katharina die Große – die Deutsche auf dem Zarenthron – putscht sich an die Macht. Ihr gelingt es, dem Imperium eine Verwaltung zu geben. Tausende Deutsche folgen ihrem Aufruf, als Siedler an die Wolga zu kommen. Die Aufhebung der Leibeigenschaft gelingt erst Zar Alexander II. Doch an der Aufgabe, sein Imperium zu modernisieren, ist er tragisch gescheitert. Sein Enkel Nikolaus II. herrscht als letzter Zar über Russland. Der Erste Weltkrieg, soziale Spannungen und Hungersnöte entfachen eine Revolution, die im Februar 1917 die Zarenherrschaft brutal hinwegfegt. Nach jahrzehntelanger Verdrängung entdeckt Russland heute sein imperiales Erbe wieder neu. Wladimir Putin knüpft an Macht und Größe des Zarenreichs wieder an. Dafür nutzt der Staatschef die Symbolkraft der imperialen Vergangenheit.
16:15
Josef Stalin gehört zu den schlimmsten Verbrechern der Geschichte, seine Gewaltherrschaft fordert Millionen Opfer. Doch wie wurde aus dem jungen Revolutionär ein gefürchteter Diktator? ZDF-History zeigt den Aufstieg von Josef Stalin zur absoluten Macht: vom Revolutionär zum Tyrannen, vom Gejagten zum Jäger. Kaum eine Familie in der Sowjetunion bleibt von Stalins Terror verschont. Trotzdem verehren ihn viele Russen bis heute. In der Dokumentation berichten Weggefährten und Zeitzeugen von Stalins wachsendem Verfolgungswahn und vom alltäglichen Wahnsinn seiner Terrorherrschaft. Zu Stalins Werkzeugen der Macht gehören Säuberungen, Deportationen und das Straflagersystem Gulag, in dem Millionen umkommen. Heute jedoch sieht jeder zweite Russe Stalins Herrschaft positiv: Er habe Russland zur Weltmacht geführt.
17:00
Swetlana Allilujewa (1926–2011) war Stalins einzige Tochter, sein Lieblingskind. Die Grausamkeiten des Diktators erlebte sie mit, ihren Vater liebte sie dennoch. 1967 floh sie in die USA, am Ende hasste sie Amerika ebenso wie Russland.
17:45
R: Oliver Halmburger, Thomas Staehler... Sie werden verehrt und gefürchtet, sie haben das Land vom Mittelalter in die Moderne geführt und aus einem rückständigen Agrarstaat eine Weltmacht geformt: Russlands Herrscher. Von Peter dem Großen über Zarin Katharina bis hin zu Josef Stalin und Wladimir Putin zeigt ZDF-History die Biografien der Herrscher im Kreml. Was fasziniert die Russen an ihren oft brutalen und despotischen Gebietern? Auffallend ist, dass die herausragenden Machthaber oft brutale Despoten waren, die von der eigenen Bevölkerung einen enormen Blutzoll forderten. Trotzdem wurden und werden sie verehrt. Fast scheint es, als müsse man Russland mit harter Hand regieren, um geliebt zu werden. Wer hingegen Schwäche zeigt, wird weggefegt. Bis heute hat sich daran scheinbar nichts geändert. Viele sagen, wer Russland regiert, muss stark sein und in anderen Dimensionen denken und handeln, als sie dem Westen vertraut sind. Anhand der Biografien seiner großen Herrscher erzählt dieser Film die spannende Geschichte, wie die Zaren und ihre Nachfolger ihr Reich zur Supermacht formten, wie es wieder zerbrach und wo es heute steht. Dabei zieht der Film eine persönliche Bilanz der jeweiligen Regenten und geht mithilfe von Experten der Frage nach, was Peter der Große, Stalin oder Putin gemeinsam haben und was sie von anderen Vertretern ihrer Berufsgruppe unterscheidet, dass sie bis heute so sehr verehrt werden.
18:30
nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
Die Doku zeigt, warum Zitrusbäume im äußersten Süden Italiens so gut gedeihen. Die Asche des Ätna sorgt für Dünger, viermal pro Jahr wird geerntet. Aber Sizilien hat noch viel mehr zu bieten – tolle Landschaften, außergewöhnliche Menschen und eine reiche Historie.
21:00
R: Klaus T. Steindl... Naturfilmer Klaus Steindl zeigt unbekannte Seiten der meist von Touristen überlaufenen Lagunenstadt: Falken und Flamingos und ein giftiges Säugetier, die Wasserspitzmaus.
21:45
S: Kurt Mayer, Judith Doppler; R: Judith Doppler, Kurt Mayer... Die bekannteste Region der Südalpen ist Weltnaturerbe. Ein Blick auf Touristenattraktionen und verborgenere Orte.
22:30
S: Julia Tal; R: Julia Tal... Ein junges Paar erprobt das Leben auf der Alm., Erschöpfung, Streitereien, ständiger Schlafmangel, sture Rindviecher – so unendlich strapaziös haben sich Sarah und Sämi in ihren romantischen Vorstellungen das Leben als Alpenbauern nicht ausgemalt. Die Sozialarbeiter aus Luzern erfüllen sich ihren Traum, verbringen einen Sommer auf der Alm – und sind bald ernüchtert. Regisseurin Julia Tal hat das Paar mit viel Feingefühl beobachtet., Erstausstrahlung.
23:50
R: Annette Heinrich... K.o.-Tropfen sind nur wenige Stunden im Körper nachweisbar. Nach der Tat zu beweisen, dass es nicht einvernehmlich geschah, ist in vielen Fällen schwer. Wie Frauen nach so einem Erlebnis weiterleben können, zeigt 37°. Autorin Annette Heinrich erzählt von drei jungen Frauen, die betäubt und vergewaltigt wurden, was sie ein Leben lang prägen wird: Sie leiden unter Ängsten, Panikattacken, Albträumen, Schuldgefühlen, Ekel und Selbsthass.
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Willkommen Österreich
01:40
R: David Mallet... Are You Ready for Me?, ruft Tina Turner im April 1982 ins Londoner Publikum und präsentiert ein mitreißendes Konzert mit Hits aus der Ike-Turner-Zeit und Songs der Stones und Rod Stewart. 3sat zeigt die Höhepunkte des legendären Konzerts auf der Schwelle zum großen Comeback der Sängerin. Die Aufzeichnung wurde von Starregisseur David Mallet in Szene gesetzt. Nach dem Ruhm der Ike und Tina Turner Revue der 1960er – und 1970er-Jahre, geht Tina Turner ab 1976 solo auf Tournee. Musikalische Ausflüge in die Disco-Musik verkaufen sich schlecht, bis sie mit den Nice 'n' Rough-Konzerten das Karrieretief überwindet. Tina Turner hat Gastauftritte bei Tom Jones, Rod Stewart, David Bowie und spielt im Vorprogramm der Rolling Stones, doch für die Plattenfirmen ist Tina Turner ein wenig vermarktbarer Altstar. In der legendären Londoner Konzerthalle Hammersmith Apollo merkt man davon jedenfalls nichts, denn Tina Turner begeistert vom ersten Ton an. Das Publikum ist beeindruckt, doch niemand ahnt, dass Tina Turner bereits ein Jahr später mit dem Al Green Coversong Let's Stay Together einen internationalen Hit landet und 1984 mit dem Album Private Dancer den Ruhm von einst vervielfacht: 1985 erhält sie drei Grammy Awards.
02:10
R: Bruce Gowers... Am 26. März 1971 präsentieren die Rolling Stones im Londoner Marquee Club einige Songs aus ihrem wenig später erscheinenden Album Sticky Fingers. Für viele ist es die beste Zeit der Stones. Die Aufnahmen des Auftritts waren verschollen und erscheinen erstmals 2015 in restaurierter Fassung. Aufgenommen für das amerikanische Fernsehen, präsentieren die Stones Songs wie Brown Sugar und Dead Flowers, die wenig später weltweit für Furore sorgen. Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts, Mick Taylor und Bill Wyman beenden mit diesem Auftritt ihre dreiwöchige Kurz-Tournee durch England und Schottland im März 1971. Es ist die erste Tour seit 1966 in ihrem Heimatland, die als Good-Bye Britain Tour in die Geschichte eingehen wird. In diesen Tagen steht die Band am Wendepunkt ihrer Karriere. Nach dem Tod des Gitarristen Brian Jones im Juli 1969, dem Tod von vier Menschen während des Auftritts beim Altamont-Festival im Dezember 1969, dem Ende ihres Plattenvertrags mit Decca Records 1970 und der Trennung von ihrem Manager Allen Klein, verlegen die Stones kurze Zeit nach dem Auftritt im Marquee Club ihren Wohnsitz nach Südfrankreich. Finanzielle Probleme und die hohe Steuerlast in England zwingen die Band zu diesem Schritt, dem die Gründung eines eigenen Plattenlabels folgt: Rolling Stones Records mit der weltbekannten roten Zunge, die zum ersten Mal am 23. April 1971 auf der Innenhülle des Albums Sticky Fingers zu sehen ist. Auf dem Album, das zwischen 1969 und 1971 in verschiedenen Studios entsteht, wirkt Mick Taylor als neuer Gitarrist für den verstorbenen Brian Jones mit und bestimmt mit seinem bluesigen Gitarrenspiel den Sound der Band, die mit Sticky Fingers Platz 1 der britischen und amerikanischen Pop-Alben erreicht.
02:45
R: Peter Sinclair... Alchemy Live, das erste live aufgenommene Album der Dire Straits, ist ein Meilenstein der Popmusik. Aufgezeichnet wird es am 22. und 23. Juli 1983 im Anschluss an die Love Over Gold Tour. Im November 1982 reisen die Dire Straits durch Europa, Australien, Neuseeland und Japan. Aber alle Konzertmitschnitte misslingen, die Band entschließt sich, zwei zusätzliche Konzerte im Londoner Hammersmith Odeon zu geben und schreibt Musikgeschichte. Gitarrist, Sänger und Komponist Mark Knopfler ist inzwischen alleiniger Produzent und macht mit diesem Konzert aus den Dire Straits ein Megaevent, das weltweit große Stadien füllen wird. Finanzielle Schieflagen, wie es die Übersetzung von in dire straits erklärt, wird es nicht mehr geben. Für Alchemy Live und die Love Over Gold Tour, hat Mark Knopfler die Band erneuert. Sein Bruder David wird durch den Gitarristen Hal Lindes ersetzt, Terry Williams trommelt jetzt an Stelle von Pick Withers und Keyboarder Alan Clark wird als festes Mitglied aufgenommen. Nie haben die Dire Straits den Mega-Hit Sultans of Swing besser gespielt als an diesen zwei Juliabenden in London, nie waren die Songs wie Once Upon a Time oder das epische Telegraph Road geheimnisvoller und betörender zu erleben als damals.
04:00
R: Tim Sidwell... Am 4. April 2014 steht The Sunflower Jam, eine Wohltätigkeitsveranstaltung für krebskranke Menschen, ganz im Zeichen des 2012 verstorbenen Deep Purple-Mitbegründers und Keyboarders Jon Lord. Eine All Star-Band um die aktuelle Deep Purple-Besetzung mit Sänger Ian Gillan, Gitarrist Steve Morse, Bassist Roger Glover, Schlagzeuger Ian Paice und Keyboarder Don Airey, begeistert gemeinsam mit einem Sinfonieorchester auf der Bühne der Londoner Royal Albert Hall. Im Mittelpunkt des Konzerts stehen die Songs von Deep Purple, interpretiert von vielen hochkarätigen musikalischen Gästen wie Iron Maiden-Sänger Bruce Dickinson, Ex-Deep Purple-Bassist und Ex-Black Sabbath-Sänger Glen Hughes, Musicalstar und Jon Lord-Vertrauter der letzten Jahre Steve Balsamo, Ex-Yes Keyboarder Rick Wakeman und viele andere mehr. Sie ehren den Tasten-Virtuosen Jon Lord, der mit seiner Hammond-Orgel den Sound und seinen Kompositionen den Stil von Deep Purple prägte. Die Musikwelt ist sich einig: Ohne Jon Lord wären viele Deep Purple-Klassiker nie geschrieben worden, ohne seinen charakteristischen Orgel-Sound wäre die Rockmusik um einige ergreifende Momente ärmer. Unsere Musik hat den gleichen Stellenwert wie irgendetwas von Beethoven, sagt Jon Lord 1973 dem New Musical Express und macht mit diesem viel diskutierten Statement klar, dass es ihm nicht um gesellschaftliche Rebellion, sondern um musikalische Perfektion geht.
05:00
R: Brent Carpenter... Am 7. Juli 2012 feiert der Ex-Beatle Ringo Starr seinen Geburtstag mit einem Konzert und vielen musikalischen Freunden aus seiner langen Karriere im legendären Ryman Auditorium in Nashville. Dabei sind der Toto-Gitarrist und Sänger Steve Lukather, der Saxophonist Mark Rivera aus der Billy Joel-Band, der Gitarrist Todd Rundgren, der Santana-Keyboarder Gregg Rolie, der Schlagzeuger Gregg Bissonette, Mr. Mister-Sänger Richard Page Es ist sein 72. Geburtstag, und Ringo feiert in Nashvilles Church of Country dem Ryman-Auditorium. Ende des 19. Jahrhunderts als Kirche mit 6000 Plätzen gebaut, ist das Rymans ein Ort für Konzerte und politische Veranstaltungen mitten in Nashville. Ab 1943 wird dort die legendäre Grand Ole Opry Radioshow bis 1974 produziert und in alle amerikanischen Haushalte gesendet. Mit dem angeschlossenen Museum zählt das Rymans zu den wichtigsten Touristen-Attraktionen Nashvilles, indem sich Ringo Starr sichtlich wohlfühlt. Wie immer gut gelaunt, feiert der legendäre Schlagzeuger keine Oldie-Party, sondern präsentiert ein Set mit seinen großen Hits und Nummer-1-Songs seiner Gäste: die beste All-Starr-Band aller Zeiten mit Songs wie It Don't Come Easy, dem Santana-Klassiker Evil Ways, dem Toto-Hit Rosanna, dem Mr.-Mister-Hit Kyrie Eleison und den Beatles-Klassikern Yellow Submarine und With a Little Help From My Friends.
05:45
R: Gavin Taylor... Am 14. Mai 2015 stirbt der Gitarrist und Sänger B.B. King mit 89 Jahren in Las Vegas. Für den Rolling Stone war er der fünftbeste Gitarrist aller Zeiten, für viele Bluesfans die Nummer 1. 1925 als Riley B. King in Berclair, Mississippi geboren, singt er als Jugendlicher im Gospelchor und macht beim Hören der Schellackplatten seiner Tante Bekanntschaft mit Blues und Jazz. T-Bone Walker, Charlie Christian und Django Reinhardt werden seine Vorbilder. 1949 tritt B.B. King zum ersten Mal im Radio auf, erhält 1950 seinen ersten Plattenvertrag und landet 1951 mit three O'Clock Blues seinen ersten Hit in den Rhythm & Blues Charts. Als der Rock 'n' Roll der 1950er-Jahre und der Folk-Boom der 1960er-Jahre den Blues in den Hintergrund drängen, bleibt sich B.B. King treu und tritt unbeirrt mit seiner 13-köpfigen Band auf. Doch sein neuer Manager Sidney Seidenberg will B.B. King einem breiterem Publikum bekannt machen. B.B. King tritt nun auf Rockfestivals auf, landet 1969 mit The Thrill Is Gone auf Platz 15 in den US-Popcharts und spielt neben Ike & Tina Turner bei der US-Tournee der Rolling Stones im Vorprogramm. B.B. King wird zum Popstar des Blues, tritt als erster Bluesmusiker in der Ed Sullivan TV-Show auf, unternimmt regelmäßig ausgedehnte Tourneen und arbeitet später mit Eric Clapton und U2 zusammen. Sein Markenzeichen ist seine Gibson-Gitarre, der er den Namen Lucille gibt, nachdem er 1949 seine Gitarre gerade noch vor einem Brand in einem Musikclub retten kann. Der Grund für den Brand war der Streit zweier Männer um eine Frau mit Namen Lucille. Abgesehen von richtigem Sex mit einer richtigen Frau gibt es nichts, was mir solch eine innere Ruhe gibt wie Lucille, sagt er später einmal während eines Interviews. Wenige Tage nach B.B. Kings Tod kommt der Verdacht auf, er sei vergiftet worden. Doch im Juli 2015 stellt die Gerichtsmedizin im US-Staat Nevada fest, dass B.B. King an den Folgen seiner Alzheimer-Erkrankung im Zusammenhang mit Diabetes, Herzinsuffizienz und Bluthochdruck verstorben ist.
06:15
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
Nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
Nano
10:15
Hart aber fair
11:40
Natur im Garten
12:10
R: Klaus Dutzler, Beate Haselmayer
13:00
ZIB
13:20
R: Maria Magdalena Koller... Es ist eine Erfolgsstory, die vor rund 500 Jahren ihren Anfang nahm, als die Tomate von Südamerika nach Europa gelangte. Der Film dokumentiert die Reise dieser schmackhaften Kulturpflanze. Die Tomate weiß, wie man sich in Szene setzt: Sei es durch die Leuchtkraft der gelben Blüten, die die spanischen Eroberer vor rund 500 Jahren veranlasste, das exotische Gewächs aus Südamerika mit an Bord zu nehmen, oder durch die verlockend rote Farbe ihrer Frucht. Ein Signal mit unwiderstehlicher Wirkung, das der Frucht einen weltweiten Triumphzug bescherte – von der königlichen Sommerresidenz in Neapel über die Wüste von Katar bis ins ferne China. Dort sorgt die rote Frucht aus dem Westen für einträgliche Geschäfte. Mit rund 30 Millionen Tonnen pro Jahr ist China der größte Tomatenproduzent der Welt. Die begehrten Früchte gedeihen in der Provinz Xinjiang und finden als Tomatenpaste ihren Weg nach Europa. Der filmische Streifzug führt von ihren Ursprüngen in den Anden durch ganz Europa und halb Asien bis weit in den Osten Chinas und lässt Menschen zu Wort kommen, die sich den Paradeisern verschrieben haben.
14:05
Wachau, Burgenland, Weinviertel, Südsteiermark, Wien und die Thermenregion: Die großen Weinbaugebiete Österreichs pflegen ihre kulturelle Weintradition. Vom Wachsen der Rebstöcke und Trauben über die Arbeit der Winzer mit dem reifenden Wein bis zur vielfältigen Kleintier – und Pflanzenwelt in den Weingärten und – kellern: Der Film zeigt Österreichs Weinkultur im Lauf der Jahreszeiten.
14:50
R: Barbara Fally-Puskás... Seit Jahrtausenden haben Rosen eine besondere Bedeutung für den Menschen. Sie sind Symbol für Unschuld, Schönheit, Lebenskraft – und für die Liebe. Mehr als 30 000 Sorten sind registriert. Eines ist allen Zuchtformen der Rosen gemeinsam: Ihre Vorfahren sind Wildrosen – stachelige Büsche, die einmal im Jahr mit einer üppigen Blüte bezaubern. Eine der beliebtesten Rosen ist die Gloria Dei. Die robuste Edelrose, mit zartgelb – bis dotterfarbenen und an den Blattspitzen rosa-violetten Blüten, wurde Anfang der 1930er-Jahre von Francis Meilland in Frankreich gezüchtet. Die Dokumentation verfolgt die Entwicklungsgeschichte der Rose, stellt ihre biologischen Besonderheiten vor und erklärt, warum gerade die Rose zu einer solchen Sortenvielfalt fähig ist.
15:30
Für Biogärtner Karl Ploberger ist die englische Gartenkunst eine ideale Verbindung von Tradition und Innovation. Er begibt sich auf eine Entdeckungsreise durch Südengland. Dieses Mal besucht Karl Ploberger ausschließlich Gärten aus Frauenhand und geht der Frage nach, ob Männer und Frauen Unterschiede in der Gartengestaltung machen. Seine Reise beginnt an der südenglischen Küste bei Rosie und Robin Lloyd. Zwei besondere Herausforderungen für die beiden Rentnerinnen sind die Schräglage des Gartens und der kiesige Untergrund. Das Wohnhaus ist mit heimischem Flintstone gebaut und wird von Wildblumenwiesen und langen, bunten Rabatten umgeben. Karl Ploberger reist weiter nach London zu Mona Abboud und ihrem Hausgarten, in dem australische, neuseeländische und südafrikanische Pflanzen durch die richtige Boden – und Standortwahl ungeschützt im Freien wachsen können. Keramikerin Susann Bennet hat im Norden der Stadt eine kunterbunte Gartenwelt mit vielen kräftigen Farben und außergewöhnlichen Dekorationselementen gestaltet. Die Chelsea Flower Show wird von Gartenfreundinnen aus der ganzen Welt besucht. Pflanzen, Dekorationen und ganze Gartengestaltungsmöglichkeiten werden dort präsentiert. Gartendesignerin Kate Gould erklärt ihr zweistöckiges Stadtgartenmodell aus Beton, Holz, Metall und Glas, das mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Am Ende der Reise und nach dem Besuch der Gärten aus Frauenhand zieht Karl Ploberger sein Resümee: Sehr große Unterschiede gibt es beim Garteln von Männern und Frauen nicht. Die Liebe zur Natur und zu den Pflanzen ist bei allen spürbar!.
16:15
Die Doku zeigt, warum Zitrusbäume im äußersten Süden Italiens so gut gedeihen. Die Asche des Ätna sorgt für Dünger, viermal pro Jahr wird geerntet. Aber Sizilien hat noch viel mehr zu bieten – tolle Landschaften, außergewöhnliche Menschen und eine reiche Historie.
17:00
R: Klaus T. Steindl... Naturfilmer Klaus Steindl zeigt unbekannte Seiten der meist von Touristen überlaufenen Lagunenstadt: Falken und Flamingos und ein giftiges Säugetier, die Wasserspitzmaus.
17:45
S: Kurt Mayer, Judith Doppler; R: Judith Doppler, Kurt Mayer... Die bekannteste Region der Südalpen ist Weltnaturerbe. Ein Blick auf Touristenattraktionen und verborgenere Orte.
18:30
Nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
I: Hannelore Elsner, Oliver Karbus, Fanny Krausz, Hubertus Grimm, Erni Mangold, Franziska Stavjanik, Andreas Kiendl, Julia Jelinek; S: Alrun Fichtenbauer, Astrid Ströher; R: Karola Meeder... TV-Familiendramolett in Österreichs „ungarischstem“ Bundesland., Dolmetscherin Maria (Hannelore Elsner) reist zum Neusiedlersee, wo Segellehrerin Nina (Fanny Krausz) von Marias Sohn ein Kind erwartet. Während Nina Hilfe ablehnt, zeigt ihr Onkel Maria die Umgebung – was verschüttete Erinnerungen an die 50er weckt, als sie mit ihren Eltern aus Ungarn in den Westen kam… Schmalzige, immerhin nicht völlig hohle Seniorenromanze.
21:45
Erstausstrahlung.
22:00
ZIB 2
22:25
R: Matthias Affolter... Doku über vier Schweizer und ihre Alpinpassion., Anders als in vielen Bergdokus geht es hier nicht nur um Rausch und Risiko des Kraxelns, sondern auch um die Vereinbarkeit mit Alter und Alltag: Lawinenexperte Werner Munter streift mit 72 noch durch abgelegene Strecken im Wallis, ärgert sich aber über Knieschmerzen. Der Bergkristalljäger Jacques Grandjean fragt sich, ob er mit über 60 nicht genug „Joker gezogen“ habe. Und während Dani Arnold, zur Drehzeit 29, nach seinem Speedclimbing-Rekord an der Eigernordwand neue Herausforderungen sucht, trifft Stephan Siegrist (41) Entscheidungen im Himalaja mit Rücksicht auf die Lieben in der Heimat.
00:00
R: Christian Vogt... Als Recycling-Unternehmerin beschäftigt Karin Bertschi Flüchtlinge und schützt die Umwelt. Gleichzeitig politisiert sie im Großen Rat des Schweizer Kantons Aargau für die SVP. Dass sie beim Flüchtlingsthema komplett von der Parteilinie abweicht, ist ihr egal. Dann sind wir halt anderer Meinung, stellt sie in einem Gespräch mit dem ehemaligen SVP-Präsidenten Toni Brunner fest. – Reporter über eine Frau mit Widersprüchen. Kein Wunder, können im Großen Rat des Kantons Aargau nicht alle nachvollziehen, dass Karin Bertschi für die SVP politisiert. Ins Aargauer Kantonsparlament wurde die Unternehmerin Ende 2016 gewählt, dank eines fulminanten Wahlergebnisses in ihrem Bezirk. Das Beschäftigungsprogramm für Flüchtlinge ist eine Herzensangelegenheit für mich, betont die 27-jährige Unternehmerin. Erst kürzlich hat ein junger Eritreer dank Karin Bertschi den Einstieg ins Schweizer Berufsleben geschafft. Als Geschäftsführerin eines Recycling-Unternehmens benötigt Karin Bertschi gelegentlich mehr Geduld, als ihr lieb ist. Für ein neues Bauprojekt in Spreitenbach liegt ihr nur eine befristete Baugenehmigung vor. Tatsächlich gelingt es Karin Bertschi, die Behörden von ihrem Projekt zu überzeugen. Im Moment des Erfolgs dankt die SVP-Frau zuerst Gott. Sie lebt nach den christlichen Werten einer Freikirche. Ihr Glaube habe sie entscheidend beeinflusst bei der Wahl der politischen Partei, verrät sie Reporter Christian Vogt.
00:20
10 vor 10
00:50
I: Hannelore Elsner, Oliver Karbus, Fanny Krausz, Hubertus Grimm, Erni Mangold, Franziska Stavjanik, Andreas Kiendl, Julia Jelinek; S: Alrun Fichtenbauer, Astrid Ströher; R: Karola Meeder... TV-Familiendramolett in Österreichs „ungarischstem“ Bundesland., Dolmetscherin Maria (Hannelore Elsner) reist zum Neusiedlersee, wo Segellehrerin Nina (Fanny Krausz) von Marias Sohn ein Kind erwartet. Während Nina Hilfe ablehnt, zeigt ihr Onkel Maria die Umgebung – was verschüttete Erinnerungen an die 50er weckt, als sie mit ihren Eltern aus Ungarn in den Westen kam… Schmalzige, immerhin nicht völlig hohle Seniorenromanze.
02:20
R: Manfred Christ... Wien ist die einzige Weltstadt, die über ein riesiges geschlossenes Waldgebiet in unmittelbarer Stadtnähe verfügt: den Wienerwald. Dabei hat der Wienerwald auf den ersten Blick nichts Außergewöhnliches zu bieten: Es handelt sich weder um einen Nationalpark noch um ein Weltnaturerbe der UNESCO. Er ist nicht einmal ein Schutzgebiet. Doch jedes Wochenende stürmen die Wiener ihren Wald. Das Tierleben ist überaus vielfältig, und auch die Flora hat einen bemerkenswerten Artenreichtum zu bieten. Zudem inspirierte der besondere Zauber des Wienerwalds zahlreiche Komponisten, Maler und Schriftsteller, darunter Ludwig van Beethoven, Egon Schiele und Nikolaus Lenau.
02:55
R: Gustav W. Trampitsch... Düfte sind mächtige Signal-, Lock – und Botenstoffe, die unseren Alltag entscheidend beeinflussen. Was wir riechen, bestimmt unser Leben, ob wir wollen oder nicht. Wie ferngesteuert reagieren wir darauf, richten unsere Meinungen, unsere Wünsche und – nicht selten beinahe wie unter Zwang – unser Handeln danach. So wurden Duftstoffe schon sehr früh eingesetzt, um bestimmte Wirkungen zu erzielen. Die Dokumentation zeigt, wie allgegenwärtig Düfte in unserem Alltag sind. Sie dokumentiert, welche Wirkung sie auf unser soziales Verhalten haben und welche Rolle sie bei Partnerwahl und Karriere spielen. Zu Wort kommen Kulturhistoriker, Psychologen, Biologen, Botaniker, Zoologen, Werbefachleute, Parfümeure, Händler und Konsumenten.
03:50
R: Barbara Fally-Puskás... Seit Jahrtausenden haben Rosen eine besondere Bedeutung für den Menschen. Sie sind Symbol für Unschuld, Schönheit, Lebenskraft – und für die Liebe. Mehr als 30 000 Sorten sind registriert. Eines ist allen Zuchtformen der Rosen gemeinsam: Ihre Vorfahren sind Wildrosen – stachelige Büsche, die einmal im Jahr mit einer üppigen Blüte bezaubern. Eine der beliebtesten Rosen ist die Gloria Dei. Die robuste Edelrose, mit zartgelb – bis dotterfarbenen und an den Blattspitzen rosa-violetten Blüten, wurde Anfang der 1930er-Jahre von Francis Meilland in Frankreich gezüchtet. Die Dokumentation verfolgt die Entwicklungsgeschichte der Rose, stellt ihre biologischen Besonderheiten vor und erklärt, warum gerade die Rose zu einer solchen Sortenvielfalt fähig ist.
04:30
Wachau, Burgenland, Weinviertel, Südsteiermark, Wien und die Thermenregion: Die großen Weinbaugebiete Österreichs pflegen ihre kulturelle Weintradition. Vom Wachsen der Rebstöcke und Trauben über die Arbeit der Winzer mit dem reifenden Wein bis zur vielfältigen Kleintier – und Pflanzenwelt in den Weingärten und – kellern: Der Film zeigt Österreichs Weinkultur im Lauf der Jahreszeiten.
05:10
R: Maria Magdalena Koller... Es ist eine Erfolgsstory, die vor rund 500 Jahren ihren Anfang nahm, als die Tomate von Südamerika nach Europa gelangte. Der Film dokumentiert die Reise dieser schmackhaften Kulturpflanze. Die Tomate weiß, wie man sich in Szene setzt: Sei es durch die Leuchtkraft der gelben Blüten, die die spanischen Eroberer vor rund 500 Jahren veranlasste, das exotische Gewächs aus Südamerika mit an Bord zu nehmen, oder durch die verlockend rote Farbe ihrer Frucht. Ein Signal mit unwiderstehlicher Wirkung, das der Frucht einen weltweiten Triumphzug bescherte – von der königlichen Sommerresidenz in Neapel über die Wüste von Katar bis ins ferne China. Dort sorgt die rote Frucht aus dem Westen für einträgliche Geschäfte. Mit rund 30 Millionen Tonnen pro Jahr ist China der größte Tomatenproduzent der Welt. Die begehrten Früchte gedeihen in der Provinz Xinjiang und finden als Tomatenpaste ihren Weg nach Europa. Der filmische Streifzug führt von ihren Ursprüngen in den Anden durch ganz Europa und halb Asien bis weit in den Osten Chinas und lässt Menschen zu Wort kommen, die sich den Paradeisern verschrieben haben.