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3 SAT
05:25
R: Wolfgang Würker... Kaum eine Erscheinung am Nachthimmel elektrisiert den Menschen so wie das Nordlicht. Wie aus dem Nichts taucht das Himmelsfeuer plötzlich auf und erstrahlt in leuchtenden Farben. Die naturwissenschaftliche Erklärung lieferte vor gut 100 Jahren der norwegische Forscher Kristian Birkeland. Abenteuerliche Expeditionen führten ihn an den Rand der Arktis, wo er das Phänomen in einem abgelegenen Observatorium studierte. Birkeland kam zu dem Schluss, dass ein Strom aus elektrisch geladenen Teilchen von der Sonne zur Erde kommt und in den Polarregionen den Himmel zum Leuchten bringt. Doch keiner wollte dem Gelehrten glauben. Birkelands Botschafter der Sonne widersprachen der damaligen Vorstellung, das Universum sei ein leerer Raum. Heute wollen internationale Forscherteams die letzten Geheimnisse des rätselhaften Schauspiels aufdecken: Zu diesem Zweck eröffneten Spezialisten ein Hightech-Observatorium auf dem norwegischen Archipel Svalbard.
06:10
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
NDR Talk Show
12:15
Wenn etwas besonders schön ist, können wir uns daran nicht sattsehen: Die Schaulust hat uns gepackt. Was aber, wenn die Neugierde uns zu rücksichtslosen Schaulustigen macht? Gaffer beherrschen neuerdings die Schlagzeilen. Personen, die bei Unfällen fotografieren statt zu helfen. sonntags trifft Menschen, die von schönen Bildern begeistert sind, aber auch solche, die mit den Schattenseiten unserer Sensationslust umgehen müssen.
12:45
R: Andreas Christoph Schmidt... Auf einer Landzunge, die tief in den Lusterfjord reicht, steht die älteste Holzkirche Norwegens: die Stabkirche von Urnes. Der Film zeigt die Schönheit dieser einzigartigen Kirche. Sie wurde vor über 850 Jahren auf einem besonderen Platz gebaut. Man nimmt an, dass dort bereits früher ein heidnisches Heiligtum gestanden hat. Die Kirche ist nicht unbedingt typisch – es gibt keine Drachenköpfe, keine rätselhaften vorchristlichen Masken. Ihre Bögen und Kapitelle erinnern eher an eine romanische Basilika. Die Vorbilder stehen in Rom, Ravenna und Avignon, nicht in Skandinavien. Was die kleine Kirche einzigartig macht, sind ein Portal und einige Wandplanken. Sie stammen von der Vorgängerkirche, die gerade 100 Jahre alt war, als man sie aus unbekanntem Grund abriss. Ihr Schnitzwerk ist einmalig. Der Name Urnes-Stil bezieht sich heute auf alle Arbeiten des Mittelalters, in der man diese Art von ineinander verschlungenem Getier und Gewächs wiederfindet. Das Holzrelief stellt den Kampf der Hirsche und Schlangen dar, die in der Weltenesche Yggdrasil wohnen: ein Bild, das den Untergang der germanisch-heidnischen Welt symbolisiert, so wie die alten Mythen ihn prophezeiten.
13:00
ZIB
13:15
Als Greenhorn aufs Pferd steigen, als Cowboy wieder runter – das ist der Traum von Marco, Besitzer eines Barbecue-Restaurants in einem Berliner Szeneviertel. Seine Küche und Einrichtung sind ganz klar von Amerika inspiriert – es fehlt nur noch die Saloon-Tür. Nun möchte Marco dem Mythos des amerikanischen Cowboys auf die Spur kommen. Ist dessen Alltag wirklich so romantisch, wie er ihn sich vorstellt? Deshalb macht er sich auf den Weg zu der abgelegenen Ellison Ranch in Montana, USA – eine ganz neue Welt, in der er von Ranch-Besitzer Kent Hanawalt lernen will, was es heißt, ein echter Cowboy zu sein. Statt Lagerfeuerromantik wartet ungewohnte Arbeit auf ihn – mit Pferden und Rindern. Er muss sich ständig auf neue Situationen einlassen, die für den Anfänger unberechenbar sind, bei seinen Helden aus Film und Fernsehen aber immer so einfach aussehen: das Pferd satteln und aufsitzen, Kühe einsammeln, Lasso werfen, Ohrmarken oder Brandzeichen setzen.
13:45
Das Deutsch-Schweizer Pärchen Anna und Thomas fliegt mit einem Motorgleitschirm vom Zürichsee 1000 Kilometer zum Standesamt in Annas Heimatort Gelting an der Ostsee. So ein Motorgleitschirm mit Zweisitzer ist ein empfindliches Ding. Es darf nicht regnen, nicht windig sein, und Thermik darf es auch nicht geben, damit man überhaupt fliegen kann. Ein sehr spezielles Hobby also, das Anna Löwenstrom und Thomas Huwiller ausüben. Aber vielleicht sind es gerade diese Unwägbarkeiten, die die Sache für die beiden Abenteurer so spannend machen, dass das Pärchen dieses Vehikel für seine Hochzeitsreise gewählt hat. Während sich andere nach der Hochzeit auf den Malediven oder am Mittelmeer an einen Strand legen, müssen Anna und Thomas jeden Tag um sechs Uhr aufstehen, um die Wetterlage zu prüfen. Lohnt es sich, oder legt man sich nochmal hin? Statt an der Strandbar verbringen sie die Zeit in kleinen Kantinen an den Flughäfen, und der mitreisende Wohnwagen steht nicht idyllisch unter Pinien, sondern auf der Wiese hinter den Hangars. Warum tut man das? Seitdem ich das erste Mal mit Thomas geflogen bin, bin ich infiziert, sagt Anna. Ich habe selten etwas erlebt, was so spannend war und gleichzeitig so ein Hochgefühl vermittelt. Für mich ist es die Begegnung mit der Natur, erklärt Thomas. Der Wind und das Wetter, nirgendwo ist man so nah dran und ist einerseits so ausgeliefert und andererseits aber auch so gefordert, sich den Bedingungen anzupassen. Das Ganze ist ja nicht ungefährlich. Man muss schon die richtigen Entscheidungen treffen, um die Naturgewalten für sich zu nutzen und sicher anzukommen. Kein Wunder also, dass bei all diesen Widrigkeiten so eine Tour noch niemand geschafft hat und entsprechend, so ganz nebenbei, auch noch ein Rekord abfallen würde. Bleibt also nur die Frage, ob beide rechtzeitig ankommen, um bei ihrer Hochzeit anwesend zu sein, denn die Nonkonformisten machen ihre Hochzeitsreise vor der Trauung.
14:15
Eine Frau, ein Rucksack, ein Traum – die 44-jährige Claudia aus Berlin macht sich auf den Weg fast ans Ende der Welt: zum Nationalpark Torres del Paine im chilenischen Patagonien. Ihr Ziel: die Umrundung des Bergmassivs Cordillera del Paine auf dem großen O, einem Trail von rund 130 Kilometern, der zu weiten Teilen schwer begehbar ist. Diesen Weg möchte die unerfahrene Claudia in acht bis zehn Tagen allein gehen. Einmal raus aus der Hektik der Großstadt und rein in die wilde und wenigstens streckenweise noch einsame Natur. Lediglich der vordere Teil des Rundwegs, der mit seinen zwei Einschnitten in Täler ein W bildet und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Nationalparks miteinander verbindet, ist stark bevölkert. Dort begegnet man Tagesausflüglern in Kolonnen – man muss sich in Acht nehmen, nicht von den zahlreichen Selfie-Sticks erschlagen zu werden. Vogelgezwitscher wird bisweilen übertönt vom Kameraklicken der an die 2000 Touristen, die in den Sommermonaten täglich in den Park strömen. Im Osten, Norden und Teilen des Westens jedoch muss sich Claudia die Natur nur mit einer Handvoll anderer Abenteuerlustiger teilen. Dort lockt das pure Abenteuer – Schlafen im Zelt, Kämpfen mit dem unberechenbaren und windreichen patagonischen Wetter, Waten durch tiefen Morast und das Überqueren eines Passes. Dafür lernt Claudia Südamerikas abwechslungsreichsten Nationalpark von allen Seiten kennen und ist mittendrin in der Vielfalt des Naturwunders Torres del Paine: bizarre Felsformationen, mächtige Berge, riesige Gletscher, Urwald und glasklare Seen in verschiedenen Blautönen. Claudia hat sich in den Kopf gesetzt, diese Tour allein zu machen – im Gepäck ein paar Brocken Spanisch und zwei Kameras. Als Kamerafrau kann sie diesen Weg und ihre Erfahrungen nicht undokumentiert lassen. Auf welches Abenteuer sie sich wirklich eingelassen hat, wird ihr bereits am ersten Tag klar – und der Traum vom großen O hängt schnell am seidenen Faden. Ob und unter welchen Anstrengungen sie es trotzdem schafft, lässt Claudia die Zuschauer hautnah miterleben und nimmt sie mit auf ihre ganz persönliche Traumreise.
14:45
R: Christian Stiefenhofer... In den abgelegenen Regionen Südamerikas ist ein Leben ohne Kräuter auch heute nicht denkbar. Sie sind oft die einzige Medizin. Der Film folgt der Spur der Kräuter quer durch den Kontinent. Die Kenntnisse über die Heilkräfte der Natur werden seit über 2000 Jahren von Generation zu Generation weitergegeben. In Bolivien begleitet der Film den Ethnobiologen Rainer Bussmann, der dokumentiert, welche Kräuter die Menschen gegen welche Krankheiten einsetzen. Der deutsche Forscher hat die letzten 15 Jahre in der Region verbracht und widmet seine ganze Arbeit dem Erhalt dieses unschätzbaren Wissens. Durch den globalen Trend zur Naturmedizin gibt es einen wachsenden Markt für Heilpflanzen. Mehr als 70 000 Pflanzenarten werden weltweit gehandelt. In Peru ist dadurch ein neuer Erwerbszweig entstanden. José Ingamani und seine Familie sammeln für eine Schweizer Kosmetikfirma die Wurzeln der hochempfindlichen Ratanhia und garantieren den Auftraggebern aus Europa ein nachhaltiges Ernteverfahren. Dafür campieren sie wochenlang in der Steppe. Aus ihrer Ernte wird später ein antibakterieller Wirkstoff gewonnen und zu Zahnpasta verarbeitet. In Patagonien entlockt die Pharmakologin Silvia Gonzalez einem winterharten Kraut betörende Düfte, während der Spitzenkoch Martín Molteni in Buenos Aires in alten botanischen Büchern Kräuter entdeckt, die seine preisgekrönten Menüs einzigartig machen. Die Argentinier scheinen süchtig zu sein nach dem Kräutertee Mate. In der Region Misiones haben Kleinbauern sich zusammengeschlossen, um ihn so herzustellen, wie die Guaraní-Indianer vor 2000 Jahren: geräuchert über offenem Feuer. Dank der Delikatesse haben die Mate-Farmer und ihre Familien wieder eine Zukunft. Hoch über dem Titicacasee halten die Kallawaya, legendäre Anden-Heiler, eine Zeremonie ab. Seit der Zeit der Inka-Hochkultur stimmen diese Medizinmänner die Götter mit Opfergaben milde und verschreiben ihren Patienten Kräuter wie Muna muna. Was Muna muna so wirksam macht, haben Forscher bis heute nicht genau entschlüsseln können. Das unscheinbare Kraut enthält mehr als 10 000 Inhaltsstoffe.
15:30
R: Bärbel Jacks... Regionale Naturschätze rücken derzeit wieder ins Bewusstsein. Auch die Kräuter der Alpen erleben eine Renaissance. Doch das Potenzial der Alpenkräuter ist noch lange nicht ausgeschöpft. Filmemacherin Bärbel Jacks besucht Menschen, die sich dafür einsetzen, dass das alte Kräuterwissen nicht verloren geht und eine moderne Anwendung in unserer heutigen Zeit findet. Gezeigt werden die Kräuter in eindrücklichen Makro-Aufnahmen. Für die älteste Enzianbrennerei Deutschlands gräbt Hubsi Ilsanker im Berchtesgadener Nationalpark nach den geschützten Enzianwurzeln – genehmigt durch ein historisches Sonderrecht. In Graubünden baut die Drogistin Astrid Thurner ein ganzes Edelweißfeld an. Sie möchte die antioxidativen Wirkstoffe dieser hochalpinen Pflanze für ihre eigene Kosmetiklinie nutzen. Im Innsbrucker Centrum für Biomedizin feiern die Forscher einen Sensationsfund. Sie haben eine neue Edelweiß-Substanz entdeckt: Leoligin, ein Stoff, der die Behandlung von Gefäßkrankheiten revolutionieren könnte. Die Naturheilpraktikerin Astrid Süßmuth weiht in die Geheimnisse ihrer Outdoor-Apotheke der Ötztaler Alpen ein. Dabei erfährt der Zuschauer auch etwas über das giftigste Kraut Europas, den Blauen Eisenhut – auch das Arsen des Mittelalters genannt. Im Benediktinerstift Admont taucht der Film in die größte Klosterbibliothek der Welt ein, und in Heiligenblut am Großglockner zeigt er, wie die Trachtenfrauen die Kräuterweihe feiern, einen lange Zeit vergessenen Brauch aus vorchristlichen Zeiten. In den Dolomiten in Südtirol bringt Gourmet-Koch Franz Mulser den Geschmack der Alm auf die Teller. Im Tauferer Ahrntal sammelt Anneres Ebenkofler Kräuter für die geheimen Rezepte und Heilmethoden der Einheimischen. Ihr Hotel führt sie nach dem Prinzip der alpenländischen Lehre, ihr Lieblingskraut spielt dabei eine wichtige Rolle: das Johanniskraut. Aufnahmen aus der Luft führen in vier Länder der Alpenregion: nach Deutschland, Österreich, Italien und in die Schweiz.
16:15
R: Ilka Franzmann... Heimische Duftblüten und Würzkräuter machen die Provence weltweit zur Marke. Der opulente Pflanzenreichtum dort stellt alle anderen französischen Regionen in den Schatten. Der Film setzt die provenzalischen Kräuter mit Super-Slow-Motion-Technik majestätisch in Szene. Brillante Luftaufnahmen erkunden die abwechslungsreiche Landschaft mit ihren sanften Hügeln und weiten Ebenen, schroffen Gebirgszügen und dichten Wäldern. Bei Sault nahe dem Mont Ventoux leuchten die Täler und Hochebenen violett: In der Hitze Südfrankreichs blüht und duftet der Lavendel. Sein heilsames Duftöl nutzte die Klostermedizin bereits im Mittelalter. Heute gründet sich eine ganze Industrie auf dem Geschäft mit der aromatischen Blüte. Doch die Existenz der provenzalischen Lavendelbauern ist bedroht. Im größten Lavendelanbaugebiet Frankreichs, dem Plateau de Valensole, lebt Gérard Blanc, den es besonders hart getroffen hat. Der Lavendelbauer verlor 60 Prozent seiner Ernte an ein winziges Insekt: die Glasflügelzikade. Bereits die Hälfte der Anbaufläche hat die Zikade zerstört und Frankreich von Platz 1 der Weltmarktproduktion für Lavendelöl gefegt. Der Film besucht einen kämpferischen Bauern, der nicht ans Aufgeben denkt und Mittel gegen das gefräßige Insekt erprobt. Auch die milliardenschwere Parfumindustrie verdankt ihren Erfolg dem Klima, die duftenden Rohstoffe wachsen direkt vor der Haustür. Parfumeurin Delphine Thierry entführt in die würzig riechenden Hügel um Nizza. Der Film zeigt sie bei der Kreation eines exquisiten Parfums, das das Aroma der Côte d'Azur in sich trägt. In einem Garten im Luberon hat die erfinderische Provenzalin Catherine Pisani ihre Sammelleidenschaft zum Geschäftsmodell gemacht: Sie züchtet ganze 60 Sorten Basilikum. Exotisch wird es in einer Restaurantküche in Aix-en-Provence: Dort transformiert Molekularkoch Pierre Reboul erdige Küchenkräuter in ein knallbuntes Produkt der Haute Cuisine und würzt zum Beispiel seine Aniskreation mit Oregano. Würzige Almkräuter locken im Sommer Tausende Schafe in die Alpen. In atemberaubenden Luftbildern begleitet der Film die Transhumanz, den Almauftrieb, eine jahrhundertealte Tradition. Die Schafe wandern dem Pflanzenwachstum hinterher. Auf den Almwiesen bei Sisteron wachsen protein- und mineralstoffreiche Kräuter, die das Fleisch der Schafe besonders köstlich würzen. Aus den Alpen kommt auch ein Hoffnungsträger der Provence. In 1000 Meter Höhe beginnt das Reich des Wilden Lavendels, auch der wahre Lavendel genannt. an steilen Berghängen erntet die Bäuerin Claire Chastan die duftenden Kräuterbüschel mühsam von Hand. Die junge Bäuerin weiß, was ihre Kunden mit der wild wachsenden Pflanze verbinden: Es ist ein Weg zurück zur Natur. Man kauft einen kleinen Traum..
17:00
R: Rolf Lambert... In kaum einem anderen Land der Welt bestimmen Kräuter den Alltag so wie in Indien. Sie lassen Räucherstäbchen duften, aromatisieren Seifen, würzen die Küche. Vor allem aber heilen sie. 6000 Pflanzenarten werden in Indien genutzt. Die meisten wachsen wild – und werden knapp. Der Film zeigt eine Welt der Kräuter im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne und porträtiert Heiler, Händler, Patienten und Ärzte, die mit und von Wildkräutern leben. Brahmi, der indische Wassernabel, regt den Geist an und beugt Depressionen vor. Tulsi, Heiliges Basilikum, hilft bei so vielen Krankheiten, dass es das Unvergleichliche genannt wird. Und der indische Baldrian, der nur im Hochgebirge wächst, bringt innere Ruhe. Auf dem Subkontinent mit seinen 1,3 Milliarden Bewohnern steigt der Bedarf an Pflanzenmedizin stetig an, und die wachsende Mittelschicht verlangt zudem nach Kosmetika auf Kräuterbasis. Als Folge sind manche Kräuter schon selten, einige bereits ganz verschwunden. Die meisten der Kräuter Indiens werden wild gesammelt. Erst langsam beginnt man mit dem Anbau. Hoch oben im Himalaja zeigt der Film einen Dorfheiler bei der Arbeit. 5000 Jahre alt ist die Wissenschaft der ayurvedischen Medizin. Heute erfährt die alte Heilkunst einen Boom. In der Altstadt Delhis lebt ein Großhändler, der den weltweit rasant wachsenden Kräutermarkt bedient. Der Film gibt Einblicke in die Labore des weltweit größten Herstellers ayurvedischer Medikamente, stellt die Ärztin einer kleinen Ayurvedaklinik in Kerala vor und begleitet eine Studentin der tibetischen Medizin in die nordindischen Berge, wo sie sich auf einen Test in Kräuterkunde vorbereitet.
17:45
R: Susanne Mayer-Hagmann
18:30
nano
19:00
anschließend: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
Die 4-tlg. Reihe zeigt verblüffende Überlebensstrategien tierischer Bewohner des größten und tiefsten Ozeans der Welt., Entdecker Magellan nannte ihn den Stillen Ozean. Er irrte. Im Pazifik können Tsunamis, Vulkanausbrüche und Zyklone für mächtig Wirbel sorgen. Und während der Mensch sogar schon auf dem Mond war, hat er längst nicht alle Geheimnisse des Gewässers gelüftet, das mit 166 Mio. km2 größer ist als alle Landflächen unseres Planeten zusammen. Von tropischen Korallenriffen über die Wasserwüsten des offenen Meeres bis hin zu dichten Tangwäldern haben tierische Bewohner unterschiedlichste Lebensräume erobert. Kamerateams filmten Spektakel wie das Treffen der Haie vor der kolumbianischen Küste, den Aufstieg zahlloser Leuchtkalmare in Japan, das große Rennen der Schildkröten zur Eiablage an Costa Ricas Stränden. Aber auch beeindruckende Winzlinge wie den Einsiedlerkrebs, der sich in Zivilisationsmüll wohnlich eingerichtet hat. Fortsetzung am 27.8.
20:55
Der Mensch hat alle Landregionen der Erde, die Meeresoberfläche und einen guten Teil des Sonnensystems erforscht. Aber über die Tiefen des Pazifischen Ozeans weiß er sehr wenig. Trotz aller Bemühungen gibt dieses Meer seine Geheimnisse nur widerwillig preis. Zu ihnen zählt die alljährliche Arribada, die jeden September in Costa Rica stattfindet: Hunderttausende Schildkröten kehren zu ihrem Geburtsstrand zurück, um ihre Eier abzulegen. Dass sie es dabei schaffen, aus teils mehreren Tausend Kilometern Entfernung jedes Jahr den gleichen Küstenstreifen wiederzufinden, scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Für die Reptilien bietet das Meer jedoch zahlreiche Anhaltspunkte, deren Bedeutung der Mensch erst langsam begreift. Einer dieser Wegweiser ist möglicherweise die vor der kolumbianischen Küste gelegene Insel Malpelo, die Spitze eines über 3000 Meter in die Tiefe reichenden vulkanischen Meeresrückens. Obwohl die Insel nur ein kleiner Punkt in den Weiten des Ozeans ist, kommen dort immer wieder Hunderte Haie aus dem gesamten Pazifik zusammen.
21:40
R: Susanne Becker
22:00
ZIB 2
22:25
S: Carsten Rau, Hauke Wendler; R: Carsten Rau, Hauke Wendler... Doku über Deutschlands Abschiebepraxis., „Wir dürfen, können und werden keine Emotionen zeigen“, sagt ein Beamter den Filmemachern Rau und Wendler („Willkommen auf Deutsch“), die hier gnadenlos nüchtern und erstmals überhaupt den Vorgang einer Sammelabschiebung zeigen. Die eindrückliche Chronik begleitet nicht nur kalte Technokraten bei der Arbeit, sie gibt Betroffenen auch ein Gesicht – und ihre Würde zurück. Stark.
23:50
R: Sibylle Smolka... „Das Leben ohne Frau ist sinnlos“, sagt Uwe aus Leuna. Doch eine Partnerin zu finden ist schwierig – für ihn und viele andere ostdeutsche Männer. In manchen ländlichen Regionen der Ex-DDR liegt der Männerüberschuss bei zwanzig Prozent… Eine Reportage über die Liebeskrise der Ost-Singles.
00:20
10 vor 10
00:45
Das Liedermacher-Festival Songs an einem Sommerabend vor dem Kloster Banz ist eine der wenigen Veranstaltungen dieser Art im deutschsprachigen Raum. Auch 2015 waren bekannte Namen dabei. Liedermacher wie Konstantin Wecker, Hannes Wader und Reinhard Mey haben das Festival mit geprägt und es zu einem festen Bestandteil der Kulturszene in Franken gemacht. 2015 trat Konstantin Wecker sogar mit einem kompletten Kammerorchester auf – eine Neuheit.
02:45
Beim Liedermacher-Festival Songs an einem Sommerabend 2014 waren unter anderen Konstantin Wecker, Hannes Wader, Reinhard Mey, Klaus Hoffmann, Bodo Wartke und Anna Depenbusch dabei. Das Festival vor dem Kloster Banz ist eine der wenigen Veranstaltungen dieser Art im deutschsprachigen Raum. Alle Großen der europäischen Liedermacherszene sind dort auf der Bühne vertreten.
04:45
Mathias Kellner berührt seine Fans immer mit seiner Bühnenpräsenz und einer großartigen Stimme. Im Oktober 2015 gab er ein Konzert mit den Songs seines Albums Zeitmaschin'. Einige seiner musikalischen Weggefährten hat er für diesen besonderen Abend eingeladen: Martina Schwarzmann, künstlerischer Buddy der ersten Stunde, hat nicht nur den Text, sondern auch den Impuls zum Song Da seidne Faden geliefert. Bananafishbones-Sänger und Heimatsound-Moderator Sebastian Horn begleitet Mathias Kellner musikalisch und als Freund ebenfalls schon seit vielen Jahren. Er teilt immer wieder die Bühne mit ihm und singt auf seiner ersten Solo-CD Häddidadiwari in Du drahst di mit. Und dann wäre da noch San2, der neue Stern am Münchner Blues-Himmel, den Matthias Kellner – einmal gehört – unbedingt mit auf seiner Bühne haben wollte. Allein mit seinen Gitarren, seinen Liedern und seiner sprudelnden Fantasie sorgt Mathias Kellner für eine super Stimmung. Er singt und erzählt abwechselnd aus seiner Jugend auf dem Land oder von den ersten Erfahrungen in Sachen Liebe und Freundschaft.
05:45
Das Deutsch-Schweizer Pärchen Anna und Thomas fliegt mit einem Motorgleitschirm vom Zürichsee 1000 Kilometer zum Standesamt in Annas Heimatort Gelting an der Ostsee. So ein Motorgleitschirm mit Zweisitzer ist ein empfindliches Ding. Es darf nicht regnen, nicht windig sein, und Thermik darf es auch nicht geben, damit man überhaupt fliegen kann. Ein sehr spezielles Hobby also, das Anna Löwenstrom und Thomas Huwiller ausüben. Aber vielleicht sind es gerade diese Unwägbarkeiten, die die Sache für die beiden Abenteurer so spannend machen, dass das Pärchen dieses Vehikel für seine Hochzeitsreise gewählt hat. Während sich andere nach der Hochzeit auf den Malediven oder am Mittelmeer an einen Strand legen, müssen Anna und Thomas jeden Tag um sechs Uhr aufstehen, um die Wetterlage zu prüfen. Lohnt es sich, oder legt man sich nochmal hin? Statt an der Strandbar verbringen sie die Zeit in kleinen Kantinen an den Flughäfen, und der mitreisende Wohnwagen steht nicht idyllisch unter Pinien, sondern auf der Wiese hinter den Hangars. Warum tut man das? Seitdem ich das erste Mal mit Thomas geflogen bin, bin ich infiziert, sagt Anna. Ich habe selten etwas erlebt, was so spannend war und gleichzeitig so ein Hochgefühl vermittelt. Für mich ist es die Begegnung mit der Natur, erklärt Thomas. Der Wind und das Wetter, nirgendwo ist man so nah dran und ist einerseits so ausgeliefert und andererseits aber auch so gefordert, sich den Bedingungen anzupassen. Das Ganze ist ja nicht ungefährlich. Man muss schon die richtigen Entscheidungen treffen, um die Naturgewalten für sich zu nutzen und sicher anzukommen. Kein Wunder also, dass bei all diesen Widrigkeiten so eine Tour noch niemand geschafft hat und entsprechend, so ganz nebenbei, auch noch ein Rekord abfallen würde. Bleibt also nur die Frage, ob beide rechtzeitig ankommen, um bei ihrer Hochzeit anwesend zu sein, denn die Nonkonformisten machen ihre Hochzeitsreise vor der Trauung.
06:15
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
R: Fabian Sabo, Sven Iden... Lange war die Welt in Ordnung auf dem Hof von Rainer und Gaby P. in der Eifel. Ihre Lebensgrundlage: 65 Milchkühe. Bis zum Fall der Milchquote 2015 kamen sie damit gut über die Runden. Dann kam die große Krise. Bei Preisen von teils 19 Cent pro Liter Milch fiel es ihnen schwer, noch zum Arbeiten aufzustehen. Der Film erzählt drei Geschichten von Bauern am Rande des Burn-outs. Wir arbeiten bis an den Rand der Erschöpfung, und dabei kommt kein Geld raus, nur Schulden, sagt Bauer Rainer P. Seine Frau Gaby denkt mit Schrecken an die vielen zu bezahlenden Rechnungen. Da Rainer und Gabis Sohn den Hof übernehmen will, muss etwas passieren. Aufgeben oder umstellen? Sie wollen es nun mit Bio-Milch und Bio-Hühnern versuchen. Es ist ihre letzte Chance, den Hof zu retten, denn die nächste Milchkrise steht schon vor der Tür. Der Milchpreis liegt derzeit bei 23 Cent pro Liter. Sein Freund Kurt K. hat vor vier Jahren eine halbe Million Euro in zwei neue Ställe und eine Melkanlage investiert. Der erste Stall ist gerade fertig, da beginnt die Milchpreiskrise. Die Familie kann die Raten nicht bedienen, die Schulden erdrücken sie. Handwerker für den zweiten Stall können nicht bezahlt werden. Deswegen baut er – neben der Arbeit mit dem Milchvieh – selbst weiter. Teilweise habe er 9000 Euro minus im Monat gemacht, sagt Bauer Kurt K. verzweifelt. Einen Plan B hat er nicht. Seine gesamte Existenz droht zu scheitern. Die Kühe sind eigentlich genau mein Ding, aber wenn es sein muss, müssen sie halt gehen, sagt Lambert S. aus dem Bergischen Land. Bisher haben er und sein Sohn die Milchkrise nur überstanden, weil sie selbst noch Kälber aufziehen und schlachten. Auf Dauer reicht das aber nicht. Gemeinsam mit seinem Sohn Matthias macht er sich auf die Suche nach Alternativen. Die Kraft dazu hat er eigentlich gar nicht, seit Jahren hatten er und sein Sohn schon keinen Urlaub mehr, und die eigene Erschöpfung wird immer größer. Mich macht das so kaputt. Wie viele Kumpels haben die Tore schon zugemacht. Wie viele habe ich weinend schon gesehen. Männer, die weinen. Sohn, Haus und Hof verloren. Grausam ist das, sagt Bauer Lambert S. 2016 haben rund 650 Milchbauernhöfe in Nordrhein-Westfalen zugemacht, das sind etwa zehn Prozent. Vater und Sohn fragen sich, wie sie noch motiviert sein sollen für die Zukunft, wenn 2018 bereits die nächste Milchkrise droht?
11:00
„Ich möchte nicht nur dabei sein, sondern mitmachen“, lautet das Motto von Donya Farahani. In dieser Reportage wühlt die Journalistin mit Entrümplern in den Schränken von Menschen, die ins Altersheim umziehen, räumt stillgelegte Büros leer und sortiert den Nachlass Verstorbener.
11:30
R: Michael Gregor... Die nordamerikanische Halbinsel Yucatán ist durchzogen von einem unterirdischen Wasser- und Karsthöhlensystem, das einst eng mit den Götter- und Opferkulten der Maya verbunden war. Mexikanische Archäologen erforschen mithilfe des österreichischen Piloten und Höhlentauchers Herbert Nitsch die versunkenen Zeremonienstätten der einst heiligen Unterwelt der Karst- und Tropfsteinhöhlen. Der Film begleitet sie bei ihrer Arbeit. Nur wenige andere antike Völker Südamerikas bewegen die Forscher so wie die Maya. Ihr gewaltiges Reich erstreckte sich von der mexikanischen Halbinsel Yucatán über Belize, Guatemala, Honduras bis nach El Salvador. Etwa fünf Millionen Nachfahren der Maya leben heute noch in diesem Gebiet. Monumentale Tempelpaläste wie Chichén Itzá und Uxmal sind die archäologischen Kleinode Yucatáns. Doch der Dschungel behütet noch viele unentdeckte Relikte dieser einstigen Hochkultur.
12:10
Familie Arbeitslos – Wenn Kinder nur die Armut erben
13:00
ZIB
13:20
R: Ralf Dilger... Die vierteilige Dokumentationsreihe lädt zu einer Entdeckungsreise auf dem Rhein ein. Teil eins beginnt an der Rheinquelle im Gotthard-Massiv. Hier ist die Wasserscheide Europas. Hier entspringen Vorder- und Hinterrhein. Offiziell gilt der Toma-See auf rund 2500 Höhenmetern als Rheinquelle. Der Fluss wird in einer Mischung aus Luftaufnahmen und Landschaftsaufnahmen sowie Geschichten von Menschen am Rhein porträtiert. Als Bergbach, Bergfluss und Alpenstrom hat der Rhein in der Schweiz viel Unerwartetes zu bieten, das nicht unbedingt in das Bild passt, das die meisten Menschen von dem europäischen Strom haben. Weiter flussabwärts stoßen die Filmemacher zwischen dem Flussgeröll bei Disentis auf Goldsucher: Das legendäre Rheingold zieht die Goldwäscher hierher. Und tatsächlich: Es gibt, wenn auch selten, ausgewachsene Nuggets zu finden. Eine abenteuerliche Rafting-Tour führt durch das beeindruckende Ruinaulta, einem canyonartigen Talabschnitt mit imposanten Felsformationen. Am Hinterrhein bestaunen viele Besucher die spektakuläre Via-Mala-Schlucht und die ebenso eindrucksvolle Rofflaschlucht mit dem ersten großen Rhein-Wasserfall.
14:05
R: Ralf Dilger... Der zweite Teil der Dokumentationsreihe führt von Stein am Rhein bis nach Basel. Ab hier bildet der Fluss als Oberrhein die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Die Menschen dort leben nicht nur am, sondern auch vom Fluss. Einer von ihnen ist Thomas Mändli. Er ist am Rheinfall aufgewachsen und fährt seit 20 Jahren Touristen an den größten Wasserfall Europas. Währenddessen stürzen sich tollkühne Kajaker die Fluten hinunter. Ein weiterer Anrainer ist der Kraftwerksbauer Helmut Reif, der in seiner beruflichen Laufbahn zwei Kraftwerke errichtet hat. Das erste war ein Atomkraftwerk. Seit über 20 Jahren arbeitet Reif nun am Bau des modernsten Wasserkraftwerks Europas. Es versorgt seit 2010 rund 160 000 Haushalte mit sauberem Strom. Die Filmemacher treffen außerdem auf Bettina Sättele, die sich um die am Rhein siedelnden Biber kümmert, und auf den Studenten Pan Furneysen, der als Nebenjob die traditionelle Rhy-Fähri in Basel steuert und sich auf Geschichten seiner Fährgäste freut. Ab Basel beginnt die Rheinschifffahrt, und die Frachter biegen in den künstlichen Seitenkanal, den Grand Canal d'Alsace ein, während rechts der Altrhein mal mehr oder weniger imposant erahnen lässt, wie der Fluss früher einmal aussah.
14:50
R: Ralf Dilger... Der Rhein – mit Industrielandschaften und dem Mannheimer Hafen meist ein gezähmter Fluss – öffnet sich hinter Worms zur beeindruckenden Naturlandschaft, dem Naturreservat Kühkopf. Schließlich wird der Strom fast einen Kilometer breit, mit zahlreichen Inseln und Auen. Danach schlängelt sich der Fluss schmal und kurvenreich zwischen den Mittelgebirgen Hunsrück, Taunus, Eifel und Westerwald durch das gebirgige Mittelrheintal. Der dritte Teil der Reise entlang des Rheins führt von Ludwigshafen und Mannheim bis zum Beginn des Niederrheins. Es ist insgesamt die landschaftlich abwechslungsreichste Strecke, die der Rhein auf seinem Weg von der Quelle bis zur Mündung durchfließt. Ebenso abwechslungsreich sind auch die Geschichten und die Menschen, von denen diese Folge der Dokumentationsreihe erzählt: Da sind ein Fotograf mit einem ungewöhnlichen Blick auf den Mannheimer Hafen, ein Fischdoktor auf dem Altrhein und ein Landschaftsarchitekt, der dem Fluss neue Ufer verpasst. Auf Burg Rheinstein geht es nicht nur rheinromantisch zu, dort ist auch viel über die Tätigkeiten eines modernen Burgherren zu erfahren.
15:35
R: Ralf Dilger... Aus der Vogelperspektive gibt es ungewöhnliche Blicke auf die Ballungsräume am Niederrhein um Köln, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet mit dem größten Binnenhafen der Welt, dem Duisburger Hafen. Flussabwärts wechselt dann die Uferlandschaft, und am Niederrhein wird es ländlich. Von oben blickt die Hubschrauberkamera auf die Stelle, an der sich der Rhein in seine Mündungsflüsse teilt: In den Niederlanden trägt der Fluss unterschiedliche Namen. Die vierteilige Reihe lädt zu einer Entdeckungsreise auf dem Rhein ein. Der letzte Teil führt von Bonn bis zur Rheinmündung in die Nordsee. Verschieden sind auch hier die Geschichten der Menschen, die entlang des Flusses leben: der letzte Aalfischer am Niederrhein, ein niederländischer Boot-Designer, der eine Fähre vor der eigenen Haustür verschönert, ein Lotse, der Ozeanriesen in den Rhein steuert. Hinter typisch Holländischem wie einer Windmühle und einer Klappbrücke gibt es auch allerhand Kurioses zu entdecken. Wie kontrastreich das Gesicht des Rheins in den Niederlanden ist, wird deutlich, wenn sich die beschauliche Rheinlandschaft in Rotterdam zu einem gigantischen Hafengebiet verwandelt: 40 Kilometer Kaimauern und Containerterminals prägen das Bild, dann schließlich mündet der Rhein in die Nordsee.
16:20
R: Michael Gregor... Im Ballon über dem Tal der Könige, bei Archäologen auf der Insel Elephantine, auf dem Kamelmarkt von Daraw: schauwertige Dokureihe entlang des längsten Flusses der Erde. Zwei weitere Folgen tägl.
17:00
R: Michael Gregor... Über Jahrtausende hinweg hat der Nil das Schicksal Ägyptens geprägt. Sein alljährlich wiederkehrendes Hochwasser überflutete das Land und machte es mit seinem Schlamm fruchtbar. Erst der Bau des Assuan-Staudamms machte den Fluss berechenbar. Der Staudamm hält aber auch den natürlichen Dünger Flussschlamm von den Feldern fern. Damit sind neue Abhängigkeiten entstanden. Die Näherin Senab wehrt sich mit Fantasie und Kreativität gegen die Diskriminierung als alleinerziehende Mutter. Sie wurde zum Vorbild für notleidende Frauen, die sonst keine Chance zum Überleben hätten. Als Kunstmaler bewahrt Gamal in seinen naiven Gemälden die Kultur der Nubier, die einst wegen des Staudammbaus umgesiedelt wurden. In Nakada stellen Töpfereien seit 5000 Jahren das gleiche Produkt aus Nilschlamm her: spezielle Wasserkrüge aus Ton. Die Nachfrage ist groß, denn die Tonkrüge sind durch Plastik nicht zu ersetzen. Die koptischen Weber hingegen finden kaum noch Käufer für ihre handgefertigten Textilien, weil die maschinelle Billigkonkurrenz erdrückend ist. Der Besitzer einer Zuckerrohrpresse hat eine Vermarktungsnische für sein traditionelles Produkt gefunden: Er bietet es als naturbelassenes Heilmittel unter einem Öko-Siegel an. Doch überall am großen Strom sind die Lebensgrundlagen durch das Ausbleiben zahlungskräftiger Touristen und den rücksichtslosen Umgang mit der Natur bedroht.
17:45
R: Michael Gregor... In den letzten Jahren hat sich vieles am Nil verändert, gesellschaftlicher Aufbruch und religiöse Konflikte sind nicht spurlos an den Menschen vorübergegangen. Und die einzigartige Nillandschaft verwandelt sich durch die vorrückende Wüste und diverse Umweltsünden in ein bedrohtes Paradies. Seine Bewohner beeindrucken durch ihren Optimismus, der sie jede Chance auf eine Verbesserung ihrer Lebensumstände ergreifen lässt. Besonders für Frauen waren die letzten Jahre zwischen den Verheißungen des Arabischen Frühlings und der neuen Repression durch religiöse Eiferer und autoritäre Militärs ein Wechselbad der Gefühle. Die jungen Töpferinnen in der Oase Al-Fajum können sich durch ihre Kreativität erstmals finanziell unabhängig machen. Ein eigenes Geschäft zu eröffnen, das war für Frauen auf dem Land vor einigen Jahren noch undenkbar. Besonders Mutige wie die Bikerin Basma nutzen in der Hauptstadt Kairo das Internet, um nicht allein gegen Vorurteile und alltägliche Gewalt angehen zu müssen. Für die Flussfischerin Wagiha dagegen bleibt der Fortschritt unerreichbar, sie kann ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Aber auch ihrer Familie ermöglicht der Nil das Überleben. Ohne sein Wasser könnten die Uferbewohner weder Felder noch Dattelpalmen bewässern. Auch die beste Baumwolle der Welt, wie Handwerker Emad stolz behauptet, würde nicht gedeihen, und Möbelmacher Mansur könnte nicht die bequemsten Sofas überhaupt anfertigen. Der längste Fluss der Erde bleibt der Garant ihrer Zukunft.
18:30
nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
I: Fritz Karl, Götz Schubert, Arndt Schwering-Sohnrey, Katharina Thalbach, Cornelia Ivancan, Marc Ben Puch, Aaron Monaghan, Summer Lea, Elisha Stanley, Ayana Ledl, Olga von Luckwald, Lee O'Donoghue; S: Günter Knarr; R: Florian Kern... TV-Krimi im englischen Dorset – made in good old Germany für Freunde schönster „Pilcherei“., Metzgerstochter Angela fand den Tod durch einen präzisen Stich, der von hinten ihr Herz traf. Die grausige Tat erinnert Scotland-Yard-Inspektor Jury (Fritz Karl) an einen Mord vor zwanzig Jahren… Wer-wars-Krimi, der so tut, als wäre in England die Zeit stehen geblieben.
21:45
R: Willy Meyer... Auf den Höhenzügen des Schweizer Juras, 1000 Meter über dem Meer, liegen die beiden Uhrenstädte La Chaux-de-Fonds und Le Locle – die Wiege der Schweizer Uhrenindustrie. Über Jahrhunderte wurde ihre Entwicklung bestimmt durch die Bedürfnisse des Uhrmacherhandwerks und der industriellen Produktion von Uhren. Dies zeigt sich bis heute in ihrer urbanen Gestalt. So reihen sich in La Chaux-de-Fonds, der größeren der beiden Städte, in langen Straßen Gebäudeeinheiten an den Flanken des Tals. Immer nach dem gleichen Prinzip strukturiert: Straße, Gebäude, Garten, alles konsequent nach dem Licht ausgerichtet. Denn Tageslicht war unverzichtbar für das Uhrmacher-Metier. Um am Reichtum des Handwerks teilzuhaben, suchte ein Strom von Zuwanderern im Jura sein Glück. Bis 1900 hatte sich das Dorf La Chaux-de-Fonds zu einer Stadt mit 40 000 Einwohnern entwickelt – ein Ort mit moderner Infrastruktur und ungeheurer Produktivität. Mehr als die Hälfte der weltweiten Uhrenproduktion kam damals allein aus La Chaux-de-Fonds.
22:00
ZIB 2
22:25
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki, Dejan Cukic, Victor Schefé, Art Malik, Miroslav Taborsky, John Bradley, Matej Stopnicky, Assumpta Serna; S: Tom Fontana; R: Oliver Hirschbiegel, Tom Fontana... Wieder da. Rom, 1492: Kardinal Rodrigo Borgia (John Doman), skrupelloser Strippenzieher mit dem Habitus eines Mafiapaten, geht über Leichen, um Papst zu werden… Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“) inszenierte opulent mit Sex- und Gewaltszenen (hier jetzt ungeschnitten zu sehen), aber auch einigen Längen.
23:15
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Oliver Hirschbiegel... Rodrigo gewährt dem osmanischen Prinzen Cem Aufnahme in seinem Palast, um ihn gegebenenfalls als strategisches Faustpfand einzusetzen. Juan und Cesare freunden sich mit dem jungen Mann an. Bei der Verlobungsfeier zwischen Lucrezia und Graf Don Gaspar decken Juan und Cesare eine Verschwörung auf: Der verarmte Graf Castanea soll den Brunnen des Apostolischen Palastes vergiften und damit all seine Bewohner einschließlich Papst Innozenz töten. Eine Fieberepidemie fordert zahlreiche Opfer. Auch Cesares Mutter Vannozza und deren Familie sind erkrankt. Cesare lässt eine Hexe holen, die Vannozza und ihren Ehemann heilt. Vannozzas jüngster Sohn stirbt jedoch. Aus Zorn tötet Cesare die Hexe. Rodrigo erhält die Nachricht vom bevorstehenden Tod des Papstes. Während bizarre Mittel Anwendung finden, um den Pontifex doch noch zu retten, bricht unter den Kardinälen der Streit um eine mögliche Nachfolge aus. Um seine Machtposition zu sichern, lässt Rodrigo den päpstlichen Schatz in Gewahrsam nehmen. Juan überführt Franceschetto Cibo, den leiblichen Sohn von Innozenz VIII., als Drahtzieher hinter dem Anschlagsversuch auf den Papst. Castanea wird hingerichtet. Um sein Leben zu retten, setzt Franceschetto ein älteres Testament des Papstes wieder ein, das Rodrigo Borgia begünstigt – gerade noch rechtzeitig, bevor Innozenz VIII. stirbt.
00:10
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Oliver Hirschbiegel... Nach dem Tod von Papst Innozenz ordnet Rodrigo sein Privatleben, um seine Aussichten beim bevorstehenden Konklave zu erhöhen: Seine Geliebte Giulia muss zu ihrem Mann aufs Land reisen. Juan kehrt nach Spanien zurück, um dort die Prinzessin Maria Enriques de Luna, die Nichte von Königin Isabella, für sich zu gewinnen. Cesare soll seine theologischen Studien in Pisa fortsetzen. Lucrezia wird in ein Kloster gebracht, wo sie schwer am Fieber erkrankt. Sehr zum Missfallen von Rodrigos Haushälterin Adriana harrt Vannozza am Bett ihrer Tochter aus. Intrigen und Bestechung bestimmen die Papstwahl. Das Konklave ist uneins. Es werden alte Anschuldigungen erneuert, um einzelne Kandidaten zu diskreditieren. In Pisa gibt es ein Wiedersehen von Cesare und seiner Geliebten Fiametta, die ein Kind von ihm erwartet. So sehr Cesare Fiametta auch liebt, macht er sich große Vorwürfe: Rodrigo hatte seinerzeit Gott geschworen, dass Cesare sein Leben der Kirche weihen würde. Wenn Cesare nun diesen Schwur durch seine Liebe zu Fiametta und ihr gemeinsames Kind bricht, wird Rodrigo bei der Papstwahl nicht Gottes Segen haben. Am Tag nach der Geburt seines Sohnes bricht Cesare daher auf, um seinen Sohn auf einem einsamen Berggipfel auszusetzen.
01:00
R: Kathrin Winzenried... Ganz unten hat der Tamile Kumar Satkunam einst als Flüchtling im Gastgewerbe angefangen. Heute ist er sein eigener Chef und zeigt lernhungrigen Schweizern, wie man gesundes Essen kocht. Was viele Tamilen der ersten Generation in der Schweiz nicht geschafft haben, ist ihm gelungen: der Aufstieg in der Gesellschaft. Kathrin Winzenried hat dem umtriebigen Unternehmer in den Kochtopf geschaut, um das Geheimnis seines Erfolgs zu ergründen. Anfang der 1980er-Jahre kam Kumar Satkunam als einer der ersten tamilischen Flüchtlinge in die Schweiz. Mit nichts mehr als ein bisschen Bargeld in der Tasche landete er als knapp 20-Jähriger via Deutschland in der Schweiz. Es war ein Schock, ich hatte keinen Plan, was ich hier soll, erinnert er sich. Als Blechputzer in einer Bäckerei fand er seinen ersten Job in Bern. Dann folgten Jahre des Geldverdienens im Gastgewerbe. Er heiratete Hema, die ebenfalls aus der Heimat geflüchtet war vor dem Krieg, und gründete eine Familie mit ihr. Beinahe verloren habe er sich in dieser Zeit. Doch dann kam der Wendepunkt. Er besann sich zurück auf seine Wurzeln und begann wieder zu essen und zu kochen wie einst in Sri Lanka: ayurvedisch. Kumar Satkunam bildete sich zum Therapeuten aus, gründete in Bern ein Geschäft mit Massagepraxis und ayurvedisch-vegetarischem Restaurant und traf damit den Nerv der Zeit. Hört auf, ständig zum Arzt zu rennen, so eine seiner simplen Botschaften, die Nahrung ist unser Medikament!.
01:25
10 vor 10
01:55
R: Michael Gregor... Im Ballon über dem Tal der Könige, bei Archäologen auf der Insel Elephantine, auf dem Kamelmarkt von Daraw: schauwertige Dokureihe entlang des längsten Flusses der Erde. Zwei weitere Folgen tägl.
02:35
R: Michael Gregor... Über Jahrtausende hinweg hat der Nil das Schicksal Ägyptens geprägt. Sein alljährlich wiederkehrendes Hochwasser überflutete das Land und machte es mit seinem Schlamm fruchtbar. Erst der Bau des Assuan-Staudamms machte den Fluss berechenbar. Der Staudamm hält aber auch den natürlichen Dünger Flussschlamm von den Feldern fern. Damit sind neue Abhängigkeiten entstanden. Die Näherin Senab wehrt sich mit Fantasie und Kreativität gegen die Diskriminierung als alleinerziehende Mutter. Sie wurde zum Vorbild für notleidende Frauen, die sonst keine Chance zum Überleben hätten. Als Kunstmaler bewahrt Gamal in seinen naiven Gemälden die Kultur der Nubier, die einst wegen des Staudammbaus umgesiedelt wurden. In Nakada stellen Töpfereien seit 5000 Jahren das gleiche Produkt aus Nilschlamm her: spezielle Wasserkrüge aus Ton. Die Nachfrage ist groß, denn die Tonkrüge sind durch Plastik nicht zu ersetzen. Die koptischen Weber hingegen finden kaum noch Käufer für ihre handgefertigten Textilien, weil die maschinelle Billigkonkurrenz erdrückend ist. Der Besitzer einer Zuckerrohrpresse hat eine Vermarktungsnische für sein traditionelles Produkt gefunden: Er bietet es als naturbelassenes Heilmittel unter einem Öko-Siegel an. Doch überall am großen Strom sind die Lebensgrundlagen durch das Ausbleiben zahlungskräftiger Touristen und den rücksichtslosen Umgang mit der Natur bedroht.
03:20
R: Michael Gregor... In den letzten Jahren hat sich vieles am Nil verändert, gesellschaftlicher Aufbruch und religiöse Konflikte sind nicht spurlos an den Menschen vorübergegangen. Und die einzigartige Nillandschaft verwandelt sich durch die vorrückende Wüste und diverse Umweltsünden in ein bedrohtes Paradies. Seine Bewohner beeindrucken durch ihren Optimismus, der sie jede Chance auf eine Verbesserung ihrer Lebensumstände ergreifen lässt. Besonders für Frauen waren die letzten Jahre zwischen den Verheißungen des Arabischen Frühlings und der neuen Repression durch religiöse Eiferer und autoritäre Militärs ein Wechselbad der Gefühle. Die jungen Töpferinnen in der Oase Al-Fajum können sich durch ihre Kreativität erstmals finanziell unabhängig machen. Ein eigenes Geschäft zu eröffnen, das war für Frauen auf dem Land vor einigen Jahren noch undenkbar. Besonders Mutige wie die Bikerin Basma nutzen in der Hauptstadt Kairo das Internet, um nicht allein gegen Vorurteile und alltägliche Gewalt angehen zu müssen. Für die Flussfischerin Wagiha dagegen bleibt der Fortschritt unerreichbar, sie kann ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Aber auch ihrer Familie ermöglicht der Nil das Überleben. Ohne sein Wasser könnten die Uferbewohner weder Felder noch Dattelpalmen bewässern. Auch die beste Baumwolle der Welt, wie Handwerker Emad stolz behauptet, würde nicht gedeihen, und Möbelmacher Mansur könnte nicht die bequemsten Sofas überhaupt anfertigen. Der längste Fluss der Erde bleibt der Garant ihrer Zukunft.
04:05
R: Ralf Dilger... Die vierteilige Dokumentationsreihe lädt zu einer Entdeckungsreise auf dem Rhein ein. Teil eins beginnt an der Rheinquelle im Gotthard-Massiv. Hier ist die Wasserscheide Europas. Hier entspringen Vorder- und Hinterrhein. Offiziell gilt der Toma-See auf rund 2500 Höhenmetern als Rheinquelle. Der Fluss wird in einer Mischung aus Luftaufnahmen und Landschaftsaufnahmen sowie Geschichten von Menschen am Rhein porträtiert. Als Bergbach, Bergfluss und Alpenstrom hat der Rhein in der Schweiz viel Unerwartetes zu bieten, das nicht unbedingt in das Bild passt, das die meisten Menschen von dem europäischen Strom haben. Weiter flussabwärts stoßen die Filmemacher zwischen dem Flussgeröll bei Disentis auf Goldsucher: Das legendäre Rheingold zieht die Goldwäscher hierher. Und tatsächlich: Es gibt, wenn auch selten, ausgewachsene Nuggets zu finden. Eine abenteuerliche Rafting-Tour führt durch das beeindruckende Ruinaulta, einem canyonartigen Talabschnitt mit imposanten Felsformationen. Am Hinterrhein bestaunen viele Besucher die spektakuläre Via-Mala-Schlucht und die ebenso eindrucksvolle Rofflaschlucht mit dem ersten großen Rhein-Wasserfall.
04:50
R: Ralf Dilger... Der zweite Teil der Dokumentationsreihe führt von Stein am Rhein bis nach Basel. Ab hier bildet der Fluss als Oberrhein die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich. Die Menschen dort leben nicht nur am, sondern auch vom Fluss. Einer von ihnen ist Thomas Mändli. Er ist am Rheinfall aufgewachsen und fährt seit 20 Jahren Touristen an den größten Wasserfall Europas. Währenddessen stürzen sich tollkühne Kajaker die Fluten hinunter. Ein weiterer Anrainer ist der Kraftwerksbauer Helmut Reif, der in seiner beruflichen Laufbahn zwei Kraftwerke errichtet hat. Das erste war ein Atomkraftwerk. Seit über 20 Jahren arbeitet Reif nun am Bau des modernsten Wasserkraftwerks Europas. Es versorgt seit 2010 rund 160 000 Haushalte mit sauberem Strom. Die Filmemacher treffen außerdem auf Bettina Sättele, die sich um die am Rhein siedelnden Biber kümmert, und auf den Studenten Pan Furneysen, der als Nebenjob die traditionelle Rhy-Fähri in Basel steuert und sich auf Geschichten seiner Fährgäste freut. Ab Basel beginnt die Rheinschifffahrt, und die Frachter biegen in den künstlichen Seitenkanal, den Grand Canal d'Alsace ein, während rechts der Altrhein mal mehr oder weniger imposant erahnen lässt, wie der Fluss früher einmal aussah.
05:30
R: Ralf Dilger... Der Rhein – mit Industrielandschaften und dem Mannheimer Hafen meist ein gezähmter Fluss – öffnet sich hinter Worms zur beeindruckenden Naturlandschaft, dem Naturreservat Kühkopf. Schließlich wird der Strom fast einen Kilometer breit, mit zahlreichen Inseln und Auen. Danach schlängelt sich der Fluss schmal und kurvenreich zwischen den Mittelgebirgen Hunsrück, Taunus, Eifel und Westerwald durch das gebirgige Mittelrheintal. Der dritte Teil der Reise entlang des Rheins führt von Ludwigshafen und Mannheim bis zum Beginn des Niederrheins. Es ist insgesamt die landschaftlich abwechslungsreichste Strecke, die der Rhein auf seinem Weg von der Quelle bis zur Mündung durchfließt. Ebenso abwechslungsreich sind auch die Geschichten und die Menschen, von denen diese Folge der Dokumentationsreihe erzählt: Da sind ein Fotograf mit einem ungewöhnlichen Blick auf den Mannheimer Hafen, ein Fischdoktor auf dem Altrhein und ein Landschaftsarchitekt, der dem Fluss neue Ufer verpasst. Auf Burg Rheinstein geht es nicht nur rheinromantisch zu, dort ist auch viel über die Tätigkeiten eines modernen Burgherren zu erfahren.
06:20
Kulturzeit
07:00
Nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
Nano
10:15
Anne Will
11:15
Er zählt zu den unattraktivsten Berufen für Männer: Landpfarrer. Im Burgenland hat sich 2015 nur ein Einziger auf dieses Abenteuer eingelassen: der 26-jährige Philipp Supper aus Weppersdorf. Der Film fragt, was ihn dazu bewegt und wie sein Umfeld auf seine ungewöhnliche Berufswahl reagiert hat. Neben dem 26-jährigen Priester stellt er weitere Gottesmänner aus Österreich vor. Roman Schwarz, Pfarrer von Deutsch Jahrndorf, Gattendorf, Nickelsdorf, Potzneusiedl und Zurndorf, in seinem oftmals stressigen Alltag. Gott sei Dank, sagt er, hat er vor Kurzem einen Kaplan zur Seite gestellt bekommen – Pater Gerald. Er ist einer von vielen Indern, die in der Diözese Eisenstadt aushelfen. Der Priestermangel macht aber auch vor den Pensionären nicht Halt. Um die Seelsorge aufrechtzuerhalten, müssen sie selbst im hohen Alter noch ausrücken, Gottesdienste feiern und Sakramente spenden. Josef Rittsteuer aus Eisenstadt ist einer von ihnen.
11:40
Der Legende nach ließ sich der Herzog von Sachsen in der Propstei St. Gerold nieder, um ein gottgeweihtes Leben zu führen. Heute ist es ein geistiges und kulturelles Zentrum. Hier entstand mit den Fresken von Ferdinand Gehr richtungsweisende sakrale Kunst, und das Hilliard Ensemble und Jan Garbarek schufen hier mit Officium einen Welterfolg der neuen Musik. Doch auch vielfältige andere Aktivitäten zeichnen die heutige Propstei aus. So ist die Propstei St. Gerold ein Hotel- und Gastronomie-Betrieb mit großem Gemüse- und Kräutergarten, weitläufiger Waldparkanlage mit 14 Teichen und einem Zentrum für Hippotherapie, ein Bio-Bauernhof, ein Seminar- und Kongresszentrum, ein Konzertveranstalter sowie der größte Arbeitgeber im Biosphärenpark Großes Walsertal. Da sich diese vielfältigen Aktivitäten aber nach wie vor ganz harmonisch um ein ideelles Zentrum bündeln, bleibt die Propstei, was sie nach den Worten von Pater Nathanael sein soll: der Ort, wo sich Himmel und Erde begegnen.
12:05
R: Katharina Reigersberg... Was treibt junge Männer dazu, sich nach der Schule im Priesterseminar ausbilden zu lassen? Katharina Reigersberg ist dieser Frage nachgegangen. Sie trifft auf junge Männer, die bereits Erfahrungen in der Liebe hatten, am Beginn ihres eigenständigen Lebens stehen und plötzlich die Stimme Gottes hörten, die sie zu sich gerufen hat. Was denkt der über 80-jährige ehemalige Seminarist und katholische Querdenker Adolf Holl darüber, der all das bereits hinter sich hat und sich noch einmal auf die Spuren seiner Jugend begibt? Laufen die angehenden Geistlichen reinen Illusionen nach, oder ist ihr Weg tatsächlich einer, der ihrem Leben den Sinn gibt, von dem sie geträumt haben?
12:30
R: Kathrin Winzenried... Ganz unten hat der Tamile Kumar Satkunam einst als Flüchtling im Gastgewerbe angefangen. Heute ist er sein eigener Chef und zeigt lernhungrigen Schweizern, wie man gesundes Essen kocht. Was viele Tamilen der ersten Generation in der Schweiz nicht geschafft haben, ist ihm gelungen: der Aufstieg in der Gesellschaft. Kathrin Winzenried hat dem umtriebigen Unternehmer in den Kochtopf geschaut, um das Geheimnis seines Erfolgs zu ergründen. Anfang der 1980er-Jahre kam Kumar Satkunam als einer der ersten tamilischen Flüchtlinge in die Schweiz. Mit nichts mehr als ein bisschen Bargeld in der Tasche landete er als knapp 20-Jähriger via Deutschland in der Schweiz. Es war ein Schock, ich hatte keinen Plan, was ich hier soll, erinnert er sich. Als Blechputzer in einer Bäckerei fand er seinen ersten Job in Bern. Dann folgten Jahre des Geldverdienens im Gastgewerbe. Er heiratete Hema, die ebenfalls aus der Heimat geflüchtet war vor dem Krieg, und gründete eine Familie mit ihr. Beinahe verloren habe er sich in dieser Zeit. Doch dann kam der Wendepunkt. Er besann sich zurück auf seine Wurzeln und begann wieder zu essen und zu kochen wie einst in Sri Lanka: ayurvedisch. Kumar Satkunam bildete sich zum Therapeuten aus, gründete in Bern ein Geschäft mit Massagepraxis und ayurvedisch-vegetarischem Restaurant und traf damit den Nerv der Zeit. Hört auf, ständig zum Arzt zu rennen, so eine seiner simplen Botschaften, die Nahrung ist unser Medikament!.
13:00
ZIB
13:25
R: Hajo Bergmann
14:10
R: Hajo Bergmann
14:50
R: Hannah Hoare... Die Reihe Indiens wilde Schönheit führt zu den spektakulärsten und schönsten Regionen Indiens und ihren Bewohnern. Die erste Folge zeigt die raue Landschaft der Wüste Thar. Die Wüste Thar ist ein Land der Kontraste. Sie erstreckt sich über fast 240 000 Quadratkilometer. Sand- und Steinwüste wechseln sich ab mit Dornsavannen und Grasland. Extreme Hitze und Trockenheit haben der Wüste den Beinamen Land des Todes eingebacht. Dennoch ist die Thar eine der am dichtesten besiedelten Wüsten der Welt. Die farbenprächtigen Städte Jodhpur und Jaipur liegen in ihren Randgebieten. Jaipur, die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Rajasthan, ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt. 1981 lebte dort eine Million Menschen, 2011 waren es schon 3,9 Millionen. Und selbst in den trockensten Wüstenregionen wohnen Menschen: Nomaden, die eine besondere Pferderasse, die Marwari, und die besten Kamele Indiens züchten. Für Wildtiere bietet die Wüste einen Rückzugsort. So ist es ein besonders beeindruckendes Schauspiel, wenn nahe des kleinen Wüstenortes Khichan Tausende Jungfernkraniche ihr Winterlager aufschlagen. Diese kleinste aller Kranicharten trotzt auf ihrer Migrationsroute aus dem Norden Asiens in das warme Indien den widrigsten Bedingungen. Auf ihrem Weg überqueren die Tiere sogar den Himalaya. Das Zusammenleben von Mensch und Tier wird vielerorts bestimmt durch den hinduistischen Glauben. Zahlreiche Tiere werden als Götter verehrt und stehen unter besonderem Schutz. So steht in der Stadt Deshnoke ein Rattentempel. Die kleinen Nager, die in vielen Regionen der Erde gnadenlos verfolgt werden, bekommen hier Nahrung und werden verehrt. Und die Affen des Hanuman-Tempels in Jaipur sind schon lange dafür bekannt, dass sie sich dem Stadtleben besonders gut angepasst haben.
15:35
R: Hannah Hoare... Entlang der indischen Westküste erstrecken sich die Westghats auf über 1600 Kilometern. Die Bergkette bildet eine natürliche Barriere für die vom Ozean heranziehenden feuchten Luftmassen. Sie bekommt so viel Regen wie kaum eine andere Gegend Indiens. Der dortige tropische Regenwald bietet besonderen Tieren und Pflanzen Lebensraum. Der vom Aussterben bedrohte Bartaffe teilt sich die Früchte der Urwaldbäume mit Languren und Riesenhörnchen. Am Boden des Dschungels leben Schlangen – unter anderem die Herrscherin des Dschungels, die Königskobra. Die Menschen haben sich die hervorragenden Wachstumsbedingungen in den Westghats schon lange für die Landwirtschaft zunutze gemacht. Die Produkte der Plantagen werden von hier aus in die ganze Welt verschifft. Elefanten kommen auf ihren Wanderungen oft zu nah an menschliche Siedlungen und Felder, die in ihren traditionellen Wandergebieten liegen. Auch Königskobras, wenn sonst auch scheue Tiere, verirren sich manchmal in menschliche Behausungen – eine Gefahr für beide Seiten. In Westindien gibt es Traditionen, die die Verbindung von Tieren und Menschen feiern. Beim Volk der Karube führen junge Männer in Tigerkostümen und von Musikern begleitet den Tigertanz Hulivesha auf: Neun Tage lang wird dieses Fest zu Ehren des Tigers gefeiert.
16:20
R: Colin Collis... Der Ganges ist Indiens längster und heiliger Fluss. Von den Gletschern des Himalaja bis in den Golf von Bengalen zieht sich die Lebensader für Mensch und Tier. Seine Reise beginnt der Ganges im Himalaya. Am Fuß des Gangotri-Gletschers fließt das Gletscherwasser im Bhagirathi bergabwärts. Es ist der größte Quellfluss des Ganges. Doch in den letzten 25 Jahren ist das Gletschereis um fast 850 Meter zurückgewichen. Viele Bewohner haben Angst, dass die Quelle des heiligen Flusses eines Tages versiegen könnte. Pilger kommen regelmäßig dorthin, um sich mit den eisigen Wassern zu waschen. Für die Tierwelt ist der Ganges ein wichtiger Lebensraum – nicht nur im Himalaya-Gebiet, sondern vor allem in der fruchtbaren Ebene, die die Tiere sich allerdings mit einer wachsenden menschlichen Bevölkerung teilen müssen. Einige Tierarten werden durch den kleiner werdenden Lebensraum immer seltener, wie zum Beispiel der Ganges-Flussdelfin oder das gewaltige Panzernashorn.
17:00
R: Colin Collis... Der Himalaya, das größte Gebirge der Welt, bildet von West nach Ost einen 2500 Kilometer langen Bogen im Nordosten Indiens. Außerhalb Asiens gibt es keinen Berg, der über 7000 Meter hoch ist, doch im Himalaya gibt es über 100, auch alle 14 Achttausender befinden sich dort. Nicht nur die menschlichen Gebirgsbewohner lebten hier jahrhundertelang in völliger Abgeschiedenheit. Geprägt von eisigen Winden, niedrigen Temperaturen und wenig Sauerstoff sind die Berge Heimat einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen: Schneeleoparden durchstreifen riesige Reviere. Blauschafe, die auf bis zu 5000 Metern Höhe leben, sind wahre Kletterkünstler, sodass Schneeleoparden sie meist nur nachts reißen können. Die Changpa-Nomaden züchten im Himalaya ihre Ziegen, von denen sie die berühmte Kaschmirwolle gewinnen. Sie leben im Sommer auf 5000 Metern Höhe, doch wenn die Temperaturen im Winter auf bis zu minus 50 Grad Celsius fallen, ziehen sie sich in tiefer gelegene Winterlager zurück.
17:45
R: Allison Bean... Es ist eine vergessene Welt: Zwischen Myanmar, Bangladesch, Bhutan und Tibet liegen die Sieben Schwestern – sieben Bundesstaaten, die nur wenig mit dem Rest Indiens gemeinsam haben. Es gibt kaum große Städte, und weite Teile dieses Landstrichs sind von dichten Urwäldern bedeckt. Was verbirgt sich in den undurchdringlichen Urwäldern, die noch immer nur mit ausgewählten Führern von Touristen betreten werden dürfen? Die geografische Isolation und die Jahrhunderte währenden politischen Konflikte haben dazu geführt, dass diese Regionen erst sehr spät von Nicht-Einheimischen besucht werden konnten. Nirgendwo in Indien gibt es so viele verschiedene ethnische Gruppen, mit einer so großen Vielfalt an Sprachen und Traditionen. Doch die Ureinwohner zählen auch zu den ärmsten Menschen Indiens. Sie versuchen, Anschluss an das schnell wachsende moderne Indien zu bekommen – und gleichzeitig ihre Kultur zu bewahren. Auch der Urwald ist etwas Besonderes. Berge schließen das Gebiet ein, es hat ein ganz eigenes Klima. Die Feuchtigkeit aus den Dschungeln kondensiert, fällt als Regen und steigt als Wasserdampf sofort wieder in die Luft auf. Pflanzen wachsen unter diesen Bedingungen unglaublich schnell und bieten Insekten, Vögeln, Säugetieren und Reptilien Lebensraum und Nahrung. So gibt es dort den selten gewordenen Lippenbär, den Pfauenspinner – einen der größten Schmetterlinge der Erde – scheue Brillenlanguren oder Weißbrauengibbons, die einzigen Menschenaffen Indiens – um nur einige der seltenen Tierarten aus dem Land der Naga zu nennen.
18:30
Nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
R: Kurt Langbein, Stefan Wolner... Chronischer Schmerz ist eine Volkskrankheit, aus keinem anderen Grund gehen Menschen häufiger zum Arzt. Oft ist Schmerz nicht Symptom, sondern die Krankheit selbst. Über neue Forschungsergebnisse und Behandlungsansätze.
21:05
R: Kurt Langbein... Nur fünf Tropfen Valium nimmt Doris Grötzer anfangs, nur zum Einschlafen braucht sie das Medikament. Doch aus fünf Tropfen werden bald mehr, schließlich sind es 150 Tropfen täglich. Der Film zeichnet den Lebensweg von Menschen nach, die von sich und anderen unbemerkt in eine Tablettensucht geraten. Er zeigt außerdem anhand zweier Betroffener, wie Sucht entsteht, wo es Unterstützung für die Entwöhnung gibt und wie ein Leben danach gelingen kann. Bei Wolfgang Ebser tritt im Alter von 35 Jahren plötzlich eine Muskelerkrankung auf. Sein Arzt verschreibt ihm Xanor, ein muskelentspannendes Arzneimittel aus der Gruppe der Benzodiazepine. Damit bleibt Wolfgang Ebser arbeitsfähig, aber nur, wenn er die Dosis stetig erhöht. Nach 13 Jahren nimmt er schließlich ein Zwanzigfaches der verordneten Menge. Es wundert ihn selbst, dass der hohe Konsum seiner Hausärztin nicht auffällt. Denn Benzodiazepine machen schon nach wenigen Wochen abhängig, der Entzug zählt zu den schwersten überhaupt. Die Schicksale der beiden sind typisch für eine Sucht, die fernab der Drogenszene entsteht, von der schätzungsweise 150 000 Menschen in Österreich und 1,5 Millionen in Deutschland betroffen sind, Frauen häufiger als Männer, Ältere öfter als Jüngere. Und die eines kennzeichnet: Sie wird zu 90 Prozent von Ärzten verursacht. Das weiß Michael Musalek, der ärztliche Leiter des Anton-Proksch-Instituts in Wien, einer der größten Suchtkliniken Europas. Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial haben Schmerzmittel genauso wie Schlaf- und Beruhigungsmedikamente, allesamt Arzneimittel mit hohen und immer noch steigenden Verschreibungs- und Verkaufszahlen. Sowohl Doris Grötzer als auch Wolfgang Ebser haben den Entzug geschafft und wissen heute wieder, was Lebensqualität bedeutet. Doch nicht allen gelingt dieser schwere Weg.
22:00
ZIB 2
22:25
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Oliver Hirschbiegel... Die Franzosen stehen vor den Toren Roms. Für Papst Alexander IV. wird es zunehmend schwierig, den Frieden zu wahren.
23:15
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Dearbhla Walsh... Rodrigo Borgia (John Doman) wird ins Papstamt eingeführt und besetzt viele Posten neu.
00:05
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Dearbhla Walsh... Rodrigo (John Doman) schmiedet eine Allianz mit den italienischen Stadtstaaten.
01:00
R: Bettina Wobst... In den letzten Jahren hat der Wassertourismus auf der Elbe immer mehr zugenommen. Damit steigt auch die Zahl derjenigen Hobby-Wassersportler, die über keine Erfahrung mit dem Strom verfügen. Es kommt immer wieder zu teils tödlichen Unfällen. Der Film fragt: Was sind die Ursachen für solche Unfälle? Wo sind besonders neuralgische Stellen auf dem Fluss? Ist die Elbe wirklich so gefährlich, oder wird sie einfach nur unterschätzt? Es ist ein warmer Tag im August 2016 – ideal für einen Ausflug auf der Elbe. Auf der Höhe des Kurortes Rathen steht ein Mann auf einem Stand-Up-Paddle-Board, einer Art Surfbrett. Vorn auf dem Board sitzt ein kleines Mädchen, die Tochter seiner Freundin. Sie kommen in der Flussmitte schnell voran. Doch dann übersieht der Paddler das gefährliche Seil der Rathener Gierseilfähre. Er prallt gegen die letzte Tonne vor dem Fährschiff. Das Mädchen kann sich ans Ufer retten, aber der Mann ertrinkt. Er hatte sich im Seil verfangen, blieb minutenlang unter Wasser. Die Elbe schreibt viele solcher Geschichten. Zwei Touristinnen, die sich ein Kajak ausleihen, werden von der Strömung unter ein Hotelschiff gedrückt. Eine der Frauen stirbt. Vor Pillnitz ertrinkt eine Frau in einem Faltboot nach der Kollision mit einer Boje. Ein Motorbootskipper rammt aus Versehen eine Gruppe von Paddlern und verletzt dabei einen der Männer schwer. Oft wird vergessen, dass die Elbe eine viel befahrene Wasserstraße ist – mit starker Strömung, vor allem an Brückenpfeilern und Bojen. Die meisten Unfälle passieren einfach durch Leichtsinn, gepaart mit Unerfahrenheit, sagt Martin Zavesky von der Wasserwacht. Er trainiert regelmäßig mit seinem Team, um Menschen im Fluss retten zu können. Aber bei der Zunahme an Freizeitkapitänen in den letzten Jahren sei eine großflächige Kontrolle des Flusses kaum möglich.
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02:25
Eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit: Panorama zeigt, wie Themen, die uns heute beschäftigen, einst im Fernsehen behandelt worden sind. Das Thema diesmal: Weil's so gut schmeckt! Auch schon 1951 waren einige Damen darauf erpicht, überschüssige Fett-Areale am Körper loszuwerden. Der damals präsentierte Traxator sollte das Fett am Bauch durch Knetmassagen verschwinden lassen. Das Ding sah aus, wie ein Staubsauger, der zweckendfremdet wurde. Walter Pissecker drehte 1977 am Würstelstand, einer Wiener Institution, bei der über alles geredet wird – aber sicher nicht über Diät-Maßnahmen. Im selben Jahr eruierte Alfred Stamm einen Tag vor Weihnachten für die Zeit im Bild, was denn so alles zu den Feiertagen aufgetischt wurde. 1971 machte man sich darüber Gedanken, wie das Essen der Zukunft aussehen würde. In der Sendung Die Welt von morgen wurde ein utopisches Menü aus dem Jahr 2000 zusammengestellt. Und, wie man sich das vorgestellt hat, lässt uns heute schmunzeln und ein wenig schaudern. Dann geht es endlich ums Dessert: Helmut Zilk zeigte 1980 in der Sendung Bitte zu Tisch eine Kostprobe seiner Kochkünste und stellte einen Klassiker der Wiener Mehlspeisküche her: Marillenknödel! Dabei ging er höchst konzentriert vor. Schließlich verstirbt der junge Otto Schenk fast an einer kulinarischen Köstlichkeit. Natürlich nur zu Show-Zwecken: Zeigte er doch als Jäger, dass man nie wissen kann, was man so aufgetischt bekommt. Bei der Halali-Frischpilz-Suppe muss man ganz besonders aufpassen.
02:50
R: Hannah Hoare... Die Reihe Indiens wilde Schönheit führt zu den spektakulärsten und schönsten Regionen Indiens und ihren Bewohnern. Die erste Folge zeigt die raue Landschaft der Wüste Thar. Die Wüste Thar ist ein Land der Kontraste. Sie erstreckt sich über fast 240 000 Quadratkilometer. Sand- und Steinwüste wechseln sich ab mit Dornsavannen und Grasland. Extreme Hitze und Trockenheit haben der Wüste den Beinamen Land des Todes eingebacht. Dennoch ist die Thar eine der am dichtesten besiedelten Wüsten der Welt. Die farbenprächtigen Städte Jodhpur und Jaipur liegen in ihren Randgebieten. Jaipur, die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Rajasthan, ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt. 1981 lebte dort eine Million Menschen, 2011 waren es schon 3,9 Millionen. Und selbst in den trockensten Wüstenregionen wohnen Menschen: Nomaden, die eine besondere Pferderasse, die Marwari, und die besten Kamele Indiens züchten. Für Wildtiere bietet die Wüste einen Rückzugsort. So ist es ein besonders beeindruckendes Schauspiel, wenn nahe des kleinen Wüstenortes Khichan Tausende Jungfernkraniche ihr Winterlager aufschlagen. Diese kleinste aller Kranicharten trotzt auf ihrer Migrationsroute aus dem Norden Asiens in das warme Indien den widrigsten Bedingungen. Auf ihrem Weg überqueren die Tiere sogar den Himalaya. Das Zusammenleben von Mensch und Tier wird vielerorts bestimmt durch den hinduistischen Glauben. Zahlreiche Tiere werden als Götter verehrt und stehen unter besonderem Schutz. So steht in der Stadt Deshnoke ein Rattentempel. Die kleinen Nager, die in vielen Regionen der Erde gnadenlos verfolgt werden, bekommen hier Nahrung und werden verehrt. Und die Affen des Hanuman-Tempels in Jaipur sind schon lange dafür bekannt, dass sie sich dem Stadtleben besonders gut angepasst haben.
03:35
R: Hannah Hoare... Entlang der indischen Westküste erstrecken sich die Westghats auf über 1600 Kilometern. Die Bergkette bildet eine natürliche Barriere für die vom Ozean heranziehenden feuchten Luftmassen. Sie bekommt so viel Regen wie kaum eine andere Gegend Indiens. Der dortige tropische Regenwald bietet besonderen Tieren und Pflanzen Lebensraum. Der vom Aussterben bedrohte Bartaffe teilt sich die Früchte der Urwaldbäume mit Languren und Riesenhörnchen. Am Boden des Dschungels leben Schlangen – unter anderem die Herrscherin des Dschungels, die Königskobra. Die Menschen haben sich die hervorragenden Wachstumsbedingungen in den Westghats schon lange für die Landwirtschaft zunutze gemacht. Die Produkte der Plantagen werden von hier aus in die ganze Welt verschifft. Elefanten kommen auf ihren Wanderungen oft zu nah an menschliche Siedlungen und Felder, die in ihren traditionellen Wandergebieten liegen. Auch Königskobras, wenn sonst auch scheue Tiere, verirren sich manchmal in menschliche Behausungen – eine Gefahr für beide Seiten. In Westindien gibt es Traditionen, die die Verbindung von Tieren und Menschen feiern. Beim Volk der Karube führen junge Männer in Tigerkostümen und von Musikern begleitet den Tigertanz Hulivesha auf: Neun Tage lang wird dieses Fest zu Ehren des Tigers gefeiert.
04:20
R: Colin Collis... Der Ganges ist Indiens längster und heiliger Fluss. Von den Gletschern des Himalaja bis in den Golf von Bengalen zieht sich die Lebensader für Mensch und Tier. Seine Reise beginnt der Ganges im Himalaya. Am Fuß des Gangotri-Gletschers fließt das Gletscherwasser im Bhagirathi bergabwärts. Es ist der größte Quellfluss des Ganges. Doch in den letzten 25 Jahren ist das Gletschereis um fast 850 Meter zurückgewichen. Viele Bewohner haben Angst, dass die Quelle des heiligen Flusses eines Tages versiegen könnte. Pilger kommen regelmäßig dorthin, um sich mit den eisigen Wassern zu waschen. Für die Tierwelt ist der Ganges ein wichtiger Lebensraum – nicht nur im Himalaya-Gebiet, sondern vor allem in der fruchtbaren Ebene, die die Tiere sich allerdings mit einer wachsenden menschlichen Bevölkerung teilen müssen. Einige Tierarten werden durch den kleiner werdenden Lebensraum immer seltener, wie zum Beispiel der Ganges-Flussdelfin oder das gewaltige Panzernashorn.
05:00
R: Colin Collis... Der Himalaya, das größte Gebirge der Welt, bildet von West nach Ost einen 2500 Kilometer langen Bogen im Nordosten Indiens. Außerhalb Asiens gibt es keinen Berg, der über 7000 Meter hoch ist, doch im Himalaya gibt es über 100, auch alle 14 Achttausender befinden sich dort. Nicht nur die menschlichen Gebirgsbewohner lebten hier jahrhundertelang in völliger Abgeschiedenheit. Geprägt von eisigen Winden, niedrigen Temperaturen und wenig Sauerstoff sind die Berge Heimat einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen: Schneeleoparden durchstreifen riesige Reviere. Blauschafe, die auf bis zu 5000 Metern Höhe leben, sind wahre Kletterkünstler, sodass Schneeleoparden sie meist nur nachts reißen können. Die Changpa-Nomaden züchten im Himalaya ihre Ziegen, von denen sie die berühmte Kaschmirwolle gewinnen. Sie leben im Sommer auf 5000 Metern Höhe, doch wenn die Temperaturen im Winter auf bis zu minus 50 Grad Celsius fallen, ziehen sie sich in tiefer gelegene Winterlager zurück.