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3 SAT
05:30
R: Ralf Dilger... Der Rhein – mit Industrielandschaften und dem Mannheimer Hafen meist ein gezähmter Fluss – öffnet sich hinter Worms zur beeindruckenden Naturlandschaft, dem Naturreservat Kühkopf. Schließlich wird der Strom fast einen Kilometer breit, mit zahlreichen Inseln und Auen. Danach schlängelt sich der Fluss schmal und kurvenreich zwischen den Mittelgebirgen Hunsrück, Taunus, Eifel und Westerwald durch das gebirgige Mittelrheintal. Der dritte Teil der Reise entlang des Rheins führt von Ludwigshafen und Mannheim bis zum Beginn des Niederrheins. Es ist insgesamt die landschaftlich abwechslungsreichste Strecke, die der Rhein auf seinem Weg von der Quelle bis zur Mündung durchfließt. Ebenso abwechslungsreich sind auch die Geschichten und die Menschen, von denen diese Folge der Dokumentationsreihe erzählt: Da sind ein Fotograf mit einem ungewöhnlichen Blick auf den Mannheimer Hafen, ein Fischdoktor auf dem Altrhein und ein Landschaftsarchitekt, der dem Fluss neue Ufer verpasst. Auf Burg Rheinstein geht es nicht nur rheinromantisch zu, dort ist auch viel über die Tätigkeiten eines modernen Burgherren zu erfahren.
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
Anne Will
11:15
Er zählt zu den unattraktivsten Berufen für Männer: Landpfarrer. Im Burgenland hat sich 2015 nur ein Einziger auf dieses Abenteuer eingelassen: der 26-jährige Philipp Supper aus Weppersdorf. Der Film fragt, was ihn dazu bewegt und wie sein Umfeld auf seine ungewöhnliche Berufswahl reagiert hat. Neben dem 26-jährigen Priester stellt er weitere Gottesmänner aus Österreich vor. Roman Schwarz, Pfarrer von Deutsch Jahrndorf, Gattendorf, Nickelsdorf, Potzneusiedl und Zurndorf, in seinem oftmals stressigen Alltag. Gott sei Dank, sagt er, hat er vor Kurzem einen Kaplan zur Seite gestellt bekommen – Pater Gerald. Er ist einer von vielen Indern, die in der Diözese Eisenstadt aushelfen. Der Priestermangel macht aber auch vor den Pensionären nicht Halt. Um die Seelsorge aufrechtzuerhalten, müssen sie selbst im hohen Alter noch ausrücken, Gottesdienste feiern und Sakramente spenden. Josef Rittsteuer aus Eisenstadt ist einer von ihnen.
11:40
Der Legende nach ließ sich der Herzog von Sachsen in der Propstei St. Gerold nieder, um ein gottgeweihtes Leben zu führen. Heute ist es ein geistiges und kulturelles Zentrum. Hier entstand mit den Fresken von Ferdinand Gehr richtungsweisende sakrale Kunst, und das Hilliard Ensemble und Jan Garbarek schufen hier mit Officium einen Welterfolg der neuen Musik. Doch auch vielfältige andere Aktivitäten zeichnen die heutige Propstei aus. So ist die Propstei St. Gerold ein Hotel- und Gastronomie-Betrieb mit großem Gemüse- und Kräutergarten, weitläufiger Waldparkanlage mit 14 Teichen und einem Zentrum für Hippotherapie, ein Bio-Bauernhof, ein Seminar- und Kongresszentrum, ein Konzertveranstalter sowie der größte Arbeitgeber im Biosphärenpark Großes Walsertal. Da sich diese vielfältigen Aktivitäten aber nach wie vor ganz harmonisch um ein ideelles Zentrum bündeln, bleibt die Propstei, was sie nach den Worten von Pater Nathanael sein soll: der Ort, wo sich Himmel und Erde begegnen.
12:05
R: Katharina Reigersberg... Was treibt junge Männer dazu, sich nach der Schule im Priesterseminar ausbilden zu lassen? Katharina Reigersberg ist dieser Frage nachgegangen. Sie trifft auf junge Männer, die bereits Erfahrungen in der Liebe hatten, am Beginn ihres eigenständigen Lebens stehen und plötzlich die Stimme Gottes hörten, die sie zu sich gerufen hat. Was denkt der über 80-jährige ehemalige Seminarist und katholische Querdenker Adolf Holl darüber, der all das bereits hinter sich hat und sich noch einmal auf die Spuren seiner Jugend begibt? Laufen die angehenden Geistlichen reinen Illusionen nach, oder ist ihr Weg tatsächlich einer, der ihrem Leben den Sinn gibt, von dem sie geträumt haben?
12:30
R: Kathrin Winzenried... Ganz unten hat der Tamile Kumar Satkunam einst als Flüchtling im Gastgewerbe angefangen. Heute ist er sein eigener Chef und zeigt lernhungrigen Schweizern, wie man gesundes Essen kocht. Was viele Tamilen der ersten Generation in der Schweiz nicht geschafft haben, ist ihm gelungen: der Aufstieg in der Gesellschaft. Kathrin Winzenried hat dem umtriebigen Unternehmer in den Kochtopf geschaut, um das Geheimnis seines Erfolgs zu ergründen. Anfang der 1980er-Jahre kam Kumar Satkunam als einer der ersten tamilischen Flüchtlinge in die Schweiz. Mit nichts mehr als ein bisschen Bargeld in der Tasche landete er als knapp 20-Jähriger via Deutschland in der Schweiz. Es war ein Schock, ich hatte keinen Plan, was ich hier soll, erinnert er sich. Als Blechputzer in einer Bäckerei fand er seinen ersten Job in Bern. Dann folgten Jahre des Geldverdienens im Gastgewerbe. Er heiratete Hema, die ebenfalls aus der Heimat geflüchtet war vor dem Krieg, und gründete eine Familie mit ihr. Beinahe verloren habe er sich in dieser Zeit. Doch dann kam der Wendepunkt. Er besann sich zurück auf seine Wurzeln und begann wieder zu essen und zu kochen wie einst in Sri Lanka: ayurvedisch. Kumar Satkunam bildete sich zum Therapeuten aus, gründete in Bern ein Geschäft mit Massagepraxis und ayurvedisch-vegetarischem Restaurant und traf damit den Nerv der Zeit. Hört auf, ständig zum Arzt zu rennen, so eine seiner simplen Botschaften, die Nahrung ist unser Medikament!.
13:00
ZIB
13:25
R: Hajo Bergmann
14:10
R: Hajo Bergmann
14:50
R: Hannah Hoare... Die Reihe Indiens wilde Schönheit führt zu den spektakulärsten und schönsten Regionen Indiens und ihren Bewohnern. Die erste Folge zeigt die raue Landschaft der Wüste Thar. Die Wüste Thar ist ein Land der Kontraste. Sie erstreckt sich über fast 240 000 Quadratkilometer. Sand- und Steinwüste wechseln sich ab mit Dornsavannen und Grasland. Extreme Hitze und Trockenheit haben der Wüste den Beinamen Land des Todes eingebacht. Dennoch ist die Thar eine der am dichtesten besiedelten Wüsten der Welt. Die farbenprächtigen Städte Jodhpur und Jaipur liegen in ihren Randgebieten. Jaipur, die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Rajasthan, ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt. 1981 lebte dort eine Million Menschen, 2011 waren es schon 3,9 Millionen. Und selbst in den trockensten Wüstenregionen wohnen Menschen: Nomaden, die eine besondere Pferderasse, die Marwari, und die besten Kamele Indiens züchten. Für Wildtiere bietet die Wüste einen Rückzugsort. So ist es ein besonders beeindruckendes Schauspiel, wenn nahe des kleinen Wüstenortes Khichan Tausende Jungfernkraniche ihr Winterlager aufschlagen. Diese kleinste aller Kranicharten trotzt auf ihrer Migrationsroute aus dem Norden Asiens in das warme Indien den widrigsten Bedingungen. Auf ihrem Weg überqueren die Tiere sogar den Himalaya. Das Zusammenleben von Mensch und Tier wird vielerorts bestimmt durch den hinduistischen Glauben. Zahlreiche Tiere werden als Götter verehrt und stehen unter besonderem Schutz. So steht in der Stadt Deshnoke ein Rattentempel. Die kleinen Nager, die in vielen Regionen der Erde gnadenlos verfolgt werden, bekommen hier Nahrung und werden verehrt. Und die Affen des Hanuman-Tempels in Jaipur sind schon lange dafür bekannt, dass sie sich dem Stadtleben besonders gut angepasst haben.
15:35
R: Hannah Hoare... Entlang der indischen Westküste erstrecken sich die Westghats auf über 1600 Kilometern. Die Bergkette bildet eine natürliche Barriere für die vom Ozean heranziehenden feuchten Luftmassen. Sie bekommt so viel Regen wie kaum eine andere Gegend Indiens. Der dortige tropische Regenwald bietet besonderen Tieren und Pflanzen Lebensraum. Der vom Aussterben bedrohte Bartaffe teilt sich die Früchte der Urwaldbäume mit Languren und Riesenhörnchen. Am Boden des Dschungels leben Schlangen – unter anderem die Herrscherin des Dschungels, die Königskobra. Die Menschen haben sich die hervorragenden Wachstumsbedingungen in den Westghats schon lange für die Landwirtschaft zunutze gemacht. Die Produkte der Plantagen werden von hier aus in die ganze Welt verschifft. Elefanten kommen auf ihren Wanderungen oft zu nah an menschliche Siedlungen und Felder, die in ihren traditionellen Wandergebieten liegen. Auch Königskobras, wenn sonst auch scheue Tiere, verirren sich manchmal in menschliche Behausungen – eine Gefahr für beide Seiten. In Westindien gibt es Traditionen, die die Verbindung von Tieren und Menschen feiern. Beim Volk der Karube führen junge Männer in Tigerkostümen und von Musikern begleitet den Tigertanz Hulivesha auf: Neun Tage lang wird dieses Fest zu Ehren des Tigers gefeiert.
16:20
R: Colin Collis... Der Ganges ist Indiens längster und heiliger Fluss. Von den Gletschern des Himalaja bis in den Golf von Bengalen zieht sich die Lebensader für Mensch und Tier. Seine Reise beginnt der Ganges im Himalaya. Am Fuß des Gangotri-Gletschers fließt das Gletscherwasser im Bhagirathi bergabwärts. Es ist der größte Quellfluss des Ganges. Doch in den letzten 25 Jahren ist das Gletschereis um fast 850 Meter zurückgewichen. Viele Bewohner haben Angst, dass die Quelle des heiligen Flusses eines Tages versiegen könnte. Pilger kommen regelmäßig dorthin, um sich mit den eisigen Wassern zu waschen. Für die Tierwelt ist der Ganges ein wichtiger Lebensraum – nicht nur im Himalaya-Gebiet, sondern vor allem in der fruchtbaren Ebene, die die Tiere sich allerdings mit einer wachsenden menschlichen Bevölkerung teilen müssen. Einige Tierarten werden durch den kleiner werdenden Lebensraum immer seltener, wie zum Beispiel der Ganges-Flussdelfin oder das gewaltige Panzernashorn.
17:00
R: Colin Collis... Der Himalaya, das größte Gebirge der Welt, bildet von West nach Ost einen 2500 Kilometer langen Bogen im Nordosten Indiens. Außerhalb Asiens gibt es keinen Berg, der über 7000 Meter hoch ist, doch im Himalaya gibt es über 100, auch alle 14 Achttausender befinden sich dort. Nicht nur die menschlichen Gebirgsbewohner lebten hier jahrhundertelang in völliger Abgeschiedenheit. Geprägt von eisigen Winden, niedrigen Temperaturen und wenig Sauerstoff sind die Berge Heimat einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen: Schneeleoparden durchstreifen riesige Reviere. Blauschafe, die auf bis zu 5000 Metern Höhe leben, sind wahre Kletterkünstler, sodass Schneeleoparden sie meist nur nachts reißen können. Die Changpa-Nomaden züchten im Himalaya ihre Ziegen, von denen sie die berühmte Kaschmirwolle gewinnen. Sie leben im Sommer auf 5000 Metern Höhe, doch wenn die Temperaturen im Winter auf bis zu minus 50 Grad Celsius fallen, ziehen sie sich in tiefer gelegene Winterlager zurück.
17:45
R: Allison Bean... Es ist eine vergessene Welt: Zwischen Myanmar, Bangladesch, Bhutan und Tibet liegen die Sieben Schwestern – sieben Bundesstaaten, die nur wenig mit dem Rest Indiens gemeinsam haben. Es gibt kaum große Städte, und weite Teile dieses Landstrichs sind von dichten Urwäldern bedeckt. Was verbirgt sich in den undurchdringlichen Urwäldern, die noch immer nur mit ausgewählten Führern von Touristen betreten werden dürfen? Die geografische Isolation und die Jahrhunderte währenden politischen Konflikte haben dazu geführt, dass diese Regionen erst sehr spät von Nicht-Einheimischen besucht werden konnten. Nirgendwo in Indien gibt es so viele verschiedene ethnische Gruppen, mit einer so großen Vielfalt an Sprachen und Traditionen. Doch die Ureinwohner zählen auch zu den ärmsten Menschen Indiens. Sie versuchen, Anschluss an das schnell wachsende moderne Indien zu bekommen – und gleichzeitig ihre Kultur zu bewahren. Auch der Urwald ist etwas Besonderes. Berge schließen das Gebiet ein, es hat ein ganz eigenes Klima. Die Feuchtigkeit aus den Dschungeln kondensiert, fällt als Regen und steigt als Wasserdampf sofort wieder in die Luft auf. Pflanzen wachsen unter diesen Bedingungen unglaublich schnell und bieten Insekten, Vögeln, Säugetieren und Reptilien Lebensraum und Nahrung. So gibt es dort den selten gewordenen Lippenbär, den Pfauenspinner – einen der größten Schmetterlinge der Erde – scheue Brillenlanguren oder Weißbrauengibbons, die einzigen Menschenaffen Indiens – um nur einige der seltenen Tierarten aus dem Land der Naga zu nennen.
18:30
nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
R: Kurt Langbein, Stefan Wolner... Chronischer Schmerz ist eine Volkskrankheit, aus keinem anderen Grund gehen Menschen häufiger zum Arzt. Oft ist Schmerz nicht Symptom, sondern die Krankheit selbst. Über neue Forschungsergebnisse und Behandlungsansätze.
21:05
R: Kurt Langbein... Nur fünf Tropfen Valium nimmt Doris Grötzer anfangs, nur zum Einschlafen braucht sie das Medikament. Doch aus fünf Tropfen werden bald mehr, schließlich sind es 150 Tropfen täglich. Der Film zeichnet den Lebensweg von Menschen nach, die von sich und anderen unbemerkt in eine Tablettensucht geraten. Er zeigt außerdem anhand zweier Betroffener, wie Sucht entsteht, wo es Unterstützung für die Entwöhnung gibt und wie ein Leben danach gelingen kann. Bei Wolfgang Ebser tritt im Alter von 35 Jahren plötzlich eine Muskelerkrankung auf. Sein Arzt verschreibt ihm Xanor, ein muskelentspannendes Arzneimittel aus der Gruppe der Benzodiazepine. Damit bleibt Wolfgang Ebser arbeitsfähig, aber nur, wenn er die Dosis stetig erhöht. Nach 13 Jahren nimmt er schließlich ein Zwanzigfaches der verordneten Menge. Es wundert ihn selbst, dass der hohe Konsum seiner Hausärztin nicht auffällt. Denn Benzodiazepine machen schon nach wenigen Wochen abhängig, der Entzug zählt zu den schwersten überhaupt. Die Schicksale der beiden sind typisch für eine Sucht, die fernab der Drogenszene entsteht, von der schätzungsweise 150 000 Menschen in Österreich und 1,5 Millionen in Deutschland betroffen sind, Frauen häufiger als Männer, Ältere öfter als Jüngere. Und die eines kennzeichnet: Sie wird zu 90 Prozent von Ärzten verursacht. Das weiß Michael Musalek, der ärztliche Leiter des Anton-Proksch-Instituts in Wien, einer der größten Suchtkliniken Europas. Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial haben Schmerzmittel genauso wie Schlaf- und Beruhigungsmedikamente, allesamt Arzneimittel mit hohen und immer noch steigenden Verschreibungs- und Verkaufszahlen. Sowohl Doris Grötzer als auch Wolfgang Ebser haben den Entzug geschafft und wissen heute wieder, was Lebensqualität bedeutet. Doch nicht allen gelingt dieser schwere Weg.
22:00
ZIB 2
22:25
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Oliver Hirschbiegel... Die Franzosen stehen vor den Toren Roms. Für Papst Alexander IV. wird es zunehmend schwierig, den Frieden zu wahren.
23:15
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Dearbhla Walsh... Rodrigo Borgia (John Doman) wird ins Papstamt eingeführt und besetzt viele Posten neu.
00:05
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Dearbhla Walsh... Rodrigo (John Doman) schmiedet eine Allianz mit den italienischen Stadtstaaten.
01:00
R: Bettina Wobst... In den letzten Jahren hat der Wassertourismus auf der Elbe immer mehr zugenommen. Damit steigt auch die Zahl derjenigen Hobby-Wassersportler, die über keine Erfahrung mit dem Strom verfügen. Es kommt immer wieder zu teils tödlichen Unfällen. Der Film fragt: Was sind die Ursachen für solche Unfälle? Wo sind besonders neuralgische Stellen auf dem Fluss? Ist die Elbe wirklich so gefährlich, oder wird sie einfach nur unterschätzt? Es ist ein warmer Tag im August 2016 – ideal für einen Ausflug auf der Elbe. Auf der Höhe des Kurortes Rathen steht ein Mann auf einem Stand-Up-Paddle-Board, einer Art Surfbrett. Vorn auf dem Board sitzt ein kleines Mädchen, die Tochter seiner Freundin. Sie kommen in der Flussmitte schnell voran. Doch dann übersieht der Paddler das gefährliche Seil der Rathener Gierseilfähre. Er prallt gegen die letzte Tonne vor dem Fährschiff. Das Mädchen kann sich ans Ufer retten, aber der Mann ertrinkt. Er hatte sich im Seil verfangen, blieb minutenlang unter Wasser. Die Elbe schreibt viele solcher Geschichten. Zwei Touristinnen, die sich ein Kajak ausleihen, werden von der Strömung unter ein Hotelschiff gedrückt. Eine der Frauen stirbt. Vor Pillnitz ertrinkt eine Frau in einem Faltboot nach der Kollision mit einer Boje. Ein Motorbootskipper rammt aus Versehen eine Gruppe von Paddlern und verletzt dabei einen der Männer schwer. Oft wird vergessen, dass die Elbe eine viel befahrene Wasserstraße ist – mit starker Strömung, vor allem an Brückenpfeilern und Bojen. Die meisten Unfälle passieren einfach durch Leichtsinn, gepaart mit Unerfahrenheit, sagt Martin Zavesky von der Wasserwacht. Er trainiert regelmäßig mit seinem Team, um Menschen im Fluss retten zu können. Aber bei der Zunahme an Freizeitkapitänen in den letzten Jahren sei eine großflächige Kontrolle des Flusses kaum möglich.
01:30
10 vor 10
02:00
ECO
02:25
Eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit: Panorama zeigt, wie Themen, die uns heute beschäftigen, einst im Fernsehen behandelt worden sind. Das Thema diesmal: Weil's so gut schmeckt! Auch schon 1951 waren einige Damen darauf erpicht, überschüssige Fett-Areale am Körper loszuwerden. Der damals präsentierte Traxator sollte das Fett am Bauch durch Knetmassagen verschwinden lassen. Das Ding sah aus, wie ein Staubsauger, der zweckendfremdet wurde. Walter Pissecker drehte 1977 am Würstelstand, einer Wiener Institution, bei der über alles geredet wird – aber sicher nicht über Diät-Maßnahmen. Im selben Jahr eruierte Alfred Stamm einen Tag vor Weihnachten für die Zeit im Bild, was denn so alles zu den Feiertagen aufgetischt wurde. 1971 machte man sich darüber Gedanken, wie das Essen der Zukunft aussehen würde. In der Sendung Die Welt von morgen wurde ein utopisches Menü aus dem Jahr 2000 zusammengestellt. Und, wie man sich das vorgestellt hat, lässt uns heute schmunzeln und ein wenig schaudern. Dann geht es endlich ums Dessert: Helmut Zilk zeigte 1980 in der Sendung Bitte zu Tisch eine Kostprobe seiner Kochkünste und stellte einen Klassiker der Wiener Mehlspeisküche her: Marillenknödel! Dabei ging er höchst konzentriert vor. Schließlich verstirbt der junge Otto Schenk fast an einer kulinarischen Köstlichkeit. Natürlich nur zu Show-Zwecken: Zeigte er doch als Jäger, dass man nie wissen kann, was man so aufgetischt bekommt. Bei der Halali-Frischpilz-Suppe muss man ganz besonders aufpassen.
02:50
R: Hannah Hoare... Die Reihe Indiens wilde Schönheit führt zu den spektakulärsten und schönsten Regionen Indiens und ihren Bewohnern. Die erste Folge zeigt die raue Landschaft der Wüste Thar. Die Wüste Thar ist ein Land der Kontraste. Sie erstreckt sich über fast 240 000 Quadratkilometer. Sand- und Steinwüste wechseln sich ab mit Dornsavannen und Grasland. Extreme Hitze und Trockenheit haben der Wüste den Beinamen Land des Todes eingebacht. Dennoch ist die Thar eine der am dichtesten besiedelten Wüsten der Welt. Die farbenprächtigen Städte Jodhpur und Jaipur liegen in ihren Randgebieten. Jaipur, die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Rajasthan, ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt. 1981 lebte dort eine Million Menschen, 2011 waren es schon 3,9 Millionen. Und selbst in den trockensten Wüstenregionen wohnen Menschen: Nomaden, die eine besondere Pferderasse, die Marwari, und die besten Kamele Indiens züchten. Für Wildtiere bietet die Wüste einen Rückzugsort. So ist es ein besonders beeindruckendes Schauspiel, wenn nahe des kleinen Wüstenortes Khichan Tausende Jungfernkraniche ihr Winterlager aufschlagen. Diese kleinste aller Kranicharten trotzt auf ihrer Migrationsroute aus dem Norden Asiens in das warme Indien den widrigsten Bedingungen. Auf ihrem Weg überqueren die Tiere sogar den Himalaya. Das Zusammenleben von Mensch und Tier wird vielerorts bestimmt durch den hinduistischen Glauben. Zahlreiche Tiere werden als Götter verehrt und stehen unter besonderem Schutz. So steht in der Stadt Deshnoke ein Rattentempel. Die kleinen Nager, die in vielen Regionen der Erde gnadenlos verfolgt werden, bekommen hier Nahrung und werden verehrt. Und die Affen des Hanuman-Tempels in Jaipur sind schon lange dafür bekannt, dass sie sich dem Stadtleben besonders gut angepasst haben.
03:35
R: Hannah Hoare... Entlang der indischen Westküste erstrecken sich die Westghats auf über 1600 Kilometern. Die Bergkette bildet eine natürliche Barriere für die vom Ozean heranziehenden feuchten Luftmassen. Sie bekommt so viel Regen wie kaum eine andere Gegend Indiens. Der dortige tropische Regenwald bietet besonderen Tieren und Pflanzen Lebensraum. Der vom Aussterben bedrohte Bartaffe teilt sich die Früchte der Urwaldbäume mit Languren und Riesenhörnchen. Am Boden des Dschungels leben Schlangen – unter anderem die Herrscherin des Dschungels, die Königskobra. Die Menschen haben sich die hervorragenden Wachstumsbedingungen in den Westghats schon lange für die Landwirtschaft zunutze gemacht. Die Produkte der Plantagen werden von hier aus in die ganze Welt verschifft. Elefanten kommen auf ihren Wanderungen oft zu nah an menschliche Siedlungen und Felder, die in ihren traditionellen Wandergebieten liegen. Auch Königskobras, wenn sonst auch scheue Tiere, verirren sich manchmal in menschliche Behausungen – eine Gefahr für beide Seiten. In Westindien gibt es Traditionen, die die Verbindung von Tieren und Menschen feiern. Beim Volk der Karube führen junge Männer in Tigerkostümen und von Musikern begleitet den Tigertanz Hulivesha auf: Neun Tage lang wird dieses Fest zu Ehren des Tigers gefeiert.
04:20
R: Colin Collis... Der Ganges ist Indiens längster und heiliger Fluss. Von den Gletschern des Himalaja bis in den Golf von Bengalen zieht sich die Lebensader für Mensch und Tier. Seine Reise beginnt der Ganges im Himalaya. Am Fuß des Gangotri-Gletschers fließt das Gletscherwasser im Bhagirathi bergabwärts. Es ist der größte Quellfluss des Ganges. Doch in den letzten 25 Jahren ist das Gletschereis um fast 850 Meter zurückgewichen. Viele Bewohner haben Angst, dass die Quelle des heiligen Flusses eines Tages versiegen könnte. Pilger kommen regelmäßig dorthin, um sich mit den eisigen Wassern zu waschen. Für die Tierwelt ist der Ganges ein wichtiger Lebensraum – nicht nur im Himalaya-Gebiet, sondern vor allem in der fruchtbaren Ebene, die die Tiere sich allerdings mit einer wachsenden menschlichen Bevölkerung teilen müssen. Einige Tierarten werden durch den kleiner werdenden Lebensraum immer seltener, wie zum Beispiel der Ganges-Flussdelfin oder das gewaltige Panzernashorn.
05:00
R: Colin Collis... Der Himalaya, das größte Gebirge der Welt, bildet von West nach Ost einen 2500 Kilometer langen Bogen im Nordosten Indiens. Außerhalb Asiens gibt es keinen Berg, der über 7000 Meter hoch ist, doch im Himalaya gibt es über 100, auch alle 14 Achttausender befinden sich dort. Nicht nur die menschlichen Gebirgsbewohner lebten hier jahrhundertelang in völliger Abgeschiedenheit. Geprägt von eisigen Winden, niedrigen Temperaturen und wenig Sauerstoff sind die Berge Heimat einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen: Schneeleoparden durchstreifen riesige Reviere. Blauschafe, die auf bis zu 5000 Metern Höhe leben, sind wahre Kletterkünstler, sodass Schneeleoparden sie meist nur nachts reißen können. Die Changpa-Nomaden züchten im Himalaya ihre Ziegen, von denen sie die berühmte Kaschmirwolle gewinnen. Sie leben im Sommer auf 5000 Metern Höhe, doch wenn die Temperaturen im Winter auf bis zu minus 50 Grad Celsius fallen, ziehen sie sich in tiefer gelegene Winterlager zurück.
05:45
R: Annette Pöschel... Einst zogen die Chepang im Süden von Nepal als Nomaden durch die Wälder. Dann wurden sie zwangsangesiedelt. Seitdem versuchen sie sich an ihre neuen Lebensbedingungen anzupassen. Das ist nicht leicht, denn früher gab ihnen der Wald in den Bergen fast alles, was sie brauchten: Essen, Wasser, Medizin. Nun leben sie in Lehmhütten, von dem, was ihre kleinen Äcker hergeben. Das reicht meist nicht das ganze Jahr. Also müssen sie sich als Tagelöhner oder als Gastarbeiter im Ausland verdingen. Als die beiden Deutschen Daniela Jährig und ihr Mann Steffen Schöley zum ersten Mal in die Region kamen, waren sie angetan von dem freundlichen Volk. Als ihnen auffiel, dass fast nur Jungen zur Schule gingen, gründeten sie den Verein LiScha Himalaya und starteten ein Bildungsprojekt für Mädchen. Nach und nach stießen sie weitere Projekte an. Die Dokumentation Die Chepang – Nepals vergessene Ureinwohner stellt Daniela Jährig und Steffen Schöley und ihren Verein LiScha Himalaya vor.
06:15
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
Gastgeber im Kölner Sommertreff sind die Journalistin und Moderatorin des ARD-Morgenmagazins Susan Link und der Autor und Moderator Micky Beisenherz. Sie begrüßen in dieser Ausgabe den Hypnotiseur Jan Becker, das Curvy-Model Angelina Kirsch, den Lindenstraßen-Schauspieler Joachim Luger und Johnny Bastiampillai, der das Gladbecker Geiseldrama als Kind hautnah miterlebte.
11:45
Aufgetischt wird in dieser Folge in Mittelkärnten, wo rund um St. Veit an der Glan faszinierende Wirklichkeiten entdeckt werden, in denen Individualität ganz vorne steht. Schon allein der Duft aus seinen Öfen führt in die Welt des Genussbäckers Harald Taupe. Er widersetzt sich dem Produktionsdruck und bäckt in St. Veit seinen eigenen Osterreindling – ein traditionelles Hefegebäck – im Ofen auf offener Straße. Südlich von St. Veit, im Flussbett der Görtschitz, schwemmt der Maler Erwin Klinzer Schicht für Schicht seine außergewöhnlichen Sandbilder. Mut zum Risiko bewies Josef Habich, der für sein eigenes Bier die richtige Quelle in der Wimitz im Tal der Gesetzlosen gefunden hat. Seit Jahren wird in Friesach, der ältesten Stadt Kärntens, an einem historischen Burgbau gehämmert und geklopft. Der ehemalige Bürgermeister und Bahnangestellte Max Koschitz dirigiert jetzt als Fürst alle mittelalterlichen Angelegenheiten. Zwischen Friesach und St. Veit, am Südufer des Längsees, arbeitet der nächste Individualist, Marcus Gruze, an seinen weithin geschätzten bio-dynamischen Pinots. Für einmalige Gerichte in dieser Welt der ungewöhnlichen Individualisten rund um St. Veit sorgen Christian und Gabi im bodenständigen Wirtshaus Gelter und Markus Rath im exquisiten Rathhaus am Längsee.
12:30
ECO
13:00
ZIB
13:25
In Kambodscha lässt der Monsun großartige Tier- und Pflanzenwelten entstehen, die gleichzeitig durch die Wassermassen gefährdet sind: überleben zwischen Trockenheit und Überschwemmung. Wenn Trockenheit herrscht, bestimmt die Suche nach Wasserstellen das Dasein der Tiere. Es entsteht ein zäher Überlebenskampf, und das Gedränge um das wenige verbliebene Wasser wird gefährlich. Die schwächeren Tiere setzen für einige Tropfen ihr Leben aufs Spiel. Wenn der langersehnte Regen dann endlich fällt, überrollen Flutwellen das Land. Sie füllen die zahlreichen Wasserwege, die das Land wie Arterien versorgen. Dann schafft der Regen ein buntes Gemisch von Lebensräumen in einem Gebiet von 30 000 Quadratkilometern. Selten gewordene Raubtiere wie der Nebelparder schleichen durch den Dschungel. Es wachsen Pflanzen, die besondere Strategien entwickelt haben, um jeden Tropfen Wasser zu nutzen. Die Kamera beobachtet aus nächster Nähe, wie ein Kragenbär mit seiner höchst sensiblen Nase Nahrung findet und wie Kahlkopfgeier den natürlichen Kreislauf in Gang halten. Sie zeigt in faszinierenden Bildern Haubenlanguren, die sich elegant durch das oberste Stockwerk des Regenwaldes schwingen und sich auf ganz spezielle Art ernähren.
14:10
R: James Hemming... Die Natur Malaysias beeindruckt mit imposanten Bergketten, atemberaubenden Wäldern und unermesslichem Artenreichtum. In jedem Winkel behauptet sich das Leben in wunderbaren, bizarren Formen. Der Blick hinter das Geheimnis dieser Vielfalt zeigt unter anderem, wie sich in dem feuchtheißen Klima extrem unterschiedliche Lebensräume entfalten, und bietet gleichzeitig großartige Bilder von den seltenen Tieren, die dort leben und ums Überleben ringen. Die Dokumentation thematisiert den täglichen Kampf ums Dasein genauso wie die Schönheit der tropischen Fauna. Sie erzählt außerdem von Malaysias höchstem Berg, der jedes Jahr noch weiter wächst. Sie berichtet von Insekten, die es mit unglaublichen Tricks schaffen, ihre Beute in die Irre zu führen. Sie zeigt, was es für die Natur bedeutet, wenn pro Quadratmeter bis zu drei Meter Regen jedes Jahr fallen und an 365 Tagen im Jahr die Sonne zwölf Stunden lang scheint. Die Kamera hält seltene Momente wie den erbitterten Kampf zweier Nashornkäfer und Badeszenen von Zwergelefanten fest, die es nur noch auf Borneo gibt. Malaysias Regenwald erscheint in seiner ganzen Pracht, und jedes Bild ist der Beweis für die Existenz eines einmaligen Naturparadieses.
14:50
R: James Hemming... In Thailands Flora und Fauna treffen Extreme aufeinander. Dort sind Tiere und Pflanzen Bedingungen ausgesetzt, die das Überleben zum täglichen Kampf machen. In dem Hotspot der Artenvielfalt kommen zahlreiche Heilpflanzen vor, die sowohl die Menschen als auch die Tiere zu nutzen wissen. Gleichzeitig besticht das Land durch seine grandiosen Millionen Jahre alten Landschaften und seine uralte Kultur. Die Dokumentation zeigt Mangrovenwälder, in denen Krabbenkämpfe auf Leben und Tod stattfinden, und Korallenriffe, die 4000 Arten beherbergen. Und sie stellt eine Insel vor, auf der Makaken nur überleben, weil sie gelernt haben, Steine als Werkzeug zu benutzen.
15:35
R: James Hemming, Allison Bean... Vietnams Natur hat einen schwierigen Weg hinter sich gebracht: Der Vietnamkrieg hinterließ viel Zerstörung. Doch die Natur ist wie ein Phoenix aus der Asche neu entstanden. Tiere, die in Höhlen Schutz gesucht hatten, tummeln sich heute wieder in den Wäldern. Unter den Pflanzen ist der Bambus der größte Überlebenskünstler. Vor nicht einmal 50 Jahren sah es in diesem geschundenen Land noch ganz anders aus. Über ein Jahrzehnt lang, als der Kampf zwischen den Menschen zu einem Krieg gegen die Natur wurde, verschwanden große Waldflächen Vietnams unter anderem durch den Einsatz des Entlaubungsmittels Agent Orange. Die Verwüstung war so massiv, dass die Begriffe Naturkrieg und Umweltzerstörung die Region prägten. Eine wichtige Rolle in dieser Zeit spielte Hang Toi, eine der größten Höhlen der Welt. Sie wäre groß genug, um ein Hochhaus darin zu bauen. Damals rettete sie als Schutzraum Menschen und Tieren das Leben. Noch heute nutzen seltene Primaten die Höhle, von denen man angenommen hatte, sie seien ausgestorben. Erst 30 Jahre später tauchte eine kleine Gruppe der Hatinh-Languren wieder auf.
16:20
R: James Hemming, Allison Bean... Im Südwesten Chinas befindet sich einer der schönsten und geheimnisvollsten Naturräume der Erde: Die Provinz Yunnan beherbergt so viele verschiedene Pflanzenarten wie die ganze Nordhalbkugel. Die Dokumentation macht deutlich, warum der Südwesten Chinas immer noch eines der größten Rätsel der Natur ist. Die Reise führt von den Ausläufern des Himalajas bis zu den bewaldeten Tälern. China verbraucht zweimal so viele Ressourcen wie nachhaltig wären. Die Natur ist nur noch in wenigen Teilen der Volksrepublik so unberührt wie im Himalaja. Überall sonst zahlen Tiere und Pflanzen einen hohen Preis für die wachsende Zersiedlung und den industriellen Aufschwung. In der Provinz Yunnan sind einige Gebiete von den Veränderungen verschont geblieben. Hoch oben in den Bergen wird das Kamerateam davon Zeuge, wie sich tibetische Makaken an ihre lebensfeindliche Umgebung angepasst haben. Undurchdringliche Wälder bieten Schutzräume für eine unberührte Natur. Weberameisen bauen mit einer ganz speziellen Technik ihre Nester. Außerdem gibt es 70 verschiedene Höhlenfische, so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt.
17:00
R: Marion Pöllmann, Rainer Bergomaz... Tierfilmer Rainer Bergomaz und sein indianischer Kollege Yung Sandy begeben sich auf eine Expedition in eines der letzten unerschlossenen Gebiete der Erde, um den Mohrenkaiman zu finden. Bisher weiß man kaum etwas über den großen Bruder des Alligators und das größte Krokodil Südamerikas. Wie alle großen Echsen wurde auch der Mohrenkaiman über Jahrhunderte hinweg erbarmungslos gejagt. So ist seine Art inzwischen stark gefährdet. Der Oberlauf des Essequibo tief im Hinterland Guyanas ist eine der letzten Regionen, in denen man heute noch Exemplare von mehr als fünf Metern Länge findet. In dieses unwegsame Gebiet haben sich Rainer Bergomaz und Yung Sandy aufgemacht. Bei ihren Begegnungen mit dem Mohrenkaiman erhalten sie einen einmaligen Einblick in das Leben der Urzeitmonster.
17:45
R: Marion Pöllmann, Rainer Bergomaz... Rainer Bergomaz und Yung Sandy überwinden Stromschnellen, Flüsse und Wasserfälle, klettern auf 50 Meter hohe Bäume, kämpfen sich durch Buschwerk und Lianen, um ein Harpyien-Nest zu finden. Harpyien zählen zu den mächtigsten Greifvögeln der Welt. Die seltenen Adler leben in den Regenwäldern Südamerikas. Der Griff ihrer Klauen ist kräftiger als der Biss eines Schäferhundes, ihre Krallen sind länger als die des Grizzlybären. Ihren scharfen Augen entgeht keine Bewegung, und kein anderer Vogel fliegt so lautlos und wendig durch das Geäst der Bäume. Ihre Nester liegen 40 und mehr Meter hoch in den alles überragenden Kapokbäumen. Während ihrer abenteuerlichen Expedition erhalten die beiden Tierfilmer nicht nur spannende Einblicke in das Leben der Harpyien, sie finden auch verwunschene Landschaften und begegnen zahlreichen fremdartigen Tieren wie dem Riesengürteltier.
18:30
nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
Sie sind überall. Wie Umweltgifte das Immunsystem von Kindern beeinflussen können., Rückgang des IQ, Zunahme von Autismus: Seit Anfang der 1990er-Jahren gibt es vermehrt Hinweise, dass hormonähnlich wirkende Substanzen die menschliche Gesundheit nachteilig beeinflussen. Die sogenannten Umwelthormone finden sich in Plastikprodukten, in Kosmetikartikeln und auch im Essen. Gibt es überhaupt unbedenkliche Alternativen?
21:00
Hormone sind Taktgeber unseres Lebens. Sie läuten Lebensphasen wie Pubertät oder Menopause ein und steuern deren Verlauf. Sie beeinflussen Stoffwechsel, Stimmungen, sogar unser Wesen. Doch haben wir sie ganz verstanden? Hormone werden auch therapeutisch eingesetzt – etwa bei bestimmten Krebserkrankungen. Dabei ist das Wissen über Hormone, ihre Steuerung durch das Gehirn und ihr Einfluss auf den Organismus längst noch nicht komplett. Hormonähnliche Stoffe aus der Umwelt stören diese Wechselwirkungen obendrein. Wasserbüffel haben keine Stresshormone. Als im Mai 2018 ein paar ausgebüxte Exemplare die A3 für mehrere Stunden blockierten, ließen sich die Büffel durch anrückende Polizei, Feuerwehr und andere Rettungskräfte nicht aus der Ruhe bringen und blieben, wo sie waren. Beim Menschen sieht das ganz anders aus: Hormone steuern unser Leben in den großen Phasen der Entwicklung und in den kleinen des Alltags: Erwachsen werden, Altern, Stress, Glück, Zufriedenheit, Liebe, Aggression – alles ohne Hormone nicht denkbar. Ganz erforscht sind die komplexen Botenstoffe noch nicht. Oxytocin, das Hormon, das für mütterliche Gefühle und Bindungsfähigkeit zuständig ist, soll als Medikament bei Autismus helfen. Wie genau und in welcher Dosierung, ist noch unklar. Auch andere Hormone wie das weibliche Sexualhormon Östrogen und seine Wirkung bei neurosensorischen Erkrankungen stehen im Mittelpunkt der Forschung. Doch nicht nur die körpereigenen Hormone bestimmen unser Leben: Seit etwa 50 Jahren bemerken Forscher, dass sich Umweltgifte negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit von Tieren auswirken. Dasselbe gilt auch für Menschen: Stoffe wie Bisphenol A oder DDT wirken im menschlichen Organismus wie Hormone. Sie könnten – schon in geringster Dosis – die Ursachen für verfrühte Pubertät, Fettleibigkeit bei Jugendlichen, zu früh einsetzende Wechseljahre oder gar das generelle Absinken des Intelligenzquotienten sein. Durch das komplexe Wechselspiel des Hormonhaushalts sind diese Auswirkungen noch längst nicht ausreichend erforscht. Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen die Rolle der Hormone als Taktgeber unseres Lebens.
22:00
ZIB 2
22:25
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Andrea Sawatzki; S: Tom Fontana; R: Metin Hüseyin... Lucrezia verlangt von Rodrigo, eine normale Ehe führen zu dürfen, doch Rodrigo verweigert diesen Wunsch. Lucrezia widersetzt sich ihrem Vater, Giovanni erweist sich jedoch als impotent. Prinzessin Maria Enriques de Luna erscheint ohne ihren Ehemann Juan im Palast. Sie erwartet ein Kind. Rodrigo erfährt, dass Adrianas Sohn Migliorati den Angriff auf Giulia in Auftrag gegeben hat, und sinnt auf Vergeltung. Doch mit Adrianas Hilfe kann dieser fliehen. Adriana wird verbannt. Rodrigo gibt Giulias Drängen nach und lässt zu den Waffen greifen. Juan wagt entgegen dem Rat seines Kommandanten Montefeltro einen Angriff auf die Festung der Orsini. Juans Plan schlägt fehl, er selbst wird gedemütigt. Unterdessen fällt die französische Streitmacht in Italien ein, und Frankreichs König Karl VIII. erhebt Ansprüche auf das Königreich Neapel. Unterdessen erweist sich Cesare als brillanter Stratege. Rodrigo offenbart Cesare, dass er sein Nachfolger auf dem Stuhl Petri werden soll. Er soll nach Neapel reisen und seinen Bruder Goffredo mit Alfonsos Tochter Sancia trauen. Juan begleitet Cesare. Anstelle des elfjährigen Bräutigams verbringt er die Nacht mit Sancia, während sein Scherge Migliorati ermordet wird.
23:15
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Assumpta Serna; S: Tom Fontana; R: Metin Hüseyin... Lucrezia (Isolda Dychauk) will ihren Ehemann vergiften. Die politische Situation eskaliert und zwingt Rodrigo zum Rückzug in die Engelsburg.
00:10
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Assumpta Serna; S: Tom Fontana; R: Christoph Schrewe... Rodrigo und seine Familie haben sich vor den anrückenden Franzosen in der Engelsburg verschanzt, wo Giulia ihre Tochter Laura zur Welt bringt. Die Franzosen besetzen die Ewige Stadt, plündern und vergewaltigen. Rodrigo will mit König Karl verhandeln. Ein politisches Tauziehen beginnt. Rodrigo offeriert Karl freie Passage durch den Kirchenstaat, sofern Cesare aus der Gefangenschaft entlassen wird. Rodrigos Plan geht auf, Cesare kommt frei. Zurück in Rom vermittelt er zwischen Papst Alexander und König Karl. Juan, der sich nach seiner militärischen Niederlage versteckt gehalten hat, kehrt heimlich zurück. Cesare stellt seinen Bruder zur Rede. Rodrigo muss die beiden Brüder auseinander zwingen. Lucrezias Ehe mit Giovanni Sforza wird geschieden. Giovanni muss unterschreiben, dass seine Impotenz der Grund der Annullierung ist. Sein Ruf ist ruiniert. Während Cesare König Karl nach Neapel begleitet, um ihn dort zum König zu krönen, schließt Rodrigo mit den italienischen Stadtstaaten, Spanien und dem deutschen Kaiser einen Heiligen Bund, der Frankreich für alle Zeiten aus Italien verbannt.
01:00
10 vor 10
01:30
Rundschau
02:15
R: Kathrin Winzenried... Ganz unten hat der Tamile Kumar Satkunam einst als Flüchtling im Gastgewerbe angefangen. Heute ist er sein eigener Chef und zeigt lernhungrigen Schweizern, wie man gesundes Essen kocht. Was viele Tamilen der ersten Generation in der Schweiz nicht geschafft haben, ist ihm gelungen: der Aufstieg in der Gesellschaft. Kathrin Winzenried hat dem umtriebigen Unternehmer in den Kochtopf geschaut, um das Geheimnis seines Erfolgs zu ergründen. Anfang der 1980er-Jahre kam Kumar Satkunam als einer der ersten tamilischen Flüchtlinge in die Schweiz. Mit nichts mehr als ein bisschen Bargeld in der Tasche landete er als knapp 20-Jähriger via Deutschland in der Schweiz. Es war ein Schock, ich hatte keinen Plan, was ich hier soll, erinnert er sich. Als Blechputzer in einer Bäckerei fand er seinen ersten Job in Bern. Dann folgten Jahre des Geldverdienens im Gastgewerbe. Er heiratete Hema, die ebenfalls aus der Heimat geflüchtet war vor dem Krieg, und gründete eine Familie mit ihr. Beinahe verloren habe er sich in dieser Zeit. Doch dann kam der Wendepunkt. Er besann sich zurück auf seine Wurzeln und begann wieder zu essen und zu kochen wie einst in Sri Lanka: ayurvedisch. Kumar Satkunam bildete sich zum Therapeuten aus, gründete in Bern ein Geschäft mit Massagepraxis und ayurvedisch-vegetarischem Restaurant und traf damit den Nerv der Zeit. Hört auf, ständig zum Arzt zu rennen, so eine seiner simplen Botschaften, die Nahrung ist unser Medikament!.
02:35
Hessenreporter
03:05
R: Kurt Mündl... Der Film von Kurt Mündl zeigt die Wälder, Hügel, Hochmoore und Täler des nördlichen Waldviertels, eine der ältesten Kultur- und Naturlandschaften Österreichs, im Lauf der Jahreszeiten. Das Waldviertel besteht aus endlos scheinenden Wäldern, wilden Flüssen, sumpfigen Teichen und romantischen Hochmooren. Sonne, Regen, Wind und Schnee haben Natur und Mensch stark geprägt und dem niederösterreichischen Landesteil seinen Zauber verliehen. Ein geologisches Phänomen ist das uralte Riesengebirge. Es ist älter als die Alpen und weist tonnenschwere Gneis- oder Granitblöcke in skurrilen Formen auf. Eines der weltweit bekanntesten archäologischen Fundstücke stammt aus dem Waldviertel – die 1908 gefundene, elf Zentimeter hohe Statuette einer Frau, die Venus von Willendorf.
03:45
R: Roland Buzzi... Es ist die Weite, die den Besucher des Weinviertels in seinen Bann schlägt. Das Viertel unter dem Manhartsberg, so genannt seit 1254, vermittelt ein Gefühl der Endlosigkeit. Seinen Namen trägt das Weinviertel nicht von ungefähr – der Weinbau bestimmt das Landschaftsbild in all seinen Kulturformen und ist seit jeher prägend für die Bewohner dieser Region. Ein sanftes, wärmebegünstigtes Hügelland, das von Menschen genutzt wird, aber noch viele ursprüngliche Eigenarten bewahrt hat, ein stilles Land mit viel Vergangenheit und verborgenen Schätzen.
04:30
R: Waltraud Paschinger... Mächtige Bergketten prägen den Naturpark Steirische Eisenwurzen. Die archaische Gebirgslandschaft wirkt, als hätte sie sich nie verändert. Ein Film über die Region einst und heute. Vor einigen Millionen Jahren wohnten dort faustgroße Schnecken in küstennahen Sandbänken warmer tropischer Meere. Wo sich heute Wiesen und urtümliche Wälder erstrecken, bedeckten noch vor 20 000 Jahren gigantische Gletscher das Land. In jüngerer Vergangenheit war die Eisenwurzen Zentrum der Eisenverarbeitung. Mit den qualitativ hochwertigen Waffen, Sensen und Werkzeugen, die dort geschmiedet wurden, betrieb man regen Handel bis in den arabischen Raum. Hand in Hand mit der Erzgewinnung nahm auch die Holzindustrie ihren Aufschwung.
05:15
R: Alfred Ninaus... Ein reißender Fluss, bunte Streuwiesen oder ein atemberaubender Blick vom 2700 Meter hoch gelegenen Dachstein – das Ennstal ist sehr facettenreich. Doch die Landschaft war lang gefährdet durch Flussbegradigungen im 19. und 20. Jahrhundert. Ein EU-Projekt schuf wieder naturnahe Auen- und Flusslandschaften sowie neue Lebensräume. Der Film erzählt die Geschichte des Tals und zeigt das Leben seiner Bewohner. Ursprünglich schlängelte sich die Enns kurvenreich durch ein lang gezogenes Tal. Dann wurde immer mehr Anbaufläche gewonnen, wurden Nebenarme gekappt, Moore trocken gelegt. Die Flora und Fauna verarmte. Immer öfter gab es verheerende Hochwasser. Vor 20 Jahren startete das EU-Projekt Life. Naturnahe Flusslebensräume und Auwälder entstanden, aber auch ausgedehnte Moorlandschaften. Die für diese Landschaft typischen Torfmoose wurden angebaut, bald siedelten sich seltene Vogelarten wieder an wie der Wachtelkönig, Wanderfalke oder Eisvogel. Aber auch der Braunbär kehrte zurück. Heute ist die einmalige Flusslandschaft das ganze Jahr über ein Gebiet für sanften, naturnahen Tourismus: Im Mai und Juni locken ganze Wiesen voller blauer Schwertlilien Wanderer und Naturbegeisterte an, aber vor allem die Ski-Gebiete im Ennstal sind ein Publikumsmagnet. Darüber hinaus ist das Ennstal seit Jahrhunderten durch Handel und Verkehr geprägt. Das Eisen vom Erzberg oder Lebensmittel wurden auf der Eisenstraße und auf der Enns befördert. Waren es früher Fuhrwerke, Flöße und Enns-Schiffe, übernahmen später Bahn und Lkw den Transport der Güter.
05:55
Die Start-up-Szene in Afrika boomt. Handy und Internet verändern viele Länder schneller als 50 Jahre Entwicklungshilfe. Als Herz der digitalen Entwicklung gilt Kenia. Silicon Savannah wird das Safari-Land genannt, ein neues Silicon Valley – nicht in Kalifornien, sondern in der afrikanischen Savanne. Digitales Meisterstück Kenias ist M-Pesa, ein Handy-Bezahlsystem, das ohne Bankkonto und ohne Kreditkarte auskommt. 2007 von Safaricom gegründet, ist die mobile Bank inzwischen Weltmarktführer. Allein im Großraum Nairobi entwickeln derzeit 500 junge Technologie-Unternehmen innovative Apps, Produkte und Services. Sie sitzen und brüten in Orten, wie dem iHub, dem NaiLab und bei Andela. Wenn Dinge in Afrika funktionieren, dann funktionieren sie überall auf der Welt, lautet das oft zitierte Motto. Der Beitrag zeigt einzigartige mobile Lösungen, wie den Brck, ein WLAN-Router, der stromlose Landstriche mit Internet ausstattet, und einen Hartschalenkoffer mit dutzenden, robusten Kindercomputern, der problemlos aufs Land gekarrt und dann quasi als digitales Klassenzimmer für acht Stunden eingesetzt werden kann. Mobile Solar-Ladestationen wie M-Kopa-Solar machen es auch in Dörfern ohne Elektrizität möglich, das Netz zu benutzen und Handys zu laden.
06:15
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
Nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
Nano
10:15
Markus Lanz
11:30
Vera Russwurm spricht mit Menschen, die ein Problem bewältigt haben. Sei es beruflich, privat, gesundheitlich. Diesmal mit dabei: eine Domina und ein Paar, das trotz Trennung zusammenlebt. Pamela Fuchs erzählt, wie es dazu kam, dass sie Domina wurde, und erinnert sich an den tödlichen SM-Unfall eines Freiers. Ihr Leben hat sie seither komplett verändert. Wer ihr dabei geholfen hat, berichtet sie gemeinsam mit ihrem Anwalt Dr. Martin Mahrer. Das ehemalige Ehepaar Hemma Moshammer und Wolfram Bitterlich lebt getrennt, mit jeweils neuem Partner, aber doch unter einem Dach. Man wollte sich wegen der Kinder nicht räumlich entfernen. Wie dieses Patchwork-Lebensmodell aussieht und funktioniert, erzählen sie gemeinsam mit ihren drei Kindern bei Vera. Nur verpeilt – oder ernsthaft krank? Die junge Mina Teichert führte ein chaotisches Leben. Bereits als Kind war sie anders als ihre Spielkameradinnen, doch erst mit Mitte 20 bekam sie die Diagnose ADS. Sie berichtet, wie sie mit dieser Krankheit zu leben gelernt hat.
12:30
Sehen statt Hören
13:00
ZIB
13:15
R: Silke Gondolf, Thorsten Niemann... Die Panamericana ist ein System aus Schnellstraßen, das Alaska mit Feuerland an der Südspitze Argentiniens verbindet. Die Autoren sind die Verbindung über 35 000 Kilometer heruntergefahren. Der erste Teil der Reihe führt von Alaska bis nach Mexiko. Die Reise beginnt im arktischen Sommer. Wie so oft auf der Panamericana geht die Fahrt durch endlose, menschenleere Weiten ohne Gegenverkehr. Belebter wird es erst wieder an der kanadischen Grenze. Südlich der Musikerstadt Seattle in den USA sind die Überreste der größten neuzeitlichen Naturkatastrophe Nordamerikas zu sehen: der Vulkanausbruch des Mount St. Helens von 1980. Nach 5000 Kilometern erreichen die Reisenden den berühmten Redwood-Nationalpark. Die Panamericana-Route führt danach am Pazifik entlang und ist identisch mit dem berühmten Highway No. 1. Über San Francisco und Los Angeles geht es weiter in die Sonora-Wüste und schließlich in Richtung Mexiko.
14:00
R: Silke Gondolf... Der zweite Teil der Reihe führt von Mexiko bis nach El Salvador. Nicht nur die grandiose Landschaft berauscht, sondern auch das Nationalgetränk Tequila. Der weltberühmte Schnaps entsteht aus süßen Agavenfrüchten. Von Mexiko City geht es weiter in Richtung Guatemala. Das nächste Land auf der Reiseroute ist El Salvador. Hier ist es politisch so unruhig, dass eine Eskorte notwendig ist.
14:45
R: Silke Gondolf... Doku. Dritte Etappe der 35 000-Kilometer-Tour: „Von El Salvador bis Panama“., Bei El Salvador denkt man an Bürgerkrieg und Gewalt. Wohl nur Surffreaks wissen, dass das zentralamerikanische Land auch ein Wellenreiterparadies ist. Nachdem das Filmteam in Honduras die Gluthitze überstanden hat, wird ihm an der Grenze zu Nicaragua die Einreise verweigert. Man landet in Costa Rica, danach in Panama. – Aufregend und meditativ zugleich.
15:30
R: Silke Gondolf... Der vierte Teil der Reihe führt zunächst nach Kolumbien. In dem Land stellt man fest, dass es grandiose Landschaften und äußerst lebensfrohe Menschen gibt. In der drittgrößten Stadt des Landes, Cali, kann man aber auch andere Seiten entdecken. Menschen leben aus Schutz hinter Gittern, was bei der – vor allem nächtlichen – Gewalttätigkeit auf den Straßen üblich ist. Wie in den Ländern zuvor, ist auch auf der Reise durch Kolumbien Polizeischutz nötig – bis an die Grenze zu Ecuador. Dort überquert man den Äquator. Auf dem Weg in den Cajas-Nationalpark sind erstmals frei laufende Lamas zu entdecken. Wieder naht eine Staatsgrenze, diesmal zu Peru.
16:15
R: Silke Gondolf... Im letzten Teil der Reihe wird das Ziel der Reise erreicht: Feuerland. Doch zunächst besucht das Filmteam in den peruanischen Hochanden eine Alpaka-Züchterin. Die Anden sind mit über 9000 Kilometern die längste zusammenhängende Gebirgskette der Welt. Darüber schweben elegant die Anden-Kondore. Nach dem Grenzübertritt nach Chile geht es 1000 Kilometer lang durch die Atacama-Wüste. Die Wüste liefert perfekte Bedingungen für Blicke in den Weltraum: keine Lichtverschmutzung, kaum Luftströmungen und klarster Sternenhimmel. Vom dünn besiedelten Patagonien setzen die Reisenden schließlich nach Feuerland über. Das Abenteuer endet in der Stadt Ushuaia mit dem letzten Hafen vor der Antarktis.
17:00
R: Catherina Gilles... Landschaften von unvergleichlicher Schönheit und Ursprünglichkeit erwarten Reisende in Chiles wildem Süden, dem untersten Zipfel des Landes – südlicher findet man nur noch das arktische Eis. Viele, die einmal hierher kamen, blieben. Seit der Portugiese Hernando Magellan 1520 als erster Europäer die Meerenge durchsegelte, die nach ihm benannt werden sollte, zieht es Abenteurer und Handelsleute in die windumtoste Region. Der südlichsten Metropole an der Magellanstraße, Punta Arenas, verhalfen sie mit Schafzucht zu Ruhm und Reichtum. Die Inschriften auf den schneeweißen Gräbern und Mausoleen des prächtigen Friedhofs der Stadt zeugen von kroatischen, französischen, deutschen und anderen europäischen Einwanderern. Dem Pioniergeist dieser Siedler folgt der Film auf der Reise in die entlegensten Gebiete Patagoniens, von denen viele wie damals nur auf dem Wasserweg zu erreichen sind. Inmitten einer zerklüfteten Inselwelt und den gewaltigen Eismassen einer der größten Kontinentaleisflächen der Welt führt ein einziger Landweg in Chiles Süden: die Carretera Austral. Sie verläuft quer durch den gemäßigten Regenwald mit seinen gewaltigen Farnen und den riesigen Blättern der Nalca-Pflanze. Dazwischen, mitten im dichtesten Urwald, den die Siedler gegen alle natürlichen Widerstände urbar machten, findet sich eine Handvoll spitzgiebeliger Holzhäuser in typisch deutscher Bauweise. Sie sind Zeugnisse einer der jüngeren Pioniertaten in Chiles wildem Süden, der Gründung des Dorfes Puyuhuapi: 1935 erklärten vier Sudetendeutsche den abgelegenen Fjord zu ihrer Heimat. Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt lockt bis heute Siedler an – fasziniert von einer Landschaft zwischen schneebedeckten Gipfeln und inselreichen Fjorden. Die Natur ist nicht nur in Form von verheerenden Erdbeben und Vulkanausbrüchen allgegenwärtig. Das Filmteam kann Buckelwale, die in der Magellanstraße Krill und Fisch in rauen Mengen fangen, Kondore, Kormorane und Seelöwen beobachten und entdeckt eine einmalig artenreiche Unterwasserwelt. Ihr haben sich Vertreter der jüngsten Generation von Einwanderern verschrieben: europäische Meeresbiologen, die alles daransetzen, die unvergleichliche Vielfalt der Natur in Chiles wildem Süden zu erhalten.
17:45
R: Diana Seiler... Chile ist das Land der Vulkane. 2000 gibt es hier – aufgereiht wie an einer Perlenkette. Einer davon ist der Vulkan Villarrica, in dem es wieder zu brodeln beginnt. Chiles Ureinwohner, die Mapuche, versuchen auch heute noch mithilfe uralter Rituale die Geister in den Vulkanen zu beschwören. Diana Seiler ist es gelungen, die scheuen Ureinwohner in ihrem alltäglichen Leben und bei ihren Ritualen zu begleiten. Der Film zeigt, dass die Lava im Vulkan Villarrica wieder begonnen hat aufzusteigen. Am Fuße des brodelnden Berges liegt noch friedlich der Nationalpark Villarrica. Ganz besondere Bäume gibt es hier: die Araukarien. Die Chilenen sind so stolz auf diese Koniferen, dass sie sogar die gesamte Region danach benannt haben: Araukanien. Hier sind auch viele Vögel zu Hause wie Taguas, Avutardas und Hualas. Wenn der Villarica ausbrechen sollte, wären diese einzigartige Natur und auch die Menschen, die am Villarrica-See leben, gefährdet. Der Aufstieg auf den Vulkan zeigt die Spuren der letzten Ausbrüche. Sie lassen erahnen, welche Gewalten hier herrschen können.
18:30
Nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
R: Johan von Mirbach... In den USA ermitteln Staatsanwälte gegen Ölfirmen wegen Irreführung der Öffentlichkeit beim Thema Klimawandel. Die Reportage geht den Vorwürfen nach. Wurden auch in Deutschland Fake-Studien publik? Ab 21.00 Uhr beleuchtet „makro“ die „Neuordnung des Ölmarkts“.
21:00
Die Weltwirtschaft verändert sich rasant – und mit ihr der internationale Markt für Öl. Nationale Interessen, Sanktionen, Zölle und neue Fördermöglichkeiten verschieben die Gewichte. Beim Auftaktspiel der Fußball-Weltmeisterschaft saßen sie einträchtig nebeneinander: Russlands Präsident Putin und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman. Auch im Ölgeschäft waren sie zuletzt Freunde, obwohl Russland kein OPEC-Mitglied ist. Bis November hat Iran noch Gelegenheit, sein Öl zu Marktpreisen zu verkaufen. Dann greifen die US-Sanktionen. Neben OPEC-Gründungsmitglied Iran haben die USA auch Venezuela mit Sanktionen belegt. Das erdölreichste Land der Erde fördert schon seit einiger Zeit krisenbedingt immer weniger. Für Iran und Venezuela ist ein hoher Ölpreis aktuell überlebenswichtig. Einen niedrigen wünscht sich dagegen – wegen der florierenden Wirtschaft – die US-Regierung. Ein geringer Ölpreis könnte allerdings andererseits der eigenen Schieferöl-Förderung schaden. Die wäre in jedem Fall in Schwierigkeiten, sollten die Chinesen ernst machen und Schieferöl-Importe mit Zöllen belegen. Öl ist ein wichtiger Faktor bei der America first-Doktrin. Welche Allianzen sich bilden und wer sich durchsetzt, wird wie immer auch darüber entscheiden, ob bei uns Heizöl und Benzin teuer oder billig sein werden.
21:30
Erstausstrahlung.
22:00
ZIB 2
22:25
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Assumpta Serna; S: Kevin Deiboldt; R: Christoph Schrewe... Auf dem Weg nach Neapel sitzt die französische Streitmacht fest. Der osmanische Prinz Cem, der gemeinsam mit Cesare die Reise angetreten hatte, erkrankt und stirbt im Feldlager. Von den Franzosen verdächtigt, den Prinzen getötet zu haben, flieht Cesare nach Orvieto. Zur Bekräftigung des Bündnisses zwischen dem Papst und dem deutschen Kaiser wird dessen Neffe Ferdinand Taufpate von Rodrigos Tochter Laura. Der achtjährige Prinz verrät die eigene Agenda, die der deutsche Kaiser im Norden Italiens verfolgt. Unterdessen verhilft Lucrezia Juans schwangerer Frau Maria zur Flucht vor ihrem brutalen Ehemann nach Spanien. Juan will sich an Lucrezia rächen, die ihn aber verhöhnt. Der französische General D'Allegre sucht in Rom nach Cesare und deutet an, dass auch Giulia den französischen Gewahrsam genossen hat. Rodrigo verbannt Giulia. Doch sie weiß die Sache wiedergutzumachen und darf zurückkehren. Sie begleitet Papst Alexander nach Orvieto, der auf diese Weise König Karl aus dem Weg gehen will. Als der Sieg über Frankreich gefeiert wird, erinnert der spanische Gesandte Rodrigo an sein Versprechen, die Juden aus Rom zu vertreiben. Lucrezia wirft Rodrigo vor, sie als politische Hure benutzt zu haben, und sucht Zuflucht in einem Kloster.
23:15
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Assumpta Serna; S: Tom Fontana; R: Metin Hüseyin... Lucrezia wird im Kloster Zeugin der Stigmatisierung von Schwester Lucia, was ihren Wunsch, Nonne zu werden, bestärkt. Rodrigos junger spanischer Soldat Pedro Caldes soll sie umstimmen. Doch erst als Juan ihr vorwirft, am angeblichen Tod seiner Frau Maria Enriques Schuld zu sein, gibt Lucrezia ihren Wunsch auf und beginnt eine Affäre mit Pedro. Rodrigos Vorschlag, Juan die Herrschaft über das Königreich Neapel zu übertragen, stößt auf Ablehnung. Um seine Eignung unter Beweis zu stellen, will Juan die Juden Roms zu einer Massentaufe zwingen. Rodrigo stimmt zu und bittet Juan, die Beichte abzulegen. Juan gesteht, dass er seinen Halbbruder Pedro Luis ermorden ließ, ohne zunächst zu wissen, dass es Cesare ist, der die Beichte entgegennimmt. Cesares Hass wächst. Juan plant Cesares Ermordung, doch sein Scherge wechselt die Fronten. Cesare trifft im Gasthaus auf seine ehemalige Geliebte Fiametta. Als Cesare erkennt, dass sein tot geglaubter Sohn lebt, bricht er auf alle Zeiten mit Alessandro. Kardinal Carafa übergibt Rodrigo ein Dokument, welches belegt, dass Juan weder von Seiten der Politik noch von den kirchlichen Würdenträgern anerkannt wird. Rodrigo muss sich dem Wunsch beugen und persönlich die Krönung von Federigo D'Aragona in Neapel vornehmen.
00:05
I: John Doman, Mark Ryder, Stanley Weber, Isolda Dychauk, Marta Gastini, Diarmuid Noyes, Assumpta Serna; S: Tom Fontana; R: Metin Hüseyin... Juans Erzfeind Virginio Orsini wird gefasst und sein Häscher, General Cordova, ausgezeichnet. Juan bittet seinen Vater, ihm die Bestrafung des Gefangenen zu überlassen. Rodrigo willigt ein, doch Juan plant, Kardinal Orsini zu erpressen. Cesare hat genug von den Machenschaften seines Bruders. Betrunken lauert er Juan auf. Es kommt zum Streit. Am nächsten Morgen wird Juans Körper gefesselt, geknebelt und erstochen aus dem Tiber gezogen. Um Gewissheit zu erlangen, nicht den eigenen Bruder ermordet zu haben, sucht Cesare verzweifelt nach dem Mörder. Unterdessen versinkt Rodrigo in seinem Schmerz. Nach drei Tagen der Kasteiung will er allem Weltlichen entsagen, Giulia muss den Palast verlassen. Rodrigo stößt auch Cesare von sich, als dieser ihm von Juans Mord an Pedro Luis berichtet. Lucrezia gesteht Cesare schließlich, gemeinsam mit Pedro den Bruder ermordet zu haben. Rasend vor Zorn tötet Cesare Pedro vor den Augen des Papstes und der Kardinäle. Rodrigos Kräfte schwinden angesichts der neuen, entfesselten Gewalt, die seinen Namen trägt: Borgia.
01:10
Zapp
01:40
10 vor 10
02:10
Extra 3
02:55
Max Uthoff, Träger des Breiten Kreuzes und des Ordens pour la verité, kommt auf die Bühne und erzählt seine Sicht der Dinge. Wie immer gilt dabei: Die Sprache ist die Waffe des Pazifisten. Er berichtet von der Wucht der Behauptung, mörderischen Geschäften, gesellschaftlichem Inzest, Drehzahlmessern, teuflischen Kreisläufen und davon, dass Menschen, die in Schubladen denken, sich schon mal halb aufgeräumt fühlen. Nicht ganz unwahrscheinlich, dass an diesem Abend Teilnehmer der deutschen Politik Erwähnung finden. Kitschig, weich, oberflächlich, verspielt, naiv, willfährig, schlaftrunken, larmoyant, sensibel, langsam, zärtlich, vorsichtig, melancholisch und dunkelhäutig – dies ist wohl nur eine kleine Auswahl von Adjektiven, die noch nicht im Zusammenhang mit Max Uthoffs Programmen fielen. Und es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn nicht wenigstens eines der oben genannten Adjektive seine Premiere feiert.
03:40
Ladies Night
04:25
Mit Tempo, Witz und Nervenkitzel kurven Django Asül, Thomas Reis, Lizzy Aumeier, Maxi Gstettenbauer und Özcan Cosar auf einer rasanten Kabarett-Achterbahn. Für actionreiche Loopings sorgt Moderator Ingo Appelt. Politik, Promis und Palaver werden in Kabarett aus Franken amüsant und witzig durch die Mangel gedreht. Django Asül präsentiert eine Ansammlung von politischen Streifschüssen, einen irren Mix aus Satire und Volkstheater. Thomas Reis pointiert entlarvend, aber vor allem mit allerhöchstem Unterhaltungsfaktor. Lizzy Aumeier ist mit ihrer Bühnen-Präsenz, kombiniert mit offenherzigem, selbstironischem Witz, eine Ausnahmeerscheinung unter den deutschen Komikerinnen. Maxi Gstettenbauer, der kellergebräunte Comedy-Nerd, ist stets ein scharfer Beobachter des Alltags, bissig und zum Schreien komisch. Özcan Cosar reflektiert facettenreich, pointiert und mit bitterbösem Sprachwitz seinen eigenen beruflichen Werdegang vom Barmixer über Zahnarzthelfer bis hin zum Kabarettisten.
05:10
Die Quintessenz aus Musik-Kabarett, Stand-Up-Comedy und Parodie zu einem neuen Genre vereint, das ist Kreativ-Comedy aus der Feder von Andy Ost. Der Preisträger des Fränkischen Kabarettpreises präsentiert sein Programm Im Eufer der Phorie, das aktuelle und neue Nummern mit dem Besten aus seinen beiden letzten Erfolgs-Shows vereint – charmant, fesselnd und wandelbar wie kaum ein Zweiter. Geschichten aus dem Leben werden bei Andy Ost zu lebenden Geschichten, in denen seine Liebe für Emotionen und Gefühle sein Publikum zu mitfühlenden Beteiligten macht. Mit geschliffenen Wortspielen seziert Andy Ost die heile Welt, um sie nur einen Atemzug später wieder neu zusammenzusetzen.