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ARTE
05:50
Xenius
06:15
R: Reinhild Dettmer-Finke, Claudia Dejá... Um Meno- beziehungsweise Andropause ranken sich viele Mythen: Was geschieht dabei wirklich mit Körper und Psyche? Können Hormontherapien den Beginn hinauszögern?
07:10
ARTE Journal Junior
07:15
R: Andrea Oster
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
R: Karsten Wohlrab
09:45
R: J. Michael Schumacher... Wenn Stefano, Sandro und ihre Kollegen morgens um 7.00 Uhr ihre Pferde besteigen, lebt ein Stück Wildwest-Romantik auf, die man sonst nur von den Prärien Amerikas kennt. Schon ihre Sättel erinnern an die Vorbilder aus Texas oder Wyoming. Sie tragen breitkrempige Hüte gegen die Sonne und Lassos am Sattelknauf. Doch ihr Arbeitsplatz ist nicht die Southfork Ranch, sondern die Azienda Alberese zehn Kilometer südlich von Grosseto in der Toskana. Der riesige Bio-Hof wurde vor tausend Jahren von Mönchen gegründet und ist heute in Staatsbesitz. Jeden Morgen reiten die Butteri, so nennt man die italienischen Cowboys, in die Wildnis aus Dornbüschen, Wildblumen, Eichen und Zypressen, um die Rinderherden der Farm zusammenzutreiben. Im Frühjahr beginnt die Merca, das Markieren der neugeborenen Kälber. Stefano steht dabei unter besonderer Beobachtung, denn er soll der neue Vormann werden. Aber wenn es nach dem neuen Direktor geht, könnte auch ein Schreibtischtäter den Job bekommen. Wird Stefano die Aufgaben meistern und sich mit Hilfe der Kollegen behaupten können? 360° Geo Reportage begleitet einen der letzten Cowboys Italiens auf diesem Weg. , Online verfügbar von 21/05 bis 28/05.
10:40
R: Maja Dielhenn... Parfüm – ein Produkt, ein Zauber, eine Kultur, untrennbar verbunden mit Frankreich, den riesigen Blumenfeldern von Grasse, den Pariser Salons, Namen wie Chanel, Dior und Guerlain. Eine weltweit operierende Parfümindustrie kreiert immer neue Düfte und verdient Milliarden. Doch es gibt noch Spezialisten abseits der großen Namen und des Massenumsatzes. Der ehemalige Kreativdirektor von Guerlain, Gilles Thévenin, hat Lubin, eines der ältesten Parfümhäuser Frankreichs, vor dem Untergang bewahrt. Nun kreiert er gemeinsam mit Delphine Thierry, einer unabhängigen Parfümeurin aus der Provence, einen orientalischen Duft für die Luxusmarke, inspiriert vom sagenhaften Mesopotamien, der Göttin Ischtar und dem Herrscher Sargon. 360° Geo Reportage durfte einen exklusiven Blick in die Labore werfen und die Geburt einer neuen Komposition miterleben. Gilles Thévenin sitzt in seinem Pariser Büro im Viertel Les Halles. Hier regiert der Schick der 30er Jahre, die eine ruhmreiche Epoche für das Parfümhaus Lubin waren. Große Düfte wie Nuit de Longchamp entstanden in dieser Zeit und gingen in die Geschichte ein. Diese Geschichte begann vor mehr als 200 Jahren mit Pierre-François Lubin. Sein Porträt hängt heute in Gilles' Büro, direkt über seinem Arbeitstisch, auf dem es nur so wimmelt von glitzernden Fläschchen mit geheimnisvollen Flüssigkeiten. Ein Parfüm zu kreieren, dazu bedarf es zweier Begabungen: Man muss ein Architekt sein, aber auch ein Dichter, so Gilles Thévenin. Entscheidend sind auch die Rohstoffe, von denen einige der kostbarsten noch immer aus den Blüten der provenzalischen Felder gewonnen werden. Am Tisch sitzt außer Gilles Thévenin, dem kreativen Kopf Lubins, noch Thomas Fontaine, eine seiner Nasen. Vor ihnen liegt ein uraltes Buch von unschätzbarem Wert: das handgeschriebene, über 200 Jahre alte Formelbuch von Pierre-François Lubin. Wird der neue Duft aus Weihrauch, Kardamom und Muskatellersalbei den Markt erobern können? , Online verfügbar von 21/05 bis 28/05.
12:15
Re:
12:50
ARTE Journal
13:00
Erstausstrahlung.
13:55
I: Anthony Quinn, Gina Lollobrigida, Jean Danet, Alain Cuny, Robert Hirsch, Philippe Clay, Roland Bailly; S: Jean Aurenche, Jacques Prévert; R: Jean Delannoy... Kostümdrama nach dem Klassiker von Victor Hugo., Im mittelalterlichen Paris liebt der missgestaltete Glöckner Quasimodo (Anthony Quinn) die schöne Esmeralda (Gina Lollobrigida, „Die Strohpuppe“). Dabei hat die Zigeunerin nur Spott für ihn übrig… Im Gegensatz zur 1939er Schwarz-Weiß-Verfilmung mit Charles Laughton endet diese farbenfrohe Version des berühmten historischen Romans von Victor Hugo („Die Elenden“) buchgemäß tragisch.
15:50
R: Friederike Schlumbom... Die Shetlandinseln sind die erste Station der 5-tlg. Reihe über britische Eilande. Ein Postbote, ein Musiker und eine Rugbytrainerin erzählen vom Leben mit rauen Winden und langen Wintern., Online verfügbar von 21/05 bis 11/06.
16:45
Sie ist unser wichtigstes Kommunikationsinstrument. Mit ihr bringen wir bewusst und unbewusst unsere Persönlichkeit und unseren Charakter zum Ausdruck. Was verrät die Stimme über uns? Und was kann man tun, wenn die Stimme nicht zur eigenen Identität passt? Xenius begleitet die 23-jährige Studentin Charlotte, die als Junge geboren wurde. Sie möchte als Frau wahrgenommen werden, doch die Hormonbehandlung, der sie sich unterzogen hat, konnte eines nicht zufriedenstellend verändern: ihre Stimme. Jetzt hat sie zwei Möglichkeiten, das zu ändern. Reicht eine Therapie? Oder ist vielleicht doch eine Operation nötig? Die Xenius-Moderatoren und Emilie Langlade lassen ihre Stimmen von Florian Glitza analysieren. Er ist Sprach – und Stimmenerkenner beim Landeskriminalamt Berlin. Als forensischer Phonetiker hat er schon an vielen Kriminalfällen mitgearbeitet. Wie die Studentin Charlotte besuchen auch die beiden Moderatoren eine Stimmtrainerin und lassen sich zeigen, wie sie das Potenzial ihrer Stimme besser entfalten können. , Online verfügbar von 21/05 bis 19/08, Mehr zu den einzelnen Themen unter www.arte.tv/xenius.
17:15
R: Vincent Chaffard... Die Stadt Kaschan liegt inmitten einer Wüstenlandschaft. Der Bagh-e Fin im Süden der Stadt ist eine Oase: wie eine Fata Morgana aus Wasser und Grünflächen. Die Safawiden, eine Herrscherdynastie aus der Türkei, regierten vom 16. bis Mitte des 18. Jahrhunderts über den Iran. Sie führten die Schia als Staatsreligion im Land ein. Schah Abbas I. ordnete 1587 den Bau von Bagh-e Fin rund um seine Residenz an. Er wünschte sich eine Anlage nach dem Vorbild der im Koran beschriebenen Gärten: eine Allegorie des Paradieses. Das heilige Buch des Islams erwähnt vor allem die vier Flüsse aus Wasser, Milch, Wein und Honig. Ihnen nachempfunden sind die Wasserläufe, die den Fin-Garten heute in vier getrennte Rechtecke unterteilen. Die zwei Hektar große Fläche des Gartens ist von Außenmauern umgeben. Der Garten umfasst einen zentralen Pavillon, der an der Kreuzung der beiden Hauptachsen errichtet wurde. Eine weitere Achse im Südwesten des Gartens führt zu einer Quelle. Bewässerungs – und Erfrischungskanäle, Becken und Springbrunnen verlaufen entlang der Achsen und Hauptalleen. Wasser fließt rings um den Garten und unterteilt ihn in eine Vielzahl von kleinen Parzellen, die bis heute von mehrere Jahrhunderte alten Zypressen gesäumt werden. Im Bagh-e Fin ist überall Wasser. Es ist für alle da, sehr einladend und nicht nur zur Zier. Die Besucher dürfen die Füße darin baden, damit spielen, seine Frische genießen und seiner Musik lauschen. Sie können an den Kanälen entlang spazieren und dem Plätschern des Wassers zuhören oder darüberspringen. Auch die schattigen Alleen des Fin-Gartens, die von Wasserläufen gesäumt werden, sind ein Hort der Kühle und locken viele Besucher an.
17:40
R: Lixin Fan
18:35
R: Stéphane Bégoin
19:20
ARTE Journal
19:40
Re:
20:15
I: Oscar Isaac, Carey Mulligan, John Goodman, Garrett Hedlund, Justin Timberlake, Max Casella, F. Murray Abraham, Adam Driver, Alex Karpovsky; S: Joel Coen, Ethan Coen; R: Joel Coen, Ethan Coen... Tragikomödie der Coen-Brüder über einen Folksänger Anfang der 60er., Der begabte, aber erfolglose Singer-Songwriter Llewyn Davis (Oscar Isaac, „Star Wars“) tingelt durch die Clubs des winterlichen New York, chronisch pleite, ohne eigene Wohnung. So mogelt er sich von einem Schlafplatz zum anderen, zum Beispiel bei seinem Kollegen Jim (Justin Timberlake) und dessen Freundin Jean (Carey Mulligan), die Llewyn vielleicht geschwängert hat… Der Film basiert lose auf den Memoiren des Sängers Dave Van Ronk, der sich im New Yorker Künstlerviertel Greenwich Village herumtrieb. Dabei zeigen die Coens erneut ihr Herz für Verlierer.
21:55
I: Vincent Macaigne, Golshifteh Farahani, Louis Garrel, Mahaut Adam, Pierre Maillet, Christelle Deloze, Rhizlaine El Cohen; S: Louis Garrel, Christophe Honoré; R: Louis Garrel... Liebesdrama um eine Ménage-a-trois, nach Alfred de Mussets „Die Launen der Marianne“., Der verhuschte Clément (Vincent Macaigne) hat sich am Pariser Gare du Nord in die Backwarenverkäuferin Mona (Golshifteh Farahani) verliebt. Was er nicht weiß: Mona ist Freigängerin, jeden Abend nimmt sie den Zug, um rechtzeitig zurück im Gefängnis zu sein. Als Cléments Eroberungsversuche scheitern, bittet er seinen attraktiven Kumpel Abel (Louis Garrel) um Hilfe. Keine gute Idee, denn bald steht ihre Freundschaft auf dem Spiel… „Zwei Freunde“ ist das Regiedebüt des Schauspielers Garrel („Die Träumer“). Mit der tragischen Romanze gibt er tiefe Einblicke in die Seelen von drei in sich gefangenen Liebenden, die zwischen Schuldgefühl, Selbstoffenbarung und Depression pendeln – authentisch, ergreifend und in schönen Bildern., Erstausstrahlung.
23:35
S: Camila Rodríguez Triana; R: Camila Rodríguez Triana... aus Kolumbien: stark reduzierte, kommentarlose Beobachtung diverser Menschen in einem Pensionszimmer. – Stilisierte Vignetten., Online verfügbar von 21/05 bis 20/06; Erstausstrahlung.
00:55
I: Vahina Giocante, Oz Zehavi, Eli Altonyo, Oded Leopoled, Jony Arbid, Kajes Nashef, Salim Daw; S: Matan Guggenheim; R: Matan Guggenheim... Drama aus Israel: Verzweifelt sucht eine Fotografin einen ganz bestimmten Soldaten., Dora (Vahina Giocante) streunt durch Israel, ein Land voller Gräber. Dora sucht jenen Soldaten, der ihren Freund erschoss. Irgendwann beginnt sie dann eine verworrene Liebesgeschichte mit dem Exsoldaten Yossi. Dora wird von ihrer Vergangenheit verfolgt, Yossi kann sich an seine nicht erinnern… Der Regiedebütant Matan Guggenheim verpackt die Frage, wie man in einem Kriegsland überhaupt lieben kann, in einer bedeutungsschweren Arthouse-Romanze. Trotz spannender Drehorte geht sein Konzept nur teilweise auf, das Geschehen wirkt häufig artifiziell.
02:35
Metropolis
04:00
Online verfügbar von 22/05 bis 21/07; Erstausstrahlung.
04:50
R: Nicolas Rendu... 2009 schrieb er in einem Forum, man solle Menschen, die geheime Informationen weitergeben, in die Eier schießen ... vier Jahre später sah er das wohl ein bisschen anders.
05:00
R: Steve Gebhardt, Carol Dysinger... Konzert von 1972 mit John Lennon, Yoko Ono und ihrer Plastic Ono Elephants Memory Band.
06:15
Xenius
06:40
R: Cathy Baker
07:10
ARTE Journal Junior
07:15
R: Tino Schrödl
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
Mare TV
09:25
Earthflight
10:55
R: Annamária Tálas
11:50
R: Simon Vatel
12:15
Re:
12:50
ARTE Journal
13:00
Erstausstrahlung.
13:50
I: Ronald Colman, Greer Garson, Philip Dorn, Susan Peters, Henry Travers, Frits van Dongen; S: Claudine West; R: Mervyn LeRoy... Melodram. Ein Soldat mit Amnesie findet seine alte Identität wieder., Der britische Soldat Charles Ranier (Ronald Colman) leidet nach einer Kriegsverletzung unter Gedächtnisverlust. Es geht bergauf mit ihm, als er die attraktive Tänzerin Paula (Greer Garson) heiratet. Doch dann verunglückt er mit dem Auto und verliert im Schock wieder die Erinnerung – diesmal an sein Leben mit Paula… Ein effektsicheres Drama von Regisseur Mervyn LeRoy („Quo Vadis?“, „Madame Curie“) mit glänzender Besetzung.
15:55
R: Marvin Entholt... Mitten in der Irischen See zwischen England und Irland liegt die Isle of Man. Sie ist Kronbesitz der Queen, aber ein Land mit eigener Sprache und Regierung. Die UNESCO hat die Insel als erstes Land der Welt zur Biosphärenregion erklärt. Ihre Abgeschiedenheit bietet vielen Tieren einen geschützten Lebensraum: Für Zugvögel ist sie ein wichtiger Rastplatz, eine einzigartige Schafrasse lebt nur hier, die Fischerei vor der Küste ist nachhaltig. Die Menschen achten und schätzen ihre Insel, sie pflegen ihre Eigenarten und eine Kultur, die bis in die Zeit der einst hier siedelnden Wikinger zurückreicht. Es ist ein ungewöhnlicher Ort, der in Europa liegt und doch weit entfernt wirkt. Auf der Isle of Man haben Berufe und Traditionen überlebt, die anderswo längst ausgestorben sind: Die älteste Pferdetrambahn der Welt fährt durch die Hauptstadt, eine Dampfeisenbahn verbindet seit 150 Jahren die Städte der Insel. Auch das Parlament ist das älteste der Welt, es wird am Nationalfeiertag mit Rosshaarperücken und Blasmusik gefeiert. Zugleich ist die Insel ein Ort, der jungen Leuten Raum bietet, Neues zu entwickeln. Der Film stellt Menschen vor, die die Isle of Man nie verlassen haben oder zurückgekehrt sind, weil das Inselleben ihnen Zufriedenheit schenkt und ein Leben in Einklang mit der Natur ermöglicht. Hier ticken die Uhren anders, die Bewohner haben in ihrer ursprünglichen Sprache Manx einen Ausdruck dafür: Traa-dy-Liooar, time enough: Es gibt Zeit genug. Die Isle of Man ist ein Ort, der Tradition und Wandel vereint und sich genau deshalb treu bleibt. , Online verfügbar von 22/05 bis 12/06.
16:45
Bevor im menschlichen Gehirn ein optischer Eindruck entsteht, ist ein komplizierter Vorgang erforderlich. Alle Teile des Auges sind daran beteiligt. Die Lichtstrahlen, die auf das Auge fallen, werden durch die Brechkraft der Hornhaut und der Linse gebündelt. Eine Brille kann fehlerhafte Augenbrechwerte ausgleichen. Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland und Frankreich tragen eine Brille. In ärmeren Ländern gibt es weit weniger Brillenträger – viele Menschen dort können wegen ihrer Sehschwäche nicht lernen oder arbeiten. Dagegen suchte Martin Aufmuth, ein ehemaliger Lehrer aus Bayern, ein Rezept. Er erfand die sogenannte EinDollarBrille. Xenius berichtet über das Projekt, das möglichst vielen Menschen eine preiswerte Sehhilfe garantieren soll. Die Xenius-Moderatoren und Emilie Langlade besuchen ein wichtiges Zentrum der deutschen optischen Industrie, die Stadt Rathenow bei Berlin. Hier erfahren sie, wie Gestelle und Gläser einander angepasst werden und wie daraus eine fertige Brille entsteht. , Online verfügbar von 22/05 bis 20/08, Mehr zu den einzelnen Themen unter: www.arte.tv/xenius.
17:15
R: Alois-Marie Lenoan... Der Sacro Bosco – zu Deutsch heiliger Wald – ist ein geheimnisvoller Garten nordöstlich von Rom. Geschaffen hat ihn eine Ausnahmepersönlichkeit der italienischen Renaissance: Vicino Orsini, Feudalherr von Bomarzo. Nach einer langen Laufbahn als Offizier und Söldner lässt er am Fuße seines Schlosses einen Waldpfad anlegen, in dem sich bis heute seine nonkonformistischen Ansichten widerspiegeln. Jedes Gestaltungselement des Gartens wird präzise inszeniert. Seine ersten Werke erschuf Vicino Orsini in den 1550er Jahren; bis zu seinem Tod 1585 verschönert er den Garten immer wieder. Auf einem labyrinthischen Pfad wandelt der Besucher vorbei an rund 30 überraschend geformten Skulpturen und Bauwerken. Es ist kein regelmäßiger Garten, sondern eher ein Waldweg, ein Pfad mit einem Anfang und einem Ende. Vicino Orsini nannte ihn mein Wäldchen. Er sprach nie von seinem Garten, sondern von seinem Wäldchen. Die Bäume, die in diesem Wald wachsen – Eichen, Lorbeer – und Kastanienbäume -, sind von der Form her ziemlich knorrig. Der Besucher bekommt das Gefühl, in ein Märchen einzutauchen. Der Besucher folgt einem Weg, der mit Haltepunkten in Form von Statuen versehen ist. Sie geben dem Pfad einen emotionalen Gehalt. Vicino Orsini schöpfte dabei aus einer Fülle von Elementen aus seiner Fantasie, die sich aus Asien, aus der Neuen Welt, aus mittelalterlichen Stichen, aber auch aus etruskischen Tempeln speist. Im Wald verteilt befinden sich viele Inschriften, die alle elf Silben lang sind. Vicino Orsini wollte mit dieser Besonderheit verdeutlichen, dass die Welt zwar voller Wunder ist, aber der Skulpturenwald Sacro Bosco, sein Wäldchen, mit nichts zu vergleichen und in seiner Schönheit einzigartig ist.
17:40
R: Emilio Pacull... Die chilenische Nationalstraße 7 heißt offiziell Südstraße, aber die Chilenen nennen sie auch Ruta Siete, die Straße 7. Die in den 70er Jahren gebaute Straße durchquert das chilenische Patagonien zwischen den Gipfeln der Anden auf der einen Seite und dem Pazifik auf der anderen Seite über rund tausend Kilometer von Nord nach Süd. Diese Strecke, die den Bewohnern den Fortschritt bringen sollte, verursacht hingegen in den von ihr durchlaufenen Gebieten zahlreiche Umweltprobleme. Damit wird die Zukunft des chilenischen Patagoniens infrage gestellt. Durch die rasche Zunahme von Zuchtfarmen für Meerestiere, den geplanten Bau mehrerer Wasserkraftwerke und nicht zuletzt durch die folgenschweren Auswirkungen der Klimaerwärmung entstehen für diesen Teil Chiles Bedrohungen mit unvorhersehbaren Folgen. Die Dokumentation führt in einen der wildesten Landstriche der Erde, in dem die Natur all ihre Kraft und gleichzeitig ihre ökologische Verletzbarkeit offenbart.
18:35
R: Florence Tran
19:20
ARTE Journal
19:40
30 Zimmer am Tag, keine Toilettenpausen, teils unter 700 Euro Monatsnetto: Die Arbeit vieler Zimmermädchen ist in Spanien kaum zu ertragen und hat mit den Traumwelten vieler Spanientouristen nichts zu tun. Die wenigsten von ihnen haben eine Ahnung, wie schlecht es den Servicekräften in ihren Hotels eigentlich geht. Myriam Barros kennt die Not der Zimmermädchen dagegen aus erster Hand. Die alleinerziehende Mutter arbeitet als Reinigungskraft in einem Hotel auf Lanzarote, einem vor allem bei deutschen und britischen Pauschaltouristen beliebten Urlaubsparadies. Zusammen mit anderen Zimmermädchen gründete sie 2016 über Facebook Las Kellys, die erste Interessenvertretung für Zimmermädchen in Spanien. Die Gruppe leitete das politische Erwachen der schlecht bezahlten Servicekräfte ein und hat in ganz Spanien für Aufmerksamkeit gesorgt. Las Kellys haben mittlerweile Ableger in anderen spanischen Städten gegründet. Von Madrid bis Benidorm haben sie eine Mission: Sie wollen raus aus der Unsichtbarkeit und endlich fair behandelt und fair bezahlt werden. Re: begleitet Myriam Barros und ihre Mitstreiterinnen bei ihrem Kampf für bessere Arbeitsbedingungen.
20:15
R: Don Kent... In dem Dokuzweiteiler schildern Zeitzeugen, wie die Berichterstattung über Grausamkeiten des Vietnamkriegs eine kritische linke Jugend weltweit zu eskalierenden Protesten anstiftete., Schwerpunkt: Mai 68; Online verfügbar von 22/05 bis 21/07; Erstausstrahlung.
21:50
R: Don Kent... Der anhaltende brutale Krieg in Vietnam führt bei vielen Protestakteuren zu Verbitterung und der utopische Traum einer anderen Gesellschaft droht zu platzen. Gleichzeitig nehmen die staatlichen Repressionen in vielen Ländern wie Japan, Frankreich oder Italien zu und führen zu einer weiteren Radikalisierung in Teilen der Linken. Der Terror der Roten Armee Fraktion erschüttert Deutschland, und Italien droht im Würgegriff zwischen dem staatlich organisierten Terror und der Gewalt der Roten Brigaden zu zerbrechen. Andere Teile der 68er-Bewegung machen sich nach der gescheiterten Revolution auf den langen Weg durch die Institutionen. Der Kampf für Frauen – und Homosexuellenrechte wird maßgeblich vorangetrieben, das wachsende Bewusstsein für Umweltschutz und die negativen Folgen der Konsumgesellschaft führen zur Bildung von NGOs wie Greenpeace oder Ärzte ohne Grenzen. Auch die Grundlagen der Globalisierung und des Internets werden im Geiste der 68er gelegt. Mit der Einnahme Saigons 1975 und dem Rückzug der Amerikaner aus Vietnam endet der Krieg, der als maßgeblicher Faktor die 68er-Bewegungen rund um den Globus angefeuert hat. Die Revolution ist zwar gescheitert, aber innerhalb nur eines Jahrzehnts haben die 68er fast alle Gesellschaften der Welt grundlegend verändert, und die Wellenbewegungen der Revolte beeinflussen unser Leben bis heute. , Schwerpunkt: Mai 68; Online verfügbar von 22/05 bis 21/07; Erstausstrahlung.
23:30
R: Sabine Jainski, Ilona Kalmbach... Wie steht es um das politische Engagement der jungen Leute 50 Jahre nach 68? Die Doku zeigt, es gibt eine „Protestgeneration 2018“, lässt das Comeback der autonomen Szene beim G20 aber außen vor., Online verfügbar von 22/05 bis 20/08; Erstausstrahlung.
00:25
S: Virginie Linhart, Tiffany Tavernier; R: Virginie Linhart... Doku über die Hochburg der Studentenbewegung., „Bildung für alle!“ – auch ohne Abi, mit neuen Fächern und innovativer Methodik – hatte sich die Uni von Vincennes bei ihrer Gründung 1968 auf die Fahnen geschrieben. Hier lehrten Schwergewichte wie Foucault, Chomsky und Pasolini. Virginie Linhart, Tochter des Philosophiedozenten Robert Linhart, hat Berge von Archivmaterial gesichtet und Zeitzeugen getroffen, um die Erfolgsstory der Fakultät zu erzählen, u. a. von der Frauenbewegung und vom Kampf für die Gleichstellung Homosexueller. Dabei wirft sie die Frage auf, wie es heute um das Bildungswesen bestellt ist.
02:05
R: Karl Zero, Daisy d'Errata... Ramsan Kadyrow, auf Wladimir Putins Vorschlag vom tschetschenischen Parlament zum Präsidenten gewählt, ist seit zwölf Jahren der Conducator von Tschetschenien, einer autonomen Teilrepublik in Russland mit 1,3 Millionen Einwohnern. 85 Prozent des tschetschenischen Staatshaushalts kommen aus Moskau, das sind 330 Millionen Euro jährlich. Im Gegenzug macht Kadyrow in Putins Namen klar Schiff: Er ist berüchtigt für sein Vorgehen gegen Islamisten, für Folter, Homophobie, aber auch für schwarze Kassen und glanzvolle VIP-Empfänge. Kadyrows wichtigste Aufgabe ist es, islamistische Bestrebungen schon an den Toren zum Russischen Reich niederzuhalten, sei es im Kaukasus oder in Zentralasien. Darüber hinaus soll er das Vaterland gegenüber separatistischen Ansprüchen verteidigen und einspringen, wenn russischsprachige Minderheiten um Hilfe rufen, wie zuletzt im ukrainischen Donezbecken. Sogar in Syrien wurden die Kadyrowzy, die Mitglieder seiner paramilitärischen Sicherheitstruppe, von Russland an die vorderste Front geschickt. So gewährleistet der blutrünstige Bandit aus Tschetschenien die Sicherheit des russischen Volkes. Mit dieser neuen unzerbrechlichen russisch-tschetschenischen Freundschaft will Kadyrow die Geschichte des tschetschenischen Volkes neu schreiben. Dazu tilgt er alle Kapitel, in denen Tschetschenen und Russen aneinandergerieten, radikal aus den Geschichtsbüchern – also quasi die ganze tschetschenische Geschichte, denn die ist die eines Volkes permanenter Rebellen. Die beiden Tschetschenienkriege hatten ein orientierungsloses Volk zurückgelassen. Mit dem aufgezwungenen russischen Frieden fürchteten viele Tschetschenen, sie dürften keine Muslime mehr sein. Doch Kadyrow beruhigte sie mit den Worten, der Kaukasus sei doch von jeher muslimisch gewesen. Für Kadyrow ist der Westen im Untergang begriffen und von einem islamistischen Terrorismus verseucht, den er gewiss im Alleingang niederstrecken könne. So kämpft er mit aller Kraft für die Re-Islamisierung der tschetschenischen Gesellschaft.
03:00
R: Albert Knechtel... Marschmusik statt Samba – normal für die Einwohner der brasilianischen Stadt Pomerode., Über 70 Prozent der Einwohner haben hier deutsche Vorfahren, meist aus Pommern. Sie pflegen das Brauchtum – allerdings nicht das Norddeutsche. Beim jährlichen Pommernfest prägen Lederhosen, Bier und Wettsägen das Bild. Ein spannender, auch kritischer Blick auf Menschen, die begeistert eine Tradition leben, die sie nur vom Hörensagen kennen.
03:45
Online verfügbar von 23/05 bis 22/07; Erstausstrahlung.
05:00
R: Hannes Rossacher
06:15
Xenius
06:45
R: Cathy Baker
07:10
ARTE Journal Junior
07:15
R: Erika Harzer
08:00
Stadt Land Kunst
08:40
Mare TV
09:30
R: Zdenek Jirasky
10:55
R: Lixin Fan
11:50
R: Simon Vatel
12:15
Re:
12:50
ARTE Journal
13:00
Erstausstrahlung.
13:40
R: Aurélia Michon
14:10
I: Oscar Isaac, Carey Mulligan, John Goodman, Garrett Hedlund, Justin Timberlake, Max Casella, F. Murray Abraham, Adam Driver, Alex Karpovsky; S: Joel Coen, Ethan Coen; R: Joel Coen, Ethan Coen... Tragikomödie der Coen-Brüder über einen Folksänger Anfang der 60er., Der begabte, aber erfolglose Singer-Songwriter Llewyn Davis (Oscar Isaac, „Star Wars“) tingelt durch die Clubs des winterlichen New York, chronisch pleite, ohne eigene Wohnung. So mogelt er sich von einem Schlafplatz zum anderen, zum Beispiel bei seinem Kollegen Jim (Justin Timberlake) und dessen Freundin Jean (Carey Mulligan), die Llewyn vielleicht geschwängert hat… Der Film basiert lose auf den Memoiren des Sängers Dave Van Ronk, der sich im New Yorker Künstlerviertel Greenwich Village herumtrieb. Dabei zeigen die Coens erneut ihr Herz für Verlierer.
15:50
R: Martin Koddenberg, Kristian Kähler... Im Nordwesten des Vereinten Königreichs liegt die Inselkette der Äußeren Hebriden. Vor dem schottischen Festland liegen die Inseln Lewis und Harris, South und North Uist sowie die kleine Insel Barra. Die Inseln bieten Extreme: sturmumtoste Felsküsten und Traumstrände mit türkisblauem Wasser. Wegen der Natur ist die junge Familie MacKay zurückgekehrt: Nach 15 Jahren in Glasgow leben Norman und Leona mit ihren Kindern heute am Strand von Luskentyre, einem der schönsten Strände der Welt. Ihr Nachbar ist der Weber Donald John MacKay. In seiner Scheune webt er den weltbekannten Harris-Tweed. Dank eines Großauftrags konnte er der heimischen Tweed-Industrie neues Leben einhauchen und sie vor dem Verfall bewahren. Die Queen zeichnete ihn dafür als Member of the British Empire aus. Wer die Äußeren Hebriden Richtung Westen per Boot verlässt, stößt auf die Inselgruppe St. Kilda. Die Inseln waren bis in die 1930er Jahre besiedelt. Jeden Sommer kommen Freiwillige, um die Ruinen des verlassenen Dorfs wieder aufzubauen. St. Kilda hat einen seltenen Doppelstatus als UNESCO-Weltnatur – und Weltkulturerbe und beheimatet über eine Million Zugvögel, die auf gewaltigen Klippen nisten. Die Landschaft der Äußeren Hebriden ist karg und baumlos. Steve Liddle arbeitet daran, die Inseln wieder zu bewalden. Zwischen Traumstränden und Mondlandschaften begibt sich der Fotograf John Maher auf die Suche nach verlassenen Häusern und Anwesen. Hier wird sogar noch Torf per Hand gestochen. Auch die Queen schätzt die Ursprünglichkeit: Die Äußeren Hebriden sind ein beliebtes Urlaubsziel der königlichen Familie. , Online verfügbar von 23/05 bis 13/06.
16:45
Zuerst achtet man beim Fotografieren auf das Motiv. Doch Fotos bilden nicht nur ab, sie fördern Wahrheiten zutage oder verfälschen sie. Was Menschen auf Fotos wahrnehmen, ist oft ganz unterschiedlich. Ein Grund dafür liegt darin, dass das zweidimensionale Bild viele Informationen der dreidimensionalen Umgebung gar nicht transportieren kann. Deshalb denkt man sie sich dazu – mit teilweise erstaunlichen Resultaten. Auf der rein technischen Ebene können Fotos Informationen enthalten, die viele Menschen gar nicht kennen. In den sogenannten Exif-Dateien der digitalen Fotos sind unter anderem Daten zum Entstehungszeitpunkt und die Koordinaten des Aufnahmeortes gespeichert. In sozialen Netzwerken kann das Fremden erlauben, ein Aufenthaltsprofil zu erstellen. Die Xenius-Moderatoren und Emilie Langlade gehen diesmal bei dem Tatortfotografen Sebastian Reuter in die Schule, um zu lernen, wie man möglichst aussagekräftige Fotos von einem Tatort macht. Zudem stellen sie dem Fotogutachter Reuter eine Aufgabe und testen, ob er aus einer Serie von Fotografien Zeit, Ort und abgebildete Person herausfinden kann. , Online verfügbar von 23/05 bis 21/08, Mehr zu den einzelnen Themen unter: www.arte.tv/xenius.
17:10
R: Emmanuel Descombes... Japanische Zen-Gärten zeichnen sich durch ihre Schlichtheit, Ruhe und Symbolkraft aus. Sie verzichten oftmals vollkommen auf Bäume, Blumen und Pflanzen, teils gibt es nur Moos; Reinigungsbecken, Felsen und Flächen mit weißen Kieseln sind präzise angeordnet. Mit einem Rechen in den Kies hineingezogene Wellenlinien stehen für Wasser. Felsenformationen und Steine sind Symbol für Gebirge und Hügel. Moos steht für das Alter – ein in Japan überaus ehrvoller Zustand. Im Japanischen heißt diese Spezialform des Japangartens Kare-an-sui, was übersetzt so viel bedeutet wie trockene oder auch unechte Landschaft. Die Trockengärten des Daitoku-ji-Klosters in der japanischen Stadt Kyoto respektieren diese abstrakte Zen-Philosophie: Monochromie, Steine und einfache Pflanzen. Die Anlage rund um einen Haupt – und 23 Nebentempel ist von einer Ringmauer eingefasst; drei Tore ermöglichen den Zutritt. Durch den Garten führt ein Pfad der rituellen Reinigung. Die letzte Station, die Teezeremonie, trägt zur inneren Vervollkommnung bei.
17:40
R: Dimitris Koutsiabasakos
18:35
R: Stéphane Bégoin
19:20
ARTE Journal
19:40
Re:
20:15
I: Julia Jentsch, Fabian Hinrichs, Alexander Held, Johanna Gastdorf, André Hennicke, Florian Stetter, Johannes Suhm, Maximilian Brückner, Jörg Hube, Petra Kelling, Franz Staber, Lilli Jung; S: Fred Breinersdorfer; R: Marc Rothemund... Politdrama über die Widerstandskämpferin., Mit Flugblättern ruft Die Weiße Rose 1942/43 zum Widerstand gegen die Nazis auf. Doch bei der Verteilung ihres letzten Pamphlets werden die Geschwister Hans und Sophie Scholl (Fabian Hinrichs und Julia Jentsch) in München gefasst. Vier Tage später werden sie nach einem Schauprozess zusammen mit ihrem Helfer Christoph Probst (Florian Stetter) hingerichtet… Gestützt auf Zeugenaussagen und Gestapo-Protokolle, die bis 1990 bei der Stasi lagerten, konzentriert sich der Film auf die Befragung Sophie Scholls. Julia Jentsch spielt sie mit stiller Größe und gewann u. a. den Silbernen Bären., , Produktion: Goldkind Film, BR, SWR, ARTE, Broth Film.
22:10
I: Géza Röhrig, Levente Molnár, Urs Rechn, Todd Charmont, Sándor Zsótér, Marcin Czarnik, Jerzy Walczak, Uwe Lauer, Christian Harting; S: László Nemes, Clara Royer; R: László Nemes... Mit dem vielfach ausgezeichneten KZ-Drama endet Artes Reihe zum Filmfestival von Cannes., Er geleitet die Neuankömmlinge in die als Duschen getarnten Gaskammern, durchsucht ihre abgelegte Kleidung nach Wertgegenständen, beseitigt später die Ausscheidungen der Ermordeten und bringt ihre Leichen ins Krematorium. Bald beginnt die grässliche Arbeit von vorn. Als Teil eines „Sonderkommandos“ ist der ungarische Jude Saul Ausländer (Géza Röhrig) 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau Teil der Vernichtungsmaschinerie geworden, sein eigener Tod wird so für wenige Monate aufgeschoben. Scheinbar stoisch erträgt Saul das Schreien und Klopfen der Sterbenden in den Gaskammern. Doch als er sieht, wie ein KZ-Arzt einen Jungen, der das Gas überlebt hat, erstickt und zur Autopsie schickt, beschließt Saul, das Kind nach jüdischem Ritus zu bestatten, als wäre es sein Sohn. Dafür muss er den Leichnam vor der – im Judentum verbotenen – Verbrennung retten und einen Rabbiner finden, der den Kaddisch spricht. Saul gefährdet die Pläne anderer Sonderkommando-Häftlinge, die einen Aufstand planen… Darf man eine fiktive Geschichte über das reale Grauen des Holocaust erzählen? Der Ungar László Nemes wählt einen neuen Ansatz, den er „immersiv“ nennt: Die Kamera bleibt dicht an Saul und versetzt uns mitten hinein in diese Hölle auf Erden, gleichzeitig spielen sich die Verbrechen der Nazis in Unschärfe und Hintergrund ab, spiegeln sich nur in Sauls Mimik oder vermitteln sich über die Tonspur – das Ergebnis ist überwältigend und schwer erträglich. „Son of Saul“ gewann unter anderem den Großen Preis der Jury von Cannes, den Golden Globe und einen Oscar. Übrigens wagten Häftlinge am 7.10.1944 tatsächlich einen Aufstand, bei dem 250 Insassen die Flucht gelang. Alle wurden gefasst und ermordet. – Es folgt eine Doku über die Sonderkommandos., Erstausstrahlung.
23:55
R: Emil Weiss... Als die Rote Armee 1945 vorrückte, zerstörten die Nazis Gaskammern und Krematorien im Vernichtungslager. Doch einige Zeugen hatten überlebt und berichteten Details der Gräuel.
00:45
I: Gérard Depardieu, Harvey Keitel, Laura Morante, Bogdan Iancu, Alexandru Bindea, Nicodim Ungureanu, Gheorge Visu; S: Anusavan Salamanian; R: Bogdan Dreyer... Kriegsfarce mit Gérard Depardieu und Harvey Keitel., 1945, im von den Nazis besetzten Rumänien: Eben noch kurvte der kleine Alex (Bogdan Iancu) mit dem Motorrad von Friedrich rum. Nun liegt der deutsche Soldat mit aufgeschlitzter Kehle auf dem Acker. Hauptmann Braun droht der Gemeinde: Stellt sich der Mörder nicht bis fünf Uhr früh, werden die zehn größten Würdenträger gehenkt. Von Todesangst zerfressen, sind sich die klügsten Köpfe einig: Sie wollen Dorftrottel Ipu (Dépardieu) zum Heldentod überreden. Alex ist bestürzt, dass der unschuldige Franzose, dem die Dörfler im Ersten Weltkrieg das Leben retteten, geopfert werden soll… Die zweite Verfilmung von Titus Popovicis Novelle von 1970 hätte eine kluge Analyse über die Macht des Menschen über den Menschen werden können. Doch der Plot ist vorhersehbar, und die gute Botschaft (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) kommt zu plakativ rüber.
02:10
R: Andrzej Klamt, Alexander Berkel... Hitlers Krieg traf 1939 Polen zuerst – und am härtesten. Kein Land musste im Zweiten Weltkrieg, gemessen an der Einwohnerzahl, einen so hohen Blutzoll entrichten wie Deutschlands östlicher Nachbar. Doch von Beginn an formierte sich auch Widerstand gegen die Besatzer. Von 35 Millionen Bewohnern Polens zu Kriegsbeginn fielen sechs Millionen Menschen, meist jüdischer Herkunft, dem Wüten der Nazis zum Opfer.Trotz militärischer Aussichtslosigkeit formierte sich im Verborgenen von Beginn an auch Widerstand gegen die Fremdherrschaft. Guerillagruppen verübten Anschläge im schwer zugänglichen Hinterland, Untergrundkämpfer bildeten ein Netzwerk zur Weitergabe von Waffen und Informationen. Neben der national orientierten Heimatarmee (Armia Krajowa, AK), die mit Unterstützung der Exilregierung operierte, nahmen lokale, katholisch oder auch kommunistisch orientierte Gruppierungen den Kampf auf, den die Besatzungsmacht mit brutaler Repression und Massenerschießungen erwiderte.Die Dokumentation Kampf ums Überleben – Polen unter deutscher Besatzung beschreibt das Ausmaß dieses ungleichen Ringens und die erschreckenden Folgen besonders für die jüdische Bevölkerung Polens – auf der Grundlage neuester Forschungsergebnisse, mit Einschätzungen polnischer und israelischer Historiker sowie mit Schilderungen unmittelbar Beteiligter.Dabei spart der Film auch die in Polen heftig diskutierte Frage nicht aus, welchen Anteil antisemitisch gesinnte Polen an der Verfolgung ihrer jüdischen Landsleute hatten und belegt zugleich, dass es in fast keinem Volk so viele Menschen gab, die die Todgeweihten unter eigener Lebensgefahr retteten wie in Polen.
02:45
R: Alexis de Favitski
03:30
Online verfügbar von 24/05 bis 23/07; Erstausstrahlung.
04:15
R: Nicolas Rendu... Sie war 1,58 m klein, aber mit ihrer 15-cm-Frisur wurde sie ein großer Star ... leider setzte die Abhängigkeit ihrer Karriere ein vorzeitiges Ende.
04:20
R: Grit Lederer... Die Welt des Kunsthandels ist eine wenig transparente Welt: Gemälde werden für über Hundert Millionen Dollar verkauft, obwohl der Materialwert von Farbe, Leinwand und Keilrahmen selbst nur wenige Dollar ausmacht. Die ARTE-Reihe Kunsthändler wirft einen Blick hinter die Kulissen des schillernden Kunstbetriebs. Von Berlin, Paris, Basel, London bis Hongkong – über ein Jahr hat die Filmemacherin und Kunsthistorikerin Grit Lederer Händler und Galeristen begleitet. Einer von ihnen ist Gerd Harry Lybke. Er versteht sich eher als Galerist denn als Kunsthändler, da er Künstler von Beginn ihrer Karriere an begleitet und aufbaut. Gerd Harry Lybke betrieb bereits eine private Galerie in Leipzig zu DDR-Zeiten, als darauf noch Gefängnis stand: Private Galerien waren zu DDR-Zeiten verboten. In persönlichen Worten erzählt der mutige Sachse, was es vor dem Mauerfall 1989 bedeutete eine Galerie zu betreiben und welche raffinierten Taktiken er anwendete, um Künstlern, die nicht vom Staat gewollt waren, eine Ausstellungsmöglichkeit zu bieten. Die Galerie Eigen + Art Gerd Harry Lybkes ist heute renommiert und nimmt an den wichtigsten Kunstmessen in Basel, Paris und London teil. Bekannt ist das Programm der Galerie für die Künstler der Leipziger Schule, wie etwa für Maler wie Neo Rauch. Dessen Werke erzielen heute Millionensummen. In offenen Worten beschreibt Gerd Harry Lybke, wie Preise auf dem Kunstmarkt generiert werden und welcher Vorarbeit es von Seiten des Galeristen bedarf, einen Künstler am Markt zu etablieren.
05:00
R: Philippe Pouchain, Yves Riou